Beiträge von Hamburger-Jung

    Moin,

    also mal ehrlich: Wie viele "Mein Volk ist tot...." Threads haben wir in den letzten Wochen hier gehabt.

    Ich glaube es waren einige....

    Da kann ich es einigen auch nicht verdenken, dass sie mal die Augen verdrehen und innerlich sagen: Noch so einer.....

    Dennoch: Wie man in den Wald reinruft, so schallt es zurück.

    Also will ich auch an die Hand genommen werden oder auf den Arm?
    Naja, ich glaube, der eine oder andere will schon hören, dass das ja mal passieren kann, seine Absolution bekommen.

    Ist mir und anderen ja auch schon passiert, dass ein Volk verloren ging.

    ABER: Wenn gute Hinweise kommen und man darauf pocht, eigentlich alles richtig gemacht zu haben... was soll man dann noch sagen...

    Ich schätze dieses Forum, weil es bunt ist, weil es sowohl lustige als auch lehrreiche und informative Fäden gibt. Aber auch die, wo sich zwei nur noch prügeln (die grundsätzlich unnütz sind, aber dazu gehören)

    Und bitte tragt eure Grabenkämpfe nicht in einem Faden von einem Neuimker aus, der das überhaupt nicht versteht....verstehen kann, wie auch, er ist neu!

    In meinem ersten Imkerjahr hab ich Glück gehabt, dass mein Volk nicht eingegangen ist. Imkern in einer Bienenkiste ohne Kurs, ohne Verein, ohne echtes Wissen (nagut, ich glaube, ich hatte 2 Bücher durchgelesen, 1x1 oder so). Aber zumindest habe ich mich gekümmert, um einen Paten, der sich der Bienen angenommen hat (ohne zu wissen, was eine Bienenkiste ist;-))), um einen Kurs und hab mich hier angemeldet.

    Und ja, es gab ganz schön Gegenwind, weil ich mal alles ignoriert hatte, was man als Tier- oder Bienenhalter so machen sollte.

    Ich hätte mich da auch abmelden können und habe auch darüber nachgedacht, damals....

    Auf der anderen Seite habe ich aber auch darüber reflektiert, was gesagt wurde und ob das im Einklang mit dem steht, was ich verbockt hatte (mich zu informieren).

    Laut meinem Profil bin ich seid 2012 hier im Forum und habe genauso lange Bienen und dennoch finde ich immer wieder was hier im Forum Dinge, die neu sind, woran ich vielleicht nicht gedacht habe oder worüber ich noch nicht oder nicht so tief nachgedacht habe. Es gibt viele kleine Stellschrauben, bis man wirklich gut imkern kann....

    Man wird auf alle Fälle nie dümmer, wenn man sich das mal zu Herzen nimmt, was hier die einzelnen schreiben, auch wenn einige Kommentare nicht sein müßten #derTonmachtdieMusik

    In diesem Sinne: Reden was wahr ist, trinken was klar ist und ...…


    Und wer die anderen hier im Forum mal gerne life erleben möchte: Anschreiben und wenn's paßt ein Treffen ausmachen oder zum IFT kommen...

    Eigentlich sollten die Völker, die jetzt Brutfrei sind und bedampft werden, Milbenarm werden.

    Du hast doch dein Problemvolk bedampft, oder?

    Dann können das auch Reste von den toten Milben sein.

    Wenn jetzt Brutfrei, zur Not noch mal bedampfen...

    Moin,

    Mönsch wasi, hatte ich doch geschrieben: Schied ans Brutnest mit Fingerspitzengefühl, sprich wenn's geht, eine FW oder geputzte Wabe noch dazwischen.

    Aber gut, dass du es noch hervorgehoben hast: Schied direkt ans Brutnest ist nicht zielführend! Vor allem, wenn man wirklich von beiden Seiten mit Schied arbeitet.

    Zum Thema Thermoschied: Die meisten Schiede sind doch eh dünne Holzbretter, die nur das Brutnest vom Futter optisch trennen sollen, ohne die Bienen daran zu hindern, auch ans Futter zu kommen.

    Irgendwo gab es auch mal ein Bild, bei dem das Volk mit der Wintertraube über's Schied rüber ist, um ans Futter zu kommen...

    Zum Thema Schied setzen, gibt es genau die zwei Philosophien: 1 Schied oder 2 Schied (wenn man denn schiedet)

    Wenn, setze ich 1 Schied, wobei ich mich von einer Seite an das Brutnest rantaste und die überflüssigen weil leeren Waben entnehme. Aufpassen: Geputze, leere Waben fliegen nicht raus (das sind meist leere Waben direkt neben dem Brutnest), weil das Waben sind, die als nächstes bestiftet werden (wenn sie es nicht schon sind;-))

    Futterwaben wandern hinter das Schied, aber Schiednah. solange das Wetter noch winterlich ist/werden kann.

    Vorteil von 2 Schieden (so meine Vermutung, weil ich so nicht arbeite): Ich arbeite mich von beiden Seiten an das Brutnest ran und hab definitiv alle überflüssigen Waben raus (leer und Pollen).

    Also: Das Schied möglichst neben das Brutnest, allerdings mit Fingerspitzengefühl, weil sich das Brutnest ja noch ausweiten soll, meist bei mir plus 1 Futterwabe/geputze Wabe.

    Was willst du mit dem setzen des Schieds jetzt erreichen? (soll nur ein Denkanstoß sein)

    Das Brutnest hat sich noch nicht genügend erweitert, als dass sich das Setzend es Schieds lohnt, und es wird noch genügend Futter umgetragen, was durch das Schied zumindest teilweise behindert wird.

    Gib den Bienen noch einen Monat.

    Wer weiß, wohin sich das Wetter noch hin entwickelt.

    Letztes Jahr gab es Ende Februar/Anfang März auch noch die (böse) Überraschung mit Temperaturen deutlich unter 0°C.

    Bernhard war einer, der das frühe Setzen des Schieds immer propagiert hatte (oder war es der Drohn?), aber mittlerweile bin ich gar nicht mehr so sehr der Fan davon. Zumindest konnte ich bisher keinen echten, nachweislichen Vorteil erkennen, dass sich ein extrem frühes setzen des Schieds positiv auszahlt.

    Von meinem Gefühl her würde ich das Schied nicht vor Mitte/Ende Febraur setzen, und das auch immer mit einem Blick auf das Wetter und die Langzeitprognose.

    Moin,

    Drobi : 40 Milben ist aber auch eine Hausnummer. In welchem Zeitraum, also wieviel sind effektiv in 24h gefallen? Bitte berichte weiter, wie sich das Volk entwickelt.

    Ich mache mir teilweise schon größte Sorgen um die Völker, wenn hin-und-wieder mehr als 1 Milbe in 24h fällt.

    Da gibt es dann Ausreißer, bei denen dann auf einmal sogar 2 Milben/24h und mehr fallen, obwohl sie vorher unauffällig waren.

    Jetzt fallen bei eigentlich allen Völkern nahe 0 Milben, allerdings denke ich, dass die meisten Völker auch wieder in Brut sind, weswegen keine freien Milben mehr da sein werden, die fallen können....

    Moin,

    also ich bin bekennender Hoffman-Seiten-Benutzer;-)))

    Kann eigentlich nicht sagen, dass ich damit übermäßig Bienen quetsche, bin aber auch beim Schieben vorsichtig und eingeklemmte Bienen merken es schon, dass die Rähmchen zusammen geschoben werden und hauen ab, wenn ich kurz den Spalt wieder vergrößere.

    Allerdings gehen mir die Kitt-Anhäufungen und Propoliserungen auf den Seiten ganz schön auf den Wecker. Jedes Mal abkratzen geht auch nicht immer, weil die Bienen das mitunter nicht lustig finden, es aufwendig ist und im Sommer ist es meist eine zähe Angelegenheit.

    Wollte auf gerade Seiten umstellen, finde aber die Wendemöglichkeit/Flexibilität der Rähmchen so schön. Und wenn müßte ich eigentlich komplett alle Rähmchen raus und Rähmchen mit geraden Seiten rein, etc. also hab ich mich wieder für Hoffmänner entschieden.

    Den Ansatz mit den angespitzten Seitenteilen finde ich interessant, muss ich mir mal durch den Kopf gehen lassen, ob das noch realisierbar ist, wenn die Rähmchen bereits genagelt sind (per Handschleife bestimmt ja, per Säge o.ä. wahrscheinlich eher schwieriger).

    Alternativ hatte ich schon darüber nachgedacht, in die Hoffmann-Ohren in der Mitte 1-2mm einzukürzen bzw. per Oberfräse tiefer zu setzen. Ich glaube, da gab es schon mal Seitenteil in der Ausführung....

    Aber wenn ich jetzt die Beiträge des letzten 2? Wochen mal zusammen fasse, verstehe ich das so, dass ich eigentlich mit nahezu jeder Erhitzung der Oxalsäure(-hydrats) einen (ausreichenden) kristallinen Oxalsäure Nebel (ich glaube, Aerosol kommt dem schon recht nahe) erreiche. Das Wasser verstehe ich als Treibmittel (Verteilung in der Beute).

    Da ist es dann also auch egal, ob ich nun einen Sublimox mit gesteuerter Temperaturregelung nehme, um nahe den 180-185°C zu kommen, oder ob ich auf über 200°C (bis 250°C) erhitze und dann die Oxalsäure dazu gebe.

    Zumindest gab es ja die Tests mit dem Oxamaten (#108) und dem Varrox (#112??), wo die Temperatur ohne den Einsatz von Oxalsäure gemessen wurde.

    Zusätzlich das verlinkte Video #98.

    Für mein Verständnis gibt es höchstens Probleme mit der Anhaftung von Oxalsäure. Dies kann wie beim Oxamanten am Rohr oder den Lüfterblättern passieren oder an den Düsen/Rohren wie beim Gas Vap, Varromor, etc.

    Aber wie ich verdampfe, scheint grundlegend erst einmal egal zu sein.

    Zur Not wird überdosiert.

    Also könnte man auch den vom Cuximker eingestellten Sublimox-Nachbau einsetzen (oder andere). Hier wundere ich mich nur über die kurze Zeit, in der der Nebel/Aerosol auftritt (ca. 10Sekunden -> Sublimox ca. 30Sekunden).

    Frage ist nur: Wie hoch ist die Wirksamkeit der einzelnen Geräte oder gibt es hier keine bis geringe Unterschiede und man kann generell von einer Wirksamkeit >90%-95% ausgehen?

    Zusätzlich finde ich die Verteilung im Stock interessant. Bei den meisten Systemen wird eigentlich gar nicht per Lüfter o.ä. aktiv verteilt und das scheint auch zu funktionieren. Wobei ich die Idee vom Oxamanten schon gut und richtig empfinde.

    Sprich: Welchen Aufwand muss ich wirklich betreiben, um die Bienen möglichst Milbenfrei zu bekommen?

    Moin,

    mal wieder ein Faden, bei dem verschiedene Themen wild zusammen gewürfelt werden und jeder irgendwie recht hat oder recht zu haben glaubt.

    Als quasi Nachbar zu Imker2016 kann ich nur bestätigen, dass das Frühjahr alles andere als einfach war.

    Allerdings konnte ich starke Völker einwintern und habe dadurch früh im Jahr akzeptable Völker gehabt. Raps war Glückssache, der hat bei uns nicht überall gleich stark geblüht, dafür hatte ich viel Obst......

    Das mal nur nebenbei.

    Was hat eine zweimalige Behandlung von AS mit der Behandlung von OS zu tun?

    Zwei komplett unterschiedliche organische Säuren, die komplett unterschiedlich wirken.

    Und ja, grundsätzlich ist es bisher nicht erwiesen, dass ein Volk durch den Einsatz von OX-Sublimation gestorben ist, im Gegensatz zum (falschen) Einsatz von AS.

    OS sublimiert geht nicht durch den Verdauungstrakt von den Bienen und wirkt bei den Milben über die Hautlappen, die wie erwähnt, bei den Bienen abgedeckt sind, so dass die Bienen die OS nicht aufnehmen, im Gegensatz zu den Milben. Das Verkleben der Haftlappen sorgt zudem dafür, dass die Milbe sich nicht mehr festhalten kann.

    Ich bin kein Freund von der Blockbehandlung bei OS. Es ist aufwendig (insbesondere mit dem Oxamaten), man muss das Volk oft stören, etc. ABER dadurch, dass OS nicht in die Brut wirkt, habe ich nur 2 Möglichkeiten, wie ich ein Volk (nahezu) milbenfrei bekomme:

    Blockbehandlung über einen Brutzyklus (mindestens 6x) oder bei Brutfreiheit, z.B. über Scalvini-Käfig oder TBE, Kunstschwarm, etc, dann reichen auch 1-2 Anwendungen (theoretisch 1x, ein zweites Mal, um den Rest von Flugbienen etc. zu erwischen).

    Ich schreibe extra mindestens 6x, da ich an Tag 1 mit der ersten Behandlung beginne und mindestens 14 Tage Verdecklung beim Drohn überbrücken muss. Bei 6 Behandlungen bin ich bei Tag 16 angekommen (auch wenn die OS noch etwas nachwirkt...).

    7 Behandlungen bedeuten nicht, dass ich 21 Tage überbrückt habe, sondern lediglich 19 Tage.

    Das alles mal zur Theorie.

    In der Praxis habe ich oft feststellen müssen, dass trotz Sommerbehandlung die Milbenlast zum Herbst hin noch mal zunimmt, zumindest bei einigen, wenigen Völkern. Das liegt an zwei Ursachen: Zum einen wird das Brutgeschehen eingeschränkt, daher weniger Zellen für die Milben, mehr freie Milben auf den Bienen. Zum anderen stoppen die Milben ihre Vermehrung nicht sondern vermehren sich entgegen der Bienenpopulation weiter.

    Daher mache ich im Herbst noch eine zweite Behandlung bei Völkern, die eine weiterhin hohe Milbenlast aufweisen.

    Es reicht also nicht, wenn man stumpf irgendein Verfahren anwendet, sondern man sollte es auch auf seine Wirksamkeit hin überprüfen.

    Ich müßte zu Hause noch mal nachschauen, bin aber der Meinung, dass meine Grenze bei 10 Milben/Tag liegt, die mindestens natürlich fallen müssen, dass ich im Herbst einen zweiten Block einschiebe.

    Allerdings würde ich mich fragen, ob die Genetik der Bienen die richtige ist, wenn ich mehr als 10 Behandlungen im Block durchführen müßte, um die Milbenlast adäquat zu drücken. Zumal die Behandlung mit dem Oxamaten auch recht Zeitintensiv ist. Vielleicht würde ich das lockerer sehen, wenn ich einen Sublimox o.ä. hätte, da ich damit recht zügig die Völker bearbeiten könnte.

    Also Imker2016: Aufstehen, Krönchen gerade rücken und auf geht's in die Saison 2020!

    Und wenn du mal einen Rat vor Ort brauchst, sag gerne Bescheid;-)

    Moin,

    grundsätzlich würde ich Oxalsäure verdampfen, wenn ich auf ein neues System wechseln wollte.

    Ich stehe anderen Präparaten wie Amitraz skeptisch gegenüber.

    Grundsätzlich kann man Oxalsäure auf 2 Arten verdampfen:

    Direkt oder per Lösung.

    Beim Anel Fogger (siehe auch Threat hier im Forum) wird eine Oxalsäure-Alkohol-Lösung vernebelt. Es gibt viele, die auf den schwören. Ich finde, der ist noch mit zu vielen Problemen behaftet. Mir hat er nicht so zugesagt und bei der Anwendung sind meiner Meinung auch nicht viele Milben gefallen. Kann aber auch Zufall gewesen sein.

    Wenn ich mir den Furetto Verdampfer anschaue, sieht der so aus, als wenn der ebenfalls eine Lösung verdampfen kann. Muss also nicht unbedingt Amitraz sein. Vielleicht weißt du besser, wie der genau funktioniert. Ich konnte da auf die schnelle nicht herausfinden. Preis knapp 400€ finde ich jetzt aber auch nicht gerade wenig.

    Viel gutes habe ich über den Varomor gehört, ihn selber aber noch nicht in Aktion gesehen.

    Alle übrigen Verdampfer "zerkochen" die Oxalsäure direkt, wobei die richtige Temperatur entscheidend ist bzw. sein soll.

    Mit dem Varrox hast du einen einfachen Pfännchen-Verdampfer, halt offen und mit den entsprechenden Problemen (direkte Wärme an der Pfanne, etc.) aber hier gibt es entsprechende Lösungen.

    Der Tolegano scheint ein einfaches Prinzip zu sein, über die Wirksamkeit kann ich aber nicht viel sagen. Mir erscheint die Temperaturregelung und Überwachung der Wirksamkeit der Verdampfung sehr spartanisch.

    Meiner Meinung gibt es bessere Geräte als diese.

    Ich verwende seid Jahren den Oxamaten und bin sehr zufrieden. Saubere Verdampfung, gute Durchmischung und bisher wenig Ausfallrate (nahe 0) bisher. Einziger Nachteil (neben dem Einsatz von einem Netzgerät oder Autobatterie) sind die langen Wartezeiten. Pro Volk benötige ich etwa 5-6 Minuten, d.h. 1h sind schnell weg.

    Wenn ich mir jetzt aktuell ein Gerät zulegen würde, wurde ich mir den Sublimox kaufen. Läuft auch rein elektrisch, aber von der Effektivität und Einfachheit der Bedienung denke ich derzeit Unschlagbar. 5 Minuten aufheizen und dann nur noch jeweils ca. 30sec pro Volk plus einfüllen der Oxalsäure. Preislich ähnlich wie der Furetto.

    Ich finde leider den link nicht mehr, aber letzten gab es hier die Vorstellung eines Verdampfers aus UK, der auch recht einfach, auf Gas-Basis und günstig war.

    Der Rest ist glaube ich reine Geschmackssache und alle funktionieren mehr oder weniger auf die gleiche Art und Weise

    Hatte die letzten Tage leider nicht die Gelegenheit bei Licht an den Bienen zu sein, aber gestern sind laut meiner Holden alle Völker geflogen.

    Das ist für mich zumindest schon mal ein Indiz, dass das passen sollte.

    Gezählt wird im Februar/März;-) Wie immer...