Beiträge von Hamburger-Jung

    Moin,

    danke für den interessanten Faden.

    Ich hatte lange hin-und-her überlegt, wie ich den Sieb-Engpass beim Schleudern entzerre.

    Die Möglichkeit, weitere Doppelsiebe zu besorgen, hatte ich nach rases Beitrag schnell aufgegeben.

    Vom Siebkübel hört man auch immer wieder unterschiedliches, auch wenn er recht gut funktionieren soll, wenn der Kübel per Doppelsieb einmal voll gemacht worden ist.

    Mit Ron hatte ich die Möglichkeiten auch schon recht breit durchgearbeitet und wenn Klärfass/Kärbehälter, dann würde ich etwas mehr ausgeben und einen beheizten nehmen.

    xxxx

    Moin,

    also um noch mal auf das Thema Kosten zurück zu kommen, geh da nicht zu unbedarft ran.

    Das ganze kostet (leider) am Anfang Geld (wie bei jedem Hobby).

    Honig oder was auch immer, was du dagegen rechnen könntest, wirst du erst nach dem 2. oder 3. Jahr effektiv haben. Der erste Honig (wenn denn im ersten/zweiten Jahr was geerntet wird), geht für dich persönlich drauf oder wird im Verwandten/Bekannten Kreis angepriesen;-))

    Ich hab mir damals die Mühe gemacht, und mir meine Hauptkostenträger notiert, auch weil ich meine (Rad-)Schleuder selber gebaut und jedes Jahr nochmal was an der Schleuder verbessert habe.

    In den ersten 4 bzw. 5 Jahren habe ich fast 6000€ in die Imkerei gesteckt (bei 6 Völkern), wobei da auch etwa 1500€ für die Schleuder und 600€ für meine Stockwaagen drin waren.

    Die ersten Völker (Kunstschwarm/Ableger) habe ich über meinen Imkerverein recht günstig bekommen, da solltest du als erstes nachfragen. Ansonsten sind zwischen 130-180€ für gute Völker mehr als i.O. Kleine Ableger, bei denen du nicht weißt, was aus denen wird, bekommst du bestimmt auch günstiger. Vertrau da aber bitte jemandem, der auch gute Völker abgibt, am besten bereits behandelte oder einen Kunstschwarm, und kauf nicht irgend so einen 1Waben Ableger, wo die Kö noch nicht mal zu finden ist. Wenn du Pech hast, setzt du da Geld in den Sand und Frust kommt auf, als nötig ist.

    Für die Beuten kannst du gut 150-200€ pro Volk ansetzten plus Wachs plus Rähmchen, etc. Selbst, wenn du die Beuten selber baust (was ich auch gemacht habe), wirst du nicht auf die Hälfte kommen.

    Also zum Start würde ich 300-400€ pro Volk ansetzten inkl. Material, auch wenn du auf viele Dinge (Schleuder, Entdeckelungsgeschirr, Eimer, Siebe, Varroamanagement, Wachsschmelzen, etc.) vom Verein zurück greifen kannst.

    Und für Kleinteile, die du brauchst, gibt man schnell noch mal den einen oder anderen Hunderter aus (Stockmeißel, Smoker, etc.) plus Beitrag für den Imkervein, inkl. DIB-Beitrag

    Nach oben, gerade was Technik angeht, gibt es keine Grenzen......

    Moin Maurice,

    nicht gleich kirre machen lassen. Der Ton hier ist manchmal etwas rauh, aber wer fragt und die Antworten dann auch annimmt, bekommt in diesem Forum richtig gutes Wissen vermittelt;-)

    Und bitte bedenke immer, dass viele der Fragen schon gestellt wurden und manch einer wenig Lust hat, die zum 27.Mal zu beantworten (was ich allerdings schade finde, da man immer noch mal was lernen kann, auch bei der 28. Frage;-) und dass es sich um eine Lebewesen handelt, für das man eine Verantwortung übernimmt (wie bei einem Hund, nur kommt die Bienen nicht schwanzwedelnd um die Ecke;-))

    Bevor du nach der richtigen Beute suchst, solltest du dir im klaren sein, ob du mit einem Brutraum oder mit 2 Bruträumen arbeiten willst.

    Wie auch schon erwähnt, halte ich persönlich ebenfalls einen Brutraum für einen Anfänger als hilfreicher, weil hier das Geschehen in einem Bienenstock sehr schnell überblickt und erfaßt werden kann. Zumindest einfacher als mit 2 Bruträumen (Bitte dazu keine Diskussion, ist meine Meinung).

    Bei einem Brutraum ist Dadant meiner Meinung eines der ausgereiftesten Systeme.

    Bei 2 Bruträumen gibt es ziemlich viele. Da kommt es tatsächlich drauf an, an wen du dich halten willst. Ich würde dir da zu DN raten, allerdings auch nur, weil ich mit Zander z.B. keine Erfahrung habe.

    Wenn du dir nicht sicher bist, on 1 oder 2 Bruträume, nimm DN, da hast du auf lange Sicht viele Möglichkeiten, da es DN auch in DN1,5 für einen Brutraum gibt (rein DN in einem BR zu führen, halte ich für einen Anfänger noch für zu schwierig) und es gibt bei DN auch Halb und Flachzargen (1/2DN und 3/4DM), mit denen man auch die Honigräume kleiner und damit leichter machen kann (sehr angelehnt an Dadant).

    Wozu ich dir nicht raten kann, ist Stabilbau zum Anfang (Klotzbeuten, Bienenkiste, etc.). Das läuft 1-2 Jahre recht gut, man bekommt aber wenig Einblick über den Zustand des Volkes und spätestens wenn es um die Wabenhygiene geht, wird es schwierig.

    Moin,

    wenn ich mir die Videos anschaue, weiß ich nicht, ob ich mir das ganze antun würde, um das letzte Gramm Wachs aus den Waben raus zu bekommen, vor allem das mit dem Auskochen.

    Bei mir gehen die Rähmchen direkt in den Dampf-Wachsschmelzer.

    Ich benutze einen Edelstahltrichter mit einer Box on Top für die Rähmchen, wo der heiße Dampf reingeht und eine Box, in die der Trichter reinragt und wo der Eimer für das Wachs-Wasser Gemisch drin steht. Ich nutze einen einfachen Tapetenablöser für den Dampf.

    Alles keine Raketentechnik. Alles geschlossen.

    Ich habe Grobsiebe (Lochbleche) im Trichter, die den Trester auffangen.

    Ich könnte auch noch ein Feinsieb/Damenstrumpf unter den Trichter hängen, fand ich bisher aber zu aufwendig.

    Das Wachs lasse ich nach dem Schmelzen ca. 24h stehen. So setzt sich der ganze Schmodder unter dem Wachs als dünne Schicht ab, den man ohne Probleme abkratzen kann.

    Fertig ist das "Blockwachs" (je nach Menge und Zustand der Waben).

    Das Wachs ist so schon fertig zum Umarbeiten. Zumindest gab es da bisher keine Probleme mit irgendwelchen Umarbeitern.

    Diesen Vorgang kann man beliebig oft mit den Wachsblöcken wiederholen, um das Wachs noch weiter zu klären. Jedes Mal bleibt etwas Schmodder unter dem Wachsblock hängen.

    Aus bebrüteten Waben bekommst du weniger raus als aus Deckelwachs oder Honigraumwaben.

    Als Highend sehe ich solche Systeme, wo man den Trester noch mal im heißen Zustand auspressen kann. Könnte ich bei mir auch, aber der Aufwand ist es mir nicht wert (Box mit den Rähmchen oben abnehmen und Trester auspressen/runter drücken).

    Gefühlt bekomme ich jedes Jahr mehr Wachs raus als ich in die Völker reingebe. Daher mache ich mir den Aufwand auch nicht, mit dem heißen Wachs noch rumzupanschen.

    Moin,

    ich wollte damit einen BR in DN auch nicht verteufeln, sondern nur auf diesen einen Punkt bezüglich der Schwarmlust hinweisen.

    Ich kann total nachvollziehen, dass man nicht mehrere Wabenmaße haben möchte, allerdings hebe ich einen vollen HR nicht mehr in die 3.Etage, bzw. nur ungern, wenn eine Durchsicht erfolgt.

    Daher fand ich den Umstieg von DN auf DN1,5 mit halben DN Honigzargen sinnvoller. Und bei halben DN HR hab ich eh 2 Wabenmaße, egal ob DN oder DN1,5;-)

    Und bei DN1,5 bin ich halt flexibler.

    Zusätzlich hab ich dieses Jahr einige Kö's gehabt, die Leistungsstark sind und mir 7-8BW DN1,5 mit Brut voll gemacht haben. Ich will jetzt nicht sagen alle BW von Holz zu Holz, befürchte aber, mit Dn wäre es eng geworden.

    Aber ich kann schlecht von Betriebsweisen reden, die ich noch nicht selber probiert habe;-)

    Moin,

    der einzige Haken an der Nutzung von einem DN-Brutraum ist, wenn du eine wirklich gute Königin hast, braucht die mehr als nur eine Zarge im Brutraum, bzw. es braucht eine Menge Erfahrung und Fingerspitzengefühl, um ein Volk in einer DN-BR-Zarge zu führen, ohne dass das Volk schwärmt.

    Wer da nicht aufpasst, z.b. verhonigen des Brutraums, hat keine Möglichkeit mehr, schnell und gut zu erweitern wie z.B. bei DN1,5, wo man kurzfristig mit einer Wabe erweitern kann.

    Moin,

    es ist aber ein Unterschied, ob ich dünn füttere und/oder noch Tracht habe oder ob ich bei den Völkern Futter oben dick reinkippe, bis sie nichts mehr abnehmen.

    Beim ersteren wird immer Platz für neue Brut bleiben. Die nehmen im Oktober nichts mehr ab, weil es denen zu kalt zum Abnehmen wird und sie sich in die Wintertraube zurück ziehen (das werden wir bei der Witterung teilweise auch jetzt schon haben).

    Aber wenn zu schnell zu viel zu dick eingefüttert wird, gibt es keinen Platz mehr für Brut, die jetzt noch benötigt wird. Das Volk nimmt langsam ab, es sterben die alten Bienen, es gibt zu wenig junge Bienen, die alles heizen können und dann ist irgendwann Feierabend.

    Ich würde für mich und für meine Region und mein Beutensystem ein Zielgewicht definieren und versuchen, dieses durch sinnvolles Füttern zu erreichen.

    Wenn dann noch Greening hinzu kommt, hab ich eher etwas zu viel, aber definitiv genug, dass die Bienen über den Winter kommen. Es wird aber eher selten richtig Trachtflug herrschen.

    Dieses Zielgewicht über mehrere Jahre überprüfen, ob es eher zu wenig oder zu viel Futter war (ist immer Greening im Flugbereich oder nur teilweise?) und dann entsprechend anpassen.

    Wenn du die Varroa dann auch nicht im Griff hast und die Bienen auch nicht gegen an brüten können, dann ist das Volk Geschichte.

    20% Ausfallrate finde ich ebenfalls nicht herausragend. 0% wären toll, aber bei allem, was über 5-10% hinausgeht, muss man ergründen, was da schief gelaufen ist (Varroa? Andere Krankheit? Schlecht begattete Königin oder Kö am Ende? Zu viel Futter? Zu wenig Futter? Zu schwach eingewintert? Räuberei, auch durch z.B. Wespen? etc.).

    Bei einem sind wir uns einig: Für den Winter einfüttern sollte bis Ende September durch sein!

    Ach ja: Und die Winterbienen werden nicht im Winter erbrütet!

    Moin,

    wenn Kiel jetzt zu mir um die Ecke wäre und/oder ich nicht demnächst noch im Urlaub gehe, wäre ich vorbei gekommen.

    Aber das bekommst du bestimmt auch alleine hin;-))

    Man wächst mit seinen Aufgaben.

    Und ich kann dir sagen, dass mir am Anfang mein Aggro-Volk auch die Laune an den Bienen fast verdorben hat. Immer dieses "Mist, jetzt muss ich noch an diese ollen Zicken ran", nachdem ich bei 5 Völkern total entspannt war.

    Mittlerweile würde ich auch an solchen Völker anders rangehen, aber wohl wäre mir dennoch nicht, wenn man es anders gewohnt ist. Also alles ganz normal.

    Konzentrier dich auf das, was in der Kiste passiert und nicht auf das, was drumherum abgeht.

    Bei 4 Zargen (2+2) würde ich mich vor allem auf die Brutwaben konzentrieren.

    Futter kannst du ja aufheben und später ggf. zuhängen, wenn das Gewicht eines Volkes zu niedrig erscheint.

    Moin,

    das wichtigste ist, sich nicht kirre machen zu lassen.

    In der Ruhe liegt die Kraft!

    Wenn du immer noch zu viel Bienenmasse hast und die Kö nicht findest, Rat von Rudi befolgen und Volk durch ASG sieben, dann sollte die Kö oben auf dem ASG zu finden sein.

    Nochmal in Kürze:

    Zarge vorbereiten und am besten Brutwaben und/oder Futterwaben reinhängen, damit die Bienen nach unten gezogen werden.

    ggf. Leerzarge oben drauf (am besten Halb oder Flachzarge, damit der Weg zu den Waben in der unteren Zarge nicht zu lang ist), damit man den oberen Turm einfacher wegstellen kann, ohne das ASG zu bewegen (falls die Kö irgendwo an der Seite sitzt, ich gehe mal von Segeberger aus).

    ASG (Absperrgitter) oben drauf, Leerzarge oben drauf, Waben ziehen und in die obere Leerzarge schütteln.

    Wenn du etwa 1/3-2/3 der Bienen von einer Wabe geschüttelt hast, kannst du dir die Wabe auch schon einmal anschauen, ggf. ist sie nicht gleich mit abgeschüttelt worden und du findest die bereits dort.


    Sind deine neuen Kö's gezeichnet? Wenn nicht, zeichne sie, am besten im Frühjahr!

    Das geht auch Freihand mit einem Posca-Stift, wenn die Kö auf der Wabe sitzt. Einfach mit dem Posca Stift einen Punkt auf den Rücken der Kö machen, falls der Punkt noch nicht groß genug ist, wiederholen;-)