Beiträge von WFLP

    Wie bist Du denn drauf?

    Ja, ich weiß ja auch nicht. Ist es Gedankenlosigkeit oder schiere Unkenntnis?

    Ich komme bei solchen Auffassungen tatsächlich schlecht drauf.

    Ich fände es aber besser, Du würdest auf die Sache Bezug nehmen und nicht auf den Ton, weil ich meine, dass die Sache den Ton ausnahmsweise rechtfertig.

    Oder soll ich das lustig finden, wenn hier leichtfertig Faulbrutschleudern gerechtfertigt werden?


    Wolfgang

    Den Sporen ist es egal, ob sie von einem Imker der seine Völker meldet oder von einem "schwarzen" Imker verbreitet werden.

    Denkst Du auch mal kurz nach, bevor Du schreibt oder schreibt Du nur?


    Es geht darum, ob Imker im Fall des Seuchenausbruchs erfasst sind und damit für Bekämfpungsmaßnahmen erreichbar.

    Deswegen ist es nicht egal.

    Opfer sind alle, aber AFB lässt sich bekämpfen. Das aber sabotieren die nicht gemeldeten Imker. Das ist in hohem Maß assozial und zu Recht mit Bußgeldern belegt.


    Die AFB überträgt sich auch durch Räuberei, falls Du das nicht gewusst hast.


    Wolfgang

    Die Schwarzimker sind der Grund dafür, warum eine wirkungsvolle Faulbrutsanierung in machen Bezirken nicht möglich ist. Da würde ich kein Erbarmen kennen. Man kann Sie ja erst mal auf die Meldepflicht hinweisen, bevor man sie "verpfeift". Dann haben sie die Wahl. Es gibt keinen vernünftigen Grund, seine Völker nicht zu melden.


    Ich war gerade beim Bienensachverständigenkurs von Guido Eich. Der hat das Problem an einem Beispiel anschaulich geschildert. Nach gründlicher Recherche hatte sich die Zahl der erfassten Imker im Umkreis des Faulbrutfalls glatt verdoppelt und der Sperrbezirk musste weit größer gezogen werden.

    Seiner Auffassung nach ist das Problem oft, dass der Amtsveterinär die Völker abtöten lässt, statt zu sanieren. Deswegen verweigern sich die Imker.


    Wolfgang

    Die Skala ist bei Geräten der Qualität, die man bei diesem Preis erwarten darf, nicht das Problem. Meine Erfahrung mit solchen Geräten ist aber, dass sie so unscharf sind, dass man keine brauchbaren Ergebnisse bekommt (also auch nicht auf ein Prozent genau).


    Wolfgang

    Ich schätze die niedrigen Preise für Völker sind wesentlich der Tatsache geschuldet, das jeder Imker sie selbst "herstellen" kann.

    Gerade die Imker mit klarer wirtschaftlicher Ausrichtung kaufen in der Regel keine Völker zu, sondern vermehren selbst.


    Wir haben es aber glaube ich mit einem landwirtschaftstypischen Phänomen zu tun: Vergleicht man den Kaufpreis für eine Kuh und ihren Milchertrag pro Jahr, kommt man auf ungefähr das gleiche Verhältnis wie bei Bienenvolk und Honigertrag.


    Übrigens sind die Preise für Bienenvölker in letzter Zeit eher gestiegen. Das wird weniger an den Winterverlusten liegen, als vielmehr am Boom der Imkerei und den vielen Neueinsteigern.


    Wolfgang

    Rewe verkauft (auch) bei Dir in Berlin den Honig aus Meißen.

    Der Honig von der Bienenwirtschaft Meissen ist aber kein Honig aus Meißen. Das ist ein Abfüllbetrieb wie andere auch. Sozusagen Langnese Ost.


    Wolfgang

    Ich empfehle ein Magazin mit 11 Rähmchen. Das reicht von der Größe her für alles aus (auch für einen einzargigen Brutraum). Das Magazin ist quadratisch und daher im Kalt- und Warmbau nutzbar.

    Es hat vor allem einen Vorteil: Willst Du später auf 1,5 DNM umstellen, ist das besonders interessant: Der Honigraum kann gegenüber dem Brutraum um 90 Grad gedreht werden.


    Außerdem: 11er Magazine sind nicht so verbreitet wie 12er. Vor allem gibt es die 11er meist nicht falzlos. Da hast Du wenigsten einen Grund selbst zu bauen.


    Ob - gerade als Anfänger - Selbstbau Sinn macht, ist eine andere Frage.

    Ich rate eher ab - nicht wegen der handwerklichen Anforderungen, sondern weil man erst nach und nach lernt, worauf es ankommt. Und erst dann lohnt sich Selbstbau.


    Wolfgang

    Was sie das reintreibt, scheint mir weniger ausschlaggebend zu sein, als warum sie drinbleiben. Auch wenn die Bienen nicht am Verhungern sind, räumen sie Honigzellen ja sauber aus. Sie sind nicht verendet, weil sie in die Zellen gingen, sie sind nur in den Zellen verendet, sei es durch Verkühlung oder altersbedingt. Dass sie verkühlt sind oder - wenn aus anderen Gründen gestorben - nicht ausgeräumt wurden, liegt an der zu geringen Bienenmasse.

    Man muss auch bedenken: Schwache (zusammenbrechende) Völker heizen sich zu Tode. Die Bienen sterben dann auch an Erschöpfung, nicht nur an der Kälte. Man findet unter den Überlebenden solcher Katastrophen völlig abgearbeitete Bienen.


    Wolfgang

    Hätt ich jetzt nicht zwingend so gedeutet:

    Bienen schlafen ja gerne in leeren Zellen... und gewisse Bienen sterben halt auch im Schlaf, wäre jetzt meine ganz profane Erkenntnis gewesen!

    Ja, aber in einem intakten Volk würden die Leichen von den Waben geräumt. Man sieht auch in schwachen Völkern, die überlebt haben, Bienen abseits des Bienensitzes tot in Zellen stecken. Die haben den Anschluss an die Traube verloren. Es ist auch da - wie Melanie schreibt - die zu geringe Bienenmasse das Problem.


    Wolfgang