Beiträge von Hamburger-Jung

    Was haltet ihr sonst von Vereinigen durch Aufsetzen zu dieser Jahreszeit?

    Gerade wenn ich ein ganzes Volk auflösen will.

    Einfach das Volk, was aufgelöst werden soll, über ASG und Zeitungspapier auf das zu behaltende Volk aufsetzen (Vorausgesetzt, es ist im aufsitzenden Volk kein Kö mehr drin).

    2-3 Tage später haben sich die Völker gefunden, die alten Waben, oder zumindest die Waben, die man nicht mehr haben will, können samt Zarge entnommen werden.

    Ist jetzt auch nicht so klasse, weil man ja dann doch noch mal einen guten Teil an Bienen abfegen muss, aber es sollte zumindest ohne Kämpfe klappen.

    ggf. kann man auch so die Brot oben auslaufen lassen.

    Oder ist es für dieses Vorgehen schon zu spät im Jahr?

    Ich gaube, wenn man vernünftig in einer Art runden Behausung imkern könnte, da dies der natürlichen Behausung des Bien am nächsten kommt, würden wir, die Imker, das tun.

    Warum hat sich die Bienenkugel nicht durchgesetzt? Gleiches Prinzip wie der Schiffer Tree, aber modularer. Der Preis spielt da wohl auch eine Rolle.

    Wenn man Honig ernten möchte, und ich denke, dass das ein Grundprinzip des Imkerns ist, kommt man um eine eckige weil pratikable Lösung nicht herum. Honig ernten, weil sich nicht auf allen Honigen gut überwintern läßt (Raps, Melizitose, etc.).

    Der Schiffer Tree beruht auf Stabilbau, was auch nicht unbedingt einfach ist, siehe Bienenkiste und Co. Mit Warre hat man den Stabilbau einigermaßen im Griff, aber selbst Bernhard ist irgendwann von Warre weg. Ich mein, ich hab die Bienenkiste auch gehabt und die ersten 2 Jahre waren toll, bis alles zugebaut war. Und dann? Wie bekommt man die Altwaben aus der Kiste? Halt wie die Korbimer, aber wie schneiden? Wo schneiden? Und möglichst nicht die Kö verletzten. Alles Erfahrung, die man sich erst einmal erwerben muss!

    Vielleicht eine Kombi aus Warre und Schiffer Tree, Rund, aber modular aufgebaut, sprich mehr Scheiben und nicht nur ein Hauptkörper. Aber auch hier ist Wabenhygiene schwierig.

    Ansonsten bleibt nur das Magazin, da auch gern quadratisch. Aber wie Bernd schon geschrieben hat, hat die Art der Behausung nur einen untergeordneten Faktor, dass sich der Bien gut entwickelt.

    Zu glauben, man könne sich um gewisse Dinge drücken, weil man DIE Beute gefunden hat, ist fast schon sträflich.

    Varroamilbe, Viren, Nosema, AFB, die werden jetzt nicht einfach verschwinden, nur weil die Beute bienengerechter ist.

    Und dann greift das, was Ralf schon angemerkt hat: Will der Vet hier eine Probe, gibt es Probleme.

    Die Sorge, die mit dem Schiffer Tree einhergeht, ist doch, dass sich viele Bienenfreunde sich so ein Teil den Garten stellen und die Bienen machen lassen. Nach 2 Jahren ist alles vorbei, vielleicht einfach so, vielleicht, weil eine Krankheit sich da ausgebreitet hat. Und dann hat der Rest der Imkerschaft ein Problem!

    Danke Micha,

    zum Glück sind es keine Wildschweine sondern "nur" Rehe bzw. Damwild.

    Unsere Nachbarn haben dazu ein schönes Video, wie ein Trupp mit ordentlich Geweih durch ihren Garten marschiert.

    Eigentlich hatten wir 1,50m als Zaunhöhe angestrebt, zumal wir den Zaun auch auf Hälfte bis 2/3 des Walls setzen wollen.

    Na, wir werden sehen, was das bringt. Aber alles besser als nichts zu machen;-)

    Moin,

    danke für eure Antworten.
    Christine und ich haben das heute auch noch mal lang und breit über die einzelnen Möglichkeiten diskutiert und in wie weit es Sinn macht, noch mal was anderes zu probieren (Verbißbänder, CD's im Baum/Strauch, Blutmehl als Verbißmittel, mehr Sträucher, Flatterband, etc.) und sind doch immer wieder auf den gleichen Schluss gekommen:
    Wahrscheinlich geben wir viel Geld für Pflanzen und das ganze Gedöns aus, aber nur ein Zaun schützt im Endeffekt wirklich.

    Wir werden uns wohl einen Forstzaun (oben größere Maschen) zulegen. Die 100€ (70€ alleine für die Pfosten) sind allemal besser investiert als noch mal viel Geld für Stauden und Gehölze ausgeben und gefrustet sein, wenn die Hecke immer noch nichts geworden ist.

    Für eine Totholzhecke oder 2m Wildwuchs haben wir leider keinen Platz in der Tiefe, da gleich hinter dem Wall, den wir bepflanzen wollen, das Feld anfängt....

    Moin Luffi

    dass die Säure die Langlebigkeit der Bienen herabsetzt, wußte ich nicht.....

    Nagut, man soll ja Oxalsäure auch nur 1x im Winter einsetzen

    Moin,

    ist zwar schon etwas her mit dem Thema, aber ich hol es mal wieder hoch, weil wir, Christine und ich, gerade etwas verzweifeln.

    Meine Eltern haben an der Ostsee ein kleines Häuschen, dass wir fit gemacht haben (lange Geschichte...)

    Der hintere Teil des Gartens grenzt durch einen kleinen Wall (Windschutz Teil 1) an ein Feld, was regelmäßig bestellt wird.

    Auf dem Wall wollten wir eine Hecke aus allem pflanzen, was piecksig ist, damit da das Wild nicht in den Garten kommt:
    Weißdorn, Sanddorn, Schwarzdorn, Stechpalme, Berberritze, Heckenrose, Feuerdorn.

    Nachdem die Büsche letzten Winter ein wenig angeknabbert worden sind, haben die Rehe dieses Jahr nahezu ganze Arbeit geleistet. Nahezu alle oben genannten Pflanzen sind bis auf 40/50cm runter gefressen worden.

    Christine könnte einen Schreikrampf kriegen.....

    Selbst den einen Sanddorn, der gut 1m hatte, ist ratzekahl gefressen.....

    Habt ihr mittlerweile noch ein paar gute Tipps? Mehr Pflanzen? Enger setzen?

    Ansonsten bleibt nur noch einen Schutzzaun ziehen, der nur semi funktionieren wird, da unsere Nachbarn alle Lücken in ihren Zäunen/Hecken haben, die Rehe also von vorne rankommen, oder Verbißmittel (Blutmehl, etc.) einsetzen.

    Klar werden immer noch Milben fallen, vor allem, wenn noch Brut vorhanden ist.

    Aber du machst ja mit der Herbstbehandlung auch nur einen Deckel auf die Milben.

    Den Rest erwischt du im Winter bei Brutfreiheit!

    Wie Rainer schreibt, schau noch mal in ein paar Tagen nach und sieh, wieviel Milben in 24h fallen.

    Sind es deutlich unter 10, möglichst unter 5, ist erst mal alles ok.

    Nur wenn immer noch mehr als 10 fallen, würde ich jetzt noch mal behandeln.

    Moin Ralf,

    vielen Dank für deine Daten! Finde ich sehr interessant.

    Eine Sache irritiert mich etwas: Volk 29 beim Ox-Verlauf, hast du das erst 2 Tage später als die anderen behandelt? Nach der ersten Behandlung fällt da scheinbar nix, bzw. es fängt erst ab Tag 2 an. Daher auch so ein großer Peak an Tag 16. ggf. ändert sich das Bild bei der Ox-Behandlung etwas, sprich verschiebt sich etwas nach vorne.

    Ansonsten decken sich deine Zahlen in etwa mit denen von mir. Allerdings habe ich nzum Ende einer Behandlung eigentlich keinen Peak mehr, sondern zum Ende werden die Fallzahlen deutlich weniger.

    Hier mal Daten von mir aus 2017

    Das Orangene Volk war 2017 ein starkes Volk mit viel Brut und viel Honig und hat sich dank zusätzlicher Winterbehandlung auch 2018 gut gemacht. 2019 musste ich die Kö tauschen, bzw. die Bienen sind mir zuvor gekommen.

    Man sieht schön, wie direkt nach der Behandlung, die Fallzahlen angestiegen sind.

    Schlussendlich ist ein Abflachen der Fallzahlen zu erkennen. Im Winter waren nur noch 0-2 Milben zu finden. Allerdings ist das Volk grün rausgestochen (im Herbst eher unscheinbar). Dort sind im Winter immer noch 6-8 Milben gefallen. Die Auswinterung war dennoch gut.

    Ich hatte eigentlich auf eine ähnlich Wirkung bei Varromed gehofft, bzw. mir gewünscht.

    Ich werde es tracken, wie die Völker im Winter nach der Herbstbehandlung mit Varromed dastehen.

    Allerdings hab ich auch das Gefühl, das 6 Tage zwischen 2 Behandlungen zu lange ist.

    Hier ebenfalls kürzere Abstände? nicht alle 6 Tage sondern alle 3-4?

    Ich werde auf alle Fälle berichten, was mein Züchterkollege erzählt und wie seine Völker aus dem Winter gekommen sind.

    Moin Chris,

    die Idee hinter dem Käfig ist doch gerade, dass das Volk brutfrei wird!

    Die Kö ist im Käfig und darf dort auch ein wenig stiften (die Brut wird nicht verdeckelt und zählt nicht).

    Während der 24 Tage, die Luffi auch propagiert, läuft die restlich Brut aus.

    Die Kö wird frei gelassen und fängt wieder an zu stiften.

    1x behandeln (z.B. Oxalsäure sprühen) oder Fangwabe oder Kombi aus beiden.

    Nach ein paar Tagen (6?) noch mal eine zweite Behandlung (bzw. Fangwabe raus), und gut ist.

    Damit sollte man die Milben zu >95% erwischt haben (wenn alles glatt läuft)

    Moin,

    also, erst mal allgemein an die, die hier glauben, dass da einer seine Bienen totbehandeln oder Null Milben erreichen will:

    Diese Erkenntnisse, wie was wirkt und welche Vorgehensweisen am sinnvollsten sind, sind Gold wert!

    Und Ralf hat ein fundiertes Wissen zu dem Thema!

    Jeder hat irgendwie sein eigenes Vorgehen, aber mal auf breiter Front mit Zahlen aufwarten, können die wenigsten! Und ein: "Das Volk ist doch über den Winter gekommen" lass ich nur bedingt gelten, denn ein Volk kann zwar durch den Winter gekommen sein (von welcher Art Winter sprechen wir denn?), aber wenn es zu schwach ist, sich selber wieder aufzubauen, oder schon zu geschädigt durch Milbe und Viren, etc. hat man da einen Patienten, den man durchs Jahr schleppt.

    rall0r : Nicht aufgeben! Manchmal kommt dabei halt auch raus: So in Zukunft nicht!

    Aber ich würde das ganze noch mal sacken lassen und die Zahlen auswerten, immerhin gibt es genügend Kollegen, die das Mittel auch nutzen, teilweise seid Jahren. Und wie es scheint, auch mit Erfolg!

    Zusätzlich haben ja genug Leute das Präparat dieses Jahr eingesetzt, mal schauen, wie der Erfolg bei den anderen ist.

    Und: Abgerechnet wird nächstes Jahr. Zumindest wenn starke, vitale Völker dabei rauskommen.

    Unabhängig dazu wollte ich mit dem Varromed auch eine Restentmilbung erledigen, habe daher bei den auffälligen Kandidaten jeweils 22,5ml geträufelt. Nach 24h sind 23 und 36 Milben gefallen. Das ist jetzt nicht so viel wie bei beim Ox-verdampfen, aber es soll ja auch nur eine Restentmilbung sein.

    Ich werde die beiden Völker im Auge behalten und weiter berichten.

    Ralf, wenn deine Aussage mit der "schlechten" Varroa-Reduktion wirklich richtig sein sollte, bin ich mal gespannt, was mein Züchterkollege berichtet, der dieses Jahr seine Völker nur mit Varromed behandelt hat. Ich hoffe für ihn, dass alles gut wird!

    Ich das Thema Entmilbung im Sommer ähnlich wie du, mit dem Unterschied, dass ich anstelle einer kompletten Brutentnahme, auf eine gezielte Brutfreiheit per Sclavini abzielen werde.

    Aber bei deinen Maßnahmen dieses Jahr, gehe ich davon aus, dass alles schon paßt!

    Solange es nicht deine Völkerverluste sind....

    Blöd ist nur, wenn es Völker gibt, die zusammen brechen, und deine Völker beim Ausräubern Milben mit Heim schleppen.

    Dann kannst du noch so viel behandeln, es kommen immer neue Milben nach (Reinvasion).

    Aber daran wollen wir jetzt nicht denken.

    Kannst gerne mal berichten, wie und ob der Befall zurück gegangen ist.

    Moin,

    die Fallzahlen finde ich jetzt nicht besorgniserregend, auch nicht die vom Sammelbrutableger.

    Welches System verwendest du beim verdampfen? Mein Erfahrung bezieht sich auf den Oxamaten.

    Wie schon angesprochen hätte ich den 2. und 3. Tag nach der Behandlung mit ausgezählt, gibt ein rundes Bild. Oder zumindest die beiden Tage zusammen ausgezählt, bevor neu bedampft wird. (Ok, hab gerade gesehen, dass du das auch gemacht hast;-))

    Meiner Erfahrung fällt am 1. Tag am meisten, an den anderen beiden Tagen nimmt der Milbenfall drastisch ab. Kann aber auch am Verfahren liegen (wie gesagt, meine Erfahrung mit dem Oxamat).

    Wenn du sicher gehen willst, nimm den 7. Block mit, meiner Meinung reichen aber 6x (insgesamt 16 Tage abgedeckt).

    Danach noch ein paar Tage den natürlichen Fall beobachten.

    Bei 0-3 Milben pro Tag würde ich mir jetzt keine Gedanken machen. Wahrscheinlich hättest du Beute 0 nicht behandeln brauchen, die haben ja schon eine TBE plus 2x Fangwabe plus 1x bedampft bei Brutfreiheit durch. Da sollten deutlich über 90% (wenn richtig gemacht schon in Richtung 98%) der Milben weg sein.

    Sollte es doch noch Ausreißer geben (mehr als 10 pro Tag), ggf. noch mal bedampfen.

    Winterbehandlung halte ich dennoch für unerlässlich.

    Ralf, lass dich nicht kirre machen.

    Ich hab mir meine Aufzeichnungen der letzten 3 Jahre angeschaut und hatte auch immer wieder Völker dazwischen, die eigentlich über dem Schwellwert für eine erfolgreiche Überwinterung waren.

    Diese sind trotzdem (gut) durch den Winter gekommen.

    Bei einigen Völkern, die auffällig waren, habe ich spät im Jahr noch mal mit Puderzucker bzw. Bienenhilfe gearbeitet oder auch 2x im Winter mit Ox behandelt (bei +20°C;-))

    Es fallen halt zwischen September und Oktober nochmal richtig viele Milben, weil die Brutaktivität drastisch zurück geht. Das sieht mitunter dramatisch aus.

    Bei jemandem, der nun gar nicht oder ungenügend behandelt hat, würde ich sagen, ok, die Behandlung war zu wenig, aber wer so ausgiebig wie du behandelt hast, bei dem sollte es dann auch passen.

    100% der Milben werden wir nie aus den Völkern bekommen!

    Und irgendwann muss auch mal gut sein mit behandeln.

    Und ein bißchen was müssen die Bienen auch abkönnen....

    Ist ein schmaler Grat....