Beiträge von WFLP

    Liebe ImkerkollegInnen,


    warum gibt es eigentlich keine relevanten Imkerverzeichnisse oder Vermarktungsportale für ImkerInnen im Web? Für jeden Blödsinn gibt es solche Verzeichnisse und Portale.
    Ich habe das mal recherchiert, weil ich meine Website eintragen wollte.
    Mehr als nur ein Handvoll Imker hat lediglich imkerkataster.de versammelt.
    Interessant, aber mit noch weniger Einträgen, www.heimathonig.de.


    Meine Frage deshalb: Wäre das mal den Schweiß der Edlen wert, so etwas aufzubauen und vernünftigte Öffentlichkeitsarbeit dafür zu machen?


    Beste Grüße
    Wolfgang

    Hallo Henry,


    vielen Dank für das schöne Beispiel.
    Das ist genau der Punkt: Die Imker müssen darstellen, dass sie ein Premiumprodukt haben. Wir können nicht mit Discountern konkurrieren und das müssen wir auch nicht.


    Gruß Wolfgang

    Der Kastanienhong (Edelkastanie) ist ein Sonderfall. Der kristallisiert wegen des geringen Glukosegehalts nicht (oder nur sehr langsam), genau wie Robinienhonig oder Waldhonig (wenn er nicht einen hohen Melezitoseanteil hat).
    Alles anderen Sorten werden offensichtlich erwärmt und entsprechend gemischt. Wie genau das geht, ist wohl das Geheimnis der Verarbeiter. Solche Sachen möchte ich mit meinem Honig nicht machen.
    Erstaunlicherweise verbietet die Honigverordnung das Erwärmen nicht. Sie legt nur einen entsprechenden Enzym- und HMF-Gehalt fest.


    Gruß Wolfgang

    Aber noch mal: Die Imkerei ist kein Gewerbe i.S. der Gewerbeordnung. Es wird also kein Gewerbe angemeldet.
    Die Gewerbeanmeldung ist auch nicht Voraussetzung für die Besteuerung. Es muss auch kein landwirtschaftlicher Betrieb angemeldet werden.
    Trotzdem werden Überschüsse grundsätzlich besteuert. Aber wie gesagt. Wenn die Gewinnerzielungsabsicht fehlt, gibt es keine Verrechnung von Verlusten mit anderen positiven Einkünften.
    Das Finanzamt ist nicht das Sozialamt: Nur grundsätzlich steuerpflichtige (negative) Einkünfte können verrechnet werden. Wer keine Steuern zahlen muss, soll auch keine Verluste verrechnen (ist ja auch nicht unvernünftig so).


    Gruß Wolfgang

    Die Anforderungen an die Buchführung ändern sich durch die Gewerbeanmeldung nicht. In beiden Fällen ist zunächst nur eine einfache Einnahmen-Überschuss-Rechnung erforderlich (§ 141 Abgabenordnung gilt auch für Landwirte). Bei der Umsatzsteuer greift zunächst die Kleinunternehmerregelung. Du wirst ja nicht im ersten Jahr mehr als 50.000 Euro Umsatz machen.
    Allerdings musst Du bei Handel mit Fremdhonig und eigener Imkerei sowohl die Anlagen L (Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft) als auch die Anlage G (Einkünfte aus Gewerbebetrieb) abgeben. Zudem muss die Anlage EÜR dann für beide Einkunftsarten (also zweimal) abgegeben werden. Schon ein Mehraufwand.
    In den ersten zwei, drei Jahren wird das Finanzamt die Verlustverrechnung akzeptieren, wenn eine Gewinnerzielungsabsicht erkennbar ist (d.h. wenn das Ganze nicht so angelegt ist, dass keine Überschüsse zu erwarten sind). Danach musst Du den Liebhaberei-Einwand durch entsprechende Überschüsse entkräften können.


    Gruß Wolfgang

    Die Imkerei ist aber kein Gewerbe i.S. der Gewerbeordnung. Sie ist deshalb nicht meldepflichtig (d.h. Du brauchst keinen Gewerbeschein, auch nicht für den Verkauf auf Märkten usf.). Für den Betriebsausgabenabzug spielt die Gewerbeanmeldung keine Rolle, den gibt es bei jeder Art steuerlicher Einkünfte.
    Steuerlich müsstest Du ohnehin den Handel mit Honig (gewerbliche Einküfte) und die Imkerei (Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft) getrennt führen (getrennte Gewinnermittlung). Das wäre also ein Mehraufwand.


    Gruß Wolfgang

    Rechtliche Bedenken gibt es keine. Wenn Du den Honig selbst abfüllst, darf auf dem Glas Dein Name stehen. Das ist halt anders als der Verkauf des eigenen Honigs eine gewerbliche Tätigkeit i.S. der Gewerbeordnung.


    Gruß Wolfgang

    Die Kellerhaft ist ja erforderlich, damit der Schwarm nicht wieder auszieht. Bei Brutablegern besteht die Gefahr nicht. Die jungen Bienen bleiben bei der Brut, nur die Flugbienen fliegen zurück ins Muttervolk.


    Gruß Wolfgang

    Auch die Räuberei wäre am gleichen Stand nicht anders. Hier muss halt das Flugloch kleingehalten werden. Außerdem werden Ableger zur Haupttrachtzeit gebildet, wo Räuberei nicht so sehr ein Problem ist.
    Ich bilde Ableger grundsätzlich am Stand und hatte damit bisher nie ein Problem. Warum sollte es dann in 2,5 km Entfernung Probleme geben?


    Gruß Wolfgang

    Man kann Ableger auch am gleichen Stand bilden. Es fliegen dann halt die Flugbienen ab.
    Deswegen sehe ich bei der Entfernung kein Problem. Es wird nur ein geringer Teil der Flugbienen zurückfliegen. Zur Sicherheit kannst Du ja ein paar mehr Jungbienen in den Ableger fegen.


    Gruß Wolfgang

    Ich habe auch noch Drohnen im November. Das liegt aber (zumindest auch) an einem drohnenbrütigen Volk, das ich im September aufgelöst hatte.
    Es könnte also wie oben gesagt Weisellosigkeit/Drohnenbrütigkeit dahinterstecken (muss aber nicht).


    Gruß Wolfgang

    Das Standardwerk heute ist wohl Liebigs "Einfach imkern". Man kann und darf sicher in vielen Punkten anderer Meinung sein. Aber kennen muss man es. Pfefferle z.B. ist leider in vielen Dingen nicht auf dem Stand oder vertritt ebenso einseitige Meinungen wie Liebig (z.B. zum Thema Reizfütterung).


    Gruß Wolfgang