Beiträge von rugnuza

    Erstmal danke an euch, dass ihr euch den Sermon durchgelesen habt und für die Antworten.


    Okay, also steht mir auf jeden Fall noch eine Komplettreinigung bevor, wie ich das sehe =D
    Was die Beuten angeht, die sind zwar alle etwas unterschiedlich gebaut, aber das Rähmchenmaß ist immerhin überall gleich. Ich werde definitiv versuchen sie zu benutzen, zumindest die, die noch funktionieren, und sei es nur zum Start.


    arnd: Ich hoffe nicht dass es bis zum zerlegen kommt, das Haus ist fast so groß wie meine Wohnung, hat bestimmt 30qm. In dem Nebenzimmer, das wahrscheinlich auch zum Schleudern benutzt wurde (Schleuder steht auch noch drin), ist außerdem noch ein Bett, Schreibtisch, Giftweizen und was weiss ich nicht alles. Leider hat da das Dach ein Loch, das wird eins der ersten Sachen sein um die ich mich kümmern muss. Das Bett dadrunter schaut auf jeden Fall sehr unappettlich aus ;)
    @ Drohn: Was meinst du denn genau mit "heiß sanieren"?
    @ Bienenmaus: Die Wabenschränke wird man vermutlich leider weghauen können. Die sind derart verzogen, vermutlich auch feucht geworden... wird sich dann zeigen wenn ich alles rauszerr. Erstmal muss mein Kumpel den Schlüssel für den Haupteingang finden, momentan muss ich noch übers Fenster einsteigen. Zur Frage: Ich wohne in Freising, das Haus ist ein paar Kilometer von hier.


    Die Bienchen, die jetzt schon da sind, werde ich also erstmal machen lassen. Bisher scheinen sie ja auch zurechtgekommen zu sein. Anfangs hatte ich auch die Idee, darauf zu hoffen, dass auch dieses Jahr Schwärme in das Haus einziehen. Auf jeden Fall hatte ich in einer Beute auch alten Wildbau gefunden, der lustigerweise nich im eigentlich Brutraum, sondern hinter dem Trennschied gebaut war. Wenn was einzieht freu ich mich, aber ansonsten is das wohl etwas spekulativ.
    Es stehen auch noch einige Chemikalien rum, leider sind die ohne jegliche Aufschrift. In manchen Beuten hing über einem Rähmchen ein leicht durchsichtiger Streifen aus Kunststoff, ca. 20cm lang und 3cm breit. Sind das alte Schwefelstreifen? Davon meine ich auch noch eine geschlossene Packung rumliegen gesehen zu haben...


    Ach und die Neugier auf Bilder werde ich gerne befriedigen, allerdings werde ich erst wieder nächste Woche zu dem Haus kommen. Bis dahin muss ich euch vertrösten.


    Einen schönen sonnigen Tag wünsche ich euch!

    Hallo an alle,
    ich hatte schonmal einen Thread gestartet, stelle mich jedoch gerne noch einmal vor: Mein Name ist Benjamin, ich bin Student und komme aus Bayern. Ich habe schon das ein oder andere mitgelesen, aber, wie sollte es anders sein, möchte ich nun selber noch einmal mit einem umfassenden Beitrag einsteigen und hoffe, viele Einschätzungen von euch zu bekommen!


    Folgende Situation: Gerne würd ich dieses Jahr mit dem Imkern anfangen. Zur Verfügung steht mir ein Bienenhaus, noch vom Opa eines Freundes. Dieses Bienenhaus, inklusive aller Völker die dort gelebt haben/ eingezogen waren, wurde seit mindestens 10 Jahren nicht mehr gepflegt, es sieht dementsprechend verwildert aus. Im "Bienenraum" (das Haus hat 2 Räume) stehen alle Beuten auf einer Seite, nach Westen ausgerichtet und in 2 Reihen - eine oben, eine unten. Insgesamt sind es 20. Auf der anderen Seite ist Arbeitsbereich mit altem Kocher, verzogenen Wabenschränken etc.
    Als Beuten kommen zwei verschiedene Grundtypen zum Einsatz, sie ähneln den Nenninger Trogbeuten, wobei auffällig ist, dass fast jede Beute (zumindest geringfügig) anders gebaut ist (z.B. ist mal das Flugloch mittig, dann wieder seitlich angeordnet). Die Beuten der unteren Reihe sind größer als die der oberen, und besitzen eine Futterschublade in der linken Seite. Den oberen Beuten fehlt diese Schublade. Verbaut werden DN-Rähmchen, wobei man dazusagen muss, dass die Rähmchen für die Honigräume, die man oben aufsetzen kann ein etwas kleineres Maß haben. Erste Probleme: Einige Mäuse haben sich über das leerstehende Haus und insbesondere leerstehende Beuten gefreut, manche haben echt krass Mäusekot drin. Zusätzlich sind einige Beuten mit Holzwurm befallen. Ich habe mal für den Anfang mit einem Freund 4 Beuten vom groben Dreck befreit, an und für sich sehen sie so erst mal ganz gut aus.


    Noch kurz zur Bienensituation: Laut meines Freundes, der das Grundstück auf dem das Bienenhaus steht, verwaltet, leben in dem Haus schon "immer" Völker. Letztes Jahr hat ein Imker auf Anfrage alle Völker abgeholt, zu dieser Zeit wusste ich auch noch nicht, dass das Imkern für mich ein Thema wird. Allerdings scheint nun doch ein Volk noch dazusein, vielleicht weil an der Beute ein Zettel mit dem Hinweis "Bitte Volk zum Nachziehen lassen" vom Jahr 2010 steckte (wenn denn xx.x.010 das Jahr 2010 meint?!) Es ist mir leider nicht bekannt,wer den Zettel dort platziert haben könnte. Alles was ich tun kann, ist euch zu beschreiben was ich gesehen habe: Die Flugaktivität bei ca. 15 Grad und Sonne, allerdings mit Wind war ziemlich gering, vielleicht 10-20 Bienen pro Minute, grob geschätzt. Auf keinen Fall aber großes Getummel. Von oben hatte ich dann mal ein Brett abgenommen (die Beute ist von oben nur durch Bretter, nicht durch einen Deckel abgeschlossen), allerdings nur sehr kurz. Was ich meine gesehen zu haben war allerdings nur eine vertrocknete Wabe, wie sie in vielen anderen Beuten auch hingen. Dann kamen schon ein paar Bienen raus und ich hab mich beeilt, das Brett wieder einzusetzen. Vor dem Flugloch liegen auch einige Krümel von alten, trockenen Waben, habe allerdings keine Biene gesehen die da wirklich was rausgeschafft hat. Auf mich wirkten die alle ehrlich gesagt alle etwas ziellos. Aber vielleicht haben sie ja seit dem ominösen Jahr 2010 oder noch länger durchgehalten...


    Das dürfte meine örtliche Situation ganz gut wiedergeben, ich freu mich über euren grundsätzlichen "Senf", würd allerdings auch gern ein paar Fragen stellen:


    1) Wie ist mit Material aus dem Bienenhaus zu verfahren? Es gibt viele alte Waben, Rähmchen, Zeitungen als Abdecklage für die Beuten etc. pp. Reicht es, solches Material in den Restmüll zu schmeißen?
    2) Die Beuten sind zwar teils nicht mehr so ganz top, ich würde sie aber trotzdem gerne benutzen, da ich zu Beginn so oder so nur die besten nehmen werde, da ich ja nicht gleich 20 Völker aufstellen möchte. Wie geht man am besten vor bzw ist eine Desinfektion sinnvoll? Zwar kommt man an die meisten Stellen gut hin, bei der oben beschriebenen Futterschublade in der Seitenwand wirds aber schwer. Reicht da das ordentlich reinhalten mit dem Bunsenbrenner? Müssen alle Beuten dann desinfiziert werden, auch die später leerstehenden bzw. sind diese zu entfernen?
    3) Gibt es noch etwas, was ich unbedingt bei der Reinigung von Beuten und Bienenhaus wissen sollte? Eventuelle Seuchenquellen etc.?
    4) Was mache ich mit dem verbliebenen Volk? Ist die beschriebene Flugaktivität bei aktueller Witterung normal oder stimmt meine Einschätzung, dass es sich wohl um ein schwaches Volk handelt?


    Was ich halt auf keinen Fall möchte, ist, dass ich mir ein paar Völker zulege die dann an irgendwelchen Krankheiten aus dem Bienenhaus eingehen. Ich möchte auch noch anmerken, dass ich durchaus demnächst vorhabe, mit einem erfahrenen Imker die Situation zu begutachten, vielleicht kann der dann auch mal in das Volk reinschauen. Nicht, dass es so rüberkommt, dass ich als absoluter Bienennoob das alleine durchziehen wöllte.


    Ich freue mich auf alle Meinungen vom Niederreissen, abfackeln und einstampfen des Hauses samt Inhalt bis zum unter Naturschutz stellen, wegen besonders selten vorkommender Pathogene ;)


    Viele Grüße,
    Benjamin

    Hallo und erstmal vielen vielen Dank an alle die geantwortet haben.
    Die Beuten sehen der Nenninger Trogbeute T120 sehr ähnlich, nur "in alt", zB haben sie keine regulierbare Flugöffnung so wie ich das gesehen hab, sondern die ist auf ca. 10cm fix. Sowas kann man ja aber relativ leicht modifizieren. Wie schauts eigentlich mit dem Kontrollboden aus, das wär schon sehr zu empfehlen nehme ich an, ich glaube die Beuten hatten sowas nicht. Aber ich muss sie mir wohl einfach nochmal genau anschauen und ein paar Fotos schießen.


    Vogtländer: Wieso die Rähmchen neu, weil sie brüchig werden oder was hat es mit Freudenstein-Rähmchen auf sich?

    Abgesehen davon, dass ich eh mit dem Gedanken gespielt habe, mir Magazinbeuten zu basteln, könnte man die Beuten nicht theoretisch abflammen? Bis auf ein paar wilde Völker war ja nicht viel los in dem Bienenhaus, ungefähr die letzten 10 Jahre. Demnach müsste man ja alle Beuten früher oder später abfackeln. Muss man die Beuten wirklich vernichten, vielleicht weiss auch noch jemand den passenden Name dazu?

    Hallo, ich bin ganz neu hier und freue mich auf hoffentlich viele Tipps und Austausch hier im Forum.


    Im kommenden Jahr würde ich gerne mit der Imkerei starten, ein Freund hat ein größeres Grundstück mit einem Bienenhaus darauf, das wohl in den 60er Jahren von seinem Opa gebaut wurde. In dem Haus sind sehr viele Utensilien bereits vorhanden, allerdings stand es einige Jahre leer und bedarf einiger Reperaturen...
    Im Bienenhaus sind außerdem auch schon über 20 Beuten enthalten, bei denen ich jedoch nicht weiß, wie man den Typ nennt. Ich versuche es erstmal mit einer Beschreibung, Bilder kann ich wahrscheinlich leider erst im neuen Jahr liefern, wenn benötigt, da es nicht direkt in meinem Wohnort ist.
    Beschreibung: Die Beuten bestehen aus einem größeren Brutraum und einem kleineren Honigraum. Der Honigraum kann aufgesetzt werden, dazu musste ich einen Deckel vom Brutraum und außerdem einige Holzbretter, die als zweite Lage darunter waren, entfernen. Der Honigraum ist eher eine Zarge ohne feste Decke, denn den abgenommenen Deckel des Brutraumes muss man zur Abdeckung des Honigraums darauf legen. Allerdings lassen sich sowohl Brutraum als auch Honigraum ebenfalls von hinten behandeln. Dazu öffnet man eine Klappe an der Hinterseite, wo dann eine Glasscheibe eingesetzt ist. Typisches Hinterbahndlungsprinzip eben, soweit ich weiß. Die Rähmchenmaße sind im Brutraum Deutsch-Normal, im Honigraum kleiner, hab jedoch vergessen hier Maße zu nehmen. Der Brutraum fasst ca. 15 Rähmchen, leider habe ich auch hier nicht gezählt. Anordnung im Querbau... Fazit: die Beuten lassen sich offenbar sowohl von oben als auch von hinten behandeln, und genau dazu konnte ich leider nichts finden...


    Deshalb hoffe ich, dass mir einer von euch helfen kann und weiß wie dieser Beutentyp heisst =)


    Einen schönen Samstag,
    Rugnuza