Beiträge von WFLP

    Mit diesem Wassergehalt besteht die Möglichkeit, dass der Honig zum Gären anfängt

    Er wird sich bei zu langer oder falscher Lagerung evtl. absetzen (Phasentrennung). Von Gärung ist er auch dann noch weit entfernt. Honig ans Gären zu bringen, ist schwieriger als man denkt.


    Übrigens kann man, wenn man diese Sorge hat und keinen geeigneten Lagerplatz den Honig einfach einfrieren.

    Ich gehe stark davon aus, dass der Königinenverlust mit der AS-Behandlung zusammen hängt.

    Das ist wahrscheinlich.

    Die MAQS-Streifen waren diesbezüglich auch schon in der Kritik.

    Sie scheinen in der Anwendung problematischer als die übliche AS-Verdunstung. Und auch hier sind Königinnenverluste ein Thema.

    Guido Eich z.B. hat von den MAQS-Streifen dringend abgeraten.

    Nach den ersten 2 Versuchen habe ich das Vinometer in den Müll geworfen. Sowas beklopptes. Rein rechnerisch unmögliche Ergebnisse lassen einen doch stark an der Genauigkeit zweifeln.

    Könnte das daran liegen, dass der Met noch moussierte?

    eine Räuberei entsteht nicht nach so kurzer Zeit.

    Das geht schnell. Die Kommunikation in anderen Völkern läuft ja genauso.


    Man kann Räuberei aber gut erkennen:

    - Man sieht auffällig viele alte Bienen (fehlende Behaarung = dunkle Hinterleiber).

    - Der Flugverkehr ist deutlich anders als beim der o.g. Aufregung wegen Futtersuche in nächster Nähe.

    - Bei Öffnen der Beute fliegen die Räuberbienen ab.

    - Kämpfe sind nicht unbedingt typisch, aber das raus/rein am Flugloch ist auffällig schneller.

    - Die Bienen fliegen abends ungewöhnlich lang.

    (Ich weiß, dass die empfohlene Methode das Verbringen des attackierten Volkes auf einen Stand außerhalb des Flugradius der Angreifer ist,

    Die empfohlene Methode ist zunächst das Flugleich klein zu halten. Klein heißt, im Zweifel: zwei Bienen breit und entsprechend hoch, also sehr klein.

    Ich hatte noch keinen Fall, wo das keine Wirkung zeigte.


    Ich vermute, damit wird weniger die Abwehr fremder Bienen vereinfacht als der Zugang so sehr erschwert, dass der gleiche Effekt eintritt, den das Räubergitter haben soll, d.h. die Räuberinnen merkten: "Du kummst hier net nei!"

    Lagerraum 93 % Luftfeuchtigkeit, 15,8 Grad Raumtemperatur.

    Bei dieser Luftfeuchtigkeit und Raumtemperatur enthält ein m³ Luft keine 13 g Wasser. Wenn man den tatsächlichen Luftaustausch veranschlagt, ist das also nicht erstaunlich. Da müsste der Honig schon offen stehen, um wirklich nennenswert Wasser zu ziehen.

    Dieser früher als Mundraub bekannt Sonderfall des Diebstahls existiert im deutschen Strafrecht nicht mehr. Übriges war er schon früher nur in Sonderfällen straffrei.

    Schon das Öffnen der Beuten dürfte ein Delikt sein.


    Die zitierte Bibelstelle (Dtn 23,25f) ist ja sympathisch. Ich hoffe dennoch nicht, dass alttestamentarisches Recht angewendet wird. Sonst kommen wir am Ende noch dahin, Bienendiebe zu steinigen.


    Wolfgang

    Es kommt hier darauf an, wie schnell der Honig kristallisiert. Deswegen sind solche Pauschalempfehlungen nicht sinnvoll.

    Bei einer Frühtracht kann es sein, dass man nach drei Tagen gar nicht mehr rühren kann, so steif ist der Honig schon. Bei Sommertrachten wird das dagegen oft völlig ausreichen.

    Man muss eben hinschauen: Trübt sich er Honig ein, fängt man an zu rühren. Am besten erst mal täglich. Bei Frühtracht besser zweimal täglich. Je nach Art des Rührgefäßes muss man beachten, dass der Honig evtl. von den Gefäßwänden oder vom Boden her anfängt zu kristalllisieren. Das scheint bei Kunststoff eher der Fall zu sein als bei Edelstahl. Die Beobachtung von Proben im Glas ist deswegen nicht verlässlich.

    Wenn der Honig sich Zeit lässt, kann der Turnus auf zwei oder drei Tage oder sogar länger gedehnt werden. Man bekommt durch das Beobachten ein gutes Gefühl für das Tempo der Kristallisation.

    Das ist aber eine überaus steile These, die zudem suggeriert die universitäre Forschungslandschaft sei der Knecht der Agrar-Industrie.

    Das kann ich nicht nachvollziehen. Die universitäre Forschungslandschaft ist Knecht ihrer selbst und will natürlich Forschungsgelder und -aufträge. Das ist legitim, aber Forschung allein genügt nicht. Deswegen können wir nicht alles in die Hand der Wissenschaft legen.

    In meinen Augen ist eher derjenige verdächtig, der vorgibt schon alles zu wissen.

    Wir müssen ja nicht alles wissen. Um endlich die richtige Politik zu machen, wissen wir genug. Und wir haben nun wirklich nicht mehr alle Zeit der Welt.

    Ich habe auch nichts gegen Forschung, aber die Umsetzung vorhandener Ergebnisse ist überfällig.

    Der Philosoph hat W. F. Haug hat dafür mal ein schönes Bild aus einem Film von Jacques Tati gefunden: Das Haus brennt und Tati läuft mit einem Eimerchen hinter dem Wasserstrahl eines Rasensprengers her, um Wasser zum Löschen zu sammeln. So ist das gerade auch mit der Wissenschaft!


    Mich erinnert das stark an die Debatte um dem Klimawandel. Eigentlich waren die Ziele klar, aber wer kommt wieder mal nicht in die Puschen? Germany of course!

    An dem Papier ist ja nicht viel verkehrt. Ich frage mich aber, warum die immer noch forschen wollen, statt endlich die ja doch sattsam bekannten Probleme mit den auch längst vorliegenden Konzepten wirklich anzugehen.

    Das erinnert mich sehr an die Haltung der Agrarlobby zum Insektensterben: Man weiß ja nicht genau und das muss noch näher erforscht werden...

    Was hilft ist bekannt. Wer nicht handeln, sondern weiter forschen will, macht sich verdächtig, denen zuzuspielen, die nicht wirklich etwas ändern wollen.

    Die von dir beschriebene Wabenerneuerung kann nur im Frühjahr oder während der Tracht machen, im Spätsommer geht das nicht; da bauen Bienen Mittelwände nur aus, wenn sie dazu gezwungen sind.

    Wabenbau geht im Spätsommer problemlos, man muss nur anders füttern, nämlich mit verdünnten Sirup bzw. Zuckerlösung 1:1.

    Andernfalls würde ja die TBE nicht funktionieren.

    Ralph hat aber insofern recht, als man in der Trachzeit MW sehr gut ausbauen lassen kann und dann frischen Wabenbau für den Honig hat.