Beiträge von hornet

    Im Augenblick scheint der Schwarmdrang praktisch erloschen.

    Nur ein Kandidat hat Zellen, mal sehen, ob er jetzt auch damit aufhört.

    Ich habe sogar schon erste Völker, wo Drohnen rausgeworfen werden.

    deinen Standort kenne ich nicht und ohne Wasseranschluss durch Grundwasser/Bach ist es in Berlin wohl eher ziemlich trocken, stimmt.


    Und Tupelobaum gibt's tatsächlich, den kannte ich vorher nicht, aber klar, in den USA gibt's so viele Arten, die kann man fast gar nicht alle kennen, das ist dort ein Traum für Förster und da merkt man wieder mal, wie verarmt die Baumwelt in Mitteleuropa im Vergleich ist. Ausnahmsweise sind daran die Eiszeiten und die Alpen schuld, nicht der Mensch.


    So übertriebene Sorgen bezüglich Klimafestigkeit und lange Zukunft würde ich mir eh nicht machen. Erstens, für dich reicht's noch, egal welche Art ;-)

    Zweitens, in den heutigen Städten ist es eh fraglich, ob Bäume wirklich noch alt werden können oder dürfen, Stichwort Nachverdichtung.


    Esskastanie finde ich übrigens auch einen guten Tip, könnte nur sein, dass der Honig aus Völkern direkt daneben dann auch einen entsprechenden, womöglich unerwünschten Einschlag bekommt - denn DER Geschmack ist wahrlich nicht jedermanns Geschmack, obwohl ich selbst das nicht verstehen kann.

    Aber auch da dürfte erst noch das eine oder andere Jahrzehnt ins Land gehen, bevor das ein Thema wird.


    Ich würde ja auch die Platane empfehlen, ist zwar gar nix für Bienen, wächst aber schnell, ist bewährt in Städten und ebenfalls Klimafest. Aber sieht klasse aus und wächst schnell und wird sehr groß. Also richtig groß - aber das wirst du selbst trotz schnellem Wachstum leider auch nicht mehr erleben.

    Was immer ein Tupelobaum sein soll - oder meintest du Tulpenbaum? Der kommt aus den USA und wäre durchaus interessant und er ist sehr wohl sehr standsicher und außerdem sowohl für die heißen Sommer als auch für nach wie vor mögliche harte Berliner Winter gewappnet.


    Hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Tulpenbaum


    Aber warum nicht das nehmen, was alle Anforderungen erfüllt und in Berlin bereits bewährt ist? Linde? Götterbaum?

    Grenzwerte sind dazu da, die Produzenten so weit wie möglich zu schützen, ohne dabei die Verbraucher zu gefährden. So rum und nicht anders.


    Wenn also der Erdbeerbauer die Grenzwerte ungeniert nutzen darf, warum solltest du als Imker in vorauseilendem Gehorsam mehr tun als der, der den Schaden verursacht hat?


    Noch dazu wo Honig in der Regel nur als Luxusprodukt in winzigen Mengen konsumiert wird im Gegensatz zu diversen Grundnahrungsmitteln, die aber allesamt auch gespritzt sein dürfen?


    Ergo, wenn du Werte hast und die innerhalb der Grenzwerte sind, ist alles in Ordnung im Rahmen dessen, was die Bevölkerung für sich haben wollte.


    Sind die Grenzwerte aber überschritten, wirst du der Dumme bleiben und solltest trotzdem tunlichst davon absehen, den Honig in Verkehr zu bringen.


    Und was du deinen Bienen zumutest, ist alleine deine Sache und die der Bienen. Pollen raus ist ja nicht verkehrt und wenn aktuell keine Schäden zu sehen sind, würde ich das Wabenmaterial ganz regulär so bald wie möglich ausschleusen ohne jetzt in Aktionismus zu verfallen.


    Weil wenn ich sehe, wie landauf landab die Bienen stehen und was da für Felder in der Nähe sind und vor allem, was da für Spritzen herumfahren, dann muss man das alles mal ins Verhältnis setzen.


    Das Vergiften muss aufhören, nicht die Kollateralopfer.

    Völkerverluste werden nicht mehr durch Bienenimporte ausgeglichen, sondern einfach durch Diebstahl beim Nachbarn. Kurze Strecken sind gut für die CO2-Bilanz und man muss sich keine Sorgen machen Krankheiten und Schädlinge wie den Beutenkäfer einzuschleppen. ;)

    Von Imkern konnte man schon immer besser leben als vom Imkern...

    Und wenn du dann auch noch so klasse Argumente bringst, könnte das glatt ein neues Geschäftsmodell werden.

    Bienenhummel : Wie man es nimmt.


    Was zählt, ist das Ausgangsniveau. Mein Honigbedarf bestimmt meine Völkerzahl und orientiert sich am Durchschnittsertrag - wenn der nun droht wie heuer erheblich unterschritten zu werden, habe ich ein Problem, egal wie hoch das Niveau ist!


    Wer auf 1000 Höhenmetern steht und nur 20m weiter aufsteigt, hat halt trotzdem nicht viel gemacht...


    Übrigens, an deiner Stelle würde ich den Melezitosehonig eher gestern als heute rausnehmen...flüssiger wird der nimmer.

    Und der Honig wäre für mich nicht nutzbar, unabhängig von willkürlich fixierten Grenzwerten.

    Machst du das mit all' den anderen - ganz legal vergifteten - Lebensmitteln auch so?

    Ganz ehrlich: Die Bevölkerung WILL im Augenblick genau diese Landwirtschaft und die Industriefreundlichen Grenzwerte wie sie jetzt sind. Also soll sie sie auch kriegen. Anders ändert sich nichts. Dass ausgerechnet wir Imker, die am allerwenigsten dafür können, den Schaden auf unsere Kappe nehmen sollen, finde ich nicht fair. Sollen die Grenzwerte halt auch uns wenigstens etwas nützen.

    Die Bienen, klar. Da geht halt jemand an die Kiste.

    Ich würde dir recht geben, weil ich beim 1. Mal auch so gedacht habe. Aber es betraf verschiedene Stände und nicht alle sind für Dritte zugänglich.


    Aber das was du da beschreibst ist echt übel...aber wer macht sich denn wozu die Mühe und klaut nicht nur, sondern gibt auch wieder was rein!??!

    Bienenhummel

    hat sich die Melezitose mit den Gewittern der letzten Tage bei dir nicht erledigt?

    Erfahrungsgenmäß endet Waldtracht nach sowas ganz abrupt und kommt oft nicht wieder. Ich wäre froh über ein wenig Melezitosehonig...


    Situation ansonsten bei mir ähnlich wie bei dir. Habe einige geschleudert, nur wenig war schon kristallisiert. Den Rest lasse ich drin und schleudere erst später, sind eh nur noch Frühtrachtreste auf den Waben, die schon überwiegend mit Sommerhonig voll (na ja...) sind.

    Das ist heuer fast ein Totalausfall bei der Frühtracht und Wald kommt auch keiner bisher. Wenn es so weiter geht, muss ich froh sein, überhaupt auf 20 kg/Volk insgesamt zu kommen. Es sieht also auch Honigmengenmäßig heuer nach einer extrem mageren Jahresernte aus. So schlimm war's für mich noch nie.


    A propos: Wem es auch so geht: Denkt auch an die Preise, Stichwort Angebot und Nachfrage!

    Ich hänge mich hier mal dran, weil etwas ähnliches, wenn auch mit einem anderen Gegenstand habe ich auch ab und zu.

    Und zwar kommt es bei mir immer mal wieder vor, dass bei einem Volk das Schied 10 bis 20cm in den Leerraum dahinter verschoben ist und neben der letzten Wabe (bei mir der Drohnenrahmen) Wildbau entstanden und alles voller Bienen ist.


    Und ich bin mir sicher, dass ich NICHT vergessen hatte, das Schied am Ende der letzten Durchsicht zurückzuschieben. Das Schied wiegt 800g und lässt sich wegen Wachs und Propolis schon mit der Hand nicht besonders leicht verschieben.

    Trotzem schaffen es die Bienen irgendwie. Zufälligerweise erst heute wieder.


    Hatte beim erste Mal schon einen (Königinnen-)Dieb oder sonstigen Verbrecher in Verdacht, doch inzwischen bin ich mir sicher, dass es die Bienen selbst sind, die das machen.

    Immer sind es sehr starke und brutwillige Völker und immer entsteht massiver Wildbau in dem entstandenen Leerraum. Ich denke, die drängeln sich da rein und verschaffen sich den Platz eher zufällig, indem die schiere Bienenmasse das Schied ganz allmählich wegdrückt, was mehr Bienen Raum gibt, die noch mehr drängeln usw.


    Haben das andere auch schon beobachtet?

    Weiß jemand, wie es heuer im südlichen Sachsen-Anhalt und nördlichen Sachsen mit der Robinie aussieht?

    Ein Kollege meldet von dort auch 3-4 randvolle Dadant-Honigräume, also bis 70kg Akazie. Auch die öffentlichen Stockwaagen zeigen außerordentlich gute Werte und das obwohl doch schon letztes Jahr eine außergewöhnlich starke Blüte war und es danach so extrem trocken war - und noch ist.