Beiträge von WFLP

    Wenn ich sie abschwefel bin ich ein Mörder, wenn ich sie machen lasse ohne Eingriff bin ich ein Tierquäler.

    Eben und deswegen weiselt man um und holt sich Rat, wenn man es selbst nicht hinkriegt

    Man schaut Völkern nicht beim Sterben zu! Das halte ich für einem ethischen Mindeststandard beim Imkern, und - sorry - ich werde wirklich pampig, wenn ich das hier lese.

    Ich habe auch kein Futter hineingeben weil ich das einfach Mal ausprobieren wollte ob die Aggros alleine zurecht kommen.

    Hast Du bloß kein Futter hineingegeben oder auch keinen Honig entnommen?


    Habe gedacht die gehen an der Varroa ein.

    Warum hast Du sie dann nicht gleich abgeschwefelt?


    Ich glaube im Übrigen, Du hast Dich im Forum vertan. Das ist hier hier ein Imkerforum, kein Tierquälerforum.

    Wie isoliert der Bien diese nach allen Seiten ? - mit seinen individuellen Körpern, gut zu sehen beim Lupfen des (Holz-)Deckels: auf den OT schließen die Bienen die Traube isolierend nach oben ab.

    Ja, machen Sie, aber die Erfahrung zeigt, dass die Frühjahrsentwicklung in gut isolierten Beuten besser ist. Ich mache die Wärmemaßnahmen deswegen im Mitte Januar und nicht schon Anfang Dezember.

    Müssen dann Wildvölker, (insofern es sie wieder geben wird) sich auch an diese Definition halten?

    Sinnvoll wäre ja, die gleichen Kriterien anzulegen, die an die Erhaltungszucht von Nutztierrassen gestellt werden (darum handelt es sich ja faktisch auch).

    Natürlich muss eine solche Erhaltungszucht Kriterien aufstellen, dafür, was die Rassenmerkmale sind. Sonst geht der erhaltenswerte Genpool verloren.

    Der Vergleich zu "damals" passt nicht. Selektive Zucht ist bei Tieren etwas Gängiges (und ich meine ethisch nicht Verwerfliches). Die Nazis dagegen wollten Menschen züchten!

    Meine Kerzen laufen alle nach einigen Monaten an bzw bleichen aus. Da sie teils filigrane Oberflächen haben, ist Fönen keine Option. Stört das die Kunden nicht?

    Bleichen die auch, wenn sie dunkel gelagert werden?

    Gegen das Anlaufen hilft ein wenig nachpolieren. Das ist bei komplizieren Formen natürlich schwierig.

    Ein weitere Option wäre ein kurzes Tauchbad in heißem Wachs.

    Kerzenverkauf läuft wesentlich über den Geruch. Deswegen sind muffig riechende Kerzen echter Mist. Ich hatte mal eine Charge Wachs, die ich besonders intensiv reinigen musste, weil sie stark verfärbt war. Weil das Wachs dann nach gar nichts mehr roch, habe ich sie mit künstlichem Wachsgeruch versehen. Es war mir dann ein wenig peinlich, dass Käufer von dem tollen Wachsduft der Kerzen schwärmten.

    Ansonsten sind Kerzen doch ein dankbares Produkt. Da sie fast unbegrenzt halten, kann man sie gut über Jahre vorhalten, auch wenn sie sich mal nicht verkaufen.

    Unsere Biens kannten in ihrer Entwicklungsgeschichte unten offene Behausungen nicht. Daher sind sie ihnen mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht förderlich.

    Diese Auffassung ist in sich nicht logisch und auch nicht evident. Es kann durchaus sein, dass die künstlichen Bienenwohnungen besser sind als natürlichen. Ich halte das sogar für wahrscheinlich.

    Wer keine eigene Wohnung bauen kann, ist immer auf Notbehelfe angewiesen.

    Ist es die zusätzliche Arbeit?

    Zumindest ein Minderertrag, weil die Bienen mehr Wabenbau betreiben müssen.
    Etwa mehr Arbeit sicher auch.

    Der Glaube der Kunden?

    Den darf man im Marketing nie unterschätzen. Das Schöne an Presshonig ist: Ich kann mich allein durch Bezeichnung auf den Etikett abheben, ohne weitere Qualitätsmerkmale herausstellen zu müssen.


    Daneben gibt es schon geschmackliche Unterschiede. Die kommen vor allem bei milden Honigen zu tragen. Es wird natürlich oft auch ein höherer gesundheitlicher Wert unterstellt. Aber auch hier hilft ja bekanntlich der Glaube.

    Ich habe sowohl mit mechanischen Korbpressen (Spindelpresse und Presse mit Wagenheber) wie mit Deckelwachspressen gearbeitet. Im Honiggeschmack konnte ich keinen großen Unterschied feststellen. Die wachsige Note verschwindet schon bald nach dem Pressen.

    Die Deckelwachspresse macht viel feine Wachspartikel. Ein Sieben direkt nach dem Pressen ist damit praktisch unmöglich. Ich habe hohe 50-kg-Edelstahlhobbocks mit Quetschhahn. Da kommt der Honig nach dem Pressen rein. Über Nacht hat sich dann oben das Wachs abgesetzt (das ich noch mal presse). Den Honig, den man unten ablässt, kann man dann gut sieben.

    Zum einen ein Gesabbere,

    Das gilt meiner Erfahrung nach für alle Pressverfahren. Für die Korbpresse eher noch mehr.


    Pressen finde ich auch nütztlich, wenn man Waben(teile) nicht schleudern kann. Das sind bei mir die nicht ausreichend gefüllten Wabenhonig-Rundteile (quasi runde Kassetten) und der Verbau zwischen den Teilen, zum anderen Waben, bei denen ich nur einen Teil verarbeiten will, weil z.B. ein Teil bebrütet war.