Beiträge von FranzXR

    Die erreichte Konsistenz ist bei unmittelbarem Rühren nach Schleudern und Abschäumen wohl nur zu erreichen, wenn man die Rührgefäße kühlt.

    Nicht bei Löwenzahnhonig mit hohem Anteil von Löwenzahnhonig, was der Threadersteller ja nachgefragt hatte. Da braucht man nicht impfen, da braucht man nicht monatelang warten, da genügt es, nach dem Schleudern und Abschäumen, 2-3 Wochen lang jeden Tag zweimal 2-5 Minuten zu rühren und wenn man nur etwas zu spät schleudert, sind die Kristalle sogar schon in der Wabe...


    Auch wenn ich mit dem melithermalen Vorgehen noch etwas fremdele

    Das kann ich verstehen, für mich ist das auch nur die "Notlösung" wenn man nach dem Schleudern keine Zeit für das Rühren hat und direkt abfüllen möchte, oder muss. Alternative ist nur das langwierige Auftauen im Wärmeschrank oder Wärmeraum - aber dann muss man größere Kristalle, die sich nicht auflösen, auch raussieben...


    Oder man verkauft den Honig "grobkristalin", was auch ein paar Kunden mögen - ich persönlich mag das aber nicht.

    Der Melitherm verflüssigt ihn doch aber komplett wieder

    Wie kommst Du denn darauf? So kenn ich das nicht... (Was denkst Du warum es ein Seihtuch für den Melitherm gibt?)


    Der Schlüssel in der Frage von WFLP ist das Wörtchen bevor!

    Genau, Löwenzahnhonig muss man vor- oder besser während der Kristallisierung cremig rühren - damit gar keine großen Kristalle entstehen, danach wird das nichts mehr... - alles was später kommt ist Murks :-) (außer Du kochst den Honig - was dann mehr als Murks ist, das ist dann schon fast ein Verbrechen ;-) ...)

    Niemand hat hier dazu aufgerufen Finger an andere Bienenvölker zu legen.

    Na, das Orginalstatement kann man auch anders verstehen, ich bin froh wenn es so nicht gemeint gewesen sein sollte...

    du sollst die Regeln bei deinen Bienenvölkern durchsetzen

    Meine Bienen verstehen die "Regel der Varroabehandlung" nicht - das kann ich denen lange erklären, die können nicht gemeint gewesen sein... ;-)

    Habt ihr keine anderen Sorgen, Fragen, Anliegen?

    Ich weis ja nicht wie lange Dein Gedächtnis ist, aber letztes Jahr hatten wir hier genügend Fäden oder Beiträge wo geschildert wurde das "Bienenvölker angezündet wurden", "Bienenvölker mechanisch zerstört wurden" oder einfach nur geklaut wurden... - Ja das sind mein Sorgen, wenn ich die Formulierung zum Aufruf zur "Durchsetzung von Regeln durch Mitmenschen und Kollegen" lese... ;-(


    Aber das ist ja OT und deshalb bin ich jetzt raus...

    Es sind und bleiben einfach Regeln. Vom Vertrauen auf Einhaltung bzw. Durchsetzung dieser Regeln durch unsere Kollegen und übrigen Mitmenschen leben wir schließlich alle.

    Moment mal, wir leben alle in einem Staat wo das Machtmonopol zur Durchsetzung von Regeln beim Staat liegt, alles andere wäre Selbstjustiz und ist strafbar! Also liebe "Kollegen und Mitmenschen", lasst die Finger von fremden Bienenvölkern oder anderen Imkern...


    (Die Möglichkeit eine Ausnahmegenehmigung von dieser "Regel" erhalten zu können ist auch eine "Regel"!)

    Steigt damit die Wahrscheinlichkeit, dass andere vorteilhafte Eigenschaften zwingend verloren gehen ?

    Schon, durch "Zucht" können auch Eigenschaften wieder verschwinden - daher muss man nach allen gewünschten Eigenschaften gleichzeitig auswerten/selektieren. Rein rechnerisch, wenn man nach 10 Eigenschaften gleichzeitig selektiert, wird nur eine von 1024 Nahzuchten die gewünschte Eigenschaftskombination haben - diese Rechnung berücksichtige aber keine rezessiven oder additiven Vererbungsgänge! Das ist auch der Grund warum Züchter wie luffi immer betonen das man zum Züchten viele Völker benötigt ;-) ... - Auch Bruder Adam hat in seinen Publikationen des Öfteren erwähnt das nur eine von 1200 oder 1400 Geschwisterköniginnen "brauchbar" waren für die Nachzucht (sein Anspruch war aber auch sehr hoch).


    Die immer wieder versteckten Andeutungen zur Aussichtslosigkeit für die Züchtung einer Biene mit Fähigkeiten einer dauerhaften Koexistenz mit der Milbe bzw. wenn das unmöglich ist, mit einer Erkennung und dauerhaften Beseitigung derer verstehe ich wohl, nur nicht die Begründung dazu

    Ich halte das nicht für aussichtslos, sondern nur für schwierig und daher beteilige ich mich daran. Nur in Gruppen hat man die notwendige Völkerzahl für eine erfolgreiche Auslese mit breit genugem Genpool...



    Gruß

    Franz

    Wer erklärt's ? Was ist schlecht an Inzucht mit Ansammlung/Festigung bestimmter Genotypen und nachfolgend gezielter Anpaarung heterotischer Genträger?

    So wie Du es beschreibst ist nichts falsch daran.


    Aber, um die Negativen Auswirkungen (Inzuchtschäden, nicht überlebensfähige Nachkommen, o.ä.) zu vermeiden wird in der Bienenzucht meistnicht mit "Mutter-Mutter" Anpaarungen sondern mit "Tante-Neffen" Anpaarungen gearbeitet. Man kann so auch 2 bis 3 Generationen in die Inzucht gehen zum Festigen von Eigenschaften, aber dann muss man auch wieder in die Breite gehen um genetische Flaschenhälse zu vermeiden, dabei wird dann oft mit mehreren Geschwistergruppen auf der Drohnenseite gearbeitet. Man muss aber auch beachten das bei Inzucht nicht nur positive Eigenschaften verstärkt werden, sondern auch Negative! Daher muss man dabei genau testen und auslesen... ;-) - nur soviel zum Überblick - es lohnt sich immer genaueres, aus dbem Fundus der Publikationen zur Vererbungslehre, nachzulesen oder durch Studium von Stammbäumen versucht rauszufinden wie es andere gemacht haben. - Wenn man züchtet, sollte die Vererbungslehre schon präsent sein :-) ;-) ...


    kleinen Genpools können sich dann auch größere Veränderungen (Mutationen) schnell durchsetzen

    Naja, "Mutationen" brauchen Jahrtausende, das ist was anderes! Bei Zucht geht es um das Festigen oder Verstärken/Hervorheben von genetisch vorhandenen Eigenschaften...



    Gruß

    Franz

    Warum Franz? Geht bei mir seit zehn Jahren prima. Darfst halt nicht nur ein einzelnes Kasterl nehmen, musst schon a weng aufstocken.

    Ja, mit zwei/drei Zusatzzargen (Erweiterungszargen) drauf, in Gruppen aufgestellt - da bin ich bei Dir! ;-) :-)


    Ich hatte honigbanane so verstanden das sie, jetzt im Winter, "EIN Apidea" erhalten hat, (ohne Zusatzzargen) und das würde bei mir nicht überleben... - ich bin NICHT davon ausgegangen das Sie das Material zum großen erweitern hat, geschweige denn Zusatzzargen mit gefüllten Futterwaben hat... - Aber Du hast recht, ich hätte diese Annahme erwähnen müssen ;-) ...

    1.: Zwischen den HR Rähmchen (oben) und den BR Rähmchen (unten) scheinen 12mm Abstand zu sein, bei 1,5 mm Spalt - das lässt sich durch vorsichtiges Hobeln wahrscheinlich "reparieren" - nach dem "Reparieren" sollten noch 9-10mm Abstand überall zwischen den Rähmchen sein.


    2.: Der 3mm Spalt könnte Absicht sein, den kannst Du lassen oder zumachen, wie Du möchtest...

    Hallo luffi ,

    - aber ich sehe mir den Vortrag von Jos an um rauszufinden wie er das begründet...

    Ich habe mir jetzt den Vortrag von Jos angesehen, er begründet dies, einfach ausgedrückt, das:

    • Ein ganzjährig offener Gitterboden bei geschwächten Völkern NICHT klappt
    • Das bei schwachen Völkern, bei Bruteinschlag das Volk überfordert ist...

    Dazu muss ich sagen das er Recht hat!!

    (Das mit den schwachen Völkern hatte ich aber auch schon angemerkt...)


    Bei mir in der Gegend bedeuten kalte Winter auch "sehr trocken", woanders ist das anders, da bedeutet kalter Winter oft "sehr feucht" - das könnte auch einen Unterschied machen.


    Auch kann ich verstehen, das im Frühjahr, wenn sich die Wintertraube aufgelöst hat, man den Boden schließen möchte. Ich weis aber auch, das die "warm eingepackten superisolierten und superdichten Beuten" die ich auch noch kenne, wesentlich mehr kontraproduktiv waren als Beuten mit offenen Gitterboden...


    Für mich heißt das, das ich mir das mit einer größeren Völkerzahl, in meiner Gegend, einmal genauer anschauen werde...


    Gruß

    Franz

    In der Baumhöhle gibt es auch keinen Gitterboden...

    Schon, aber natürliche Baumhöhlen sind auch nicht von Zeidlern gezimmerte Normhöhlen und haben oft einen großen Einlass... :-) - aber ich sehe mir den Vortrag von Jos an um rauszufinden wie er das begründet... - ich imkere auch nicht in einer Gegend mit hoher Luftfeuchtigkeit im Winter, das könnte auch einen Unterschied machen... ;-)

    Heute soll das Volk recht warm gehalten werden, wozu das Brutnest dann links und rechts von Isolierwänden umgeben ist.

    Das ist wohl ein schlechter Witz, oder?


    Ich habe zu imkern begonnen als genau dies gelehrt wurde - "warm Überwintern". Damals haben wir uns immer gewundert warum die Überwinterung immer schlechter wurde, je wärmer eingepackt wurde. (ja, wir hatten dazu auch die Beuten umgebaut und sehr gut isoliert.)


    Allerdings haben Mickerlinge warm eingepackt den Winter überstanden, waren aber im Folgejahr zu nichts zu gebrauchen, außer zum Vereinigen - aber ist das das Ziel? Mir sind starke, nachzuchtwürdige Völker lieber... - Schwächlinge löse ich lieber im Herbst auf, als im Frühjahr...


    wurde ja gute Belüftung (nicht Durchzug!) gelobt, in dem die Wintertraube sich gut zusammenzieht.

    Als dann der Gitterboden kam hat sich dieser durchgesetzt weil die Überwinterung und die Frühjahrsentwicklung, damit wesentlich besser war, vor allem bei offenem Gitterboden im Winter. Besser waren auch Magazine im Freien als welche im Bienenhaus... - so dass wir die Erfahrung gemacht haben das "kalte Überwinterung" in unseren Breiten wesentlich besser ist.


    Die Dadant 8 Waben ist eine logische Folge des erst seit einigen Jahren mehr beachteten und empfohlenen Bestrebens dem Bien -vor allem in langen nasskalten Wintern- den Wärmehaushalt im Stock zu erleichtern

    Völlig falsche Schlußfolgerung! Der Wärmehaushalt in der Beute existiert nicht im Winter (dazu gab es hier im Forum schon oft Wärmebilder die das bestätigen), es existiert nur der Wärmehaushalt innerhalb der Wintertraube - solange diese existiert. Später im Frühjahr, wenn sich die Wintertraube aufgelöst hat und das Volk voll in Brut ist, dann mag das anders aussehen! Aber dann ist es bei uns meist auch schon genügend warm, so das die Isolierung der Beute fast keinen Unterschied macht...


    Aber jeder wie er will... ;-) :-)


    Gruß

    Franz

    honigbanane , was soll passieren? Ich würde das Apidea über Spundloch aufsetzen - sollen sie sich doch vereinigen. Im Frühjahr wirst Du ein Volk haben mit Königin, höchstwahrscheinlich mit einer legenden... - Ist das nicht Dein Ziel?

    (Für Experimente, ala Weiselprobe, ist jetzt nun wirklich die falsche Jahreszeit!)


    Gruß

    Franz


    P.S.: Überwintern in einem Apidea wäre in meiner Gegend völlig undenkbar!