Beiträge von WFLP

    Die Farbe ist aus meiner Sicht auch nur ein Indikator.. klar um so dunkler und um so mehr Einschlüsse um so höher die Wahrscheinlichkeit der Verunreinigung.

    Solche "Einschlüsse" kann man durch Klärung mittels langsamem Absetzen-Lassen gut entfernen. Bloßes Sieben/Filtern genügt da ohnehin nicht.

    Wenn aber auch das gut geklärte Wachs noch grün-grau verfärbt ist, hat das andere Gründe.

    Denke mal er bezieht sich auf anderen Metalle und nicht auf Kunststoffe.

    Er meint wohl vor allem nicht korrosionsbeständigen Stahl. Da kommt es zu Verfärbungen. Aluminium ist kein Problem und aus Kupfer werden die wenigsten Dampfwachsschmelzer sein (Oder habe ich andere exotische Metalle nicht in Betracht gezogen?).

    Bei Kunststoff sind übrigen die Weichmacher ein Thema.

    Praktisch gesehen entscheidet der jeweilige "freie" Richter!

    Ja, aber er entscheidet nicht willkürlich und auch nicht allein. Natürlich gibt es Auslegungsspielräume. Das gilt vor allem da, wo die Rechtsprechung nicht gut entwickelt ist, wie eben im Haftungsrecht bei der Bienenhaltung.

    Außerdem gibt es Revisonsinstanzen. Kein Senat wird auch Dauer glücklich, wenn er ständig von der höheren Instanz korrigiert wird.

    Warum benutzt man bei einer TBH eigentlich keine Rähmchen?

    Die Frage muss anderherum gestellt werden: Wie ist Mobilbau ohne Rähmchen möglich?

    Dass man keine benutzt, ist also die Ausgangidee, um das Imkern technisch so einfach wie möglich zu halten.

    Das geniale an der TBH: Durch die schrägen Seitenwände kommt es kaum zu Verbau (bzw. der ist leicht zu lösen). Ich habe damit die denkbar einfachste Mobilbaubeute.


    Noch mal zurück zur Ausgangsfrage: Weil die TBH dann ein Trogbeute wäre und die gibt es schon in verschiedenster Ausführung.

    Ich habe das auch so umgebaut. Die Abstandsleisten erlauben keinen Blick in die Wabengassen, außerdem werden sie verkittet und lösen sich dann schwer. Statt dessen habe ich eine Folie aufgelegt.

    Verstehen kann den Text und dessen Inhalt aber auch nur, wer juristisch vorgebildet ist.
    Mir ist das zu anspruchsvoll.

    Ja, das ist zäher Stoff. Interessant für uns dürften folgende Passagen sein:

    Die versicherte Person hafte gemäß § 833 BGB, weil sich durch den Bienenstich die typische Tiergefahr verwirklicht habe. Vorliegend spreche der Anscheinsbeweis dafür, dass eine Biene der versicherten Person den Geschädigten gestochen habe. Dies ergebe sich aus der unmittelbaren räumlichen Nähe des Geschädigten zum Bienenstock der versicherten Person. Der Vorfall habe sich auf dem Grundstück des Geschädigten in einer Entfernung von ca. 100 m von den Bienenstöcken der VP entfernt ereignet.

    (...)

    Aufgrund der Angaben der Zeugin (...), ist der Senat der Überzeugung, dass der Geschädigte von einer Biene der Bienenhalterin E. R. gestochen wurde. Dies ergibt sich zum einen aus der räumlichen Nähe des Geschädigten, der sich an dem ca. 15-20 Meter von den Bienenstöcken entfernten Gewächshaus aufhielt, zum Bienenhaus der Frau E. R. zum Zeitpunkt des Vorfalls (...). Die Zeugin N. hat angegeben, dass die Bienen aus dem Bienenstock der Frau R. sich auch zum Teil in unmittelbarer Nähe des Gewächshauses befanden, da sich dort unter einem tropfenden Wasserhahn eine Schale mit Wasser befunden habe, aus der sich die Bienen Wasser geholt hätten (...).


    Dass der Geschädigte von einer Wildbiene gestochen wurde, erscheint dem Senat aufgrund der Umstände als äußerst unwahrscheinlich. Eine absolute Gewissheit, dass es sich bei der Biene, von der der Geschädigte gestochen wurde, um eine Biene der Halterin E. R. handelte, ist zwar nicht zu gewinnen. Für die richterliche Überzeugungsbildung ist diese auch nicht erforderlich; es genügt ein für das praktische Leben brauchbarer Grad von Gewissheit, der Zweifeln Schweigen gebietet, ohne sie völlig auszuschließen (...). Diesen Grad an Gewissheit hat der Senat in der Beweisaufnahme aufgrund der Angaben der Zeugin N. gewonnen. Die Frage, ob auf den vorliegenden Sachverhalt die Grundsätze des Anscheinsbeweises anwendbar sind, kann daher offenbleiben. Es kann daher auch dahinstehen, ob der hier zu beurteilende Sachverhalt und der dem Urteil des OLG Bamberg vom 16.09.1991 (4 U 15/01) zugrunde liegende Sachverhalt vergleichbar sind und ob hier die Sphärentheorie aus dem Mietrecht entsprechend anwendbar ist.


    Der Erholung eines Sachverständigengutachtens zu der Behauptung, dass Bienen auf

    Sammelflug in der Lage sind, mehrere Kilometer zurückzulegen (Seite 8 Berufungsbegründung) bedurfte es nicht. Dass Bienen auf Sammelflug in der Lage sind, mehrere Kilometer zurückzulegen, kann als wahr unterstellt werden. Es ist - wie oben ausgeführt - nicht mit absoluter Gewissheit auszuschließen, dass eine nicht von Frau R. gehaltene Biene auf Sammelflug aus einem mehrere Kilometer entfernten Bienenstock oder eine Wildbiene den Geschädigten gestochen hat. Der Senat ist trotz dieser nicht mit letzter Sicherheit auszuschließenden Möglichkeit aufgrund der in der durchgeführten Beweisaufnahme gewonnenen Erkenntnisse jedoch zu der Überzeugung gelangt, dass dies eine lediglich theoretische Möglichkeit ist, die in Anbetracht der konkreten Umstände, insbesondere der räumlichen Nähe des Geschädigten zum Bienenstock der Frau R., nicht ernsthaft in Betracht kommt, sondern vielmehr dass eine Biene der Halterin E. R. den Geschädigten gestochen hat.

    Für Betriebe der Land- und Forstwirtschaft (und damit auch für Imkereien) gilt grundsätzlich ein Wirtschaftsjahr vom 1. Juli eines Jahres bis zum 30. Juni des Folgejahres (sog. Regellandwirtschaftsjahr). Jetzt gibt es aber ein Wahlrecht (Änderung des § 8 c EStDV), d.h. es kann auch das Kalenderjahr als Wirtschaftsjahr gewählt werden.

    Das ist vor allem für Imkereien im Nebenbetrieb interessant, damit für alle Einkünfte der gleiche Veranlagungszeitraum gilt. Das betrifft übrigens auch Imkereien mit pauschaler Gewinnermittlung (also mit 31 bis 70 Völkern = 1.000 Euro Pauschalgewinn).

    Schon 2019/2020 kann umgestellt werden. Für die Umstellung vom Regellandwirtschaftsjahr auf das Kalenderjahr gilt ein verlängertes Wirtschaftsjahr. Der Gewinn ist in Höhe von 6/18 im Veranlagungszeitraum 2019 und in Höhe von 12/18 im Veranlagungszeitraum 2020 zu versteuern.

    (FinMin Schleswig-Holstein 15.9.2020, ESt-Kurzinformation Nr. 2020/21).

    Weil wir den Thread wieder aktiviert haben gleich zwei andere Fragen:

    1. Macht Ihr in der TBH auch eine TBE? Ich habe das dieses Jahr so gemacht, was ja sehr schön geht, wenn man nur ein Volk in der Kiste hat.

    2. Wie macht Ihr das mit der Schwamverhinderung? Ich dachte hier an das gleiche Verfahren, also einen Zwischenableger in der gleichen Kiste mit späterer Wiedervereinigung oder Verwertung als Kunstschwarm (eine zweite TBH führe ich nicht, kann als die Waben nicht verwerten).

    Nicht mal dann käme bei dieser Rechtsauffassung der Imker aus der Nummer raus, weil es ja wie in diesem Fall eine verursacherunabhängige Schuldzusprechung, nur auf Vermutungsbasis gibt. Wird dann der Waldbesitzer zum Halter qua Anwesenheit?

    Nein sicher nicht. Der Schwarm ist nach BGB ausdrücklich herrenlos. Die eingenisteten Bienen sind deswegen wieder Wildtiere.

    Der Fall lag im genannten Urteil anders, weil die Gefahr von Bienenstand ausging, nicht von herrenlosen Bienenvölkern.

    Man liest immer wieder dass man aus einer Oberträgerbeute weniger Honig erntet, aber Vergleichswerte gibt's immer nicht.

    Das ist allein schon deswegen der Fall, weil zu viele Waben bebrütet sind. Das könnte man sicher optimieren (z.B. mit vertikalen Absperrgittern), aber dafür ist die TBH ja nicht gedacht.

    Wabenbruch hatte ich bisher nur in einem Fall: Da war die Randwabe mit der Beutenwand verbaut. Jungen Wabenbau mit Honig muss man natürlich mit Vorsicht behandeln, aber das geht durchaus ohne Bruch.