Beiträge von hornet

    so ist es und das beste ist: Ich habe den Eindruck, dass Kornblume, Mohn und andere Beikräuter in den Feldern hier bei mir auch häufiger werden. Noch vor 10 Jahren kannte ich die Kornblume nur aus Gärten und Sonderflächen, da gab es gar keine in der normalen Landschaft. Die Biolandwirtschaft kommt aus ihren versteckten Ecken raus und wird allmählich sichtbar!

    Stimmt jakobleipzig !

    Außer, dass der Verkehr um 90% geringer ist, scheint sich nichts verändert zu haben. Im Gegenteil, es sind sehr viel mehr Spaziergänger, Radler, Jogger etc. unterwegs als sonst.


    Aber was nicht ist kann ja noch werden. Und tatsächlich sind auch etwas mehr Streifen zu sehen als bisher. Aber die haben wohl wichtigeres zu tun, als Autos aufzuhalten und davon gibt es immer noch unglaublich viele, auch wenn es nur noch 10% sind. Und auf dem Land wirkt sowieso alles wie immer und das ist ja auch ok so, weil die meisten arbeiten dann ja eh alleine oder innerhalb der Familie.


    Mit mehr Personen im Auto rumfahren könnte die Kontrollwahrscheinlichkeit aber deutlich erhöhen...!

    hat mich auch sehr positiv überrascht das Heft! Sehr gut gemacht und nützliche Infos.


    Allerhöchstens könnte man sich fragen, ob die Aufmachung wirklich gleich so hochwertig daherkommen muss, weil das kostet dann halt auch gleich etwas mehr Resscourcen und Geld. Mir hätte auch dünneres Recyclingpapier und einfachere Haptik gereicht. Aber da bin ich vielleicht doch zu sehr öko...

    meine Stände verteilen sich zwischen 450 und 550 m, nicht alle stehen vollsonnig, manche Halbschatten und der schneidende Wind der letzten Wochen tut sein Übriges. Die wärmsten Stöcke habe ich am Haus, Vollsonne, geschützt, da geht mehr, aber viel holen können sie nicht, weil kaum was blüht, ist ja alles abgefroren oder noch zu.

    black.peterle

    ist es bei Euch echt noch sooo kalt?

    Ist bei dir auch so ähnlich! Die Werte habe ich von Kachelmannwetter (eigentlich die beste Wetterprognose- und -nachschauseite):


    https://kachelmannwetter.com/d…ratur/20200401-0200z.html


    Ich habe in den letzten 2 Wochen auch einzelne Völker sicherheitshalber zugefüttert. Flüssig, über Kopf mit normalem Futtertrog. Ging problemlos, die Völker sind stark, aber gehemmt durch die Kälte. Die Bienen müssen heuer so hartnäckig und stark Wasser holen wie noch nie, weil es endlos kalt ist. Die Verluste in vereisten Wasserstellen sind höher als sonst. Da würde ich nur ungern Futterteig geben.

    Wie lange hält das Flüssigfutter im Stock, ohne schlecht zu werden?

    je dünner, desto kürzer. Je wärmer, desto kürzer.

    je mehr Pilzsporen in der Umgebung, desto kürzer.

    Die äußeren Bedingungen jetzt sind also eher günstig, einige Tage oder 1 Woche hält es jetzt ganz sicher. Aber eigentlich sollte das Futter oberhalb des Bienensitzes oder wenigstens angewärmt AN den Bienensitz gegeben werden und damit halbwegs warm stehen, sonst kannst du es eh vergessen für die Bienen. Da sie es jetzt nicht angenommen haben, siehst du schon, dass du es an der falschen Stelle gegeben hast.

    (ich gehe von den Bedingungen derzeit bei mir aus, wir haben Nachts seit längerem wieder -8°C in Bodennähe und auch tagsüber äußerst kühl mit nur knapp über Null, trotz Sonne. Die Bienen verlassen den Stock derzeit nur mittags zum Wasserholen, heute war es erstmals wieder so "mild" dass sogar wieder einzelne Pollensammlerinnen unterwegs waren).

    Ok, danke dir!

    Warum rechnest du mit gehörigen Bienenverlusten beim Pflügen?

    Nein, nicht beim Pflügen, sondern wenn vorher noch gemulcht wird, damit das Pflügen leichter geht.

    Der Mulcher killt dann aber die meisten der Bienen auf der Fläche, weil der so schnell fährt und die Bienen nicht mehr richtig abfliegen können und sich in den Stängeln verheddern, während sie niedergedrückt und dann samt den Bienen in den Mulcher eingezogen werden. Und da kommt danach nichts mehr raus, was noch fliegen kann.


    Wird das Feld beflogen, sind momentan gut 1-3 Bienen pro Quadratmeter möglich, macht locker 1 kg Bienen pro Hektar. Und ein Hektar ist nicht viel, schon gleich gar nicht bei euch da oben im Norden.

    ist natürlich Senf. Überwinterte Gründüngung oder ähnliches.

    Wenn du Glück hast, wird es bald untergepflügt. Wahrscheinlich vorher gemulcht - wenn das mittags bei Bienenflug passiert, wirst du gehörige Bienenverluste haben.

    Worst Case wäre, wenn es demnächst mit Glyphosat niedergespritzt wird...

    Ich denke doch, es ist unstrittig, dass mehr Distanz weniger Honigertrag bedeutet. Bienen nah an die Trachtquelle ist also besser.


    Die jüngste Frage war aber doch, ob sich schon geringe Entfernungen von nur 700 oder auch 1500 m schon so stark auswirken, dass man wirtschaftlich gesehen besser die Völker umstellt.


    Ich meine, 1-2 km sind für Bienen, die aus dem Stand mit 30km/h dahindüsen nicht der Rede wert. Begründen kann ich das aber nur damit, dass bei mir bei solchen Entfernungen bisher immer stattliche Ertrage herauskamen, die eindeutig nicht nennenswert schlechter erschienen als bei Kollegen, die direkt am Raps standen.

    Und letztes Jahr war's eh ganz egal, da hat keiner was geerntet... ;-(


    Fest steht auch, die Bienen trocknen den Nektar bereits beim Heimflug - ganz nebenbei und vermutlich sehr effizient. Im Stock dagegen muss der nasse Nektar unter Energieaufwand getrocknet (fächeln!) werden. Das könnte die Ertragsdifferenz in Summe durchaus etwas verringern, ist aber reine Spekulation, mehr als Anregung gedacht, mal Versuche anzustellen, wer kann und mag.

    10 Völker dran, 10 Völker 2 km weg und dann vergleichen...

    Drobi : Die 7 km sind +- die maximale Distanz, die immer wieder genannt wird. Und diese Entfernung habe ich für mein Gedankenexperiment gewählt, weil dann dafür die Honigblase vermutlich randvoll mit "Sprit" sein musste.


    Immerhin werden gelegentlich auch mögliche 10km Distanz aufgerufen, z.B. damals bei dem Brand der Zuckerfabrik soll es sowas gegeben haben.


    Dass Bienen ansonsten im Normalfall kaum über 3km hinausgehen, außer es lohnt sich sehr, ist natürlich klar.


    wasgau immen

    In meiner Gegend kriegt man vermutlich nie einen 100% reinen Rapshonig, wie ihn die Norddeutschen so lieben, weil es viel zu viel attraktive Beitrachten gibt und die Rapsfelder nur klein sind.

    Hier reicht es, wen der Honig sehr weiß aussieht. Die meisten Imker bekommen ihn sogar nur hellgelb hin.

    Persönlich finde ich den leicht abgerundeten Rapshonig bei uns aber sowieso viel besser wie den 100% schneeweißen aus Norddeutschland, denn da ist immer so eine feine Kohlnote mit dabei, die hier nicht jedem schmeckt.

    Die Kunden jedenfalls lieben unseren "100%-X"-Honig, die vermissen nichts und mehr will ich gar nicht!

    Vielleicht habe ich einen Rechenfehler, aber eine erste grobe Überlegung zur Abschätzung sieht bei mir so aus:


    7 km Flugradius haben Bienen grob, d.h. eine volle Honigblase reicht offenbar grob für gut 14000 m Flug. Eine volle Honigblase enthält 0,05g Honig. Damit erhält man einen Honigverbrauch pro Flugmeter. Eine Distanz von 1000m entspricht einem Flug von 2000m (hin und zurück), die geflogen werden muss, wenn man die Bienen nicht direkt hinstellt. Folglich kommt man dann auf einen Honigverbrauch pro Biene und Sammelflug von 0,00714285714285714 g.

    Geht man davon aus, dass für 1 kg Honig 3 kg Nektar gesammelt werden müssen, müssen dafür also 60000 volle Honigblasen heimgetragen werden. Multipliziert mit dem eben errechneten Mehrverbrauch ergeben das tatsächlich stolze 428 g... es gingen nach dieser Annäherung also bei nur 1km Distanz 50% verloren!


    Soweit sähe es also wirklich schlecht aus und jeder Meter näher dran würde sich nach dieser theoretischen Überschlagsrechnung rentieren.


    Dem steht aber gegenüber, dass auch bei Rapsfeldern in 2 oder 3 km Entfernung meistens sehr gute Rapshonigerträge eingefahren werden, obwohl nach obiger Rechnung schon bei einer Distanz von 2000m gar kein Honig mehr übrig bleiben dürfte...

    Das kann viele Gründe haben, z.B. dass der Honigverbrauch im Flug viel niedriger ist als oben angenommen. Oder dass Bienen, die direkt am Raps stehen, dafür aber viel mehr Honig verbrauchen, um den nassen Nektar zu trocknen, den die weiter entfernten Bienen bereits im Flug nebenbei getrocknet haben etc. etc.


    Ich persönlich denke, der Mehrverbrauch ist trotzdem da, er ist signifikant und fällt finanziell vor allem bei einer großen Völkerzahl ins Gewicht.


    Aber als Nicht-Berufsimker würde ich innerhalb von 2-3km Distanz trotzdem im Leben nicht daran denken, die Bienen deswegen von einem komfortablen, sicheren Dauerstand in die freie, ungesicherte Landschaft an ein Rapsfeld umzustellen. Auch weil das Pestizidrisiko dann niedriger ist.


    Wie Drobi bekomme ich bei diesen Entfernungen bisher trotzdem sehr befriedigende Erntemengen von rapsbetonten Honigen zusammen, die anderswo angeblich schon den durchschnittlichen Jahreserträgen entsprechen sollen. Wem das nicht reicht, der hat einen Druck, den ich gar nicht haben wollte...

    Wenn ich da die letzten Postings querlese, wird mir echt schlecht.


    Das ist genau die Art von fehlgeleitetem Naturschutz, den die Welt nicht braucht! Gute Arten und böse Arten....Insektenhotels mit künstlicher Massenansiedlung...Katalog-Gärten aber dann Insektenhotels als Feigenblatt...usw.


    Was soll das?


    Insektenhotels sind oft falsch konstruiert, helfen entweder gar nicht oder nur sowieso häufigen Arten oder es werden Arten dazu gebracht, in unnatürlicher Dichte zu nisten, was dann wieder zu unnatürlich erhöhtem Parasitendruck und Krankheiten führt...mit entsprechenden Reaktionen der menschlichen "Besitzer".


    Leute, wenn ihr einigen seltenen Arten und der Natur wirklich helfen wollt, lasst den ganzen Schnickschnack und die manuellen Eingriffe bleiben und sorgt lieber für möglichst viele und vor allem verschiedene Lebensraumstrukturen dort, wo ihr Einfluss darauf habt. Z.b. im Garten. Ganz ohne gezielt auf Einzelarten einzugehen.


    Sand-, Kies- und Steinhaufen, je größer, desto besser und das dann verwildern lassen. Dickes Totholz lagern, liegend und stehend, sonnig und schattig, dicht und locker. Schilf wachsen lassen und Tausend andere Dinge. Was die einzelnen Arten tatsächlich benötigen und was das von in Eurem Einflussbereich machbar ist, kann aus der Literatur entnommen werden.

    Und dann einfach abwarten, was sich tatsächlich ganz von selbst ansiedelt. Und dann einfach machen lassen...