Beiträge von WFLP

    wozu diese "Mode"( Eingeengter Brutraum)

    Die "Mode" heißt angepasster Brutraum. Wir engen auf keinen Fall ein, wir formen nur (ein kompaktes Brutnest).

    Dann kommt der Widersinn: erst erweitern wir den Brutraum auf DN1/2 -Dadant oder was auch immer und im nächsten Schritt engen wir das ganze wieder ein

    Wir erweitern den Brutraum mit Dadant nicht, sondern machen nur aus zwei Brutraumzargen Zander oder DNM (u.ä.) eine. Altmeister Zander z.B. hatte nur eine Brutzarge vorgesehen. Aber wir imkern heute mit viel größeren Völkern.

    Während ich mit einem Brutraum DNM durch Verkleinerung auf eine Zarge einengen kann, geht das bei Dadant und Co. halt nur wabenweise und mit Schied.


    Völker sind unterschiedlich stark und eine Anpassung des Brutraum daran ist von Vorteil, weil zu kleine Kisten zu Schwärmen führen.


    Das Schieden hat mehrere Funktionen:

    1. Ein kompaktes Brutnest. Das verbessert die Brutentwicklung

    2. Der Honig landet im Honigraum und nicht im Brutraum.

    3. Was wiederum schwarmdämpfend wird, weil ich den Honig im Honigraum entnehmen (oder dort weiteren Platz schaffen) kann, während er im Brutraum das Brutnest einengt.

    4. Weniger Brutwaben und damit weniger Kontrollaufwand.


    Die Ausgangsfrage muss aber vielleicht sein: Warum überhaupt Großraumbeuten?

    1. Weil wir die Völker den größten Teil des Jahres auf einer Zarge führen können

    2. Weil diese Gequetsche beim Wabenziehen nicht ist.

    3. Weil wir weniger Brutwaben bearbeiten müssen.


    Wer nicht zu eng schiedet und die Völker im Blick hat, wird feststellen, dass der angepasste Brutraumein ein sehr unkompliziertes Verfahren ist. Wir geben einfach das, was die Bienen an Platz brauchen!


    Im April werden dann alle sieben Waben gut belagert und bebrütet

    Wenn das Volk so stark ist, kommt man auch ohne Schieden aus. Das sagt übrigens auch Reiner Schwarz.

    Wieso brauchen meine Bienen diese Eingriffe?

    Die Bienen brauchen die Eingriffe nicht. Der Imker braucht sie.

    Dem kann ich nur zustimmen. Leider ist viel Wissen über eine chemiefreie Unkrautbekämpfung verloren gegangen und wird in der Biolandwirtschaft wiederentdeckt oder neu entwickelt.

    Z.B. kann man die Vorauflaufbehandlung statt mit Glyphosat auch mechanisch machen. Dazu lässt man die Ackerkrumme vor der Aussaat ruhen, bis das Unkraut aufläuft. Dann wird sie mit Striegeln oder Netzeggen flächig bearbeitet. Dieses Blindstriegeln ist wahrscheinlich aufwändiger als die Unkrautspritze, aber es geht eben auch.

    Wir müssen uns keine Illusionen darüber machen, dass diese Art von Landwirtschaft höhere Produktpreise erfordert. Aber die konventionelle Landwirtschaft "externalisiert" halt Kosten, die wir nachher alle zahlen (z.B. durch Mehrkosten bei der Grundwasseraufbereitung) oder mit Folgen, die gar nicht bezifferbar sind - unwiederbringliche Verluste an Flora und Fauna und Bodenfruchtbarkeit.

    Wie sollen die fliehenden Milben denn die Stockbienen, von den Räuberbienen unterscheiden?

    Dafür gäbe es eine einfache Erklärung: Die Milben erkennen, dass schon andere Milben auf den Bienen sitzen. D.h. der Lieblingsplatz unter den Bauchsegmenten ist besetzt. Auf dem Rücken der Bienen finden sich die Milben ja erst, wenn sonst kein Platz mehr ist.

    Die Milben suchen sich also einfach "freie" Bienen.


    Übrigens gilt das ja auch für die Eingangsfrage nach dem Milbenbefall der Drohnen: Es muss schon ein sehr starker Befall vorhanden sein, damit man eine nennenswerte Zahl von Milben auf der Oberseite der Bienen findet. Wer lässt das schon so weit kommen?

    Für mich ist es klar, dass die Drohnen eine bedeutende Rolle bei der Verbreitung der Milbe von Bienenstand zu Bienenstand zukommt.

    Kannst Du das auch begründen?

    Es spricht ja einiges dagegen:

    - Es sind zu wenige Drohnen.

    - Drohnen räubern nicht.

    - Es kann also nur Verflug eine Rolle spielen.

    Im Internet finden sich Fotos mit Milben auf Drohnen. Ich gehe mal davon aus, dass das keine Fakes sind.


    Der Hauptverbreitungsweg der Milbe dürfte Räuberei sein. Daneben fallen die Drohnen wohl nicht groß ins Gewicht; zumal die nicht mehr unterwegs sind, wenn die Milbenbelastung - im Spätsommer/Herbst - am größten ist

    Wenn man dann z.B. nach einem halben oder ganzen Tag die Zahl der erstellten MW durch die Zahl der Stunden teilt, kommen nach meiner Erfahrung kaum mehr als 20, höchstens 25/h raus, aber nur, wenn über die meiste Zeit hin alles optimal geklappt hat und nicht zwischendurch irgendwas schief gelaufen ist

    Das entspricht auch meiner Erfahrung.

    Idealerweise kombiniert man das Gießen mit anderen Arbeiten wie Rähmchen bauen oder MW einlöten. Hohes Tempo bedeutet meist erhöhten Ausschuss.

    steht dann aber viel rum und nimmt Platz weg.

    Verglichen mit den Zargentürmen, die man so hat, ist der Platz für einen Dampfwachsschmelzer überschaubar.

    Es gibt außerdem kaum ein Gerät, bei dem sich das Selbstbauen mehr lohnt.

    Umsatzsteuerpflichtig ist man erst bei einem Umsatz von über 17.500 EUR.

    Nein, Umsätze der Imkerei werden regelmäßig nach Durchschnittssätzen (§ 24 UStG) versteuert. Hier gilt die Kleinunternehmerregelung nicht - bzw. nur auf Antrag.

    Das sollte man aber genau durchrechnen, weil auch für den Verzicht auf die Durchschnittssatzbesteuerung die fünfjährige Bindungsfrist gilt.

    Da Imkermeister ein Beruf mit staatlicher Prüfung ist, darf Du Dich sicher nicht so nennen, wenn Du diesen Abschluss nicht hast.

    Außerdem wäre das wettbewerbsrechtlich unzulässig ("irreführende geschäftliche Handlung").


    Aber mal grundsätzlich: Wieso willst Du Dich Imkermeister nennen, wenn du es nicht bist?

    Ich musste jetzt doch erst überlegen, ob schon wieder 1. April ist. Bei kurzen Nachdenken ist die Frage aber doch berechtigt.

    In der Anlage 1a zu § 13a Einkommensteuergesetz ist von "Imkerei" die Rede und von "Völkern".

    Ich gehe davon aus, dass Mauerbienen weder unter Imkerei fallen noch der Begriff Völker sinnvoll angewendet werden kann.


    Es könnte sich also allenfalls um Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft allgemein handeln. Da fehlt aber das eigene Land.

    Es handelt sich also um gewerbliche Einkünfte.

    Die Frage ist dann, ob die Mauerbienenbestäubung als "dem Grunde nach gewerbliche Tätigkeit" noch dem Bereich der Land- und Forstwirtschaft zugeordnet werden kann. Dann wäre sie als Sondernutzung ebenfalls pauschal zu besteuern (aber mit

    60% der Betriebseinnahmen).

    Das könnte der Fall sein, wenn Mauerbienen und Honigbienen gemeinsam zum Einsatz kommen.


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