Beiträge von Denkzeichner

    Ja, Sanni,


    irgendwie hab ich das Gefühl, das könnt's gewesen sein. Die Waben wurden zwar meistens von den Bienen nach der Ernte sauber geputzt, aber die Zellenlänge blieb. Und bei der polnischen Beute war es ja das erste Mal, also mit MW. Ich neige dazu zu sagen, das könnte der berühmte Kopf des Nagels gewesen sein.
    Danke!
    Bernd

    Ja, die Dickwaben ... Seit ich bei der polnischen Trogbeute mit releativ schwachem Bienenbesatz auf den Dickwaben so gute Werte gemessen habe, grüble ich, wie ich die verschiedenen Meinungen dazu zusammenbringen kann. Das Verschränken der Honigräume habe ich auch gemacht, aber Dein Einwand, Jörg, lässt mich zögern, es so weiter zu machen.
    Vielen Dank jedenfalls, auch an Clemens!
    Bernd

    Hallo Ralf,


    interessant, was Du schreibst. Ich frage mich, wie schaffen das die Berufsimker, die auch mit dem angepassten Brutraum arbeiten, von denen man Bilder sieht mit 4 - 5 halbhohen Honigräumen übereinander. Und ich habe mit gerade mal 2 schon Probleme?!


    Danke jedenfalls!
    Bernd

    Hallo zusammen,


    nachdem einige Zeit seit meiner ersten Anfrage vergangen ist, will ich wenigstens kurz den Faden noch einmal aufnehmen. Aufgeschreckt durch meine letztjährigen Erfahrungen habe ich in diesem Jahr besonders darauf geachtet, nicht zu früh zu schleudern. Also habe ich erst am 11. Juni zum ersten Mal geerntet (Soester Börde). Leider wieder wenig ermutigende Ergebnisse. Das hatte sich schon vorher durch Probemessungen angekündigt. Lediglich ein Teil der Ernte hatte 18%. Wieder bemühte ich verschiedene Menschen. Ein benachbarter Imker hatte bereits um den 26. Mai geschleudert, nach seiner Auskunft mit guten Werten. Er imkert mit Segebergern.
    Nach meiner Anfrage in einem Bieneninstitut kam superschnell eine ausführlich Stellungnahme. Ich führe hier mal die Gesichtspunkte an, die da genannt wurden:


    1. Ist Ihr Refraktometer richtig kalibriert? Hier hat Ihnen Ihr Imkerkollege wahrscheinlich schon geholfen.
    2. Die Beuten sollten wirklich voll besetzt sein, auch die Honigräume. Also nicht nur ein paar versprengte Bienen auf den Honigwaben.
    3. Wie groß ist das Flugloch, ist der Boden offen? Bei schwüler Witterung können sich Gitterböden und große Fluglöcher negativ auswirken.
    4. Wie sieht Ihr Beutenstandort aus? Sie sollten hier genauer hinschauen, ev gibt es negative Faktoren, die Sie noch nicht mit in Betracht gezogen haben.
    5. Ist auszuschließen, dass irgendwo Tracht ist und zu viel frischer, feuchter Honig mit in die Schleuder geraten ist?
    6. Imkern Sie mit Buckfastbienen? Oder haben schon mal an Umweiselung gedacht?


    Viele der Gedanken sind mir schon bei Euren Beiträgen begegnet und sind auch einleuchtend, aber die meisten Gesichtspunkte treffen - nach meiner Meinung - in meiner Situation nicht zu. Ich habe fast nur vollkommen gedeckelte Waben (Dickwaben) geschleudert. Bei einer Vergleichsmessung beim benachbarten Imker, stellte er mit seinem Refraktometer bei meiner Honigprobe ebenfalls die hohen Feuchtigkeitswerte fest.
    Stichwort Bienenbesatz: Die abgeschleuderten Honigräume waren üppig mit Bienen besetzt.
    Interessant war folgende Beobachtung: Ein kleines Völkchen in einer polnischen Trogbeute (Dadant Blatt), dessen Honigraum in die äußere Beutenkiste eingesenkt ist, hatte fleißig eingetragen. Allerdings waren relativ wenige Bienen im Honigraum, die ich bei der Ernte abfegen musste. Von diesem schwachen Volk, mit dünn besetzen Honigwaben (ebenfalls Dickwaben) war der geerntete Honig mit 16,9% wirklich befriedigend (das merkte man schon beim Schleudern).
    Was den Beutenstandort betrifft: Einige Völker stehen tatsächlich an einem nicht günstigen Ort, von einem Wäldchen im Osten begrenzt, wo erst Mittag die Sonne hinkommt (hier stehen die polnischen Beuten aber auch). Aber der zweite Stand mit ebenso ungünstigen Ergebnissen hat volle Sonneneinstrahlung zur Verfügung.
    Bleibt eigentlich nur die Beobachtung des trockenen Honigs in den gut isolierten polnischen Trogbeuten und das gute Ergebnis des Nachbarn in Segebergern. Aber dass ich in den normalen einfachwandigen modifizierten Dadantbeuten zu keinem reifen Honig kommen soll, leuchtet mir trotzdem nicht ein.
    Wäre da noch der Punkt 6 in der obigen Liste, der mich natürlich besonders irritiert. Gibt es denn Beobachtungen, dass die Buckfastbiene weniger trockenen Honig produziert als andere Rassen?!


    Bis jetzt ein unbefriedigendes Ergebnis meiner Nachforschungen. Irgendwas scheine ich nicht richtig zu machen. Ziemlich deprimierend im Blick auf die Ernte.


    Trotzdem herzliche Grüße!
    Bernd

    Hallo Luffi,


    nur kurz zu meinem Nicknamen: Vor Jahren habe ich mich intensiv mit der Mind Mapping - Methode von Tony Buzan beschäftigt. Dieser englische Begriff wurde dann von irgend jemand als "Denkzeichnen" bezeichnet, weil das bei dieser Methode tatsächlich der Fall ist. Und bei der Suche nach einem Nicknamen bin ich dabei geblieben.
    Ansonsten vielen Dank für Deinen Beitrag! Vielleicht ist mein Trockner tatsächlich zu schwach. Aber bis jetzt war ich zufrieden.


    Herzliche Grüße
    Bernd

    Hallo und einen guten Tag an alle Beteiligten!


    Über die vielen Beiträge freue ich mich sehr und bedanke mich! Da ich erst vor wenigen Jahren wieder eingestiegen bin und in der Zwischenzeit vor allem investiert habe, war ich natürlich glücklich über den guten Ertrag und anschließend entsprechend betrübt über die Qualität. Daher hat mich dieses Thema die ganzen Monate seither doch nicht los gelassen. Die Erfahrungen von hornet finde ich sehr wertvoll, denn so kann man sich manche mühsamen Versuche sparen. Die Hoffnung, der Honig könnte in den Hobboks und Gläsern noch grundlegend nachtrocknen, werde ich also besser fahren lassen. Wenn die Schleuderung so glatt und durchdacht vor sich geht wie bei Wolfgang, spielt die Luftfeuchtigkeit im Schleuderraum wahrscheinlich doch eine mehr untergeordnete Rolle. Bei mir geht das eher nicht so fix und die Beschreibung von hornet: "Siebe, Eimer, Umschütten, Rühren" trifft da ganz trefflich auf meine verbesserungswürdige Praxis zu.
    Da ja der Wärmehaushalt in der Beute doch eine große Rolle spielt, ist der Hinweis von Bernhard wichtig. Allerdings habe ich darauf schon sehr geachtet. Ich habe sogar zum Teil an den Innenwänden der Honigräume Styrodur-Platten eingefügt. Natürlich war bei mir der Gedanke dann nicht weit entfernt: "Dann kannst du auch gleich Styroporbeuten nehmen". Da ich aber recht zufrieden mit meinen Kästen bin, scheidet diese Option für mich aus. Die gute Dämmung unter dem Außendeckel ist aber für mich Pflicht.


    Alles Gute für Euch!
    Bernd

    Hallo zusammen,


    erstmal herzlichen Dank für die schnellen und hilfreichen Antworten! Kurz die Info für Rekmi: Ich hatte noch viele ausgeschleuderte Dickwaben vom Vorjahr, ansonsten habe ich mit Mittelwänden aufgefüllt. Das Verhältnis der beiden Arten habe ich leider nicht mehr so gut in Erinnerung. Ich vermute aber, dass ich bei andauernder starker Tracht in den oberen HR-Zargen mehr MW eingesetzt habe.
    An hornet, Luffi und beetic: Danke fürs Mutmachen und für die Hinweise! Den Entfeuchter habe ich mir nach der beschriebenen Erfahrung gekauft und bin recht angetan davon, weil die trockene Luft anscheinend doch noch nachträglich Gutes bewirkt (die Verschlüsse der Gläser sind ja doch nicht so sehr dicht). Während einer künftigen Ernte werde ich ihn sicher einsetzen. Deine Bemerkungen, hornet, zu den Messergebnissen waren sehr erhellend. Ich war tatsächlich irritiert, wie unterschiedlich die Messungen ausfielen. In einem Fall hat ein Imkerkollege, der sich freundlicherweise mit meinem Honig beschäftigt hat, den kristallisierten Honig in der Mikrowelle verflüssigt. Anschließend war der Honig lange sehr warm. Also genau Deine Beobachtung! Das Umstellen auf normal dicke HR-Rähmchen ist schon etwas schwieriger, da in den HR die bekannten Holzrechen zur Abstandsregelung eingenagelt sind. Da scheue ich mich etwas, alle heraus zu stemmen und andere Auflageschieben anzubringen. In jedem Fall werde ich Eure Ratschläge beherzigen und geduldiger bei der Ernte sein.
    Nochmals herzlichen Dank und beste Grüße!
    Bernd

    Einen schönen guten Abend!


    Als ich im letzten Frühjahr eine sehr gute, um nicht zu sagen großartige, Ernte hatte, gab es einen weniger großartigen Absturz, nachdem ich den Wassergehalt gemessen hatte. Er pendelte sich um die 18 % bis 19 % ein. DIB-Glas war also nicht! Unklugerweise hatte ich im Blick auf die von oben bis unten verdeckelten Dickwaben guten Gewissens geerntet (auch mit Sorge vor zu schnell kristallisierendem Honig). Telefonate brachten einige gute Ratschläge, die mir aber im Augenblick nicht weiter halfen, z.B. Melitherm einsetzen (habe ich nicht), mit trockenem Honig verschneiden (stand auch nicht zur Verfügung). Vergleiche meines Refraktometers (vorher nach Vorschrift kalibriert) mit verschiedenen anderen Exemplaren erbrachten ebenso unterschiedliche Ergebnisse. Beim späteren Messen beim Vereinsvorsitzenden ergaben zwei verschiedene Refraktometer auch zwei verschiedene Meßergebnisse (einmal zu meinem Gunsten, zum anderen zu meinem Ungunsten). Besonders ärgerlich dabei war, dass bei anderen Kollegen die Honige wunderbar trocken waren. Natürlich war ein gewisser Lernerfolg zu verbuchen. Auch verdeckelter Honig kann zu feucht sein. Manchmal ist unverdeckelter Honig trockener als der verdeckelte. Aber was hätte ich tun können. Natürlich wäre warten eine Option gewesen. Bei Frühjahrshonig mit Rapsanteil aber nicht ungefährlich.
    Kurz zu meiner Situation: Ich arbeite mit 12er Dadant (Einsatz vom Schied), halbhohe Aufsätze mit Dickwaben, Buckfastbiene. Zur Zeit der Ernte hatten die Völker fast alle drei Aufsätze. Es liegt nahe daran zu denken, dass die Völker nicht stark genug waren. Ich hatte zwar nicht den Eindruck, aber im Blick auf die eigenen Bienen ist man vielleicht nicht immer objektiv genug ;-). Ein Imker im Verein hatte geradezu sagenhaft niedrige Wassergehaltswerte in seinem Honig. Er arbeitet mit Segebergern. Da ich von dem positiven Einfluss auf den Wassergehalt des stark isolierenden Beutenmaterials bereits gehört hatte, kamen mir nun grundlegende Zweifel an meiner Betriebsweise. Ist der 12er Dadant vielleicht doch nur für überdimensionale Völker geeignet? Oder lag es an der zu kurzen Wartezeit, vor allem im Frühjahr?
    Ich hoffte auf einen trockeneren Sommerhonig. Er kam auch, reichlich und schwarz und ich ließ ihn in den Waben bis es nicht mehr ging, denn die Varroabehandlung stand an. Ergebnis: Wieder nur knapp 18%.
    Ich lagerte den Honig - einiges in Gläser abgefüllt, das meiste in Hobboks - in einem sehr trockenen Keller mit einem Entfeuchter 45-50 % Luftfeuchtigkeit. Bis jetzt macht er einen guten Eindruck. Die abgefüllten Gläser sind schmalzig kristallisiert. Kein Anzeichen von großer Feuchtigkeit, Gärung etc. Allerdings habe ich noch keine Gegenprobe mit flüssig gemachtem Honig durchgeführt.


    Mein Hauptanliegen ist: Wo kann der Fehler liegen? Meine bisherige Annahme: 1. Die Bienenmasse war trotz meiner subjektiven Beurteilung zu gering. 2. Beim Frühjahrshonig hätte ich noch eine gute Woche warten können.


    Ich wäre sehr dankbar, wenn von Euren Erfahrungen, Ratschlägen und Tipps profitieren könnte (obwohl ja Ferndiagnosen immer schwierig sind).


    Herzliche Grüße
    Bernd