Beiträge von Waldi

    Wenn du TBE machen möchtest, stecke doch in die Brutsammler nach 9Tagen eine Zelle/Prinzessin.

    Im September sind diese Königinnen dann allesamt vollreif.

    Jetzt entweiselst du die Zielvölker - bspw jene, die du als schwächste identifiziert hast - und steckst dort jeweils einen Brutsammler mit seiner jungen F1 vom Züchter rein.

    Genau solche Überlegungen tragen mich immer aus der Kurve. Den Ansatz kenne ich natürlich (trotzdem Danke!), aber wenn ich die TBE kurz vor oder bei Trachtende Anfang/Mitte Juli (s.u.) mache, dann sitzen die WV "im September" doch - je nachdem wann im September - nicht nur auf zehn frisch ausgebauten Waben, sondern haben neben einem noch ansehnlichen Brutnest auch schon den größten Teil des Futters eingelagert. Wo soll ich denn da die mindestens vier oder sechs Waben des "Brutsammlerablegers" noch unterbringen? Oder nehme ich dann entsprechend Futterwaben raus und füttere nochmal ordentlich nach?

    Genau in diesem Kleinklein verstricke ich mich immer.


    Reiner Schwarz hat in seinem Buch einen in gewisser Weise ähnlichen Ansatz unter dem Rubrum "Zwei auf einen Streich" (S. 86 f) beschrieben. Auch der klingt total charmant - bis auf die Kleinigkeit, dass er das Verfahren, das auch das Sprühen von Milchsäure (inzwischen würde er vielleicht Oxalsäure empfehlen) beinhaltet, Ende Juni ansetzt. Bei ihm ist da schon mehr oder weniger Trachtende (s. Hauptteil des Buches), er geht also offenbar von (frisch) abgeräumten Völkern aus. Hier blühte in den letzten beiden Jahren die Linde und offenbar auch die Brombeere fleißig bis Mitte Juli. Leidlich trocken war meine Sommertracht erst gg. Ende Juli: eigentlich schon reichlich spät selbst für eine klassische TBE.


    Manchmal frage ich mich, ob ich nicht stumpf Ableger zur Schwarmverhinderung und MAQS-Streifen zur Spätsommerbehandlung im August (!) nutzen sollte, wie das hier in der Gegend offenbar die meisten nach alter Väter Sitte machen X/ ...

    Hallo, solange du mit dem Auto erreichbar bist, sehe ich da kein Problem.

    Hast du schon versucht Völker zu verkaufen?

    Nein, bisher noch nicht. Meint Ihr wirklich? Ok, das würde die Sache ggf. vereinfachen. Ich war davon ausgegangen, dass sich sowas eher im lokalen Umfeld abspielt. Was mich außerdem zögern lässt ist, dass ich meine Beuten egtl. auch nicht verkaufen möchte - und üblich wäre Verkauf in der Kiste, richtig?


    Der vielleicht wichtigste Aspekt zu mehr Gelassenheit in der Imkerei: So viele Völker zu viel haben, dass man ohne Reue zusammenlegt, allein um die Völkerzahl zu reduzieren

    Da würde ich gern hin, genau!

    Hallo zusammen,


    die Arbeit an den Bienen ist - bis auf die Winterbehandlung - für das Kalenderjahr erledigt. Nach anderthalb Imkerjahren bin ich ziemlich frustriert: das erste (Kalender-)Jahr auf eigenen Füßen lief echt bescheiden und das es vielen, auch erfahrenen Imkern so ging, macht es auch nicht viel besser.

    Was mich am meisten nervt, ist, dass ich noch immer keine klare Vorstellung einer Betriebsweise entwickelt habe: ich habe den Eindruck, dass ich weniger weiß, mir weniger klar ist, als ganz zu Beginn. Ich drehe mich im Kreis, der Knoten will nicht platzen, irgendwo beißt sich die Katze immer in den Schwanz. Vielleicht hat von Euch jemand den Nerv, mir ne Ausfahrt zu zeigen?


    Beutensystem ist Dadant. Eingewintert habe ich drei WV, vier starke/frühe Ableger/Jungvölker (die sitzen alle auf zehn Waben incl. Futter), und zwei spätere/schwächere Ableger (da reden wir von sechs Waben Dadant incl. Futter).

    Ich hoffe, dass ich mit mindestens sechs Völkern aus dem Winter komme (bin bei einigen skeptisch).


    Was will ich dauerhaft?


    - Nominell zehn WV führen (kann und wird ja zwischen acht und zwölf schwanken), kein Wachstum darüber hinaus

    - möglichst keine "überschüssigen" Völker, da ich hier mit Dadant auf weiter Flur allein bin, was den Völkerverkauf erschwert (eines meiner Hauptprobleme, sonst würde ich (s.u.) einfach genug Ableger bilden)

    - Je die Hälfte der WV soll jedes Jahr eine frische Königin vom Züchter bekommen, also umgeweiselt werden.

    - Königinnenzucht ist bis auf Weiteres abgesagt, ich muss erstmal mit den Basics klar kommen

    - TBE als Spätsommerbehandlung

    - einfach wäre schön, scheine ein deutlich schlichteres Gemüt zu sein, als bisher gedacht :rolleyes: ...


    Es geht mir nicht um Schwarmkontrolle, Honig, Füttern, etc.; das bekomme ich hin.

    Es geht mir um die Völkerführung und -verjüngung bzw. das Umweiseln. Ich würde gern Krabelzellen oder unbegattete Königinnen kaufen, die ich standbegatten lasse, um sie als legende Königinnen zum Umweiseln zu nutzen.

    Aber wie und wann?


    Bevor ich hier wieder langatmig beschreibe, was ich mir alles überlegt habe, frage ich lieber: wie würdet ihr das an meiner Stelle machen?


    PS: ja, dazu gibt es viel - für mich aber offenbar zuviele Möglichkeiten, ich habe irgendwie den Überblick verloren :/

    Es ist ja bekannt, dass die Fütterer, wenn man nur einen Durchgang offen lässt, auch als Bienenflucht taugen. Hat beim Ausputzen lassen der ausgeschleuderten HR super funktioniert.

    Eine Zarge habe ich aber - warum auch immer - übersehen (lungerte im Schleuderraum herum und tat ganz unschuldig). Weil es mir zeitlich knapp wurde, haben ich den Fütterer bei einem Volk nochmal entsprechend aufgesetzt (drei Stege mit kleinem Schlitz nach unten und einen ganz weggelassen), habe aber zügig Sirup eingefüllt (beide Wannen gut halbvoll) und den besagten HR einfach oben drauf gesetzt.

    Nach zwei Wochen habe ich nachgeschaut: die Damen haben brav erst das Futter abgenommen, dann die Zarge und den Honigraum blank geputzt.

    Keine einzige ertrunkene Biene.

    Ich überlege ernsthaft, ob ich das nicht nächstes Jahr beim zweiten Futterstoß ganz regulär so mache.

    Bin grade ziemlich hin- und her gerissen: ich habe vier spätere (Juni) Ableger in Stehr-Ablegerkästen, die inzwischen recht propper auf sechs Dadant-BR-Rähmchen (komplett ausgebaut) sitzen. Im Durchschnitt auf drei Waben Brut und drei Futterwaben.

    Hänge ich die jetzt noch in Holzbeuten um? Standort bleibt, Anordnung ebenso: es ist nur die Frage, ob ich die jetzt noch in die größeren Kisten packen soll oder erst im Frühjahr.

    Ich bin recht zuversichtlich, die in den Stehrkästen durch den Winter zu bekommen, frage mich aber, wann das Umwohnen dem Volk mehr schadet: jetzt oder in der Durchlenzung :/.


    Falls das jetzt sinnvoller ist: gebe ich denen dann auch noch ein oder zwei Mittelwände und nochmal nen Schwung Futter oder bauen die jetzt eh nicht mehr?

    nie wieder Zuckerwasser anrühren !!

    Außer für Ableger ;-). Die hatte ich dieses Jahr erstmalig und die hier vielfach empfohlene Fütterung mit dünnem Zuckerwasser (1,2l auf 1kg Zucker) ist v.a. den spät gebildeten Ablegern offensichtlich prächtig bekommen.

    Wollte die egtl. in den 6er Stehr-Kästen überwintern aber wie es aussieht, ziehen die dieses oder nächstes WE in die großen Kisten um und bekommen nochmal je drei MW und eine ordentliche Ladung Sirup. Mal sehen, was die noch ausbauen...

    N'Abend zusammen,


    ein Freund imkert im Bienenwagen mit einem traditionellen Beutensystem. Er hat dieses Jahr sehr starke Völker, die abends schon seit ein paar Wochen nicht mehr alle in die Kisten passen und als prächtiger Bart davor lagern. Er stellt sich nun die Frage, inwieweit sich das negativ auf die begonnene Ameisensäurebehandlung auswirkt. Klar, die eigentlich problematischen Milben in der Brut werden erwischt. Aber die phoretischen Milben auf den vorlagernden Bienen wird die Ameisensäure in der Stockluft ja einigermaßen unbeeindruckt lassen. Insofern erscheint auch mir eine "Reinvasion" programmiert.


    Stimmt meine Einschätzung? Falls ja: was tun?

    Wäre es sinnvoll, die vorlagernden Bienen mit Oxalsäure zu besprühen?

    Oder ist das zuviel des Guten?

    rall0r Genau das habe ich in klein. Gerade bei den verbliebenen WV sehe ich für den Winter schwarz. Ich konnte zwei Ableger mit lokalen AGT-Königinnen bilden, die "sauber" sind, auf denen ruht meine Hoffnung für das nächste Jahr.

    Echt frustrierend. Ich drücke uns beiden (und natürlich allen anderen auch) die Daumen.

    Ich hatte in diesem Jahr erhebliche Probleme mit dem CBPV, zunächst an Ablegern, dann auch an den Wirtschaftsvölkern. Mein Eindruck ist - und das deckt sich ja mit vielem, was hier schon geschrieben wurde - dass die Krankeit vor allem da wütet, wo die Bienen nicht vernünftig fliegen können und sie alt oder zumindest älter werden, weil keine jungen Bienen nachrücken. Besonder schmerzhaft habe ich das an einem inzwischen aufgelösten WV erleben dürfen, bei dem ich die Königin versehentlich in den HR verbracht hatte, ohne das sofort zu bemerken. Dadurch kam es zu einem Quasibrutstop (im HR war kaum Platz zum legen), weswegen das Volk vier Wochen später kurz vor dem Zusammenbruch stand mit erheblichem Totenfall in der Einflugschneise - und das obwohl die Königin "nur" zwei Wochen nicht im Brutraum war. Sie konnte das nicht aufholen.


    Ich habe das Volk aufgelöst (etwa 30m in die eine Richtung den erheblichen Totenfall auf dem Boden abgestoßen, etwa 30m in die andere Richtung alle anderen Bienen bis auf die Königin) und die Brutwaben bienenfrei einem schwächeren Volk auf einem anderen Beutenständer hinzugefügt (Königin dort war die ganze Saison eher lahm): dieses Volk war beim Abschleudern am WE relativ stark - aber ohne CBPV-Symptome zu zeigen.


    Ganz anders das ehemalige Nachbarvolk, dem die meisten Bienen zugeflogen sind, die noch dazu in der Lage waren: auch dort nun erhebliche Symptome, ich hoffe, die für das nächste WE geplante Ameisensäurebehandlung hilft. Aber ich vermute, dass ich auch dieses Volk werde auflösen müssen.


    Weil das Auftreten der CBPV oft mit der Königin assoziiert wird bzw. der Tausch der Königin als Maßnahme gegen CBPV, habe ich die Königin des bereits aufgelösten Volkes nicht abgedrückt, sondern mit HR-Bienen der verbliebenen drei Völke einen kleinen Kunstschwarm gebildet und in einen Ablegerkasten eingeschlagen: auch dort kann ich bisher keine Symptome erkennen, vor dem Flugloch kein Totenfall.


    Der ganze Mist wird für mich immer eher rätselhafter, statt klarer :rolleyes: ...


    Bin gespannt, mit wievielen Völkern ich im Frühjahr da stehe. Momentan bin ich ziemlich pessimistisch.


    Am erschreckendsten finde ich dabei, welche Auswirkungen das Ganze auf die Varroabehandlungsmethoden haben könnte, die auf eine Brutunterbrechung setzen: momentan habe ich den Eindruck, dass diese bei CBPV kontraindiziert sein könnten. Ich werde die Sommerbehandlung in diesem Jahr jedenfalls stumpf per "Säuredusche" durchführen und zwar sowohl bei den Ablegern, als auch bei den Wirtschaftsvölkern.

    Also halten wir mal fest, du hast weder eine 52cm Radialschleuder, noch kennst du einen der eine hat, aber behauptest einfach es würde nicht gehen...

    Halten wir mal lieber fest: ich schrieb nicht, es würde nicht gehen, sondern es sei "Murks".


    Gehen tut vieles, ob es gut geht, ist eine andere Frage. Wie sagt mein Vater in solchen Fällen so schön? "Scheiße am Stock ist auch 'ne Blume."

    Und ja: wegen der Physik habe ich den Schritt "52cm Radialschleuder" einfach übersprungen, lieber Marcus. Das brauchte ich nicht zu probieren, dass hat ein netter Forumskollege bereits gerechnet. So macht man das seit einiger Zeit.


    Diese lange Erklärung, warum das Murks ist, mit genauer Angabe der Unterschiede in der Umdrehungsgeschwindigkeit in Abhängigkeit zum Durchmesser der Radialschleuder ist Dir ja sicher bekannt. Falls nicht, bemüh' bitte die Suchfunktion.