Beiträge von WFLP

    Im normalen Kontrollturnus zur Schwarmzeit kann man das eigentlich nicht übersehen. Schließlich entsteht eine Brutpause.

    Das ist eine Fehlannahme, die unter Imkern weit verbreitet ist.

    Es gibt reichlich Imker denen "noch nie ein Schwarm abgegeangen ist"

    Man denkt oft, man könnte an der geschwundenen Bienenmasse den Schwarmabgang gut erkennen. Das ist gar nicht immer so einfach zu sehen. Das ist mir dieses Jahr wieder bei zwei Schwärmen aufgefallen.

    Ja, aber sie ziehen frischen Pollen vor. Ein Pollenbrett kann man gut als Randwabe stehen lassen. Warum auch immer lagern die Bienen aber weit mehr Pollen als sie benötigen. Auch im Spätwinter scheinen Pollenvoräte für die Volksentwicklung keine große Rolle zu spielen. Ein starker Bruteinschlag kommt erst mit frischem Pollen.

    Das ist das Problem. Da oben wollen die Bienen nicht recht kitten. Das Propolisgitter kommt erst nach dem Abernten drauf und dann automatisch auf den Brutraum. Wie gesagt kitten sie am meisten ohnehin im Spätsommer.

    Nehme mal 2 Pollenbretter raus und ersetze sie mit MW

    Wichtig ist vor allem: Weniger MW geben als Pollenwaben da sind. Der Brutbereich war ja zu groß. Da würde ich ein Schied empfehlen - auch wenn das bei Zander nicht üblich ist. Eventuell auf einen Brutraum einengen.

    Bei Großraumbeuten geht das gut: Man erweitert wie im Frühjahr nach und nach.

    Teilweise bebrütete Pollenbretter verwende ich für Ableger.

    Sobald die MW VOR dem Schied ausgebaut wird, sei dies ein Zeichen, dass sie IM Brutbereich benötigt wird, also der richtige Zeitpunkt zum erweitern

    Nein, die würden da auch Honig und Pollen einlagern. Deswegen ist das Kriterium, ob die Waben vor dem Schied ganz überwiegend bebrütet (also mindestens bestiftet sind) sind. Auch darauf achten, dass ja Brut schlüpft und damit wieder Platz frei wird. Erweitert wird also nur, bis das Brutmaximum erreicht ist.

    Ich kenne jemanden, der so was im Rahmen einer Abschlussarbeit vorhatte. Ich habe aber von dem Ergebnis nichts mehr gehört.

    Und auch je nach Vartoabefall ein Programm abfahren.

    Das macht keinen Sinn, weil man nicht mehr AS braucht, wenn mehr Milben da sind (Schließlich erfolgt ja keine Einzelbehandlung jeder Milbe).

    Ja, so gesehen wäre es sinnvoll, wenn das Volk ohne die Königin auszieht und sich irgendwo niederlässt und Drohnen erbrütet.

    Offensichtlich ist das aber evolutionär weniger vorteilhaft als das tatsächliche Verhalten.

    Ich frage mich aber, wie groß ein Anpassungvorteil sein muss, damit er in der Evolution durchschlägt. Waldbrände waren wahrscheinlich im vormenschlichen Waldökosystem vielleicht nicht häufig, aber ein durchschlagendes Ereignis mit hohenm Evolutiondruck.

    Aber das ist eben der Denkfehler: Das Individuum Arbeiterin pflanzt sich nicht fort. Es pflanzt sich nur das ganze Volk fort - mit den Genen der Königin. Es kann sich also das genannte Verhalten evolutionsbiologisch nicht durchsetzen.

    Aber wieso nicht mit vollen Honigmagen/Energiereserven ein anderes Volk suchen, sich dort einbetteln, um dieses dann zu verstärken?

    Evolutionsbiologisch macht das keinen Sinn. Es setzt sich ja in dem Fall nicht die Genetik mit dem besseren Verhalten durch, sondern die Überlebenchance anderer Völker mit anderer Genetik wird verbessert.