Beiträge von RaDiMa

    Danke für den Tip Hubert, aber ich konnte leider weder einen Bienensachverständigen noch unseren Vereinsvorsitzenden kurzfristig erreichen. Die scheinen alle gerade Urlaub zu machen und da die toten Bienen bereits von mir eingesammelt und die Völker wegtransportiert wurden, gibt es somit auch keine wirkliche Dokumentationsmöglichkeit. Außerdem neige ich nicht dazu gegen Windmühlenflügel zu kämpfen, was bedeutet, dass ich nicht daran glaube, jetzt und diesbezüglich irgendetwas zielführendes erreichen zu können. Zumal ja noch nicht einmal sicher ist, daß die Bienen wegen eines Vergiftungsschadens gestorben sind. Aber ich will hier zukünftig wieder Bienen haben und dann werde ich sicher besser vorbereitet sein. Momentan sammeln sich hier nämlich gerade einige Mitstreiter und dann… naja, das ist aber (noch) nichts für die Öffentlichkeit… ;-)

    Gruselig!


    Leider geht aus der Beschreibung nicht hervor, um welche Inhaltsstoffe es sich handelt - weiß das jemand?


    Das ganze hat lediglich den "Vorteil", daß es bereits fertig angemischt verkauft wird. Somit entfallen mögliche Fehler beim Mischen und es kann nicht so leicht überdosiert werden.

    Moin Bernhard,


    danke für die ausführliche Antwort!


    "Vorweggenommener Vorschwarm" und auch einfach schwärmen lassen, werden dann wohl zukünftig meine "Werkzeuge" sein. Natürlich muß auch ich wirtschaftliche Gegebenheiten berücksichtigen, allerdings nicht um jeden Preis. Das habe ich in über zwanzig Jahren Selbständigkeit so praktiziert und ich sehe keinen Grund daran etwas ändern.


    Gerade weil ich eine möglichst naturnahe, bzw. traditionelle Imkerei favorisiere, habe ich Deine Beiträge hier immer mit großem Interesse gelesen und war nun ziemlich erstaunt über diesen Maßnahmenkatalog zum Thema Schwarmdruck ausgerechnet aus Deiner "Feder". Wenn Du dann ferner schreibst daß "...10 Jahre Schwärmenlassen keine sichtbaren Vorteile gebracht..." hätten, dann kommt das für mich als Neuling mit dem geschilderten Interessenschwerpunkt zunächst schon ziemlich denkwürdig rüber. Obwohl mir beim zweiten Mal lesen dann das Wörtchen "sichtbar" auffiel, was ja nicht auch "fühlbar", "spürbar" oder "merklich" einschliessen muß... :wink: Wobei, das mit der "Agrarwüste" kann ich wohl sehr gut nachvollziehen, denn das ist bei uns leider auch nicht anders...


    Meine Bienen stehen nun ja vorerst in der Stadt und mit dem Schwärmen hätte ich es auf dem Land sicherlich leichter, denn die Häuser in der Stadt sind höher, die Nachbargärten lassen sich nicht so ohne weiteres betreten und als Anfänger mache ich mir natürlich auch um die (eventuelle Masse der) Zuschauer beim Schwarmfangen einige Gedanken. Ich habe nämlich überhaupt keine Lust mich ausgerechnet dann dusselig anzustellen, wenn zwanzig Leute drumherum stehen... :oops:


    Liebe Grüße, Ralf

    Moin, ich kann Ingo sehr gut verstehen!


    Natürlich verfügt nicht jeder Imker über eingefriedetes Land, aber auch ich habe mich schon manchmal gewundert, wie leichtsinnig manche Imker ihre Beuten aufstellen. In Anbetracht dessen, daß heute immer weniger Menschen mit den Vorgängen in der Natur vertraut sind und daß Ethik und Moral in einer Ellenbogengesellschaft eher den Schwachen zugerechnet wird, würde auch ich keine solchen Werte irgendwo in der Gegend rumstehen lassen. Diebstahl ist da die eine Sache und Vandalismus die andere: http://www.shz.de/lokales/hols…kaesten-an-id6328611.html


    In unserer Gesellschaft werden immer mehr Menschen ausgegrenzt (Stichwort Hartz4...) und immer mehr Menschen haben weniger zum Leben. Die die stehlen und betrügen, sind vermögend, laufen in teuren Anzügen rum und werden von den Politikern auch noch hofiert. Die die nichts haben, müssen sich dagegen dem Druck der Ämter beugen und werden mit Sanktionen belegt, die selbst vom berechneten Existenzminimum noch einiges - wenn nicht alles - abknapsen. Das ist eine Form der Erziehung von Staats wegen: Wenn ich stehle und betrüge, kann ich es zu etwas bringen, wer ehrlich ist, kommt zu nichts. Jeder Imker ist dagegen noch priviligiert. Immerhin hat er Bienenvölker und Gerätschaften im Wert von mindestens einer vierstelligen Summe in seinem Besitz.


    Hier in der Nähe stehen rund zwanzig Segeberger Beuten rum. Felder, Wald, Sackgasse, uneinsichtig, kein Mensch in der Nähe. Mit einem Transporter oder Anhänger und zwei kräftigen Leuten, sind da in einer guten Stunde mit nur etwas Angst rund Sechstausend Euronen zu machen. Wenn ein Mensch ohne Moral die zufällig findet, wäre die Versuchung sicher groß... Ich würde meine Bienen da sicher nicht aufstellen wollen, dann imkere ich lieber etwas kleiner...


    Liebe Grüße, Ralf


    PS. Die Idee mit den Böcken und dem Bandeisen finde ich aber nicht schlecht, obwohl das natürlich nicht vor Vandalismus schützt...

    Moin, zunächst danke für die Antworten - mir fehlte leider die Zeit kurzfristig darauf zu reagieren!


    Die Bilder sind auch nur mit einer Handykamera geschossen und daher nicht so wirklich toll. Sie zeigen aber auch nicht alles, denn in der Grasfläche um die Beuten herum, saßen noch weit mehr sterbende Bienen. Sowohl einzeln, wie auch zu mehreren. Die auf den Gehwegplatten und auch einige Bienen aus dem Gras habe ich zusammen gekehrt und eingefroren. Ich schätze diese Menge auf rund tausend Stück, aber das wird jetzt natürlich auch alles nichts mehr nützen, denn es ist ja kein möglicher Verursacher da...


    (Kühles) Flugwetter war an dem Tag, Sonne und Wolken wechselten sich ab, Schauer sollte es nicht gegeben haben.


    Wir haben jedenfalls kurzfristig reagiert und die Beuten gleich am nächsten Morgen in die Stadt verbracht. Nach dem Einfliegen (Sonne, bei etwa 12 Grad) fanden sich auch dort tote Bienen um die Beuten. Es waren deutlich weniger und diesesmal waren auch einige Drohnen dabei.


    Die Aussage des Landwirts (...wer zu diesem Zeitpunkt hier irgendwas spritzen könnte - das würde ja alles gar keinen Sinn machen...) stimmte jedenfalls definitiv nicht, denn schon am Abend des darauffolgenden Tages (Mittwoch) spritzte "unser Bauer" (dem das Feld hinter unserem Haus gehört) spätabends seinen Raps. Trotz der wohl "vernünftigen" Uhrzeit dafür, waren wir froh, die Bienen vorher entfernt zu haben.


    Wenn wir im nächsten Jahr ein paar Völker mehr haben, werden wir wieder einige aufs Land bringen und dann haarklein dokumentieren, was um uns herum - und mit den Bienen - passiert. Ich bin ja eigentlich bekennender Provinzler und liebe das Landleben, aber seit einiger Zeit wird mir das hier mehr und mehr verleidet. Wir sind umzingelt von industrieller Landwirtschaft und richtige Bauern gibt es eigentlich kaum mehr. Wenn die Maschinen hier zur Ernte anrücken, kommt man sich vor wie am Eingangstor zu einer Großindustrieanlage und mehrmals im Jahr riecht die ganze Gegend nach irgendeiner Chemiebrühe, die auf die Felder gespritzt wird. Ich hätte niemals gedacht, daß mir das (Klein-)Stadtleben mehr gefallen könnte, als das auf dem Land, aber momentan... :-(


    Liebe Grüße, Ralf

    Hallo Bernhard,


    sind das Dinge die man lediglich machen kann, oder die Du ausdrücklich empfiehlst?


    Schwarmmindernde Maßnahmen:


    7. Flügel der Königin schneiden.


    Vor allem zu Punkt 7. würde mich Deine Antwort sehr interessieren!


    Grüße, Ralf

    Moin,


    als wir heute Abend, gegen 19:30 Uhr nach Hause kamen, fanden wir vor den Beuten eine ziemliche Menge verklammter Bienen vor. Zuvor wunderten wir uns noch über einen großen Traktor mit Spritzgerät, welcher an einem Acker in etwa einem Kilometer Entfernung stand. Wir hatten ja gerade erst mit dem Bauern des Rapsfeldes hinter unserem Haus gesprochen und der sagte ja, daß er erst bei voll geöffneten Blüten spritzen würde. Vorher mache das überhaupt keinen Sinn und er würde ja auch nur B4 Mittel nach der Bienenflugzeit verwenden - wie es "alle anderen" auch täten. Wir setzten uns sofort wieder ins Auto, um den Landwirt mit dem gerade gesichteten Spritzgerät zu befragen, aber der war schon abgefahren und ließ sich leider auch nicht mehr finden. Bei der Suche trafen wir einen anderen Landwirt auf seinem Hof und befragten ihn. Er konnte uns zumindest Auskunft geben, von wem die anderen Felder bewirtschaftet werden. Nach und nach fand sich seine Familie auch zum Gespräch mit ein und alle äußerten Ihre Verwunderung darüber, wer zu diesem Zeitpunkt hier irgendwas spritzen könnte - das würde ja alles gar keinen Sinn machen. Unsere toten Bienen interessierten sie jedoch herzlich wenig. Ich brach das Gespräch ab, als der Senior mit einem breiten Grinsen sagte: "So ist das eben wenn man Tiere hält...!" Dafür hätte ich ihm am liebsten... naja, lassen wir das... :evil:


    Heute morgen um kurz nach neun war übrigens noch alles in Ordnung. Vor drei Tagen (Sonntag) haben wir eine komplette Durchsicht gemacht. Die drei Völker sind zweizargig in Segeberger Beuten untergebracht und haben sich recht gut entwickelt. Futter war noch ausreichend drin (bei unseren Temperaturen ist nennenswerter Eintrag trotz reichlicher Tracht noch nicht möglich) und die Bienen sollten über Ostern - wie anderswo schon angekündigt - in die Stadt gebracht werden.


    Hier sind Bilder:
    http://beowulf-schleswig.de/?p=1073
    http://beowulf-schleswig.de/?p=1076
    http://beowulf-schleswig.de/?p=1075
    http://beowulf-schleswig.de/?p=1074
    http://beowulf-schleswig.de/?p=1077


    Unser Verdacht wäre nun, daß die Bienen entweder von dem Bauern mit der Giftspritze, oder von einem unbedachten Hobbygärtner mit Gift benetzt wurden und deshalb von den Wächterbienen nicht mehr in den Stock gelassen wurden. Raushängende Rüssel, zittern oder taumeln oder sonstwelche Besonderheiten waren jedenfalls nicht zu erkennen. Aber einige haben offenbar noch versucht sich gegenseitig zu wärmen, während andere einfach einzeln daliegen. Wenige lebten noch, andere lagen auch auf dem Rücken. Was meint ihr?


    Grüße Ralf

    Zunächst vielen Dank für die informativen Antworten! Hab mir auch gerade nochmal den Thread "Varroa außer Kontrolle - und was Pestizide damit zu tun haben" http://www.imkerforum.de/showthread.php?t=24581&page=9 reingezogen - "mulmig" ist schon gar kein Ausdruck mehr für die Gefühle die mich da beschleichen... :evil: Vor allem auch bei dem Bild und der Beschreibung von Bernhard! Für alle die jetzt nicht einfach abhauen können, ist das zwar keine Lösung, aber ich werde meine Bienen in Kürze in die Stadt bringen. Zwar wäre es im Sinne der gesamten Imkerei in Deutschland vielleicht sogar besser die Bienen hier am Raps zu lassen und alle Vorkommnisse penibel zu dokumentieren, aber das tue ich mir in diesem Jahr noch nicht an. Sonst ist bei mir nachher schon Schluß mit der Imkerei, bevor es richtig begonnen hat. Im nächsten Jahr werde ich dann voraussichtlich vor der gleichen Situation stehen und nicht abwandern können, aber dann bin ich vielleicht besser darauf vorbereitet und habe zudem noch Reserven.


    Was ich aber jetzt noch tun möchte: Da ich beim Umzug die Kreisgrenze überschreite, muß ich das ja bekanntlich anmelden. Mit der Anmeldung gibts dann einen Brief an das Veterinäramt, gleichzeitig an meinen Vereinsvorsitzenden und an den Landesverband, in dem ich meine Gründe für diesen Umzug darlege. Hierfür würde ich dann auch in die entsprechenden Diskussionsfäden dieses Forums verweisen. Mal sehen was ich da genau schreibe - wenn mir das nicht noch von irgend jemandem hier ausgeredet wird... ;-)


    Ich drücke allen Imkern und Ihren Völkern am Raps die Daumen, daß es weit weniger schlimm ist, als ich jetzt befürchte!

    Moin,


    hinter meinem Grundstück auf dem die Bienen stehen, befindet sich ein Rapsfeld von ca. 3 bis 4 Hektar. Drumherum sind noch weitere. Meine Bienen benötigen etwa 10 Meter bis zum Feld, die Fluglöcher zeigen genau in die Richtung. Nun habe ich heute mit dem Bauern gesprochen und er will spritzen wenn die Blüten beginnen sich zu öffnen. Während der vollen Blüte dann noch einmal. Ich bräuchte mir aber keine Sorgen zu machen, das Mittel wäre als "B 4", also bienenungefährlich eingestuft. Den Namen hat er nicht genannt. Nun mache ich mir aber trotzdem Sorgen und spiele schon mit dem Gedanken die Völker in die Stadt umzustellen. Das ginge jetzt auch noch, aber da ich in diesem Jahr vermehren möchte, wäre das im nächsten Jahr schon nicht mehr möglich (wenn das mit der Vermehrung wie geplant klappt), da ich in der Stadt nur eine begrenzte Völkerzahl stellen kann. Nun schwanke ich zwischen Fluch (mögliche Vergiftung von Bienen, Pollen und Honig) und Segen (richtig volle Honigtöpfe). Außerdem sehe ich auch nicht so recht ein, daß ich mich von meinem eigenen Grundstück vertreiben lassen soll und die Nutzung dadurch stark eingeschränkt wird. Was meint ihr?


    Liebe Grüße,


    Ralf

    Auch ich möchte mich für die Antworten bedanken! Nachdem ich jetzt einige Tage gegrübelt und auch etwas gelesen habe, bin ich mir da aber immer noch nicht schlüssig geworden. Die Holz-Segeberger sollten aber, zumindest was die oberen Teile (Honigraum...) angeht, vielleicht besser als Halbzargen ausgeführt sein, denn wir werden schliesslich nicht jünger... ;-) Naja, ich laß das nochmal sacken...


    Schönes Wochenende,


    Ralf

    Moin Jörg,


    ...komischen Holzsegeberger...


    ich spiele gerade mit dem Gedanken mir mal so eine zuzulegen, auszuprobieren und dann eventuell auch nachzubauen. Mags Du mal schreiben was daran so komisch ist? Bisher habe ich nämlich "normale" Segeberger und noch drei Waree- Holzbeuten, würde aber mittelfristig gerne ganz auf Holz umsteigen. Mit den Wareebeuten tue ich mich als Anfänger noch etwas schwer, denn ich kann mir entsprechende Infos fast nur aus dem Netz holen und in den drei Imkervereinen der Umgebung (in einem bin ich Mitglied) wird fast ausschließlich mit Segebergern oder vereinzelt auch mit Dadant geimkert...


    Liebe Grüße,
    Ralf