Beiträge von hornet

    Jetzt mal dazwischengefragt: Wie wird das alles eigentlich kontrolliert?

    Einmal, ob jemand überhaupt lizensiert ist und dann, ob die lizensierte Menge zur Realität passt?


    Nach nunmehr gut 2 Jahren wo das System läuft, stellt sich für mich nach einer kurzen Recherche heraus: Von mehreren Hundert Imkern im Umkreis sind gerade mal genau zwei öffentlich sichtbar lizensiert. Das war schon vor über 1 Jahr genau so. Ich weiß aber, dass ein Vielfaches davon Imkereien mit wesentlich mehr als 30 Völker sind. Und die allermeisten von denen verkaufen auch definitiv an den Einzelhandel.


    Sollten die alle tatsächlich das Glück haben, nur Einzelhandelskunden zu haben, die sie nicht zur Lizensierung auffordern? Dann habe ich mir wohl die falschen Kunden ausgesucht...

    Oder funktioniert das nur, weil Imker so denken wie ich und Denunziantentum an Kollegen für sie nicht in Frage kommt?

    Mc Fly : Es gibt eine mühselige Vorgeschichte, Jonas kennt also alle Fakten, aus meiner Sicht wurde schon damals alles ausdiskutiert. Es gibt keine individuellen, akuten Probleme, sondern generelle technische Grenzen. Der Bezug zu Jonas in diesem Faden ist erst durch sein Posting entstanden. Außerdem verleitet mir Jonas' Beitrag oben die Lust am Telefonieren, die Chemie lässt sich wohl nicht mehr heilen.

    Wenn es dazu seither Neuigkeiten gibt, kann er sie hier reinschreiben, oder es auch lassen.


    Außerdem ist das Forum zum Austausch und Hilfestellung für möglichst viele da, nicht zur Kontaktaufnahme, um dann alles nur hintenrum für jeden einzeln zu klären.

    Wie man nur immer alles falsch verstehen und als Angriff und jeden als Feind werten kann...jedenfalls danke Immenreiner , genau so habe ich es gemeint, als Dankeschön und zusätzlich der Hinweis, dass eine öffentliche Antwort sowohl für Ihn als Anbieter als auch für andere Kunden wie mich mit dem gleichen Problem vielleicht sogar hilfreicher und werbewirksamer sein könnte, als ein Einzelgespräch.

    Es kann viele Gründe geben, warum jemand lieber persönlich telefoniert statt im Forum schreibt, deshalb habe ich diesen Fall eben als Möglichkeit meinerseites angeboten, aber klargemacht, dass mir ersteres lieber wäre.


    Ich wüsste jetzt nicht, was ich noch genauer beschreiben soll - das Ding funktioniert, ich komme damit zurecht, aber eben die erzielbare Stückzahl pro Stunde ist enttäuschend niedrig. Wenn das schneller geht, kann doch der Hersteller einfach von sich aus sagen, wie es geht.

    In der einschlägigen Diskussion vor zwei oder drei Jahren war er ja intensiv involviert, kennt also die Eckdaten nicht nur von mir, sondern auch die anderer Nutzer mit ähnlichen Aussagen (auch mit Geräten anderer Hersteller - es geht also gar nicht nur um genau die Geräte vom jonas). Und schon damals kam das Thema Stückzahl immer wieder auf.


    Schon damals wurde für mich langsam klar, dass diese Geräteklasse wohl wirklich nicht für Stückzahlen jenseits des kleinen Hobbybereichs geeignet ist und habe mich damit notgedrungen arrangiert. Doch jetzt klingt schon wieder durch, dass es gehen müsste, da sollte ein Hersteller doch mit beiden Händen die Möglichkeit ergreifen, hier fachliche Werbung machen zu können, indem er sagt wie, statt <...von mir wieder gelöscht....>?

    jonas

    danke für das Angebot. Wenn du hier nicht antworten willst, werde ich es auch gerne nutzen.


    Damals, als dieser Gerätetyp - nicht zuletzt dank deines Engagements - gerade so richtig Mode wurde, waren wohl alle Beteiligten noch etwas sehr optimistisch, sowohl bei den Erwartungen, als auch bei der realistischen Einschätzung des Zeitbedarfs, da schließe ich mich mit ein.


    Wenn du also neue Ratschläge und Hinweise hast, die damals in den einschlägigen Diskussionen hier im Forum noch nicht zur Sprache kamen, wäre es mir am allerliebsten, du schreibst sie gleich hier mit rein.

    Dann profitieren nämlich auch alle andere davon. Zumal das Problem der geringen Stundenleistung eigentlich alle ähnlichen Geräte auch anderer Hersteller betreffen dürfte.


    60 MW/Stunde gehen wohl wirklich nur mit zusätzlichen Hilfsgeräten wie Kompressor - das kommt für mich aber gar nicht in Frage und diese Leistung hatte ich auch nie ernsthaft erwartet. Aber die damals von vielen Beteiligten oft genannten 35-40/h, die hätte ich mir eigentlich schon gewünscht.


    Durch habe ich: Alle Wachstemperaturen von 70 bis 100°C. Raumtemperaturen von 15-30°C. Mittlere Laufstärke der Lüfter - Vollgas ist zu laut und auf Kopfhörer habe ich keine Lust. Von Vollgas als Voraussetzung war im Vorfeld auch keine Rede. Die richtige Wachsmischung und einen passablen Workflow habe ich meiner Meinung nach für mich herausgefunden - es gelingt praktisch jede MW auf Anhieb, da reißt nix mehr. Auch der Wachstopf ist ein großer, gut temperaturgeregelter Wachsklärbehälter ohne ständige Störungen durch hineingeworfene kalte Wachsreste etc.

    Danke für diese Beschreibung, die ich jetzt erst zufällig entdeckt habe.


    Also ich habe ja immer noch die Gießform eines anderen Herstellers, die du glaube ich auch schon mal hattest, mit der ich zwar soweit zufrieden bin, jedoch der Punkt Geschwindigkeit nervt mich total, das ist das Einzige, was mich langfristig nach sicherlich über 2000 MW so richtig an dem Gerät stört. Damals wurden wesentlich höhere Zahlen bis zu 60 MW pro Stunde beworben, doch die langfristige Praxis hat das inzwischen auf absolut enttäuschende 20 - allerbestenfalls 25 MW gestutzt (wenn man ehrlich alle zwischendrin anfallenden Zusatzarbeiten mit einberechnet, alles andere ist Selbstbetrug).


    Doch auch wenn ich keine Akkordarbeit abliefern will, so will ich doch notwendige, aber nicht unbedingt glücklich machende Arbeiten nicht in die Länge ziehen. Für nur 300 MW zwischendurch muss ich aber schon 2 Arbeitstage veranschlagen, das ist einfach mächtig viel Zeit.


    Mein Gerät hat nur 2 Lüfter und keine Kühlrippen, ich kühle wie vom Hersteller empfohlen mit Wassersprühnebel zusätzlich. Ohne das wäre die Leistung noch viel geringer. Möglich, dass mein großes Dadantformat hier mehr Zeit benötigt als z.B. ein kleines DNM..

    Ich war auch mal kurz auf dem Trip, dass man es besser machen müsse als die "bösen Rauch-Imker". Nelkenöl, Wasser verspritzen, das ganze Programm. Aber das ist alles Blödsinnn.


    Rauch ist meiner Meinung nach unerlässlich, wenn man mehr als nur mal kurz den Deckel lupft, doch selbst dann ist er wahrscheinlich besser. Und zwar vor allem für die Bienen - nicht für den Imker! Im Gegenteil, der Rauch ist für mich selbst eines der (leider notwendigen) Übel in der Imkerei.


    Ich verwende immer Rauch - und zwar zum Wohl der Bienen.


    Wasser ist Stress und Panik für die Bienen - es bedeutet, Baum beschädigt, Regen dringt ein, Brutschäden möglich, alles tun um den Schaden zu beheben.


    Nelkenöl ist totaler Stress - es bedeutet genau wie Ameisensäure, Achtung, Ausatemluft eines unbekannten, extrem überlegenen Feindes im Bau, der einem die Luft zum Atmen nimmt. Außerdem stinkt es wie Hölle und ist für die Imkerhaut sehr gefährlich bei häufigerer Anwendung (sehr starkes Allergen).


    Ohne Rauch - totaler Stress, weil die Bienen bekommen den Eingriff voll mit -

    Bär will eindringen!


    Mit Rauch dagegen: Genetisch fest einprogrammiertes Routineprogramm läuft in aller Ruhe ab, die Bienen sind beschäftigt und merken vom Eingriff nur wenig, also kaum Stress. Danach ist alles wie immer, die Störung hat kaum stattgefunden und die vollgesaugten Bienen sorgen für wohlige Zufriedenheit. War da was?


    Wenn man Rauch zum Vertreiben der Bienen vom Zargenrand oder den Oberträgern verwendet, geraten zwar die direkt betroffenen Bienen in Panik, doch ein Besen regt sie regelmäßig noch viel mehr auf!


    Denn ein Besen bedeutet: Feind mit Pelz, gegen den man was machen kann und muss! Rauch dagegen ist ein altbekanner, abiotischer Feind, bei dem man nur routiniert sein Notprogramm abspult. Und wenn dann doch kein Feuer kommt, ebenso routiniert wieder zur Tagesordnung übergeht.


    Tut euch und den Bienen also Gutes und verwendet Rauch, statt aus falsch verstandener Schonhaltung die Bienen zu quälen.


    Und was das eigentliche Thema angeht: Im Wald ist offenes Feuer im Sommerhalbjahr verboten, egal von wem. Wenn es also keine wie auch immer geartete Ausnahmeregelung gibt (wie in #36 von Mc Fly erwähnt) , gilt das auch für Imker. Offenes Feuer ist mindestens beim Anzünden vorhanden.

    Wer den Smoker im Auto anzündet oder bereits rauchend von außen in den Wald bringt, hat zwar kein offenes Feuer, muss sich aber im Brandfall mindestens Fahrlässigkeit vorwerfen lassen, wenn Funkenflug die Ursache war. Also einfach besser aufpassen als sonst, nicht so wild pumpen und beim Abgang nochmal auf Rauchwölkchen kontrollieren.


    Smoker im Wald leeren geht bei Trockenheit eigentlich gar nicht - Auslassrohr verstopfen und alles mitnehmen, wo ist das Problem? Metalleimer mit Deckel bietet zusätzliche Isolation im Fahrzeug und verhindet Gestank im Auto.


    Ich leere den Smoker vor dem nächsten Anzünden oft gar nicht, wenn noch genug Platz ist, er raucht dann sogar besser, weil der Zug nicht zu stark ist!

    mich würde mal interessieren, wieso es mit den Sonnenwachsschmelzern zumindest ab Juli eigentlich keine riesen Probleme mit gewaltigen Räuberwolken an Bienen gibt? Pralle Sonne, heißes Wachs mit heißem Honigduft - das ist doch 1000x attraktiver als eine offene Wabe und selbst die ist derzeit schon in Sekundenschnelle belagert! Sind die Geräte wirklich so dicht?!


    Das hat mich bisher von SoWa-Schmelzern abgehalten, ansonsten täte mich ein etwas leistungsfähigeres Gerät nämlich auch interessieren.

    Aber jetzt noch mal zum Mitrechnen: Der Beespace ist ja ohne Absperrgitter (hoffentlich) korrekt vorhanden. Wenn nun das Absperrgitter dazukommt, muss sich der Abstand zwischen Brut- und Honigraum um 8 bis 10 mm erhöhen. Dann darf der Rahmen nicht mehr als diese Höhe haben.

    Rechne ich richtig?

    ich glaube, du machst es dir gerade selber extrem schwer und unnötig verkopft ;-)


    Annahme: dein beespace ohne ASG stimmt, d.h. Abstand Oberträgeroberseite der Brutraum-Rähmchen zu Unterträgerunterseite der Honigraum-Rähmchen ~7-8mm.


    Wenn jetzt ein ASG dazwischen soll, muss die Oberseite des Gitters zu den Unterträger-Unterseiten des HR-Rähmchens weiterhin einen Abstand von 7-8mm einhalten - wie, bleibt dir überlassen. Das selbe gilt auf der Unterseite: Metallgitterunterseite zu Oberträgeroberseite der BR-Rahmen 7-8mm. Wie dick das ASG mitsamt dem Rahmen ist, ist egal, solange die genannten Abstände eingehalten werden. Natürlich ist es trotzdem immer von Vorteil, wenn das ASG so wenig Trennung wie möglich verursacht, der Honigraum also so nah wie möglich biem Brutraum bleiben kann.

    Ganz so natürlich finde ich das nicht. Das ASG ist ja durchlässig.

    Doch, das ist ganz "natürlich". Ist der beespace unterschritten, wird angebaut. Auch wenn das ASG durchlässig ist, so ist doch dieser Abstand bei jedem einzelnen Gitterstab unterschritten. Also wird an dieser Stelle verbaut. Dass daneben, wo eine Lücke ist, der beespace stimmt und daher nicht verbaut wird, nutzt dir dann gar nix, weil daneben eben trotzdem verbaut wurde. Und weil zwischen zwei verbauten Stäben vermutlich weniger als beespace ist, wird zwischen zwei Verbauungen danach gleich auch noch verbaut... du kommst da nicht raus, aus der Kiste.


    Nicht umsonst versuchen die ASG-Hersteller mehr oder meistens weniger erfolgreich das Gitter so in einem Holzrahmen zu platzieren, dass auf einer Seite der beespace stimmt (bei mir auf der Unterseite) und auf der anderen Seite möglichst gar kein Abstand ist, weil dort der beespace von der Beute kommen muss (bei mir oben).


    Stelle dir das ASG einfach wie eine Wabe mit schlitzförmigen Löchern vor, dann wird's vielleicht leichter!

    WFLP :


    Der beespace ist beim Absperrgitter (ASG) natürlich immer beidseits vonnöten! Also sowohl nach unten, als auch nach oben.


    Dass diese Gitter trotz beespace verbaut werden, hat viele Gründe. Einer liegt meiner Meinung nach schlichtweg daran, dass die käuflich zu erwerbenden Gitter eine große Streuung bezüglich der sauberen Auswarbeitung und damit der richtigen Abstände haben.


    Außerdem hängen sie z.b. bei großen Beutenmaßen wie 12er Dadant durchaus auch ein wenig durch. Auch die Rähmchen sind nicht immer gleich gebaut, da gibt es auch bei guten Qualitäten durchaus welche, wo die Ober- oder Unterträger 1-4 mm durchhängen, tiefer oder höher sitzen etc. Dann kommen die Gitter in der Alltagsproxis oft auf Wachs- und Propolisbröseln oder gequetschten Briefmarkenbienen auf dem Zargenrand zum liegen und schon ist wieder ein halber Millimeter. Usw, usf.


    Das alles und wohl noch mehr Ungenauigkeiten summieren sich in der Praxis einfach, so dass der beespace eben oft nicht stimmt.

    Hinzu kommt, dass die Bienen von sich aus gerne Aufstiege zum Honiglager bauen, auch wenn der beespace stimmt.


    Einige punktuelle under streifenförmige Verbauzohnen auf bis zu 10% der Fläche halte ich aus alle' diesen Gründen daher für absolut normal und unvermeidbar - zumindest nach einiger Zeit.

    Genetik spielt auch kräftig mit rein: "Saubere" Völker haben diese Fläche vielleicht erst nach einer oder zwei Saisons zugebaut, anderen neigen stärker zum Verbau und machen dann auch mal 20% Verbaufläche nach einer Woche - auch wenn der beespace stimmt.


    Hatte mal zwei Kg gekauft, die hatten das massiv im Blut, ein riesen Unterschied zu meinen bisherigen Völkern. Die Töchter, mittlerweile F3 zeigen das selbe Verhalten nach wie vor.

    Ich verwende von Anfang an nur Edelstahldraht, habe aber schon mal anderen Draht bei fremden Waben angefasst und immer den Eindruck gehabt, dass die sich viel dünner, "windiger" anfühlen. Ob das am anderen Material lag oder weil diese Drähte eventuell nur dünner waren, weiß ich nicht mehr. Bei meinen großen Dadantwaben meine ich, sind stärkere Drähte besser, weshalb ich bevorzugt 0,4-0,5mm nehme. Und weil bisher und noch bis auf Weiteres AS, eben auch Edelstahl.

    Liegt das an dem hochwertigen Wachs, der da mit verkauft wird?

    das liegt vor allem daran, dass Wabenhonig gar nicht so einfach ist, wie es aussieht. Der Mehraufwand vor allem bei den speziellen Wabenhonigsystemen ist enorm und der Minderertrag auch. Denn diese Spezialwaben werden von den Bienen gemieden bis es gar nicht mehr anders geht und dann ist die Tracht meist auch schon vorbei. Und dann hat man womöglich jede Menge halb ausgebaute Wäbchen, die man zu nichts gebrauchen kann. Wabenhonig ist in meinen Augen die Königsdisziplin, aber reicher als mit normalem Honig wird man damit garantiert nicht - man muss die gesamte Arbeit darum herum mögen.