Beiträge von Hamburger-Jung

    Hallo Matthias,

    Verrätst Du uns, was? Und wie es sich für Dich bewährt hat?

    Gerne, ist gerade frisch reingekommen, die oben genannte E-Schubkarre von Makita, ohne Wanne oder Gitterkorb. Statt dessen baue ich mir aus Siebdruckplatte ne Kiste mit flachen Rändern, so dass ich zwei Zargenstapel ohne Finger einklemmen machen kann, mit mittig ner Zwischenschiene, damit wenn die Karre schräg steht keine Kiste nach vorne oder hinten rutschen kann. Kann ich wenns fertig ist, gerne ein Foto einstellen. Auf jeden Fall gefällt mir das Teil und ist denke ich auch für die unebenen, matschigen schmalen Ackerränder geeignet, an denen z.T. die Völker stehen :)


    Schöne Grüße - Matthias

    Moin Matthias,

    so ähnlich könnte ich mir das auch vorstellen bzw. hat es c.valentin wohl gemacht.

    wenn du alles ausgepackt hast, magst du einmal die Höhe des Gestänges messen, wo du die Siebdruckplatte drauf bauen willst?

    Idealerweise ist die Höhe ähnlich meines Hängers, so dass ich die Beuten "nur" von der Karre auf den Hänger ziehen muss....

    Einziger Wehrmutstropfen: Ich muss meine Beutenständer wahrscheinlich anpassen oder mir überlegen, wie ich die Beuten vom Beutenständer auf die Karre bzw. von der Karre auf den Beutenständer bekomme.

    Moin.

    Ich habe mir so eine elektrische Schubkarre umgebaut. Kannst Du 2 Völker oder max 6 Zargen transportieren. 200kg Zuladung. Anhänger auf der gleichen Höhe und Wanderständer auch. Daher wenig zu heben. Fürs Gelände sind da noch 2 Schnellspanngurte dran um das alles festzuhalten. Bin damit echt zufrieden, brauche nur noch Technik zum anheben der Honigräume, denn das merkt man abends nach der Kontrolle.

    Moin Christian, darf ich da mal fragen, welche elektrische Schubkarre du da verwendet hast?

    Meine Bannwaben habe ich nach dem Muster aus Kirchhain gebaut und seit mehreren Jahren schon im Einsatz.

    Werden wie ein Buch aufgemacht, erst die eine Seite und wenn die Königin nicht auf der Seite ist dann wird die andere Seite geöffnet und die Bannwabe löst sich von der Wabe.

    Dann mit Clip oder mit den Fingern entnommen und auf die nächste vorbereitete Bannwabe verfrachtet.

    Das hat bis jetzt immer gut funktioniert und es gab auch keine Königinnenverluste dadurch.👍

    Bild_2022-01-15_201610.png

    Moin,

    wie hast du die beiden Bannwaben-Hälten miteinander verbunden?

    Wenn ich es richtig erkenne sind das unten Lederbänder oder sowas?

    Wie machst du die oben zu?

    Moin,

    so die Theorie;-))

    Einfach mal machen! Und lernen. Und dann überlegen, wie es für dich am besten paßt.

    Da hat halt jeder seinen Weg.

    Ich hab jetzt auch Mini+, vor allem für Backup-Königinnen als Kleinsteinheiten, die auch über den Winter funktionieren. Sind bei Bedarf auch klein und Kompakt und können auf die Belegstelle (es sei denn, nur EWK erwünscht).

    Ich finde die Idee mit den Ablegerkästen aber auch gut, da diese noch gut handlebar sind.

    Nassauer hat da ja gerade seinen Weg mit Wirtschaftsvölkern und Ablegern vorgestellt.

    Wie gesagt, finde deinen Weg;-))

    Ich fand das mit den 3er oder 4er Böden immer umständlich, aber so ist das beim Imkern, es gibt viele Wege, die funktionieren (nur nicht bei jedem;-)

    Moin,

    interessantes Thema!

    Da mein derzeitiger Helfer (mein Sohn) zeitnah wahrscheinlich nicht mehr so einfach verfügbar sein wird und ich meine bessere Hälfte nicht dafür schwer begeistern kann (Rücken), bin ich auch auf der Suche nach Alternativen, wenn Beute mal transportiert werden müssen.

    Ich sehe da das Problem, dass man entweder gut und einfach transportieren kann (elektrische Karre z.B. Makita oder Wematik/Brandon) oder die Zargen manuell heben kann (siehe beehive lift transformer von poldingroup) oder richtig Geld ausgeben muss, um quasi alles zu bekommen (Espresso, Kaptarlift, etc.).

    Die Elektrische Karre finde ich richtig gut, dann muss aber die Höhe z.B. der Beutenständer darauf angepaßt werden. Ansonsten z.B. bei einer Sackkarre, muss ich die Zargen dann doch wieder irgendwie auf den Beutenbock drauf und wieder runter bekommen.

    Ich hoffe, dass ich dieses Jahr mal ein paar Teile testen kann und dann sehe ich weiter;-)

    Moin,

    mir ist das zu mühsam, alle Waben nach 9 Tagen auf Nachschaffungszellen zu überprüfen.

    Meistens sind das ja auch nicht mehr die jüngsten und frischesten Waben. Da kann man gerne mal eine Zelle übersehen, zumal, wenn es nur kleine Gnubbel sind, die nicht nach Weiselzelle aussehen oder schön am Holz gebaut sind.

    Daher entnehme ich nach 9 Tagen alle Brut und packe nach entsprechender Weiselunruhe eine neue Kö rein. Meist sind bis dahin 80-90% der Bienen geschlüpft. Volk mit MW auffüllen und dünn füttern, quasi wie eine TBE der Brutscheune, ergibt ein tolles und milbenarmes Volk, wenn jetzt bei Brutfreiheit behandelt.

    Alternativ kann man jetzt natürlich auch wieder eine Wabe mit jüngster Brut einsetzen, mir ist aber der 3 wöchige Vorspung einer bereits begatteten Königin lieber, gerade so spät im Jahr.

    Moin Bernd,

    kommt drauf an, wieviele es sind.

    Jeden Tag ein paar passt schon. Es sterben ja schon im WInter täglich einige ab.

    Wenn du jeden Tag eine Handvoll oder Kaffee-Becher voll hast, ist das eher zu viel.

    Machen kannst du jetzt eh nix, abgerechnet wird im April;-)

    Moin,

    das tut mir ausgesprochen Leid, Hulki! Nächstes Jahr....

    Ich hab auch Anfang August (01.08.) TBE gemacht, allerdings die Brutscheune auf einen anderen Stand. Das finde ich ist auch nicht zu spät (je nach Pollenverfügbarkeit).

    Hab mich ziemlich stark an die Vorgaben von rase gehalten:

    Samstag bei allen Völkern die HR abgeräumt.

    Die Völker, die zu wenig Futter hatten (DN1,5), haben eine kleine Kugel Futterteig bekommen (Nachteil von Großraumwaben bzw.1 Brutraum;-)

    Am Sonntag den Völkern die Brutwaben entnommen. Wo zu viel Pollen drauf war, die hab ich nicht mit in den Brutsammler gegeben, genauso Pollenwaben. Je Volk eine Wabe mit viel offener Brut in dem Volk gelassen.

    Brutsammler mit den Brutwaben und ansitzenden Bienen auf einen zweiten Stand gebracht.

    Alle Völker (bis auf Brutsammler) direkt mit Ox behandelt und dünn gefüttert (ca. 10l Zuckerwasser 1:1, bzw. Sirup verdünnt). Brutsammler bekommt nur so viel Futter, dass das Volk nicht hungert.

    Nach einer Woche auf Weiselrichtigkeit kontrolliert und die Fangwabe entnommen, weiter dünn gefüttert, dass sie die Waben alle schön ausgebaut haben, dann erst dick gefüttert, dass sie auch einlagern konnten.

    Brutsammler entnehme ich nach 9 Tagen alle Brutwaben und setze sie ebenfalls auf Mittelwände. Dabei weisel ich gleich eine neue Kö ein. Sollte auf den Brutwaben noch Brut sein, ok, ist nicht so schön, ist mir aber lieber als dass sie nachschaffen und ich dann später umweiseln muss.

    Das hat bisher gut funktioniert.....

    Vielleicht bei dir zu der Zeit schlechte Pollenversorgung? Zu alte Kö's?

    Moin,

    also, meine, rein theoretische betrachtete, optimale Behandlungsmethode sieht in anbetracht der verschiedenen Anwendungsmöglichkeiten und deren Wirkung auf die Bienen und Milben derzeit wie folgt aus:

    Im Sommer Brutfreiheit herstellen, entweder TBE (was ich auch alleine für die Wabenhygiene für wichtig erachte) oder über das Bannwabenverfahren (hier habe ich selber keine Erfahrung), TBE am besten mit Fangwabe, die nach 1 Woche entnommen wird. Dabei kombiniere ich Ende Juli / Anfang August die Sommerernte mit der TBE, die ich 1 Tag später ansetze (wenn kein oder nur wenig Futter mehr vorhanden, ggf. etwas Futterteig).

    Behandelt wird entweder Oxalsäure im Sprühverfahren oder per Staub (den ich rein theoretisch nach 3 Tagen wiederholen würde, da ich durch Flugbetrieb nicht alle Milben erwische).

    Nach einer Woche Entnahme der Fangwabe.

    Rudi/Nassauer hatte ja ein Monitoring vorgeschlagen, bei dem man im August bereits den Milbenfall überprüft. Somit kann man gefährdete Völker frühzeitig erkennen.

    Überprüfung der Milbendynamik spätestens im September. Stark befallene Völker können jetzt noch (rein theoretisch) gut mit Oxalsäure Staub behandelt werden. AS halte ich für nicht so geeignet, da das Fenster für eine effektive Behandlung sehr klein sein kann. Im August haben wir häufig noch Temperaturen über 30Grad oder, wenn die Temperatur passt, ist es hier häufig sehr feucht. Im September ist es meist schon zu kühl und/oder zu feucht und teilweise meist für stark belastete Völker zu spät für eine AS Behandlung.

    Winterbehandlung wie gehabt, Ox träufeln oder (rein theoretisch) Ox Staub.

    Also nein, TBE halte ich derzeit und nach meinen bescheidenen Erfahrungen nicht für eine alleinstehende gut funktionierende Varroabehandlungsmethode, zumindest nicht für alle Völker. Dafür gibt es zu viele Dynamiken, die die Milbenpopulation zum Herbst hin nochmal ansteigen lassen. Diesen Anstieg muss ich, wie beemax schon geschrieben hat, ebenfalls immer wieder feststellen. Meist aber tatsächlich immer nur auf wenige Völker beschränkt.

    Über 40 Grad ist Mist, dann wird der Anteil der Invertase um 10 (-20% bei 50°C) reduziert und gleichzeitig der HMF-Anteil erhöht (bei 50°C verdoppelt sich der WErt nahezu).

    Wenn du fertig auskristallisierten Honig schonend wieder verflüssigen wilsst, musst du schon einen Meliterm o.ä. nehmen, der den Honig nur so kurz auf annähernd 50°C bringt, dass sich weder Invertase noch HMF signifikant verändert.

    Wenn du den Schaum-Honig nicht verkaufen willst, musst du halt nochmal resetten. Macht den Honig aber nicht bessern.

    Moin,

    schön wieder diese Definitionsdiskussion zu lesen;-))

    Wenn mit Spätherbst die "Winterbehandlung" gemeint ist, dann passt das mit dem Sommer....

    Die Winterbehandlung ist halt nur noch als letzter Reset für das nächste Jahr gedacht.

    Die wirklich wichtige Behandlung ist die im Sommer, sprich ab Ende Juli. Milbenlastspitze effektiv brechen

    Wer auf AS setzt muss bis Mitte September durch sein.

    Wer im Ausland ist und bedampfen kann, der hat noch Spielraum.

    Was meine ich damit:

    Sommerbehandlung z.B. durch TBE und Oxaläsure sprühen/verdampfen (im Ausland) durchführen (sprühen 1x, verdampfen 2x im Abstand von 3 Tagen).

    Milbenlast tracken und im September entscheiden, welche Völker behandlungswürdig sind. Diese Völker nochmals bedampfen, wenn wirklich schlimme Milbenlast auch im Block.

    Bei Brutfreiheit im Winter den Resetknopf durch eine einmalige Behandlung (auch hier haben die Imker im Ausland durch Verdampfen den Vorteil, bei hoher Milbenlast dies mehrfach zu tun).

    Wer dann im Frühjahr nochmals ran muss, hat vorher was falsch gemacht....

    Moin,

    kann mich Brumm&Summ nur anschließen.

    Auch wenn es ein heres Ziel ist, die Chemigabe auf ein Minimum zu beschränken, gehe ich nicht davon aus, dass ein Anfänger an Hand der Windel beurteilen kann, wie die Milbenlast in den Völkern ist.

    Ich möchte hier auch nochmal betonen, dass die Angabe lautet, nicht mehr als 0,5 Milben pro Tag, damit die Völker durch den Winter kommen, gut auswintern und auch die nächste Saison überleben.

    Die Völker sterben meist nicht im ersten Jahr sondern im 2. oder 3. Jahr, da die Milbenlast als Start für die nächste Saison bei Nichtbehandlung oder ungenügender Behandlung immer höher wird. Es gibt da so eine schöne Excel-Tabelle von einem Amerikanischen Kollegen, finde ich gerade nicht, aber da wird sehr schön veranschaulicht, was eine Last von 50 Milben zu Jahresbeginn und was 100 oder noch mehr für ein Bienenvolk bedeutet.

    Kalkulationsregel: 1 Milbe auf der Windel bedeutet 100 Milben im Volk (daher nicht mehr als 0,5Milben pro Tag).

    Wie auch Rudi/Nassauer in seinem Faden schreibt, würde ich für mindestens 2-3 Jahre die Milbenlast von August bis Dezember 1x die Woche notieren, um ein Gefühl für die ertragbare Milbenmenge zu bekommen.

    Daraus Varroa-Konzept erstellen, ggf. anpassen, und wenn es die Milbenlast zuläßt, auf die Winterbehandlung verzichten.

    Aus dem Bauch heraus würde ich sagen, dass man auf eine Winterbehandlung verzichten kann, wenn in 2 Wochen nicht mehr als 1 Milbe auf der Windel liegt. Das würde bedeuten, dass nicht mehr als 10 Milben im Volk sind.