Beiträge von WFLP

    Das bräuchten wir zunächst nähere Daten:

    - Wie lange nach der AS-Behandlung ist der Bienenverlust aufgetreten?

    - Wie genau hast Du behandelt bzw. dosiert?

    - Wann hast Du behandelt?

    - Liegen tote Bienen vor der Beute?

    Was spricht dagegen, im Frühjahr/Sommer zur Schwarmzeit 2 Ableger zu erstellen (gleichzeitig zu schröpfen) und später diesen dann wieder (nach Entnahme der Altkönigin + 5 Tage) mit dem Wirtschaftsvolk zu vereinen?

    Das verstehe ich jetzt nicht: Wenn Du nachschaffen lassen willst, muss Du ja keine Ableger bilden, wenn die eh und dann so schnell wieder vereinigt werden sollen. Da genügt es, die Königin abzudrücken.

    Was dagegen spricht:

    1. Das Begattungsrisiko. Deswegen ist es sinnvoll, die Königinnen in kleinen Völkern (Ableger, Kunstschwärme) begatten zu lassen.

    2. Nachschaffung bedeutet Brutpause. Das schwächt das Volk.

    3. Nachschaffungsköniginnen haben meist keine optimale Qualität.


    Meine Empfehlung: Unbegattete Königinnen kaufen - die sind auch bei guten Züchtern sehr billig - und in kleinen Ablegern begatten lassen. Da braucht man keinerlei besonderen Kenntnisse, keine Kellerhaft usf.

    Wenn die Jungkönigin ordentlich legt, im alten Volk die Königin entfernen und dann vereinigen. So hast Du eine neue Königin in passabler Qualität (je nach Drohnenvölkern im Flugkreis), keine Brutpause und kein Begattungsrisiko.

    Zur Sicherheit immer ein Viertel mehr Königinnen nachziehen, als Du eigentlich brauchst. Da entspricht etwa den Ausfällen bei der Begattung.

    Die Biene stirbt ja nicht an der Wunde, die die Milbe beißt, sondern an der Schwächung des Immunsystems durch Schädigung des Fettkörpers und vor allem an übertragenen Viren.

    Es wird also davon abhängen, wie stark ersterer geschädigt ist und ob eine Infektion erfolgte.

    Man muss aber beachten: Es geht nicht allein um das Überleben der einzelnen Biene. Ein wichtige Frage ist auch, ob geschwächte Winterbienen noch in der Lage sind, im zeitigen Frühjahr Brut zu versorgen. Ein Effekt wird also auch eine schwächere Frühjahrsentwicklung sein.

    Es gibt ja das bekannte Phänomen, dass die Milben zwar beseitigt, das Volk aber bereits stark geschwächt ist.

    Das was sich wie Langeweile anhört, ist für mich Fakt.

    Der Satz meines Lehrmeisters: Haben die Bienen nichts zu tun, kommen sie auf dumme Gedanken, ist zwar sehr plump, aber trifft des Pudels Kern. Das hier noch andere Faktoren eine Rolle spielen ist klar

    Das ist dann eine bloße Vemutung, die sich nicht beweisen lässt.

    Wenn andere Faktoren eine Rolle spielen, werden es wohl die anderen Faktoren sein.


    Hungerschwärme mal ausgenommen.

    Hat eigentlich jemand mit unseren heutigen Bienen schon mal einen Hungerschwarm erlebt? Ich halte das für ein Verhalten, das bei unseren heutigen Züchtungen nicht mehr zu finden ist.

    Im nahegelegenen Staatsforst wurden an verschiedenen Stellen Edelkastanien gepflanzt. Mittlerweile tragen die auch und haben nach diesem warmen und trockenen Sommer Früchte so groß wie noch nie.

    Ich haben auch gerade nachgeschlagen: Die Edelkastanie wird als ökologisch wertvoller Baum propagiert, der robust gegen den Klimawandel ist.

    Die Frage ist, wann ich die Böden einlege, Jetzt sind sie - wenn überhaupt - nur kurz zur Kontrolle drin.

    Bei mir kommen die Böden erst im Januar wieder rein, wenn es nennenswert kalt wird und und die Winterbehandlung abgeschlossen ist.

    Beim REWE an der Landesgrenze trifft sich dann der Honig im Regal und das zu völlig unterschiedlichen Herstellungskosten.

    Ich denke, da überschätzt Du die Wirkung der Förderung. Wenn ich das recht sehe, ist die Höchstfördersumme bundesweit 8.000 Euro. Dazu muss man mindestens 16.000 investieren.

    Das ist für einen Hobbyimker sicher viel Geld, macht bei einem Berufsimker aber nicht so viel aus. Zumal das Sachanlagen sind, deren Anschaffungskosten nur über die Abschreibungen in die Gesamtkosten eingehen.

    Die Hobbyimker haben keine so großem Marktanteil, die Berufsimker keine so großen Kostenvorteil.

    Zudem kann der Hobbyimker die Fördersumme oft gar nicht ausschöpfen, weil Geräte aber bestimmten Größen nur bei einer entsprechend hohen Völkerzahl gefördert werden.