Beiträge von hornet

    Wie sollte ich es schon "länger" testen? Es ist ja erst seit letzter Saison zugelassen.

    AS gibt's bei mir schon ewig nimmer. Es spielt doch auch keine Rolle, was ich früher verwendete, oder?

    Äh, ja, das Zulassungsdatum habe ich nicht bedacht, da mir das Mittel erst heuer aufgefallen ist wegen der massiven Werbung. Trotzdem hätte es immerhin schon sein können, dass du es bereits letztes Jahr verwendet hast...


    Und natürlich spielt es keine Rolle, was du zuvor verwendet hast, so war mein Satz doch gar nicht gemeint. Vielmehr, ob du es als Hauptsommerbehandlung hernimmst, wie sie die Behandlung mit Ameisensäure in der breiten Masse offenbar nach wie vor noch darstellt. Zumindest in meiner Gegend behandeln gefühlt aus Gesprächen mit Kollegen 90% mit AS, 9% mit Tyhmolprodukten und der Rest dampft oder macht TBE.


    Ich verstehe dich jetzt so, dass die Antwort "ja" lautet, weshalb es sicherlich für viele interessant wäre, was du und andere Anwender in Zukunft vielleicht berichten können.


    Insbesondere, weil du von der empfohlenen Dosis wirklich massiv (11 statt 40ml, also grade mal ein Viertel!) abweichst. Die Frage wollte ich jetzt noch stellen, woran du das festmacht, dass diese viel geringere Dosis auch ausreicht, aber die hast du mittlerweile schon oben beantwortet.


    Ich als potenzieller Neuanwender hätte das schon mal nicht gemacht, weil ich doch annehmen muss, dass der Hersteller genau diese Dosis als passend getestet hat. Andere Medikamente nimmt man doch auch nicht nach Gutdünken anders, als vom Arzt empfohlen.


    Wenn aber ein Viertel der Dosis wirklich schon ausreicht, dann wäre die empfohlene Dosis eine regelrechte, absichtliche Überdosierung, vor allem, weil der Hersteller dies auch für Völker mit nur 12.000 Bienen angibt, was jetzt wirklich kein fettes Volk mehr ist.

    Um so interessanter die echten Erfahrungen wie die deinen, finde ich.

    Verwendest du Varromed schon länger, oder testest du erst?


    Verwendest du es anstelle von Ameisensäure ohne weitere vorherige Varroabekämpfungsmaßnahmen wie z.B. Totale Brutentnahme?

    Bist du zufrieden mit der Wirkung über's Jahr gesehen?


    Die 40ml habe ich einfach mal aus der Produktbeschreibung entnommen, wie sie zum Download angeboten wird. Da werden bei Völkern zwischen 12.000 und 30.000 Bienen 30-45ml empfohlen.

    Alexbee :

    danke für deinen Bericht. Bitte gelegentlich noch weiter berichten.


    Ein echter Haken an diesem Zeug - neben der in der breiten Praxis noch unerprobten Wirkung - wäre der Preis und die erhebliche Menge, die man braucht. Weil man müsste ja richtig oft ran damit und das summiert sich, wenn man mehr als nur ein paar Völker hat.


    Selbst bei deinen nur 10 Völkern braucht man ja bei mittel großen Völkern ca. 40ml pro Volk, macht dann fast eine Flasche pro Durchgang und das bei 5 bis 9 Durchgängen pro Jahr...

    Genetisch aggressive Völker sind meiner Meinung nach sehr, sehr selten. Mir ist noch kein einziges untergekommen in den letzten fast 10 Jahren und ich habe nicht nur ein paar Völker.

    Dann hast Du gute Nachbarn. Freu Dich drüber, aber verallgemeiner das nicht. Es gibt Gegenden, da würde ich für Geld keine Begattungseinheiten aufstellen.

    schon klar, dass es nicht so sein muss, deshalb schrieb ich ja "meiner Meinung nach" basierend auf meiner eigenen Erfahrung.


    Aber bei einem angenommenen Flugradius von 3 km sprechen wir in meinem Fall von einer Fläche von ca. 150 km2 in einer Gegend mit sehr hoher Imkerdichte. Ich finde, dasas sind schon recht viele Nachbarimker...zuviele, um das nur als eine isolierte Einzelbeobachtung mit nur zufällig gute Nachbarn abzutun.


    Vielleicht ist es nur Glück, aber bei meinem Glück...:wink:

    Luis

    Genetisch aggressive Völker sind meiner Meinung nach sehr, sehr selten. Mir ist noch kein einziges untergekommen in den letzten fast 10 Jahren und ich habe nicht nur ein paar Völker.


    Neben offensichtlichen und auch für Anfänger in solchen Fällen leicht erkennbaren Ursachen wie Hunger, Krankheiten, Parasiten wären noch unentdeckte Störungen durch Dritte (Tiere, Menschen) viel wahrscheinlicher, für mich die zweithäufigste Ursache
    .

    Als Hauptursache für aggressive Völker habe ich tatsächlich den Imker selbst ausgemacht und zwar in der Art und Weise wie er die Bienen behandelt und wie er schon an sie rangeht. Hier mal bei Leuten zuschauen, die ohne Schleier und Handschuhe eine größere Völkerzahl bearbeiten und auf Details achten.

    Es gibt vom Original übrigens einen großen und einen "kleinen", der so groß wie die normalen Standardsmoker ist.

    Meiner Meinung nach reicht der "kleine" vollkommen aus, den großen brauchen nur Leute, die ihn wirklich oft viele Stunden ununterbrochen brauchen. Den meisten Imkern würde ich den Großen nicht empfehlen - spart Geld und unnützes Volumen und den kleinen kann man schließlich auch jederzeit ohne Nachteil nachladen, wenn's doch mal länger dauert.

    Oder kennen es eben nicht. Immerhin werde ich oft gefragt, ob ich Zucker rein mische, denn das hätten sie mal bei einem Honig (nicht von mir) vermutet. Der hatte auch angefangen körnig zu kristallisieren.

    ist vielleicht auch eine traditionelle Sache und regional verschieden. Schnell oder bekanntermaßen unangenehm kristallisierende Sommerhonige rühre ich natürlich auch. Doch bei mir wollen die Leute unbedingt auch flüssige Honige, die nicht Waldhonig oder Akazie sind, aber von hier sein müssen. Da geht nur Sommertracht.


    Ich habe vor 2 Jahren sogar einen Kollegen getroffen, der rapsbetonte Frühtracht flüssig angeboten hat, kein Anfänger übrigens...aber gesehen habe ich immer nur den flüssigen Honig im Glas, nicht, wie das Glas eine Woche später ausgesehen hat oder gar, was die Kunden davon halten.

    Was spricht eigentlich dagegen, solchen Honig flüssig zu verkaufen? Warum muss immer alles gewaltsam cremig gerührt und geimpft werden?


    Viele Kunden wollen doch gerade flüssigen Honig und die wissen alle, dass er irgendwann fest wird und haben damit keine Probleme, weil sie das kennen (oder ihn sowieso so schnell essen, dass sie damit nicht in Berührung kommen).

    die brauchen keinen Saharasturm. Es sind große und starke Wanderfalter, die ganz von sich aus schnell weite Strecken zurücklegen und regelmäßig jedes Jahr aus Afrika, aber auch aus Südeuropa zu uns nach Norden einwandern. Sie wandern aber überwiegend jedes Jahr neu ein, eine Überwinterung ist bei uns praktisch nicht möglich.


    Natürlich sparen auch starke Falter Energie, wenn es Rückenwind gibt, weshalb Süd- und Südwestströmungen die Wanderbewegungen erleichtern und ggf. weiter nach Norden schwappen lassen. Notwendig sind sie aber nicht, die kommen auch so zu uns. Südwinde gab es in den letzten Monaten aber wiederholt, die Hitzewellen waren die direkte Folge davon.


    Als Imker sieht man sie fast nur tot bei den Beuten, nur sehr selten lebend, weil sie nachtaktiv und gut getarnt sind, sich außerdem trotz ihrer Größe außerordentlich schnell bewegen. Auch unter den heimischen Schwärmerarten sind viele besonders große Arten dabei und trotzdem sieht man sie praktisch nie, aus den gleichen Gründen.


    Ich habe ihne erst 2x lebend an meinen Bienen gesehen, immer spätabends im Lampenlicht z.B. beim Einfüttern.


    Wieso Biene, wenn du selber schon auf Goldwespe tippst? :wink:

    Stimmt nämlich, aber welche genau, da sind Experten gefragt.

    In Anbetracht der Mengen an Honig die wir Importieren, existiert noch ein gewaltiger unerschlossener Absatzmarkt.

    Wenn Ich jetzt darüber nachdenke das die in Deutschland produzierte Honigmenge den Bedarf nicht deckt und wir auf Honigimporte angewiesen sind halte ich das Argument das Einsteiger erheblichen Einfluss auf den Markt haben für nicht schlüssig.

    Das könnt ihr euch gleich mal abschminken. Dieses Scheinargument wird leider auch von offizieller Seite einiger Verbände gerne gebracht und dadaurch trotzdem nicht richtiger.


    Diese 80 % sind Honige, die wir Freizeit- und Berufsimker gar nicht bedienen wollen, weil die vom Großhandel importiert und an Kunden weiterverkauft werden, die eben nicht 10 oder 16 EUR pro Kilogramm zahlen wollen, sondern höchstens 1 oder 3 EUR. Diese Kunden sind z.B. Discounter oder große Lebensmittelhersteller, die den Honig als eine Zutat unter vielen für ihre Produktion benötigen. Bei denen ist nur der Preis wichtig, ob China oder Imkerhonig aus Bayern ist egal, Hauptsache billig.


    Übrigens, ein gehöriger Teil der 80% Importhonige wird nicht etwa zum Verbrauch in Deutschland importiert, sondern zum Reexport in andere Länder! Der "Bedarf" setzt sich also zusammen aus tatsächlichem Bedarf und Bedarf des Handels für Exportgeschäfte. Schon sehen die 80% nicht gedeckter Bedarf ganz anders aus, oder? Das war aber noch nicht alles.


    Da zusätzlich auch noch ein Teil der 20%, die wir im eigenen Land produzieren zu Spottpreisen in den Großhandel gelangen, ist der Marktanteil, mit dem Freizeit und Berufsimker einen halbwegs fairen und dem Wert guten Honigs entsprechenden Preis erzielen können, sehr viel kleiner als 20%. Von einem unerschlossenen Marktpotenzial in Höhe von 80% kann also überhaupt keine Rede sein.


    Nur eine ganz kleine Gruppe von Menschen ist bereit, einen fairen Preis jenseits der 12 EUR /kg zu zahlen und nur diese Gruppe ist das Marktpotenzial für jene, die ihre Arbeit und die der Bienen nicht unter Wert verkaufen wollen.
    Alle anderen brauchen entweder keinen Honig oder kaufen Honig aus EU- und Nicht-EU-Ländern für 2,99 das Glas. Und die werden niemals bei euch Honig kaufen, außer ihr habt auch diese Preise.

    Dass jemand Verkauf für lästig empfindet, muss doch nicht heißen, dass er deswegen keinen anständigen Preis verlangt.


    Ich für mich habe kein Interesse daran, Honig zu verkaufen und ja, ich finde/fände es lästig. Aber kannst Dir sicher sein, wenn es so weit kommen sollte, dass ich verkaufe, wird der Honig richtig vermarktet und ein anständiger Preis kalkuliert

    wenn ihnen ausgerechnet einer der allerwichtigsten Aspekte beim Imkern lästig ist?

    Wieso der allerwichtigste Aspekt?

    Klasse, wenn du trotzdem einen guten Preis verlangst! Das machen viele so, aber sehr viele eben nicht. Die verschenken den Honig eben - und das ist nunmal der allerschlechteste Preis.


    Ich schrieb "einer der allerwichtigsten Aspekte" und meinte damit nicht die Wichtigkeit für den Imker, sondern die Wichtigkeit , die Bedeutung bei der Bienenhaltung an sich. Honig macht nunmal mit den größten Arbeitsaufwand in der Imkerei aus und ist dementsprechend "wichtiger" Bestandteil bei der Imkerarbeit.

    Rennen ist auch einer der allerwichtigsten Aspekte beim Fußballspielen, wer also nicht gerne rennt und trotzdem Fußball spielt...ist wie ein Imker, der sich nur ungern mit Honig und dessen Verkauf beschäftigt. Gibt's beides, ich weiß...!


    Dann kauf ihnen doch einfach ihren Honig ab.

    ich bin Imker, kein Händler...

    Die Dosis macht das Gift. Es gibt bei allem auch ein Zuviel. Warum sollte das bei den Imkern anders sein?


    Es muss jedem klar sein, dass Imkerzeitschriften, Imkervereine und -verbände ein extremes Interesse daran haben, möglichst viele Imker heranzuziehen.

    Imker selbst dagegen haben vor allem ein Interesse daran, Honig zu verkaufen. Da sind noch mehr Imker in der eigenen Umgebung so nützlich wie noch mehr Metzger, Bäcker usw. für einen bereits ansässigen Metzger, Bäcker usw.


    Auch die Imker, die angeblich keinen Honig verkaufen wollen, beeinflussen trotzdem den Markt für ihre Kollegen, weil Bienenhaltung immer auch Honigproduktion bedeutet. Da der Verkauf für diese Leute jedoch eine lästige Begleiterscheinung ist, führen sie den Absatz entsprechend widerwillig und damit häufig kollegenschädlich durch.

    Bei der Fülle an verschiedensten Hobbies, die man heutzutage ausüben kann, frage ich mich dann schon, warum so Leute dann unbedingt imkern müssen, wenn ihnen ausgerechnet einer der allerwichtigsten Aspekte beim Imkern lästig ist?


    Eine Handvoll Zweivölkerimker mit dieser Einstellung können dabei für die benachbarten Kollegen schädlicher sein als eine Handvoll am Honigverkauf interessierter und preislich engagierter Imker mit der zehnfachen Völkerzahl. Dass Imker mit vielen Völkern, aber verkrusteten Preisen noch schädlicher sind, ist eh klar.


    Das sind meine Beobachtungen seit längerem und es muss ja noch viel schlimmer sein als gedacht, wenn jetzt sogar schon von einem Imkerverband leise warnende Töne in diese Richtung gehen.


    Man muss ja nicht gleich eine Vollbremsung rein hauen, es würde schon viel helfen, wenn die Verbände aufhören würde mit dem ewigen Geschrei "Hurra, werdet auch Imker, es ist SOOOO toll" und stattdessen lieber mehr Fokus auf ein hochwertiges Image des Honigs mit entsprechend angelegter Vermarktung und der damit verbundenen Verantwortung für Kollegen und Honigimage legen würden.


    Langfristig würde das den Honigabsatz attraktiver machen und so ganz automatisch dafür sorgen, dass keiner Angst vor zu wenig Imkern haben müsste - es wäre allen geholfen.


    Momentan herrscht aber der Tenor vor "Bestäubung ist alles, Honig ein süßer Nebenaspekt".


    Ganz ehrlich: Bei mir ist es eigentlich genau umgekehrt. Bestäubung wird zwar von allen gewünscht, bei uns aber nicht bezahlt. Also muss es der Honig richten. Da schließt sich der Kreis und wir sind beim Honigmarkt, der genau so funktioniert wie jeder Markt, weshalb die Imkerdosis sehr wohl eine Rolle spielt, auch wenn das einigen nicht gefällt.

    Cuximker

    ich wollte das ehrlich wissen. Und siehe da, du redest plötzlich von Brutwaben - im Faden geht es aber um Honigwaben. Bei deinem Szenario wäre es zwar ebenfalls möglich, die Waben dann halt in Brutraumzargen zu lagern.

    Allerdings ist ein ausreichender Überschuss an solchen Zargen wohl wirklich nicht zwingend bei jedem gegeben - im Gegensatz zu Honigraumzargen.


    Denn bei Honigraumwaben sollten doch mindestens so viele Zargen vorhanden sein, wie zuvor im Sommer im Gebrauch waren. Und die Zargen müssen ja zwangsläufig irgendwo stehen, also könnten da doch die Rähmchen rein, ohne einen Kubikzentimeter mehr Platz zu verbrauchen, als sowieso schon für die Zargen erforderlich ist.

    Und ordentlicher als in einer Honigraumzarge kann man Rähmchen eigentlich auch nicht aufbewahren...und ausgeschleckt können sie sowohl im Keller, in der Wohnung oder auch im überdachten Freien gelagert werden.

    Wofür also extra Kisten und Wabenschränke neben den leeren Zargen lagern, das erscheint mir nach wie vor sehr verwunderlich.