Beiträge von Gerstunger

    Tach Gemeinde,
    also meine Erfahrung ist, dass Drohnenzellen erst dann mit Nektar gefüllt werden, wenn sich sonst keine Ablage findet.
    Nicht selten finde ich auch Drohnenbau partiell in Honigraumwaben (trotz Dickrahmen) und immer werden bei solchen Waben zuerst die kleineren Vorratszellen befüllt, oft auch noch verdeckelt, bevor auch nur ein Tröpfchen Honig in den Drohnenzellen landet.


    Herzliche Grüße
    Mirko

    Hallo Kalli,

    ...das du das ausprobieren möchtest...


    "...möchtest..." So war´s gemeint.
    Dieser Gedanke ist der Tatsache geschuldet, dass sich meine Bienen an älteren (mehrfach bebrüteten) Brutwaben regelmäßig Drohnenzellen im unteren und seitlichen Bereich einrichten und hierfür dort bestehende Zellen umarbeiten.

    Das würde ja allerdings aber auch heißen das du keinen Baurahmen mehr einhängst!


    Nein. Nicht zwangsläufig, Kalli. Jedes Volk bekommt einen Baurahmen. Dies auch wenn ich eines Tages die Mittelwände kürze. Denn der Baurahmen verliert ja auch mit der Ludwigschen Methode nicht seinen Wert als Stimmungsanzeiger.


    Herzliche Grüße
    Mirko


    Ps.

    (Tonndorf)...und da wirkten sie auf mich [...] wie Personen die [...] aber auch irgendwie noch Romantiker sind....


    Genau diesen Eindruck konnte ich nicht gewinnen...und vermisste dies schmerzlich...

    Hallo Ronny,
    mal abgesehen davon, dass ich grundsätzlich nicht für eine solche "Einschleppung" plädiere sprechen schon andere Faktoren dagegen.
    Zum Einen bildet diese Biene nur winzige Kolonien, zum Anderen ist der Honigertrag deutlich geringer, als der der westlichen Biene.
    Gut möglich, dass mehr Gründe dagegen, als dafür sprechen.
    Der Cerana_Joe hält die 'Apis Cerana' im Ursprungsgebiet. Vielleicht meldet er sich zu Wort...


    Herzliche Grüße
    Mirko

    Moin Mirko


    Moin Kalli,


    Hätte mich interessiert ob du alter Hase es schon mal probiert hast.


    Jepp. Hat er...
    Zwischen "Beginn Bautrieb" und "Beginn Drohnentrieb" werden diese Leerrahmen dort tolle Waben.
    Ist der Drohnentrieb (Geschlechtstrieb) erwacht, werden Leerrahmen an dieser Stelle (neben der Pollenwabe --> ausserhalb des Brutnestes) die tollsten Drohnenwaben. Meist sauber gebaut...mit großen Zellen eben.
    Erwacht der Drohnentrieb während ein Leerrahmen ausgebaut wird, gibt´s Mischbau (auch Drohnenhecke genannt) innerhalb des Wachskörpers. Eine solche Wabe taugt im Grunde zu garnix.


    von alleine merkt/weiß


    Der Bien ist einzig triebgesteuert. Kennt man sein Wesen, kann man ihn lenken und leiten. Immer aber werden doch die Triebe die Oberhand behalten.
    Der Baurahmen dient im Wesentlichen nicht irgendeiner Steuerung und auch nicht einzig der Produktion von Drohnenbrut. Ebensowenig ist er ein guter Varroamagnet, wenn er -wie bei mir- wohl im Brutraum, dort aber an äußerster Stelle plaziert ist. Einzig dient er als Barometer für die Stimmung im Volke, gut lesbar am Fensterlein.


    ...vermutete ich jetzt das es möglich wäre das dort eben nicht überwiegend Drohnenwaben gebaut werden.


    Kalli, im Grunde will der Bien die Drohnenzellen wohl ausserhalb der eigentlichen Brutkugel, dennoch aber in unmittelbarer Nähe der Arbeiterinnenbrut. Dort gern unterhalb oder seitlich.
    Es fällt ihm schwer, zwei Brutnester zu unterhalten ohne sich zu zergliedern.
    August Ludwig nutzte zu diesem Zweck für seine Gerstung-Rähmchen (41cm lang) nur 37cm lange Mittelwände, um dem Bien unterhalb die Möglichkeit zu eröffnen, Drohnenbau zu errichten.
    Ich spiele mit dem Gedanken, es ihm gleich zu tun. Der dortige Varroabefall wird um ein Vielfaches höher ausfallen, als im Baurahmen und wäre (weil günstig angeordnet) auch schneidbar.


    ...das man wenn man es ausprobieren wollen würde man auf den Baurahmen verzichten müsste?


    Nein. Verzichte nicht auf das Barometer!


    P.S. ...um die Ecke von Schloss Tonndorf...


    Kontakte? Nein. Ich kenne sie vom sehen, sie kennen mich nicht. Ich bin Romantiker, sie (nur) Geschäftsleute. Wir würden nicht zusammen passen...


    Herzliche Grüße
    Mirko

    Stichwort Naturwabenbau?


    Hallo Kalli,


    da die "Baustelle" sich meistenteils ausserhalb des Brutnestes befindet, wird dort in einem Leerrahmen nichts anderes gebaut, als im Baurahmen... :u_idea_bulb02: Somit zumindest in Teilen des Jahres (oder schlimmer: in Teilen der Wabe) eben Drohnenzellen, welche ich in späteren Brutwaben tunlichst vermeiden will.
    Ich habe mir also angewöhnt, an der "Baustelle" stets Mittelwände anzubieten, da diese dort ganzjährig am "saubersten" ausgebaut werden.
    Zum Erweitern selbst ("...reinhängst und so ja alles etwas verschiebst...") verwende ich ausschließlich ausgebautes Wabenwerk.


    Naturwabenbau gibts bei mir also nur im Baurahmen (ohne Anfangsstreifen) und manchmal beim Einschlagen von Schwärmen (mit Anfangsstreifen), weil´s hübsch aussieht, wie der Wabenkörper wie von selbst entsteht.


    Herzliche Grüße
    Mirko

    Hallo Reinhard,
    wie man weiß, bin ich vereinsresistent (in keinem Verein).
    Bei der Tierseuchenkasse muss man hier im Thüringischen stets am 3.1. (Stichtag) eines jeden Jahres den Tierbestand melden.
    Ich melde stets alle an diesem Stichtag tatsächlich vorhandenen Völker.
    Die Meldung geht bei uns online. Je Volk wird ein Beitrag von EUR 1,00 erhoben.


    Solch Dinge, wie vergünstigte Behandlungsmittel oder dergleichen kenne ich in Verbindung mit der Bestandsmeldung bei der Tierseuchenkasse nicht.
    Ich hörte aber unken, dass einige Vereine solcherlei anbieten.


    Herzliche Grüße
    Mirko

    Gerstung "Der Bien und seine Zucht", ... nur ein Nachdruck...


    Von diesem habe ich leider auch nur den Nachdruck der 1905er Auflage. Das weisse Paier schreckt ein wenig und auch die sich über 2 Buchseiten erstreckenden Legekreise der Königin sind "zerpflückt" aber das Lesevergnügen ist hierdurch nur partiell geschmälert.
    Ab und an schmökere ich gern in den beiden, mir zur Verfügung stehenden und reicher bebilderten pdf-Ausgaben (:oops:) (Der Bien und seine Zucht 1910 und 1919). Wenn man´s im Vollbild-Modus auf´m Tablet liest, geht das winters sogar im Ohrensessel oder auf der Ofenbank. :cool:


    Herzliche Grüße
    Mirko

    Tach und a Merry X-Mas at all...


    Der Weihnachtsmann brachte gestern einen echten Schatz und eine unsägliche Freude ins Haus...
    ...einen August Ludwig "Unsere Bienen" Erstauflage von 1906 mit über 800 Seiten, dutzenden Abbildungen nebst einigen Klappkarten über die äußere und innere Anatomie der drei Immenwesen und natürlich der von Henry bebeispielten A.Ludwig eigenen unterhaltsamen Schreibweise. Seine 108 (!) Jahre sieht man dem Band natürlich an (used condition...wäre milde ausgedrückt) aber dieser Zustand ändert nichts am Charme des Buches... :liebe002:


    Herzliche und weihnachtliche Grüße
    Mirko

    Guten Morgen,


    die ersten Hasen haben angefangen


    1. Was haben Hasen mit Pollen zu tun? :lol:


    Um Mitte Dezember werden einige Völker, die momentan Pollen schleppen, höchstwahrscheinlich nicht brutfrei sein...


    2. Pollensammlerinnen sind im Frühjahr und Sommer ein recht sicheres Zeichen für das Vorhandensein von Brut. Nicht aber im Herbst oder Winter, da hier auch ohne Königin und selbst ohne Brut gesammelt wird.


    Herzliche Grüße
    Mirko

    Dass die Traube nur sich selber heizt ist auch nicht richtig, denn eine Isolierung, egal wie gut sie ist, gibt Wärme an die Umgebung ab.


    Haarspalterei. Wichtig ist nur, dass im Winter jede Abwärme der Traube bereits auf Außentemperatur abgekühlt ist, bevor sie die Beutenwand und damit die mögliche Isolation erreicht.


    Im einfachen Buch stehen dazu auch widersprüchliche Aussagen......


    Wirf weg, oder heiz damit...:wink:
    So, jetzt duck ich mich mal lieber...


    Herzliche Grüße
    Mirko

    Ich weis nicht was das Aufsetzen mit der möglichen Überwinterung in einer unisolierter Baumbehausung zu tun hat


    Nix! Wollte nur den etwas sinnarmen Vergleich weiterführen.:wink:
    Heute imkert doch keiner mit Baumhöhlen, Franz Xaver. Bist du Imker oder Zeidler?
    Somit ist dort natürlich jeder künstliche Honigraum ebenso überflüssig wie künstliche Dämmung.


    Bienenvölker können in kalter Umgebung überwintern, das war die Frage.


    Damit hast du Recht. Spätestens im Frühjahr aber auch im Sommer ist eine Isolationsschicht von Nutzen. Einerseits der Kälte wegen, andererseits der Sonneneinstrahlung wegen. Es geht um das Abschwächen von Temperaturschwankungen. Nicht zwingend nötig, aber nützlich.


    ...aber die Natur hat ohne den Menschen immer die richtige Möglichkeit des Überlebens geschaffen.


    Auch wahr. Aber dann dürften die Völker nicht ihres Honigs beraubt und/oder aufgefüttert werden, sie müssten schwärmen und ihre Behausung selbst wählen dürfen und dergleichen mehr.
    Ein Imker will nicht einzig das Überleben der Bienen sichern, sondern deren Jahresentwicklung nutzen. (teils gar beeinflussen)
    Nicht einmal der Zeidler sicherte das Überleben der Baumhöhlenvölker. Einzig suchte und fand er solche und raubte ihnen den Honig.


    Ein direkter Vergleich mit der Natur hinkt also immer und hier besonders :u_idea_bulb02:.


    Herzliche Grüße
    Mirko

    Oh weh...
    Einmal mehr der durchaus hinkende Vergleich mit den Baumhöhlen...:roll:

    Hat schon jemand irgendeinen Baum, in dessen Höhle sich ein Bienenschwarm befand, isoliert gesehen.


    Gegenfrage: Hast du schon mal einen Baum gesehen, [...]in dessen Höhle sich ein Bienenschwarm befand[...], dem ein Jemand einen Honigraum aufsetzte?:confused:
    Im Übrigen werden Bäume heutzutage tatsächlich isoliert/be-schal-t. klick mich



    "Hat schon jemand daran gedacht, die Plastiksäcke durch Jutesäcke auszutauschen und dafür ein Dach über den Sack zu errichten?"
    (Grund atmungsaktiv)


    Auch dieses...gar der, der vom eigenen Pudelmützenprojekt berichtete:

    Anstatt Folie eignen sich für solche Experimente Kompostvliese oder noch besser sogenanntes Hackschnitzelvlies. Das Vlies ist regenabweisend und atmungsaktiv.


    ...der Gerstunger ist einer...


    Isser...:wink: 
    Einzig nutzt er keine Pudelmützen, kein Stroh und kein gesacktes Laub oder dergleichen, sondern deckt zu Winters die Beutenreihen mit schnöden Decken ab (Zeitraum: mindestens für die Winterreifensaison, also von Oktober bis Ostern), obgleich die Deckel bereits serienmäßig mit warmhaltiger Füllung versehen sind.
    So isser eben...der Gerstunger...gern auch mal verschwenderisch...:wink:
    Als Kind legte er sich gar gern auf solch drapierte Beutenreihen und lauschte dem leisen Summen der nun unter ihm befindlichen Immen...


    Herzliche Grüße
    Mirko