Beiträge von Gerstunger

    Es steht auf einen Grund das dem Landkreis gehört und es gibt einen Nutzungsvertrag.


    Koste es, was es dir wert ist. Wenn du es günstiger erwerben kannst, als der Gesamtneupreis des Inventars, würde ich für den Kauf plädieren.
    Jedoch nicht, ohne Augenmerk auf folgendes:
    Wenn ich persönlich wiedereinmal ein Bienenhaus kaufen würde, dann entweder mit Grund und Boden oder zerlegbar.
    Solch ein Gebäude wächst einem ans Herz und es wäre traurig, wenn man es am Ende eines -wie auch immer gearteten- (Nutzungs)vertrages aufgeben müsste.


    Mein Turm z.B. ist zerlegbar und gleichwohl an anderer Stelle zu errichten. Mein Pavillon ist ortsfest installiert. Ein Zerlegen führte zu dessen Vernichtung. Hätte ich also die Flurstücke, auf denen er errichtet wurde, nicht miterwerben können, hätte ich den Erwerb verworfen. Ich habe den Pavillon samt umliegendem Gelände (ca. 2000m2 gekauft. Die Immen können somit belästigungsfrei aus- und einfliegen und ich auf eigenem Grund und Boden (derzeit Brachland) für Obstbäume und weitere Bienenweide sorgen.


    Wenn du die Wirtschaftlichkeit des Erwerbs eines Bienenhauses in die Waagschale wirfst, dann verzichte auf den Kauf!
    Wegen des Erwerbs des Pavillons verzichte(te) ich auf den einen oder anderen Urlaub und erreiche allein hierdurch den rein finanziellen Ausgleich. :u_idea_bulb02:


    ...ein eigener Wachskreislauf, bei dem Du die Augen verdrehst...


    Obgleich es sicherlich gute Gründe für einen eigenen Wachskreislauf gäbe, würde ich diesen nicht überbewerten. Ganz sicher werde ich -wenn sich eines traurigen Tages die unbedingte Notwendigkeit ergibt- diesbezüglich gänzlich auf Mittelwände verzichten und auf Naturbau umstellen.
    Mein persönlicher Wachskreislauf besteht im Ausschmelzen allen überschüssigen Wachses und Tausch des entstehenden Blockwachses gegen Mittelwände aus dem sächsischen Trossin.
    Selbige sind seuchenfrei und bedeutend ebenmäßiger, als ich sie mit meiner alten Rietsche-Mittelwandgussform hinbekäme. Eine Neuanschaffung lehne ich aus mannigfaltigen Gründen ab. Das Wachsschmelzen ist mir schon Manscherei genug und doch allemal lohnend, wenn ich bei dem Tauschgeschäft knapp 1o,-€ je kg spare im Vergleich zum reinen Mittelwandkauf.


    Herzliche Grüße
    Mirko

    Du brauchst kein Bienenhaus, es ist nicht notwendig...


    Okay.


    ...und unwirtschaftlich.


    :roll: Quatsch!


    Mit Honig kannst Du das nicht reinverdienen.


    Muss man ja auch nicht zwingend wollen...
    Es gibt Menschen, die machen Marmelade selbst, obwohl der Aufwand in der heutigen Zeit wohl kaum in sinnvollem Verhältnis zum Einzelhandelspreis liegt.
    Es gibt Menschen, die kaufen sich ´ne blöde Bienenkiste, nur um den Immen beim Fliegen zuzuschauen und degradieren Honig gar als Beiwerk.
    Es gibt auch Menschen, die sich freuen, wenn alles so hübsch beisammen ist in ihrem Bienenhaus und manche, die gar auch bei Regen in einem solchen sitzen...bei der Lektüre alter Literatur...umgeben von den eigenen Immen.


    Es gibt tausend Gründe, die für ein Bienenhaus sprechen...und ebensoviele dagegen.


    Was hast Du von einem Bienenhaus mit 9 Völkern, wenn Du vielleicht irgendwann 30 haben willst?


    Wenn´s mal so weit ist, hat er ein Bienenhaus mit 9 (oder 12) Beuten am einen Standort und ein bis 2 weitere am selben oder einem weiteren Standort...
    Das nennt man dann Streuung...


    ...die viel Geld in ein Bienenhaus gesteckt haben, aber bei anderen Investitionen durchaus kleinlich vorgehen, auch wenn sie vielleicht wichtiger wären.


    Und wer beurteilt die Wichtigkeit? Du, oder doch der betreffende Imker selbst? Soweit ich den Fred-Anfang gelesen habe, ist alles unbedingt nötige bereits inkludiert...


    ...deren Handhabung Freude macht.


    Und genau dies könnte ein Anlass sein, für ein hübsches Bienenhaus zu plädieren. (Selbst wenn nur Zanderkisten drin stehen...:cry:)


    Auch in einen eigenen Wachskreislauf, mit Mittelwandpresse, ein Wachs-Entseuchungsgerät oder anderes.


    ...für 9 Völker...:roll:


    Ich meinte einfach, dass ein Bienenhaus nicht notwendig ist...


    Nö, aber schön isses, eins zu haben...


    ...ich keine gebrauchten Beuten kaufen würde


    Genau...DU eben...


    ...und wenn Du anderer Meinung bist, ist es auch gut.


    Dies rehabilitiert dich ! :liebe002:


    Herzliche Grüße
    Mirko

    Grüße aus Thüringen


    Hallo Nachbar :wink:,
    auch ich habe in diesem Jahr 5 Völker auf dieselbe Weise mit den von dir beschriebenen Schadbildern verloren.:oops: Allesamt Anfang September, einhergehend mit massivster Räuberei.
    Es sind, soweit ich es beurteilen kann, diese 5 Völker der Varroa zum Opfer gefallen und die Schuld daran trage ich, denn ich hatte genau 4 von diesen ca. 2 Wochen später behandelt als alle anderen Völker.
    Alle anderen sind wohlauf.:Biene:
    PSM und höhere Gewalt schließ ich bei solch eindeutigen Schäden (bei mir) aus.


    Tröstlich in der Situation ist einzig mein nun gut gefülltes Wabenlager. :wink:


    Herzliche Grüße
    Mirko

    Das dauert noch...:wink:


    Bayer CropScience schrieb:

    Bis Varroa-Gate aber auf den Markt zugelassen sein werde, laufen noch Registrierungsverfahren und Feldversuche. 2017 sollte es dann soweit sein.
    Quelle: Bayer CropScience

    Huebsche Holzplatte


    Gut gemeint. Aber spätestens, wenn sie sich verbogen hat (und das tut so´ne Holzplatte draußen immer, wenn sie nicht durch Leisten oder Gewicht daran gehindert wird), war die Investition für die Katz´.
    Beim Boden mag´s gehen. Da steht ja dann die Beute drauf.
    Nix für ungut; ich steh auf langlebig und das wird mit einem solchen Provisorium nix.

    Als Deckel einfach Folie und Holzplatte drueber, eventuell Styroporplatte dazwischen, die gleiche Holzblatte mit aufgelegten Latten zum Draufstellen der Zargen als Boden


    ...und hoffen, dass die Zaungäste einen ähnlich niedrigen Anspruch an Esthetik haben...
    Ich zumindest brauche ein bisschen hübsch und zusammengehörig...irgendwie...

    Erinnert mich alles an Frau Pia Aumeier's: Eine Wabe, ein neues Volk.


    ...mich auch. Aber genau das soll´s nicht sein.
    Jedes der drei überwinterten Völker spendet eine Wabe für den ersten Ableger und kurze Zeit später eine weitere für den 2. Ableger. Macht 3 Brutwaben je Ableger mit jeweils ansitzenden Bienen. Dazu Futter und Pollen...d.h. ein Ableger besteht bei seiner Bildung aus mind. 5 Waben. Solche Ableger sind dann auch recht bald zu erweitern.


    Früher musste man die Ableger nicht behandeln


    ...und noch früher kannte man die Varroa noch garnicht...


    Eine Frage noch, warum willst Du Ableger bilden, um sie dann wieder mit den Wirtschaftsvölkern zu vereinigen?


    Kommt darauf an, wen du fragst.
    Bei mir dienen die Ableger als Puffer zum Lenken der Schwarmstimmung (eine Art Zwischenableger) und gleichzeitig zur eigenen unkomplizierten Königinnenzucht.
    Durch das Vereinigen wird dieser Puffer -weil nicht mehr benötigt- abgeschafft und gleichzeitig Platz geschaffen für das selbe Vorgehen im Folgejahr.
    Und natürlich nutzen stark gebildete Ableger auch die Tracht.


    Ich will an deinem System viel weniger ändern, als du hereinliest.


    Hab Dank. Ich hab schon an mir selbst gezweifelt.

    Zitat

    Vereinigt werden jeweils die beiden Ableger mit ihrem Nachbarn.


    :liebe002:


    ...entwickeln zu dürfen, ohne Ertrag bringen zu müssen.


    Sie werden nicht tun, was sie aus Imkers Sicht tun müssen.:Biene:
    Siehst du, und ich möchte nicht durch eine verfrühte Behandlung die Ertragsmöglichkeit ausschließen.
    Es sind schlicht zwei Meinungen, Ludger.


    Gleichzeitig bringt dies eine Art Versicherung ins System, sollte sich die Behandlung der Altvölker als nicht so erfolgreich herausstellen, wie gewünscht.


    Dies halte ich für ein Argument.
    Allerdings ist dies dann der einzige Nutzen der von dir gebildeten Ableger. Und als pure Versicherung genügen dann auch tatsächlich die PAumeierischen "1-Waben-Ableger".


    Einem Anfänger würde ich zu weniger stark geschröpften Trachtvölkern und per Milchsäurebehandlung abgesicherten Ablegern raten.


    Durchaus nachvollziehbar, Ludger.
    Ich dagegen würde ihm zum o.g. System raten, da dieses mehr Störfaktoren behandelt, als das pure Entgleiten der Varroasituation. Is aber eben auch nur ´ne Meinung.


    Herzliche Grüße
    Mirko

    wird die mittlere auf die Dauer rekordverdächtig alt


    Man hat zum Zeitpunkt der Vereinigung 2 junge und 3 ältere Königinnen. Was spricht dagegen, jeweils eine Vorjahreskönigin älter als nur 1 Jahr werden zu lassen?:u_idea_bulb02:


    mir schrieb:

    Im Übrigen lässt diese Methode auch Freiraum...


    ...für eigene Gedanken...
    Selbst du hast dir ja einige dazu gemacht... (wenngleich nicht abschließend)


    Vereinigung ... Vielleicht nach dem ersten Futterschub mit anschließender Varroabehandlung.


    So hatte ich´s beschrieben, wobei der "erste Futterschub" in den Ablegern einzig dafür gut ist, offenes Futter für die Zeit der Behandlung bereitzustellen (dort also nicht mehr als ein kg).


    Und dann willst du also nur die beiden Ableger miteinander vereinigen? Gehst also mit 4 Völkern in den Winter? Mit Füttern und so?
    Dir ist ausser diesem Nachteil schon bewußt, dass dir dann im Frühjahr nur 1 Beute für die Ablegerbildung bereitsteht?
    Grundsatz war: Material für 5 Wirtschaftsvölker und keine Standerweiterung.
    Jetzt ist mir grad unklar, wie du das im nächsten Jahr bewerkstelligen willst...:confused:
    Was mir allerdings klar geworden ist, ist, warum du die Ableger mit MS behandeln und damit trachtunfähig (bzgl. Ernte) machen willst.:p_flower01:


    Die MS-Behandlung macht ja überhaupt keinen Sinn, wenn ich ohnehin vorhabe, diese Ableger wieder auf die Wirtschaftsvölker zu verteilen.
    oder anders:
    Die MS-Behandlung macht ja überhaupt erst Sinn, wenn ich ohnehin nicht vorhabe, diese Ableger wieder auf die Wirtschaftsvölker zu verteilen.
    oder als Frage formuliert:
    Warum, Ludger, müssen eigentlich die Ableger varroafrei sein, wenn ich sie selbst kurz vor der Vereinigung und nach der Vereinigung und Auffütterung zusammen mit dem Wirtschaftsvolk behandele?:-?


    Herzliche Grüße
    Mirko

    Das Problem liegt in der Erwartungshaltung


    Ich möchte dir Recht geben, Ludger.
    Deine Abwandlung klingt plausibel. Wann würdest du dann vereinigen wollen, um für die Folgejahr-Ableger die Beuten leer zu bekommen? Im Frühjahr? Dann winterst du ja wieder 5 Einheiten ein (mit Füttern, Behandeln, etc.)
    Dein Fokus liegt m.E. in der Begrenzung der Varroapopulation durch die Ablegerbildung. Gängige Lehrmeinung und durchaus nicht unrichtig.
    Meine Erfahrung zeigt, dass die Varroa erst bei absteigender Entwicklung zum Problem wird, bei aufsteigender Entwicklung allerdings keine wesentliche Rolle spielt.
    Und dies sowohl bei Wirtschaftsvölkern, als auch bei Ablegern.


    Durch die Ablegerbildung nehme ich einen Teil der Varroapopulation aus den Wirtschaftsvölkern. Gleichwohl verpasse ich den Ablegern ohne Behandlung eine gewisse Startpopulation, die ich dann bei der Rückvereinigung wieder auf die Wirtschaftsvölker verteilen würde. Auf das mittlere in besonderem Maße, da dieses ja die gesamte Brut erhält.
    Die Vereinigung geschieht allerdings zu einer Zeit, in der der Fokus einer jeden gängigen Betriebsweise ohnehin in der Varroareduktion liegt.


    Hervorzuheben ist also, dass sich die erste Varroabehandlung auf alle 5 Völker erstrecken muss, bevor man sie vereinigt. Sowohl das Auffüttern, als auch die 2. AS-Behandlung nach dem Auffüttern und die Winterbehandlung erstreckt sich dann nur noch auf 3 Völker.
    Und ich bleibe bei der Trachtnutzung auch der Ableger. Wobei ich dir Recht gebe, dass der Ertrag dieser beiden im Vergleich zu den mittleren drei ein geringerer sein wird; gleichwohl aber nicht unerheblich.


    Wann also würdest du die (varroafreien) Ableger mit den Wirtschaftsvölkern vereinigen, Ludger?


    Herzliche Grüße
    Mirko

    Es wäre in dieser Reihe noch problemlos Platz für 1 weitere Beute.


    Ich fürchte dass diese Vorgehensweise bzgl. des Honigertrags nicht ganz optimal ist.


    Du hast also doch Platz und Geld und Angst um die Ausbeute? Dann mach, was der Buckfast Imker schreibt.
    Das bringt mehr Honig und halbiert sicher die Arbeit. Aber kauf die ganz sicher schwarmträgen Königinnen, denn du hast ja keine einzige Beute frei. Die sind zwar etwas teurer aber du hast ja auch mehr Honig geerntet...:confused:


    Dass ich es zu dem ablehne, noch im Herbst umzuweiseln, möchte ich hier garnicht erst anführen.


    Meinst Du: Zu einem Zeitpunkt beide Ableger bilden, oder zu 2 Zeitpunkten im Abstand von ein paar Wochen je einen Ableger?


    3 Völker geben max. 3 Brutwaben bei einem Eingriff. Diese 3 Waben (+Futter+Pollen) bilden den ersten Ableger.
    Nach 9 Tagen dasselbe nochmal = Ableger Nr.2


    Ich vermute, das ist prinzipiell auch für 6 (4 überwintern, 2 Ableger) anstatt 5 Völkern modifizierbar


    Möglich. Probier´s aus.


    Ludger schreibt


    ...dass du nix ernten wirst und zumindest die Ableger von der Varroa aufgefressen werden. Warum er hinzufügt, dass dieser Mangel auch die überwinterten Völker betrifft, bleibt, zumindest mir, ein Rätsel.


    Herzliche Grüße
    Mirko

    Warum nicht wie oben beschrieben TBE im Sommer und frische Königinnen im Spätsommer / Herbst in die Völker?


    Geht alles.
    Aber zum Einen braucht man bei "meiner" Methode kein zusätzliches Brutscheune- oder Kö-Zucht-Material (sprich Beute,Deckel,Boden) und zweitens spart man sich den Zukauf von Königinnen und drittens, viertens... siehe unter "Resultate". Im Übrigen lässt diese Methode auch Freiraum für Bauerneuerungen (TBE) jedweder Art. Auch ein Varroa-Behandlungskonzept sollte dringend integriert werden.
    Jeder entscheide selbst...

    primär (...) die Anzahl der Völker konstant (...) halten (...) ohne unnötig den Materialaufwand in die Höhe zu treiben.


    Hallo Johannes,
    Ich nehme an, du hast die 5 Beuten an einem Stand in Reihe stehen?


    Durchdenke mal bitte folgendes:
    1. wintere nur 3 Völker ein (lasse die äußeren Beuten frei).
    2. bilde in den äußeren Beuten im Frühjahr deine Brutableger (im Standmaß ohne extra Ablegerkästen oder Sonderböden)
    3. Nutze alle 5 Völker zu Trachtzwecken
    4. löse jährlich vor dem Einfüttern die äußeren Ableger dergestalt auf,
    - dass deren junge Königin erhalten bleibt
    - dass deren Bruttafeln einzig das mittlere Volk erhält
    - dass jeder Ableger mit seinem jeweiligen Nachbarn vereinigt wird (durch Aufsetzen)
    5. Anmerkung: Stellt man beim Vereinigen des Ablegers an seinen alten Platz eine leere Zarge (unten durch Brett, oben durch Deckel gänzlich verschlossen), dann betteln sich evtl. heimkehrende Ablegerbienen auch beim jeweiligen Nachbarn ein.


    Resultate:
    5 Trachtvölker, aber:
    - nur 3 starke Wintervölker
    - jährliche Königinverjüngung
    - nur 3 Völker zu füttern
    - es wird ganzjährig niemals mehr Material notwendig, als für 5 Völker benötigt wird.


    ...und Schwärme...lässt du einfach weiterziehen oder
    ... verschenkst sie (Achtung: Schwarmfang- und Aufbewahrungsmaterial von Nöten) oder
    ... informierst den Paten oder einen Nachbarimker über die Schwarmsichtung...


    :u_idea_bulb02::daumen::Biene:


    Herzliche Grüße
    Mirko

    Hallo Markus,
    mit Leerwaben am Rand verschaffst du dem Volk jetzt keinen Vorteil, sorry Knecht. :liebe002:
    Im Frühjahr/Sommer würden die Immen den im Brutnest überschüssigen Honig in solche Randwaben umtragen, nur deshalb aber, weil der Platz für Brut benötigt wird.
    Letzteres ist aber jetzt nicht der Fall und ein Umtragen in die Randbereiche findet nicht statt.


    Du sagst, die Zellen im Brutnestbereich wären derzeit zu 1/3 gefüllt, also noch nicht verdeckelt...
    Solches Futter wird noch von selbst umgetragen...in die Randbereiche der betreffenden Wabe(n)...d.h. die dortigen Zellen werden gänzlich gefüllt und verdeckelt (wenn die Temperatur dies ermöglicht) und der (noch nicht vorhandene) Futterkranz wird gebildet. Andere Zellen (Brutnestmitte/Wintersitz) werden frei (die Wintertraube sitzt gern auf offenen+leeren Zellen) und möglicherweise noch bebrütet. (dies jedoch nicht zwingend)


    Du könntest also Jürgens Rat befolgen und dich auf deine Hände setzen.


    Gleichwohl wird es kein grober Fehler sein, Reinhards Rat zu befolgen, wenn du sonst keine Ruhe findest.
    Beschränke dich aber hierbei tatsächlich nur auf eine einzige Wabe. Den Eingriff würde ich abends kurz vorm Dunkelwerden folgendermaßen erledigen:
    1. Entnimm auf einer Seite die Randwabe und die darauffolgende Wabe. (beide sollten ausschließlich oder größtenteils bedeckeltes Futter enthalten)
    2. Entnimm auf der anderen Seite die Randwabe. (belasse ansitzende Bienen vorerst auf den entnommenen Waben!)
    3. Rücke "das Brutnest" auseinander und stelle an Position 3 oder 4 (Randwabe mitzählen) die bereitstehende Leerwabe (Ausgebaute Wabe! keinesfalls eine Mittelwand!)
    4. Rücke nun den gesamten Rähmchenblock in der Beute dergestalt zusammen, dass nur noch Platz für je eine Randwabe links und rechts bleibt.
    5. Stoße nun die Bienen von allen entnommenen Waben zurück in die Beute.
    6. Wähle aus den drei Waben diejenige, welche keinerlei offenes Futter enthält und stelle sie beiseite (sie kommt später ins Wabenlager)
    7. Ritze nun die Zelldeckel an der Außenseite der ersten Randwabe mit der Entdeckelungsgabel auf (nicht klassisch entdeckeln! nur aufritzen!) und hänge sie an ihre Stelle in die Beute.
    8. Tue dasselbe mit der 2. Randwabe, hänge sie ebenfalls in die Beute und schließe dieselbe.
    9. Fertig


    Warum Randwaben aufreißen?
    1. Das Futter an dieser Stelle kann im Winter sowieso nicht erreicht werden. (Beutenwand; kalt)
    2. Die eingestellte Leerwabe darf in keinem Falle leer bleiben!!!
    3. Das Futter in den aufgeritzten Zellen wird sofort umgetragen (und zwar in die eingestellte Leerwabe; Futterkranz)
    4. (Nebensache) Das Umtragen erzeugt Bewegung = Erzeugt Wärme. Wärme könnte die Königin veranlassen, auf der eingestellten Leerwabe einige Stifte abzusetzen. (wenn nicht, auch gut)


    Herzliche Grüße
    Mirko