Beiträge von WFLP

    Kann ich den Brutsammler jetzt einfach mit einem Abtrennschied in der Mitte trennen und in jede Hälfte eine Prinzessin einweiseln? Oder gibt das irgendwelche Probleme mit Räuberei oder sonstigem Mord und Totschlag?

    Das geht schon, aber: Das Trennschied muss bienendicht sein und die Fluglöcher sollten nicht dicht an dicht sein. Du könntest das Flugloch z.B. so verkleinern, dass die Bienen nur am außersten linken und rechte Rand der Beutenfront rein können. Sonst ist die Gefahr, dass eine Königin sich verfliegt, zu groß. Solcherart verkleinerte Fluglöcher helfen auch gegen Räuberei.

    Ich würde aber grundsätzlich getrennte Beuten empfehlen, wenn du noch ein Kiste übrig hast.

    Wie haltet Ihre es eigentlich bei Betriebsweisen mit angepasstem Brutraum mit der Wabenhygiene? Ich schiede im Frühjahr/Spätwinter auf drei bis vier Waben. Alle anderen kommen später raus, weil ja nur mit Mittelwänden erweitert wird. D.h. es wird dabei keine Wabe älter als ein Jahr. Bei der TBE verwende ich deswegen die Waben überwiegend wieder, d.h. ich gebe nach der Brutentnahme nur sparsam Mittelwände und hänge später die Waben aus den Brutscheunen wieder zu. Ich entnehme bei der TBE auch nur die Waben mit verdeckelter Brut.

    Erst mal was Grundsätzliches: Ende Juni ist ein Schwarm sehr unwahrscheinlich. Wenn die Königin da, kann das nur stille Umweiselung sein. Das ist etwa ganz anderes als Schwarmstimmung.

    Die Königin nicht abdrücken und die Weiselzellen auch nicht brechen, sondern bis kurz vor den erwarteten Schlupf der ersten Zellen warten (dann sind die Zellen optimal gepflegt und gewärmt geblieben), dann einen Sicherheitsableger mit einer schönen Zelle machen. Dann hast Du eine Reserve, wenn die Begattung schief geht.

    Ich würde das Wabenstück ungern ganz einschweißen. Ich hatte eher an ein Siegelgerät für Becher gedacht. Ich habe aber noch nicht herausgefunden, ob man dafür spezielle Becher oder nur einen speziellen Foliendeckel braucht.

    Dann werd ich mich lieber mit anderen Faktoren des Wachstum beschäftigen.

    Neben einer guten Königin und ausreichend Bienenmasse ist das vor allem eine gute Versorgung mit Pollen und Nektar/Futter.

    Mehr muss nicht sein. Ein Schwarm arbeitet immer am Limit. Ich finde es immer wieder beeindruckend, wie Schwärme abgehen, selbst wenn die Königin gar nicht so überragend ist.

    Wie dicht, vergleichbar mit 'vakuumiert'? Wasserdicht, luftdicht?

    Es betraf nur einzelne Stücke; wieviel, weiß ich noch nicht.

    Der Wabenhonig war vor dem Versand eingefroren. Das sollten die Wachsmotten(eier) nicht überleben (!?). Sie kamen also wohl erst später rein.

    Die Verpackung ist nicht luftdicht. Nur so dicht, dass kein Honig ausläuft. Es gabe aber (auf weiteren Fotos zu sehen) auch Bruch.

    Warum gibt es eigentlich keine Mittelwände mit integrierten Waben?

    Die gibt es. Die Herstellung ist aber so aufwändig, dass sich das kaum lohnt.

    Die Bienen können das einfach billiger. Außerdem bauen die Bienen Mittelwände sehr schnell aus, wenn genug Futter rein kommt.

    Ich habe hier (aus Hongkong) eine Rückmeldung zu verdorbenem (gärigem/schimmeligen Wabenhonig). Der Honig ist vom letzten Jahr und unter unklaren Bedingungen im Schiffscontainer um die halbe Welt gereist.

    Hattet Ihr so etwa schon mal? Der Wabenhonig ist voll verdeckelt und von daher sollte der Wassergehalt nicht kritisch gewesen sein. Mein Händler sagt, er wäre vor Ort bei 18 Grad gelagert worden.

    Was gebt Ihr für ein Mindesthaltbarkeitsdatum bei Wabenhonig an?


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    Die Bienen sollen das Gefühl haben, dass die aufgesetzten Honigräume nicht Teil der eigenen Stocks sind, dann tragen sie die Honigreste nach unten.

    Das erreicht man, durch den Abstand (Leerzarge), einen nur kleinen Durchschlupf nach oben (ich nehme die Nicot-Futterzargen) und: Helligkeit in den auszuschleckenden Zargen. Ich lege dazu statt des Deckels eine Stegplatte (transparent) oben drauf. So funktioniert das gut. Nicht alle Völker schlecken die Honigräume aber gleich gut aus.

    Ein Artikel von Resi Auerbach, sie schreibt, dass in den Brutscheunen nach 9 Tagen die Weiselzellen alle gebrochen werden. Die Bienen werden in einen Fegekasten abgefegt (ich denke, ein großer Eimer geht auch), angefeuchtet und auf eine Platte vor die Fluglöcher der Ableger geschüttet.

    Ich hab das nicht ausprobiert, aber es hört sich für mich plausibel an.

    Wenn man alle Bienen abfegt, dann muss man die Weiselzellen nicht mehr brechen.

    Außerdem: Wenn ich die Bienen unbehandelt zurückgebe, war die ganze TBE umsonst.

    wenn die Brutscheune ausgeräubert wird oder meine weisellosen Bienen sich an seinem Stand einbetteln.

    Das passiert eigentlich nicht. Gegen das Räubern gibt es die allgemeinen Maßnahmen. Ausgeäubert werden schwache Völker. Brutscheunen sind aber in der Regel ziemlich stark. Aus einem weiselloses Volk, das nachschafft, verfliegen sich die Bienen auch nicht. Die Flugbienen gehen ja sowieso ab, wenn die Brutscheune am Stand gebildet wird.

    Mir ist es noch nie passiert, dass eine Brutscheune beräubert wurde.

    Der entscheidende Grund, warum man Brutscheunen weiselrichtig bildet, ist aus meiner Sicht, dass man sie später besser beweiseln kann. Die eigentlich Gefahr ist, dass sie drohnenbrütig werden oder schon bevor dass passiert, keine Königin mehr annnehmen. Das kann man auch so lösen, dass man sie zunächst nachschaffen lässt, die Nachschaffungszellen erst kurz vor dem Schlupf bricht und dann beweiselt (am besten mit schlupfreifer Weiselzelle). Das Zeitfenster für die Varroabehandlung ist dann immer noch groß genug.