Beiträge von hornet

    Könnte man ja auch umdrehen... Viele machen es sich bequem, und einer hat dafür eine challenge. :D
    Hartmut, du könntest ja ein Plugin schreiben, dass die beiträge immer noch keywords (also nach den abkürzungen) filtert. wenn man dann in einem beitrag über die Abkürzung hovert, kommt in einem tooltip, für was die abkürzung steht. Die Abkürzungs-Bibliothek könnten dann ausgewählte mitglieder pflegen... :)

    Luis, Luis! Ich weiß doch, dass du das besser kannst...du könntest z.B. ganz sicher auch drei oder vier Sprachen statt nur zwei und ausschließlich Kleinschreibung verwenden, jede Wette! :wink:


    Abkürzungen sind nicht das einzige Übel bei so manchen Texten im Forum!

    Sach ich doch die ganze Zeit.

    Me too! Und das seit 3 Jahren. Aber seit heuer sind wir wenigstens keine einsamen Rufer in der Wüste mehr und zumindest ich muss mir nicht mehr nachsagen lassen, ich hätte da was am Stand, was kein anderer hat und woran ich womöglich selber Schuld bin.

    Vielmehr ist es umgekehrt, die meisten 08/15-Imker schauen ihre Bienen viel zu oberflächlich an und bemerken daher vieles einfach nicht. Manchmal kann das das Leben natürlich ungemein erleichtern. Manchmal genau das Gegenteil.


    Ich hoffe noch, dass CPV eher zur ersten Kategorie gehört, aber das massiv zunehmende und immer flächenhaftere Auftreten ist für mich schon sehr auffällig. Mal sehen, wohin das noch führt.


    Übrigens, mein Sorgenvolk, das die Symptome vor 3 Jahren erstmals massiv zeigte und seither jedes Jahr mehrere Wochen lang starke Symptome hatte, ehe es sich ab dem Hochsommer jedes Mal fast vollständig erholt hat, hat genau das auch heuer wieder getan. Obwohl noch gar keine Ameisensäurebehandlung stattgefunden hat.


    Auch bei den anderen Völkern sind heuer einige dabei, die mehr oder weniger latent, aber doch schon sichtbar betroffen waren und jetzt deutlich erholt erscheinen. Wir hatten jetzt aber auch 4 Wochen fast totale Trachtpause und erst seit Beginn der Linde wieder (leichte) Tracht, das mag vorübergehend geholfen haben.

    Reiner_Honig danke, dann bin ich ja beruhigt. Warum ich frage? U.a. auch deshalb, weil man Fragen und Aussagen besser einschätzen und auch zielgerichteter antworten kann. Und weil es zum guten Ton hier gehört, den Ort ins Profil einzutragen.

    Wir haben jetzt das Problem gefunden. ... ist aufgefallen, dass der Deckel der Zelle viel zu dick war. D.h. Die Königin hatte keine Chance aus der Zelle zu kommen. Haben dann kurzerhand ein Tag vor Schlupftermin mit einem Skalpell den Deckel leicht angeschnitten und so sind dann die Königinnen erfolgreich geschlüpft.

    Bleibt aber immer noch die Frage, WARUM die Zelldeckel bei dir offenbar plötzlich systematisch zu dick werden. Könnte ja trotzdem Folge eines Gendefektes oder einer wie auch immer gearteten Infektion sein.

    Im aktuellen bienen&natur wird auch schon auf die Thematik eingegangen, vielleicht lesen die Autoren ja hier mit ;-)


    Jedenfalls wird dort geschrieben, dass das CBPV-Virus bei uns seit 2014 massiv auf dem Vormarsch sei, beginnend in England schon ein Jahrzehnt vorher.


    Verbreitungsweg: Bienenaustausch zwischen Imkern, also auch Importe. Toll, demnach scheint es also auch in meiner Gegend fleissige Importeure zu geben ;-( ...

    Ja danke, großes Lob an Kleingartendrohn , der hat wohl tatsächlich die Situation richtig eingeschätzt, ich war zu ungeduldig. Es lag nur daran, dass die Bienen tatsächlich einfach noch einen oder zwei Tage mehr gebraucht haben, um sich nennenswert abzufliegen. Das hatte ich zuvor noch nie so genau beobachtet und immer angenommen, dass verstellte Völker bei gutem Flugwetter schon am 1. Tag fast alle Flugbienen verlieren.


    Ich habe die Aktion vorgestern durchgeführt und die Völker ganz regulär abgekehrt. Die Bienen wollten wie erhofft praktisch alle an die ganz alten Standorte zurück, also nicht etwa an die neuen Standorte, an die ich sie 3 Tage zuvor hingestellt hatte. Sie haben sich also in diesen 3 Tagen auch nicht einfach neu eingeflogen.


    Die Bienenmasse war nach nunmehr 3,5 Tagen endlich tatsächlich deutlich reduziert, nun auf etwa 10-20% im Schnitt. Dadurch war der Andrang bei den Zielkisten entsprechend zahm und das Risiko für die Königinnen darin hoffentlich deutlich geringer. Als ich mit dem letzten Volk fertig war, waren die Bienen der ersten schon komplett verschwunden.


    Bei einem Volk hätte ich diesen Zwischenschritt und Mehraufwand nicht gemacht, aber bei 5 Völkern gleichzeitig wollte ich einfach das entsprechend größere Chaos auf möglichst niedrigem Level halten, was somit hervorragend geklappt hat.

    Viel Wärme, aber auch sehr viel Regen in den letzten Wochen, zuletzt in regelmäßig wiederkehrenden 10 bis 30-Liter-Gewitterschauern haben vermutlich die letzten Hoffnungen auf Waldtracht in meiner Gegend weggespült.


    Auch Sommerhonig wird nur lokal mäßig eingetragen. Linde ist bisher nur wenig mit dabei, mir fällt auf, dass die Winterlinden heuer sogar teilweise gar keine Blütenansätze haben. Und etwaiger Blatthonig teilt das Schicksal des Waldhonigs und wird regelmäßig abgewaschen.


    Ab heute Abend erfolgt der nächste Waschgang, es soll bis morgen Abend schon wieder 30 bis 50 Liter regnen...


    Wer irgendwo südlich der Donau in Bayern Waldhonig hat, bitte mal hier melden...

    hornet : soll das heißen, die Flugbienen haben sich auf den neuen Standort eingeflogen?

    Nee, die sind nur gar nicht geflogen, nicht während der 2 Stunden nach der Umstellung (da hatte ich noch anderes am Stand zu tun) und nicht am Abend, als ich kam, um zu schauen, was jetzt los ist.

    Heute fahre ich hin und löse sie auf und hoffe, dass sie jetzt deutlich ausgedünnter sind.


    es würde mich aber interessieren, wie sich die Bienen in den Altvölkern verhalten, wenn du den Deckel öffnest (ohne Rauch).

    ich werde heute Abend berichten, vorgestern abend war die Masse beim Öffnen des Deckels aber ruhig, jedoch sind bei allen Völkern sofort auch einige Bienen aggressiv herausgeflogen, was sie sonst nicht machen, also haben sie definitiv gemerkt, dass was passiert ist, was ihnen nicht gefällt. Ich vermute, ihnen fehlen die gewohnten Honigräume...

    Du hast alles richtig gemacht, bist aber zu ungeduldig. Flugbetrieb bei Tracht kommt nur auf, wenn zurückkehrende Spürbienen Tracht melden. Wenn das Volk verstellt ist, fliegen die Spürbienen aber an den alten Platz, kehren also nicht zum Abflugort zurück. Deshalb gibt es dort zunächst keine Zunahme des Flugbetriebs und deshalb dauert es auch einige Tage, bis das Volk ausreichend abgeflogen ist.

    Kleingartendrohn

    :daumen::daumen:Danke, das ist wahrscheinlich der Beitrag, auf den ich gehofft hatte, denn das erscheint mir außerordentlich plausibel und würde alles erklären. Denn es stimmt ja, die Bienen fliegen nicht wahllos jede für sich zum Sammeln aus, sondern folgen nur den Spürbienen, nur die suchen dauernd neue Trachten.


    Gleich mehrere Tage werde ich aber wohl nicht mehr warten, weil sonst fliegen die sich womöglich an dem neuen Standort ein.


    Heute ist der 3. Tag, da werde ich mal die Aktion abschließen, ich brauche die Kisten ;-).

    Die Ableger müssten sich inzwischen ja gut mit den bis dahin hoffentlich zugeflogenen Bienen und den Bienen, die sie vorgestern gleich mit den Honigräumen bekommen haben arrangiert haben. Somit dürfte der Rest jetzt besser zu verkraften sein.


    Die Bienen, die sich in den letzten 3 Tagen am neuen Platz schon eingeflogen haben sollten, werden dann vermutlich aber in das arme Randvolk daneben einbetteln, das war so natürlich nicht geplant, aber wenn es nicht zu viele sind, sollte auch das funktionieren.


    HaroldBerlin


    von leeren Kisten wäre ich nie ausgegangen, ich wollte halt nur den Ansturm auf die Ableger entzerren, die erste Hälfte vorgestern beim Umstellen und die zweite, möglichst schwache Hälfte vermutlich heute, wenn ich den Rest abkehre.


    Ich werde berichten, was ich vorfinde und wie es ausging.

    Hochinteressanter Faden! Bisher dachte ich immer, ich sei in meiner Gegend einer der Wenigen, die das überhaupt bemerken.

    Auch ich habe den Eindruck, dass CPV seit etwa 3 Jahren auf dem Vormarsch ist.


    Ein stark befallenes Volk hat sich die letzten 2 Jahre immer wieder zum Spätsommer hin "von selbst" geheilt. Ich nehmen stark an, unter Mithilfe der AS-Behandlung.

    Dennoch bleibt die Krankheit latent vorhanden, denn genau dieses Volk ist heuer zum 3. Mal wieder stark betroffen.


    Bisher habe ich auf Anraten von Experten nichts gemacht, aber heuer werde ich das Volk wohl umweiseln oder auflösen. Denn während es zuvor wenigstens unauffällig im Mittelfeld mitgeschwommen ist was Ertrag und sonstiges Verhalten anging, so fällt es heuer nun deutlich ab, es kommt offensichtlich immer schlechter mit der Dauerbelastung zurecht.


    Allerdings habe ich seit letztem Jahr auch bei einigen anderen Völkern ein latentes Auftreten bemerkt.


    Mein Fazit für mich bisher: Leichtes Auftreten beobachten, etwas mehr auf Hygiene achten (Wabentausch, Stockmeisel, Besen etc.), sonst aber erst mal nichts machen (was auch!). Stark befallene Völker künftig im 2. Jahr umweiseln und beobachten, ob es trotzdem weiter geht oder die Lösung war.