Beiträge von hornet

    Immenreiner

    worin liegt der Vorteil gegenüber einem Entdeckelungswachsschmelzer? Mit dem kann man ja auch Melezitosewaben in größerer Menge sauber verarbeiten und den Honig gewinnen. Das Gerät kann danach aber im Rest des Jahres laufend weitere gute Dienste leisten. Bei der Schneckenpresse fällt mir kein weiterer Verwendungszweck ein.

    Zumindest bei Melezitosehonig fällt eigentlich auch das Argument "weniger Erwärmung" weg, weil den musst du doch vermutlich später zum Abfüllen auch nochmal auftauen, oder?

    Bienenknecht

    Smilies haben immer einen Grund! Mir ist diese Begrifflichkeit im Zusammenhang mit dem DIB sehr wohl bekannt, deswegen finde ich sie nach wie vor nicht weniger lächerlich, was für mich Grund genug ist, gelegentlich auch mal einen Seitenhieb auf diesen unsäglichen Verbandsgebaren zu führen. Ich mag ihn halt einfach nicht.

    Wie legt ihr diese Gittermatten eigentlich auf? Die Frage wird zwar ständig gestellt, aber nirgends so richtig klar beantwortet.


    Ich habe bisher sowohl diese Kunststoff-Schlitz-Platten mit den konischen Schlitzen ausprobiert als auch die Käsematten in diesem Faden hier.


    In beiden Fällen ergibt sich für mich das Problem, dass nur der Bereich zwischen den Oberträgern verkittet wird.


    Lege ich irgendwas auf die Oberträger, um den Abstand zu erhöhen, damit die Bienen auch in diesem Bereich verkitten können, wird statt Propolis vermehrt oder nur noch Wachs verwendet - scheint also auch nicht die Lösung zu sein.


    Und manche berichten dann auch noch, dass sie Zugluft herstellen, indem sie den Deckel "luftiger" aufsetzen - etwas, was ich eigentlich gerade im Spätsommer (Räuberzeit!) nun gar nicht machen will.

    Was verlangt ihr denn so für den Presshonig?

    Ich vermute stark, der aktuelle Boom zum Presshonig wurde nicht zuletzt durch eine preisliche Nebenbemerkung von Herrn Binder neulich ein einem seiner Webinare ausgelöst... ;-)


    Aber der Aufwand scheint ja schon echt enorm zu sein. Was sagen die Kunden zu dem Brei?

    Ihr verwechselt da was - gefiltert ist nicht gesiebt!

    Filtern kann nur die Industrie, mit Druck und hochfeinen Filtern, die wirklich alles rausnehmen. Mit ein Grund, warum solche Honige ewig flüssig bleiben.

    Nicht das Glas, sondern das Nelkenöl hat 19,6%, sonst könnte man ja auch andere Öle benutzen.
    Weshalb benötigt man aber bei Olivenöl keinen Glasblock?

    LG

    Weil deine erste Aussage einfach falsch ist. Es kommt auf den Glasblock an.


    Wie oben geschrieben kann es durchaus sein, dass auch andere Öle verwendet werden können, sie sollen nur den Dichtschluss zwischen Glas und Prisma herstellen. Ich habe noch nicht nachgeforscht, ob es Nelkenöl sein MUSS, es wird halt immer nur das genannt, warum auch immer. Aber Nelkenöl selbst hat auf jeden Fall keinen Brechnungsindex von 19.6%, denn wäre es so, könnte man auch Nelkenöl alleine verwenden. Es gibt doch sicherlich Physiker oder Ingenieure hier, die das mal näher erläutern können?


    Olivenöl braucht keinen Glasblock, weil dessen Brechungsindex innerhalb des Anzeigebereichs der meisten Refraktometer liegt und daher direkt angezeigt werden kann. Bei Nelkenöl ist das offensichtlich nicht der Fall.

    wie ich schon schrieb, ihr messt nicht das Nelkenöl, sondern den Glasblock! Da Glas aber hart ist, passt es sich nicht an das Prismaglas des Refraktometers an und es gäbe zwangsläufig einen feinen, luftgefüllten Spalt, der das Ablesen verhindern würde. Das Nelkenöl verschließt diesen Spalt so, dass man das Glas eben doch "messen" kann. Das Glas hat nun aber den Brechungsindex 19.6%.


    Was das Nelkenöl für einen hat, weiß ich nicht, aber dass jedes Öl einen anderen hat und Nelkenöl daher != Olivenöl ist für mich eigentlich selbstverständlich.

    PaBa

    du benötigst vor allem den "Glasprüfkörper" wie er richtig heißt, denn du misst dessen Brechungsindex, nicht etwa den vom Öl! Deswegen nutzt das Öl ohne Glas auch rein gar nix.


    Das Nelkenöl dient nur dazu, den Kontakt zum Refraktometerprisma luftfrei herzustellen. Ob es auch andere Öle tun oder warum es genau Nelkenöl sein muss, habe ich entweder vergessen oder nie gewusst und hinterfragt.

    Wobei auch das ja noch Unklarheiten birgt, denn es gibt schließlich Nelkenöl und Nelkenblütenöl - durchaus verschieden.

    Ok, danke.


    Komisch ist nur, dass ich das schon einige Jahre so mache und es bisher nur gelegentlich mal in leichter Form aufgetreten ist. Da habe ich es auch immer auf den Zucker geschoben.

    Aber diesmal ist es schon extrem

    Im Gerät sind immer so ca. 40-50 Liter Wasser und da rein schmelze ich dann 50-90 Brut-/Futterwaben, ehe ich das Wachs und einen Teil des Wassers zwischendurch mal ablasse. Das fehlende Wasser ersetze ich dann und weiter geht's.

    Dass sich unterhalb des Waches eine melasseartige Zuckerbrühe ansammelt, war die Jahre zuvor auch so.

    Hallo,

    ich habe die letzten Dauerregentage genutzt, um den letzten Haufen alter Futter- und anderer Waben einzuschmelzen.

    Diesmal hatte ich aber ein Problem, das bisher noch nicht in diesem Ausmaß aufgetreten ist.


    Und zwar ist das Wachs an der Unterseite der Wachskuchen extrem bröselig, es findet nicht zu einer festen, einheitlichen Masse zusammen. Leider nicht nur eine dünne Schicht unten, sondern gut 2/3 des ganzen Kuchens sind so. Im Wasser schwimmen unzählige feine Wachsteilchen/-kügelchen herum, fühlen sich an wie Sand.

    Durch erneutes Einschmelzen bessert es sich, aber nicht besonders gut.


    Was ist da schief gelaufen? Liegt das am Zuckergehalt im Wasser?

    Verwendet habe ich frisches Regenwasser, also kein Kalkwasser.

    Es handelt sich in meinem Fall um einen Wachsschmelzer, bei dem das Wachs in das kochende Wasser fällt und darin verbleibt, bis ich das Wachs-Wassergemisch ablasse. Das ist etwas, was mir auch nicht gefällt, aber jetzt habe ich momentan halt auch nix anderes.


    Gruß

    hornet

    In der Tat, mir geht's genau so. Ich finde, ein sehr sehenswertes Video zu einem selten oder nie gefilmten Thema. Der Mann ist sympathisch und ich kann sehr gut nachvollziehen, warum er das alles macht. So Bienen braucht kein Mensch.


    Entweder sind da die alten Stechergene früherer Bienen wieder durchgekommen oder er hat sich irgendwoher afrikanisierte Gene eingefangen.


    Interessant ist ja die Methode - ich hätte nur an Schwefel gedacht, aber das mit dem Seifenwasser ist auch erstaunlich wirksam. Lästig ist halt, danach die Seife und das Wasser wieder rauszukriegen, da wäre Schwefel vermutlich einfacher. Hoffentlich brauche ich weder das eine noch das andere jemals. Kenne eigentlich niemand, der sowas mal einsetzen musste.


    Interessant auch die Beutenständer - sind das Abflussrohre?

    Für das homogenisieren einen Edelstahl Stab anschaffen mit der Länge diagonal im Fass liegend plus mindestens einen halben Meter zum greifen und rühren.

    DEN Tipp habe ich schon öfter bekommen und falsch macht man damit sicher auch nichts. Dennoch habe ich das bisher noch nicht so gemacht. Ich habe den Eindruck, dass der Honig auch so sehr gut durchmischt wird.


    Erstens beim Einfüllen - einen 25kg-Eimer mit Schwung einschütten ist schon die halbe Mischung, weil der schwere Honig offensichtlich selbst am Schluss noch fast bis zum Grund des Fasses abtaucht.


    Da man das Klärfass beheizt, sollte sich auch eine gesunde Konvektion einstellen, die dann 1 bis mehrere Tage wirken kann und die mischt dann die gesamte Menge auch mehr oder weniger gut durch. Dass tatsächlich Konvetion stattfindet, sieht man an der Kristallanhäufung ausgerechnet in der Mitte des Fassbodens, also da, wo das Fass eigentlich am höchsten ist! Das kann nur passieren, wenn durch die Konvektion die Kristalle dort hingelangen.


    Es wäre aber schon mal interessant zu wissen, wie gut der Honig tatsächlich dadurch durchmischt und homogenisiert wird. Vielleicht gibt's hier ja "Strömungsspezialisten"?

    Und Produktionsstaub / -schmutz ist legitim im Honigglas?

    DeinDilemma

    wenn so einer da ist, natürlich nicht. Aber normalerweise ist da nichts (relevantes), das sind ja keine Kompostanlagen, sondern Fabriken für Lebensmittelgefäße, die haben kein Interesse an staubigen Hallen.


    Wichtig ist, dass es die verschlossene Originalverpackung ist. Bei Gläser gilt ähnliches - nur original im Werk einfolierte komplette Paletten verwenden.

    Kontrolle ist natürlich unabdingbar.


    Du schreibst ja selbst das beste Beispiel: vergleiche doch, wie sauber waren die neuen Deckel, wie schmutzig (Flecken!) sind jetzt deine gespülten?


    Selbst wenn, wie schlimm meinst du, sind die minimalen Stäube, die (eventuell!) in der Fabrikationshalle doch noch auf die Deckel gelangen? Was atmet man dagegen rund um die Uhr ein, was landet rund um die Uhr auf unserem Essen, einfach weil wir eben nicht in einer sterilen Umgebung leben?


    Honig ist kein Hackfleisch, hat hier mal jemand geschrieben. Und Honig ist kein steriles Medikament, das unter sterilen Bedingungen injeziert wird.


    Und glaubst du wirklich, eine größere Imkerei spült Gläser und Deckel?

    Bei allen, wo ich bisher zugeschaut habe, wurden Gläser und Deckel direkt aus den Verkaufsverpackungen entnommen und befüllt. Was für die gut genug ist, kann für mich nicht schlecht sein.