Beiträge von WFLP

    Hallo Patrick,


    das Problem ist bei mir bisher nur aufgetaucht, wenn ich Mittelwände zwischen ausgebaute Waben gehängt habe. Dann wird manchmal die Wabe weiter ausgebaut statt der Mittelwand.
    Ich habe das nach dem Schleudern einfach glatt geschnitten.


    Gruß Wolfgang

    Hallo Pisolo,


    vielen Dank!
    Ich habe inzwischen weiter expertimentiert und recherchiert. Es lag wohl tatsächlich daran, dass das Wachs zu heiß war. Als Trennmittel habe ich 70%igem Trinkalkohol ("Primasprit") mit ein wenig Honig verwendet (dieser Tipp fand sich im Internet), weil ich keine Spülmittelreste an den Mittelwänden haben will. Das klappt jetzt gut. Ich komme sogar ohne die Wasserkühlung aus, wenn ich die Wartezeit zum Geradeschneiden der Mittelwände nutze.
    Den Hinweis auf die Milchtemperatur finde ich nett. Andernorts hat ein Imker das mit der Temperatur einer fieberheißen Kinderstirn beschrieben. Das sind halt nicht nur Bienenväter.


    Liebe Grüße
    Wolfgang

    Ich habe mir jetzt auch die Mittelwandpresse aus Lettland geholt.
    Mit der Mechnik und Verabeitung bin ich recht zufrieden. Ich kriege die Mittelwände aber nicht vernünftig abgelöst.
    Eigentlich sollte eine solche Presse ohne Trennmittel funktionieren. Spülmittellösung brachte kein befriedigendes Ergebnis.
    Welche Rolle spielt die Wachstemperatur? Kann es daranliegen, dass das Wachs zu heiß war?
    Wie macht Ihre das?


    Besten Dank für Eure Hilfe
    Wolfgang

    Hallo Clemshome,


    Liebig stellt in seinem Waldtrachtbuch fest, dass es eigentlich nur drei Baumarten gibt, die für Waldhonig (also Honigtauhonig) eine Rolle spielen: Fichte, Tanne und (mit deutlichem Abstand) die Eiche. Die wichtigste Baumart ist die Fichte, weil auf ihr 7 Honigtauerzeuger vorkommen, auf der Tanne dagegen nur 2. Die Eiche honigt nur selten.
    Andere Baumarten sind praktisch ohne Bedeutung, oder honigen zur Blütezeit (Ahorn, Linde) und liefern damit keinen reinen Honigtauhonig.
    Die besten Chancen auf Waldhonig hat man also bei Fichtenbeständen. Da auch die Fichte im Durchschnitt nur jedes zweite Jahr honigt, ist man auf Trachtbeobachtungen angewiesen (wenn man anwandert). Das ist aber eine Wissenschaft für sich.


    Gruß Wolfgang

    Die Kippkontrolle reicht meiner Erfahrung nach nicht aus. Zu oft gibt es Weiselzellen, die man so nicht sehen kann.
    Da hilft also nur alles durchsehen. Bei mir hat sich der Zwischenbodenableger aber gut bewährt. Wenn ich also nicht vermehren will, mache ich das, anstatt bis zum Ende der Schwarmzeit Weiselzellen zu brechen.


    Gruß Wolfgang

    Hallo Winterbiene,


    Zitat

    Wäre bestimmt auch nicht verkehrt, aber das stelle ich mir dann doch etwas schwierig vor.


    Nein, das ist nicht schwierig. Es ist sogar einfacher, weil die Frage, ob Honigraum oder Brutraum aufsetzen nicht mehr auftaucht.
    Ich erweitere, wenn die Wabengassen der jeweils oberen Zarge gut mit Bienen gefüllt sind oder wenn die vorhandenen Waben gut mit Honig angetragen sind. Während der Trachtzeit, wenn es warm ist, kann man ohnehin jederzeit und uneingeschränkt erweitern. Sind die Waben oder Mittelwände zu viel, werden sie halt nicht ausgebaut oder genutzt.
    Das Argument, mit ASG finde man die Königin leichter, überzeugt mich auch nicht, weil die Königin immer irgendwo im Brutnest ist und nicht quer duch die ganze Beute marschiert.
    Bei der Honigernte entnehme ich die Waben von oben nach unten und von außen nach innen, bis ich auf Brut stoße. Wo das Brutnest sitzt, ist ja unschwer festzustellen, da kann kaum was passieren.


    Gruß Wolfgang

    Ich rate dazu, das ASG in Zweifel einfach ganz weg zu lassen. Es werden ja, wenn das Brutnest nach oben wächst, zunächst nur wenige Waben bebrütet. Man schleudert dann eben nur die unbebrüteten. Honig wird ja nicht nur oberhalb, sondern auch neben den Brutwaben eingelagert (auch in sog. Brutraum).
    Wenn sich im Spätsommer das Brutnest wieder verkleintert, kann man den Honig immer noch ernten, bevor man einfüttert. Oder man lässt ihn den Bienen eben. Ich bin ohnehin kein Freund davon, den Bienen das letzte Tröpfchen Honig abzuquetschen.
    Ich imkere völlig ohne ASG. Gerade bei DNM ist das von Vorteil, weil man keine Sorge haben muss, das Brutnest einzuengen.


    Gruß Wolfgang

    Im neuen Bienenjournal wird ein nette Selbstbauvariante beschrieben: Einfach auf einen Eimer mit Deckel ein Bienenflucht schrauben. In den Eimer kommen genügend Luftlöcher, damit der Schwarm beim Transport nicht verbraust.
    Die Bienenflucht sorgt dafür, dass die Bienen, die drin sind, nicht mehr rauskommen und alle, die noch rumfliegen reinkönnen.
    Hat mir gut gefallen. Da finde ich es beinahe Schade, dass bei mir noch nie ein Schwarm gefallen ist.


    Gruß Wolfgang

    Die Bestiftung der Zellen ist ganz ordentlich und es sind auch nicht mehrere Stifte in eine Zelle. Irritiert hat mich, wie die Stifte auf die Waben verteilt sind. Da kann aber daran liegen, dass ich die beiden Brutwaben in der Mitte eingehängt habe.
    Nun gut, die verstärken erst mal das Volk.
    Ich warte also ab und bedanke mich für die Tipps.


    Gruß Wolfgang

    Lieber ImkerkollegInnen,


    funktioniert eine Weiselprobe eigentlich auch bei einem drohnenbrütigem Volk?
    Ich habe bei einem brutlosen Volk eine Weiselprobegemacht - negativ. Die Königin kann ich nicht finden. Die Brutlosigkeit könnte aber auch an dem späten Frühjahrsbeginn liegen (keine Brut bei der ersten Frühjahrsdurchsicht).
    Jetzt habe ich frisch bestiftete Zellen gefunden und den Verdacht, dass das Volk drohnenbrütig ist. Lange könnte das noch nicht so sein, weil noch keine verdeckelte Drohnenbrut da ist.
    Also noch abwarten, was aus den frisch bestifteteten Zelle wird oder lieber gleich abfegen?


    Gruß Wolfgang

    Hallo Grashüpfer Flip,


    die Frage muss man wohl anders stellen: Welche Optionen hat man, wenn man keine (konventionell bewirtschafteten) landwirtschaftlichen Flächen befliegen lassen will? Brachflächen sind rar und Wald ist nur eingeschränkt als Bienenweide von Bedeutung. Die meisten Massentrachten finden sich auf landwirtschaftlichen Flächen (wenn ich die Obstbäume dazu zähle).
    Da sind wir als Imker leider in den meisten Fällen auf Gedeih und Verderb auf die Landwirte angewiesen.


    Gruß Wolfgang