Beiträge von Hamburger-Jung

    Moin,

    kurzes Statement von mir:
    Alles in allem ein recht normales Honigjahr für den Osten von HH, vielleicht eher etwas schlechter als die Vorjahre.

    Im Frühling kam in erster Linie Obst rein, Raps war fast zu vernachlässigen. Dennoch fast genauso viel wie letztes Jahr geerntet, wobei ich mit 8 WV plus ein Ableger ins Jahr gestartet bin (im Gegensatz zu 2018 mit 6 WV). 2WV plus Ableger verkauft. Effektiv bin ich wahrscheinlich mit 7 WV durch die Frühtracht gegangen, die im Schnitt etwas mehr als 20kg/Volk eingebracht haben mit wenig Ausreißer nach oben und nach unten.

    Sommer war auch eher ein ticken zu wenig, Robinie hat eher wenig gehonigt, wenn sie denn geblüht hat (erfrorene Blüten?). Die Linde war ok, aber kein Tauhonig. Hier hat man gemerkt, dass alles viel zu trocken war. Nach der Linde kam nichts mehr, ich hätte wohl auch schon Mitte Juli abschleudern können.

    Die Ernte war tricky, da viele Spürbienen unterwegs waren. Das letzte Volk in einer Bienentraube abgeerntet. Nächstes Jahr fange ich mit dem Abnehmen der Honigräume vielleicht doch ganz früh an (5Uhr?). Unterm Strich haben meine 6 WV immer noch 12,5kg/Volk eingetragen, was im Mittel der letzten Jahre als eher unterdurchschnittlich zu bewerten ist.

    Auch wenn 2018 ein extrem gutes Honigjahr gewesen ist und ich in 2019 mit starken WV "nur" 3/4 davon ernten konnte, bin ich dennoch mehr als zufrieden.

    Freut mich für dich!

    Unserer blüht jetzt auch, nachdem wir ihn im April ausgepflanzt hatten. Er hat letztes Jahr im Topf schon geblüht. Ich schätze ihn auf 4-5 Jahre.

    Wie groß ist Deiner?

    Moin,

    über 2m, wahrscheinlich zwischen 2,50m und 3m.

    Er musste sich wohl erst einmal gegen die anderen Pflanzen an der Stelle durchsetzen.

    Nagut, 6 Jahre ist jetzt auch nicht sooo alt.

    Freut mich für dich, dass deiner auch blüht!


    immenlos : Danke für den Tip!

    Moin,

    jetzt, nach ich weiß nicht wie vielen Jahren (2016 mein erster Post, bei dem ich den BB auf 3Jahre geschätzt habe), blüht mein Bienenbaum das erst Mal!

    Ich hoffe, man erkennt die Knospen. War gestern nur kurz mit dem Handy die Aufnahme.

    Wenn da Bienen drin sind, werd ich noch mal ein neues Bild machen, mit Zoom, etc.

    Ralph : Hast du einen Lichtdurchlässigen Deckel verwendet, sowas wie reine Plexiglasplatten, o.ä.?

    Ich hab die Erfahrung gemacht, dass das Ausschlecken, egal mit wieviel Leerzargen dazwischen, mit oder ohne umgeschlagener Folie oder offenem Fütterer, die Bienen den Honigraum weiterhin als Honigraum ansehen.

    Das ging bei mir letztes Jahr sogar so weit, dass die Bienen den HR im Sommer noch mal wieder großflächig angetragen hatten (Wald oder so).

    Erst als ich dieses Frühjahr des Test mit Lichtdurchlässigem Deckel gemacht hatte, wurden die zum Auslecken aufgesetzten HR wirklich leer und trocken.

    Ich hab mir das aber dieses Jahr im Sommer erspart. Die Bienen waren wie die Geier. Selbst leere Zargen, die ich zum umsortieren offen stehen hatte, wurden belagert.

    Moin,

    ich ziehe immer noch meinen Hut vor den Leuten, die die Zucht voran treiben, vor allem die Toleranzzucht, etc. Ich sach nur 2^16

    Ich sehe das (zum Teil) bei uns in der NPZ: Heute schon an die Drohnenvölker von 2021 denken.

    Und hier wird mehr auf Honigertrag, Sanftmut und Wabenstetigkeit selektiert. Die Varroatoleranz ist immer noch nur ein Randthema. Zum Glück ist unser Vorsitzender auch in dieser Richtung unterwegs.

    Bis wir allerdings da sind, wo unsere Kollegen hier aus dem Forum, werden noch Jahre ins Land gehen.

    Also: Hut ab! (Harter, Steiniger Weg)

    Dennoch bleibt unterm Strich: Starke Völker sind einer der Grundbausteine.

    Ich hab in den Vergangenen Jahren bei mir am Stand immer weniger Milben gefunden als die Jahre zuvor. Nur allein an der Genetik kann es nicht liegen, vielleicht hab ich auch einfach Glück mit dem Standort, kp. Vielleicht passt einfach mein Vorgehen (auch wenn ich nicht immer 100% konsequent bin).

    Mit AS arbeite ich nicht mehr. Ich hab gesehen, was AS in einem Volk anrichtet (Schwammtuch -> Handgrante). Wenn man Pech hat, gehen nicht nur die Milben Hops.

    Ox verdampft scheint die Bienen deutlich weniger zu schädigen. Zumindest sind meine Bienen bisher immer gut in den Winter und aus dem Winter heraus gekommen.

    ABER ( Satia ): Es ist immer noch eine Säure, die wir in die Beuten kippen. Über die Langzeitwirkungen können wir noch keine Aussagen machen. Wahrscheinlich alles kein Problem, aber genau wissen wir es erst in Jahren, ob wir eine Resistente Milbe gezüchtet haben, eine, die sich schneller vor der Säure verstecken kann, etc.

    Dennoch werde ich derzeit nicht auf eine Behandlung verzichten.

    Ich hab in den vergangenen Jahren allerdings immer wieder feststellen müssen, dass die Milbenlast erst im September so richtig hoch geht, wenn die Brutaktivität runter gefahren wird.

    Daher beobachte und behandle ich im August (Ableger, Mini-TBE und Ox) direkt nach der Ernte, habe aber ein kritische Auge vor allem auf den September und Oktober.

    Ausreißer, die dann noch eine "hohe" Milbenlast aufweisen, bekommen noch mal eine Ox-Extra-Behandlung.

    Es wäre schön, wenn wir eines Tages einfach wieder nur imkern könnten, ohne uns mit der Milbe rumärgern zu müssen.

    @Wasi: Ich hoffe, an deiner Aussage zu den Neo's ist was dran, dann wäre zumindest an einer Front etwas gewonnen;-)

    Moin Monika, ich bin voll bei dir;-))

    Ich hab mir die letzten zwei Jahre keinen? oder zumindest so gut wie keinen Stich zugezogen.

    Dieses Jahr von dicken Handschuhen auf Einmal-Handschuhe gewechselt (weiß!)

    Jetzt weiß ich wieder, wie sich Stiche anfühlen;-))) Aber nicht, weil die Bienen so stichig sind, sondern weil ich (wahrscheinlich) die Bienen irgendwo quetsche oder rolle.

    Ich bin sehr positiv überrascht gewesen, wie wenig mir mittlerweile die Stiche ausmachen, sprich so gut wie keine Schwellung mehr.

    ABER: Ich würde jetzt trotzdem nicht auf den Schleier verzichten. Stiche im Gesicht sind einfach doof.

    UND: Ich arbeite mit Schutz viel ruhiger

    Moin,

    jo, hier auch.

    Habe mich am Montag mit Bernd getroffen, der mir den Fogger zeigen und vorführen wollte.

    Ich gehe jetzt auch davon aus, dass Bernd das richtig gemacht hat.

    Fallzahlen:

    Orange: 3

    Gelb: 3

    Rot/grün: 15

    Braun: 15

    Grün: 1

    Blau: 2

    Rot: 3

    Grün/Gelb: 6

    Das klingt für mich fast wie natürlicher Milbenfall, auch wenn Braun und Grün dann eher schon hoch belastet wären.

    Meine Völker sind stark, brüten teilweise noch auf 5-6 BW. Allerdings habe ich - auch zur Wabenhygiene - je Volk 2-3 Waben mit Brut bzw. Pollenbretter rausgenommen. So eine Art Mini-TBE. Die auslaufenden Brutwaben hat mein Ableger aus diesem Jahr bekommen (Grün/Gelb). Hier erwarte ich noch mal ein Ansteigen der Milbenfallzahlen, wenn die Brut geschlüpft ist.

    Morgen wird wieder mit dem Oxamaten behandelt. Mal schauen, ob weiterhin so wenig fallen (was ja schön wäre;-)))

    Moin,

    jo, geht ganz gut.

    Pech kann man immer haben, aber meist wird eine Kö mit einem kleinen Hofstaat und Brut von so einem Ableger gerne angenommen.

    Ich mache das auch immer mit meinen EWK's so: Beim EWK eine Scheibe rausnehmen und das EWK mit dieser Seite auf ein Stück Zeitung auf die Oberträger des Ablegers legen.

    Nach 2 Tagen schaue ich nach, meist ist dann die Zeitung schon durchgenagt.

    Durch die Zeit, die vergangen ist, können sich die beiden Bieneneinheiten schon einmal beschnuppern, die Kö ihre Pheromone verbreiten.

    Das hat bisher immer gut geklappt.

    Dieses Jahr allerdings musste ich die Kö jeweils aus dem EWK in den Ableger fegen, alleine ist sie da nicht raus.

    Rest wie immenlos beschrieben.

    Und wie Franz schon geschrieben hat: Kommt das Volk nicht in die Gänge, ruhig mit einer BW von einem anderen Volk verstärken (am besten mit auslaufender Brut, Stifte sind eher hinderlich).

    Moin,

    noch mal zum Thema zurück:
    Ich war gestern mit B2B/Bernd an meinem Bienenstand zwecks Varroa-Behandlung (danke noch mal;-).

    Nachdem er bei seinen Bienen nicht so freundlich empfangen worden ist und ich das Wochenende noch vor Augen hatte, hab ich angeraten, dass wir mit Schutzkleidung an die Bienen gehen.

    Immerhin stehen wir vor den Fluglöchern.

    Seine Aussage nach der Behandlung: "Weiß gar nicht, was du hast, die sind doch friedlich".

    Gut, wir haben den Deckel nicht gelüftet, es war früher Abend und die Bienen haben ihren ersten Futterschub durch, aber so unterschiedlich kann es sein......

    Ich bin immer noch der Meinung, dass es vor allem an Futtermangel liegt, wenn ein Volk, welches sonst friedlich ist, ungnädig wird.

    Moin,

    ich halte 1-1,5l pro Woche an Futter zu der jetzigen Zeit für etwas zu wenig.

    Derzeit füttere ich 1l (dünn 1:1) pro Tag (immer abends) und das ist nächsten Tag direkt komplett abgenommen.

    Im Moment gehe ich an meine Völker auch nur in Vollschutz. Gerade geerntet, die Bienen haben Langeweile, vor allem die großen Völker, draußen keine Tracht und drinnen wenig bis zu wenig Futter und super schwülwarme Luft. Wenn irgendwo noch was süßes zu finden ist (vor allem Honig), dann hast du gleich Spürbienen, die den Stand auf mischen. Alles zusammen eine explosive Angelegenheit.

    Im Frühjahr konnte ich alle Völker ohne Schutz, allerdings mit Rauch, bearbeiten. Ich nehme allerdings trotzdem immer einen Schleier, da ich keine Lust auf Stiche im Gesicht habe. So arbeite ich auch ruhiger.

    Ich würde das kommende Frühjahr abwarten und dann entscheiden, wie ich mit dem Volk, den Völkern, verfahre. Wenn sie nächstes Jahr immer noch garstig sind, dann umweiseln.

    Naja, deshalb zwei Tage.

    Im wesentlichen leer werden die Waben wohl schon nach einigen Stunden gewesen sein...

    Danke für die Info, ich wollte es nur noch einmal hervorheben, nicht dass einer Neuling denkt, man kann einfach die Kästen nach einer gewissen Zeit neben die Völker stellen. Wenn die noch feucht sind, ist halt Alarm. Ich gehen aber davon aus, dass du weißt, was du tust (bei 70? Völkern ist das zumindest anzunehmen;-)))

    Um die Waben wirklich leer zu bekommen, ist meiner Meinung vor allem wichtig, dass die Zargen, die ausgeleckt werden sollen, von dem Rest des Stocks "separiert" werden. Sprich Folie auf den Brutraum (bzw. im Frühling auf die oberste HR Zarge, die drauf bleiben soll) mit einem kleinen Spalt nach oben (oder Fütterer), wenn verfügbar leere Zarge, dann die HR und wenn möglich von oben für Lichteinfall sorgen. Sonst fangen die Bienen schnell an und tragen den kompletten HR wieder an. Das hab ich vor allem im Frühjahr oft erlebt. Dieses Jahr das erste Mal über dieses Vorgehen die HR komplett leer bekommen.

    Ich finde die Idee mit dem Fütterer ganz interessant, da man ja so schon eine Separierung hinbekommt. Das mit der umgeklappten Folie ist etwas fummelig. Ich hab zwar auch Fütterer, die seitlich ein Gitter haben, aber das kann man ja entfernen. Ich werde das einfach mal testen.

    Wie machst du die Vorbereitung zur Ernte? BR-Fütterer(offen)-Bienenflucht und dann die HR?

    Kurze Frage am Rande, da es kurz angerissen wurde. Thema HR ausschlecken lassen. Hat das schonmal jemand versucht in dem er die über der Futterzarge aufgesetzt hat?

    Ja, hab ich dieses Jahr gemacht:

    Nicotfutterzargen aufgesetzt, ohne Domabdeckung, darauf die auszuschleckenden Zargen, so sechs auf einmal.

    Nach zwei Tagen gegen abend die Zargen abgestapelt auf Paletten direkt neben dem Kästen. Dann die Domabdeckung eingesetzt, die Futterzargen mit Beeblower leergepustet und Sirup eingefüllt. Deckel drauf, fertig.

    Die Bienen aus den Zargen sind ganz friedlich nach Hause geflogen, kurz vorm Dämmern hab ich die Paletten abgefahren.

    Dann müssen die Waben aber ratzekahl leer sein.....sonst hast du Party

    Moin,

    diese Räubergitter sehen interessant aus.

    Räuberei konnte ich dieses Jahr noch nicht beobachten, aber überall, wo gerade jetzt im Sommer, die Tracht fehlt und gefüttert wird, ist die Räuberei nicht weit.

    Volle Kisten, gelangweilte Tanten, weil nichts reinkommt, die Völker lagern vor.

    Das schlimmste ist jetzt meiner Meinung nach, die Honigfeuchten Rähmchen nach dem Schleudern wieder aufzusetzen. Alleine das Honig ernten reicht schon, um die Völker zur Räuberei zu bewegen. Wenn jetzt noch Honigfeuchte Waben hinzu kommen, geht's los.

    Ich hab es einmal erlebt, als ich die abgeräumten Honigräume nach dem auslecken in das Bienenhaus gebracht habe. So schnell konnte man die Tür gar nicht schliessen, schon waren die Bienen in Massen im Bienenhaus. Seit dem kommen die ausgeleckten HR im Sommer bei mir in den Keller.

    Ich bin am überlegen, ob ich die Waben dieses Jahr nicht aufsetze oder später im Jahr noch mal zum auslecken aufsetze, oder sie direkt Honigfeucht in den Keller stelle (später im Jahr kommen sie ins Bienenhaus, damit sie einmal Frost bekommen), damit einfach gar keine Räuberei aufkommen kann. Gleich einmal eine kleine Futterdosis.

    Hilft nach dem Ernten eine TBE? Dann sollten die Bienen doch mit Futter umtragen, neues Brutnest schaffen und MW ausbauen genug beschäftigt sein?