Beiträge von hornet

    Es ist eine Frage des Bewegungsmusters, des Geräuschs und ja, auch des Geruchs!

    Bevor ich das kompliziert beschreibe, beobachte (und schnüffle!) einfach öfter mal sterzelnde Bienen, überprüfe, was vorliegt, merke dir das Muster, vergleiche es mit anderen Fällen und es wird nach einiger Zeit ganz schnell klar, wann was vorliegt.

    Ich mache die Beobachtung, dass die Bienen im Schwarm immer sterzeln. Ganz egal, wo Mutti ist. Erst letztens wurde eifrig in der Kiste und gleichzeitig am Baum gesterzelt. Inzwischen hat das für uns kaum noch eine Aussagekraft. ;)

    Trotzdem ist die Aussagekraft da! Sterzeln ist nicht gleich Sterzeln, man muss genau hinschauen, dann sieht man die Unterschiede.


    Es gibt z.B. das Verzweiflungssterzeln "Hilfe, plötzlich totales Chaos, wir wissen auch nicht, was da passiert ist, wo seid ihr, wir sind jedenfalls hier".

    Oder das Königinnensterzeln "Alle hierher, hier ist die Mama, da samma dahoam". Oder auch das Sterzeln von länger weisellosen Völkern, z.B. "Hilfe, wir sind weisellos, alleinstehende Prinzessin egal welcher Herkunft hierher, wir machen alles für dich"... ;-)

    DeinDilemma verstehe ich richtig, du suchst (und findest!) die Königin auf der Traube, zupfst sie runter und hast damit den Schwarm schon fast gefangen?

    Es wird ja immer erzählt, dass es so einfach sei, aber mir ist es erst 1x gelungen, die Königin auf der Traube zu sehen, obwohl ich sie wegen dieser Gerüchte auch immer erst suche. Standardprozedere ist bei mir daher: Einschlagen in Karton, warten, einpacken - das funktioniert eigentlich immer.

    "Riesenschwarm" ist normalerweise ein Vorschwarm,

    Das liegt wohl im Auge des Betrachters - ich habe schon viele gesehen die einen 2kg Schwarm als "Riesenschwarm" bezeichnet haben... -

    kann ich nur unterschreiben, vor 2 Wochen sollte ich zu einem Riesenschwarm kommen, der sich als "dunkle Wolke von Bienen" niedergelassen hätte. Es waren dann sogar satte 470g - und zwar ohne den Karton, in den ich ihn eingekeschert habe...x

    Ist halt wie mit den ausschließlich "starken Völkern", die immer verkauft werden ;-)

    Das war nach der Entwicklung in Frankreich zu erwarten und ist einfach nur traurig.

    Es ist genau das, was mit der aktuell reißerischen und unnötigen Panikmacherei hier und anderswo bewirkt wird und von mir die letzten Wochen immer wieder befürchtet wurde.


    Medien greifen nunmal alles auf, was sich dramatisch darstellen lässt und die 08/15-Medienkonsumenten, also wir alle, sind in 99% aller Fachgebiete nichts als unkundige Laien. Entsprechend zwangsläufig werden solche Meldungen dann falsch eingeschätzt, mit entsprechend Folgen. Vielen Dank auch.


    Fachleute sollten nicht vorpreschen und aufheizen, sondern bedachtsam und zurückhaltend aufklären. Denn gerade bei Neobiota sieht es praktisch immer schlimmer aus, als es später ist. Die ganz wenigen Ausnahmen sind halt nur die, die dann auch länger im Gedächtnis bleiben und das Gesamtbild verfälschen und zu völlig falschen Einschätzungen in der Masse führen.

    dieses Kuriosum wollte ich euch nicht vorenthalten, erklären kann ich es mir aber nicht.


    Wollte ein gutes Volk durch Schwarmzelle verjüngen, d.h. ich habe bei Einsetzen des Schwarmtriebes einen Königin-Ableger gemacht und eine Schwarmzelle ausgewählt, die die alte Königin im Muttervolk ersetzen sollte. Durch das eisige Wetter leider etwas verspätet wollte ich heute noch schnell etwaige Nachschaffungszellen brechen und den ordnungsgemäßen Schlupf der Prinzessin kontrollieren.


    Auf der Wabe mit der Zelle sehe ich, die ist aber noch zu, sieht genau so aus wie neulich, aber eigentlich sollte sie schon geschlüpft sein! Es finden sich außerdem noch 3 verdeckelte Nachschaffungszellen. Da ist guter Rat teuer, war sie etwa abgestorben?


    Doch plötzlich höre ich eine Prinzessin "tüten" und dann sehe ich sie auch schon! Es gab aber keine weitere Zelle, aus der sie geschlüpft sein konnte und trotzdem war sie da! Nach kurzem Überlegen entfernte ich nicht nur die Nachschaffungszellen, sondern öffnete auch die eigentlich vorgesehene Zelle, denn die war schon verdächtig überfällig und dafür sah die tütende Prinzessin eigentlich recht proper aus, wie man es von einer gut gepflegten Schwarmzellenkönigin erwartet. Lieber die sichere Königin als eine verdächtige Zelle dachte ich mir.


    Die Überraschung: In der Zelle war tatsächlich eine Biene, aber keine Königin, sondern eine tote Arbeiterin und zwar mit dem Kopf nach innen und garantiert nicht da drin geschlüpft, sondern offenbar reingekrabbelt und dann von den Schwester von außen eingemauert, warum auch immer!

    Ich gehe fest davon aus, dass die tütende Prinzessin genau die war, die da drin geschlüpft ist. Wie und warum es aber zu diesem Wiederverschließen der Zelle und außerdem noch zu dem lebendigen Begräbnis der armen Biene" kam, das würde mich schon echt interessieren.


    Ich meine, schon früher mal etwas ähnliches vorgefunden zu haben.


    Vielleicht weiß ja einer von Euch was, ansonsten ist es halt einfach ein Kuriosum, das vielleicht auch anderen gefällt.

    In der Tag, soviel Optimismus Mitte Mai, wo die Schwarmsaison gerade erst so richtig angelaufen ist...ich beneide viele um die gute Genetik, die sie an ihren Ständen haben!

    Hier in Südbayern behaupte ich, werden am Wochenende nach der kalten Woche Zehntausende von Schwärmen abheben, quasi der erste große Höhepunkt der Schwarmsaison. Der Wetterablauf ist dafür einfach optimal gewesen.


    ren

    woher sind diese Daten?

    Rapshonige gehen nicht per se schneller in Gärung als andere Honige.

    Hallo Hornet,

    dem kann ich nicht folgen nach meinen Erfahrungen.

    du sprichst von Erfahrungen, also von Praxis.


    Ich glaube daher, dass wir durchaus gleicher Meinung sind, denn ich habe oben ja ausgeführt, dass, und vor allem warum Rapshonige in der Praxis dann eben doch schneller in Gärung geraten, obwohl sie rein von der Theorie her ein Honig sind wie jeder andere auch. Auch ich halte Raps- bzw. Cremhonige generell bezüglich Gärungsgefahr für besonders kristisch, siehe oben.


    Dass Honig an der Luft Wasser zieht, ist ja allgemein bekannt, aber erstaunlich oft ist die tatsächliche Luftfeuchte so niedrig, dass genau das Gegenteil eintritt. Das kann jeder auch praktisch sehen: Überall, wo offen stehender Honig eine Haut ausbildet, gibt er Wasser ab, statt anzuziehen.


    Und was die Dichtigkeit der TO-Deckel angeht, ist es ähnlich: Theoretisch sind sie NICHT dicht, definitiv sind sie bei Kaltabfüllung wie bei Honig nicht gasdicht.

    Aber in der Praxis zeigt sich für mich eben, dass sie eben doch ausreichend dicht sind, um signifikante Beeinträchtigungen durch Geruch oder Feuchte bei ungeeigneten Lagerungsbedinungen auch über Jahre hinweg zu unterbinden.

    Weil aber einzelne Deckel auch mal verformt oder nicht fest genug aufgeschraubt sein können, würde ich niemals für den Verkauf bestimmte Gläser in großer Zahl so lagern.

    @Remstalimker

    bitte lies nochmal oben, ich meinte das Plastik der Folie, die einige Leute zwischen Deckel und Honig einlegen, weil sie damit hoffen, dass der Honig so weniger Wasser ziehen kann. Auch ich habe zum Lagern natürlich Plastikeimer, weil leider kein Millionär ;-(

    Bin jetzt auch kein Plastikhasser, aber meine schon, dass man das Material vermeiden sollte wo es halbwegs praktikabel geht und eine Zwischenfolie im Eimer hat meiner Meinung nach nur Nachteile, keine Vorteile.

    Folie würde ich nicht verwenden. Erstens: Plastik. Zweitens: Weichmacher. Drittens: Eine Folie bringt zwei zusätzliche, potenziell undichte Trennschichten mit.

    Stattdessen würde ich in gute Eimer mit vernünftigen Deckeln investieren. Es sind einige sehr schlechte Eimertypen im Umlauf, wo der Deckel niemals dicht sein kann. Darunter ausgerechnet welche, die von außen explizit für Honig gedacht sein sollen, ein Armutszeugnis.


    TO-Deckel sind in meiner Praxis ausreichend dicht, um Gläser auch bei langen Phasen mit 80% Luftfeuchte im muffigen Keller über Jahre zu schützen, ohne dass der Honig Geruch oder gar Feuchtigkeit annimmt. Denn über Jahrzehnte habe ich, bevor ich Imker wurde, meine gekauften Honige in solchen Gebinden in so einem Keller gelagert.


    Rapshonige gehen nicht per se schneller in Gärung als andere Honige.

    Aber tendenziell werden sie halt früh im Jahr geerntet, wo die Trocknung durch die Bienen und das Wetter draußen oft noch nicht optimal sind. Hinzu kommt, dass es eine Massentracht ist, was die Feuchte immer eher etwas hoch sein lässt, weil hastiger verdeckelt wird. Der wichtigeste Grund ist aber die Konsistenz. Cremige Honige können sich leichter trennen. Denn die Glucosekristalle schwimmen bei diesen Honigen in einem flüssigen Fructosefilm. Die flüssige Fructose kann zusammen mit der enthaltenen Feuchte bei Wärme und höheren Wassergehalten leichter aufsteigen und sich oben im Glas anreichern. Dort sorgen sie für eine lokal noch höhere Feuchte, weil das Wasser sich oben absetzt und schon gärt es, auch wenn der Honig im Mittel vielleicht ok wäre und unten im Glas der Honig sogar trockner als zuvor ist.

    ich glaube eher, dass der Honig im Bild schon hart ist und er jetzt da irgendwie den Rührer wieder rauskriegen muss ;-)