Beiträge von hornet

    Und warum muss man denn immer oben rein schauen?

    Wenn am Volk etwas getan werden MUSS dann muss so und so abgedeckt werden. Ob nun durchsichtig oder nicht 😉

    Warum muss man eigentlich bei jedem Faden irgendwelche Grundsatz- und Nebendisskussionen eröffnen, seinen Senf dazu geben, selbst wenn man zu den eigentlichen Fragen gar keine eigene Antwort hat?

    Was soll es bringen, wenn jemand, der die konkrete Frage gar nicht beantworten will, sich trotzdem einmischt und ungefragt berichtet, dass er es ganz anders macht und besser findet?


    Trotzdem meine Antwort: ich benutze die Folie zu verschienen Zwecken nur auf den Honigräumen oben drauf. Ein Zweck ist der der Kontrolle von Bienenaktivität, Ausbauzustand, Füllzustand. Es tut mir ja leid, aber für mich ist es in Trachtphasen sehr hilfreich, den Zustand des obersten HR ganz ohne Störung der Bienen häufig kontrollieren zu können. Wem das nicht gefällt, der darf es doch super gerne auch ganz anders machen, nur wen interessiert das in einem Faden, wo ganz konkret nur nach bestimmten Materialeigenschaften und Bezugsquellen gefragt wurde?!?


    Und da wundert ihr euch immer, dass die Diskussionen wild auseinanderlaufen und diverser Ärger entsteht...


    Es gibt aber zum Glück einige sehr interessante Antworten inzwischen, einige haben mir auch Tipps per mail gegeben, vielen Dank! Ich werde mal die jeweils genannten Produkte ansehen und ausprobieren.


    Apiinvertsäcke habe ich leider nicht. Sind die echt so groß, dass man da 51x51cm große Stücke rausschneiden kann? Dann würde ich mal bei Kollegen rumfragen, bevor die die Dinger wegwerfen...


    Und das Abdeck-Fix ist wegen seiner Starrheit wohl sicher genau das, was ich nicht haben will.

    Die guten Folien sind in meinem Fall klar und relativ weich, aber trotzdem robust und dick. Liegen sie in der Sonne, ganz wenige Minuten reichen, werden sie noch weicher, ähnlich wie sehr warme Mittelwände und passen sich dem Untergrund perfekt an, ohne trüb zu werden. So werden Wachsbrücken komplett verhindert, der Anbau bleibt minimal, die Folien lange durchsichtig. Hat man sie mal verknittert, einfach auf einen Tisch in die Sonne legen, 5 min später sind sie wieder wie neu.

    Beschrieben hast du ja nur, was dir nicht gefällt.

    Also, wenn ich hiermit nicht ausführlichst beschrieben habe, was für Eigenschaften mir an den guten Folien gefallen, weiß ich echt nicht mehr weiter.... :eek:


    Aber immerhin scheint alles, was "Abdeck-Fix" heißt, genau dem zu entsprechen, was ich oben als ungeeignet bezeichnet habe: Steif, Beulen bleiben drin.

    Mir geht's nicht um Dampfsperre, sonst hätte ich die Dinger auch im Winter drauf. Wachstücher gehen nicht, weil nicht durchsichtig.


    So ausführlich war ich, damit man genau vergleichen kann, was ich meine und was man womöglich selber benutzt, um mir dann vielleicht sagen zu können, wo man es definitiv bekommt.


    Ich will ja nicht alle von mir noch nicht genutzten Shops abklappern und Geld wegwerfen, wenn es jemand schon besser weiß. Die Shops frage ich nicht mehr, die haben regelmäßig keine Ahnung, Folien halt, mehr kommt da nicht. Die nehmen immer das billigste, so lange es wie Folie aussieht, der Rest ist denen egal.


    Ob das "dünne Polycarbonat" von Holtermann jetzt dem entspricht, was ich oben beschrieben habe, weiß ich leider nicht, wenn du es nicht kennst und bestätigen kannst, dass es meiner obigen Beschreibung entspricht.

    Hallo,


    ich habe da ein vermeintlich nebensächliches Thema: Folien und das Material, aus dem sie sind.

    Mittlerweile habe ich viele Folien. Die brauche ich eigentlich nur im Sommer auf den Honigräumen, aber da sind sie mir aus verschiedenen Gründen sehr wichtig.


    Mit der Zahl der Folien ist auch die Erfahrung gewachsen, dass es da höchst unterschiedliche Materialien mit sehr negativen, aber auch sehr positiven Auswirkungen.

    Die ersten Folien waren optimal, doch das habe ich erst bemerkt, als ich später total miese Folien bekommen habe. Bei Bestellungen im üblichen Imkerbedarfshandel hat man keine Möglichkeit, das vorher herauszufinden.


    Die guten Folien sind in meinem Fall klar und relativ weich, aber trotzdem robust und dick. Liegen sie in der Sonne, ganz wenige Minuten reichen, werden sie noch weicher, ähnlich wie sehr warme Mittelwände und passen sich dem Untergrund perfekt an, ohne trüb zu werden. So werden Wachsbrücken komplett verhindert, der Anbau bleibt minimal, die Folien lange durchsichtig. Hat man sie mal verknittert, einfach auf einen Tisch in die Sonne legen, 5 min später sind sie wieder wie neu.


    Ganz anders die neueren, miesen Folien. die ich derzeit fast überall im Imkerbedarfshandel bekomme. Sie sind auch klar, aber viel steifer. Sie verbeulen bei Wärme und verknittern bei Stößen, wenn man sie nicht wie rohe Eier behandelt und das schlimmste, die Beulen und Knitter lassen sich nicht mehr durch Wärme schnell und einfach beseitigen. Die Folien bleiben steif, störrisch, krumm und alle Mulden und Knitter bleiben und werden immer schlimmer. Sie neigen auch stark dazu, trübe zu werden. Die Folien liegen dadurch praktisch nie ganz plan auf den Oberträgern, entsprechend werden sie stark verbaut und erfülen ihren Zweck fast von Anfang an nur schlecht und danach immer schlechter. Kurzum: Untauglicher Müll.


    Wer kennt sich aus mit Plastikwerkstoffen, auf welche Materialien und Bezeichnungen müsste ich achten, um wieder die guten, weichen Folien zu erhalten, gern auch zum Selberzuschneiden? Wer kennt das Problem vielleicht auch und hat es schon gelöst, weiß, wo man diese Folien noch bekommen könnte?


    Gruß

    hornet

    Vor Allem möchte ich mal den Imker sehen, der mit einem 40 PS PKW seine Beuten transportiert. Egal ob Anhänger, Kofferraum oder Ladefläche.

    das wiederum muss kein unlösbares Problem sein, immerhin sind in alten Büchern, z.B. auch beim Pfefferle durchaus Fahrzeuge zu sehen, die mit ernsthaften Bienenwanderungen beschäftigt sind und sehr wohl eindeutig in der 40-60 PS-Klasse anzusiedeln sind.


    Es ging also und es würde auch heute noch gehen, nur ist es halt so, dass die Ansprüche nicht nur bei den SUV-Fahrern immer nur steigen und davon will dann leider keiner mehr abrücken. Wird Zeit, dass wir das aber mal müssen...weil sonst wird sich das nie bessern und irgendwann gibt es nichts mehr, was wir noch beanspruchen könnten.

    Georgie natürlich hast auch du mit allem recht. Allerdings habe ich eine etwas andere Haltung dazu. Denn ich glaube, dass es für jedes menschliche Problem eine Lösung gibt.


    Auf einem Asteroiden landen oder ein Konstrukt wie "Europa" erfolgreich zu managen, das sind in meinen Augen Probleme, die mindestens ebenso kompliziert sind, wie eine internationale Verhandlungslösung zu treffen, um die von dir genannten Probleme zu entschärfen. Trotzdem sind wir tatsächlich auf einem Asteroiden gelandet und auch Europa funktioniert trotz gewisser Holprigkeiten extrem gut.

    Asteroidenlandung und Europa hat man halt auch gewollt, und hier liegt der Hase im Pfeffer. Man will einfach keine ernsthafte Lösung, weil einem immer und überall suggeriert wird, Umweltschutz sei kein echtes Problem, sondern teuerer und überflüssiger Luxus, Arbeitsplätze und Wohlstand auf Pump dagegen seien unerlässliche Notwendigkeit.


    Das altbekannte Totschlagargument "Arbeitsplätze" ist z.B. ein bewährtes Stilmittel, um die Kritiker sofort ruhigzustellen, sobald einem die anderen Argumente ausgehen. Denn ab dann ist jede Diskussion zum Thema obsolet und unmöglich. Wer wäre schon ernsthaft gegen Arbeitsplätze? Wer traut sich schon gegen Leute zu argumentieren, die für Arbeitsplätze sind? Da steht man doch sofort in der Schmuddelecke.


    Dabei stimmt es gar nicht, Arbeitsplätze sind eben NICHT ALLES! Immerhin wird schon länger ernsthaft darüber diskutiert, wie so ein Gesellschaftssystem aussehen müsste, bei dem Roboter viele Arbeitsplätze übernehmen werden und dadurch gar nicht mehr für alle ein vernünftiger Arbeitsplatz vorhanden sein KANN!

    Man muss einfach nur WOLLEN und das kann man nur, wenn man weitsichtig genug ist, um zu sehen, dass das ganze vermeintlich vernünftige globale System auf Pump aufbaut und so auf Dauer entweder an die Wand fährt oder zumindest die teuerste Lösung sein wird. Denn wirklich jeder weiß eigentlich, dass Pump nicht nachhaltig sein kann.

    Allerdings wird mit Nebelkerzen wie Arbeitsplätze erfolgreich verhindert, dass die Entscheidungsträger (erst die Wähler, dann die Politik) diese Weitsicht haben bzw. genug Motivation, die daraus folgenden, durchaus unangenehmen, aber eben zwingend notwendigen Schritte umzusetzen.


    In der Schuldenfalle ist es immer einfacher, neue Schulden aufzunehmen und weiter zu wursteln statt endlich mal den harten, unangenehmen Schritt zu wählen, der dann aber eine echte, langfristige Lösung wäre. Es ist im Kleinen wie im Großen einfach immer das selbe.


    Leider habe ich keinerlei Hoffnung, dass wir mal die Abkürzung nehmen und gleich die richtige und langfristig billigere Lösung wählen. Wir werden auch weiterhin so lange nichts ändern, bis unmittelbare Katastrophen uns zur teuersten aller Lösungen zwingen, nicht mehr. Zahlen muss das schließlich irgendwer in der Zukunft, da sind wir selbst dann lange tot. So denkt der Mensch halt in der Masse.


    Allerdings ist dieses Verhalten durchaus biologisch in uns angelegt, also letztlich doch wieder ein Problem der Natur selbst. Sind wir am Ende also gar nicht schuld? Das "sapiens" in unserer Artbezeichnung nur mehr Wunsch als Wirklichkeit?

    Zitat:


    "...dass es für eine Verpflichtung der Landwirte zur faktischen Aufgabe von mindestens zehn Prozent ihrer Ackerflächen keine gesetzliche Grundlage gebe...."


    Da haben wir es wieder. Abgesehen davon, dass es Blödsinn ist, wenn behauptet wird, ungespritzte Flächen seien ein 100% Verlust der betroffenen Fläche, steht wieder nur im Raum:


    Umweltschutz sei ein nicht bezifferbarer Luxus, 10% Verlust von Ackerfläche dagegen seien handfest berechenbare Einkommensverluste. Und schon ist Umweltschutz unwichtig und kann von einem Richter weggewischt werden, während die Einkommen der Landwirte wieder mal über alle Interessen gestellt werden.


    Damit meine ich jetzt nicht "nur" die vermeintlich unwichtige Natur, sondern z.B. auch die höheren Kosten in der Grundwassergewinnung. Auch DAS ist in meinen Augen eine Art Subvention, wenn die Pestizidlandwirte nicht alle Folgekosten ihres Tuns tragen müssen. Aber das ist ja überall so...Fliegen, Autos, Atom- und Kohlestrom...nirgends werden die Folgekosten in den Endpreis eingerechnet, damit es schön billig bleiben kann und die Nutzung möglichst ja nicht eingeschränkt wird.


    Der Dreh- und Angelpunkt ist einfach, dass in unseren westlichen Wirtschaftssystemen die Schäden an der Umwelt (dazu gehört auch die Gesundheit des Menschen) einfach nicht ausreichend monetär beziffert werden können bzw. viel eher, dass das so nicht gewollt wird.

    Bezahlt werden muss es trotzdem, nur halt nicht von den Verursachern.


    Solange dieser Punkt nicht offen und ehrlich behandelt wird, sind alle ernsthaften vorsorglichen Umweltschutzbemühungen in meinen Augen umsonst, führen zu nichts als zu Gerede und Rumeiern und es wird sich auch in 50 Jahren nichts tun.


    Momentan und seit Jahrzehnten wird in Sachen Umweltschutz immer erst was gemacht, wenn große Schäden zu massiven Aufständen führen, mit anderen Worten: wenn es zu spät ist und zu unleugbar zu teuer wird.

    Vorsorglicher Umweltschutz dagegen wäre unter dem Strich zwar immer viel billiger für alle, aber halt von Beginn an teuerer für die eigentlichen Verursacher.


    Aber genau das ist nicht gewollt, am allerwenigsten in neoliberal ausgerichteten Systemen wie dem klassischen Beispiel USA, aber auch vielen ähnlichen Beispielen in Europa.

    Weder schmutzige noch künstlich eutrophierte (überdüngte und damit nährstoffreiche) Gewässer sind ökologisch in irgendeiner Forum positiv zu sehen...kann deinem Posting also nicht so ganz folgen.

    Saubere Gewässer sind der Normalzustand, mit dem sich die potenzielle Artenvielfalt entwickelt und z.B. in Deutschland seit Ende der Eiszeit gehalten hat, ehe der menschliche Einfluss begonnen hat.


    Die evtl. hohe Zahl von Individuen einer der wenigen Arten, die sich evtl. in solchen überdüngten oder umkippende Gewässer besonders wohl fühlen sind ebensowenig ein Zeichen intakter Umwelt wie es die vielen künstlich durch uns Imker gehaltenen Honigbienen sind.

    Und noch ein Nachtrag:


    Wenn doch unstrittig klar ist, dass wir Menschen als Lebensform uns trotz aller Technik nicht aus dem ökologischen Gesamtkontext herauslösen können, wir also ein Mindestmaß an ökologischer Intaktheit unseres Lebensraumes benötigen, um langfristig überleben zu können - und ich meine, das ist in der Tat absolut unstrittig - dann meine ich, dass man dieser ökologischen Intaktheit einen ebenso hohen wirtschaftlichen Wert beimessen muss, wie z.B. der langfristigen Sicherstellung unserer Ernährung oder von ausreichend Arbeitsplätzen.


    Komischerweise wird das einfach nicht so gesehen und immer und überall wird Umweltschutz nur als grüner Luxus gegen die direkten wirtschaftlichen Kosten aufgerechnet.


    Das ist für mich wie wenn man beim Autohersteller alles Geld in die Reifenoptimierung und den Komfort eines Autos steckt, aber den Motor und das Geld dafür für überflüssig hält.


    Der große Fehler im System ist für mich einfach der, dass dem Umweltschutz kein wirtschaftlicher Wert zugemessen wird.

    Die Landwirtschaft ist wichtig für uns alle, aber eben auch wichtig in ihrer Wirkung, weil einer der allergrößten, wenn nicht der größte Landschaftsverbraucher. Bei der Landwirtschaft kommt zum Flächenverbrauch halt auch noch die Pestizidwirkung hinzu. Das berechtigt schon dazu, die Landwirtschaft ganz neutral als einen der, wenn nicht den größten Verursacher zu sehen. Dass muss einfach mal gesagt werden dürfen, ohne gleich als "böser Bauernbasher" dazustehen.


    Doch klar ist, unsere Landschaft wird auch von anderen "Großen" massiv negativ verändert - wichtige Lebensflächen verschwinden nicht nur unter Ackerland, sondern eben auch unter Städten, Industrie, Infrastruktur und Einrichtungen der Spaßgesellschaft.


    Für mich der dritte, wichtige Punkt wäre die Lichtverschmutzung, völlig unterschätzt nach wie vor, was die Wirkung auf Insekten, aber auch höhere nachtaktive Tiere angeht. Ja sogar die Wirkung auf uns Menschen ist ziemlich stark.


    Und auch wenn es immer wieder belächelt wird: Ich halte speziell im Bezug auf Insekten und Kleinteiere auch den Autoverkehr durch direkte Kollisionen für stark signifikant. 50 Millionen deutsche und weitere zig Millionen ausländische Fahrzeuge sind 24h/365 Tage flächendeckend unterwegs und räumen alles weg, was im Fahrzeugquerschnitt im Weg ist. Das sind Billionen und Aberbillionen von Individuen und wenn es vor allem im Frühling die Startindividuen (z.B. Königinnen) trifft, sind auch alle potenziell folgenden Individuen betroffen, die dann gar nicht mehr auf die Welt kommen können.


    Und um den Kreis zu schließen auch mal wieder zurück zur Landwirtschaft: So viel wie heute mit Kreiselmähwerke und Mulchern gearbeitet wird, mit früher undenkbaren Geschwindigkeiten auf wahrhaft riesigen Flächen und das 5 bis 7x im Jahr, mit praktisch 100% Verlust aller Insekten im Arbeitsbereich, das kann nicht ohne Folgen bleiben. Diese Bearbeitungsform ist erst in den letzten 20, vor allem den jüngsten 10 Jahren derart extrem geworden. Eigene Gedanken sind erlaubt...


    Es hilft nichts, meiner Meinung nach sind damit einige der allerwichtigsten Stellschrauben bereits bekannt. Man müsste nur mal daran drehen und nicht nur den kurzfristigen wirtschaftlichen Erfolg der Einzelnen und auch der Volkswirtschaft im Auge haben.

    Leberkas

    Kannst du das mit dem Mikroschalter bitte mal für Elektroniklaien erklären/zeigen?


    Das mit der Durchsichtigkeit, hm, es könnte natürlich auch genau andersrum sein: Man sieht, dass tatsächlich Geld drin ist, also lohnt es sich....

    Warum es allerdings den Einwurf von zu wenig Geld dämpfen soll verstehe ich nicht. Es sei denn, die Leute stehen bei dir Schlange, so dass jeder befürchten muss, dass der Hintermann sehen könnte, wenn man für ein Glas nur 1 statt 8 EUR einwerfen würde.. :wink:.