Beiträge von WFLP

    Die Linde ist hier in Westmecklenburg eine verlässliche Tracht. Ich hatte noch kein Jahr, wo sie ausfiel oder nur schwach war (selbst das Wetter passt zur Lindenblüte fast immer).


    Gruß Wolfgang

    Zurück zur Ausgangsfrage: Die Bienenflucht sollte über einer Leerzarge eingesetzt werden. Dann finden die Bienen nicht so leicht zurück in die darüberliegende Honigzarge.
    Ich habe gerade beobachtet, dass sie es versuchen und dabei eine hübsche Akrobatik machen.


    Gruß Wolfgang

    Was die Verlustverrechnung anbelangt, hast Du natürlich recht. Das würde ich einfach mit der Steuererklärung angeben (Anlage L).
    Durch die Wahl des Abschreibungsverfahrens (Pool oder GWG-Grenze) kann man ja die Höhe des Verlustes gestalten. Taktisch dürfte es besser sein, die späteren Überschüsse zu mindern, als die aktuellen Verluste zu verrechnen. Dann wird das Finanzamt nicht so schnell mit dem Liebhaberei-Argument kommen.
    Wenn Ihr nicht mehr als 20 Völker anpeilt, solltet Ihr mit den Finanzamt abklären, ob es die Regelung anwendet, nach der bis 20 Völker nicht von einer Gewinnerzielung auszugehen ist. Dann fällt freilich auch der Verlustabzug weg.


    Gruß Wolfgang

    Die hohen Anfangsinvestitionen kannst Du auf zweierlei Art absetzen:
    1. Durch Verlustverrechnung, wenn Ihr andere positive Einkünfte habt (z.B. aus Lohn- und Gehalt)
    2. Durch Abschreibungen. Hier müssen halt die Abschreibungszeiträume voll ausgeschöpft werden. Wenn dann der Break-even erreicht ist, wirken die verbleibenden Abschreibungsbeträge gewinnmindernd.


    Das ewige Argument mit 20 Völkern könne man keine Gewinne erzielen, ist Quatsch. 1.000 kg Honig können da schon drin sein.
    Das sollten wenigstens 8.000 Euro Umsatzserlös sein. Dem dürften nicht mehr als 3.000 Euro Kosten gegenüberstehen übersteigen. Wer natürlich meint, es geht nicht ohne Sonderfahrzeug mit Vierradantrieb, der kommt zu einem anderen Ergebnis.


    Wolfgang

    Hallo andrea,


    die Frage nach der Anmeldung stellt sich gar nicht.
    1. Es gibt keine Meldepflichten beim Gewerbeamt (siehe § 6 Gewerbeordnung). Ihr braucht keinen Gewerbeschein - auch nicht für den Verkauf der eigenen Bienenerzeugnisse auf Märkten (§ 55a Gewerbeordnung).
    2. Eine Landwirtschaft anzumelden käme nur in Frage, wenn Ihr landwirtschaftliche Flächen habt.
    3. Ob die Einnahmen aus der Imkerei steuerlich ein Rolle spielen wird sich noch zeigen. Auch dann genügt es, wenn Ihr die Einkünfte/Verluste aus der Imkerei mit der Jahressteuererklärung angebt. Die Einkünfte bleiben steuerfrei, wenn sie nicht höher sind als 670 Euro im Jahr, soweit die anderen Einkünfte unter 30.700 Euro bleiben. Wenn Dein Mann und Du zusammen veranlagt werdet (Ehegattensplitting), verdoppeln sich diese Beträge (§ 13 Einkommensteuergesetz).
    Eine Verlustverrechnung mit anderen positiven Einkünften wäre denkbar. Hier gibt es halt das Liebhaberereiproblem.
    4. Die Umsatzsteuer ist kein Thema, weil der Imker steuerlich als Landwirt gilt und dadurch wegen der Durchschnittssatzbesteuerung nach § 24 Umsatzsteuergesetz keine Umsatzsteuer abgeführen muss; zugleich entfällt der Vorsteuerabzug. Es sein denn, Ihr verzichtet wegen des Vorsteuerabzugs auf diese Durchschnittssatzbesteuerung.


    Also: Erst mal abwarten, bis Eure Imkerei entsprechende Überschüsse erwirtschaftet.

    Der Verflug ist bei Drohnen viel größer als bei Arbeiterinnen. Dass ein fremder Drohn zufliegt, ist also nicht ungewöhnlich. Der war halt gezeichnet.
    Wäre ja vielleicht eine neue Methode: Andere Leute lassen Ballons fliegen...
    Ich meine, so als Grußform unter Imkern, statt Facebook und SMS.


    Gruß Wolfgang

    Darauf, dass man die Königin nicht sieht, darf man sich nicht verlassen. Madame ist oft schwer zu finden.
    Es kann auch passieren, dass die ältere Königin erst (mit dem Schwarm) auszieht, wenn die jüngere schon geschlüpft ist.
    Gruß Wolfgang

    Der Fehler ist klar: Wenn der Ableger mit einer verdeckelten Weiselzelle beweiselt wird, müssen die Weisenzellen, die die Bienen noch anlegen, gebrochen werden. Es ist nicht so, dass sich die Bienen mit einer vorhandenen Weiselzelle zufrieden geben, beim Sammelbrutableder schon gar nicht.
    Das Brechen der nachgeschafften Weiselzellen muss nach spätens sieben Tagen passieren, nicht nach zwei Wochen. Oder die Weiselzelle wird erst zugehängt, wenn die Bienen keine Nachschaffungszellen mehr anlegen können, weil die Brut zu alt ist (nach spätesten 7 Tagen). Die 3/5/8 Regel besagt ja, dass nach spätestens 13 (5 plus 8) Tagen eine Königin schlüpfen kann (drei Tage alte Eier sind ja regelmäßig vorhanden). Das ist passiert. Die "offenen Weiselzellen" waren keine unverdeckelten, sondern geschlüpfte. Du hast der Natur Ihren Lauf gelassen und das zu erwartende Ergebnis bekommen.


    Gruß Wolfgang

    Gegen das vorzeitige Verstärken mit Brutwaben spricht auch, dass dann die Chance vertan ist, den Ableger optimal - weil brutfrei - gegen Varroa zu behandeln. Verstärken kann Du den Ableger auch später noch, wenn er sich nicht ohnehin entsprechend entwickelt. Die Volksstärke wird erst zu Einwinterung ein wichtiger Faktor.


    Gruß Wolfgang

    Beim Honigertrag hat der Königinnenableger meiner Erfahrung nach keine sehr großen Auswirkungen. Man sieht das auch bei Zwischenbodenablegern. Hier wird recht gut Honig eingetragen (im Flugling).
    Das Problem eines Königinnenablegers sehe ich darin, dass die Neubeweiselung schief gehen kann (und dann mit einer Brutwabe wiederholt werden muss). Die Brutpause schwächt das Volk dann sehr - bei Wirtschaftsvölkern ist das natürlich ungünstigt. Beim Ablegern kommt es nicht darauf an. Der muss ja erst im nächsten Jahr Erträge bringen. Ist er im Spätsommer nicht stark genug, wird er eben wieder aufgelöst.


    Gruß Wolfgang

    Hallo Flora,


    ich würde doch unbedingt dazu raten, die Weiselzelle in einen Ableger zu nehmen (bzw. mit ihr einen Ableger zu bilden). Es gibt keinen vernünftigen Grund, sie im alten Volk zu käfigen.
    Das käfigen auf der Wabe geht übrigens gut mit einem Nadelkäfig ("Pfeifendeckel"). Ich mache das bei Ablegern, um zugleich weitere Koniginnen zu ziehen.


    Gruß Wolfgang

    Hallo Tabea und Johann,


    ob mit dem Brutableger die Schwarmlust völlig endet, hängt von der weiteren Entwicklung ab und wie stark das Volk damit geschröpft wird. Hier hilft nur eine weitere Kontrolle. Die Schwarmzeit dauert ja nicht ewig.


    Ein Brutableger am gleichen Stand ist kein Problem. Das genannte Verfahren, weitere Bienen dazuzufegen ist dabei sehr sinnvoll, weil so mehr Jungbienen in den Ableger kommen, die nicht ins alte Volk zurückfliegen. Zeitig gebildete Ableger werden auch auf diese Weise bis zum Spätsommer stark genug.


    Gruß Wolfgang

    Zitat

    Das Drohnenbrut schneiden ist so ein alter Zopf der schon lange abgeschnitten gehört, weil die Varoas sich schon garnicht mehr in der Drohnenbrut bevorzugt vermehrt wie es in den Anfangszeiten der Varoa war. Die Selektion der Milben ist diesbezüglich schon lange abgeschlossen.


    Gibt es dafür auch Belege?


    In meiner Drohnebrut sind Milben. Ob es mehr sind als in der Arbeiterinnenbrut, weiß ich nicht, weil ich die nicht ausschneide. Oder hat Du das zum Vergleich das mal gemacht? Und wie ausgewertet?
    Ich würde jedem Anfänger doch raten, erst mal bei den Standardverfahren zu bleiben. Natürlich hat da jeder Imker eine eigene Meinung, aber Wissenschaft geht anders.


    Gegen den Königinnenableger spricht aus meiner sich vor allem: Never change a winning team! Ob die nachgezogene Königin die gewünschte Leistung bringt, prüfe ich lieber im Ableger als im Wirtschaftsvolk.


    Gruß Wolfgang