Beiträge von Waldi

    Mir werden beim Ablauf mal wieder ein paar Details nicht klar, die für alle anderen bestimmt total selbstverständlich sind. Ich kann es nicht ändern 🤷🏻‍♂️:


    Wenn ich 24h nach Gabe des Zuchträhmchens beim Rückvereinigen des Volkes eine Brutwabe über AG in den Honigraum neben das Zuchträhmchen hänge, entnehme ich die ja unten im Brutnest. Schiebe ich dieses dann einfach zusammen und fertig oder gebe ich eine Mittelwand als Ersatz (an den Rand des Nestes)?

    Und wenn ich nach 14, 15 Tagen hoffentlich erfolgreich meine Krabbelzellen entnehme und es vermehrungstechnisch dabei bewenden lasse: hänge ich die inzwischen bestimmt satt verhonigte Brutwabe einfach wieder runter? Wenn ja: wohin? Oder gebe ich die als Futterwabe einem der Ableger mit?

    Im Eifer des Gefechts holt er aus einer Zarge à 10 Waben auch 180kg Honig ;).

    Oder konstatiert, dass man als Hobby/Standimker mit durchschnittlich 30kg pro Volk und Jahr 25,- € fürs Glas nehmen müsste, wenn man die Kosten für ein Volk über 10 Jahre betrachtet (er geht von 2500 - 3000 € aus) wieder einspielen wollte.

    Selbst wenn ich mich verhört habe und er vom Kilopreis sprach, sagt mein Taschenrechner da etwas anderes (10€/kg als break even oder wie das heißt).


    Das ist deshalb schade, weil ich damit auch als Newbee mich frage, ob seine restlichen Ausführungen ähnlich gut überlegt/tragfähig/lehrreich sind. Das mit der Tischlänge (6m wg. Bremsweg der Marktbesucher) finde ich beispielsweise plausibel - da habe ich aber auch wenig Ahnung von.


    Ich werde es mir wohl trotzdem mal ganz anhören.

    ...nur irgendwann sollte schon Winterruhe sein, mit Betonung auf "Ruhe"...

    Sag das mal meinen Bienen :D...


    Im Ernst: wenn ich an den übrigen Völkern nix Dramatisches finde (und da gehe ich erstmal nicht von aus), bekommen die nur noch die Restentmilbung und dann schaue ich bis Anfang März höchstens nochmal nach nem Sturm, ob der Deckel noch auf der Kiste ist, versprochen :).

    Und auch mein Sorgenkind wird nicht länger behandelt, als unbedingt notwendig...

    rase meint mit "Weiterbehandlung" in Wirklichkeit "Winterbehandlung" im brutfreien Zustand, die ist Mitte Dezember obligatorisch - aber das weist Du ja, oder?

    Ja, das habe ich schon verstanden und den Vertipper richtig gedeutet (Gruß an die Aurokorrektur) :).


    Nun habe ich aber nur diese vier Völker und möchte ganz gern auch mit diesen vier Völkern auswintern. Muss ja nicht sein, dass die Bienen meine Lernkurve mit dem Leben bezahlen.


    Positiv gewendet: momentan habe ich erst vier Völker und da kann ich noch, ohne mich kaputt zu machen, etwas aufwändiger arbeiten, zB schauen, was zB die Blockbehandlung bei dem einen Volk noch bewirkt. Auch davon lerne ich ja (ohne die Bienen zu sehr zu strapazieren, denke ich).


    Bei den anderen Völkern habe ich die Schublade eher zur Beruhigung meines Gewissens nochmal eingelegt - hoffe ich. Morgen weiß ich mehr :/.


    Nächstes Jahr bin ich bestimmt schon viel ruhiger und imkere, wie ein Buddha, wartet's nur ab! :D

    Die Anpassungen der Natur geschehen über viele zig oder tausende Jahre und länger. Sind dann (dadurch) aber auch dauerhaft gefestigt.

    Diese Annahme stimmt so nicht. Leider ist die Quelle verschütt aber ich erinnere mich an eine Geschichte (und auch ein Foto) aus dem BioLK (vor gut 25 Jahren) zum Thema Evolution, in der es um eine Falterart in England ging, die im 19. Jahrhundert weiß mit einigen schwarzen Flecken und so zB auf Birkenrinde prima getarnt war.


    Dann kam die industrielle Revolution und in wenigen Jahren waren die Birkenstämme in entsprechenden Gegenden schwarzgrau von Russ und anderen Stäuben (kein Scherz, sowas kannten meine Großmütter noch und selbst ich habe noch Anfangs der 2000er am Balkon meiner ersten Wohnung wenig Spaß gehabt, weil in der Nähe eine Gießerei war).


    Nachdem die weißen Falter zunächst verschwunden schienen, entdeckte man nach einiger Zeit, dass es eine "neue" schwarzgraue Art gab - die sich bei näherem Hinsehen als ebendieser Falter herausstellte, nur in einem neuen Farbschlag.

    Damit nicht genug: als später die Luft und damit auch die Bäume wieder sauberer wurden, kehrte sich das Ganze recht fix wieder um.


    Der langen Rede kurzer Sinn: manchmal geht Evolution auch recht fix, v.a. wenn die Mutation in der Spezies nicht gar so selten ist (es wird immer mal 'schwarze' Schafe, ähhh, Falter gegeben haben, aber erst mit der Verschmutzung der Baumstämme war das ein Überlebens- und damit Fortpflanzungsvorteil).

    Jetzt isses doch egal. Sobald die brutfrei sind kommt die Weiterbehandlung.

    Wenn sie es denn bald werden: in der Nachbarschaft stehen Buchweizen und Senf in Vollblüte und heute sah es bei drei von vier Völkern am Flugloch aus, als sei Frühling 🙄...

    Bei einem weiß ich, dass es ein Problem gibt, bei den drei anderen habe ich heute die für den Winter schon unterm Deckel verstaute "Windel" wieder eingeschoben, um doch nochmal den natürlichen Totenfall zu messen. Und wiegen sollte ich wohl auch nochmal...

    Wer da nicht aufpasst, z.b. verhonigen des Brutraums, hat keine Möglichkeit mehr, schnell und gut zu erweitern wie z.B. bei DN1,5, wo man kurzfristig mit einer Wabe erweitern kann.

    Ich hatte es bisher so verstanden, dass bei angepasstem Brutraum (mal unabhängig davon ob mit Absperrgitter oder Schied) das Verhonigen des Brutnestes eher ein Problem von zu viel Platz in ebendiesem ist, bzw. davon (oder davon verstärkt), dass man zu zögerlich Honigräume gegeben hat - und das das hinzufügen weiterer Waben das Problem eher verschlimmert :/.

    Entschuldigt, wenn ich als Jungimker hier herumtrolle, aber ich habe die verlinkte Studie jetzt spaßeshalber zumindest mal quergelesen und dass

    tief im Wald, weitab von Imkereien Völker gefunden wurden, die nur im Verlaufe mehrerer Generationen dorthin gelangt sein können

    halte ich nach dieser Lektüre für eine steile These...


    Die Studienautorin konstatiert zwar und belegt das sowohl mit eigenen Untersuchungen als auch mit Daten u.a. von Seeley, dass sich ein Schwarm im Mittel lediglich knapp 500m weit vom Ursprungsvolk ansiedelt, sie im Gegensatz dazu aber Bienevölker teils 4km tiefer im Wald gefunden habe.


    Man könnte aus der Tabelle zu den von ihr entdeckten Völkner im Hainich aber auch lesen, dass sich lediglich drei von neun Völkern außerhalb des normalen (Sammel-)Flugkreises der nächsten Imkerei (nicht des Waldrandes...) angesiedelt haben. Im Mittel (sie interpoliert ja fleißig) betrug diese Entfernung 2.660m.

    Und weiter unten hat die Autorin festgestellt, dass auch schonmal für Nistplätze in über 6km Entfernung getanzt wurde.

    Auch meine ich, dass sie ihre Schlußfolgerungen - zumindest was die gefundenen "Bienenbäume" angeht - aus einer bannig dünnen Datenbasis zieht.


    Die zentrale These in Punkt 4 im Diskussionsteil ist dementsprechend noch vorsichtig formuliert ("dass die Bienenbäume im Hainich eventuell nicht (probably not) von Beuten von Imkern aus kolonisiert wurden").


    Die anschließende Schlussfolgerung, man müsse "begreifen/anerkennen, dass die Honigbiene auch als Wildtier [über]leben kann", finde ich vor dem Hintergrund jedenfalls keineswegs zwingend - den Hinweis im selben Absatz, dass zu dem Thema noch viel zu forschen ist, unterschreibe ich da schon eher... .