Beiträge von hornet

    Hallo Hornet,
    es ist aber kein Platz um tangential zu klappen. Ich habe eine Pendelschleuder, der Drehpunkt ist hier an der Mittelachse.
    Remstalimker


    Zumindest nicht vollständig tangential, das habe ich weiter oben ja auch schon als merkwürdig beschrieben (siehe #5).


    Aber die Waben in meinem Bild sind doch eher tangential als radial zur Trommel angeordnet, richtig?
    Somit wäre so eine Schleuder doch ein idealer Kompromiss, der die Vorteile einer Radialschleuder (viele Rähmchen) mit der einer Tangeantialschleuder (besser Zellenentleerung) und sogar mit dem von Henry erwähnten Effekt ("nicht ganz senkrecht gestellte Zellen entleeren sich besser") verknüpft.
    Sehe ich das richtig?


    Bewegen sich deine Wabenkörbchen auch so wie auf dem Bild?


    Mir kommt diese Art Schleuder immer mehr wie eine Idealschleuder vor. Aber es muss ja Gründe dafür geben, dass es trotzdem welche gibt, bei denen die Wabenkörbe beim Schleudern unbeweglich und völlig tangential oder völlig radial leiben.


    Gruß
    hornet

    Es gibt auch keine Radialschleudern mit Wendetaschen, sondern lediglich Pendelschleudern bei der die Wabe sich je nach Füllstand der Wabe einpendelt!


    Ah, dann ist das da so eine Pendelschleuder? Obere Bildhälfte zeigt Schleuder im Stillstand, untere beim Schleudervorgang. Mir fiel auf, dass sich die Drehrichtung zwischendurch geändert hat, und die Körbe dann auf die andere Seite geschwungen sind. Es handelt sich um ein Modell von Carl Fritz, genaueres habe ich mir leider nicht notiert.



    Somit ist das gar keine Radialschleuder, sondern eine Tangentialschleuder, die nur beim Be- und Entladen wie eine Radialschleuder aussieht?


    Gruß
    hornet

    Hallo Peter, mir erschließt sich der Zusammenhang mit dem größeren Kessel nicht. Größerer Kessel bedeutet für mich mehr Waben, aber keine Vorteile in der Leerung der Waben, oder habe ich einen Denkfehler ?


    Größerer Kessel bedeutet (bei gleicher Drehzahl) eine größere Winkelgeschwindigkeit an den Außenseiten und damit wesentlich höhere Zentrifugalkräfte.
    Je weiter außen in Richtung Trommelwand, desto größere Fliehkräfte wirken also. Bei größeren Trommeln ist der Abstand der Waben zur Zentralachse naturgemäß größer und damit auch die Fliehkräfte.


    Gruß
    hornet

    Hi Marcusgoe,

    Henry hat geschrieben, dass sich die radial angeordneten Zellen leichter entleeren, weil sie sie vom Rand her Luft ziehen. Bei tangential angeordneten Zellen, können die Zellen nicht so gut Luft ziehen.


    habe ich das richtig verstanden:


    -radial angeordnete ZELLEN entleeren sich leichter, d.h. die WABE liegt TANGENTIAL in der Schleuder
    oder umgekehrt
    -tangential angeordnete ZELLEN ziehen weniger gut Luft, d.h. wenn die WABE RADIAL in der Schleuder steht?


    oder kurz: Radial schleudern ist schlechter/holt weniger gut Honig aus den Zellen als tangential schleudern?
    oder noch kürzer: Du und Henry raten zu Tangential-Schleudern?


    Gruß
    hornet

    Ah,


    sehr interessant, sind also schon mal bis zu drei Haken oder eher Stolperfallen:


    -Isolierung (wenn man das Problem erkannt hat, lässt es sich beheben, siehe Decken von Bernhard)
    -rund = Platzverschwendung (könnte man durch mehr Isolierung, Dampf oder z.B. Verwendung rechteckiger (Müll-)tonnen lösen)
    -Lebensmittelechtheit -> daran habe ich überhaupt nicht gedacht. Aber es gibt diese Fässer tatsächlich auch für Lebensmittel-Vorprodukte, das sollte sich also auch lösen lassen. Mülltonnen scheiden dann aber schon mal klar aus.


    Danke und gut dass ich gefragt (und ihr geantwortet) hab(e/t).


    Gruß
    hornet

    Mal eine Frage vom Anfänger, der nächstes Jahr selber erstmals Wachs in größeren Mengen schmelzen wird:


    Wie kommt man eigentlich auf die Idee, eine Beute als Schmelztopf zu verwenden? :confused:
    Hitze + Wasserdampf + Holz, das kann doch nicht wirklich dauerhaft gut gehen?


    Ich denke eher an eine alte Mülltonne oder diese blauen Chemiefässer, die in jeder Schrebergartenanlage als Regenwasserfässer herumstehen. Die sind billig bis kostenlos und leicht zu bekommen, extrem robust und für diese Zwecke hier völlig hitzefest. Also, warum nicht solche Dinger nehmen, oben und unten ein Loch rein, Dampferzeugerschlauch oben rein und unten das Wachs raus?


    Wo ist da der Haken?


    Gruß
    hornet

    Hallo Marcus
    DN in Radialschleuder geht gut,der Durchmesser der Schleuder sollte min.80cm sein.Schleudere schon 20Jahre damit ohne Probleme.
    Gruß Imkerjojo


    Auch melizitosehaltigen Waldhonig?
    Stehe nämlich auch vor der Frage des Schleuderkaufs und eine kleinere Radialschleuder würde mir besser gefallen, aber die Sache mit dem besseren Ausschleudern von tangential-positionierten Waben lässt mich zögern.


    Habe heuer mal eine für mich unbezahlbare Profischleuder mit 16 Wabenkörben gesehen, bei der die Wabenkörbe radial angeordnet waren, beim Schleudern aber seitlich weggeklappt sind und daher dann tangential ausgeschleudert wurden. Ich vermute allerdings, dass das nur mit Halbrähmchen klappt, weil sich die Rähmchen bei höheren Rähmchen dann überlappten würde und der Honig auf die benachbarte Rähmchenhälfte statt die Trommelwand geschleudert werden würde. Oder man müssten dann halt nur jeden zweiten Korb befüllen.


    Aber so ein System mit einer kleineren, günstigeren Schleuder wäre schon toll, zumal ich sowieso Halbrähmchen habe, damit dann aber auch mal die großen Rähmchen schleudern könnte.


    Gruß
    hornet

    Ah, ok,
    ich hatte "nein" angekreuzt, weil ich die Frage nicht verstand.
    Jetzt, wo ich verstehe, würde ich immer noch "nein" ankreuzen.


    Du wolltest Argumente hören?


    Gerne:


    1) Die Dämmplatte ist bei meiner Beute "eh dabei", wozu rausnehmen?
    2) Das mit der Heizung nur der Traube mag stimmen, aber trotzdem geht Wärme verloren und es wird im Winter auch mit Dämmplatte verdammt kalt in der Beute, da muss ich nicht noch mehr Kälte hinlassen. Denn NÜTZEN tut die Kälte den Bienen bestimmt nichts, im Zweifel schadet sie aber. Und "ZU WARM für den Winter" wird es auch mit Dämmplatte nicht, zumindest hier bei uns in Südbayern.
    3) Wildbauten im Baum sind auch oben und unten "gedämmt" durch den Stamm.


    Gruß
    hornet

    Hallo,


    ich bin zur Zeit viel unterwegs und kann daher nicht immer zeitnah schreiben.
    Habe gerade die Schubladen kontrolliert, es sind erneut
    zwischen 11 und 55 Milben pro Volk, da sie von 2 Tagen stammen, ergibt das ca. 6-27 Milben pro Volk und Tag.
    Die hohen Werte stammen von zwei Völkern, das sind auch die selben, die zuvor schon so viele hatten, das Verhältnis des Milbenfalls zwischen den Völkern bleibt also stabil - es gibt welche, die viel und welche die weniger haben.
    Mir kommen die hohen Werte schon bedenklich hoch vor.


    Zu den Fragen, die mittlerweile aufgetaucht sind:


    Lothar :
    Ausschließen kann ich es nicht.
    Denn ich habe es vermieden, eine totale Durchsicht wie im Sommer zu machen, habe also nicht alle Waben gezogen und von allen Seiten genau inspiziert. Habe stattdessen erstens Futterzustand kontrolliert und dann 2-3 Waben im Brutnestbereich (oder was davon übrig war) gezogen. Dort gab es keine bzw. nur vereinzelte restliche verdeckelte Zellen. Dir restlichen Zellen waren leer oder voll Honig. Gleichzeitig gab es kleine Flächen mit Stiften und ganz jungen Maden, aber keine älteren Maden. Ich habe das dahingehend interpertiert, dass während der Behandlung die Eiablage weitgehend eingestellt wurde und erst jetzt, mit den wegbleibenden Säuredämpfen wieder damit begonnen wurde.


    Clas Lehmann :
    Wo liegen denn die Unterschiede pro <-> horizontal? Wird letzterer nicht auch AUF die Oberträger gestellt oder NUR in ein Rähmchen gehängt? Wenn er AUF den Oberträgern steht, sollte seine Wirkung doch identisch mit der beim pro sein, oder?


    Ich habe bis auf 2x natürlich nicht jeden Tag reingeschaut, habe sogar bis auf 2 Stichproben vermieden, die Schublade aufzumachen, gerade eben um zu verhindern, dass die Säure nach unten durchplumpst und die Konzentration erst wieder langsam ansteigen muss.


    Beim Reinschauen reicht es bei mir, den Deckel 10m zur Seite zu schieben, dann kann ich den Säurestand in der Flasche sehen. Ich denke, dass dabei gar nicht soviel Säuredämpfe entwichen sind, da ja der Boden zu war und die Dämpfe schwerer als Luft sind. Es müsste also der größte Teil der Säuredämpfe unbeeindruckt in der Beute verblieben sein, ähnlich wie die kalte Luft beim Öffnen einer Kühltruhe. Zumal ich das mittags gemacht habe, damit die warme Stockluft wegen des geringeren Temperaturunterschieds nur möglichst gering nach oben drängt und die Dämpfe nach oben mitreißt.


    Ich plane eigentlich sowieso noch eine 2 Langzeitbehandlung im Oktober.
    Momentan tragen sie ja eifrig ein, es sind pro Kiste auch noch ein bis zwei Mittelwände drin, die noch ein wenig Ausbauarbeit vertragen. Nächste Woche soll es bei uns ja feuchtes-und für Herbst recht warmes Wetter geben, da werde ich dann sicherheitshalber auch ein wenig zufüttern, damit das auch wirklich klappt. Dann sollten die 12 Waben abgesehen von den bis dahin hoffentlich wieder aufgebauten Brutnestern rappelvoll sein.


    Insgesamt bin ich aber durch die vielen Milben stark verunsichert, zumindest was die beiden Völker mit den vielen Milben angeht.


    Gruß
    hornet

    Danke schon mal für die ersten Reaktionen hier.


    Ich möchte noch nachschieben, dass


    -wir hier starke Springkrauttracht und viel Efeu haben,
    -deswegen tagsüber zur Zeit starker Trachtflug wie im Hochommer herrscht (Wetter trocken, sonnig mild)
    -dass ich deswegen und weil zum Abend hin der Flugbetrieb stark nachlässt statt stark zu bleiben davon ausgehe, dass meine Völker momentan nicht räubern da es leichtere Beute (Tracht) gibt
    -dass auch umgekehrt keine sichtbare Räuberei bei mir stattfindet (außer durch Wespen)
    -dass meine Bienen wohl während der Behandlung aus der Brut gegangen sind, aber jetzt wieder frische Brutnester da sind


    Vielleicht gibt das ja noch den einen oder anderen Hinweis, der oben gefehlt hat


    Gruß
    hornet

    Hallo,


    Vor nicht ganz einer Woche waren die 290ml Säure im Nassenheider Pro verdunstet, die Langzeitbehandlung beendet.
    Sie lief zwar insgesamt 18 Tage, doch gab es zwischendurch Tage mit sehr wenig Verdunstung wegen Kälteeinbruch, im Schnitt aber etwa 16 ml/Tag.


    Es lagen pro Volk auf jeden Fall mehrere Hundert bis etwa 1000 Stück Milben auf der Schublade.


    Ich habe Dadant 12er, die Varroaschublade war eingeschoben, die Fluglöcher normal offen.


    Bis hierhin sieht es für mich noch ok aus, es gibt keinerlei Auffälligkeiten für mich.


    Allerdings habe ich gestern und heute die Schublade nach jeweils 24h erneut kontrolliert und es fielen immer noch Milben.


    VOR der Behandlung lagen je nach Volk etwa 5-25 Milben pro Tag auf der Schublade (das war Mitte-Ende August).
    Dann, wie gesagt die Behandlung mit +- 1000 Milben pro Volk insgesamt.
    JETZT, NACH der Behandlung lagen bei den meisten Völkern etwa 5 Milben pro Tag und Volk auf der Schublade, bei zwei Völkern aber auch mehr, nämlich 20-40 pro Volk und Tag.


    Sind diese Zahlen und deren Spanne beim täglichen Milbenbefall 1 Woche nach so einer Behandlung normal, oder müssten es eine zeitlang 0 Milben sein?


    Sind das normale "Folge-Fälle"?
    Oder sind das schon wieder Reinvasions-Milben und deren Nachkommen?
    Oder sind das schon wieder die Nachkommen der Milben, die die Behandlung überlebt haben weil die Behandlung nur schlecht gewirkt hat?


    Besteht Handlungsbedarf außer der Reihe?
    Ich hatte zwar schon letztes Jahr Bienen, aber damals noch in geschlossenen Böden ohne Schublade, mir fehlt daher der Vergleich.


    Gruß
    hornet

    Kannst Du mir denn was empfehlen, welche Größe sich "lohnt"? In unserer Preisklasse hatten die Bäume einen Stammumfang von ca 18cm. Was meinst Du dazu?


    Schwer, da jeder Baum natürlich individuell ist, jede Art ist etwas anders, aber generell gilt, diese großen Bäume haben viele Wurzeln und je älter ein Baum ist, den man verpflanzen will, desto schwerer wird er bei der Aktion beschädigt. Das gilt auch heute noch, obwohl man heute mittels starker Spezialbagger schon viel schonender arbeiten kann als früher. Nicht umsonst heißt es "einen alten Baum verpflanzt man nicht".
    Ok, du schreibst von nur 18cm, das sind 5cm Durchmesser, das ist natürlich etwas anderes, ich ging von größeren Bäumen bei dir aus.


    Wenn man große (Durchmesser 15cm+X) Bäume umpflanzt, dann aus zwei Gründen:


    Weil man sie vor Baumaßnahmen retten will und sie andernfalls ganz gefällt werden müssten. Da ist jede Beschädigung und jahrelange Wachstumsdepression immer noch besser.
    Oder eben, weil man Kunden einen Baum verkaufen will, der von Anfang an schon einen Großteil der später gewünschten Struktur bietet. Es steht eben sofort ein nennenswerter Baum da, wenn der dann ein paar Jahre lang kaum oder nur langsam wächst, ist das nicht weiter schlimm.


    Wenn du also einen Baum findest und bezahlen kannst, der trotz der nur 5cm Durchmesser bereits jetzt den größten Teil deiner erwünschten Strukturwünsche (Schatten, Aussicht) erfüllt, spricht nichts dagegen, so einen Baum zu nehmen. Meist handelt es sich aber um Arten, die von Natur aus (oder weil sie so gezüchtet wurden) nicht sehr viel größer werden als zum Verpflanzungszeitpunkt. Typisch ist das z.B. für die diversen kleinwüchsigen Straßenbegleitbaumarten.
    So wie du schreibst, willst du aber einen recht großen Baum und zwar rasch, damit nennenswerter Schatten entsteht.


    Wenn aber der Baum z.B. 3 Meter hoch ist, du aber erst bei 10m dein Ziel erreicht hast, dann kann es gut sein, dass ein junger, sagen wir mal 2-4-jähriger gut verschulter Baum (quasi nur eine kleine Rute) dieses Ziel deutlich schneller erreicht, da er die Verpflanzung praktisch gar nicht "mitbekommt" und schon im nächsten Jahr ganz normal weiter wächst und den verpflanzten größeren Baum locker überholt, da er niemals eine nennenswerte Verfplanzungsdepression erleidet.


    Es hängt aber auch ein wenig von der Baumart ab.


    Eine gute Baumschule kann dir hier sicherlich praxisnähere und bessere Informationen geben, die Försters pflanzen - wen überhaupt noch - nur sehr junge Bäumchen, meist nur 20-50cm hoch.
    Allerdings musst du natürlich immer im Hinterkopf behalten, dass die Aufzucht solcher großen Bäume sehr aufwändig und teuer ist. Je älter, desto schwerer verkäuflich, da er dann für immer mehr Kunden unbezahlbar wird und auch die Verpflanzung immer schwieriger. Die Baumschulen haben daher natürlich eine sehr hohe Motivation, ihre alten Bäume noch rechtzeitig zu verkaufen. Ein gutes Unternehmen wird dich trotzdem nicht falsch beraten, aber sicherlich die Verkaufsargumente besser betonen als die Abrat-Argumente. Genau hinhören also!


    Die Baumschule ist aber auch der Profi, da will ich nicht mehr als allgemeine Ratschläge geben, worauf du achten müsstest. Denn die Baumschulexperten müssten es noch besser wissen als ich.


    Daher nur der Tip: Mit meinen Informationen im Hinterkopf von denen beraten lassen, genau hinhören, was sie zu den Vor- und Nachteilen sagen und selber sehr stark betonen, wie hoch und breit du den Baum in welcher Zeit haben willst, damit sie eine Chance haben, dir einen Baum anzubieten, der deine Ansprüche möglichst schnell und sicher erreicht.


    Gruß
    hornet

    Euch fehlen ganz offensichtlich die Hornissen...
    denn die halten die Wespen in Schach.
    Elk


    Ich weiß, es wird immer wieder gesagt und ich selbst habe letztes Jahr schon diese Arbeit hier im Forum verlinkt, die ebenfalls zu dem Ergebnis kommt, dass viele Hornissen = wenig Wespen und umgekehrt. Allerdings steht in dieser Studie auch drin, dass zwar der Zusammenhang besteht, der Grund dafür aber weiterhin im Dunkeln liegt. Es könnte also auch einen nur indirekten, ganz anders gelagerten Grund für diese Korrelation geben als den Jagderfolg der Hornissen. Also z.B. irgendwas Drittes, was Hornissen fördert und Wespen dämpft, ohne gegenseitige Interaktion.


    Ich persönlich kann es mir nur sehr schwer vorstellen, dass Hornissen durch Jagd Wespen kurz halten können. Hornissen fressen zwar Wespen, Bienen und andere Insekten, aber das Zahlenungleichgewicht ist so groß, dass die erbeuteten Tiere nicht ins Gewicht fallen können. Zumal den wenigen Hornissennestern mit vergleichsweise wenigen Individueen sehr viele Wespennestern mit sehr vielen Individuen und noch viel mehr Bienenvölker mit noch wesentlich mehr Individuen entgegenstehen. Bienen sind für Hornissen ganz extrem viel einfacher zu erlegen als Wespen. Von Fliegen & Co haben wir dabei noch gar nicht geredet. Udd auch nicht, dass viele Hornissen gerade jetzt im Spätsommer und Herbst gerne nur um Baumsäfte herumlungern anstatt zu jagen.


    Den größen Effekt dürften Hornissen im Frühling haben, wenn nämlich die Königinnen und allerersten Arbeiterinnen vielleicht die eine oder andere Wespenkönigin wegfangen und damit ein potenzielles Nest im Spätsommer verhindern. Ob das aber gegen die vielen anderen Risiken, denen Wespenköniginnen im Frühling ausgesetzt sind, wirklich ins Gewicht fällt, wage ich angesichts der wenigen Hornissenköniginnen ebenfalls stark zu bezweifeln.


    Die immer wieder gehörte Behauptung, Hornissen seien so nützlich weil sie ach so viele böse und schädliche andere Insekten wegfangen würden, ist für mich nur der verzweifelte Versuch, den Hornissen ein besseres Image bei der Bevölkerung zu verleihen. Gut gemeint und ich hoffe, es klappt auch weiterhin. Solange die Korrelation besteht, warum auch immer, so lange kann zumindest niemand das Gegenteil beweisen.


    Nochmal der Link zur Studie:
    Wirken sich Hornissen Vespa crabro auf die Häufigkeit von Wespen Vespula sp. aus?


    Gruß
    hornet