Beiträge von hornet

    moniaqua :


    ich wollte doch nicht langsam chemisch AUFlösen, sondern mit dem Druckwasserstrahl schlagartig mechanisch ABlösen...klappt sonst prima mit jeder Art Schmutz...warum ausgerechnet nicht mit Wachs und Propolis, noch dazu auf einer so glatten Oberfläche wie dem Edelstahl meines Schmelzers, bleibt für mich nach wie vor eine riesen Überraschung.


    Der Hinweis von @wasgau immen auf "karamelisiert" könnte einer Erklärung tatsächlich näher kommen. Ich säubere das Ding ja nicht nach jedem Durchgang, sondern erst am Ende einer Schleuderphase.

    Da kann es also schon sein, dass einige Batzen wiederholt ohne schützende Wachsschicht darüber erhitzt werden und damit der dort enthaltene Resthonig karamelisiert ist.

    Aber auch dann: der Wasserstrahl wirkt ja durch mechanischen, punktuellem und pulsierendem Hochdruck. Müsste bei glasigem Karamel doch auch funktionieren, auf glatter Metalloberfläche erst recht.

    Deckelfolien braucht es eigentlich gar nicht. Mit korrektem beespace wird der Deckel nicht angebaut, weder im Winter noch im Sommer. Und Kondenswasser sollte möglichst überhaupt nicht entstehen. Wenn doch, ist es auch ohne Folie da, die Folie macht es nur besser sichtbar.


    Ich habe trotzdem auch Folien, nutze sie aber ebenfalls nur auf den HR im Sommer. Anders als Hymenoptera aber nur, damit ich häufig von oben den Füllstand kontrollieren kann ohne die Bienen zu stören. Und noch aus einen anderen Grund, aber egal, weil hier OT.


    Meine Folien haben die Zargen-Außenmaße, aber bei mir schließen die Oberträger auch bündig mit der Zargenoberkante ab, so dass bei mir die Folie trotzdem direkt auf den Oberträgern aufliegt, genau wie bei dir jetzt auch.


    Wo siehst du das Problem dabei? Es entstehen zwar Wachs-Propolisstreifen, aber bis die Folie undurchsichtig wird, dauert es mehrere Saisons. Und gescheite Folien kann man dann in Lauge gut und einfach reinigen, werden wieder fast wie neu.


    Ich finde sogar, wenn die Folie mit Abstand über den Oberträgern ist, dass viel mehr Verbau entsteht! Die Folie MUSS bei mir also möglichst direkt aufliegen, anders würde ich das nicht haben wollen.

    Ich sehe auf dem Bild keinen Kindergarten. So nah kann der also gar nicht sein. Und dann sollten die Bienen wirklich kein Problem sein, wenn überhaupt doch nur die paar Kisten, die ganz nah am Zaun stehen und deren Flugloch direkt auf den Kindergarten zeigen. Gibt es sowas, wäre das schon etwas ungeschickt.


    Aber schon wenn man die anders hinstellt, wäre das Problem in meinen Augen gegessen. Jeder mit Bienen wird bestätigen können, dass man die wirklich schon nach wenigen Metern nicht mehr wahrnimmt, wo soll da dann die Gefahr sein? Bienen sind keine Raubtiere!


    Sollen sich doch nicht so haben die Eltern, schon der Verkehr in der Stadt oder die Abgase dort sind für Kinder viel, viel gefährlicher. Aber so ist das mit dem Risikoverständnis der meisten Menschen.


    Allzu geschickt bezüglich Image war der Herr Westerhoff allerdings auch nicht gerade, wenn es so war, wie dort beschrieben. Sowas kann schnell die allgemeine Stimmung drehen, gegen Bienen und Imker.

    Soda und Wasser war klar, aber ich wollte es mir ja einfacher und vor allem schneller machen.


    Nachdem bei Hochdruckreinigern gerne mal mehr abgeht als man eigentlich will, hat mich das heute Morgen schon sehr überrascht, dass da nach oberflächlichen Erfolgen echt rein GAR NIX mehr abgeht.


    Und natürlich war das Wachs nicht weich und frisch hingeschmolzen und das Wasser war auch kalt.


    Aber ok, danke an alle, habe verstanden, es geht wohl nicht anders, muss ich es weiter so mühsam machen wie bisher (Soda....).

    Vielleicht mache ich mich lächerlich, aber dann will ich es trotzdem wissen:


    Wer reinigt seinen Entdeckelungswachsschmelzer (EDWS) mit einem Hochdruckreiniger?

    Schleudern werden doch auch gerne mit diesen Geräten abgespritzt und es klappt wunderbar. Ist ja auch nur Honig und lockeres Wachs.

    Da dachte ich, nimmste mal so ein Gerät und machst auch mal deinen (EDWS) schnell sauber.

    Denkste! Eingeschmolzene Wachs- und Propolisreste an den Wänden und unten am Boden gehen damit NICHT bzw. nur zu 50% ab!!

    Auf dem herausnehmbaren Rost funktionert es immerhin zu 99%.


    Weder die "Batzen", noch die dünnen Schlieren gehen restlos ab, nur etwa die oberen 50%, die etwas lockerer sitzen. Alles andere, was ein oder mehrmals hingeschmolzen ist bleibt.

    Dabei kann ich diese Reste durchaus mit dem Daumennagel wegkratzen, aber eben nicht flächig mit dem Druckwasserstrahl.

    Und ich habe sogar ZWEI Geräte ausprobiert, ein Mittelklassegerät des Marktführers und ein Discountergerät. Gleiches Ergebnis.

    Voll draufhalten, bis 0cm Abstand - Wachs und Propolis bleiben dran! Egal ob mit Fächerstrahl oder diesem rotierenden Punktstrahl. Mehr als das, was beim 1. Mal drüberfahren abgeht, geht danach nicht mehr ab.


    Halte ich die gleichen Düsten auf ein Stück Holz, fräst es Löcher rein. Druck sollte also reichen.


    Das kann doch nicht sein?!? Ist EDWS reinigen doch Raketenwissenschaft?

    Verbindet sich Wachs und Propolis zu einer neuen, unlösbaren Wundermasse und keiner hat es bisher gemerkt?

    Oder ist das allgemein bekannt und nur ich habe wieder mal nichts davon gehört?

    Draufhalten, abreiben und fertig wären zu schön gewesen!

    Muss ich den EDWS jetzt doch wieder mühsam mit der Hand, Bürste und Lauge reinigen?


    Wie macht ihr euren EDWS sauber?

    Was genau habt ihr jetzt eigentlich für ein Problem mit den Nägeln?

    Ich kaufe die immer im 1000er Pack, mal vermessingt, mal vernickelt, was gerade günstig ist. Und soll ich was sagen?

    Auch die allerersten Nägel aus meiner Anfangszeit, die ich noch im 100er-Tütchen gekauft habe, sitzen noch in den Rähmchen! Die 7mm-Teile ebenso wie die 5mm-Teile an den Außenecken der Seitenteile. Und alle tun bis heute ihren Dienst.

    Trotz jährlicher AS-Behandlung, OX-Winterbehandlung und wiederholtem Ausschmelzen! Die werden doch total propolisiert und zugewachst, was soll denen denn passieren?

    Aggressionen gleich beim Öffnen erlebe ich selten, so wie beschrieben bisher noch gar nicht.

    Aber wenn ein paar Bienen gleich aggressiv hervorquellen, dann lag es praktisch IMMER daran, dass irgendwas verbaut war und ich beim Hochziehen des Deckels oder eines der Honigräume irgendwelche Waben weiter unten unbeabsichtigt mit hochreiße und dabei natürlich jede Menge Bienen quetsche. Das merkt man oft nicht gleich und sieht dann nur die "bösen" Bienen.


    Selbst das ist nur dann passiert, wenn es zeitgleich sehr kalt oder sehr windig war und womöglich gerade etwas wenig Tracht.


    Schaut mal nach, ob das bei euch nicht auch der Fall war. In diesem Fall sehr ungünstiger Kombinationen verschiedener Gründe finde ich, dürfen die das. Wenn bei mir einer mitten im Gewitter die Fenster einwirft und dann noch die Tür aufbrechen will, täte ich auch sofort ohne Rücksicht draufballern...

    Konkrete Beispiele bitte! Welche Länder haben was gemacht, und was hat sich verändert?

    es bezog sich nicht nur auf Landwirtschaft, sondern allgemein auf verschiedene Dinge, wo Deutschland gegen konservative Widerstände aus Vernunftgründen etwas zum Wohle der Umwelt oder der Menschen verändert hat.


    Beispiele: Energiewende, Waldsterben -> Wind- und Solarstrom wurden hier maßgeblich vorangebracht, Rauchgasentschwefelung. Katalysatoren...usw.

    Das ging meiner Erinnerung nach damals alles von Deutschland aus und wurde durchgezogen, obwohl alle anderen das als Spinnerei und zu teuer abgetan haben.


    Auch die Photovoltaik ist so ein Fall. Dass dann andere Länder bei solchen technischen Themen uns nach einiger Zeit überholen, weil erzkonservative Kreise bei uns sich mit aller Kraft sträuben und ins Lenkrad greifen und auf die Bremse steigen, ist ein anderes Thema.


    Der Ausstieg aus der Kernkraft würde ohne die deutsche Mentalität noch heute nicht stattfinden usw. usf.

    Über Kernkraft diskutiere ich jetzt aber nicht weiter. Wir sind weit OT.


    Wieder leichte Kurve zurück zum Thema: bei der Düngemittelverordnung gebe ich dir vollkommen recht, ist ja auch kein Wunder, der Bauernverband ist als eine der dreistesten und größten Lobbygruppen genau einer der einschlägigen erzkonservativen Bremser, zum Schaden der (normalen) Bauern und unserer Gesellschaft.

    Es geht um die Landwirte. Weizen, Gerste, Raps, Futtermais. Wenn die Erzeugung teurer wird, dann kommt das halt aus dem Ausland, dann machen die Landwirte dicht.

    Es sollte aber eben NICHT um die Landwirte, auch nicht um die Imker gehen, sondern um das Land und die Zukunft als Ganzes. Und da wäre die einzig vernünftige Entscheidung, keine Pestizide zu verwenden. Pestizide sind eine Sackgasse, die nur vordergründig gut wirkt und vermeintlich kaum Schäden verursacht. Die Kosten für die tatsächlichen Schäden sind derzeit halt nur versteckt und werden von anderen womöglich erst in der Zukunft getragen, aber nicht von den heutigen VErursachern (Bauern und Konsumenten).


    Weil der hoffentlich künftig zentrale Begriff unserer Umweltpolitik wird sein: Faire Kostenverteilung, verursacherbezogene Kosten.

    Bisher sind alle umweltschädlichen Wirtschaftshandlungen in allen Branchen nur deshalb so beliebt und günstig, weil eben die tatsächlichen Kosten NICHT fair auf die Verursacher abgewälzt werden, sondern von anderen getragen werden müssen.


    Da kannst du Tausende Beispiele selber finden; Flugverkehr, Kernkraft, Autoverkehr, Pestizide etc,. etc.

    Überall werden die Schäden von anderen bezahlt, nicht von den Passagieren, den Stromkunden, den Autofahrern, den Bauern und Konsumenten.

    Und NUR deshalb sind diese Produkte dann so unglaublich günstig, dass die eigentlich vernünftigeren Produkte dagegen vermeintlich zu teuer sind. Das ist das Ergebnis von guter Lobbyarbeit, Verschweigen bei den Befürwortern und Bequemlichkeit beim Konsumenten.


    Würde man alle bekannten direkten und indirekten tatsächlichen Kosten (auch bei den Tausend anderen Dingen, wo das so läuft) fair zuordnen, hätten wir plötzlich eine ganz andere Kostenstruktur und es würden sich wie von selbst die wahrhaft vernünftigen und zukunftsträchtigen Produkte und Produktionsprozese einstellen.

    Kein Mensch würde mehr auf die blödsinnige Idee kommen, in Südamerika den Urwald (die Lunge von uns allen!) wegzubrennen, nur damit dort billiger Gen- und Gift-Soja-/Zuckermüll nach Europa kommt, um dort den Bauern das Leben schwer zu machen. Ganz ohne Verbote und Zölle, einfach, weil die Kosten der Urwaldvernichtung eben automatisch dagegen sprechen würden.


    Das wird jedoch weltweit blockiert, weil die Politik nicht sachorientiert, sondern Wählerstimmen- und damit Lobbyorientiert arbeitet. Und Lobbygruppen haben immer nur ihre Partikularinteressen im Blick - und zwar alle, auch Imker.

    Ein Systemfehler sozusagen.

    Den können wir hier nicht diskutieren, geschweige denn ändern.


    Daher werde ich das Thema für mich hiermit beenden.

    Am Ende muss man sich dem Realitäts-check unterziehen. Vorstöße einzelner Länder sind schädigend für die Landwirte in diesen Ländern (siehe oben).

    Realitätscheck ist richtig. Trotzdem, nur wer Lotto spielt, kann auch tatsächlich die Millionen gewinnen. Und einzelne Länder haben in den letzten Jahren sehr viel verändert, einfach indem sie unverdrossen vorgeprescht sind, nicht zuletzt gerade Deutschland.


    Gewisse Dinge MÜSSEN sich einfach ändern, früher oder später. In diesen Fällen sind langfristig meist die im Vorteil, die früher damit angefangen haben, weil sie dann den anderen, wenn es richtig dringend wird, mit KnowHow helfen können (und daran dann verdienen), doch noch "mitzufahren".

    Diese langfristigen schweren Entscheidungen gegen das Einfache, gegen den vorherrschenden mainstream aber für die Vernunft, das sind genau die Entscheidungen, die ich mir von Politik erwarte, wenn sie behauptet, ihrem Land zu dienen. Lobbyentscheidungen für Bauern, Autohersteller, AKW-Betreiber etc. gehören für mich nicht dazu, das ist kurzsichtige Dummheit.


    Manchmal klappen die langfristigen Entscheidungen für das Große Ganze aber, z.B. aus der Kernkraft steigen wir schon aus, Kohle kommt auch noch und Flugverkehr wird auch dran kommen. Die Pestizide sind da kein Hexenwerk mehr. Warten wir es ab, positiv sein!