Beiträge von WFLP

    Es ist immer schwer, aus der Ferne einzuschätzen, warum ein Volk zusammenbricht. Kahlfliegen kann verschiedene Ursachen haben. Räuberei wäre ein Möglichkeit. Die kann man aber eigentlich gut erkennen, u.a. daran, dass Bienen abfliegen, wenn man die Beute öffnet.

    Stehen die Ableger nahe an anderen Völkern? Dann bekommen die Bienen schon mal das Wandern, wenn etwas nicht stimmt.

    Wir stark sind denn die Ableger?

    Selbst wenn die Populationen selbsterhaltend wären, sind die allermeisten nicht isoliert. Dazu ist Deutschland zu dicht (mit Imkern) besiedelt. Es bleiben also wilde Mischungen mit Zuchtbienen und die Einkreuzung wird immer wieder erneuert - wie ja bei den meisten Bienen, die gehalten werden und nicht durch systematische Zucht veredelt sind.

    Wo also liegt der Unterschied zu Bienen in menschlicher Obhut? Und worin liegt dann der Wert solcher unbetreuter Völker?

    trotz Rühren und Perlmuttschimmer

    Leider ist das immer noch eine sehr verbreitete Empfehlung. Der Perlmuttschimmer zeigt lediglich den Beginn der Kristallisation an. Besser man rührt so lange, bis der Honig gerade noch flüssig genug ist, um ihn abzufüllen.


    Ist das Weihnachtswunder zuverlässig?

    Bedauernswert, wer auf Wunder angewiesen ist.

    Sie würden dann dem Artenschutz zugerechnet.

    Der Artenschutz bezieht sich auf wild lebende Tiere, nicht auf verwilderte Nutztiere.

    Ich finde diese Auffassung juristisch waghalsig und aus Sicht den Naturschutzes ausgesprochen dämlich. Wem ist denn damit geholfen?

    Mit der gleichen Logik, könnte man wildernde Hunde unter besonderen Schutz stellen.

    Es gibt überhaupt keinen vernünftigen Grund, Bienenvölker so zu halten. In seinem eigenen Garten kann (leider) jeder machen, was er will. Ich sehe hier auch keinen Unterschied, ob man den Völkern im eigenen Garten beim Sterben zusieht.

    Außerdem bleibt die Bienenseuchen-Verordnung. Wer solche Tonnen (oder was auch immer) aufhängt, begeht eine Verstoß gegen § 6 BienSeuchV, wenn er die Dinger nicht verschließt, wenn die Völker tot sind.

    Auch im August funktiniert die Begattung meist noch.

    Aber: Warum mit der Honigernte noch so lange warten?

    Und: Warum nicht die TuB vor der Honigernte machen?

    Und: Nachschaffung ist nicht die beste Form der Königinnennachzucht. Wie wäre es mit einer schlupfreifen Weiselzelle vom Züchter? Kostet fast nichts, steigert die Qualität enorm und verkürzt die Zeit bis zur Begattung.

    Habe ich das richtig verstanden: Du willst einen Kunstschwarm mit einem Volk mit der eigenen Königin machen?

    Dann kannst Du doch einfach im offenen Kunstschwarmverfahren arbeiten, also die Bienen mit Königin in die neue Kiste fegen und dann Mittelwände geben oder einfacher die Bienen gleich in eine Kiste mit Mittewänden fegen. Wozu einen echten Kunstschwarm?

    der doppelt fermentiert wurde

    Bienen fermentieren den Honig nicht, sie invertieren ihn. Davon bleibt er nicht unbedingt länger flüssig. Letzlich komme es auf einen niedrigen Glukoseanteil an. Der wird durch das Invertieren nicht geringer. Es werden dabei ja lediglich Mehrfachzucker in Einfachzucker umgewandelt. Melezitose ist ein Sonderfall.

    Ich habe jetzt noch weiteren Tipp bekommen: Beute verstellen und an die Stelle einen "Lumpensammler" stellen. Der wird dann abgeschwefelt.

    Das finde ich das bisher überzeugendste Verfahren (wenn man nicht gleich das ganze Volk abschwefeln will).

    Wenn ich nun den Brutraum erweitern würde, besteht dann die Gefahr dass die Mädels mir den Honig aus den HR in den erweiterten BR tragen?

    Ja, das machen die.

    Mein Gedanke wäre, dass in den BR dann der Honig, der oben nicht mehr reinpasst eingelagert wird und schon als Wintervorrat genutzt wird.

    Dann ist dieses Verfahren doch perfekt. Linde ist auch ein geeignetes Witnterfutter

    Ich ziehe für mich dann folgendes Fazit: Nicht Abfegen, weil sonst Zuflug in die Nachbarvölker. Ich würde im Zuge der TBE umweiseln und das wäre ja zugleich eine hygienische Maßnahme.

    Wie wichtig ist hier eigentlich Wabenhygiene, wenn die Krankheit einen Virus als Erreger hat und nur erwachsene Bienen befällt?