Beiträge von Gerstunger

    Hallo Nr15,


    du möchtest einen Tipp für folgende Vorgaben?

    ...ein Hobby für mich
    ...pro Woche im Sommer 15-30min
    ...Zur Honigernte (1-2x pro Sommer...)...im Bereich 0,5 Tage...


    Ganz ehrlich? Klar und direkt?
    Versuch dich mit dem Imker im Nachbardorf (von dem du deinen Honig beziehst) dergestalt anzufreunden, dass du mit deinen Zwergen jederzeit seine Stände besuchen kannst (um ihnen die Natur nahe zu bringen). Schaue ihm alle 2-3 Wochen bei der Arbeit über die Schulter und biete ihm an, ihn bei der Honigernte tatkräftig zu unterstützen.


    So bleibst du zeitlich unabhängig für Freizeitaktivitäten und Urlaub, finanziell reichen deine 500 € für´ne Menge Honig von o.g. Imker und die Schleuderanschaffung sparst du obendrein.


    Genau dies verstehe ich unter der Maßgabe:

    "nur das nötige tun"...


    ...in Verbindung mit dem Begriff "Hobby"


    Nebenbei bemerkt:
    Eine eigene Schleuder ist immer eine gute Sache, bei 1-2 Völkern jedoch eher dekadent.


    Herzliche Grüße
    Mirko

    Einmal verdeckelte Zellen werden im Sommer wieder aufgebissen? Wirklich?


    Ja. Werden sie. Bei mir wird die Futterkappe über der Brut bereits befüllt, bevor (oder während) die Honigräume aufgesetzt sind.
    Die erste Ernte findet meist statt, wenn der Raps gerade die ersten Blüten zeigt. Gleichzeitig mit dem Honigraum wird -wie gesagt- die Futterkappe auf den Brutwaben gebildet und teils mit verdeckelt.


    Meine Immen überwintern bekanntermaßen auf Honig.


    Bliebe der gesammelte (und verdeckelte) Frühjahrshonig in der Futterkappe, wäre dieser spätestens nach 4 Wochen (allerspätestens aber im Herbst) in den Zellen hart wie Stein.
    Nun weisen aber ehemalige Brutwaben, die ich im September oft noch austragen lasse, regelmäßig flüssigen Honig in den Futterkappen auf.
    Es findet also im Laufe des Bienenjahres ein Austausch des Futterkappeninhalts statt.


    Herzliche Grüße
    Mirko

    ...hast du dir mal die Gefahrstoffeinschätzung zu Borsäure angesehen?


    Nein :oops: hatte ich nicht und hege nun nach der Lektüre ebenfalls Besorgnis.
    2 EL Borsäure überschreiten dann sicher wesentlich die genannten 5,5%, welche als reproduktionstoxisch angesehen werden. :eek:


    Dennoch finde ich diese Falle (an sich) ob ihrer Einfachheit fein. Auf der genannten Website wurden noch andere mögliche Köder genannt.
    Einer davon wäre schlicht Pollen mit Honig...(Bait #2, der einzige ohne Gift)
    Vielleicht wäre auch ein innerlicher Speiseölanstrich praktikabel...wer weiß...:confused:


    Da es die Käfer gern dunkel haben und sich deshalb in dunkele Winkel (Fallen) zurückzuziehen belieben, kann ich die Anwendung von "Kästchenfallen" (CD-Hülle, Doppelstegplatte und dergleichen) irgendwie nachvollziehen


    Die "Ölbadfallen" sind allerdings auch interessant.
    Ihre Wirkungsweise beruht auf 3 "Mechanismen".
    1. Bienen jagen die Käfer, bis diese sich in eine dunkle Ecke zurückziehen (können). Bei dieser Jagd fallen sie gerne mal vom Rahmen ab auf den Boden (somit in die Ölbadfalle)
    2. Nach der Methamorphose ausserhalb der Beute versuchen die Käfer in die Beute zu gelangen. Sie krabbeln durch´s Flugloch und fallen ins Ölbad, noch bevor sie irgendeinen Rahmen erreichen.
    3. Larven müssen zum Verpuppen aus der Beute heraus gelangen. Dies tun sie munter durchs Flugloch oder den offenen Boden. --> Falle.


    Fazit: Alles, was kleiner ist, als die Maschenweite und am Boden entlang muss, fällt in die Falle.:u_idea_bulb02:


    Herzliche Grüße
    Mirko

    Hallo @all,
    wozu denn basteln?
    Es geht viel einfacher:


    CD Case Small Hive Beetle Trap


    Diese Variante gefällt mir sehr gut. CD-Hüllen liegen sowieso rum (seit Musik im MP3-Format erhältlich ist) oder sind für kleines Geld zu beschaffen und sie sind schmal genug, um zwischen Oberträger und Deckel (einer jeden Beute) Platz zu finden.


    Gute Idee... :daumen:


    Als Köder dient ´ne Art Teig:

    Zitat

    Mischen Sie 1/4 Tasse Sojamehl, 2 Esslöffel Borsäure, 3 Esslöffel Erdnussöl und 1/8 Tasse Wasser zu einer Kuchenteigähnlichen Konsistenz.
    Legen Sie nur wenig von diesem Köder im Inneren der CD / DVD-Falle aus.
    {Quelle: Bee Hive Journal, 13.02.2009, sinngemäß übersetzt}


    Herzliche Grüße
    Mirko

    Die Bienen können also raus und hocken als Traube VOR der Beute.
    Nach der Behandlung gehen sie wieder rein.


    ...ähm...streifen sie dann die evtl ansitzenden Varroas noch in der Beute ab, oder nehmen sie die mit raus? (und nach der Behandlung wieder mit rein) :confused:

    ...'Behandlung im Frühjahr' meint er übrigens 'Behandlung bevor nennenswert Brut da ist'. Bei uns also evtl. schon im Februar, also noch Winter.


    Also ich weiß ja aus Erfahrung, was die Frühjahrsreizung bewirkt. Nämlich Aktivität, ob nun bei der Futteraufnahme (Frühjahrsreizung durch Zufüttern) oder durch Umtragen (Frühjahrsreizung durch Aufreißen von Honigkränzen).
    Diese Reizung (der Aktivität) dient dazu, Wärme zu erzeugen.
    Diese Wärme nun reizt zur Aufnahme oder Intensivierung des Brutgeschäfts.


    Der Zeitpunkt ist allerdings entscheidend. Wird nun das Brutgeschäft zu früh (künstlich) intensiviert, ist dies immer schädlich, da das Volk mangels Bienenmasse nicht in der Lage ist, alle so entstandene Brut auch bei erneuter Aussenkälte zu erwärmen und zu pflegen.


    Für eine Frühjahrsanwendung sollte also erforscht werden, inwieweit die (wenn auch kurzzeitige) Aufheizung des Stockes gleiches, wie die Frühjahrsreizung bewirkt.


    Außerdem fehlen mir Zahlen. Wenn das Ding (oder der eine oder andere Prototyp) schon 10 Jahre erfolgreich im (Forschungs)einsatz sein soll(en), sollten solche doch durchaus propagierbar sein...
    Klicke ich auf Herrn Rossas Website jedoch auf "Erfolge..." glotzen mich dieselben Sprüche befreundeter ImkerInnen im B*ld-Zeitung-Stil an, wie auch auf der Startseite...:confused:
    Unter "Details zu Behandlungserfolgen..." hatte ich mir etwas anderes vorgestellt, als nur "...erfolgreich behandelt".


    Alles was (wenn grundlos) halbwegs oberflächlich daherkommt, pflege ich naturgemäß eher kritisch zu be:eek:ugen. Bitte seht´s mir nach...


    Herzliche Grüße
    Mirko

    Hallo Remstalimker,
    ich möchte mal aus dem von dir Geschriebenen einen folgenden Zusammenhang herstellen:

    Zu Beginn..., (Man muss beachten, dass ... es noch keine Winterbehandlung gab) sind bei der Behandlung ganze Gassen gefallen. 3000 Milben waren keine Seltenheit und die Völker haben trotzdem überlebt.
    Heute fallen selten mehr als 200 pro Behandlung und trotzdem verabschieden sich Völker.


    Sorry, dass ich dein Zitat etwas anders zusammengestellt habe, ich hoffe, den Sinn herausgearbeitet zu haben.


    Daraus ergibt sich die (zugegeben provokante) Frage, ob die Völker ohne Winterbehandlung das Mehr an Milben besser vertragen (haben).:confused:
    Oder anders: Schwächt eine Winterbehandlung die Völker derart, dass sie selbst mit der augenscheinlich geringeren Milbenpopulation nicht mehr zurecht kommen?


    Herzliche Grüße
    Mirko

    ...etwa ein DRITTEL KLEINER und dunkelbraun...KLEINERERE VARROASCHWESTER!


    Hallo,
    was sagen die Institute dazu?
    Hat jemand eine Probe eingeschickt?
    Gibt es Studien? Die Genetik könnte doch eine evtl.e Abstammung belegen und aus der bloßen Behauptung eine Tatsache werden lassen...oder diese verwerfen...


    Und wenn man die Handlungsempfehlung auch an Neulinge gesendet hat, hätte man hinzufügen sollen, dass alle im Frühjahr behandelten Völker in 2015 OHNE Honigernte über´s Jahr geschleppt werden müssen.


    Die beschriebene Brutentnahme zum jetzigen Zeitpunkt dürfte den Wintersitz einigermaßen durcheinander bringen.
    Vielleicht könnte man entnommene Brutwaben markieren, einfrieren, die dann verstorbene Brut samt Varroen mit der Entdeckelungsgabel entfernen und danach die Waben aufgetaut an selber Stelle wieder ins Volk einführen. Damit bliebe trotz der Störung zumindest der Wintersitz derselbe.:confused:


    Ich bin nicht der Meinung, dass vor der Winterbehandlung noch derartige "Rettungsversuche" unternommen werden sollten.
    Gleichwohl könnte man (wenn nötig) die Winterbehandlung selbst etwas ausdehnen:

    in obiger Dosis.
    Bis zu 3 mal hintereinander im Abstand von acht Tagen.


    ...oder so...


    Herzliche Grüße
    Mirko

    Manchmal muß man die Zulässigkeit von Anwendungsformen locker sehen (nicht die Zulässigkeit von Mitteln!).


    Wo genau siehst du den Unterschied? Oder anders: Wie behandelst du deine Völker?
    AS60-Behandlung im Frühjahr oder während der Tracht? (Zulässiges Mittel, unzulässige Anwendungsform)
    Oder Milchsäureverdampfung? (Zulässiges Mittel, unzulässige Anwendungsform)


    Erbitte Aufklärung, denn ich bin ein Lernender...


    Herzliche Grüße
    Mirko

    Tach Siggi,


    Ob Carnica oder Buckfast, is im Grunde egal.
    Ich fahre gut mit Buckfast in Gerstung-Beuten, habe aber auch einige Carnica-Völker im gleichen System.
    Die Buckfastbiene zeigt sich allgemein reaktionsträger als die Carnica im Bezug auf "äußere Einflüsse". Bei Trachtlücken nämlich ändert die Carnica ihr Brutverhalten (wie beschrieben) und bei aufkommender Schwarmstimmung ihr Sammelverhalten in gleicher Weise, die Buckfast hingegen sammelt Nektar bis zum Auszug und durchbrütet Trachtlücken in gewohnter Weise.


    ...werde bei der Carnica bleiben und bei Flachzargen.


    Genau richtig. Das kennst du bereits und kommst damit zurecht. Und wenn du dann wieder "in Form" bist, weiselst du mal zur Probe eines deiner Völker auf Buckfast um. Manches muss man schlicht selbst ausprobieren. Für solche Experimente fehlt dir aber im Moment die Bienenmasse.


    Ich hab da mal eine (vielleicht etwas dümmliche) Frage:
    Arbeitest du ausschließlich mit Flachzargen? Also auch für den Brutraum? Dieser dann aber zweizargig und dies auch über Winter, oder?


    Herzliche Grüße
    Mirko

    Nich Wachsschmelzen hier, da schimpft demnächst einer...


    Ok. War OT-verdächtig...:oops:


    ...Utensilien..., wie lange schon in Gebrauch? Wie lange schätzungsweise noch in Gebrauch? Zeitwert ermitteln, zusammenrechnen.


    Kann man machen, wenn´s einzig um die Utensilien geht. Aber wie bewertest du dann preislich das Bienenhaus an sich?


    Ich könnte mir vorstellen, dass ein schön gelegenes Bienenhaus in punkto Erholung durchaus einem Kurzurlaub gleichzusetzen ist.


    Zustimmung meinerseits. Kurzurlaub...täglich...bei jedem Schritt in die heiligen "Hallen"... Ich liebe es. :liebe002:


    Herzliche Grüße
    Mirko