Beiträge von Denkzeichner

    Hallo zusammen,
    diese Diskussion ist ja nun uralt, aber aus aktuellem Anlass füge ich doch noch ein paar Sätze hinzu.
    Ich hatte ja über lange Jahre das Problem und wagte kaum noch an Besserung zu hoffen - aber sie kam!
    Nachdem ich einen Beitrag von Torben Schiffer über die hohe Feuchtigkeit in Bienenbeuten und über seinen Klimadeckel gesehen hatte, habe ich das einfach mal versucht: Eine halbhohe Honigzarge mit Hanfheu gefüllt, ein Leinentuch zum Bienenvolk hin an die Zarge angetackert, Luftlöcher in die Zarge gebohrt und außerdem noch einen Luftspalt zwischen Zarge und Außendeckel vorgesehen - und siehe da, seit vielen Jahren endlich wieder wunderbar trockener Honig!

    Vielleicht ist das Zufall, ich war aber sehr glücklich!
    Bernd

    Danke für eure Tipps, Ratschläge und Erfahrungen. Ich denke auch, dass legende Altköniginnen im Herbst recht gut angenommen werden können, ohne lange Wartezeit.
    Schwieriger ist es sicher, frisch begattete, zugesendete Weisel in Minis mit Brut zu bringen. Vermutlich ist es dann besser, einen neuen kleinen Kunstschwarm zu machen und das Völkchen drei Tage ins Dunkle zu stellen. Es war halt wirklich sehr blauäugig von mir, anzunehmen, dass dieser fliegende Wechsel gut gehen kann.
    Also - nochmals Danke!
    Bernd

    Hallo zusammen!
    Nehmt an, dass ihr im Herbst Königinnen aus den Mini Plus - Kästchen entnehmt, um Standvölker mit jungen Königinnen zu beweiseln. Die alten Königinnen der Standvölker sind aber noch erhaltenswert und ihr wollt sie als Reserve in den Mini Plus überwintern. Auf was ist zu achten? Kann man die legenden Altköniginnen einfach unter Zuckerteigverschluss ohne Wartezeit austauschen? Oder erst unter Festverschluss und/oder Weiselunruhe abwarten und beobachten, wie die Bienen sich verhalten?

    Ich habe schon mal einige neue frisch begattete Königinnen verloren, weil ich sie einfach so mit den Mini Plus Königinnen austauschen wollte (Königin raus - Königin rein).
    Danke für eure Hilfe!

    Bernd

    Hallo Heike,
    danke für die ausführliche Stellungnahme und die prächtigen Bilder! Ich habe zu Lebzeiten Hans Beer's mit ihm über dieses Problem gesprochen und er hatte mit damals den Rat gegeben, sparsam zu sein mit dem Aufsetzen der Honigräume. Ich nehme es dir auch voll ab, dass ihr reifen Honig erntet. Und es mag auch sein, dass ich die Stärke meiner Völker überschätze, aber genau so schöne Honigwaben, wie in deinem Bild, gedeckelt von oben bis unten, habe ich massenweise geerntet und stand dann belämmert da mit dem Refraktometer. Die hohen HR-Türme in manchen Abbildungen kann ich mir gar nicht erklären. Was mich stutzig macht, war die Beobachtung, dass ein recht dürftig großes Volk in der polnischen Trogbeute, ebenfalls mit Dickwaben, zur gleichen Zeit wunderbare 16,5% produzierte. Ich war die Jahre über begeistert von Dadant und der Buckfastbiene, aber diese ständigen Rückschläge haben ein wenig mein Gemüt getrübt.

    Also, das war für mich jetzt wirklich was Neues aber auch Logisches was Kleingartendrohn geschrieben hat. Ich hatte nämlich bisher immer nur das Gegenteil gehört "nicht so stark erweitern, sparsam sein mit den Honigräumen". Ich setze die Honigräume immer eins nach dem anderen auf, nicht dazwischen, aber habe bisher darauf geachtet, dass ich dabei "konservativ" blieb, also erst wenn der vorherige HR stark besetzt war. Da wir hier echte Massentrachten hatten, leuchten mir die Argumente für mehr Platz wirklich ein.
    Heute habe ich bei Raymond Zimmer gelesen ("Die Buckfastbiene") wie er ganz selbstverständlich von Trockenautomaten spricht. Also scheinen feuchte Honige wirklich recht oft vorzukommen.
    Jedenfalls vielen Dank für eure Beiträge und Anregungen. Ich bin tatsächlich auf neue Gedanken gekommen.
    Euch alles Gute!
    Bernd

    Eure Kommentare machen wirklich ein bisschen Mut! Danke! Auch ich fülle in Neutralgläser ab, mit einem eigenen Etikett. Die HR setze ich nach der Ernte auch auf Völker zum Auslecken. Mal sehen, was in diesem Jahr wird.
    Euch alles Gute!

    Bernd

    Hallo Marcus, danke für Deinen Hinweis! Aber ich hatte bis jetzt angenommen, dass so was nicht legal sei. Jedenfalls waren das meine Informationen. Ich weiß natürlich, dass viele solche Trockengeräte haben. Aber letztlich möchte ich halt wissen, was ich falsch mache.

    Da kann ich natürlich nicht mithalten! Ich habe ein REF116c mit ATC. Die Ablesungen geraten schon ein bisschen ans Raten, aber grundsätzlich ist nicht zu leugnen, dass der Wassergehalt einfach zu hoch ist. Erstens hab ich Referenzmessungen durch den Verein, zweitens habe ich mit dem gleichen Refraktometer die wunderbaren 16,5 (aus meiner Erinnerung) des Honigs aus der polnischen Trogbeute gemessen und drittens sehe ich Gärprozesse vom 2018er Honig.
    So richtig Eure Diskussion zum Wert der Messung auch ist, ich kann einfach nicht leugnen, dass mein Honig zu nass ist. Ziemlich bedrückend, wenn man von sonst niemanden sowas hört. Alle haben meist Top-Honige. Auch Bernhard Heuvel bestätigte mir, dass mit dem Dadant-Dickwaben-System trockener Honig zu ernten ist. Ich glaub das ja auch, aber ich komme einfach nicht weiter. Der trockene Honig aus der polnischen Beute will mir nicht aus dem Sinn. Ich werde es jedenfalls mit dem Wärmedach versuchen.

    R4lph: Die Trogbeute mit dem trockenen Honig ist unten komplett dicht, relativ kleines Flugloch. Bei den Dadantbeuten hatte ich Gitterboden, allerdings meist mit Varroawindel drunter.
    Sonneneinstrahlung zu Mittag gut besonnt, morgens eher Schatten, abends leicht bedeckt.
    Der Standort hat einige Vorteile, nicht so stark einsehbar, in der Nähe von Gebäuden, leicht zu erreichen.
    Es ist auch nicht so leicht für mich was Passendes zu finden.

    WFLP: Das war ja so verblüffend: Die Waben waren bilderbuchmäßig voll verdeckelt, von einzelnen Zellen abgesehen. Meist nicht mehr als zwei halbhohe Honigräume, gelegentlich auch auch drei. Aber das hört man ja immer wieder: Auch verdeckelter Honig kann zu nass sein.


    ribes: Ich werd' mich damit beschäftigen, aber ich habe den Honig auch im Verein zum Messen gegeben. Leider waren die Prozentzahlen ganz ähnlich.