Beiträge von FranzXR

    Hallo rall0r ,


    ich habe die Historie etwas anders in Erinnerung, hier kurz meine Erinnerungen - stark verkürzt:

    • Als die Varroa kam (70er) hat man EINE Behandlung im Jahr gemacht, meist eine Sommerbehandlung, damals galt das Bienenvölker gefährdet sind wenn sie mehr als 10000 Varroen haben (Carnicas haben damals bei mir von Mitte Januar bis höchstens Mitte Oktober gebrütet - irgendwann im Oktober hatten wir immer den ersten Schneefall - auch wenn der am nächsten Tag wieder weg war) - auch gab es damals noch Imker die bis in die frühen 80ern gar nicht behandelt haben...
    • In den 80er/90er kam irgendwann die Einsicht das eine Behandlung im Jahr nicht mehr ausreicht und man hat festgestellt das immer öfter schon 5000 Varroen im Volk tödlich sein können...
    • Zwei Sommerbehandlungen UND eine Winterbehandlung sind für mich eine relativ neue Erscheinung in jüngster Zeit (OK, das ist für mich "irgendwann kam das in den letzten 20 Jahren" :-) ) - auch hat man die Schadschwelle kontinuierlich nach unten korrigiert...


    Daher kam bei vielen die Einsicht das "immer mehr und öfter behandeln" eine Sackgasse ist! - Und wenn ich hier oft lese das bis zu 50 mal im Jahr behandelt wird, spätestens dann weis ich das das stimmt.


    Aber das war in anderen Gegenden evtl. ein leicht anderer zeitlicher Ablauf, aber die Tendenz/Abfolge war überall gleich.


    Seit mindestens 10 Jahren hat man, weltweit gesehen, erste Nachweise von Instituten das Varroatoleranz durch Genetik bedingt ist. Varroatoleranzzucht von einzelnen ist allerdings schon älter, ich kenne dazu Bestrebungen in Europa und Deutschland seit den 90ern. Allerdings systematische Varroatoleranzzucht ganzer Zuchtverbände/Zuchtgruppen unterstützt durch Institute kenne ich erst sein 5/6 Jahren in Europa und Deutschland.


    Soweit meine Erinnerungen...


    Zu Deiner Frage:

    • Natürlich muss man die geänderten Umweltbedingungen beim Varroakonzept berücksichtigen und ggf. eine Brutfreiheit herbeiführen wenn bestehende Konzepte und Mittel überleben sollen. Eine verlässliche und flächendeckende Brutfreiheit im Sommer durch Hitze konnte ich allerdings noch nicht beobachten.
    • Was Institute empfehlen ist eine Sache, was Imker, in jeweils ihren Gegenden, machen ist eine andere Sache... (Imker hören sich normalerweise die Empfehlungen an, überlegen wo und wie die Institute imkern die zu den Empfehlungen führen und passen das ganze auf IHRE Gegend an, bzw. bessern in den ersten Jahren der neuen Vorgehensweise, diese an bis sie funktioniert.)


    Gruß

    Franz

    Ja, normalerweise hat man bei den 12er DD mod. im HR 141mm hohe Rähmchen und 10mm besspace, also sind die Zargen 151mm hoch. Nun gibt es Komiker die glauben das 10mm beespace zu viel sind und haben 143mm hohe Rähmchen gebaut damit sie ihre 8mm besspace haben.

    Ähnliche Probleme (oder Komiker) gibt es bei fast allen Rähmchenmaßen.


    Bei 10er DD mod. haben die meisten 159mm hohe Rähmchen und 10mm beespace was bei den Zargen 169mm Höhe bedeutet. Nun, 159mm hohe Rähmchen bei 482mm Oberträgern ist eigentlich 2/3 LS - wird aber auch oft als 159mm DD HR bezeichnet.


    Hier gibt es auch Rähmchen mit 160mm Höhe, oder Zargen mit 170mm Höhe- alles schon gesehen.


    Darum schau ich mir genau die Maßangaben vor dem Kauf an und nehme nur das was ich möchte... - auch möchte ich den beepsace immer gleich haben, ich bevorzuge in der Zwischenzeit den beespace unten...

    genau, es wurden die Ohren abgeschnitten. Die Beuten wurden nicht abgeändert.


    habt ihr Ideen wie ich die Mittelwände aus den “falschen” Rähmchen rausbringe und wieder verwenden kann?

    OK, dann wechsle die Rähmchen aus. Die MWs kannst Du wieder auslöten - das wird aber ein gefummle, oder einfach neu MWs mit dem richtigen Maß in die neuen Rähmchen einlöten und die alten einschmelzen...

    Wenn die Rähmchen reinpassen, dann kann man so schon imkern, nur werden sie Dir die Rähmchen seitlich immer festbauen - das macht wirklich keinen Spaß.... - aber damit die Rähmchen reinpassen müssten die Auflagen der Rähmchen doch verbreitert worden sein, oder? Normalerweise wären die Ohren auf jeder Seite 5mm zu lang, es müssten die Auflagen also jeweils 5 mm weiter gefräst worden sein, oder wurden die die Ohren abgeschnitten... Eine 12er Dadant mod. Beute hat innen genau 465x465mm!


    Wenn an den Beuten rumgefräst wurde, würde ich die Beuten auswechseln...

    Wie viele Rähmchen und wie viele Beuten hast Du denn? Ich würde so nicht imkern wollen und würde entweder die Beuten oder die Rähmchen austauschen ... - aber das bin ich, was Du machst ist Dir überlassen!

    Dazu passt auch diese Aussage nicht. Heute sind weitaus weniger Mittel zugelassen als noch vor 20, 30 Jahren. Diese auch überwiegend in geringeren Dosen

    Ich würde nicht von "was zugelassen ist" auf "was verwendet wird" schließen, wenn Du die Dosierung und Häufigkeit mit einschließt. Ich möchte nicht behaupten das ich da wirklich einen Überblick habe, aber mir fällt auf, das zur Zeit "vor der Varroa", die meisten Landwirte argumentierten "...das sie wenig oder keine Chemie einsetzen da Ihnen diese Mittel zu teuer sind..." - heutzutage wird anscheinend argumentiert "...wir müssen Chemie einsetzen da uns die konventionellen Methode zu teuer sind..." - hier hat anscheinend ein Umdenken eingesetzt, was u.U. auch mit der Größe der Betriebe zu tun hat, die ist auch in dieser Zeit massiv angestiegen.

    Meine (ernstgemeinte!) Frage ist, gibt es solche Gegenden mit entsprechenden Beobachtungen, nicht nur Einzelfallmäßig?

    Hier kann es nur Einzelfallbeobachtungen geben. Leute die in diesen Gegenden Bienen halten, haben keinen Vergleich zu Gegenden wo Quadratkilometer-große, landwirtschaftlich intensiv genutzte, Monokulturen angebaut werden. Und ich kann mir nicht vorstellen das für eine systematische Untersuchung irgend jemand die finanziellen Mittel bereitstellen wird.

    Das müsste doch eigentlich auffällig sein, wenn Pesitzide hier mehr als nur ein Rädchen unter vielen wären.

    Mit Sicherheit ist das nur eine Ursache oder "Rädchen" von vielen. Die Natur und unsere Umwelt sind dazu viel zu komplex um so eine unidimentionale Ursache vermuten zu lassen.

    Andererseits gibt es auch auch Gegenden mit Landwirtschaft, wo die Bienen scheinbar deutlich besser mit der Varroa zurecht kommen (z. B. Gotland oder Dublin).

    Da hinkt der Vergleich, diese Gegenden haben die meisten Flächen nicht intensiv landwirtschaftlich genutzt und wenn, ist das überwiegend Viehwirtschaft. ohne großen Chemieeinsatz (zumindest von Irland weis ich das...) - auch ist die Einstellung der Imker "zu immer mehr Behandeln" dort ziemlich sicher eine andere, auf Gothland hat man bewusst entschieden auf Varroabehandlung zu verzichten, ebenso wie in Südafrika.

    Ich möchte hier gar nicht den Einfluss von Pestiziden negieren, aber ganz so einfach wie oben dargestellt ist es eben doch nicht.

    Natürlich nicht! Aber es ist eine praktische Einstellung um weiter auf den Händen sitzen zu können und "Kalender mäßig 50 Behandlungen im Jahr" zu machen. :thumbdown:


    Wer erkannt hat das man über Genetik die Varroaresistenz zu beeinflussen ist, hat eigentlich keine Ausrede mehr nichts zu tun und es nicht anzugehen :thumbup:- womit wir wieder zurück beim Thema wären... :)8) - aber es ist eben billiger und/oder bequemer zu akzeptieren das "...es an den anderen liegt..." oder"...man sowieso nichts machen kann..." <X ...


    Gruß

    Franz

    Aberle primär geht's mir ums Gesamtgewicht des brutraums.

    Hallo,


    das Gewicht des BRs wird hauptsächlich durch den Inhalt bestimmt, z.B. 12 FW wiegen ca. 50-60kg - da ist es dann egal ob Du eine 12er oder eine 10er DD nimmst...


    Der Gewichtsunterschied der Beute zwischen 10er und 12er DD beträgt nur sehr wenige KGs wenn überhaupt - allerdings wenn Du wandern möchtest sind andere Kriterien auch wichtig wie z.B. Hebetechnik, Transportsportgeräte etc., aber auch Platz als Trommelraum bei Hitze - dafür gibt es auch für jedes Beutenmaß eigenen/andere Lösungen., aber bei einer 12er DD ist da schon "mehr Platz eingebaut" - ob das entscheidend ist überlasse ich Dir. Wenn Du Standimker bist, überlege Dir einmal wie oft Du, bei Deiner Betriebsweise, die vollen BRs transportierst oder heben musst - bei mir ist das nicht oft.... - wenn Du die BRs nicht oft bewegst, dann sollten andere Kriterien für die Beutenwahl wichtiger sein.


    Gruß

    Franz

    Nur wer 4 Beuten zum Wandern auf die Europallette setzen will, oder die Maße des Pkw-Anhänger es erfordert kommt mit 10er besser zurecht.

    Für 12er DD nimmt man zum Wandern auch Asia-Paletten und keine Euro-Paletten... Da passen 12er DD optimal drauf und es gibt auch Anhänger wo man die gut laden kann. Man braucht dann höchstens gute Hebetechnik, denn leicht sind die dann nicht mehr.

    Nur leider legen bei mir die Bienen dann nach dem Winter ihr Brutnest auf die alten Waben an, die eigentlich raus sollen.

    Wo ist bei Dir denn das Flugloch? Ich arbeite im Kaltbau im Winter mit einem seitlichen Flugloch, das auf der Seite der neuen Waben ist, dann ist nach dem Winter dort auch das Brutnest. (Alternativ kann man auch mit einem mittigen Flugloch arbeiten und dann die neuen Waben im Winter in der Mitte haben - dann kann man im Frühjahr die alten Waben am Rand wegnehmen...)

    FranzXR , oder Mondschein-Begattung?

    Ja schon, aber bei 2 Königinnen als Ausgangsbasis wirst Du schnell in die Inzucht kommen ;-) , aber in Kombination ist das bestimmt eine Option, vor allem wenn man weit zu den erwähnten Belegstellen hat... :-)


    Gruß

    Franz

    P.S.: Aber denkt dran das es für so eine Zucht immer gut ist zwischen 20 und 30 Geschwisteranpaarungen auswählen zu können um die gewünschte Eigenschaft zu finden, daher hatte ich schon einmal den Tipp gegeben, bei kleinen Völkerzahlen sich in eine Zuchtgruppe zusammenzuschließen...

    Aber du kannst sehr wohl überwachen, wie sich deine Elgon machen, und zumindest gezielt von denen nachziehen, wenn es passt.

    richtig, genauso das habe ich vor.

    Jörg, dann wirst Du aber in den ersten Jahren auf eine Belegstelle mit VSH Genetik gehen müssen wenn Du von Deinen Elgons nachziehst, ansonsten ist bei additiver Vererbung wenig Chance auf Stabilisierung.

    Solche Belegstellen gibt es und die heißen auch jeden willkommen...

    Dieses notorische Bienenverfrachten (zer)stört die natürlich gewachsene Ordnung.

    Welche "gewachsene Ordnung" meist Du - diese gibt es zumindest in Europa und insbesondere in Deutschland nicht. Seit über 150 Jahren werden Bienenvölker in großem Maße quer durch Europa transportiert. - oder wie denkst Du ist eine Carnica nach Deutschland gekommen, oder eine Ligustica nach Schweden?