Beiträge von Hamburger-Jung

    Moin!

    Traurig, traurig, wenn man die Fakten so langsam alle zusammen hat. Mir tut es für dem Imker leid und um die Völker, die getötet werden sollen. Und ich weiß, wovon ich spreche: Mein Kollege, der seine 40 Völker sanieren sollte, war kurz vor dem Zusammenbruch.

    Ich imkere in SH am Rande von HH, bekomme also von beiden "Seiten" zum Thema AFB einiges mit.

    Mit unserem AmtsVet in SH/Stormarn stehe ich in regem Kontakt, lasse meine Völker auch auf Grund von Nachzucht, Verschickung auf Belegstelle, etc. regelmäßig beproben. Bisher *toitoitoi* ohne positiven Befund. Und das, obwohl ich seid letztem Jahr selber in einem AFB-Bezirk stehe.

    Da der Bezirk bei uns (wie wahrscheinlich bei allen anderen auch) mit dem Zirkel um den AFB-Fund gezogen wird, bin ich derzeit ca. 100m drin im Bezirk. Meine Kollegen im Ort, die etwas weiter östlich ihre Stände haben, sind 200m draußen. Ist halt so, auch wenn ärgerlich.

    Zum Glück bin ich bisher von einer positiven Beprobung und einer ev. Sanierung/Tötung verschont geblieben. Unser AFB-Bezirk sollte bis Ende des Jahres aufgehoben werden, bisher fehlt die Rückmeldung dazu. Aber auch hier kann ich über die Thematik mit meinem AmtsVet ganz offen reden. Sein Kollege, der die Proben mit mir genommen hat, hat selber Bienen und meiner Meinung auch einen entsprechenden Sachverstand. Trotzdem hat er die Völker nicht angefaßt, sondern mich machen lassen (sind ja nicht seine Völker).

    Hamburg geht da anders vor. Zum einen scheinen die dort erst so langsam Erfahrung aufzubauen, zum anderen, weil die Dichte auch in HH sehr hoch ist. Jedes Jahr zur Lindenblüte wandern 1000 Völker in die Stadt. Wer da die Übersicht behält.....

    Leider sind die AmtsVet in HH nicht vom Fach (was hier auch schon mal angesprochen wurde), sondern haben mehr mit Rindern, Schafen, Geflügel und anderem Großviehzeug zutun (und auch nur damit Erfahrung).

    Mein Kollege hatte vor 3-4 Jahren das Pech, bei der Überprüfung seiner Völker einen Stand im HH mit positiver AFB-Beprobung zu haben. Leider mußte er nicht nur die Völker, die weder Klinisch und teilweise auch noch nicht mal positiv getestet waren, sanieren, sondern wurde vom VetAmt und Landesverband auch noch als Bumann hingestellt. Dabei ist er nur seiner Pflicht nachgekommen, seine Stände (für seine Zucht) zu beproben und das Ergebnis anzuzeigen.

    Hier fängt dann leider meiner Meinung auch wieder das Unvermögen/Unwissenheit gewisser Stellen an, die von Insekten keine Ahnung haben, aber eine Aufgabe gestellt bekommen (AFB-Bezirk aufbauen). Es wird schnell ein Schuldiger ausgemacht, in diesem Fall mein Kollege, der einfach nur Pech hatte, seine Völker am falschen Ort zu haben und als erster den Befund anzuzeigen.

    Trotz der Sanierung des kompletten Standes und auch aller anderen Völker im Besitzt meines Kollegen, blieb der AFB-Bezirk 3 Jahre bestehen. Woher? Zu 100% ist man sich nicht sicher, aber es gibt da wohl einen Wanderimker, der fröhlich die Völker verschiebt.

    Unterm Strich kommt es vor allem auf die Kompetenz der entsprechenden Dienststelle an und auf den Umgang mit dieser. Wir haben mit unserem Imkerverein in HH lange gebraucht, um den AmtVets einen guten Umgang zu finden. Leider erst nach der Sanierung meines Kollegen.

    Leider gibt es scheinbar keine klare Linie, wie man mit AFB umgehen soll. So zumindest mein Eindruck, wenn ich den Vergleich HH und SH sehe, wobei auch hier im Nachbarkreis ein AmtVet rumläuft, der auch schon bei Befund 1 eine komplette Sanierung möchte (meiner Meinung aus Angst und Unwissenheit). Meine Kollegen wandern deswegen auch nicht mehr in diesen Kreis rein, weil es immer wieder Probleme gegeben hat.

    Hamburg versucht auf alle Fälle für die kommenden Jahre ein Monitoring einzurichten. Zumindest soll in 2019 die Beprobung für Völker, die in HH stehen, umsonst sein. Um halt auch Kollegen, denen die Beprobung zu teuer ist, einzufangen.

    Einige Kollegen aus dem Imkerverein sehen das kritisch. Ich sehe es positiv, weil wir nur so sicher sein können, wo es wirklich Probleme gibt.

    Imker, die ihr Völker schwarz irgendwo aufstellen, deren Gesundheitszustand zumindest fraglich ist, wird es immer geben.

    Honigkopf : Wann Schleuderst du ab? Ich mach das immer Ende Juli, Anfang August, dann ist bei mir die Tracht durch. Somit habe ich noch gut Zeit, um gegen Varroa zu behandeln und Aufzufüttern.

    Solange du nach der Honigernte die Bienen dünn fütterst, dürfte es eigentlich keine Probleme geben und die Bienen sollten die Waben bzw. MW zum Ende der Fütterung auch ausgebaut haben.

    Wenn die Bienen auf einem Schlag viel Futter bekommen, dann lagern sie das Futter ein und bauen eher ungerne.

    Hallo Honigkopf!

    Willkommen im Forum! (Toll wäre eine kurze Vorstellung und Ausfüllung des Profils;-)

    -> dann hätte ich mir ggf. auch den ganzen Text gespart, wenn du deine 40 Völker vorher erwähnt hättest, aber nun gut, jetzt steht der Text.....

    Ich gebe dir in gewisser Weise Recht: Mit Großraumwaben (Dadant, Zadant, DN1,5, etc) die Wabenhygiene ordentlich hinzubekommen ist mir am Anfang auch recht schwer gefallen.

    Vor allem neigt man im Herbst dazu, den BR durch die Einfütterung nach hinten mit neuen Waben zu füllen, welche im Frühjahr meist auch wieder entnommen werden da sie nicht zum Brutnest gehören (wer mit Schied richtig arbeitet, sollte im Frühjahr seine Wabenanzahl auf das Volk abstimmen, damit sich das Volk besser entwickelt).

    Gerdes versucht, wenn frischen Waben ab dem Frühjahr hinzukommen, die frischen/neuen Waben an zweiter Stelle zum Flugloch (bei Warmbau) bzw. zur Seitenwand (bei Kaltbau) zu stecken, um so nach und nach die alten Waben nach hinten zu schieben, damit man spätestens im nächsten Frühjahr die alten Waben rausbekommt.

    Klappt bei mir nicht immer (vielleicht bin ich da auch nicht konsequent genug, vor allem, wenn ich ein Volk mal schröpfe).

    Melanie berichtet in ihrem Buch über Großraumbeuten, dass sie zum Winter hin nicht hinten sondern nach vorne erweitert, sprich, das Futter vorne gelagert wird, das Brutnest nach hinten rutscht und sich die Bienen über den Zehrweg dem Futter hinterher über den Winter langsam nach vorne arbeiten. Klappt auch recht gut, allerdings auch nicht immer so zwingend. Mir ist bei der Vorgehensweise immer ein wenig mulmig, weil das Volk somit die Vorräte vorne hat, wo alle schneller rankommen (zumindest beim Warmbau).

    Die Methode, die swissmix anspricht, ist wahrscheinlich die einfachste, allerdings auch die Material-aufwändigste: Komplette Brutentnahme direkt nach dem letzten Schleudern (bzw. zum Schleudern hin), Volk mit komplett neuen MW bestücken (Leerwaben wären toll), dünn füttern, gegen Varroa im Brutfreien Zustand behandeln und langsam bis zum Winter hin auffüttern. Fertig!

    Alle Brutwaben in einem Brutsammler zusammen stellen, entweder mit neuer Kö oder ein Volk zum Brutsammler machen (ggf. auch komplett ohne Kö und Brut nur auslaufen lassen). Das Brutsammler-Volk nimmt auch gleich die ganzen Varroen der anderen Völker bei sich auf (hier besonders gut die Varroa-Behandlung durchführen). Gibt auch Anleitungen, wie man solche Völker mit Fangwaben quasi ohne Behandlung Milbenfrei bekommt, ist aber für Fortgeschrittene würde ich sagen;-)

    Das Volk nach Auslaufen der Brut über ASG auch komplett auf frische Waben setzen, und schon hat man auf einem Stand komplett die Waben getauscht.

    Ich hoffe, die Kurzanleitung war jetzt nicht zu kurz, sonst die Suche nach TBE bemühen;-)

    Viel Spaß mit den Bienen!

    Hm, interessantes Thema, Susanna, dass du da aufgezeigt hast.

    Wenn du ein Volk auf DN führst und über ASG dann den ersten HR als 1/2DN gibst und diesen nicht mehr anfasst, bist du ja quasi bei DN1,5. Allerdings mit einer ständig vollen DN-Brut-Zarge. Brutnest wahrscheinlich schön kugelig über die gesamte Zarge verteilt.

    Bei DN1,5 mit Schied setze ich bei der Weidenblüte den ersten HR auch über ASG als 1/2DN, laufe ab dann quasi in der Größe der Betriebsweise DN mit 2 Brutzargen. Diese Zarge fasse ich ebenfalls nicht an!

    Allerdings hab ich hier immer noch mal die Möglichkeit, den BR an die Volksgröße anzupassen (besonders empfehlenswert im Frühjahr, wenn das Volk noch klein ist).

    Hier kann ich dann auch einen Gutteil der Wabenhygiene durchführen, wenn nicht durch TBE bereits geschehen.

    Was mich an der DN1,5 Betriebsweise stört, ist dass mit Gefühl zu erweiternde Brutnest ab dem Frühjahr. Nicht zu groß, aber auch nicht zu klein. Und ewig diese Pollenbretter am erster Stelle.

    Den Vorteil, den du bei Einzargiger Führung mit DN hast, nur ein Wabenmaß zu verwenden, nutzt du gar nicht aus, sondern benutzt wiederum HR in 1/2DN.

    Allerdings kann ich das total verstehen, die vollen DN HR wuchte ich auch ungern 1x die Woche zur Seite.

    Moin!

    Schön, wie unterschiedlich die einzelnen Imkerkollegen die Bienen über das Jahr führen.

    Hier möchte ich auch noch mal darauf hinweisen, dass jeder seine eigene Methode finden muss.

    Es gibt keinen goldenen Weg, wie man mit möglichst wenig Aufwand große Völker erzeugt, Massen an Honig erntet und die Völker über Jahre gesund erhält.

    Die Idee von Kruppi finde ich grundsätzlich toll, käme für mich aber nicht in Frage, da ich nicht jedes Wochenende Zeit finden würde, um genau die Kontrollen, die er macht, durchzuführen, und immer wieder Honig zu entnehmen, was ich grundsätzlich für sinnvoll halte, um den Schwarmtrieb zu dämmen. Ist halt nur nicht immer machbar. Ich dagegen gebe regelmäßig HR, und zwar zeitnah (es gibt kein zu früh aufsetzen von HR, nur ein zu spät;-)). Dabei werden die ersten beiden Halbzargen aufgesetzt, die weiteren untergesetzt, wobei ich normalerweise die erste HZ als virtuellen Brutraum nicht mit hochsetze.

    Bei mir gibt es da eine oder andere Turbo-Volk, das würde nicht mit 6 Waben DN1,5 auskommen, also nur schwer auf einer Zarge DN zu führen sein. Hier sehe ich halt den Vorteil von DN1,5 oder anderen Großraumbeuten, dass man dann auch mal Luft nach oben (bzw. zur Seite) hat, um den Bienen noch mal was zutun zu geben (wenn sie nicht gerade den HR ausbauen;-))


    Gerade gestern hatten wir auch das Thema Pate beim Imker-Stammtisch: Die Anfänger werden zu wenig von den erfahrenen Imkern an die Hand genommen. Nu wer selber Erfahrung unter Anleitung sammelt, kann langfristig auch ohne Frust (Schwärme, Varroa-Druck, keine Kö, Beute leer, etc.) Bienen führen. Und hier meine ich wirklich führen und nicht halten.

    3 Jahre Betreuung, wie oben angegeben, ist schon fast das Minimum, eher 5 Jahre. Klar muss man auch irgendwann alleine Laufen, aber es ist immer gut jemanden in der Hinterhand zu haben, der ggf. auch mal auf die Völker schaut und ggf. korrigiert.


    Ich hab jetzt seid 6-7 Jahren Bienen und lerne jedes Jahr dazu, als Profi würde ich mich noch lange nicht bezeichnen, dafür ist und bleibt es Hobby.

    Wenn der BR nur halbvoll mit Waben ist, füllen die Bienen in erster Linie nur die Waben im Honigraum über den Waben im Brutraum, da sie ungern die Waben im Honigraum über dem leeren Bereich im Brutraum wechseln. Gehört ja quasi nicht mehr zum Stock dazu.

    Wenn du die Waben im HR um 90° gedreht zu den Waben im Brutraum aufsetzt, haben die Bienen die Möglichkeit über die Waben im Brutraum auf jede Wabe im Honigraum zu kommen. Diese Waben im Honigraum laufen sie auch bis zum Ende durch, die Honigwaben werden nahezu gleichmäßig gefüllt.

    Ich umgehe das Problem, indem ich den Honigraum (DN1,5 mit HR in DN und DN0,5) um 180° drehe, wenn ich feststelle, dass der HR einseitig befüllt ist.

    Moin Martin und Pinky!
    Das wichtigste am führen eines Volkes mit einem BR (Großraumbeute, z.B. DN1,5 oder Dadant), ist, dass der Raum an die Größe des Volkes angepasst wird!

    Viele, die von der Führung mit 2 BR (z.B. 2x DN) kommen und dieses nahezu 1:1 bei der Führung mit Großraumbeuten wieder umsetzen, erleben ein böses Erwachen.

    Ich persönlich finde, dass man gerade als Anfänger beim richtigen Führen eines Volkes in einer Großraumbeute (1 BR) viel lernen kann, da man (meiner Meinung) näher am Volk dran ist.

    Wie oben schon erwähnt, wird über das Jahr der Raum in der Beute an die Bedürfnisse des Volkes angepasst.

    Das fängt im Frühjahr an, bei Flugbetrieb, einengen auf die Brutwaben, Futterwaben nachhalten

    Zur Weidenblüte wird der erste HR (Halbzarge, z.B. DN0,5) über ASG aufgesetzt

    Ab dieser Zeit ist das Volumen der Beute erst so groß wie das bei der Völkerführung mit 2 BR!

    Danach wird je nach Bedarf (Größe des Volkes, Legeleistung der Kö, etc.) der Brutraum bis Mai erweitert (auf ca. 7-9Waben, je nach Volksgröße), HR kann wie bei 2 BR nach Bedarf erweitert werden.

    Keine Kippkontrolle, sondern gezieltes Sichten des Volkzustandes durch Ziehen der Waben.

    Dabei habe ich vieles gelernt, lerne aber weiter dazu und hört meiner Meinung auch nie auch;-)

    Moin!

    Erst einmal tut es mir leid für deine Völker. Egal wie es gekommen ist, vor dem Winer vor leeren Kisten zu stehen tut immer weh. Aber nach dem Winter vor leeren Kisten zu stehen, genauso.

    Abgerechnet wird im April/Mai, wobei eine vorsichtige Prognose zur Winterbehandlung (sehr unsicher, da man selten weiß, wie tief ein Volk sitzt) und im März zum ersten Bienenflug erfolgen kann.

    Die Varroa hat in diesem Fall den Völkern ggf. nur den Rest gegeben.

    Wie schon einige vohre angemerkt haben, ist das Volk zu häufig geteilt worden, die Völker waren zu schwach.

    Auch wenn die Bienen im Sommer immer gut in Brut waren und wir einen langen, warmen Sommer hatten, gab es durch das neue Teilen den Völker immer wieder Entwicklungsknicke.

    Wenn ich es richtig gelesen habe, hat sich jedes Volk eine eigene Kö gezogen -> Brutstop für mind. 3 Wochen, bevor es überhaupt wieder losgehen konnte mit Brut.

    Ich behaupte, dass die zu kleinen Völker schon eher zusammen gebrochen wären, wenn das Wetter wie letztes Jahr deutlich kühler ausgefallen wäre. Da hatten auch erfahrene Züchter so ihre Probleme, die entsprechende Temperatur im Volk zu erzeugen (zu klein für einen Sammelbrutableger, etc.)

    Bei zu häufiger Teilung gibt es zu wenig Bienenmasse je Volk, dass die Brut wärmen konnte. Vielleicht auch dadurch schlecht gezogene Kö's, die zwar noch in Eilage kamen, ber spätestens, als die Temperturen herunter gegangen sind, hat die Bienenmasse nicht mehr ausgereicht, die Brut und Kö zu wärmen.

    Volk wird immer kleiner und bricht irgendwann zusammen.

    Die Varroa trägt ihr übriges dazu bei und beschleunigt diesen Vorgang.

    Vielleicht wäre das Volk bzw. die Völker ohne Varroa auch noch in den Winter gegangen und vielleicht hätte das Volk bei einem milden Winter auch überlebt (ich denke, dasss ich in meinem ersten Imkerjahr Glück hatte, ein eher zu schwaches Volk, aber ohne Varroalast, ev. nicht ausreichend eingefüttert, aber extrem milder und kurzer Winter, hat es geschafft und sich dann prächtig entwickelt), aber wenn alles zusammen kommt, dann wären die Völker spätestens im Winter zusammen gebrochen.

    Ich denke, dass du hier auch genügend Info bekommen hast, damit das so schnell nicht wieder vorkommt.

    Ich wünsche dir auf alle Fälle alles gute für die kommende Saison!

    Wow!

    Wenn ich es nicht besser wüßte, würde ich das Bild auf Anfang des Jahres tippen.

    Aber wer weiß schon, wie der Raps, gerade bei der Wuchshöhe, im März/April aussieht, besonders, wenn es kalt wird, mit oder ohne Schnee.

    Geht er dann kaputt? Gerade weil er schon so groß ist?
    Oder macht es ihm die Kälte bei dem Wuchs nichts mehr aus?


    Der Schlag an der Ostsee, den ich Anfang des Jahres fotografiert habe und ziemlich räudig aussah, hat sich noch gemacht, zwar verspätet, sah aber gut aus..

    Einige Tage knackige Fröste (nicht Rauhreif), so zumindestens halte ich das. Drei Wochen nach diesen Frösten kann man davon ausgehen, dass die Bienenvölker brutfrei sind. Kleine Ausreißer wird es immer geben, aber die bestätigen die Regel und sollen niemanden daran hindern so zu verfahren!

    Moin,

    wenn ich auf einige Tage knackige Fröste warte, kann ich im Raum HH wahrscheinlich erst Richtung Februar behandeln;-)))

    Ne, in Ernst. Es ist für mich hier im Norden derzeit echt schwer, herauszufinden, wann und ob Brutfreiheit herrscht.

    Ich glaube nicht, dass wir hier dieses Jahr, also bis Weihnachten, noch so ein paar Tage knackige Fröste bekommen.

    Letztes Jahr hab ich erst Weihnachten behandelt. Da waren die alle schon wieder in Brut. Zu spät? 6 von 7 Völkern haben überlebt, das eine hatte einen Königinnenverlust zu verzeichnen.

    Dieses Jahr werde ich eher Nikolaus anpeilen.

    Rainer/beemax (Plön) spricht jetzt schon von Brutfreiheit. Mitte November ist mir gefühlt noch zu früh.....

    In Stuttgart und in Niederbayern kann das schon wieder ganz anders aussehen....

    Dennoch schaue ich derzeit nur durch die Folie, wie die Völker aussehen. Und Schwitzwasser sagt mir, dass die noch in Brut sind...

    Moin!

    Ich würde jetzt nichts mehr machen.

    Die Völker haben genug Futter, um zumindest einen Großteil des Winters zu überstehen.

    Wichtig wird es im Frühjahr das Gewicht der Völker im Auge zu behalten, um dann dagegen zu steuern, bzw. mit Futtesirup oder Futterteig nachzufüttern.

    Wenn der Winterverlauf wie in den letzten Jahren ist, wird es in den ersten drei Monaten des Jahres immer wieder Zeiten geben, wo man gut nachfüttern kann....

    Und klar, die verbrauchen Futter, jetzt, und auch die nächste Zeit weiter.

    Wäre eher komisch, wenn du aufgefüttert hast und dieses Gewicht am Ende des Winters immer noch vorhanden ist.

    Moin Axel!

    Es gibt noch keine Erfahrungen, wie oft zu oft ist. Bisherige Ergebnisse berichten von keiner Erhöhung der Sterblichkeitsrate der Bienen durch OX-Dampf. Insbesondere, da OX anders wirkt als AS.

    Im Sommer wird eine Blockbehandlung gemacht, engmaschig alle 3 Tage ein Brutzyklus lang -> 6x Bedampfen -> 15 Tage Block

    Das Ox hält sich etwa 2-3 Tage in der Beute, wahrscheinlich länger, ist aber alles noch nicht zu 100% belegt.

    Kann man auch 5x alle 4 Tage machen, ist aber nicht so engmaschig und Milben können sich vor der nächsten Bedampfung wieder in die belegten Brut-Zellen zurück ziehen, wo sie sicher sind, insbesondere, wenn in der Zeit die Zellen verdeckelt wurden.

    Habe im Herbst auch schon mal bei auffälligen Völkern bedampft und denke, sie damit auch gerettet zu haben. Ich habe auch schon bienenhilfe eingesetzt. Auch diese Völker haben den Winter überlebt.

    Im Winter sollte man nur 1x Bedampfen müssen, daher ist Brutfreiheit Pflicht. Im Winter will ich die Bienen nicht alle 3 Tage stören, weil ich im Sommer zu doof gewesen bin, die Völker rechtzeitig zu behandeln.

    "Ein Königreich für eine Web-Cam!"

    Als ich es noch einrichten konnte, Mittags zuhause zu verbringen (und es sich auch noch lohnte, weil die Kinder regelmäßig zu Mittag zuhause waren;-)) hab ich jeden Tag nach den Bienen schauen können.

    Jetzt fahre ich beim dunklen zur Arbeit und komme im dunklen wieder..... nix mehr kurz nach dem rechten sehen. Sehr schade...

    Wochenende sind sie geflogen wie verrückt! Und kamen mit Pollen zurück.

    Einstellung der Bruttätigkeit? Glaube ich derzeit nicht, muss ich aber noch mal genauer verifizieren (Wachskrümel auf der Einlage, Feuchtigkeit unter der Folie). Waben werden ich wenn es nicht sein muss, keine ziehen.

    Ich finde dieses Thema gut, denn ich glaube, zumindest letztes Jahr die Brutfreiheit verpaßt zu haben (wenn man mal von der kurzen Brutpause bei der Kälte Ende Februar/ Anfang März 2018 absieht). Behandlung letztes Drittel im Dezember.

    Vielleicht peile ich dieses Jahr eher Ende November, Anfang Dezember an....

    Moin!

    Ich gehöre auch zu der Sorte, die Drohnenbrut schneiden und diese dann auch mal stehen lassen, bis ich genug Masse zusammen habe, um schmelzen zu können.

    Mein Dampfwachsschmelzer besteht aus einem Tapetenablöser-Dampferzeuger, eines Edelstahl-Trichters und einer Box (Zarge(n) waren mir zu schade).

    Ja, das alte Wachs riecht, aber nie übermäßig. Spätestens nach dem Durchgang durch den Dampfwachsschmelzer ist zumindest das Wachs nahezu geruchsneutral und hat eine schöne goldgelbe Farbe.

    Ich quetsche den Trester aber auch nicht aus. Kein rumgematsche, nur um den letzten Tropfen Wachs aus dem Trester zu drücken (und was weiß ich noch für'n Mist).

    Die Wachsplatten aus dem Wachs riechen auch schön nach Wachs und sind goldgelb, so wie aus dem Laden, bzw. von Weber, bei dem unser Züchterring dieses Jahr ein Gesamtvolumen von ca. 200kg hat umarbeiten lassen.


    Ich kenne allerdings auch einen Umarbeiter, der alles an Wachs annimmt, was er bekommen kann. Sein Wachs war nie goldgelb, sondern immer etwas bräunlich. Hat mich nie gestört, die Bienen haben es angenommen und verarbeitet. So what? Aber das Wachs hat nie unangenehm gerochen.