Beiträge von Waldi

    Euch allen vielen Dank für die schnellen Antworten! Ich werde gleich mal losziehen und die Fütterer in einiger Entfernung des Standes ausgießen und nachspülen, dann die Zugänge ganz öffnen, vielleicht putzen sie ja noch aus. Jedenfalls wäre dann die Isolierung wieder einigermaßen.

    Nee, auf den Oberträgern saß nur eine Handvoll Bienen und es waren nur noch zwei oder drei Wabengassen besetzt (von oben gesehen). Ich habe sie nicht auseinander reißen wollen und hab nur kurz die Futterzarge angehoben und drunter geschaut, nachdem ich zwei ertrinkende Bienen im Aufstieg fand (hatte eines der Cabochons angehoben, um mal zu schauen, ob sie das Futter überhaupt gefunden haben). Im nachhinein ärgert mich das: es hatte gestern 17°C - und wenn sie dabei sind, zusammenzubrechen, hätte eine kurze Durchsicht wohl auch keinen großen Unterschied gemacht, alldieweil ich die Völker in den letzten vier Wochen in Ruhe gelassen habe.


    Das mit den Futtertaschen habe ich in einem Artikel einer der Bienenzeitschriften gelesen, meine ich. Aber im Grunde hast Du Recht: weiter weg ist das Futter in den Nicot-Zargen ja nun eigentlich auch nicht.

    Weil das kaum ohne mehr oder weniger große Sauerei zu bewerkstelligen sein dürfte: wir reden über kalten, zähen Sirup in Nicot-Zargen, nicht über selbst angemischtes Zuckerwasser. Ansaugen und ablaufen lassen iss jedenfalls nich. Höchstens die Suppe auslöffeln, die ich mir selbst eingebrockt habe.


    Aber gut: eine Möglichkeit wäre es, quasi mit imamnenter Bestrafung des Imkerlings :rolleyes: ...

    Nein, ich halte das nicht für eine total innovative Idee: es geht darum, die Folgen eines Unfalls zu beheben, der mir möglichst nicht nochmal unterkommen sollte:


    Im September war ich fertig mit füttern - dachte ich. Anfang Oktober habe ich gewogen und wohl durch anhaltende, starke Brutaktivität lagen alle Völker deutlich unter dem angestrebten Einwinterungsgewicht. Ich wollte deshalb noch etwas nachfüttern und da die Futterzargen im Winter drauf bleiben und das Wetter recht warm war, habe ich einfach nochmal 3, 4 kg Sirup pro Volk in die Zargen gegeben (ich weiß inzwischen, dass Futtertaschen für so eine späte Fütterung warscheinlich besser gewesen wären).


    Gestern musste ich feststellen, dass das bei zwei Völkern leider nicht geklappt hat. Mal unabhängig von den Gründen (bei einem bin ich mir ziemlich sicher, das es an der Milbe liegt):

    lasse ich das jetzt einfach so über den Winter (also 1,5cm Sirup in der Futterzarge) oder nicht? Ich fürchte, dass der Sirup ne 1A Wärmebrücke ist. Aber wenn ich die Zargen runternehme und durch neue (leere) ersetze, fehlt die Propolisversiegelung, edit: von dem späten Aufreißen der Kiste nicht zu reden: auch alles andere, als ideal.


    Was ist das kleinere Übel?

    Wenn du TBE machen möchtest, stecke doch in die Brutsammler nach 9Tagen eine Zelle/Prinzessin.

    Im September sind diese Königinnen dann allesamt vollreif.

    Jetzt entweiselst du die Zielvölker - bspw jene, die du als schwächste identifiziert hast - und steckst dort jeweils einen Brutsammler mit seiner jungen F1 vom Züchter rein.

    Genau solche Überlegungen tragen mich immer aus der Kurve. Den Ansatz kenne ich natürlich (trotzdem Danke!), aber wenn ich die TBE kurz vor oder bei Trachtende Anfang/Mitte Juli (s.u.) mache, dann sitzen die WV "im September" doch - je nachdem wann im September - nicht nur auf zehn frisch ausgebauten Waben, sondern haben neben einem noch ansehnlichen Brutnest auch schon den größten Teil des Futters eingelagert. Wo soll ich denn da die mindestens vier oder sechs Waben des "Brutsammlerablegers" noch unterbringen? Oder nehme ich dann entsprechend Futterwaben raus und füttere nochmal ordentlich nach?

    Genau in diesem Kleinklein verstricke ich mich immer.


    Reiner Schwarz hat in seinem Buch einen in gewisser Weise ähnlichen Ansatz unter dem Rubrum "Zwei auf einen Streich" (S. 86 f) beschrieben. Auch der klingt total charmant - bis auf die Kleinigkeit, dass er das Verfahren, das auch das Sprühen von Milchsäure (inzwischen würde er vielleicht Oxalsäure empfehlen) beinhaltet, Ende Juni ansetzt. Bei ihm ist da schon mehr oder weniger Trachtende (s. Hauptteil des Buches), er geht also offenbar von (frisch) abgeräumten Völkern aus. Hier blühte in den letzten beiden Jahren die Linde und offenbar auch die Brombeere fleißig bis Mitte Juli. Leidlich trocken war meine Sommertracht erst gg. Ende Juli: eigentlich schon reichlich spät selbst für eine klassische TBE.


    Manchmal frage ich mich, ob ich nicht stumpf Ableger zur Schwarmverhinderung und MAQS-Streifen zur Spätsommerbehandlung im August (!) nutzen sollte, wie das hier in der Gegend offenbar die meisten nach alter Väter Sitte machen X/ ...

    Hallo, solange du mit dem Auto erreichbar bist, sehe ich da kein Problem.

    Hast du schon versucht Völker zu verkaufen?

    Nein, bisher noch nicht. Meint Ihr wirklich? Ok, das würde die Sache ggf. vereinfachen. Ich war davon ausgegangen, dass sich sowas eher im lokalen Umfeld abspielt. Was mich außerdem zögern lässt ist, dass ich meine Beuten egtl. auch nicht verkaufen möchte - und üblich wäre Verkauf in der Kiste, richtig?


    Der vielleicht wichtigste Aspekt zu mehr Gelassenheit in der Imkerei: So viele Völker zu viel haben, dass man ohne Reue zusammenlegt, allein um die Völkerzahl zu reduzieren

    Da würde ich gern hin, genau!

    Hallo zusammen,


    die Arbeit an den Bienen ist - bis auf die Winterbehandlung - für das Kalenderjahr erledigt. Nach anderthalb Imkerjahren bin ich ziemlich frustriert: das erste (Kalender-)Jahr auf eigenen Füßen lief echt bescheiden und das es vielen, auch erfahrenen Imkern so ging, macht es auch nicht viel besser.

    Was mich am meisten nervt, ist, dass ich noch immer keine klare Vorstellung einer Betriebsweise entwickelt habe: ich habe den Eindruck, dass ich weniger weiß, mir weniger klar ist, als ganz zu Beginn. Ich drehe mich im Kreis, der Knoten will nicht platzen, irgendwo beißt sich die Katze immer in den Schwanz. Vielleicht hat von Euch jemand den Nerv, mir ne Ausfahrt zu zeigen?


    Beutensystem ist Dadant. Eingewintert habe ich drei WV, vier starke/frühe Ableger/Jungvölker (die sitzen alle auf zehn Waben incl. Futter), und zwei spätere/schwächere Ableger (da reden wir von sechs Waben Dadant incl. Futter).

    Ich hoffe, dass ich mit mindestens sechs Völkern aus dem Winter komme (bin bei einigen skeptisch).


    Was will ich dauerhaft?


    - Nominell zehn WV führen (kann und wird ja zwischen acht und zwölf schwanken), kein Wachstum darüber hinaus

    - möglichst keine "überschüssigen" Völker, da ich hier mit Dadant auf weiter Flur allein bin, was den Völkerverkauf erschwert (eines meiner Hauptprobleme, sonst würde ich (s.u.) einfach genug Ableger bilden)

    - Je die Hälfte der WV soll jedes Jahr eine frische Königin vom Züchter bekommen, also umgeweiselt werden.

    - Königinnenzucht ist bis auf Weiteres abgesagt, ich muss erstmal mit den Basics klar kommen

    - TBE als Spätsommerbehandlung

    - einfach wäre schön, scheine ein deutlich schlichteres Gemüt zu sein, als bisher gedacht :rolleyes: ...


    Es geht mir nicht um Schwarmkontrolle, Honig, Füttern, etc.; das bekomme ich hin.

    Es geht mir um die Völkerführung und -verjüngung bzw. das Umweiseln. Ich würde gern Krabelzellen oder unbegattete Königinnen kaufen, die ich standbegatten lasse, um sie als legende Königinnen zum Umweiseln zu nutzen.

    Aber wie und wann?


    Bevor ich hier wieder langatmig beschreibe, was ich mir alles überlegt habe, frage ich lieber: wie würdet ihr das an meiner Stelle machen?


    PS: ja, dazu gibt es viel - für mich aber offenbar zuviele Möglichkeiten, ich habe irgendwie den Überblick verloren :/

    Es ist ja bekannt, dass die Fütterer, wenn man nur einen Durchgang offen lässt, auch als Bienenflucht taugen. Hat beim Ausputzen lassen der ausgeschleuderten HR super funktioniert.

    Eine Zarge habe ich aber - warum auch immer - übersehen (lungerte im Schleuderraum herum und tat ganz unschuldig). Weil es mir zeitlich knapp wurde, haben ich den Fütterer bei einem Volk nochmal entsprechend aufgesetzt (drei Stege mit kleinem Schlitz nach unten und einen ganz weggelassen), habe aber zügig Sirup eingefüllt (beide Wannen gut halbvoll) und den besagten HR einfach oben drauf gesetzt.

    Nach zwei Wochen habe ich nachgeschaut: die Damen haben brav erst das Futter abgenommen, dann die Zarge und den Honigraum blank geputzt.

    Keine einzige ertrunkene Biene.

    Ich überlege ernsthaft, ob ich das nicht nächstes Jahr beim zweiten Futterstoß ganz regulär so mache.

    Bin grade ziemlich hin- und her gerissen: ich habe vier spätere (Juni) Ableger in Stehr-Ablegerkästen, die inzwischen recht propper auf sechs Dadant-BR-Rähmchen (komplett ausgebaut) sitzen. Im Durchschnitt auf drei Waben Brut und drei Futterwaben.

    Hänge ich die jetzt noch in Holzbeuten um? Standort bleibt, Anordnung ebenso: es ist nur die Frage, ob ich die jetzt noch in die größeren Kisten packen soll oder erst im Frühjahr.

    Ich bin recht zuversichtlich, die in den Stehrkästen durch den Winter zu bekommen, frage mich aber, wann das Umwohnen dem Volk mehr schadet: jetzt oder in der Durchlenzung :/.


    Falls das jetzt sinnvoller ist: gebe ich denen dann auch noch ein oder zwei Mittelwände und nochmal nen Schwung Futter oder bauen die jetzt eh nicht mehr?

    nie wieder Zuckerwasser anrühren !!

    Außer für Ableger ;-). Die hatte ich dieses Jahr erstmalig und die hier vielfach empfohlene Fütterung mit dünnem Zuckerwasser (1,2l auf 1kg Zucker) ist v.a. den spät gebildeten Ablegern offensichtlich prächtig bekommen.

    Wollte die egtl. in den 6er Stehr-Kästen überwintern aber wie es aussieht, ziehen die dieses oder nächstes WE in die großen Kisten um und bekommen nochmal je drei MW und eine ordentliche Ladung Sirup. Mal sehen, was die noch ausbauen...

    N'Abend zusammen,


    ein Freund imkert im Bienenwagen mit einem traditionellen Beutensystem. Er hat dieses Jahr sehr starke Völker, die abends schon seit ein paar Wochen nicht mehr alle in die Kisten passen und als prächtiger Bart davor lagern. Er stellt sich nun die Frage, inwieweit sich das negativ auf die begonnene Ameisensäurebehandlung auswirkt. Klar, die eigentlich problematischen Milben in der Brut werden erwischt. Aber die phoretischen Milben auf den vorlagernden Bienen wird die Ameisensäure in der Stockluft ja einigermaßen unbeeindruckt lassen. Insofern erscheint auch mir eine "Reinvasion" programmiert.


    Stimmt meine Einschätzung? Falls ja: was tun?

    Wäre es sinnvoll, die vorlagernden Bienen mit Oxalsäure zu besprühen?

    Oder ist das zuviel des Guten?