Beiträge von rugnuza

    Naja, meine Erfahrung ist, dass die Königinnen aus Schwarmzellen schon wirklich toll aussehen, toll durchstarten, aber dann auch im Frühjahr als erste im Baum hängen. Und sowas will ich vermeiden. Vielleicht ist das der entscheidende Unterschied zwischen Insektenhaltung und Imkerei...


    Gruß Jörg

    Versteh ich schon, aber es gibt ja immer noch was dazwischen. Über den Schwarmtrieb zu vermehren heisst ja nicht auf Schwarmtrieb zu züchten. Außer man begeht den Fehler und nutzt jede Schwarmzelle die ein Volk einem anbietet - da sind die schwarmtriebigsten Völker immer ganz vorne mit dabei. Dann hat man sicherlich bald noch mehr schwarmtriebige auf dem Stand, nächstes Jahr noch mehr usw.


    Insektenhaltung wäre für mich eher wenn man sich selber gar keinen (direkten) Nutzen, außer vllt optischen, verspricht. Die Erträge bleiben bei einer Schwarmimkerei mit Sicherheit unter dem einer schwarmlosen. Allerdings sehe ich nicht, warum ersterer weniger ein Imker sein sollte. Im Gegenteil, behaupte ich mal, ist eine erfolgreiche Schwarm-Imkerei zu führen deutlich anspruchsvoller, als eine schwarmlose (außer man ist selber der Züchter der schwarmträgen Biene).

    Hallo Franz,


    es hat einen Grund, dass die Königinnenzucht viel Arbeit ist und eine optimale Versorgung der Pflegevölkern für optimale Ergebnisse vorraussetzt. Nichts anderes geschieht in einem schwarmtriebigen Volk: bei optimaler Nektar - und Pollenlage und Volksstärke wird begonnen, Königinnen zu ziehen. Nicht vorher und nicht nachher - bei einem gesunden Volk. Warum gerade bei den Königinnen sparen und diese aus Brutablegern nachziehen? Das ist die Schraube, an der man als Imker selber am besten drehen kann um gute Völker zu bekommen. Zucht ist da viel schwieriger. Aber selbst die beste Genetik bringt doch nix bei einem nicht optimal entwickelten Tier.

    Euder Fenice, von Männern schon gar nicht :D Der Kommentar war hart. Deine Brüder sind auch Männer ;)


    @S Felger berichte mal weiter obs funktioniert! Sehr interessant. Obwohl natürlich schwierig (aber vllt nicht unmöglich?), zu der Jahreszeit und wenns dann noch ein schwarmträges Volk ist.

    jakobleipzig : Ich verstehe die Frage so, dass es darum geht wieviel Honig man direkt nach der Ernte gleich abfüllt - dann wenn er eben noch flüssig ist. Und um einen haufenweise festen Honig in Gläsern zu verhindern, möchte er/ sie wissen wieviel man davon abfüllt.


    Cremig gerührten kannst du mMn soviel abfüllen wie du Gläser hast - der Honig ist ja eben schon cremig gerührt und bleibts auch.

    Jetzt hab ich mal versucht in die Nut einen Wachsstreifen zu drücken, dann mit dem Heißluftfön drüber, bis es eingeschmolzen ist - mal sehen wie sie das annehmen.

    Genau so mach ichs auch, nur dass der Heißluftfön ein Gasbrenner ist. Dass das eine ziemlich unsensible Flamme ist, macht nichts. Selbst wenn von der MW nur die Dicken Stellen stehenbleiben, tut das der Annahme keinen Abbruch. Nochmal der Ablauf: 2cm Wachsstreifen in die Nut stecken - Rähmchen am Seitenteil nehmen und leicht schräg halten (damit das Wachs am AS entlangläuft) - mit kleiner Gasflamme einmal über den ganzen Streifen heizen, damit alles angelötet ist. Geht super und definitiv schneller als MWs einlöten :)

    Hallo Andreas,


    ich hab bereits mit den Anfangsstreifen angefangen zu imkern, und erst so langsam komm ich drauf wie sehr sich das wohl von einer MW-Imkerei unterscheidet. Vieles Geschriebenes gilt da nicht oder anders. Meine Erfahrung ist so wie deine, selbst bei 100% Naturbau. Im Frühjahr und Frühsommer mit AS erweitert werden zum Großteil Drohnzellen gebaut.

    Will man tatsächlich nur mit Naturbau im Brutraum arbeiten, muss man die Zeiten voll ausnutzen wo die Bienen von selber vorwiegend Arbeiterinnenzellen bauen. Schwärme und Kunstschwärme sind eine super Art der Bauerneuerung, Völkervermehrung und Verjüngung. Bestehende Völker kann man gut nach einer Brutpause umsetzen, oder eben wie Jörg auch sagt mit TBE.


    Dieses Jahr habe ich auch mal einen Sammelbrutableger gebildet und deine leidvolle Erfahrung gemacht: Will man nämlich die entnommene Wabe mit einem AS-Rähmchen tauschen... funktioniert einfach nicht bei Vollvölkern.


    Will man keine TBE oder Schwärme, dann bleibt eigentlich nur noch den Bautrieb später im Jahr anzuregen. Erweiterst du die Völker im Juli/ August kannst du den Bau von größtenteils Arbeiterinnenwaben mit der Einfütterung kombinieren.

    Bissl empfindlich der rase ;) Ich würds wirklich nur machen, wenns geruchlich einwandfrei ist, und das wird glaub ich bei Hühnern und Pferd schwierig wenn mans nicht komplett abkapselt. Vermutlich wärs am Ende aber auch wieder kein Problem, wenn durchs Flugloch saubere Luft kommt und der Boden geschlossen ist.

    Hallo Manu,

    Sind denn die Waben, also 11 beim starken, 5 beim schwachen, auch besetzt? Denn darauf kommt es ja an, wie viele Bienen im Kasten sind, nicht wieviele Waben. Mir scheint aus deine Schilderungen folgendes zu sein: der 11Waben Ableger hast im unteren Raum noch eine Menge Platz. Deshalb, ganz klar, benötigt er den HR nicht und baut deshalb da auch nichts aus. Der 5 Waben Ableger aber benötigt Raum und baut deswegen im HR. Im übrigen wird zB beim Dadantsystem dieser Verhalt ganz gezielt genutzt um im Frühjahr die Bienen & Honig schnell in den HR zu bekommen, Stichwort "Schied".

    Kämpfe sind nie etwas normales und sollten genau beobachtet werden, das Flugloch eingeengt wenn du sichergehen möchtest. 1 Bienenbreite würde ich aber nur bei wirklich schwachen Ablegern oder sehr heftigen Attacken wählen, wenn du den Eindruck hast der Räuberdruck ist sehr groß. Zudem solltest du natürlich herausfinden, falls du es nicht weisst, ob jümgste Brut vorhanden ist (kö ist dal und den ungefähren Umfang des Brutnestes (auf wie vielen Rähmchen) und, wie oben schon geschrieben, der tatsächliche Bienenbesatz der Waben ist. Das musst du nicht wissenschaftlich angehen, eine kurze Einschätzung über Blickkontrolle reicht.

    Beekloppter : über das Thema Extensivierung, Flächennutzung und integrativer Naturschutz machen sich weit schlauere Köpfe als wir zwei Gedanken, auch im Biobereich ist man sich der geringeren Produktivität bewusst und sucht Lösungen. Der (moderne) Bioanbau ist jedoch noch relativ jung, während der konventionelle Anbau viele Jahrzehnte Zeit hatte, ausgefeilte Betriebsweisen zu entwickeln. Schau alleine auf die Getreidezüchtung. Wie viele speziell für den Bioanbau gezüchtete Sorten gibt es? Und wie viele für den konventionellen Anbau? Da ist noch sehr viel Raum für Verbesserung nach oben.

    Wenn wir nun schonmal soweit sind in der Thematik. Zentrales Problem ist mMn eh nicht ob Bio oder konventionell oder oder.. denn selbst wenn wir die gesamte Anbaufläche Deutschlands absolut intensiv bewirtschaften würden, so würde es wohl immer noch nicht zur Eigenversorgung der Deutschen Bevölkerung genügen. Der Punkt ist, wie wir essen und leben. Viel Fleisch, Käse und andere tierische Erzeugnisse, die nunmal, und das ist Fakt, in ihrer Energiebilanz deutlich schlechter liegen als wenn man sich pflanzlich ernährt. Das soll nicht heissen, dass wir gar keine tierischen Erzeugnisse mehr essen sollen, denn Tiere sind ein wichtiger Teil des Agrar-Nährstoffkreislaufs. Schließlich tut sich der Mensch auch etwas schwer, von Heu oder Silage zu leben. Einfach mit Hirn und Maß essen, denken & handeln, das wäre ein Anfang.

    Das Problem ist eher, dass die Anbauflächen in Südamerika idR nicht nachhaltig genutzt werden. Gerodete/ Brandgerodete Flächen sind oft bereits im 2. Jahr ausgelaugt, das liegt auch an den armen tropischen Böden. Lässt man den Boden nackt, sind die Nährstoffe ruckzuck weg, ausgespült, mit der Ernte abgefahren oder "vergast". Da es an Fläche nicht mangelt, wird anschließend eben weitergezogen. Dieses System wird natürlich dadurch befeuert, dass Wohlstandsländer wie Deutschland eine enorme Nachfrage nach Kraftfutter haben. Der Sojaanbau in den Ländern dort ist wohl zum kleinsten Bruchteil für ihren Eigenverbrauch.


    Welche umweltunfreundlichen Alternativen hast du im Sinn? Lebensmittel v.a. Fleisch wird deutlich teurer, weil man das Vieh über den Weidegang + heimisches Eiweiss ernährt? In Deutschland sind Lebensmittel zum sprichwörtlichen Fraß verkommen, als konventioneller Landwirt wöllte ich da auch nicht arbeiten. Wertschätzung = Null. Ein Wunder, dass wir den typischen 5er fürs Glas Honig nehmen können, Tendenz steigend, und trotzdem keine Absatzprobleme da sind.

    Bienenmassig würde ich nix mehr versuchen auszugleichen, geht eh nicht wirklich weil die meisten wieder zu ihrem erwählten Heimatvolk zurückkehren. Wenn alle Königinnen gut loslegen würde ich mir keine Gedanken machen, die Entwickeln sich alle 3 bei kontinuierlichem Futterstrom bis zum Herbst schon. Falls dir das nicht genügt könntest du auch noch gedeckelte Brut vom stärksten zum schwächsten Volk geben, wenn das stärkste dann mal mehr als eine gedeckelte Wabe hat. Wichtig ist aber dass du dich auch davon überzeugst, dass mit den KÖs alles i.O. ist. Normal sollten sich die Bienen aus einem Schwarm nicht so arg verfliegen.