Beiträge von WFLP

    - auf jeden Fall scheint mir beim Zellen öffnen der Milbenkot so stark mit der Zellwand verklebt zu sein, das ich mir nicht vorstellen kann das er irgendwann rausfällt...

    Aber die Bienen putzen die Zellen vor dem erneuten Bestiften sehr gründlich. Da würde es mich sehr wundern, wenn der Milbenkot drin bliebe. Wir dürfen nicht kollabierte Völker als Maßstab nehmen.

    Wenn das Argument richtig wäre, wäre der Milbenkot bei toten Völkern auch nicht so gut zu erkennen. Er liegt nach dem Schlupf der Bienen/Milben sehr lose in den Zellen.

    Bei überlebenden Völkern habe ich so was noch nicht gesehen. Wenn eine Brutpause entsteht, sind die offenen Zellen blankgeputzt.

    Ich kann mir gut vorstellen, dass die schlüpfende Jungbiene beim Verlassen der Wabe den Kothaufen auch öfters mit heraus befördert.

    Ich gehe eher davon aus, dass die Bienen den Kot beim Putzen der Zellen ausräumen. Dann müsste aller Kot im Gemüll landen. Der Kot wäre dann in der Tat ein intereressanter Faktor bei der Varroadiagnose, wenn er denn sicher und ohne großen Aufwand erkennbar ist. Anders also die toten Varroen würde der Kot ja recht gut die Zahl der befallenen Zellen abbilden (wenn auch mit Zeitverzug).

    Ein Frage: Es hat doch sicher Gründe, warum sich diese Form der Befallsdiagnose nicht etabliert hat. Ich hatte bis dato noch nicht mal davon gehört, dass das denkbar wäre.

    Dann einmal

    vorsichtig von der Hefe ziehen, und je nach Zeit stehen lassen,

    Ich hatte den Met einmal so lange auf der Hefe gelassen und er schmeckte dann muffig.

    Ist es nicht besser ihn abzuziehen, wenn die Gärung im Wesentlichen durch ist, d.h. wenn er nicht mehr blubbert? Nachgären kann er ja immer noch.

    Theoretisch kann das Finanzamt deine Steuererklärung anzweifeln, aber da müssen sie dann auch konkret werden.

    ... und man ist den Steuerbehörden auch nicht hilflos ausgeliefert, sondern hat Rechtsmittel. Ich habe bisher auch nicht die Erfahrung gemacht, dass die Finanzämter willkürlich oder schikanös arbeiten, im Gegenteil gibt es da viel Entgegenkommen. Leider verstehen viele Steuerpflichtige halt oft nicht, um was es geht.


    Im Übrigen läuft die Debatte hier in die falsche Richtung. Es geht um Meldepflichten der Plattformbetreiber, nicht der Plattformnutzer. Die steuerlichen Meldepflichten bestehen ohnehin. Diese Nicht-erwischt-werden-wollen-Haltung ist je nach Fall lächerlich oder krimininell.

    Kann man im Januar noch sublimieren oder ist das zu spät ?

    Solange die Völker brutfrei sind, ja. Über eventuelle Wartezeiten müssen wir ja bei einem nicht zugelassenen Verfahren nicht reden.


    Bzw. was spricht gegen eine einmalige zusätzliche entmilbung durch Oxalsäure im Januar oder Februar ?

    ... dass die Völker wieder in Brut sind.

    Das dürfte in vielen Fällen sehr schwer bis unmöglich sein.

    Nein, dazu muss der Steuerzahler nur dass tun, was jeder Selbstständige tun muss: eine Gewinnermittlung machen und eine Steuererklärung abgeben.

    Wenn Dein Einwand zutreffen würde, könnte das Finanzamt ja willkürlich besteuern und das ist nicht der Fall.


    Das wird nicht ausschließlich Betrüger treffen.

    Die anderen haben auch dann nur den Aufwand, den sie ohnehin hätten. Die Angst vor dem Finanzamt beruht leider oft auf Unkenntnis.

    Es ist trotz allem mit höchster Vorsicht zu genießen. Der Staat braucht dringend Geld…

    Der Staat braucht zwar immer Geld. Hier geht es aber darum, Steuerbetrug zu verhindern und das finde ich legitim.

    Ob man dann bei nem Karton mit 50 Baby Kleidungsstücken von einem gewerblichen Handel mit Steuerpflicht reden kann?

    Wohl kaum, weil man die gebrauchte Kleidung ja nicht gewinnbringend verkauft. Es wäre also allenfalls umsatzsteuerlich ein Thema und hier greift die Kleinunternehmerregelung.

    Das schlimmste was passieren könnte, wäre also, dass das Finanzamt nachprüft.

    Wenn ich jetzt aus einer Imkerei eine GbR mache um die Pauschalisierung durchführen zu können, für jeden einzelnen Teilhaber, gilt dann auch die Grenze der Anzahl der Kolonien für jeden Teilhaber Einzel, also bei einer GbR mit drei Freunden bis 210 Kolonien?

    Nein, das ist auf den Betrieb bezogen. Es geht hier auch nur um die Umsatzsteuer. Da spielt die Völkergrenze keine Rolle.

    Alle, die die Bedeutung von Bargeld noch nicht verstanden haben, können jetzt mal kurz überlegen.

    Es geht hier nicht um die Abwicklung von Zahlungsvorgängen, sondern um die Vermittlung von Rechtgeschäften. Die Art der Bezahlung spielt also keine Rolle. Das hat mit bar oder unbar also nichts zu tun.

    Es geht hier um Meldpflichten des Plattformbetreibers, nicht um die Steuerpflicht der Verkäufer. Es wäre also eventuell das Aus für Plattformen, deren Betreiber den Meldeaufwand vermeiden wollen.

    M.E. ist der Imkermarkt auch betroffen.

    Leidtragende werden kleine Plattformen sein, denen der Meldeaufwand zu groß ist.

    Die im verlinkten Artikel genannten Freigrenzen kann ich aber im Gesetz nicht finden.

    Ich bekomme immer wieder PM zur Vereinfachungsregelung des Abschnitt 24.6 des Umsatzsteuer-Anwendungserlasses (USt-AE).

    Danach dürfen Nebenumsätze (mit Nichturprodukten) bis 4.000 Euro im Jahr ebenfalls der Durchschnittssatzbesteuerung unterworfen werden. Das gilt aber nur, wenn der "Unternehmer" nicht andere steuerpflichtige Umsätze hat. Der Klassiker ist hier der Betrieb eine PV-Anlage, für den wegen des Vorsteuerabzugs auf die Nutzung der Kleinunternehmerregelung verzichtet wurde.

    Es gäbe hier eine in meisten Fällen einfache Möglichkeit zu Steuergestaltung: Die Imkerei wird zusammen mit wem auch immer als BGB-Gesellschaft (GbR) geführt.

    Nach Abschnitt 2.1 Abs. 1 des USt-AE ist eine BGB-Gesellschaft (GbR) umsatzsteuerlich ein eigenständiger Unternehmer. Es spielt also keine Rolle, ob die Gesellschafter als Einzelunternehmer umsatzsteuerpflichtig sind.

    Der sonstige steuerlicher Aufwand ist minimal, weil die Ertragsbesteuerung (Einkommensteuer) bei den Gesellschaftern erfolgt. Hier greift dann wieder die Pauschalierungsregelung des § 13a Einkommensteuergesetz (30/70-Völkergrenze). Es entsteht deswegen bis 30 Völker auch kein Pflicht, eine Steuererklärung abzugeben.


    Zu ein weiteren Frage, die ich wiederholt gestellt bekam:

    Vielfach wird behauptet, dass bei Bestehen ein anderen umsatzsteuerpflichtigen Tätigkeit die Durchschnittssatzbesteuetung nicht gilt. Das ist definitiv falsch. Es steht dazu in Abschnitt 24.7. Abs. 1 USt-AE:

    "Führt der Unternehmer neben Umsätzen, die der Durchschnittssatzbesteuerung unterliegen, noch andere Umsätze aus, unterliegen diese grundsätzlich der Besteuerung nach den allgemeinen Vorschriften des Umsatzsteuergesetzes."

    Damit ist die Sache klar: Die verschiedenen Umsätze werden unterschiedlich besteuert!