Beiträge von hornet

    In welcher Art und Weise stören die denn jetzt? Das könnte ich jetzt nicht rauslesen. Fressen die deine Rähmchen?


    Ratten an den Ständen zu bekämpfen ist keine schlechte Idee, die können einem schon mal das ein oder andere Volk Platmachen

    das wäre ja noch das geringste Problem.


    Ratten sollte man schon aus Eigeninteresse auf keinen Fall in Haus und Hof oder in der Nähe der Bienen dulden, sondern grundsätzlich konsequent bekämpfen (lassen), vergrämen und Nist- und Futtergelegenheiten ausschalten. Über das Dulden von Ratten würde ich keine Sekunde nachdenken. Wehre den Anfängen mit allem, was du hast, ist die Devise, sobald ich Rattenaktivität feststelle und dazu brauche ich keinen Sachkundenachweis.


    Ratten - wie auch Mäuse - verlieren praktisch permanent Urin und Kot, auch, weil sie damit ihre Wege und ihr Revier markieren und sich damit orientieren. Dies ist für uns nicht nur unappetitlich, sondern sogar ausgesprochen gefährlich. Denn auch ganz ohne Pest gibt es nach wie vor weitere üble Krankheitserreger. Neue sind auch noch im Anmarsch, Globalisierung und Klimawandel sei Dank.


    Und zu allem Überfluss muss man für eine Infektion mit einigen Erregern noch nicht mal die urinverschmutzten Gegenstände direkt berühren, es reicht das Einatmen von kontaminiertem Staub. Das Hantavirus kennt inzwischen fast jeder.

    Und wer weiß, was schon Mäusezähne für Schäden anrichten können, kann sich denken, dass Rattenzähne das Problem potenzieren.

    Da haben wir seit 2016 bislang jedes Jahr beim Ernten im September die verpuppten Totenkopfschwärmer gefunden. Jedes Jahr so 3 - 4 Stück. Am Anfang haben wir die wieder eingebuddelt. Nachdem nun seit letztem Jahr mein Stand dort steht bin ich etwas unsicher ob die, wenn Sie geschlüpft sind, den Weg tatsächlich in die Beuten finden?

    Freue dich doch! Den Bienen schaden die Falter doch nicht ernsthaft, sie klauen nur ein paar Gramm Honig, meist sogar völlig unbemerkt. Ob es diese Puppen noch heuer schaffen, weiß ich jetzt nicht auswendig. Wenn nicht, frieren sie aber sowieso ab und die Falter nächstes Jahr sind dann wieder welche, die direkt aus dem Mittelmeerraum gekommen sind.


    Es fällt aber schon auf, dass sich hier vor allem Kollegen aus dem Süden melden, jetzt interessiert es mich nun auch, wo und wie weit hinauf die im Norden noch gesichtet werden. Vielleicht melden sich noch ein paar Nordlichter mit Sichtungen.

    .... warum sie nicht fliegen können, das weiß ich nicht. Aber dass sie nicht fliegen können, das konnte ich inzwischen in 50-jähriger Imkererfahrung feststellen. Es gab davon auch keine Ausnahme.

    und wie oder woran hast du erkannt, dass die Bienen, die da im Gras sitzen und nicht fliegen können, die Afterweiseln sind?


    Entweder sitzen einige Bienen nach dem Abfegen allein oder in kleinen Grüppchen im Gras und können nicht fliegen. Das kann aber auch andere Gründe habe, verletzt beim Abfegen z.B.


    Oft gibt es auch kleine Häufchen, die lange, manchmal tagelang bleiben, da denke ich, sind dann tatsächlich eine oder mehrere Afterweisel drin, die sich einen Minihofstaat geschaffen haben, der sie nicht verlassen will.


    Aber wie willst du dann aber wissen, dass das ALLE Afterweiseln sind und es nicht doch einige zurück geschafft haben?


    Ich glaube ja, dass es solche und solche gibt, warum auch immer. Aber die Fluglochwache der Nachbarvölker muss sehr aufpassen und es gelingt nicht immer. Ich habe schon Königinnen der Nachbarvölker durch solche Abfegeaktionen verloren.

    Ob es die eingedrungenen Afterweiseln waren oder einfach nur die Masse der Einbettelbienen, die die fremde Königin abgemurkst haben, weiß ich nicht. Aber Abfegen ist für mich seither immer ein heikler Moment und nie ohne Risiko.



    Wie lange braucht ihr eigentlich mit dem Speedking für einen 10er oder 11er Dadant-Honigraum? Hat das mal einer ernsthaft gemessen, nicht nur geschätzt?


    Weil wenn da weiter oben jemand behauptet, er braucht "40-60 Sekunden pro Rähmchen", braucht danach aber für eine Schleuderung von 20 Rähmchen nur 4 Minuten mit der Radial, dann stimmt da doch was nicht, oder?


    Weil ich brauche mit der Gabel auch nur 60Sekunden pro Wabe (oft gemessen, nicht geschätzt). Wo wäre denn da noch der Vorteil eines Messers?


    Gleichzeitig dauert das Schleudern inklusive Entladen bei mir aber deutlich länger, nur bei viel zu feuchtem Honig geht es bei mir auch in 4 Minuten, aber dann schleudere ich nicht...(habe ebenfalls eine Radial 20er).

    Meapas


    Hier  bei -> #36 haben wir schon mal über den Totenkopfschwärmer gesprochen.

    Und zufällig nur wenige Tage danach habe ich bei mir - ganz klassisch am bereits dunklen Abend beim Einfüttern im Licht der Taschenlampe - wieder mal einen gesehen.

    Er wurde gerade lebend von einem Pulk aufgeregter Bienen aus dem Flugloch gezerrt, wohl weil die Maskierung nicht ausgereicht hat. Sie hingen an allen Beinen und den Flügeln und durch das Geräusch der Bienen bin ich auch erst darauf aufmerksam geworden. Doch der ist so stark, er konnte alle Bienen abschütteln und danach wegfliegen, im Dunkeln konnte ich nicht sehen wohin, aber vermutlich gleich in eine der anderen Beuten am Stand.


    Ich glaube aber nicht, dass der Klimawandel für einen Anstieg der Population bei uns sorgen wird. Und zwar weil der Falter absolut nicht winterhart ist, aber auch bei noch wärmerem Klima in unseren Winter auch weiterhin ausreichend lange, kalte Phasen existieren werden, die die Exemplare bei uns abtöten.


    Er ist schon immer im Sommer von Süden her eingewandert, nur wenig unterstützt durch Südwinde, weil er es als Herkules unter den Schmetterlingenauch ohne Winde locker schafft. Natürlich gibt es ihn im Süden bei uns häufig, im Norden selten, schon weil mit zunehmender Flugstrecke immer mehr Falter "hängen bleiben".


    Aber solange er sich aber in den Herkunftsgebieten nicht deutlich vermehrt, wird es daher auch bei uns insgesamt nicht mehr davon geben.

    Allerhöchstens dass warme Sommer dabei helfen, dass er künftig auch noch etwas weiter nach Norden vorstößt, weil auf dem Weg in den Norden weniger Falter wetterbedingt ausfallen.


    Wie häufig er ist, ist schwer zu bestimmen, weil man ihn im Dunkeln praktisch nur durch große Zufälle überhaupt bemerkt, wie bei mir neulich wieder.

    luffi

    deine Reaktion erstaunt mich. Habe mein Posting jetzt extra nochmal gelesen. Ich kann nicht erkennen, dass ich mich darin von dir persönlich angegriffen fühle - und das tue ich auch tatsächlich nicht! Du hast allgemein geschrieben und ich meine, ich auch. Also alles gut. Hyperventilieren sehe ich mich in dem Beitrag auch in keinster Weise.

    Habe aber sehr wohl versucht, meinen Standpunkt gegenüber deiner Kritik mit Begründungen zu verdeutlichen, weil ich den meisten Kritikpunkten nach wie vor nichts abgewinnen kann. Ganz normale Diskussion also, oder...?


    Und noch ein Wort zur Varroabehandlung: Du bist nicht nur Imker, sondern engagierst dich auch bei der Entwicklung besserer Alternativen zu herkömmlichen Methoden. Das ist doch toll, ich habe Hochachtung vor soviel Engagement, Motivation und KnowHow.

    Allerdings sehe ich mich selbst eben "nur" als Imker und habe genug damit zu tun, dies mit Standardverfahren gut und wirtschaftlich durchzuführen. Mehr will ich aber auch gar nicht. Ich habe keine Motivation, was zu erforschen, dauernd was zu verändern oder neue Verfahren zu entwickeln, mir geht es rein um's bewährte Handwerk. Neue Verfahren werde ich nicht ignorieren, aber ich bin halt kein "early adopter" und wenn ich mit etwas zufrieden bin, ändere ich erst mal nix.


    Du bist sozusagen Entwickler von Software mit Visionen für alle Imker/Anwender, ich dagegen bin nur Anwender fertiger Software und rein am persönlichen Endergebnis interessiert.


    Was ihr macht, ist Forschen, Experimentieren, Entwickeln. Dazu braucht es viel Motivation, Energie, Einsatz. Es ist nur normal, dass da nicht jeder mit kann oder will. In jedem Fachbereich stellen die reinen Anwender die weitaus größte Mehrheit dar. Also nicht aufregen, wenn sich die Mehrheit nach wie vor mit den unbefriedigenden, aber praktisch nach wie vor bewährten Methoden behilft, fertige Software also einfach nur benutzt statt selber zu entwickeln oder auch nur Experimente mit Software macht, die noch sehr kleine Versionsnummern hat.


    ALLE Methoden zur Ermittlung des phoretischen Milben-Befalls auf den Bienen sind mit einem gewissen Fehlerquotienten behaftet.


    Am wenigsten bei der Auswaschmethode, dann Puderzucker, dann CO2.

    Windel ist sowas von ungenau, ungenauer geht es gar nicht. Und wenn ich lese, dass es keinen Einfluss von Ameisen und anderem Getier auf die abgefallenen Milben auf dem Brett gibt, dann muss ich mit Verlaub feststellen: Das ist nicht richtig!

    Na luffi, da hast jetzt aber einen Rundumschlag gelandet...aber da ich nicht will, dass du K...en musst, will ich nochmal darauf eingehen.


    Eben weil alle Methoden der Milbeneinschätzung fehlerbehaftet und obendrein mehr oder weniger aufwändig sind, kommt es doch für Normal-Imker überhaupt nicht darauf an, die tatsächliche Zahl der Milben zu ermitteln! Die wollen doch nichts wissenschaftlich untersuchen, sondern brauchen eine möglichst einfache, praktische Alltagsmethode.


    Es ist doch genau so wie beim Ermitteln des Einwinterungsgewichtes.

    Nicht die absolute Kg-Zahl zählt, sondern die Einschätzung "passt" oder "passt noch nicht" zusamment mit der eigenen Erfahrung der eigenen Wiegemethode, welche Werte nun "passen" oder noch nicht.

    Beim einen passen schon 30kg, der andere mus 40kg haben für das selbe Futtergewicht, weil er schwerer Beuten hat. Oder die Wiegemethode entsprechende Abweichungen hat.


    Genau so bei den Milben. Den meisten reicht doch "zu viele, behandeln" oder "passt schon, nix machen". Wer das wie mit welcher Methode rausfindet, ist doch schnurz. Sobald jemand mit seiner Windelmethode einschätzen kann, ab wann es nicht mehr passt, ist diese Methode so gut wie jede andere.

    Aber im Gegensatz zu vielen anderen sehr, sehr einfach.

    Nachteile hat jede Methode und Leute zu verurteilen nur weil sie die Nachteile für sich unterschiedlich bewertenen, finde ich nicht gut.


    Und was die Ameisen und Ohrwürmer angeht: Ich schrieb, "ich halte Ameisen...für irrelevant". Weil es bei mir so ist. Nicht aber, dass es bei jedem anderen so sein muss.

    Aber selbst wenn ab und zu ein paar Milben verschwinden sollten, ist dies bei der oben erwähnten Einschätzung zusammen mit der eigenen Erfahrung mit den eigenen Verhältnissen doch automatisch mit "eingepreist"! Ameisen sind auf Freiständen immer und überall, also ist auch ihr Einfluss auf das Milbenergebnis im Schnitt immer ähnlich.

    Sobald jemand also mal für sich und seine Verhältnisse herausgefunden hat, bei welchem Windelbild es kritisch wird, sind alle etwaigen Ameisenverluste doch bereits automatisch berücksichtigt, weil er diese Erfahrungswerte auch zuvor schon mitsamt den üblichen Ameisenverlusten ermittelt hat!

    Die Schwelle liegt bei dem halt z.B. bei 10 Milben pro Tag, während sie bei einem Ölwindelzähler vielleicht bei 15 Milben liegt.


    Wann hören wir Imker endlich auf und zeigen mit dem Zeigefinger auf die "Pösen" Landwirte mit Ihren Spritzmitteln und PSM und selbst kippen wir alles was gegen Varroamilben "dröhnt" in unsere Bienenvölker rein.


    Mann was sind wir Imker doch tolle Menschen!

    So richtige Naturburschen und -Mädels...

    Richtige Umweltschützer!


    Was ich aber wirklich unfair finde ist, dass du Ameisensäurebehandler mit Pestizidanwendern in einen Topf wirfst, nur weil du intensiv an alternativen Methoden arbeitest. Letzteres rechne ich dir hoch an, auch ich bin kein Freund der Ameisensäureanwendung wir müssen davon weg. Aber im Gegensatz zu dir fehlen mir die Ressourcen, hier großangelegte eigene Experimente zu machen. Es ist doch normal, dass die meisten Imker sind und nur wenige Profizüchter.


    Aber mit Ameisensäure beeinflusse ich nur meine Bienen und meine Imkerei, niemanden sonst. Während Pestizide in hohem Umfang Unbeteiligte und uns alle mit Kollateralschäden überziehen - Grundwasser, Boden, Tiere, Pflanzen, Nahrungsmittel, die ganze Nahrungskette und Ökologie. Und das auf fast der gesamten Landesfläche, während meine AS-Behandlung pro Volk gerade mal 1/4 Quadratmeter beeinflussen, keine Auswirkung auf Produkte, Menschen, Tiere und Pflanzen hat, von Milben und Bienen mal abgesehen.


    Habe nun auch fertig, es gibt eben viele Menschen und damit auch viele Sichtweisen.

    Auf der anderen Seite habe ich noch von keinem Imker aus meinem Umfeld gehört, dass er tatsächlich die Nassenheider Anleitung mit 300ml über 14 Tage befolgt. Da ist meist von 100 oder 120ml die Rede...

    das hängt sehr vom Beutentyp/größe ab.

    Bei Dadant 12er sind es 290ml beim neuesten Verdunstermodell (das es seit mehreren Jahren gibt), also Flasche voll. Alles andere bedeutet eine kürzere als die optimale Behandlungszeit. Bei kleinen Kisten können es wohl deutlich weniger sein, siehe Gebrauchsanleitung des Herstellers.


    Außerdem gibt es vom Nassenheider noch mehrere (ältere) Verdunstertypen, die ebenfalls ganz andere Verdunstungsmengen haben, da musst du schon ganz genau sein, beim Vergleich mit anderen Imkern.

    Volk 2 hatte am 30.7. einen CO2 Test mit 0,4 Prozent.

    Auf der Windel war so gut wie nichts zu finden...

    Am 24.8. dann eine erste VarroMed Behandlung.

    Ok, bei diesen Zahlen wäre ich dann ähnlich selbstbewusst... ;-)

    Allerdings wäre jetzt schon interessant gewesen, wie viele Milben kurz vor der ersten Varromed-Behandlung natürlicherweise gefallen sind, etwa über einen Zeitraum von 1-2 Wochen, alle 3-4 Tage gezählt.


    Denn zwischen 30.07. und 24.08. liegt nicht nur fast ein Monat, sondern auch die Phase, in der viele Völker zumindest bei mir zeitweilig massiv mit der Brut zurück gehen und dabei Milbenmassen freisetzen, die bisher immer in der Brut versteckt waren. Eigentlich müsste das ja egal sein, weil wenn die Biene schlüpft, werden auch die toten Milben rausgeräumt, bei großen Brutflächen ebenso wie bei kleinen. Aber bei mir fallen die vielen Milben immer erst auffällig, wenn der Brutumfang deutlich zurück geht, warum auch immer.


    Auch heuer wieder waren bei mir die Milbenzahlen bis Ende Juli meist sehr moderat und stiegen dann schlagartig an, bis ich den Langzeitverdunster aufgesetzt habe, da ich noch ein altmodischer AS-Langzeitbehandler bin.


    Und heuer war die Behandlung zwar etwas zu spät (erste Augusthälfte, weil es mir zuvor zu heiß war und die Zeit fehlte), aber sie ist optimal verlaufen, d.h. korrekte Säuremengen/Tag und auch sonst sehr gute Bedingungen.


    Trotzdem ist etwa ein Viertel meines Bestandes seit etwas über einer Woche wieder auffällig und grenzwertig. Die anderen bleiben niedrig. Die auffälligen Völker dagegen wären jetzt vielleicht optimale Kandidaten für das Varromed, gewesen, genau wie bei Rainfarn .


    Wobei die meisten der auffälligen Völker Jungvölker sind, die ich im August bewusst noch nicht behandelt habe.

    Habe diesmal bei allen den Langzeitverdunster aufgesetzt, bei den Jungvölkern ganz regulär zum 1. Mal heuer, bei einigen war es dagegen schon das 2. Mal, was ich bisher noch nie machen musste (2x im Jahr AS Langzeit meine ich). Das geht mir schon sehr gegen den Strich, da werde ich nächstes Jahr wohl auch mal mit Varromed experimentieren, wenn die Erfahrungen weiterhin gut sind.

    Es gibt einen nicht zu verwechselnden Unterschied zwischen natürlichen Milbenfall und Milbenfall nach VarroMed Behandlung.

    Was meinst du damit genau?

    Natürlich, wenn jedesmal am Tag nach der Behandlung ein Haufen rumliegt und sonst nicht, dann ist die Zuordnung wohl klar. Aber sonst?Außer, dass die Milben bei AS/OX-Behandlung in der Regel tot sind, kenne ich keinen Unterschied. Auch natürlicher Milbenfall kann fast nur aus toten Milben bestehen.

    Die Windeldiagnose ist in meinen Augen sehr wohl sehr aussagekräftig.

    Man muss halt nur einige Dinge beachten.

    Erstens, auf gar keinen Fall Einzelmessungen bewerten. Immer über einen gewissen Zeitraum kontinuierlich zählen und notieren, der Verlauf sagt mindestens so viel aus wie die absoluten Zahlen.


    A propos absolute Zahlen - Vergleiche mit anderen Imkern sind nicht uneingeschränkt machbar. Sie hängt sehr vom Beuten- und Bodentyp ab. Z.B. gibt es Böden, wo recht viele Milben oberhalb der Windel hängen bleiben (z.B. Lochblech statt Gitter, z.B. zwei statt nur ein Querbalken, hohe Beuten mit kleinen Querschnitten vs. solche mit sehr großen Querschnitten wie Dadant etc.).

    Eigene Erfahrungen mit den Zahlen, die beim eigenen Beutensystem ermittelt wurden sind viel nützlicher, aber natürlich erst nach einigen Jahren Erfahrung verwertbar.


    Ameisen, Ohrwürmder etc. halte ich für irrelevant. Noch nie habe ich eine Ameise/Ohrwurm mit Milbe davonlaufen sehen, noch nie haben auf stark mit Ameisen belaufenen Windel sichtbar Milben gefehlt, obwohl ich keinerlei Öl oder ähnliche Spielchen mache.

    Und im Gegensatz zu dir habe ich am nächsten Tag immer noch die selbe oder eine höhere Zahl als vorher gesehen, wenn ich die Windel vorher nicht abgewischt habe - z.B. um genau das herauszufinden, ob Ameisen wirklich Milben wegtragen.

    Dafür habe ich aber sehr wohl schon noch lebende Milben herumrennen und auch von der Windel wegrennen sehen.


    Und was oft vergessen wird ist - der Wind!

    Oder Mäuse die mal kurz auf der Windel übernachten und dabei viele Milben wegwischen, Wespen und Bienen die auf der Windel mit schlagenden Flügeln herumlaufen blasen auch oft viele Milben und das ganze Gemüll durcheinander und von der Windel weg, so sie keinen hohen Rand hat wie bei mir.


    Man sollte auch immer in etwa wissen, was in den Völkern gerade los ist. Manche gehen innerhalb weniger Tage rasch aus der Brut, dann fallen vermehrt Milben und eine Einzelbeobachtung täuscht dann. Umgekehrt gilt das selbe - vermeintlich wenige Milben nur deshalb, weil gerade viel frische Brutflächen gerade verdeckelt wird.


    Es hilft einfach nichts, ausgehend von den vielen veröffentlichten, für einen selbst aber erst mal wenig aussagekräftigen Fallzahlen/Tag/bezogen auf die jeweilige Jahreszeit muss man sich mit viel Zählen in den ersten Jahren an eigene, sehr viel aussagekräftigere Erfahrungswerte herantasten. Danch ist man viel sicherer, unabhängig und es reicht irgendwann nur ein kurzer Blick auf die Windeln.


    Absolute Zahlen wie "10 Milben im Monat X pro Tag, dann kannst du das Volk gleich auflösen" stimmen jedenfalls keinesfalls für jeden einfach so.


    Wenn man sich im Hochsommer schon für eine Langzeitbehandlung entschieden hat, würde ich die auch immer durchziehen und nicht einfach abbrechen, außer das Wetter wird zu extrem. Der Milbenfall zu Beginn der Behandlung kann gleich hoch ausfallen, aber auch wie bei dir erst mal ganz schwach. Nach 3 Tagen schon abbrechen würde ich daher niemals. Mindestens eine komplette Verdeckelungsperdiode und damit kann man eben auch gleich die vorgesehene Zeit abwarten. Milben schlüpfen schließlich nicht unbedingt gleichmäßig und linear, sondern in Schüben.


    Massiver Totenfall von Jungbienen oder weißen Puppen kann von einer zu hohen Dosis herrühren, aber auch einfach nur daher, dass die Brut zu wenig Abstand (zu schmaler Honigkranz auf den Waben) hatte. Natürlich auch, wenn das Flugloch nicht ausreichend offen ist, es zu heiß ist etc. etc. Kommt aber auch dann einfach immer mal wieder vor, wenn sonst alles halbwegs passt.

    Deckt sich aber mit meinen Beobachtungen. Die Milbenzahl ist erstaunlich hoch.

    Ich hatte auch das Gefühl, dass die Zahl der jungen Tochtermilben auf der Windel zunimmt.

    Ich hoffe für Euch und alle, die in Zukunft dieses Mittel auch mal ausprobieren wollen, dass diese hohe Milbenzahl nicht daher kommt, dass das Mittel unzureichend wirkt und sich daher die Milbenpopulation trotzdem laufend vergrößert hat und ihr nur überwiegend den natürlichen Totenfall beobachtet...die hellen oder womöglich noch lebende Milben würden mich da jetzt alarmieren.


    Bitte berichtet weiter, damit wir auch hier ein Gegengewicht zu den vollmundigen Versprechen der Hersteller erhalten. So manches vielversprechende Mittelchen hat in der Vergangenheit nicht das gehalten, was versprochen wurde oder es sind unerwartete Nebenwirkungen aufgetreten.


    Was mich bei diesem ganzen Faden jedoch immer wieder irritiert ist, dass doch einige von euch erheblich von den empfohlenen Anwendungsmengen abweichen. Obwohl das Mittel noch ganz neu ist und damit eigentlich noch gar keine Erfahrungen vorliegen, die eine eigenmächtige Dosierungsänderungen nahelegen würden!


    Macht ihr das bei Human-Medikamenten auch? Der Doktor sagt 3x1 Tablette am Tag und ihr nehmt stattdessen einfach nur eine oder gleich 6, weil's gut schmeckt oder wie? Über abweichende Wirkungserfahrungen braucht man sich dann aber nicht wundern!