Beiträge von Hamburger-Jung

    Die Schwachen hatten Kotspuren in der Beute, Schimmel ebenso. Sind interessanterweise welche dabei, die im Herbst stark waren (TBE!) aber dann, warum auch immer, stark abgebaut haben.

    Ich bin etwas ratlos und mir fehlt halt doch die Erfahrung. Bisher war ich durch die TBE guter Dinge, die klassischen Probleme gut im Griff zu haben. Aber es gibt offensichtlich viel mehr Parameter...

    Für diejenigen, die es interessieren mag...
    Nach Durchsicht meiner Aufzeichnungen zeichnet sich ab: Ich bin selber schuld.
    Die Völker, die Anzeichen der Ruhr zeigen, haben alle eines gemeinsam: Sie wurden im Oktober mit einer OXS-Blockbehandlung zu sehr gestört.
    Oder anders ausgedrückt: Zu viel gewollt vom Imker.

    Die Details habe ich hier aufgeschrieben.

    Moin, vielleicht hatten die Völker noch Waldhonig eingetragen, nur so ein Gedanke.

    Dann wurde aber falsch geschiedet, wenn das Volk verhungert, nicht genug Futter am Brutnest belassen und/oder Futter Schiedfern gesetzt. Das Schied sehe ich hier jetzt erst mal nicht als das Problem an. Völker verhungern auch ohne Schied, wenn sie vom Futter abreißen.

    Futter Schiednah ist wie Robert schreibt für die Bienen eher kein Problem. Oder wenn's richtig kalt wird, egal wie ein Problem.

    Das Schied wird früh gesetzt und an die Masse der Bienen angepaßt, sonst macht das Schieden wenig Sinn.

    Und es geht nicht um mehr Honig oder pressing oder was auch immer, es darum, dass die Bienen besser in die neue Saison starten. Sie müssen vor dem Schied alle Waben gut besetzen können. Du ja, zur Not sind es nur 3-4 Waben insgesamt vor dem Schied, wenn das Volk extrem klein ist.

    Ob es nun unbedingt Februar sein muss, muss jeder selber für sich entscheiden.

    Bei dieser Tendenz für 2019 und den bereits warmen Tagen, denen auch noch weitere warme Tagen folgen sollen (bis Anfang März), auf alle Fälle nicht verkehrt. Achtet aber bitte alle selber auf eure lokale Wetterentwicklung, ich kann hier nur für den Hamburger Raum sprechen!

    Bei mir werden die Brutwaben identifiziert (meist 2-3 Waben), die ich von je einer FW flankiere. Eine Seite Außenwand, andere Seite Schied. Dahinter, nah ans Schied kommen die verbliebenen FW. Leerwaben (oder nahezu leere Waben) fliegen bei mir raus!

    --> FW/PW - BW - BW - (BW) - FW - S - FW - FW etc.

    Ich hab auch Waben gehabt, die im Herbst nicht mehr richtig ausgebaut wurden, aber Futter beinhalten, die kommen auch hinters Schied, da die Bienen damit vor dem Schied nichts anfangen können (z.B. für Brut, zumindest nicht zu dieser Jahreszeit), ist für die Bienen derzeit nur toter Raum. Hier korrigiere ich auch ggf. meine eigenen Fehler. bzw. meine falschen Einschätzungen aus dem Herbst (die Wabe bauen sie noch aus!).

    Ich kann jetzt nicht erkennen, was Claudia arg falsch geschrieben hat, Pollenwabe jetzt mal hin oder her (ich hab sie auch schon raus gemacht, sie aber auch schon drin gelassen), daher bitte ich mal hier sachlich zu bleiben und nicht von "Krise" oder "Unfug" zu sprechen, sondern zu erläutern, was daran jetzt "Unfug" ist.

    Sonst gibt es irgendwann keinen mehr, der hier etwas schreiben mag, und das wäre schade, denn das Forum lebt davon, dass viele hier uns an ihrer Erfahrung teil haben lassen.

    Und ja, meiner Erfahrung nach tragen die Bienen die benötigte Futtermenge um, wenn vor dem Schied irgendwann nicht mehr genug Futter ist. Dafür reichen aber kurze Abschnitte mit Plusgraden.

    Wenn das in der Mitte tatsächlich eine Nachschaffungszelle ist, dann wahrscheinlich wie du es geschrieben hast:
    Kö verloren (warum auch immer) oder nicht für i.O. befunden und versucht nachzuschaffen. Restliches Volk bricht zusammen, nicht genug Winterbienen, zu viel Ox, etc.

    Allerdings hätte ich vermutet, dass die Bienen es bei ausreichender Stärke zumindest versucht hätten bis ins Frühjahr zu kommen, ggf. mit einem Drohnenmütterchen, o.ä. (Notfallplan).

    Oder hemmt die Bienen das Fehlen von Pheromonen von der Kö, dass sie weiter machen "wollen" und fliegen sich kahl?

    Moin,

    ja, ich meinte mit kleineren Völker die schwächeren Völker, bei mir sind es vor allem die Ableger aus dem letzten Jahr, die noch nicht auf entsprechender Stärke sind.

    Gerade die kleinen haben es schwer, eine komplette Beute zu wärmen.

    Die sitzen dann auf 5-6 Waben verteilt mit jeweils einer Handvoll an Brut.

    Hier hat das Schied den Sinn, die Bienen auf 3-4 Waben zu bündeln, dass sie die angelegte Brut auch gut wärmen können.

    Dass es zum Futterabriss durch das Schied kommt, glaube ich nicht (wenn nicht Futtertasche oder ohne Beespace). Ein Schied sollte umlaufbar sein, Futter Schiednah gesetzt, dann kommen die da auch gut ran. Eine Futterwabe als Reserve hängt auch vor dem Schied.

    Wichtig ist nur, dass vor allem leere Futterwaben, die derzeit unnütz sind, raus fliegen, und ggf. verschimmelte Randwaben.

    Also, wenn das Wetter mitgespielt hätte, hätte ich das Wochenende auch zumindest die kleinen Völker geschiedet (besser alle).

    Von daher stimme ich Rainer auch voll zu. Je zeitiger es möglich ist das Schied zu setzen, um besser sind die Völker vorbereitet. Umso einfacher sie ihren Bereich warm halten können, umso besser werden sie sich um die Brut kümmern können.

    Donnerstag hätte ich es bei knapp 10°C und Sonne gewagt, da musste ich leider arbeiten.

    Gestern ordentlich Wind, heute Dauerregen. Nicht so optimal um das Schied zu setzen.

    Ich hoffe, dass das Wetter nächstes Wochenende besser wird.

    Das ist das Leid des arbeitenden Hobby-Imkers;-)))

    Macht es auch mit dem Bauen oder Kaufen von einem Schied nicht so schwer.

    Nehmt eure Rähmchengröße und laßt euch ein entsprechendes Brett (5-15mm stark?) im Baumarkt zurecht sägen. Eine Leiste oben dran (am besten so breit wie der Oberträger) und fertig ist eine Art von Schied, wie ich sie auch schon seid Jahren benutze. Die gekauften sind meist ähnlich (mittig in den Oberträger eingeklebtes/getackertes Brett).

    Noch einfacher wird es, wenn man einfach nur ein Brett nimmt und es um den Oberträger höher macht und seitlich je einen Nagel reinschlägt, quasi als Oberträger-Ersatz (Bei Gerdes gesehen). Da muss man nur mit dem seitlichen Beespace aufpassen, dass man die Schiede nicht zu nah an die letzte Wabe ranrückt.

    Alternativ ein Rähmchen opfern und daraus ein Schied basteln, z.B. das Rähmchen mit dem Thermomaterial füllen, aber gut die Ecken mit Aluband abkleben, damit nix angeknabbert werden kann.


    Schieden habe ich so gelernt, dass vor dem Schied nur noch das Brutnest vorhanden ist, plus eine volle Futterwabe. Der Brutraum wird somit an die Volksstärke angepaßt, damit das Volk die Wärme besser halten kann und schneller ein Brutnest von Ecke zu Ecke ausfüllt.

    Die restlichen Futterwaben wandern hinter das Schied, aber direkt ans Schied, also Schiednah.

    Wenn das Volk jetzt nicht gerade ein Mickerling ist, hat es keine Probleme über das Schied an das Futter zu kommen.

    Erst mit der Weidenblüte würde ich Futter bis auf 1-2 Waben Reserve rausnehmen und einen (halben) HR aufsetzen. Futter dann Schiedfern setzen. Futterwaben je nach Bedarf wieder reinpacken, wenn nix reinkommt, oder bei kontinuierlichem Futterstrom (z.B. Weide) rausnehmen.

    So praktiziere ich es seid Jahren erfolgreich.

    Und so früh wie Rainer (auch wenn wir nur 50km auseinander sind) bin ich nicht, zumindest nicht dieses Jahr. Finde es zum Aufmachen der Beuten noch zu kühl (vielleicht gestern bei Sonnenschein zur Mittagszeit, zu der ich arbeiten musste;-)))

    Sehe im Moment aber auch noch kein Fenster, in dem ich das machen würde (kontinuierlich -1 bis +5 vorausgesagt, was natürlich aber nichts heißen muss, siehe gestern, Sonne und +9°C).

    Wenn die Möglichkeit da ist, ggf. die Chance ergreifen und ran.

    Es gab mal einen hier, der sagte, er fängt erst an, in den Beuten zu arbeiten, wenn's T-Shirt Wetter ist.

    Ich hab meinen Dampf-Anschluss mit einer Edelstahl-Schlauchschelle an meinen Trichter-Anschluss geschraubt.

    Kostete auch nicht die Welt (1€?)

    Und ich kann den Schlauch jederzeit abnehmen.

    Allerdings verbleibt der eigentlich zu 99% am Trichter.

    Es gibt aber auch solche und solche Imkervereine.

    Bei meinem jetzigen Verein gibt es in großen und kleinen Gruppen rege Diskussionen über verschiedene Bereiche der Imkerei.

    Allerdings fällt es auch hier schwer, einen Paten für jeden Neueinsteiger zu finden. Aber was machbar ist, wird auch machbar gemacht.

    Dann gibt es die Imkervereine, die sich weder um Nachwuchs für den Verein, noch um Jungimker kümmern. Da kommt man zur Imkerversammlung und die alten Hasen (Ü60) sitzen da über ihrem Bier und stöhnen über niedrige Honigerträge, stechfreudige Völker, Königinnenverluste (die AS war aber nicht Schuld) und alles mögliche andere, ohne das eigene Wissen preis zu geben. Da möchte man am liebsten nach 10 Minuten wieder gehen.

    Zum Glück haben viele Vereine mittlerweile die Veränderungen bemerkt und tendieren eher zur ersteren Sorte.

    Moin Fabian,

    ich kann es dir so richtig nachempfinden, wie es in den Fingern kribbelt und man mit einem neuen Hobby loslegen möchte.

    Ging mir damals beim Start genauso.

    Ich kann dir nur raten, das alles nicht übers Knie zu brechen, weil man unbedingt anfangen will.

    Ein guter Pate und/oder Ansprechpartner ist wichtig, denn es kommt meist anders als man denkt und/oder plant. Jedes Jahr ist anders, jedes Volk verhält sich anders.

    Der erste Schritt mit dem Kurs ist sehr gut! Ich dachte damals, ich komm ohne aus, und bin schnell ins schleudern gekommen.

    Die Idee, ein Volk ab Juni, ist ganz sinnvoll. Dann hast du bis dahin Grundlagen erhalten und kannst die ersten Dinge an deinem Volk selber machen.

    Schau gerne zum Start ins Frühjahr bei einem Imkerkollegen vorbei bzw. ihm über die Schulter.

    Dann hast du auch schon mal ein Gefühl, was dich erwartet.

    ggf. kannst du da auch schon die Frage nach dem Magazin-Maß und ob einzargig oder zweizargig dein Volk geführt werden soll.

    Danach kannst du in Ruhe bis Juni deine Einkaufsliste zusammen stellen. (Beute, Rähmchen, Wachs).

    Es gibt in den meisten Shops Einsteigersets, bestehend aus Smoker, Bienenbesen und Stockmeissel. Manchmal auch Handschuhe und Jacke dazu.

    Ich kann dir auch nur raten, erst mal mit Stich-Schutz zu arbeiten. Die Stiche kommen trotzdem, gerade, wenn man sie nicht erwartet. Es gibt auch Völker, die erlauben kein arbeiten ohne Schutz, aber das wäre dann auch kein Volk, welches ich bei mir zuhause stehen haben möchte.

    Mir hilft es, wenn ich weiß, dass ich erst einmal nicht gestochen werden kann, zumindest nicht im Gesicht, dann arbeite ich ruhiger. Alles andere gibt sich nach und nach. Thema Vertrauen zu seinen Bienen.

    Meine Völker stehen bei mir im Garten. Ich hab aber auch tolle Nachbarn, die mit Spannung zusehen, wenn ich einen abgegangenen Schwarm bei denen aus dem Baum pflücke. Da würde ich zumindest mal mit den Nachbarn sprechen (hab ich übrigens nicht gemacht :-/ ging zum Glück gut).

    Wie schon geschrieben, würde ich mit 2-3 Völkern starten, da kann man etwas ausgleichen, falls mal was passiert (Kö weg,etc.) Theoretisch kannst du jedes Jahr die Völkerzahl verdoppeln, wenn du willst, bzw. nicht aufpasst (abgegangener Schwarm;-)) Langsam an den Aufgaben wachsen.

    Theoretisch brauchst du pro Volk pro Woche 0,25-1h je nach Fitnessstand mit den Bienen.

    Da in den Wintermonaten nicht am Volk gearbeitet wird, kann man gut mit Honigernte, Vor- und Nachbereitung 1h pro Volk pro Woche ansetzen, plus-minus. Die erfahrenen Imker, eher weniger, als Neuling, vielleicht mehr. Das pendelt sich irgendwann ein.

    Bei Rasen finden die Bienen übrigens gar nichts zum sammeln;-))) Will sagen, dass es Pflanzen gibt, die nicht blühen bzw. bei denen es nichts zu holen gibt (zumindest für die Biene). Auch ein Pflaumenbaum kann nicht von März bis Oktober für genügend Futter sorgen. Aber der Radius der Biene ist zum einen enorm (3-5km Radius), zum anderen wirst du immer eine Pflanze in deinem Umfeld haben, die gerade blüht. Seid ich Bienen habe, hat sich meine Sichtweise auf die Natur, vor allem auf alles was blüht, deutlich verändert.

    https://www.die-honigmacher.de/kurs2/index.html

    Schau da mal rein für Infos.

    Viel Spaß bei deinem angehenden Hobby!

    Aber wehe du saust mit Honig, Futter oder Wachs auf der Terrasse rum oder läßt deine leeren bzw. geschleuderten Honigwaben auf der Terrasse stehen, dann hast du mehr Bienen auf der Terrasse als die lieb ist.

    Du die wirst du auch nicht so schnell los.

    Also immer schon sauber arbeiten und keine Sauerei hinterlassen.....sag dir einer, dem es auch immer mal wieder passiert mit den entsprechenden Konsequenzen (zum Glück meist irgendwo im Garten und weniger auf der Terrasse;-))

    Moin Axel,

    hattest du Flugbetrieb?

    Kann es sein, dass die was eingesammelt haben?

    Ich hab unter meinen Völkern Waagen und kann keine Gewichtszunahme erkennen.

    Allerdings stehen meine Völker auch unterm Dach. Da hat direkte Feuchtigkeit keinen Einfluß, lediglich was in der Luft hängt, aber auch das ist bei unserem Nasskaltem Wetter eher höher.

    Ein wenig OT:
    Ich hatte mich mal gewundert, dass ich zwischenzeitlich sprunghafte Anstiege in meinen Gewichten bei einigen Völkern hatte. Eine Fehlerquelle war mein System, dass ich dann verbessert habe. Eine andere Fehlerquelle war mein Kater, der die Beuten als Aussichtsplattform auserkoren hatte. Eine Überprüfung des Gewichtes von dem Kater ergab: Die Stockwaage hat auf 20g genau gemessen;-))

    Ich nehm immer noch meinen alten Märklin-H0-Eisenbahntrafo;-)))

    Aber danke für die ganzen Hinweise.

    Falls der mal seinen Geist aufgibt (oder ich meine Völkerzahl noch mal deutlich vergrößern will), weiß ich, wonach ich suchen muss.

    Ob's gleich einer zum programmieren sein muss;-)))


    Oh, ich sehe gerade, dass KKmoon DC Schaltnetzteil gibt es in der 0-30V / 0-5A Variante auch schon für knapp 60€