Beiträge von FranzXR

    Die Zellgröße der Kapbiene oder Scutella ist ja einfach mal Jacke wie Hose, wir haben hier keine Afrika Bienen, sondern Dominant Carnica/Bickfast/Ligustica/Dunkle.

    Ich habe zwar keine Bickfast Biene, aber eine Buckfast Biene und da sind sehr wohl afrikanische Gene mit drin ;-) - aber den Typo verzeih ich Dir :-) - was ich sagen möchte ist das ein Überblick ganz gut ist, obwohl zunächst nicht so entscheidend für das Thema.... - wenn ich die Verdecklungszeit leichter und systematisch messen könnte, dann würde ich danach auslesen, aber so bleiben mir nur andere Mechanismen.... - aber das hatte ich ja schon geschrieben...

    Worüber ich, da man es anders lernt, auch überrascht war.

    Somit ist das Drücken zu überdenken, insbesondere wenn dies durch Spättracht bis in den Oktober hineingeht, was ein Altimker glaube ich so nie hatte..

    Vergesst bitte nicht in welchem Klima die "Altimker" früher geimkert haben. Ich bin wahrscheinlich auch so ein "Altimker" und habe das früher genauso gemacht, damals war aber bei mir meist Mitte September die ersten Fröste, so das die Bienen danach kein Futter mehr abgenommen haben und im Oktober war irgendwann der erste Schnee, von ein paar Föhntagen einmal abgesehen.

    Früher hatten wir ab August meist keine Tracht mehr und ab September auch fast keinen Pollen mehr, jetzt haben wir Springkraut und anderes den ganzen September und Pollen und Nektar kommt lange mit zum Futter dazu.

    In den letzten Jahren hat sich das Wetter aber geändert, jetzt haben wir bei mir oft bis fast Weihnachten milde oder mildere Temperaturen, so das ich jetzt auch anders verfahre, jetzt nutze ich meist den ganzen September für kontinuierliches einfüttern.

    ==> Also, bitte passt eure Vorgehensweise dem jeweiligen Wetter/Umweltbedingungen an... ;-)


    Gruß

    Franz

    leinere Zelle, geringeres Volumen der Zellen, kleinere Bienen, weniger Biomasse, weniger Umsatz, weniger Energie. Für mich bleibt das relativ zueinander konstant.

    Betrachtet "pro Zelle" hast du bestimmt recht - da bist du mehr im Thema drin als ich. Aber wenn ich es anders betrachte, sagen wir einmal, wenn ich den Raum betrachte um 10000 Biehttp://www.elgon.es/diary/?p=1155nen zu erbrüten, dann ist dieser Raum, bei kleineren Zellen, kleiner. Das heißt das ein Volk diesen Raum leichter Temperatur konstant halten kann...

    Nein, die Zellgröße ist beim Erstellen signifikant jahreszeitlich unterschiedlich. Und da bauen kleine Bienen größerrer Zellen und umgekehrt.

    Im Frühjahr tendenziell kleiner und im Sommer tendenziell größer...

    Aber die Zellgröße ist auch abhängig vom Verwendungszweck - Brutzellen, Speicherzellen, Drohnenzellen, ... - um nur ein paar zu nennen. Vermessungen im Naturbau haben auch ergeben das oben größer gebaut wird und unten immer kleiner, vgl. Bild hier: http://www.elgon.es/diary/?p=1155 welches zeigt das ein Volk auf der gleichen Wabe Zellgrößen von 4,6 mm bis 5,4 mm gebaut hat und im Mittel 5,1 mm.

    Auch ist es richtig das Bienenherkünfte, die in Äquatornähe natürlich beheimatet sind, kleiner bauen und kürzere Verdeckungszeiten haben als Bienenherkünfte die weiter weg vom Äquator beheimatet sind.

    Ebenso weis man das Bienenherkünfte die kleiner sind, kleiner bauen und kürzere Verdeckelungszeiten haben, eher mit Varroen zurecht kommen als andere.


    Aber, das ist nicht wirklich der Punkt, das alles ist sehr schwer messbar und hilft daher bei der Auslese, der systematischen Zucht, nicht wirklich weiter.


    Ich selber habe seit fast 20 Jahren kleine Zellen und habe schon wirklich fast alles durch, daher weis ich auch das kleine Zellen alleine nicht helfen... - was auch keiner bestreitet...


    Vor 20 Jahren:

    • Damals kannte man die Mechanismen der Varroaresistenz nicht, wir haben sehr viel diskutiert und wir haben viele Vermutungen ausprobiert
    • Damals wussten wir nicht einmal das es so etwas wie Varroatoleranz oder Varroaresistenz geben kann oder jemals geben wird.
    • Auch wussten wir nicht ob die Mechanismen der Varroarestistenz vererbbar ist.
    • Wir wussten aber das es Völker gibt die überleben konnten.
    • Damals konnte ich nur bei kleinen Zellen eine Verhaltensänderung erkennen, bei mir haben diese Bienen "gromming" und verstärkte Hygiene gezeigt, auch wurde Ausräumverhalten festgestellt - darauf selektiert und gezielt gezüchtet half wirklich weiter, half sogar sehr weit, führte bei mir nur nicht ganz zum Ziel, da ich die Eigenschaften nicht wirklich festigen konnte - oder meine Völkerzahlen waren dazu zu gering, oder die Zuchtmethode war falsch.
      ==>Daher kann ich verstehen das stephan2 so überzeugt ist, er imkert viel weiter südlich, hat eine andere Bienenherkunft und hat wesentlich mehr Völker - bei ihm hat es offensichtlich funktioniert!
    • Damals haben sehr viele, auch Züchter mit einigen hundert Völkern, in Deutschland Schiffbruch erlitten und sind nicht zum Ziel gekommen, trotz aller Bemühungen und daher haben viele davon aufgegeben.
      ==>Daher kann ich auch die Aussagen von Immenreiner verstehen, den ich dazu auch schon zitiert habe - und er hat für D bestimmt recht.


    Heute:

    • Heute kennen wir mehrere Mechanismen der Varroaresistenz und wir wissen auch das viele davon vererbbar sind. Nur kann man diese unterschiedlich leicht systematisch überprüfen, was für die gezielte Zucht wichtig ist. (SMR/VSH, Grooming (AB, MM), ReCap (?), Verdeckelungszeit, ... um nur ein paar Faktoren zu nennen.)
    • Wir wissen auch das alle diese Eigenschaften ADDITIV vererbbar sind, was es sehr schwer macht diese Eigenschaften zu festigen.
      ==> daraus folgt das man die Vater- und die Mutterseite streng selektieren muss und auch das man dazu relativ viele Völker benötigt. Auch benötigt man einen genügend großen Genpool, der die Eigenschaften beinhaltet.
    • In der Zwischenzeit zeigen auch Völker auf größeren Zellen Eigenschaften wie "gromming", verstärkte Hygiene und Ausräumverhalten...
    • Heute gibt es wirklich größere Zuchtgruppen, die sich dieser Zuchtarbeit annehmen und systematisch in die richtige Richtung züchten. Die großen Züchter von damals die bis heute durchgehalten haben, haben für diese Projekte den Grundstock gelegt und daher können ein paar dieser Gruppen heute schon vorzeigbare und vielversprechende Ergebnisse vorweisen.

    Ich habe verstanden das systematische Zucht im großen Stiel notwendig ist um die Chance zu haben zum Ziel zu kommen und ich weis, das nur Teams geschlossene zum Ziel kommen können, ansonsten fehlt die notwendige Völkerzahl.


    Für mich heißt das, das ich froh bin einer dieser Gruppen angehören zu dürfen und ich bin wieder zuversichtlich das es wirklich gelingen kann - nur ist es noch eine lange harte Arbeit...


    Gruß

    Franz

    Eher nochmalige AS Dusche ? Oder Dampf geben...

    Weder, noch! Du hast Deine Völker fast umgebracht durch Deine Behandlung, das heißt Du kannst auch davon ausgehen das die Varroen ziemlich dezimiert wurden - jetzt muss das Volk wieder ein Volk werden, ein Völklein kann man schlecht überwintern.

    die nächsten Tage kontrollieren ob die Königin nicht einen "Ditsch"weg hat -also wieder Eier legt oder nicht

    Im Prinzip, guter Tipp, aber ich würde noch eine Woche warten. Achte dabei auch auf das Wetter, solche Kontrollen nur bei geeignetem Wetter und so vorsichtig das Du damit die Königin nicht killst - deshalb wurde früher davon abgeraten die Völker nach Mitte September zu öffnen.


    Frage, was würdest du machen wenn du feststellst das eine Königin nicht mehr taugt? Hast du Ersatz oder müsstest du Dir einen solchen erst besorgen? Oder hast du keine dieser beiden Optionen?


    Gruß

    Franz

    genau wiegt man nur, wenn man entweder die komplette Beute anhebt oder wie geschrieben zwei gleich hohe Waagen rechts und links drunter stellt (beide Werte addiert ergeben den Gesamtwert).

    Ist ja lustig - bei mir ist es genau anders herum: Die Stockwaage zeigt einen um rund 2 kg höheren Wert an als das einseitige Messen von vorn und hinten und entsprechender Addition. Selbst wenn man die

    Das ist doch völlig egal, wichtig ist doch nur das man immer mit der gleichen Waage, gleich wiegt. Wichtig ist doch nicht das "richtige" Gewicht, sondern das welches man z.B. am 1. Oktober (immer gleicher Zeitpunkt) benötigt damit die Völker über den Winter kommen...


    - muss man im Frühjahr nachfüttern muss man im nächsten Herbst entsprechend mehr als Zielgewicht definieren

    - muss man im Frühjahr mehrere Futterwaben rausnehmen, kann man im nächsten Herbst etwas weniger als Zielgewicht definieren


    Und macht man das ein paar Jahre, dann "sieht man das schon", wie Reiner sagen würde, und muss dann nicht mehr wiegen...

    Bin ich der einzige der tote Bienen bei 33,3ml am Tag seltsam findet?

    offenbar, wie viel davon ist denn schon in den ersten 12 Stunden verdunstet - etwa schon 45ml oder mehr?

    Was im Schnitt nach 3 Tagen verdunstet war interessiert doch nicht, die Frage ist doch wie viel im Peak verdunstet wurde, die Verdunstung ist bei vielen Geräten nicht so linear wie das gerne der Imker hätte...

    Hallo Bernd,


    luffi hat doch hier schon einiges dazu geschrieben: Milbenbefall 2019


    VSH und SC haben zunächst nichts direkt miteinander zu tun, beide zielen auf unterschiedliche Gründe für evtl. Varroaresistenz ab (ausräumen bzw. kürzere Verdeckelungszeit).

    (Indirekt könnte es aber schon Zusammenhänge geben, die aber noch keiner untersucht hat.)


    Bei der VSH Gruppe von Buckfast Bayern, suchen wir nach VSH und seit diesem Jahr haben wir auch Recapping-Verhalten aufgezeichnet. Einen Zusammenhang zu SC haben wir nicht untersucht, nach VSH zu suchen ist schon eine Menge Arbeit! Aber, um die VSH Werte der verschiedenen Züchter vergleichen zu können, haben wir uns geeinigt keine kleineren Zellen als 5,1 zu verwenden...

    (Viele Buckfastzüchter verwenden 5,1-er Zellen...)


    Bei der VSH Zucht, ist aber das Ziel hohe VSH Werte zu erreichen, unabhängig von der Zellgröße!


    Zu SC: Bei der Buckfast Biene ist der Vorteil das dort einige Gene afrikanischer Bienenherkünfte vor langem schon eingekreuzt wurden. Daher ist es vorstellbar auch nach Herkünften zu selektieren die von Natur aus kleine Zellen ausbauen können. Ob das in Bezug auf Varroaresistenz etwas bewirkt weis ich nicht. Aber ich bin da etwas pessimistisch das kleine Zellen alleine Varroaresistenz bewirkt.

    (Hier wurde dazu etwas von Reiner geschrieben: https://blog.apis-mellifera.de/?p=775 )

    Kleine Zellen alleine haben in Deutschland noch bei keinem zur Varroaresistenz geführt (nach 3 Jahen war bei jedem Versuch Schluss) - aber in Zusammenhang mit anderen Faktoren, helfen kleine Zellen evtl. schon...

    Aber, ich kann auch bestätigen das bei kleineren Zellen sehr oft andere Krankheiten, wie Nosema, Schwarzsucht, Maikrankheit, etc., in den Hintergrund treten. Allgemein sind SC Bienen offensichtlich etwas robuster und gesünder, das wurde schon von vielen bestätigt.



    Gruß

    Franz


    P.S.: Ich arbeite seit Jahren mit 32mm Wabenabstand bei allen Völkern, auch im MP - momentan aber nur mit 5,1-er MW Zellgröße, nicht kleiner...

    Was genau wird denn bei diesen Angaben gemessen? Die Diagonale zwischen den Spitzen oder zwischen den Flächen? Die Definition wäre beim selber messen schon wichtig.

    Wenn Du es genau wissen möchtest kann man hier etwas dazu nachlesen: http://www.bienenarchiv.de/ver…groesse/zellengroesse.htm


    Der Artikel erklärt genau wie gemessen wird, 10 Zellen "zwischen den Flächen" und das in alle drei Richtungen, dann wird gemittelt...

    Allerdings unterschlägt der Artikel das bis ca. 1900-1920 alle Angaben zu Zellgrößen fast immer in Zoll oder Inch waren, was ein Maß ist was aus der mittelalterlichen ELLE hervorgeht, welche in jeder Marktgemeinde anders lang definiert war und das in ganz Europa, dabei ist die Varianz über 10%.... - Daher sind Umrechnungen der Maße aus den alten Artikeln äußerst mühevoll, man muss immer überlegen/recherchieren, woher war der Author, wo hatte er geimkert und wie lang war daher wahrscheinlich sein Zoll/Inch. Wenn man das berücksichtigt dann kommen bei der Tabelle ganz andere Werte heraus....

    Allerdings der Rest des Artikels ist wirklich gut - auch wenn viele die Schlußfolgerung nicht teilen. Aber die Erklärung das die natürliche Zellgröße von der Genetik/Rasse abhängig ist und aus der Breitenlage deren natürlichen Vorkommens, ist sehr gut, sowie die Recherchearbeiten...

    Schauen ist auch für den Anfänger einfacher als wiegen, behaupte ich mal. Und wenn du dich immer auf dein Messinstrument verlässt, wann möchtest du das Verstehen dessen was du siehst lernen? Mein Meister sagte immer "Wer viel misst, misst viel Mist", aber er sagte auch "O'gschaugt und kennt".

    Das ist definitiv auf den Punkt gebracht. Seit mehr als 20 Jahren Imkerei habe ich noch nie eine Waage besessen...

    Sorry, das sehe ich anders. Als ich damals von Trogbeuten auf Dadant umgestellt habe, habe ich das "Schauen" erst wieder neu lernen müssen, damals habe ich das erste Volk, das ich auf Dadant umgestellt hatte, totgefüttert da ich genau so "geschaut" hatte wie bei meinen Trogbeuten.

    Das Wiegen hat mir dann geholfen das "Schauen, Sehen und Erkennen" neu zu lernen...

    ==>Wiegen kann daher ein gutes Mittel zum Zweck sein...

    Es kommt drauf an, das gesunde Völker keine Bremse kennen, wenn Futter da ist, wird es eingelagert.

    Völlig richtig und daher wurde ja schon nachgefragt ob der Platz zum einlagern evtl. schon ausgegangen ist - die Antwort darauf wurde aber noch nicht geliefert - daher ist alles weitere Spekulation...

    ABER, wenn trotz mehreren Leerwaben das Futter nicht abgenommen wird, kann man wirklich ein Kreuz dran machen - rase da hast Du völlig Recht... ;-)