Beiträge von FranzXR

    Noch eine Beaobachtung fällt mir eben dazu ein: als ich das Volk 2-3m vor den Beuten auf das Laken abkehrte, flogen fast alle Bienchen zu dem Volk, welches sich später als weiselrichtig zeigte. Die ganze Frontseite war besetzt. Bei den anderen (weisellosen) nur ganz wenige. Kann man daraus Rückschlüsse ziehen?

    Ja, da hast Du einen kapitalen Bock geschossen. Das heißt das vermutlich alle jungen Bienen, die die noch keine Flugbienen waren, weg sind. Alte Mütter tun sich schwer eine neue Königin zu akzeptieren. Das kann man auch nachlesen wenn man über die Bienenzusammensetzung von KS nachließt.
    Das mit dem weißen Laken wurde vor über 50 Jahren gelehrt, ist aber überholt. Wahrscheinlich hast Du die Bienen auch nicht genügend gewässert vor dem abkehren.

    Wie es besser geht hatte ich einmal woanders beschrieben siehe hier unbegattete Königin stiftet nicht, hängt nun im Schwarm im Baum, Gefahr für benachbarte Völker?

    - Schlagwort "auf das Flugbrett abkehren und durch das Absperrgitter einlaufen lassen"


    Gruß

    Franz

    Die kleinste Begattungseinheiten, die Bruder Adam verwendet hatte, waren meines Wissens 6 Waben 1/2 Dadant vertikal geteilt... - Also nicht vergleichbar mit Apidea...

    Außerdem hat er im Frühjahr umgeweiselt und nicht im August...

    Auf beiden Seiten der MW ist die Spitze des Sechsecks unten und so muss es sein

    Hallo,


    hier wird nicht von den Kanten des Sechseckes der Zelle gesprochen, sondern bei Housel-Anordnung spricht man vom Y auf dem Zellboden. Und bei diesem ist auf einer Seite der MW das Y zu sehen und auf der anderen Seite eines auf dem Kopf stehend. Schau Dir doch einfach eine MW an... (Zelleboden - nicht Zellform)


    Gruß

    Franz

    -maximal eine Fangwabe oder eine Behandlung vor Verdeckelung der ersten Brut.

    Na was ist denn eine Fangwabe? Das ist eine ausgebaute Wabe - die muss man erst haben... - Davon hatte ich gesprochen, nur muss die nicht unbedingt Brut haben...


    Das einhängen von Zanderwaben in DD BRs halte ich gar nichts, das gibt nur immer gemurkse, Wildbau und nicht gleichmäßig ausgebaute MWs...

    Aber wo kommt dann die Sache mit den 200 Gramm Bienen her?

    Na, damit besetzt man EWKs oder Apidea - Was glaubst Du, wie viele Dadantwaben mit 200gr. Bienen besetzt werden und wie lange es dauert bis die dann 2-3 MWs ausgebaut haben? Man, eine Dadantwabe ist doch kein "DNM Spielrähmchen"...

    Ausgebaute Waben hab ich leider nicht... Vllt findet sich ja jemand der mir welche verkauft.

    Aha, das hatte ich mir gedacht und daher ein anderes Vorgehen vorgeschlagen....


    Wenn Du die 2 Völker komplett auf 2 Dadantbeuten umsiedelst, hast Du genügend Masse um auch für die anderen KSs ein paar Waben ausbauen zu lassen. Du kannst davon später auch noch ein paar Brutableger bilden, falls Du das möchtest.


    Andere Möglichkeit - Du kannst aber auch einen "Adapter" bauen und auf eine/zwei Deiner Zandervölker, statt den HR aufzusetzen, einen Dadant BR mit MWs aufsetzen und dann ausbauen lassen, so kannst Du auch Futterwaben erzeugen lassen.


    Hoffentlich siehst Du das "viele Wege nach Rom führen" - Du musst nur solide planen und umsetzen...

    Na dann mach das doch!


    Nur, ich würde die Kunstschwärme direkt in die Dadant Beute setzen und mindestens 1,5kg groß machen (Ich bin kein Fan von so mickrigen Einheiten...). Auch wäre es von Vorteil wenn Du dann einige bereits ausgebaute Dadant Waben hättest und verwenden könntest, ansonsten kann das Ausbauen der MWs länger dauern und die Königin muss warten bis sie stiften kann. Ein bis zwei ausgebaute Wabe pro Volk wären genug, der Rest können MWs sein...


    Ob Du dann 10 KS bekommst würde ich stark bezweifeln...


    Gruß

    Franz

    Na, Du hast 2 Dinge die Du machen möchtest, das würde ich nicht vermischen.


    1.: Übernommene Völker haben schlechte Wabenhygiene - die kannst Du ja im Frühjahr, in der aufsteigenden Phase, jeweils komplett in eine neue Dadantkiste kehren und sie an den original Aufstellungsplatz stellen - dann voll machen mit Mittelwänden und dünn füttern. Bei Bedarf kannst Du in diesem Zuge auch umweiseln.


    2.: Von 11 auf 20 Völker aufstocken: Bei Deinen stärksten Völkern, machst Du bei der ersten Schleuderung jeweils einen Kunstschwarm. Das heißt beim schleudern, machst Du auf das Absperrgitter eine Leerzarge, darauf die Bienenflucht und darauf die Honigräume. Solltest Du ohne Bienenflucht arbeiten, dann kehrst du dir HR-Bienen in die Leerzarge und Deckel drauf. Nach dem Schleudern nimmst Du die Leerzarge mit der Bienentraube, auf einen neuen verschlossenen Boden, an einen neuen Standplatz karren und in eine Dadantzarge reinschütten, nachdem man die Traube "eingewässert" (mit Wasser besprüht) hat. Dann auch neue Königin rein, Mittelwände rein und dünn füttern.


    Damit solltest Du Deine Ziele erreichen ohne viel Risiko...


    Gruß

    Franz

    Hallo,

    Darf ich fragen, wo ihr die so lange unter bringt?

    viele verwenden dazu Mini-Plus ein- oder auch zwei Zargen mit je 6 Waben. Richtig beurteilen kann man die Königin erst ab 6 Rähmchen 1/2 Dadant vertikal geteilt, wobei 4 Einheiten in einer unterteilten Dadant Brutraumzarge untergebracht werden - diese Methode nach Bruder Adam ist bei vielen Buckfastzüchtern durchaus üblich. Einige Züchter verwenden auch Langstroth Flachzargen in zwei Teile geteilt.


    Alles was kleiner als Mini-Plus ist, ist nur kurzzeitig für die Begattung zu gebrauchen.


    Natürlich sind zu diesem Thema die Meinungen oft sehr verschieden ;-) - leider :-)


    Gruß

    Franz


    P.S.: Natürlich gehen auch andere, zum Standmaß kompatible, Systeme mit ähnlicher Wabengröße und Wabenanzahl, aber ich denke diese Beispiele geben eine Vorstellung von den benötigten Mindestwabenflächen und Brutraumformen.

    Hallo,


    na mal halb lang, nehmt doch bitte die Emotionen aus diesem Thread.


    Housel-Positioning wurde schon vor ca. 15 Jahren hier ausführlich diskutiert, bitte sucht danach. Viele haben es versucht und getestet, ich auch. Auch haben es viele wieder aufgegeben, ich nicht. Nun, die "großen Wundereffekte" die damit in Zusammenhang gebracht wurden, haben sich bei den meisten nicht eingestellt und daher haben viele es wieder aufgegeben. Ich hatte das nicht erwartet, ich glaube auch nicht das eine "einzige Kleinigkeit" die Welt ändert, sondern ich bin überzeugt das viele kleinen Dinge die größere Auswirkung haben. Der Zusammenhang in dem "Housel- Positioning" diskutiert wird und wurde, steht im Zusammenhang mit einer kompletten Betriebsweise und einer anderen Beurteilung der Völker in Bezug auf Varroatoleranz. (Ziel ist nicht Völker ohne Varroen zu haben, sondern Völker die damit umgehen und leben können.)


    Es gibt durchaus Studien die belegen das die Bienen im unbeeinflussten Naturbau die Waben mit Housel-Positioning bauen, es gibt keine über die nachgesagten Auswirkungen.


    Für mich ist Housel-Anordnung, einer von extrem vielen, möglichen Umweltfaktoren die die Bienen beeinflussen könnten. Und es ist eine Kleinigkeit, nach dem einlöten der Mittelwände, das Rähmchen zu markieren und dann richtig rum in das Volk einzuhängen, daher mach ich es immer noch...


    Na dann noch viel Spaß beim nachforschen, lesen und testen ;-) :-) ...


    Gruß

    Franz

    P.S.: Nein, auch ich habe keine varroaresistente Bienenherkunft... :-(