Beiträge von Hamburger-Jung

    Es gibt aber auch solche und solche Imkervereine.

    Bei meinem jetzigen Verein gibt es in großen und kleinen Gruppen rege Diskussionen über verschiedene Bereiche der Imkerei.

    Allerdings fällt es auch hier schwer, einen Paten für jeden Neueinsteiger zu finden. Aber was machbar ist, wird auch machbar gemacht.

    Dann gibt es die Imkervereine, die sich weder um Nachwuchs für den Verein, noch um Jungimker kümmern. Da kommt man zur Imkerversammlung und die alten Hasen (Ü60) sitzen da über ihrem Bier und stöhnen über niedrige Honigerträge, stechfreudige Völker, Königinnenverluste (die AS war aber nicht Schuld) und alles mögliche andere, ohne das eigene Wissen preis zu geben. Da möchte man am liebsten nach 10 Minuten wieder gehen.

    Zum Glück haben viele Vereine mittlerweile die Veränderungen bemerkt und tendieren eher zur ersteren Sorte.

    Moin Fabian,

    ich kann es dir so richtig nachempfinden, wie es in den Fingern kribbelt und man mit einem neuen Hobby loslegen möchte.

    Ging mir damals beim Start genauso.

    Ich kann dir nur raten, das alles nicht übers Knie zu brechen, weil man unbedingt anfangen will.

    Ein guter Pate und/oder Ansprechpartner ist wichtig, denn es kommt meist anders als man denkt und/oder plant. Jedes Jahr ist anders, jedes Volk verhält sich anders.

    Der erste Schritt mit dem Kurs ist sehr gut! Ich dachte damals, ich komm ohne aus, und bin schnell ins schleudern gekommen.

    Die Idee, ein Volk ab Juni, ist ganz sinnvoll. Dann hast du bis dahin Grundlagen erhalten und kannst die ersten Dinge an deinem Volk selber machen.

    Schau gerne zum Start ins Frühjahr bei einem Imkerkollegen vorbei bzw. ihm über die Schulter.

    Dann hast du auch schon mal ein Gefühl, was dich erwartet.

    ggf. kannst du da auch schon die Frage nach dem Magazin-Maß und ob einzargig oder zweizargig dein Volk geführt werden soll.

    Danach kannst du in Ruhe bis Juni deine Einkaufsliste zusammen stellen. (Beute, Rähmchen, Wachs).

    Es gibt in den meisten Shops Einsteigersets, bestehend aus Smoker, Bienenbesen und Stockmeissel. Manchmal auch Handschuhe und Jacke dazu.

    Ich kann dir auch nur raten, erst mal mit Stich-Schutz zu arbeiten. Die Stiche kommen trotzdem, gerade, wenn man sie nicht erwartet. Es gibt auch Völker, die erlauben kein arbeiten ohne Schutz, aber das wäre dann auch kein Volk, welches ich bei mir zuhause stehen haben möchte.

    Mir hilft es, wenn ich weiß, dass ich erst einmal nicht gestochen werden kann, zumindest nicht im Gesicht, dann arbeite ich ruhiger. Alles andere gibt sich nach und nach. Thema Vertrauen zu seinen Bienen.

    Meine Völker stehen bei mir im Garten. Ich hab aber auch tolle Nachbarn, die mit Spannung zusehen, wenn ich einen abgegangenen Schwarm bei denen aus dem Baum pflücke. Da würde ich zumindest mal mit den Nachbarn sprechen (hab ich übrigens nicht gemacht :-/ ging zum Glück gut).

    Wie schon geschrieben, würde ich mit 2-3 Völkern starten, da kann man etwas ausgleichen, falls mal was passiert (Kö weg,etc.) Theoretisch kannst du jedes Jahr die Völkerzahl verdoppeln, wenn du willst, bzw. nicht aufpasst (abgegangener Schwarm;-)) Langsam an den Aufgaben wachsen.

    Theoretisch brauchst du pro Volk pro Woche 0,25-1h je nach Fitnessstand mit den Bienen.

    Da in den Wintermonaten nicht am Volk gearbeitet wird, kann man gut mit Honigernte, Vor- und Nachbereitung 1h pro Volk pro Woche ansetzen, plus-minus. Die erfahrenen Imker, eher weniger, als Neuling, vielleicht mehr. Das pendelt sich irgendwann ein.

    Bei Rasen finden die Bienen übrigens gar nichts zum sammeln;-))) Will sagen, dass es Pflanzen gibt, die nicht blühen bzw. bei denen es nichts zu holen gibt (zumindest für die Biene). Auch ein Pflaumenbaum kann nicht von März bis Oktober für genügend Futter sorgen. Aber der Radius der Biene ist zum einen enorm (3-5km Radius), zum anderen wirst du immer eine Pflanze in deinem Umfeld haben, die gerade blüht. Seid ich Bienen habe, hat sich meine Sichtweise auf die Natur, vor allem auf alles was blüht, deutlich verändert.

    https://www.die-honigmacher.de/kurs2/index.html

    Schau da mal rein für Infos.

    Viel Spaß bei deinem angehenden Hobby!

    Aber wehe du saust mit Honig, Futter oder Wachs auf der Terrasse rum oder läßt deine leeren bzw. geschleuderten Honigwaben auf der Terrasse stehen, dann hast du mehr Bienen auf der Terrasse als die lieb ist.

    Du die wirst du auch nicht so schnell los.

    Also immer schon sauber arbeiten und keine Sauerei hinterlassen.....sag dir einer, dem es auch immer mal wieder passiert mit den entsprechenden Konsequenzen (zum Glück meist irgendwo im Garten und weniger auf der Terrasse;-))

    Moin Axel,

    hattest du Flugbetrieb?

    Kann es sein, dass die was eingesammelt haben?

    Ich hab unter meinen Völkern Waagen und kann keine Gewichtszunahme erkennen.

    Allerdings stehen meine Völker auch unterm Dach. Da hat direkte Feuchtigkeit keinen Einfluß, lediglich was in der Luft hängt, aber auch das ist bei unserem Nasskaltem Wetter eher höher.

    Ein wenig OT:
    Ich hatte mich mal gewundert, dass ich zwischenzeitlich sprunghafte Anstiege in meinen Gewichten bei einigen Völkern hatte. Eine Fehlerquelle war mein System, dass ich dann verbessert habe. Eine andere Fehlerquelle war mein Kater, der die Beuten als Aussichtsplattform auserkoren hatte. Eine Überprüfung des Gewichtes von dem Kater ergab: Die Stockwaage hat auf 20g genau gemessen;-))

    Ich nehm immer noch meinen alten Märklin-H0-Eisenbahntrafo;-)))

    Aber danke für die ganzen Hinweise.

    Falls der mal seinen Geist aufgibt (oder ich meine Völkerzahl noch mal deutlich vergrößern will), weiß ich, wonach ich suchen muss.

    Ob's gleich einer zum programmieren sein muss;-)))


    Oh, ich sehe gerade, dass KKmoon DC Schaltnetzteil gibt es in der 0-30V / 0-5A Variante auch schon für knapp 60€

    Moin,

    und ja, doch, auch wir in HH kennen die richtig kalten Temperaturen, allerdings war das letzte Mal die Alster 2012 so zugefroren, dass es offiziell mit Buden zum Alstervergnügen freigegeben wurde.

    -20°C machen mich aber nicht bange, das können die Bienen ab, bzw. müssen sie abkönnen.

    Viel schlimmer fand ich den Kälteknick vom letzten Jahr, als wir im Januar und Februar schon mehrere Tage 2-stellige Plusgrade hatten, zu denen die Bienen schon geflogen und gut in Brut gegangen sind, gefolgt von 2-stelligen Minusgraden. Ende Februar sind meine Völker deswegen auch noch mal komplett aus der Brut gegangen. Zum Glück haben sie das bis zur Rapsblüte wieder aufholen können, zumindest relativ gut.

    Mach nicht den Fehler, deine Völker einzupacken, das animiert sie eher aktiv zu sein, läßt sie Brut anlegen, obwohl die Außentemperatur nicht paßt, und erhöht durch beides den Futterverbrauch.

    Solange es nicht zieht, sind offene Böden im Winter gut und als positiv für den Bien anzusehen, da sie eng in der Bienentraube sitzen.

    Ich glaube, es geht auch nicht um die Edellarven, das hält rase und zumindest auch ich für sinnvoll.

    Es geht um Standbegattung zuhause oder halt Belegstelle. Hier hat rase nur angemerkt, dass Rommerskirchen wie Standbegattung ist/sein könnte.

    Aber wie auch schon geschrieben, alleine wegen Infos und den Kontakten keine verkehrte Anlaufstelle.

    Moin Axel,

    hast du noch Reste vom Ausschmelzen an deinen Drähten dran?

    Bei mir ist es manchmal der Fall, obwohl ich vorher alles abpople, was geht.

    Dennoch gibt es manchmal Reste, die halt auch erst einmal aufgeschmolzen werden müssen, bevor der Draht in die MW einsinken kann. Dadurch wird es bei mir manchmal auch nicht gleichmäßig.

    Genauso, wenn der Draht nicht ordentlich gespannt ist oder die MW wellig, also nicht gleichmäßig aufliegt.

    Guter Denkansatz.

    Allerdings wird es schwierig sein herauszufinden, woran ein Volk tatsächlich im Frühjahr eingegangen oder wie du schreibst, nicht aus dem Kreuz gekommen ist.

    Da spielen viele Faktoren wie Einwinterungsstärke, Vitalität des Volkes und der Kö, Bruteinschlag, Futtersituation und Klimabedingungen am Stand eine Rolle.

    Ich bin mir aber ziemlich sicher, mindestens so ein Volk schon gehabt zu haben, welches eigentlich gut eingewintert wurde, ordentlich Futter hatte (zumindest keine Not) und trotzdem im Frühjahr nicht aus dem Quark kam. Hab ich natürlich in erster Linie auf die Kö geschoben und weniger auf die Varroa.

    Wofür möchtest du die Königinnen denn einsetzen?

    Willst du die verkaufen, dann eher Belegstelle.

    Willst du die Kö's rein für dich, dann würde ich Standbegatten lassen.

    Wie schon geschrieben, gibt es bis zu dem Punkt der Begattung auch schon eine Menge Punkte, auf die man bei der Kö-Zucht achten muss.

    Frage ist halt auch, wie hoch der Aufwand für die Belegstelle ist, z.B. Landbelegstelle oder Inselbelegstelle, welche Einheiten, Transport, etc.

    Meine ersten Kö's hab ich übrigens auch über eine Landbelegstelle begatten lassen, war damals auch Teil des Kurses;-)

    Zeitlich finde ich passt das doch soweit ganz gut:

    08.06. umlarven, ca. 20.06. Schlupf, in Begattungseinheiten bringen, 22.06. zum Transport, 24.06. effektiv zur Belegstelle.

    Einen Konsens wird es (leider) nicht geben.

    Dazu gibt es zu viele Betriebssysteme und unterschiedliche Gebiete (wenn wir jetzt mal nur vom Deutschsprachigem Raum ausgehen).

    Das fängt bei Einzargig und Zweizargiger Führung an, dann kommen da Sonderformen wie Körbe, Klotzbeuten, HBB, Bienenkiste, etc. hinzu.

    Aber selbst wenn wir bei den Magazinen bleiben, geht weiter mit Material (Holz oder Styropor).

    Welcher Boden? Offen? Geschlossen? Hochboden? Mit oder ohne Bausperre?

    Selbst wenn wir mal beim Einzargigen Führen bleiben: Dadant, DN1,5 oder Zadant?

    Welche HR Größe? Bei Dadant soweit klar, bei DN1,5 gibt es Halbzargen, Flachzargen, Ganzzargen.

    Das alles hat einen Einfluß auf den Bien, irgendwie! Aber alles funktioniert!

    Und jeder kommt mit seiner eigenen Betriebsweise klar. Oder halt nicht und müßte eigentlich umsteigen. Macht man aber nicht, denn es kostet und man muss auch über seinen Schatten springen, dass man was "nicht richtig" oder "nicht so gut" gemacht hat.

    Solange es aber Flächendeckend kein Einheitlichiches Maß gibt, wird man immer irgendwie Äpfel mit Birnen vergleichen, oder meinetwegen Cox Orange mit Gala, usw.

    Zudem hat das Wetter und die Geographische Lage einen Einfluß. Bei +7°C (nagut, heute sind es mal 0°C) weiß ich Moment nicht, von welchen Schneechaos hier gesprochen wird (Bayern, Österreich). Es gibt derzeit keinen "Winter" in Hamburg!

    Aber es gibt genügend Betriebsweisen, die funktionieren, von denen es auch Bücher gibt, die man aber auch so umsetzen sollte (Siehe Bücher von Hans Beer, Werner Gerdes, etc.). Sie zeigen ihre positiven Möglichkeiten mit ihrer Betriebsweise auf.

    Ich kann aber schlecht eine Betriebsweise, die auf Einzargig aufbaut (z.B. Werner Gerdes) auf andere Betriebsweisen übertragen, z.B. 2-Zargig, oder zumindest nur schwer oder mit mindestens dem gleichen Wissen wie der Herausgeber.

    Wir hatten letztes Jahr einen Vortrag von Werner von der Ohe, der eine Betriebsweise mit Varroa-Konzept vorgestellt hat (Segeberger 2-Zargig?), das in Zusammenarbeit mit der Aumeier und ich glaube auch Liebig erstellt wurde.

    Soweit ich mich erinnere wurde in 3 Gruppen mit jeweils 20 Imkern gearbeitet, ca. 40:60 Frauen Männer Anteil.

    Das Konzept war recht restriktiv und hatte sowohl Vermehrung und Teilung der Völker inkl. AS im Portfolio. Ich hatte gehofft, dass wir den Vortrag als Verein bekommen haben. Zumindest hab ich ihn nicht gefunden.

    Das Konzept war sehr erfolgreich, soweit ich mich erinnern konnte. Die Frauen haben dabei besser abgeschnitten als die Männer. Laut v.d.Ohe, weil sie sich strenger an die Vorgaben gehalten haben.

    Vielleicht hat jemand den Vortrag und kann den hier teilen.