Beiträge von Landbienen

    Es stört mich gewaltig, dass hier gefühlt aller drei Tage ein neuer User einen Faden zum Bedampfen mit Oxalsäure eröffnet und die Bestätigung sucht, dass dies legal ist.


    Es gibt hier viele Imker, die sagen, ok, ich verwende die Oxalsäure im Verdampfer, sicher auch im Wissen in welcher rechtlichen Zone sie sich befinden. Dies ist ihr eigenens Problem und wahrscheinlich wird diese Anwendung auch nie geahndet, weil ohne Kläger kein Richter. Sie wissen damit umzugehen und berichten von ihren Erfahrungen.


    Alle anderen Imker, die nicht so verfahren möchten, halten sich an die Beipackzettel der Dinge die sie kaufen und die bei den Produkten in der Regel dabei liegen oder die der Apotheker zum Selbstschutz aushändige sollte.


    Sich hier den Pseudo-Schutz für sein Vorgehen und Handeln zu suchen, zeugt für die Unfähigkeit deutsche Sprache in Wort und Schrift (Beipackzettel) zu lesen oder zu verstehen oder umzusetzen.


    Das ist genau so, als wenn hier jemand jede Woche fragt, ob man nicht doch bei Rot über die Ampel gehen kann, weil es andere auch tun.


    Danke das hier bis nach hier gelesen habt, musste es einfach mal los werden.

    na mach doch.


    Beste Grüße,

    Ralf


    Könnte dir so passen - Nö ich quäle mich weiter :)


    Machen wir uns nichts vor. Es gibt einige Gegenden in denen 7 Euro Endverbraucherpreis pro Glas Honig vollkommen utopisch sind. Da ist 5 Euro schon schwer durchzusetzen. Dabei spielt die Qualität überhaupt keine Rolle, die kann ausgezeichnet sein.


    Das ist leider so, dass dann keiner nach Qualität fragt.

    7 € gehen hier auch bloß im Einzelhandel, als Imker benötigst du die Käufer dann bei dir und die muss man erst mal erreichen.


    Ungünstig finde ich, wenn der Endverbraucherpreis außergewöhnlich gering ist. Das sollte nach Möglichkeit nicht sein.


    Wozu der Einzelhandel mit Honigen aus EG und Nicht-EG Ländern leider auch die untere Preisgrenze viel zu niedrig vorgibt.


    Ich weiß nicht recht, wie ich diese Absätze verstehen soll. Machst du dir jetzt generell Sorgen um das Preisgefüge, bzw. die Preisfindung/-gestaltung/-regulierung auf dem Markt, oder eher darum, dass diese Beispielimker gewerblich agieren, obwohl sie Hobbyisten sind?


    Es gab die Aussage, der Hobbyimker würde der Auslöser fürs Preisdumping sein. Ich bin der Meinung, dass dies eher von gewerblichen Erzeugern und/oder Importeuren ausgeht. Siehe auch weiter oben. Viele gerade jüngere Imker denken schon im gewissen Rahmen betriebswirtschaftlich.

    Wir Imker erbringen aber auch eine Leistung für unsere Kunden. Wir liefern ein qualitativ hochwertiges Produkt in Lebensmittelqualität, haben Arbeit und schützen durch die Bestäubung der Bienen noch aktiv die Umwelt. Dadurch schaffen wir einen wirklichen Mehrwert.


    Ich wollte nur mal den Hinweis bringen, da man sich hier auch über die Lohnkosten Gedanken gemacht hat. Es ist gerne so, dass ich mit dem Verkauf sämtliche Kosten angemessen vergütet bekomme, aber der Markt muss es hergeben. Es hat niemand etwas zu verschenken.


    Ja, aber es gibt Menschen, die davon leben. Das ist schwer genug. Da muss denen nicht noch mit zu geringen Konkurenzpreisen dieses Leben noch schwerer gemacht werden. Ach wenn es nicht die Mehrzahl an Imkern ist, dürfte es doch die Mehrzahl an Völkern sein, die von den Berufsimkern betreut werden (zumindest ist es ein nicht unwesentlicher Teil). Diese Berufsimker können sich also die ganzen gemeinnützigen Argumente noch eher ans Revers heften, als die Vielzahl der Hobbyimker. Oder möchten die Hobbyhonigverkäufer mit geringen Preisen eine vergleichbar geringe Qualität belegen?


    Die einheimischen Honigproduzenten konkurieren auch mit dem Weltmarkt; in erster Linie aber mit dem Imker nebenan.


    Das hatte ich ja auch gesagt, dass mir klar ist, dass die Berufimkeri kein Honigschlecken;) bei den erzielbaren Preisen ist.


    Auch möchte ich keinem Berufsimker die Preise kaputt machen. Ich denke mit 5,-- € pro 500 g Glas liege ich hier in Mitteldeutschland schon nicht schlecht.


    Allerding flattert hier auch immer mal die "örtliche" Imkerzeitung ins Haus. Da gibt es Einleger von einem Allrounder auf dem Imkermarkt der bietet ausweislich Heft 10/2017 Seite 2 auszugsweise z.B. an : "Deutscher Honig ... Robinie 7,50 €/kg, Raps 5,60 €/kg, Linde 6,40 €/kg, Wald 6,95 €/kg ..." usw.

    Andere Angebote im Anzeigenteil zeigen, er ist kein Einzelfall.


    Jetzt erzähle mir niemand, das sind Hobbyimker von nebenan. Selbst wenn die innerhalb irgend welcher Genossenschaften aufkaufen, wo bleibt da der Gewinn für den Berufsimker als Verkäufer oder den Inserenten als Wiederverkäufer ?


    Es scheinen doch die Imker, die auf diesem Weg ihre wohl sehr hohen Erträge gegen schnelles Geld vermarkten, die zu sein, die den Preis kaputt machen ? Und das sind wohl eher keine Hobbyimker.


    Wenn ich sehe, dass ein Kollege als Rentner und Hobbyimker seine 500 g zwischenzeitlich beim EDEKA für 7,00 €/ Glas erfolgreich anbietet, kann ich meine Bienen eigentlich abschaffen.


    Weshalb: Wenn ich beim Inserenten für 6,40 € Linde kaufe, brauche ich noch 1 € für zwei Gläser + Ettiket und bekomme 6,60 € für das Abfüllen und Ettiketieren von 2 Gläsern, was sich in einer viertel Stunde (gaaaanz großzügig) erledigt hat. Macht einen Stundenlohn von 26,40 €=O


    Was nun :?::?::?:

    Einen Einwand zur Disjussion des Kosten deckenden Preises möchte ich mal noch inn den Ring werfen. Die meistn hier betreibendie Imkerei als Hobby. Damit sollte eigentlich der Grundansatz sein, Geld kann man bekommen, muss aber nicht. Wir müssen dann auch nicht davon leben.


    Es gibt viele Hobbys, die kosten nahezu ausschließlich Geld. Da kommt kein cent zurück, egal wie viele Jahre man das Hobby betreibt. Bei dieser Gundlage könnte man dann bei einer Kalkulation den zeitlichen Aufwand wegfallen lassen und sagen, es ist doch hervorragend, wenn der Preis den Geräteaufwand deckt.


    Wer dass nicht möchte, der muss Berufsimker mit allem drum und dran werden, darf die hohen Kosten nicht scheuen und hat dann im Ergebnis die Chance, über die erzeugte Menge die Maschinenstückkosten niedrig zu halten und bekommt Arbeitszeit (wahrscheinlich auch schlecht) bezahlt.


    Nein, wir sollten nach dem Schleudern nicht verschleudern, aber auch nicht den Aspekt aus dem Auge verlieren, dass wir uns überwiegend über den Ertrag eines Hobbys unterhalten.

    Meisenknödel im Sommer waren in den vergangenen Jahren ein Ladenhüter am Baum. Reste des Winters hingen vom Frühjahr bis zum nächsten Frost. So hatte ich in diem September noch Knödel aus 2015 und dachte, ehe sie Maden bekommen, hänge sie raus. Die waren nach 4 Tagen leer. Also weiter gemacht, bis der Bestand aufgebraucht war. Jetzt habe ich bereits den ersten neuen 30er Eimer leer (und muss nachher nochmal in die Nacht hinaus, da alle vier Knödel leer sind, fällt mir so ein).

    Nicht nur die Chemie, sondern auch der späte Frosteinbruch scheint die Insekten und damit die Nahrunngsgrundlage der Vögel nachhaltig gestört zu haben.

    Allerdings gab es hier bei uns in diesem Jahr seit langem mal wieder sehr viele Junikäfer.

    Für den Preis füttere ich den Honig lieber an die Bienen...

    Auch meine Aussage, wenn jemand über den Preis klagt. Bin dann auch so frei zu sagen: Du musst ja nicht kaufen.

    Der Preis 5,00 € für 500 g.


    Thema Gläserrückgabe: Jemand schrieb weiter oben schon über Glaspfand. Das finde ich eigentlich eine gute Praxis. Macht ihr das so?

    Das ist glaube ich ganz heiss. Generel steht auf meinem Etikett "Glas zurück zum Imker". Da ich es dann nicht neu kaufen muss, vergüte ich es mit 50 cent.


    Sonst gibt es aber in D eine ganze Reihe toller Gesetze, die dir das Leben schwer machen. Wenn mich nicht alles täuscht, musst du theoretisch, so du die Gläser nicht zurück nimmst, einen Beitrag in das Duale System oder wie das Ding jetzt auch heißt, zahlen. Ein schönes Thema für einen neuen Thread.


    Der Rücklauf ist übrigens mäßig. In den meisten Fällen sind es meine 50 cent. Ich nehme auch nur meine Gläser mit meinem Etikett zurück.


    Ich verkaufe ihn für 5.50 Euro, egal ob Linde oder Raps.Die Berliner können ihren Honig z. B auf deren Märkten teurer am Mann bringen, weil das Preislevel dort eh von Anfang ziemlich hoch angesetzt war und die Kundschaft vielschichtiger ist.

    So ist es. Wer zu einem bessseren Preis verkaufen möchte, sollte es auf den Wochenmärkten der Großstädte machen.


    Mal so noch eine Idee, den Preis betreffend.

    Eine Schachtel Zigaretten kostet 6 ,00 € (ungefähr) und die Gesundheit, - reicht zwei Tage, ein Glas Honig kostet ebenfalls 6,00 € und reicht einen Monat und hält Gesund. :)

    Hier im mittleren Sachsen-Anhalt gab es noch sehr späte Fröste, so dass befreundete Imker, die keinen Raps im Flugkreis hatten, keine Frühtracht hatten. Der Sommer war bis jetzt recht wechselhaft. Die Robine hatte Frostschäden und die Linde hat wegen einer langen Trockenphase nur wenig gehonigt, nach 10 Tagen war alles vorbei. Dann hatte ich noch ein paar Schwärme, so dass die Sommertracht bescheiden ausfallen wird. Zum Glück gab es bei mir aber etwas Raps.

    Schauen wir, wie es im nächsten Jahr wird.

    Die Seite homecrossing war Hackerangriffen ausgesetzt.

    Freundlicher Weise hat der technische Admin den Bienenteil wieder aktiviert und zur Verfügung gestellt, wie wir sehen können.