Beiträge von Hamburger-Jung

    Also ich denke nicht, dass man das selber Gießen von MW nur von der Kostenseite betrachten kann.

    Worum geht es denn beim MW Gießen? Doch um den eigenen Wachskreislauf, die eigene Wachsstrecke.

    Wenn man es genau betrachtet, geben wir für viele andere Dinge viel mehr Geld aus, aber bei den Bienen muss unbedingt gespart werden. Da verstehe ich manchmal Henry, wenn er über das selbst gebastelte geschimpft hat (bin aber selber einer, der gerne was selber macht;-))

    Insbesondere im Winter kommt das Wasser mit 4-6°C aus der Leitung, was den Kühlungsprozeß bei einer Wassergekühlten MW-Presse bestimmt unterstützen würde.

    Hier zu rechnen, ob sich das lohnt oder nicht, halte ich für sinnfrei. Wahrscheinlich sind es eher logistische Probleme, dass man die Wassergekühlte MW-Presse nicht direkt an den Wasserhahn anschließt. Man muss ja auch nicht voll aufdrehen, um eine entsprechende Kühlung zu realisieren.

    Pumpe und Fass oder ähnliches Behältnis kosten auch Geld, ebenso die Energie für die Pumpe.

    Kann man sich alles schön rechnen.

    Es gibt weitere Möglichkeiten, wie man die Form effektiv runter kühlen kann, Druckluft oder das Wachs einfach draußen bei den jetzigen Temperaturen von 2-6°C gießen. Das letztere macht aber wahrscheinlich weniger Spaß als im Keller oder Werkraum bei einem guten Wein und lauter Musik die MW zu gießen und die Rähmchen einzulöten, dem Winter-Blues entfliehen;-))

    Durch meinen Züchterring bekommen wir als Gemeinschaft gute Konditionen beim Wachs-Umarbeiter, bei dem wir unser gesammeltes Wachs hingeben, analysieren lassen und in Form von MW zurück bekommen. Preis/Leistung stimmt dabei und solange keiner dabei ist, der sein Wachs panscht, wovon ich da 100% überzeugt bin, bekomme ich auch gute Qualität zurück.

    Trotzdem werde ich nebenbei weiterhin mein eigenes Wachs gießen. Hier habe ich auch mal die Möglichkeit, MW zu erzeugen, wenn es mal eng werden sollte (war in der Vergangenheit gerne mal der Fall).

    Außerdem macht es einfach Spaß (gut, gilt wahrscheinlich nicht für Imker, die mehr als 15-20 Völker haben;-) Also MIR macht es (noch) Spaß!

    Rechnen kann man viel, ob es sinnvoll ist, wage ich zu bezweifeln, oder rechnet ihr auch die Strommenge beim Schleudern, etc. mit rein in die Gesamt-Kostenkalkulation?

    Moin,

    auch von mir vielen Dank für die Info's!

    Wie ich zu dem Faden schon mal geschrieben hatte, sind die Erfahrungswerte einfach Gold wert.

    Nur so kann man wirklich erkennen und verstehen, wie ein Mittel wirkt, wenn es entsprechend angewand wird....

    Ich habe immer gerne OSX-Dampf benutzt, da ich sicher bin, dass dies eine der Bienenschonensten Methoden ist, leider immer mit einem eher hohen zeitlichen Aufwand wegen der Blockbehandlung. Auch hier geht man leider viel zu häufig an die Völker, habe aber bisher sehr gute, positive Erfahrungen gemacht, auch wenn spät im Jahr (September/Oktober) die natürliche Milbenfallzahl noch mal hoch gegangen ist.

    Varroamed sollte eine gute Alternative sein. Hat mich bisher enttäuscht, was ich hier lese und ich habe die Behandlung mit Varromed abgebrochen.

    Zwei Dinge, die mich für das anstehende Jahr interessieren:

    - Hat die Behandlung mit Varromed wirklich ausgereicht, um die Milbenzahl effektiv zu drücken, damit möglichst starke, vitale Völker auswintern?

    - Wie stark ist die Belastung der Bienen, vor allem deren Verdauungstrakt, durch das Mittel zu bewerten? Tritt bei den vielen Behandlungen verstärkt Durchfall o.ä. auf, was auf das MIttel zurück zu führen ist?

    Parallel werde ich mich noch einmal bei meinem Züchterkollegen erkundigen, wie er das Mittel, dass er dieses Jahr bei seinen Völkern das erste Mal angewand hat, einschätzt, und wie seine Völker aus dem Winter gekommen sind.

    Wahrscheinlich werde ich aber nicht mit Varroamed gezielt anfangen, sondern eher ein Behandlungskonzept wie es rase beschrieben hat, vorziehen:

    Nach der Sommerernte durch TBE die Völker bei Brutfreiheit durch Oxalsäure behandeln, 2x, auffüttern, fertig.

    SBA ist natürlich gesondert zu betrachten.

    In diesem Sinne bitte weiter berichten!

    Moin,

    also wenn ich mir eure Erfahrungen durchlese und die Videos mir anschaue, ist bei mir noch ordentlich Optimierungspotential;-)

    Vor allem beim Anschauen des ersten Videos ist mir aufgefallen, wie sparsam der Kollege mit dem Einfüllen des Wachses ist (dann auch zum Vergleich zum zweiten Video). Hier geb ich definitiv auch zu viel drauf. Manchmal schwappt es dann auch hinten schon über. Das kann ich optimieren.

    Auf die Uhr hab ich bisher nicht geguckt, halt immer mal wieder ein paar Platten nebenbei gegossen. Vor allem jetzt beim Wachsklären halt zwischendrin MW gegossen. Würde sagen bin auf 10MW DN1,5/h gekommen, also nicht die Welt.

    Hab bei mir 200er Lüfter angeschraubt, die auch ordentlich Durchsatz machen. kp wie der Durchsatz bei anderen Lüftern ist, die sind aber zu gebrauchen.

    Was mich aber definitiv nach vorne gebracht hat, ist der Einsatz von Druckluft. Zum einen kühlt die Form dabei ganz gut ab, zum anderen kann ich nahezu alle MW ohne Einsatz von Trennmittel von der Form lösen, ohne dass sie reißen. Und DAS finde ich ist eine enorme Einsparung.

    Ich hab einen ganz einfachen Baumarkt Kompressor und so viel Luft gebe ich nun nicht drauf, dass der ständig am rumbrüllen ist.

    Auf mehr als 20-30 MW pro Stunde werde ich aber auch nicht kommen, aber den Anspruch bei meinen paar Völkern habe ich auch nicht.

    Ach wie geil! Danke Helmuth!

    Genau diese Seite hatte ich gesucht!

    Meine Schmelzkiste sieht im grundegenommen genauso aus, nur hab ich anstelle des Seisacks einen Trichter eingebaut (mit entsprechenden Sieben) und direkt unter den Trichter einen Eimer gestellt.

    Den oberen Teil hab ich gedämmt, zwar nicht mit Styrodur sondern Dämmwolle und einer zweiten Siebdruckplatte, aber im Grundegenommen das gleiche Prinzip;-)

    rall0r : Sehr schönes Video! Wenn ich das meiner Frau zeige, bekomme ich ein Kopfschütteln zur Antwort;-))))

    Ist wahrscheinlich in erster Linie was für größere Hobbyimker. Dann muss auch der Dampferzeuger dauerhafter ausgelegt sein als diese "billigen" Tapetenlöser. Geil, schwedische Armee, hab ich derzeit leider keine Connection zu;-))

    ingrid : Styro-Zarge geht, soweit ich es mitbekommen habe. Die schrumpfen ein wenig wegen der Hitze. Aber ansonsten top, weil die auch gleich gut isoliert sind. Würde keine Styro-Zarge nutzen, die ich noch für die Bienen einsetzen will, halt weil sie hinterher nicht mehr passen, aber wenn du sie eh ausrangieren willst, besser geht nicht!

    Ich nutze ein Gestell mit dünnen Siebdruckplatten beplankt, wobei ich den Zwischenraum noch mal mit Dämmwolle (hatte ich noch liegen) ausgefüllt habe.

    Meine "untere" Zarge (auch Gestell mit Siebdruckplatten), wo der Trichter mit dem Eimer drin ist, ist hoch genug, damit ich halt beides unter bekomme. Ist auch nicht gedämmt, wobei eine zusätzlich Wärmequelle hier für das langsamere Auskühlen des Wachses von Vorteil wäre.

    Moin,

    ne, die Bienen sollen jetzt schon aus der Brut gehen (bis Weihnachten), aber danach nicht mehr.

    Winter 2017/18 hatten wir im Norden Weihnachten teilweise zweistellige Temperaturen, selbst Mitte Januar noch mal zweistellig, dann aber Ende Februar/Anfang März tiefe Temperaturen bis in den zweistelligen Bereich hinein.

    Da sind mir die Völker noch mal aus der Brut gegangen....und der Raps hat auch noch mal einen mitbekommen....

    Und DAS will ich nicht so gerne noch mal haben....

    Seid wann wachsen rote Stockmeissel auf dem Rapsacker?:D:D:D

    Im östlichen Hamburg ist ebenfalls reichlich Raps aufgegangen.......

    Ich sehe es schon wieder, dass wir (zumindest hier im echten Norden) bis Weihnachten kaum Frost haben und im Februar schlägt es wieder zu....

    Hauptsache der Raps geht nicht (übermäßig) kaputt und die Bienen nicht aus der Brut....

    Wow, ich hätte da Sorge, dass das Brutnest verhonigt, sprich, alles was halbwegs zu ner Zelle ausgezogen wird, wird durch Sirup gefüllt.

    Aber wenn du das ausprobiert hast, dann wird das schon passen;-)

    Vielen dank für's Teilen!

    Machst du die TBE nach dem Abschleudern? Sonst macht das Füttern von 9kg nicht viel Sinn....

    Die beiden Punkte, die du jetzt angeführt hast, wird meine Arbeit an den Bienen deutlich erleichtern, da ich so nur 2x im Jahr groß in den Völkern rumwerkeln muß:

    1x im Frühjahr zum Rausschmeißen der "alten" FW (wobei ich solange noch kein Nektar reinkommt die FW hinter dem Schied parke) und auf Saisonstärke schieden und

    1x im Sommer, wenn es an die TBE geht

    So hat man auch immer ein plus an guten Waben im BR, weil keine Wabe älter als 1 (max.2) Jahre sein dürfte.

    Ox-Behandlung auch max 2x, weil definitiv Brutfrei

    Ich bin begeistert!:thumbup::thumbup::thumbup:

    Im März? Oder machst du das an einem phenomenologischen Ereignis (Blüte von XY) fest?

    Engst du das Volk dann nie ein, bzw. gleich auf z.B. 6-8 Waben?

    Oder erweiterst du nach dem engen schieden gleich auf die volle stärke?

    Ich hab mir da Gerdes als Vorbild genommen, der stark schieded und dann schrittweise erweitert.

    Moin,

    eigentlich ist das Thema für mich bereits ausreichend erklärt und beschrieben.

    Wahrscheinlich gebe ich HR mit MW zu spät und nicht im Block.

    Das werde ich kommendes Jahr anders machen.

    Und ja, ich passe an, sprich, ein Volk, welches aus dem Winter kommt, wird auf die BW plus FW per Schied eingeengt. Das sind meist 5-6 Rähmchen 1,5DN (Segeberger in Holz mit 11 Waben gesamt).

    Zur Weidenblüte kommt über ASG ein 0,5 HR mit LW drauf, damit die Bienen Platz haben, um schnell und effektiv Futter einzulagern.

    Im kommenden Jahr werde ich dann als nächste HR Erweiterung Zargen mit wie oben beschrieben LW am Rand und in der Mitte und daneben jeweils Rähmchen mit MW.

    Bisher hab ich Zargen mit MW eher noch später im Jahr gegeben und dann immer im Wechsel mit LW (bzw. je 2+2)

    Sollte eine Seite ausgebaut und nur teilweise mit Nektar befüllt sein, wird die Zarge um 180° gedreht, damit die zweite Hälfte ebenfalls ausgebaut und mit Nektar gefüllt werden kann.

    Natürlich wird bis Mai im BR weiterhin mit Rähmchen erweitert, wobei am liebsten frische LW möglichst mit wenig bis kein Futter verwendet werden. So komme ich pro Volk auf 6-8 Waben im BR.

    Zur Not kann ich auch bei Tracht Waben mit eingelagertem Honig höher hängen und unausgebaute Waben weiter runter hängen, am liebsten mache ich das aber Zargenweise.

    Vielleicht teste ich es auch mal bei 2-3 Völkern, wenn ich zur Weidenblüte direkt 2-3 Rähmchen mit MW dazugebe, ob das besser klappt oder nur die Futterversorgung schlechter wird, weil nicht so viel auf einmal eingelagert werden kann.

    Moin,

    danke euch erst einmal!

    Das mit dem Drehen der HR machen ich auch schon oft genug.

    Aber wie gesagt hatte ich oft das Gefühl, dass, wenn ich mit den HR angerückt bin, in denen MW in den Rähmchen steckten, dass die Bienen die MW ignoriert haben.

    Ich glaube mittlerweile allerdings, dass ich da oft einfach schon zu spät dran war. der 3. HR mit MW bestückt war dann einfach nicht mehr attraktiv genug.

    Ich werde im kommenden Jahr beim Aufsetzen des 2. HR gleich möglichst viele Rähmchen mit MW einsetzen.

    Ich werde berichten, ob das dann geklappt hat;-)

    Erster HR ausgebaute Waben, danach ~drei ausgebaute in die Mitte, Rest MW.......

    Ok, so bekomme ich natürlich schneller meine Waben ausgebaut, da ich auf 11 Rähmchen nur 3 LW brauche. Super, danke!

    .........................bei Sinnflut (Akazie z.B.) einen HR ausgebaute, einen mit MW gleichzeitig.

    Reihenfolge egal? Vom Gefühl her hätte erst die MW und darüber die ausgebauten Waben gesetzt


    ok, andere waren da schneller;-))