Beiträge von WFLP

    Ich würde die Königinnen nicht in die Muttervölker, sondern in die Brutscheunen geben. Dort sind nur junge Bienen, die die Königinnen besser annehmen. Und wenn einige nichts werden, hast Du immer noch die alten Königinnen. Außerdem kannst Du die Brutscheunen (= Brutableger) in genau der Zahl und Stärke bilden, in der Du sie brauchst.

    Wenn Du die jetzt gebildeten Brutscheunen am 4.08. mit schlupfreifen Weiselzellen bestückst, hast Du auch ein ausreichend großes Zeitfenster ohne verdeckelte Brut für die Varroabehandlung.

    Wenn dann noch was rein kommt, spart es nur Futter. Lindenhonig ist ja problemlos im Winter.

    Da spricht offensichtlich ein Imker, der nicht drei Honigräume auf Großraumbeuten hat.

    Ich möchte so nicht überwintern.

    Ich habe dieses Jahr auch Probleme mit dem Wassergehalt. Bisher haben ich nur komplett verdeckelte Waben abgeerntet. Da ging das leidlich. Bienenfluchten konnt man dieses Jahr vergessen. Die erste Schleuderung beim Abernten jetzt ergab über 19% Wassergehalt, obwohl seit einer Woche nichts mehr eingetragen wird.

    Ich bin jetzt auch etwas ratlos, weil die Waben überwiegend verdeckelt sind.

    Ich werden erst mal die übrigen Waben sehr gründlich nach komplett verdeckelt und sonstigen sortieren und den nicht ausreichend trockenen Honig evtl. wieder einfüttern.

    Honigfeuchte Zargen komplett in Frischhaltefolie einpacken, dabei darauf achten, dass keine Pollen in den Waben sind und das Ganze im Untergeschoss bei ca. 15 Grad Lagertemperatur aufbewahrt, sollte funktionieren.

    Ich würde davon abraten. Wenn die Waben honigfeucht sind, trocknen sie so nicht, das ist ein perfektes Milieu für Schimmel. Wenn die Waben keinen Pollen enthalten, besser zunächst warm, trocken und luftig aufbewahren. Wachsmotten sind auf sauberen Waben (unbebrütet und ohne Pollen) kein Problem.

    Ich würde das aber nur machen, wenn sie halbwegs sauber ausgeschleudert sind.

    Und weil Seeley ein Imkeergott ist, darf ich dann meinen Augen nicht mehr trauen?

    Das verstehe ich jetzt nicht. Man müsste ja, um das nachzuweisen, jede Bienen, die ohne Pollenhöschen ankommt, auf vollen Honigmagen untersuchen. Per Augenschein geht das ja nicht. Wie gesagt, wie reden hier von den einzelnen Bienen, die - so Seeley - ganz überwiegend nicht gleichzeitig Pollen und Nektar sammeln.


    Häufig sehe ich Bienen mit Pollenhöschen Nektar sammeln.

    Woran erkennst Du das?

    Bei kühleren Temperturen konzentrieren sich die meisten Bienen auf das Sammeln von Pollen, weil nur der angeboten wird. Wird es wärmer, schwenkt das ganze eher zu Nektar über, weil der nicht so häufig angeboten wird, wie Pollen. Durch dieses Verhalten wäre Seeleys These eventuell zu begründen.

    Seeley meinte zeitgleich, nicht nacheinander.


    Für zweihäusige Pflanzen wäre ein so spezialisiertes Sammelverhalten äußerst unattraktiv.

    Ich gehe mal davon aus, dass Seeley, das empirisch überprüft hat und nicht nur mutmaßt.

    Einfach erst mal machen lassen , oder weiter klein zu füttern ( sollen ja bei Laune gehalten werden )

    und wie lange ( Monat ) eigentlich zu füttern , wenn ja ?

    Ja, weiter mit verdünnter Zuckerlösung in kleinen Mengen füttern. Bei Bedarf weitere Mittelwände geben und dann im September wie gewohnt die Winterfütterung.

    Das beobachten die Imker nur ein einziges Mal in 30 Jahren.

    Entscheidend ist ja, ob davon was in den Honigräumen landet. Das wird es halt sehr oft zeitgleich attraktivere Trachten geben.

    Dass die umgebenden Eichen mit nennenswerten Mengen an Honigtau aufgewartet hätten, konnte ich die letzten Jahre nicht feststellen.

    Ich habe mich mal darüber mit alten Imkern unterhalten. Die meinten, das kommt in 30 Jahren nur einmal vor.

    Ist sie nicht auf dem Konto, wenn sie beim Kunden ist?

    Nun, wenn wir das formallogisch betrachten, nicht, weil das Geld ja mittlerweile ausgegeben sein kann. Die Formel meint ja wohl, dass der Imker finanzielle Reserven in Höhe eines Jahresumsatzes haben sollte.