Beiträge von FranzXR

    Na dann fehlen Dir noch 17-20kfg Futter - evtl. sind Deine Beuten etwas leichter. Ich gehe davon aus das Du auch alle Rähmchen drin hast und das Schied raus, richtig?

    Springkraut wächst bei uns schon über 50 Jahre, dann braucht man es ja nicht mehr bekämpfen... :-)


    beemax: Verunkrautung - Mais, der hat alle bei uns länger lebenden Pflanzen verdrängt und ist überall im Übermaß zu sehen, Wo der gewachsen ist, wächst auch Jahr lang keine andere Pflanze mehr. - Oooopps - Mais ist ja nicht als Unkraut eingestuft, sorry da hab ich wohl etwas verwechselt ;-)

    Du hattest geschrieben das Dein Volk so stark ist das die Bienen überquellen und das in einer kleinen DNM Zarge. Wenn das wirklich so ist gehe ich davon aus das Du mindestens 7-8 Brutwaben und höchstens 4-3 Futterwaben hast und so gut wie keinen Platz mehr.


    Falls das stimmt:

    • werden sie in der neuen, der zweiten Zarge zum Futtereinlagern bauen, bevor sie von der Brut gehen
    • falls nur eine Zarge vorhanden ist, gehen sie von der Brut falls kein Platz mehr ist für das Futter
    • falls das nicht stimmt und Du noch einige Waben frei hast, werden die zuerst aufgefüllt bevor sie neu bauen
    • wenn sie weniger als ca. 10kg Futter haben und keine Tracht herrscht, schalten sie auf Notbetrieb, da sie denken sie sind am verhungern und gehen ebenfalls von der Brut

    So, nun kannst Du es Dir raussuchen... - Zu dieser Jahreszeit würde ich mir jedes unnötige öffnen der Beute sparen.

    Falls meine Annahmen nur in ungefähr stimmen, würde ich die neue Zarge mit den MWs draufsetzen - einfüttern bis das Gewicht stimmt und erst wieder im Frühjahr, oder zur Winterbehandlung, öffnen. Das Gewicht kannst Du auch so feststellen zur Überprüfung der Vorräte.

    Falls meine Annahmen nicht stimmen und Du wirklich nur 2-4 Brutwaben hast, brauchst Du keine Zarge draufsetzen, dann kannst Du auch das Futter draufpacken und einzargig überwintern.


    Gruß

    Franz

    Na dann warte ich einmal bis Kartoffeln und Mais auch ausgerissen werden von den Naturschützern, diese Pflanzen sind ja auch nicht einheimisch... - aber da ist dann wahrscheinlich der Aufschrei groß...

    Hallo und danke,

    Nein ich muss erst einfüttern, als werde ich wohl weitere zargen aufsetzen, Flugloch klein und Futterzarge drauf. 5 bis 8 kg füttern und dann mal nachsehen was sache ist....

    Musst Du in ein Volk mit 2 Zargen, Abhängig von der Bienenrasse, nicht eher 12-18 kg einfüttern?

    Wenn das Volk glaubt weiselrichtig zu sein werden keine Zellen angeblasen, dann ist die Weiselprobe negativ...

    und was glauben Völker mit Drohnenmütterchen ?

    Karl

    Bis jetzt hat ja keiner von buckelbrütig etwas geschildert. Wenn ein Drohnenmütterchen neu am Werk ist, dann ist das Volk der Meinung weiselrichtig zu sein. Dann wäre das Volk aber buckelbrütig.

    Ist ein Volk drohnenbrütig, das heißt der Königin ist der Spermavorrat ausgegangen, dann kann das Volk dies durchaus erkennen und neigt dann zunächst zum Umweiseln, sofern möglich - eine zeitnahe Weiselprobe wäre dann aber positiv.


    Und spätestens jetzt sind alle verwirrt - evtl. sogar die Bienen. Tatsache ist:

    • Im Bienenherbst und im Bienenwinter werden evtl. auch mehrere Königinnen toleriert
    • Die Bienen können eine Junger von einer legenden Königin unterscheiden
    • Die Bienen unterscheiden eine schlechte von einer guten Königin - ob die Einschätzung immer richtig ist?
    • Die Bienen werden nach ihrer Einschätzung das wählen was zum Überleben am Wahrscheinlichsten hilft.

    Abhängig davon werden die Bienen entscheiden und daher kann man nicht wirklich zu 100% vorhersagen was passieren wird, oft ist eben die private Einschätzung der Bienen nicht so ganz richtig....


    Gruß

    Franz

    So wie die Volksstärke geschildert wurde, wird nach dem Einfüttern die Zarge mindestens zu 80% ausgebaut und besetzt sein. Aber Du hast recht, wenn schon eingefüttert ist, dann würde ich auch nichts mehr verändern - in diesem Punkt war ich nicht ausführlich genug.


    Gruß

    Franz

    Hallo,


    wenn Du noch einfüttern musst, dann würde ich and Deiner Stelle auf jeden Fall die Zarge mit den MW noch draufsetzen und dann füttern. Ob die die jetzt noch ausbauen oder nicht ist egal, nächsten April wird die Zarge ausgebaut und normal besetzt sein... (Ich bin ein Fan von genügend Platz und es den Bienen zu überlassen was sie tun werden...)


    Gruß

    Franz

    Hallo,


    eigentlich sollte man dazu einen eigenen Thread öffnen oder ein Buch schreiben. Patrick hat ja schon einige sehr richtige Tipps gegeben, danke dafür - leider war ich ein paar Tage auf Reise und daher die Verspätung. Ich beschränke mich auf diese Jahreszeit und/oder was mit Ablegern zu tun hat.


    - Sehen möchte ich stößeln (oder bayrisch stäaßeln): Das ist wenn Wächterbienen mit dem Hinterleib weg vom Flugloch stehen, den Hinterleib in die Höhe strecken, nach dem Motte ich bin stechbereit
    ==> Das bedeutet das Volk ist der Meinung weiselrichtig zu sein... (kann aber auch in Ausnahmen eine Jungfer oder eine Afterweisel bedeuten)


    - Polleneintrag wurde schon erwähnt, aber Hintergrund warum am Morgen bis Vormittags dies beachtet werden soll: Ist es sehr heiß und/oder sehr trocken, kann es sein das die Pflanzen, im speziellen kurz vor der Mittagszeit, die Blütenstaubproduktion einstellen, dann können die Bienen auch nichts sammeln - dann wäre das fehlen von Polleneintrag "normal" und würde keinen Schluß zulassen. Am Nachmittag könnte es in diesen Fällen sein das die Blütenstaubproduktion wieder einsetzt. Bei Trachtlosigkeit werden aber maximal ca. 30% (geschätzt) der zurückkehrenden Bienen Pollen tragen und bei Tracht wesentlich weniger.

    Nach dem Umweiseln oder bei Fluglingbildung mit zusetzen einer begatteten Königin, kann auch bis zu 3/4 Tagen der Polleneintrag fehlen oder sehr gering sein, das wäre dann normal, am 4/5 Tag sollte aber dann der Polleneintrag wieder ansteigen und nach weiteren 2/3 Tagen normal sein - dann würde die Königin angenommen und in Eilage sein.

    ==> Bedeutung offenen Brut vorhanden...


    - Die Beinen sollen ruhig sein, wurde ja auch schon erwähnt...


    - Im Besonderen bei Ablegern/Kunstschwarm oder Co möchte ich NICHT sehen das vermehrt Bienen am Flugloch bekämpft werden und unruhig Bienen vermehr aus der Beute kommen.

    ==> Wahrscheinlich Räuberei im Gange - dann Flugloch extrem einengen, bis die Unruhe und die Kämpfe aufgehört haben!


    - Bei Bienen möchte ich NICHT sehen das Varroamilben draufsitzen oder das Bienen verkrüppelte Flügel haben

    ==>Dann ist es höchste Eisenbahn zu behandeln...


    - Wenn Bienen Luft durch das Flugloch in die Beute fächeln, dann sollte der Boden geöffnet werden, wenn man dazu die Möglichkeit hat und wenn dieser noch zu sein sollte


    - Vor allem am späteren Nachmittag oder am früheren Abend kann man sehen das für 15-20 Minuten extrem viele Bienen rauskommen, auf der Beute sitzen oder sich einfliegen, dann ist alles OK, Bienen fliegen sich ein

    ==>Wenn ansonsten normales Flugwetter ist, fliegen sich neue junge Bienen ein das ist gut und normal und deutet auf gesunden Nachwuchs hin.

    ==>Wenn aber schon 3/4 Tage kein Flugbetrieb war dann fliegen sich alle Bienen ein und das lässt dann keinen Schluß zu!


    - Ich möchte ankommende Bienen sehen die zielstrebig und zielsicher sich in das Flugloch begeben und nicht verwirrt wirken. Wäre dies von einem auf den anderen Tag nicht mehr so, so könnte dies auf eine chemische Belastung hindeuten (sprich evtl. Vergiftung durch Pflanzenschutzmitteln bei Tracht)



    So das wären einmal die wichtigsten Dinge die man beobachten könnte - oder auch nicht....



    Gruß

    Franz

    Hallo,


    das freut mich für Dich. Hast Du auch frische Stifte gesehen? Oder kennst Du diese noch nicht?

    • verdeckelte Brut bedeutet das es vor mindestens 10 Tagen eine Königin gab
    • frische Stifte bedeuten das es vor max. 3 Tagen noch eine Königin gab

    4 Waben mit 10-20% verdeckelte Brut sieht gut aus, was war in den anderen Zellen, Futter oder waren die leer oder evtl. Stifte drin?


    Auf jeden Fall kannst Du getrost bis zum Wochenende warten und mit Deinem Nachbarn drüber schauen. Frag ihn wie viel Futter Du zum Überwintern für jedes Volk benötigst, oder was seine Meinung dazu ist.


    Evtl. möchtest Du noch 2 oder 4 Mittelwände vor dem Winter dazu hängen. Das würde ich dann auch am Wochenende mit erledigen, dann musst Du das Volk nicht noch einmal stören.


    Lerne etwas über Fluglochbeobachtung von Deinem Paten, ich mache zu dieser Jahreszeit sehr viel über "Fluglochbeobachtung".


    Gruß

    Franz

    Ja, das Bienenjahr ist einfach kürzer. Daher ist auch für Dich (Delinquent) jetzt Zeit zum Einfüttern. Ich würde mal sagen in 870m Höhe musst auch Du damit rechnen Anfang Oktober Schnee zu bekommen und da müssen die Völker Anfang September eingefüttert sein - möchtest Du da jetzt wirklich noch Umweiseln, mit anzufangen eine neue Königin zu ziehen?

    Alle anderen Ableger, wo Brutwaben zur Verstärkung gekommen sind, werden ab übermorgen mit 20 ml AS 73 % behandelt, dann wird auf Milben überprüft und weiter entschieden was getan wird.

    Gruß Einstein

    20ml AS 73%-ig bei 25-30 Grad Celsius bei Ablegern - wahrscheinlich mit Schwammtuch o.Ä. - da gibt es wahrscheinlich Tote... - oder zumindest nichts was überwintern möchte...
    (Ist in Österreich eigentlich 73% AS zugelassen?)

    OK, jetzt glaube ich Deine Lücke verstanden zu haben. Anscheinend gehst Du davon aus das die Minis wieder aufgelöst werden, bzw. deren Bienen vollständig in ein Vollvolk übergeht. Das ist NICHT so, bei der klassischen "MP - Mini-Plus & Co" Vermehrungsbetriebsweise bleiben die Minis immer besetzt und man überwintert darin Königinnen - das hatte ich auch mit meinem Begriff "eine Imkerei in einer Imkerei" gemeint. Es wurde in der Zwischenzeit schon geschrieben wie das geht, man kann es aber auch in verschiedenen Veröffentlichungen nachlesen.


    Kurz (eine Variante von mehreren):

    • Man zieht mehr Königinnen in mehr Mini-Plus als für die Wirtschaftsvölker benötigt
    • Man beurteilt die Königinnen kurz im Zuchtjahr und die Besten werden in Wirtschaftsvölker eingeweiselt
    • Die Minis ohne Königin werden mit den Minis mit dem Rest der Königinnen vereint und überwintert
    • In Frühjahr werden die Minitürme wieder zerlegt in Begattungsableger, schlupfreife Zellen zugesetzt und der Begattung- und Vermehrungzyklus beginnt von vorne.
    • Alle Ableger werden auch aus den Mini-Plus & Co gemacht und daher ist es praktisch "zweier Minis" oder Überwinterungsminis zu haben in die auch das Standrähmchenmaß passt.
    • Wirtschaftsvölker werden weder für Ableger noch für die Vermehrung angetastet


    ==> Du müsstest im nächsten Jahr die Masse für alle Minis und die Masse von 25 Wirtschaftsvölkern aus jetzt 4 Vollvölkern machen.

    ==> Und DAS hatte ich gemeint mit "..Du brauchst mehr Masse..." mit Mini-Plus & Co.


    Das ganze kannst Du in vielen Publikationen nachlesen, oder hier im Thread aufmerksam lesen, es wurde schon vielfach angedeutet...

    Beim Ableger im Standmaß hätte ich mehr Bienen, die 2-3 Wochen nur Däumchen drehen.

    So zögen sie mir derweil aber in einen weiselrichtigen Volk Brut auf.

    Nein, nicht wenn du dem Ableger eine schlupfreife Zelle, nach dem erstellen, gibst. - Da ist kein Unterschied zum Mini-Plus & Co.


    Gruß

    Franz