Beiträge von hornet

    max :

    Bitte berichte uns dann hier, was er gesagt hat!


    Roding ist ein Kieferngebiet, die Heidelbeere wächst bei Euch massenhaft, also eigentlich kein Wunder.


    Und mich wundert auch das Ergebnis nicht.


    Denn Waldhonig definiert sich weder durch dunkle Farbe noch durch hohen Leitwert alleine. Es müssen immer ALLE Parameter stimmen, die für die Sorte typisch sind. Fehlt z.B. der typische Geschmack, kann es kein Waldhonig sein. Auch Honigtau macht noch lange keinen Waldhonig.

    Beispielsweise ist Lindenhonigtauhonig auch sehr dunkel, hat sehr hohe Leitwerte und ist trotzdem kein Waldhonig, das schmeckt man sofort und die Bezeichnung Waldhonig für so einen Honig wäre sofort eindeutig als Falschdeklaration erkennbar.


    Was Heidelbeere für typische Eigenschaften in den Honig bringt (z.B. hohen Leitwert), weiß ich mangels Erfahrung nicht. Aber da sie früh blüht, ist ein hoher Anteil dieses Nektars eben Frühtracht, auch wenn man gemeinhin damit eher Raps und Obst verbindet.

    Ich lesen diesen Faden mit wachsender Verwunderung....warum genau lagert ihr die Waben eigentlich in irgendwelchen Kisten oder gar Wabenschränken und nicht in den Honigraum-Zargen, die sowieso schon da sind und im Winter genau so wenig benötigt werden wie die Rähmchen selbst?!?

    Für mich hört sich das an wie eine Garage haben, dann aber draußen auf der Straße einen Verschlag für's Auto bauen und die Garage leer lassen!

    ich wollte berechnen (oder abschätzen) wie viel Futter meine Bienen haben. Ich habe nun meine Beute von links und rechts gewogen.

    Was mir nun fehlt, sind die Gewichtsangaben des Bodens, des BR, des HR, der Rähmchen, des Deckels, der Bienen, des Wachses.

    Hat jemand Richtwerte was ich hier ansetzen muss?

    Was ist eigentlich so schwer daran, einmal alle diese Teile selbst zu wiegen und dann mit diesem Gewicht zu arbeiten, statt Werte von Fremden zu verwenden, wo man nicht weiß, was bei denen anders ist als bei einem selbst?


    Ich wette, euren Honig wiegt ihr auch ganz genau, statt andere zu fragen, wieviel Kg so in einem Eimer ungefähr sind! :wink:


    Und das Gewicht von Bienen beträgt etwa 1kg pro 10.000, bei Wachs kann man je nach Beutenmaß ca. 100g pro Wabe rechnen. Halt einfach mal ein paar Leerwaben wiegen, Durchschnitt bilden und gut ist.

    ja, aber diese Nebenwirkungen hat man immer bei Oxalsäure+Zucker, auch bei der herkömmlichen Winterträufelbehandlung oder bei dem altbekannten Bienenwohl. Immerhin beträfen sie JETZT aber vorwiegend "nur" die Sommerbienen.


    Mir ging es auch mehr um das, was der Imker selber erkennen kann, z.b. ob so eine Behandlung auch wirklich "wirkt", also z.B. ein der Ameisensäure vergleichbarer Totenfall an Milben eintritt (in Summe der drei mindestens empfohlenen Durchgänge bei der Sommerbehandlung).


    Ich hatte vor Jahren mal testweise Bienenwohl probiert, da hat sich irgendwie nicht viel getan, weshalb ich skeptisch bin.

    Hallo,


    ich muss mal diesen Faden erneut hochholen.


    Hat wer schon Varromed als Spätsommerbehandlung verwendet und kann mal berichten? Im jüngsten "Biene & Natur" wird es ja viel beworben und auch unser Bernhard erklärt dort, dass er es vewendet.


    Angesichts der kommenden Hitzewelle halte ich sogar die Behandlung mit dem Nassenheider Verdunster mit AS in der nächsten Woche für sehr kritisch, obwohl ich bisher gute Erfahrungen bis 33°C habe, aber schon nicht mehr so gute bei 35°C. Aber unabhängig davon ist mir die AS-Behandlung von Jahr zu Jahr mehr Graus.


    Varromed hätte den Charme, dass man nur einen passenden Tag braucht, Deckel auf, träufeln, Deckel zu und erst mal fertig. Im Sommer wäre die Träufelei ruck-zuck und ohne Kälteschock für die Bienen einfach machbar.


    Zwar muss man das womöglich noch 1 bis 4x wiederholen im Laufe des Spätsommers, aber das klingt für mich als Imker trotzdem insgesamt sehr viel angenehmer und stressfreier als die Aktion und anschließende Bienenquälerei mit den Verdunstern. Und dass es für die Bienen schlimmer ist als die tagelange Ameisensäuredusche, glaube ich nicht.


    Das Varromed könnte man noch Anfang nächster Woche geben, die Ameisensäure frühestens ab nächstem Wochenende (Hitze!), das wäre immerhin eine Woche Zeitgewinn.


    Nimmt also jemand das Zeug schon und hat es womöglich schon in den letzten Tagen verwendet und kann bitte mal berichten?

    Wie schon gesagt: Das ist Luzerne.

    Eine hervorragende Trachtpflanze.


    Jedoch in der Regel nicht mehr für Imker nutzbar, weil sie heutzutage nicht mehr für's Vieh angebaut und streifenweise jeden Tag ein Stück abgemäht wird, so dass größere Flächen längerfristig blühen, sondern nur noch für Biogasanbau genutzt wird. Die Folge: Die Fläche wird auf einen Schlag meistens zu Blühbeginn
    abgeräumt und siliert.


    Du hast dann keinen Honig und womöglich am Tag danach auch kaum noch Bienen.


    Auf Bioflächen wird Luzerne auch gern mit Rotklee gemischt angebaut.

    Ziel ist dann die Bodenverbesserung durch die Knöllchenbakterien.

    Rotklee dominiert in nassen Jahren, die Luzerne wie heuer in trockenen, sozusagen eine Versicherung für den Bauern, dass auf jeden Fall eine Kleepflanze gut wächst.


    Solche Flächen kann man nutzen, weil sie etwas länger stehen bleiben könnten, muss aber aufpassen, wann sie gemulcht werden soll. Leider kommt der Mulcher aber meistens ebenfalls genau zu Blühbeginn, weil dann der Nährstoffgehalt in der Pflanze optimal ist.


    Also mein Tip: Anwandern nein, wenn du schon da stehst, freuen, aber höllisch aufpassen. In Luzerne sind bei warmen Wetter und Vollblüte mindestens 5 Bienen pro Quadratmeter. Wenn der Mulcher oder Trommelmäher kommt, sind die alle weg. Alle.


    Deine Fläche auf dem Bild schätze ich schon mal auf mindestens 5-10 ha, 1 ha hat 10.000 Quadratmeter....


    Gruß

    hornet

    luffi :

    Ich wollte ausnahmsweise hier keine Preisdiskussion anzetteln :wink:

    Die 20 EUR sollten nur plastisch illustrieren, dass ich den Aufwand im Kampf mit der Melezitose heuer als mindestens 3x so hoch empfinde wie bei einer normalen Honigernte. Das kann natürlich nur nachempfinden, wer überhaupt schon mal ernsthaft Erfahrung mit Melezitose und mit mehr als nur ein paar Waben hatte.


    Leider wird die aktuelle Honigschwemme im Norden den von dir erwähnten Verknappungsefekt zuverlässig verhindern.


    Wie sieht es überhaupt bei euch in Mittelfranken aus? Oder bist du mit allen Völkern auf Wanderschaft geflüchtet?


    hartmut :

    Wer ist "ihr"?

    Wo hätte ich mich beschwert, dass es damals auch nicht richtig war?

    Wir hatten letztes Jahr in der Tat eine gute Ernte, aber letztes Jahr war 2018 und heuer ist 2019 und darum geht es hier doch, oder?

    Die geringere Menge ist heuer das eine, aber der Mist mit der Melezitose nervt mich noch viel mehr. Auch ein Bericht über alternative Fakten aus anderen Teilen Deutschlands zum Honigjahr 2019 sollte doch in einem Faden wie diesem Platz finden, oder? Andere Kollegen mit ähnlich negativen Erfahrungen hast du schließlich auch nicht angerempelt deswegen.

    Ludger Merkens :

    nein, weil die Schwarzkittel zumindest bei mir immer Abstand halten, noch nicht ein Trittsiegel war näher als 5 Meter, obwohl ab da wie mit der Linie gezogen die Wiesen schon öfter im Vollumbruch war - von den Sauen, nicht vom Bauern wohlgemerkt.


    Keine Ahnung warum es keine Probleme gibt, ich hatte Anfangs ähnliche Bedenken bezüglich absichtlichem oder unabsichtlichem Umstoßen (z.B. durch Schubbern) von Beuten vor allem im Winter.

    Immerhin dürfte der feine Geruchssinn den Tieren schon sagen, dass es da drin was Schmackhaftes gibt. Dass das Öffnen gefährlich sein könnte, können sie vorher ja nicht wissen.

    Von Wegen "sehr gutes Honigjahr". Ein einziges Mistjahr ist das hier.

    Regional extreme Unterschiede je nach Verteilung der Gewitter im Mai.


    Mich hat es aber an allen Ständen mehr oder weniger "voll getroffen".


    Enorme Mengen von 10-30 kg Früh-Frühtracht (pro Volk) schon im April schraubten meine Erwartungen hoch, doch der Absturz folgte sofort: Dieser Honig wurde noch vor der Reife im Mai wieder verbraucht. Und leider nicht durch die normale Frühtracht wie Raps ersetzt, denn die ist der Kälte und Nässe zum Opfer gefaellen. Die Völker haben verbraucht, was rein kam.

    Frühtracht erstmalig ausgefallen - ist normalerweise hier die wichtigste Tracht.


    Dann hat sich Sommerhonig eingeschlichen, wurde aber lange nicht reif und wurde nur langsam mehr. Jetzt, wo die Mengen stimmen: Überraschung! Es ist jede Menge Melezitose mit drin. In fast jeder Wabe.

    Ohne Vorwarnung wie große Tageszunahmen oder sichtbare Kristallisation.


    ...hat eigentlich außer mir niemand Probleme mit Melezitose?


    Mengenmäßig dürfte das heuer 30% bis maximal 50% der letztjährigen Ernte ausmachen, doch mit ungleich höherem Aufwand diesmal! Eigentlich müsste ich 20 EUR für's Glas verlangen.


    Das ist mein erstes richtig schlechtes Honigjahr bisher, muss man wohl auch mal gemacht haben, die Erfahrung. Vorräte sind Gold wert!


    Alles frei nach dem Motto:


    Ist der Mai kühl und nass,

    füllt's dem Bauer Scheun' und Fass.

    Nur das arme Imkerlein

    schaut dann in die Röhre rein!

    ok, Heißkleber habe ich auch schon versucht. Die Deckel nicht verwinden und wie rohe Eier behandeln geht bei mir nicht - die Deckel müssen bei mir z.B. auch immer die abgestapelten Honigräume z.B. bei Durchsichten aushalten, was sie - abgesehen von den abfallenden Holzklötzchen - seit Jahren auch sehr gut tun.


    @Kikibee

    nee, geht erst recht nicht, weil meine Deckel multifunktional sind und bei verschiedenen Anlässen umgedreht aufgesetzt werden und daher plan bleiben müssen. Aus dem selben Grund will ich auch keine Polsternägel in die Ecken oben einschlagen, wie es einige Imker zur Belüftung auch machen.

    ribes :

    Womit klebst du die wieder ein? Habe aus dem selben Grund wie du schon einiges versucht, um die Klötzchen für diesen Zweick zu nutzen, doch nichts hält wirklich gut und sie fallen ständig wieder ab, die meisten früher, wenige später.


    Holz auf Blech und das bei den extremen Temperaturwechseln und dann auch noch das ständige Hantieren mit den Blechdeckeln, welcher Kleber kann das ausgleichen?

    rall0r

    Weber bietet viele verschiedene Beutensysteme. Man mus bei jeder Bewertung dazuschreiben, worauf man sich bezieht. Bei Dadant ist es ein Metallgitter.


    Mit einem Boden, bei dem sich die Windel so einschieben lässt, dass unten dicht ist, hat man alle Freiheiten und kann jederzeit bei jeder Beute wählen, ob man einen offenen oder geschlossenen Boden haben will. Oder eine beliebige Zwischenstufe.


    Das Wachsmottenargument kommt immer wieder, aber wer in normalen Abständen seine Bienen besucht, macht einen Handgriff, Windel raus, Blick drauf, erste Information über das Volk erhalten, Abwischen, wieder rein - fertig. Wachsmotten & Co sind damit i.d.R. rechtzeitig mit erledigt.


    Daniel!

    Meine Alternative nützt dir leider nichts, da es ein lokaler, kleiner Hersteller ist, der nicht versendet. Billig ist er sowieso nicht.