Beiträge von hornet

    Mc Fly

    Kannst du das belegen? Du stehst nicht alleine mit deiner Meinung, aber auch die gegenteilige Meinung wird oft geäußert. Was sagst du z.B. zu den Beobachtungen, die ich und andere in diesem Faden gemacht haben, wonach enger Halten im HR trockeneren Honig bringt als weiter halten?


    Ich kann es leider nicht begründen, habe es aber wiederholt beobachtet und verglichen - enger halten macht trockener und reifer. Glaube aber durchaus, dass auch die Vertreter der Gegenmeinung nicht nur einfach so daher reden. Daher interessieren mich deine Argumente.

    Wenn es Waldameisen sind, darfst du ihnen nicht schaden und ich bitte dich auch, das tatsächlich nicht zu tun. Bei Waldameisen würde ich dann auch abwandern, auch weil sie zu übermächtig sind und meistens eine ganze Fläche mit vielen Tochternestern besetzen.


    Bei den anderen kleinen, in der Regel häufigen Arten würde ich dagegen das meist einzelne, kleine Nest entfernen. Das geht entweder rabiat durch Ausgraben und entfernen oder minimal aufwändiger, aber ameisenschonender durch Umsiedeln -> siehe das auch sonst nützliche PDF der LfU.


    Es gibt noch einige kleinere Arten, die sich gerne mal im trockenen Beutendeckel einrichten - die sind zwar lästig, aber meistens harmlos. Die wollen nur von der Wärme und Trockenheit profitieren und gehen kaum ins Innere. Trotzdem entferne ich sie kurzerhand.


    Beuten zukleben und sowas würde ich nicht tun, schon alleine um mir selbst das Leben nicht schwer zu machen.

    Mir geht es ähnlich wie Chr!s ,

    ich finde, der Film ist ein sehr ausgewogener, guter Beitrag, tolle Aufnahmen dabei und wie ich finde, auch überwiegend richtige statements der verschiedenen Leute.

    Dass es bei solchen Beiträgen immer auch Argumente und Aussagen gibt, die entweder definitiv falsch sind oder von einer Seite so betrachtet werden, ist normal.


    Ich würde nicht mit allen Aussagen von Herrn Schiffer 1:1 mitgehen (das trifft aber auch auf das wenige zu, was Herr Liebig gesagt hat), aber komplett falsch liegt er nicht und unter dem Strich habe ich jetzt ein sehr viel positiveres Bild von ihm bekommen, als bisher, wo ich ihn praktisch nur indirekt aus den vielen, meist negativen Äußerungen der Forenteilnehmer hier kannte.


    Überhaupt nicht einverstanden bin ich eigentlich nur mit diesen Aussagen.


    -wir Imker züchten der Biene das Selbstreinigungsverhalten ab

    -sanftmütige Bienen wehren sich nicht richtig gegen die Milben bzw. der Umkehrschluss, wonach die Wehrhaftigkeit (Stichigkeit) der Bienen mit der Fähigkeit zur Milbenabwehr direkt korreliert

    -Bienen würden nach wenigen Jahren in Europa komplett aussterben, wenn die Imker so lange streiken würden (das war eine Aussage Liebigs).


    Dass wir Bienen als Haustiere behandeln und züchten ist doch genau so wenig verwerflich wie bei anderen Haustieren auch. Ein Bison ist natürlich klasse und robust, aber ein Fleckvieh für uns Menschen viel einfacher und ertragreicher zu halten. Die Honigbiene ist aber noch lange nicht so zahm wie es das Fleckvieh im Vergleich zum Bison ist.


    Sehr aufschlussreich waren die standing ovations am Ende des Beitrags, obwohl doch viele konventionelle Imker dabei gewesen sein sollen. Scheine also mit meinem Eindruck nicht allein zu sein.


    Fazit: Sollte man sich schon mal ansehen, den Film und versuchen, erst mal nur ansehen, ohne vorgefasste Meinung und Schnappatmung mit "...ja, aber.....".


    Und auch ich bleibe trotzdem auch ein Honigimker, genau wie der Kollege im Film :wink:.

    das klingt alles plausibel, aber wenn hier im Raps bei Volltracht die Bienentränke voll hängt muss es doch einen anderen Grund fürs Wasserholen geben als das Futterauflösen.

    Es stimmt schon, ich habe mich vor allem auf die aktuelle Situation bezogen. Und mir ging es vor allem darum zu erklären, dass kein Wasser direkt eingelagert wird und schon gleich gar nicht im HR.


    Vermutlich brauchen die Bienen zu anderen Zeiten gelegentlich auch Wasser aus anderen Gründen, das Kühlen hast du ja schon genannt. Auch kann ich mir vorstellen, dass die Brut vor allem bei Hitze auch direkte Wasserzufuhr braucht.


    Aber nicht bei Kälte wie jetzt, weil sonst könnten ab Februar keine größeren Brutflächen in kalten Gegenden (denke mal an Sibirien, aber auch bei uns in Südbayern war es heuer so!) unterhalten werden, wo es womöglich noch wochenlang keine Ausflugsmöglichkeiten gibt.


    Übrigens ist Rapsblüte nicht immer gleichzusetzten mit Volltracht. Wenn es zu trocken oder kalt ist, dann sind auch blühende Rapsfelder völlig bienenleer. Wie übrigens auch blühende Löwenzahnfelder. Dann ist trotz gelber Felder keine Volltracht. Gab es regional gerade letztes Jahr durchaus häufiger. Damals war es trocken UND heiß - höchstwahrscheinlich wurde damals also Wasser zum Kühlen benötigt oder eben doch auch wieder für das direkte Füttern, weil von außen zu wenig frischer Nektar reinkam für die großen Brutflächen.

    Ich kann mich erinnern, dass auch mir schon Wasserholerinnen bei Vollblüte aufgefallen sind.

    Aber normalerweise sehe ich größere Mengen Wasserholerinnen nur im Winter und Frühjahr.

    Also ist meiner Meinung nach, ein gewisser Wasservorrat (Futterwasservorrat) notwendig.

    Eben. Das Futter wird nur umgetragen, wenn es benötigt wird, weil von draußen nix reinkommt. Damit es verfügbar wird, muss es in den Futterwaben aufgelöst und dann ins Brutnest umgetragen werden.

    Dort ist es dann flüssiges Futter/Honig, aber eben kein Wasser. Und es ist im Brutnestbereich oder wartet ggf. noch eine Weile in den Futterwaben auf das Umtragen.

    Aber eben nicht im HR.

    Wasser wird von den Bienen ganz sicher nicht eingelagert.

    Sie holen es nur, um damit kristallisiertes Futter aufzulösen.


    Kommt genug Nektar von außen rein, hört das mit dem Wasser sammeln sofort auf. Und zwar nicht, weil sie jetzt das Wasser vom Nektar zum Auflösen benutzen (wie man immer mal wieder lesen muss), sondern weil sie den frischen Nektar verfüttern und daher kein altes Futter auflösen müssen. Frischer Nektar schlägt altes Futter, das ist wie bei den Pollen auch.


    Sammeln Bienen also viel Wasser, kann man davon ausgehen, dass es noch keinen nennenswerten Nektarfluss gibt. Und umgekehrt.

    Ich meine, Eigentum verpflichtet.


    Je größer die Fläche ist, die jemand sein Eigen nennt und mit der er Geld erwirtschaftet, desto größer ist auch zwangsläufig sein Einfluss auf die Flächen, die im nicht gehören. Also sein Einfluss auf die Nachbarn, die Umgebung, die Umwelt von uns allen, kurzum sein Einfluss auf uns alle.


    Je größer also die Fläche ist, die jemand bewirtschaftet, desto größer ist auch seine Verantwortung der Gesellschaft gegenüber.


    Die Übernahme dieser Verantwortung könnte natürlich freiwillig erfolgen - die Erfahrung lehrt aber, dass das in der Fläche und Masse nicht funktioniert.

    Daher sollte sie gesetzlich geregelt werden.


    Z.B. eben, dass mit steigender Eigentumsfläche ein steigender Anteil der Fläche für bestimmte Zwecke freigegeben werden muss, z.B. für Ackerrandstreifen, Gewässerrandstreifen, sonstige Abstandsflächen, Biotope, Brachflächen und vieles mehr.

    Ich finde sogar, dass das durchaus ohne Entschädigung passieren müsste - eben weil diese Maßnahmen eigentlich umgekehrt die Kompensation für die negativen Auswirkungen der Bewirtschaftung sein sollen!

    Denn z.B. je größer jemand wirtschaftet, desto industrieller arbeitet er und desto negativer ist sein Einfluss z.B. durch Stickstoff- und Pestizideintrag auf das Grundwasser, dessen Reinigung und Aufbereitung aber wir alle bezahlen müssen, obwohl nur die Landbewirtschafter dafür verantwortlich sind und auch nur sie den Vorteil daraus ziehen!


    So ein System hätte den reizvollen Nebeneffekt, dass kleinere Landwirtschaftsstrukturen automatisch attraktiver werden würden, mit allen bekannten Vorteilen für das "Große Bild". Quasi ein kleiner Selbstregulierungsmechanismus.


    Ich weiß, das sind alles Träume, die nie wahr werden.

    Aber ganz abwegig sind sie trotzdem nicht.


    Auch die Forstwirtschaft darf nicht nur an ihre eigenen Interessen denken, sondern muss mehrere Funktionen erfüllen, muss sich also zugunsten übergeordneter Interessen einschränken und darf nicht einfach machen, was sie will. Stichwort Schutzwald (Erosion, Lawinen, Wasserqualität etc.), Erholungswald und ähnliches.
    Warum also nicht auch bei der Landwirtschaft?

    Manukahonig zum Essen ist für den gewöhnlichen Honigkonsument so sinnvoll oder überflüssig wie Vitaminpillen. Abgesehen davon ist es ein Honig wie jeder andere. Er schmeckt einem oder halt nicht. Ob man dafür extra aus Neusseeland importieren muss?


    Im medizinischen Bereich, also z. B. bei der Behandlung heikler Wunden durch Fachärzte ist er sicher sinnvoll. Und da ist er höchstwahrscheinlich auch echt - ganz im Gegensatz zum Handel. Es ist allgemein bekannt, dass die verkaufte Menge Manukahonig ein Vielfaches der tatsächlich erzeugten Menge ist.


    Dieser Honig ist einfach so teuer, dass die Gewinnspanne einfach gefährlich hoch ist und daher zwangsläufig Trickser aller Coleur herausfordert. Erst recht, wo schon normaler Honig im Welthandel als eines der Produkte gilt, die am häufigsten gefälscht und verfälscht werden. Da nutzen auch all' die Zertfikate und bunten Siegel nichts.


    Für mich ist dieser Honig ein überflüssiger Hype, den einheimische Imker nicht auch noch selbst befeuern sollten.


    Wie gesagt, medizinisch, also zur Anwendung durch einen Arzt hat er eine hohe Berechtigung. Für Endkunden zum Konsum oder zur Selbstmedikation ist er ein Honig wie jeder andere und es ist für mich absolut überflüssig, den im großen Stil bei uns zu bewerben.


    Ich habe in meinem ganzen Leben noch keinen Honig aus ernsthaften medizinischen Gründen gegessen oder irgendwo aufgetragen. Entweder hat man leichte Beschwerden und nimmt Hausmittelchen, dafür reicht aber unser Honig auch.

    Oder man hat ernste Probleme, dann verliere ich aber keine Zeit und schmiere mir ein überteuertes, möglicherweise gefälschtes und selbst gekauftes Produkt vom anderen Ende der Welt auf, sondern ich gehe zum Arzt.


    Ich kenne auch keinen einzigen Produzenten einer andere Ware, der die Ware eines Konkurrenten vom anderen Ende der Welt als "noch besser" als seine eigene Ware bewerben würde.


    Tja, du hast nach unseren Meinungen gefragt. Sie musste ja nicht mit deiner übereinstimmen. Oder?

    Bei uns ist flächendeckend Dieselraps (0/0) angebaut. Die Mädels kommen absolut sauer zurück. Die Enttäuschung ist so groß, dass die bis in den Spätherbst nichts mehr anfliegen, was gelbe Blüten hat.

    kannst du das bitte mal näher erklären?

    wenn ich das hier so lese, scheint es sich bei diesem Video also leider doch nicht um einen verunglückten Aprilscherz gehandelt zu haben, wie ich erst dachte.

    wie kann man denn ohne vernünftiges Grundwissen so viele Videos machen?

    Das kann ich dir zwar auch nicht erklären, aber dass der Typ damit nicht alleine handelt, ist doch leider auch Realität! Youtube & Co sind doch voll davon.


    Es ist mir ein Rätsel, warum sich ausgerechnet Anfänger und Unkundige so oft dazu berufen fühlen, der Welt zu zeigen und zu erklären, wie etwas richtig geht, was sie selbst gerade erst lernen.


    Für mich grenzt das Video an bewusste Tierquälerei, aber das ist unserer Gesellschaft ja leider auch bei andere "höheren" Tierarten nicht so wichtig, weshalb man da wohl wenig gegen machen kann.

    Bitter schmeckendes Wasser?

    Hi joew,


    schon mal Wasser aus einer Pfütze neben dem Misthaufen probiert? Da ist alles möglich :wink: und Bienen haben damit leider überhaupt kein Problem, auch wenn es dem Imker nicht immer gefällt.


    Und nein, ICH habe das selber noch nicht probiert, weil meine Vorstellungskraft ist stark genug :wink:

    ich dachte immer im Norden ist es kälter und dunkler

    Es stimmt doch trotzdem. Der Unterschied ist: Der Winter dort ist halt nur kühl, aber nicht richtig knackig wie im Osten und Süden. Pflanzen wie der Raps, die auch dann schon wachsen, kriegen daher einen Vorsprung, den auch der viel frühere und wärmere Frühling im Süden nicht mehr aufholen kann, weil dort monatelang gar nix wachsen kann, auch Raps nicht.

    Bei uns dauert es daher wohl noch 3-4 Wochen bis er richtig blüht.