Beiträge von WFLP

    Ich habe gerade Halva gemacht - nach dem Rezept, das man im Web am häufigsten findet, in der Mischung 3 Teile gerösteter Sesam, 2 Teile Honig.

    Hoher Suchtfaktor!

    Hat jemand Erfahrung damit? Muss es haltbar gemacht werden, wie verpackt Ihr es und wird das mit der Zeit fester?


    Wolfgang

    Warum der Schwänzeltanz für die meisten Bienen keine Bedeutung hat, dürfte in erster Linie daran liegen, dass es im Stockinneren stockfinster ist und die Bienen nicht sehen können, was die Suchbiene ihnen vortanzt.

    Da bist Du nicht ganz auf der Höhe der Forschung: Die Bienen nehmen die Vibrationen des Tanzes war. Randolf Menzel und sein Team konnten zudem nachweisen, dass sie die elektrostatische Aufladung der Tänzerin registrieren können und das die Wirkung des Tanzes verstärkt.

    Der Nachweis, dass die Bienen aus dem Tanz wirklich die (ungefähre) Ortsangabe herauslesen können, ist (anders als zu Zeiten von Frischs) mittlerweile geführt. Von Frisch konnte nur zeigen, dass der Tanz einen Flugvektor (Richtung und Entfernung) codiert. Ob andere Bienen die Information wirklich nutzen oder anderweitig zur Futterquelle finden, konnte er noch nicht nachweisen. Tautz hat deswegen noch gemutmaßt, die Bienen würden der Vortänzerin nachfliegen. Das hat Menzel mit seinen Radarversuchen eindeutig widerlegt.


    Wolfgang

    Da soll mir mal einer in einem Satz schlüßig erklaren was ein Diploider Drohn ist.

    In der Tat schwer, etwas zu erklären, was es nicht gibt. Drohnen haben immer den haploiden Chromosomensatz. Oder genauer, die diploiden sind nicht überlebensfähig.


    Irgendwie ist auch bei der weiteren Argumentation einiges durcheinandergeraten. Wenn wir von Selektion sprechen, ist die Frage, wie sich die Merkmal genetisch codieren, ohne Bedeutung. Selektion spielt sich ganz und gar auf der phänotypischen Ebene ab.

    Natürlich ist Evolution ein gradueller Prozess. Natura noch facit saltus - genauer: nur kleine Sprünge.

    Aber Selektion ist nicht Zufall. Hier entscheiden die vorhandenen Umweltgegebenheiten sehr gezielt, ob sich etwas Neues bewährt.

    Auf Dauer setzen sich die am besten angepassten durch - was ist daran Zufall?

    In der Natur gibt es kein "perfekt". Es gibt nur ein "gut genug".

    Übe Dich in Geduld und mach die TBE erst kurz, ca. 10-14 Tage, vor Ende der Linde.

    Der Zeitpunkt ist in Berlin jetzt gerade. Da blüht die Linde schon seit rund zwei Wochen.


    Ich sehe es aber wie Jelle: Nur bei sehr hoher Varroabelastung muss die TBE jetzt schon sein. Übrigens ergibt sich bei vollständiger Brutentnahme ein Zeitfenster von 8 Tagen bis wieder verdeckelte Brut da ist. Die Behandung der Muttervölker kann also nach den Brutentnahme noch etwas warten.

    Man muss aber auch bedenken, dass Bienen bzw. Imker von den heutigen Monokulturen durchaus profitieren.

    Die Waldvegetation Mitteleuropas vor der menschlichen Besiedlung bot den Bienen kein sehr großes Nahrungsangebot. Viele Arten, die für Bienen heute eine große Rolle spielen, gab es nicht - und ich meine jetzt nicht Kulturpflanzen. Die Kirsche z.B. brachten erst die Römer nach Europa (auch die Vogelkirsche). Die Kornblume kam erst mit dem Ackerbau in der Jungsteinzeit zu uns.

    Unser Problem sind nicht die Monokulturen (d.h. dass auf einer Fläche meist nur eine Art kultiviert wird), sondern dass es kein ausreichendes Nebeneinander von Monokulturen gibt und dass es die falschen Monokulturen sind (etwas Getreide und Mais statt Leguminosen).

    Eine umweltschonende Landwirtschaft mit weniger Pestiziden und Dünger und einer vielfältigere Fruchtfolge bietet für Bienen eine viel besser Lebensgrundlage als der nacheiszeitliche Wald Mitteleuropas.

    Zunächst: Bevor die Zuckerfütterung aufkam, starben sehr viel mehr Bienenvölker den Winter über.

    Zum anderen: Bevor Menschen die Lebensräume der Bienen besiedelten, gab es andere Trachten: Raps was natürlich unbekannt. Löwenzahn selten (weil kaum Wiesen existierten).

    Die heute verbreiteten Waldtrachten waren selten, weil Mitteleuropa überwiegend von Laubäumen bewachsen war (vor allem Buchen). Fichten und Tannen gab es nur in Höhenlagen.

    Fazit: Es gabe kaum problematische Honige, die in den Waben auskristallierten oder sehr mineralstoffreich waren (Honigtauhonige).

    Außerdem: Hat eine Population die maximale Stärke erreicht, muss sie nicht mehr wachsen. Entsprechend wäre es ohne Folgen (und so gar erforderlich) für den Erhalt der Populationsdichte, wenn (bei einem Schwarm pro Volk) nur jedes zweite Vok den Winter überlebt.

    50% Winterverluste wären so gesehen normal. Wobei man natürlich anderen Todesursachen miteinbeziehen müsste und ein Bienenvolk mehr als einen Schwam pro Jahr liefern kann.


    Wolfgang

    Den Aufbau finde ich gelungen, der "Blühstreifen" kommt gut.

    Ich bin kein Freund von Comic-Bienen, und Wabenmuster sind erfahrungsgemäß keine gute Layoutgrundlage. Ein Sechseck wird einfach keine "runde Sache"; damit habe ich auch erfolglos herumprobiert.

    Mir fehlt aber vor allem der Wiedererkennungswert. Die Comic-Biene könnte den liefern, dann sollte sie aber größer sein. Leider sieht sie aber aus wie ein x-beliebige Comic-Biene. Da fehlt mit das Besondere. Meine Empfehlung: weniger Comic. mehr Stilisierung.


    Wolfgang