Beiträge von Robiwahn

    Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es bei Honig mit über 17,5% zu Reklamationen kommt. Zwar mit sehr geringer Rate, eine negative Rückmeldung auf einige tausend verkaufte Gläser, aber wahrscheinlich meldet sich auch nicht jeder zurück.

    Jetzt bleibt doch mal auf dem Teppich.


    EINE Reklamation auf tausende Gläser bei 17,5%-Honig. Das ist doch nix, nada, niente. Das kann an allem Möglichen liegen, inkl. abgelecktes Messer jeden Tag 5x eintauchen oder gleich noch reinspucken und in die Sonne stellen. Das würde ich mir nicht aufs Gewissen laden. Wenn es z.B. 3-4 Reklamationen auf 20 verkaufte Gläser oder eine ähnlich Grössenordnung wäre, würde ich mir Gedanken über meinen Honig oder meine Reinlichkeit bei Ernte und Verarbeitung machen, aber doch nicht bei so einer Nicht-Quote.


    Hier wird kontinuierlich die Messlatte tiefer und die Ansprüche höher gelegt (oder so zumindest nach aussen dargestellt) . Betrifft ja nicht nur diesen Faden, auch im Schleuderreinigungsthread geht es anscheinend nur noch darum, wer es sauberer kann. Am Ende werden Reinraumansprüche aus der Chipherstellung angelegt, Honig nur noch im Ebola-Schutzanzug verarbeitet oder was ? Und natürlich muss es DER Mega-Dadant-Smoker für 3 Völker sein.


    Die 18% aus den DIB-Richtlinien, 18,5% vom CH-Goldsiegel oder 20% aus der Gesetzgebung sind ja nicht einfach frei erfunden. Die basieren ja auch auf alten Erfahrungs- und/oder Testwerten, das ein gewisser (mehr oder weniger hoher) Prozentsatz an Honig für eine gewisse Zeit stabil bleibt, wenn er unter diesen Werten bleibt und vernünftig gelagert wird. In der Mathematik hiess das Stichwort dazu immer "Ausreichende Genauigkeit". Übertragen würde ich hier sagen: 18% sind der ausreichende Wassergehalt, damit der Honig eben nicht kippt. Das man den jetzt nicht 4 Jahre lagert und dann noch 2 J. MHD drauf gibt, sollte klar sein. Aber eben, 20kg sind doch noch bis vor Weihnachten alle, da muss man eher aufpassen, das noch genug Geschenkreserve für die liebe Verwandschaft bleibt.


    Grüsse, Robert

    N'Abend


    Ich nehm morsches Holz, am besten riecht mir dieses braun-rötliche. Davon kann man auch mal nur einen einzelnen Brocken anzünden, ein bisschen ins Flugloch pusten und neben der Beute oder oben am BEutenrand platzieren, wenn man mal nur schnell ein Volk aufmachen will und nicht erst gross den Smoker anzünden will. Hatte mir z.B. extra nen Zweitsmoker angeschafft, für die 2-3 Völker am Haus, aber den noch nie benutzt, eben weil s. oben.

    Wenn ich doch den Smoker anzünde, nehm ich den Gasbrenner und/oder so einen Grill-Ventilator. Habe ich beides sowieso am Stand im Eimer mit dem Rauchholz, da ich diese beiden Dinge auch zum OX verdampfen nutze.


    Grüsse, Robert

    Aber doch auf gar keinen Fall zusammenkippen!

    Vor allem nicht Frühtracht und Sommertracht mischen. Das sind zwei völlig verschiedene Geschmacksrichtungen: pappig-süss-nichtssagend vs. intensiv-vielschichtig. Wenn schon mischen, um den Wassergehalt zu senken, dann Frühtracht mit Frühtracht und Sommer / Wald mit dem jeweils gleichen.

    Abgesehen davon halt ich 18% auch für unproblematisch, bei den Schweizern wären sogar noch 18,5% für die strengere Goldsiegelqualität erlaubt. Zumal 20kg ja schnell weg sind, entweder verschenkt, selber gegessen oder verkauft.


    Grüsse, Robert

    N'Abend


    Im Bienenjournal war auch gerade ein Artikel zur Bienendichte in der Schweiz und der Korrelation mit der Übertragung von Krankheiten.

    Interessanterweise korreliert Völkerdichte mit Auftreten der Sauerbrut, aber nicht mit der AFB. Erklärungen haben sie noch keine so richtig dazu, einer der Ansätze ist der grössere Sperr- und Kontrollkreis bei AFB.


    Grüsse, Robert


    Ach ja, Bienenstandsdichte bei mir so um die 1,5-2/qkm

    Weil man sonst auf die Dinger so aufpassen muss, dass sie nicht verloren gehen und der Deckel genau so gelegt werden muss, wo das Klötzchen fehlt. Bin halt von Natur aus faul.

    Steinchen und Stöckchen liegen bei mir immer irgendwo rum. Und weil ich eben auch faul bin, spare ich mir solche Aktionen mit Klötzchen ankleben etc., zumal wenn die immer wieder abfallen 8o

    N'Abend


    Ich lege einfach ein Stöckchen oder Steinchen auf den isolierten Innendeckel und dann erst den Blechdeckel drauf. So habe ich den Abstand und eine Schräge, damit Regenwasser schneller ablaufen kann.


    Zwecks Schatten kann man auch ein paar Äste oder Schilfstrohmatten drüber legen, wenn man will (muss aber nicht, siehe obige Berichte).


    Grüsse, Robert

    ... Der Nachteil von Dickwaben ist, dass Dickwaben gerne bis zu 2% feuchter sind als Normalwaben. ...

    Falls die Theorie stimmen sollte, müsste ich mit Normalwaben (bei mir 10 statt 9) ja 14%-Honig ernten können. Eher unwahrscheinlich, deswegen würde ich eher sagen, der Lösungsansatz ist die Volksstärke bzw. das Verhältniss zum verfügbaren Raum. Dazu passt dann auch das hier :

    ... Es muss dann wohl daran gelegen haben, dass das Volk nicht ausreichend groß und stark war - sie waren in Schwarmstimmung gekommen und ich hatte einen Königinnenableger gemacht. Das Flugpersonal war also noch vorhanden, aber drinnen kam die Mannschaft nicht schnell genug nach...

    schöne Grüsse, Robert

    Tachchen


    Hier soll ein aggressiverer Stamm der Sauerbrut als in Dtl. umhergeistern, deswegen ja, hier wird ziemlicher Rummel darum gemacht. Meldepflicht, Beschau durch den Amts.vet bzw. seine entsprechenden Mitarbeitern, , Sperrkreis 1km, Ab- und Anwanderverbot, dann evtl. Sanierung oder Abtötung etc., im Prinzip dasselbe wir bei der AFB . Futterkranzproben o.ä. werden meines Wissens nach nicht standardmässig gemacht, ich habe allerdings damals Bienenproben (eine Streichholzschachtel voll Bienen vom Futterkranz) gesammelt, die einem PCR-Test unterzogen wurden. Da hatte aber der betroffende Imker für sich selbst Klarheit haben wollen und hat das auch selbst finanziert. Bei der Sanierung reicht Reinigung mit Soda und heissem Dampf, es muss nicht 120Grad und Druck wie bei AFB sein.

    Aber AFB gibt es auch immer wieder, wenn ich mich recht erinnere aber in den letzten 2-3 JAhren zumindest im Kanton Bern keine Ausbrüche (s. Geoportal der Bienenstandorte und -sperrgebiete). Allgemein scheint der Kt. Bern in der Sauerbrutbekämpfung recht weit zu sein. Sowohl was eigene leidvolle Erfahrungen damit betrifft, als auch effektive Ansätze zur Behandlung, die nicht nur das kompl. Abtöten und alles Verbrennen beinhalten. Wie ich hörte sind andere Kantone da noch nicht so weit und der hiesige Amtsvet ist öfters auf Dienstreise, um die Kollegen anderswo entsprechend zu beraten.


    schöne Grüsse, Robert

    Ich glaube mich zu erinnern, das auch hier im Forum schonmal das eine oder andere Angebot stand, Meli-Honig aufzuschmelzen. Nicht im Imkermarkt, direkt hier. Irgendwie im Zusammenhang mit Meli-Honig.


    Grüsse, Robert

    N'Abend


    Sauerbrut-Sanierung über offenes KS-Verfahren mit Kellerhaft, Beuten desinfizieren (ausdampfen und auskratzen ), kleinteiliges Zubehör mit Bürste in heisser Sodalauge putzen etc. ist im Prinzip dasselbe, wie er oben beschrieben hat. Sehr viel Arbeit, aber wenn man sich gut organisiert und Helfer hat, geht es. Man muss halt auch noch die Gefühle ausschalten und die Arbeit einfach stumpf durchziehen. Jede Gefühlsduselei verzögert die Vollendung der Sanierungsarbeit und gefährdet die Bienen eher noch.

    Hab ich vor 2 Jahren beim Lehrbienenstand vom Verein (17 Vö in HBB) und bei 20-30 Vö von einem befreundeten Berufsimker in Magazinen mitgemacht. Allerdings hatten wir mehr Glück mit den Kö.

    Bisher bin ich selbst drumherum gekommen, der nächste Sperrbezirk ("nur" 1km) hat 250m vor meinen Beuten geendet und das schon das zweite Jahr in Folge. Dummerweise ist in der Nachbarschaft noch ein Imker vom "alten Schlag", der gern im Frühjahr die Waben rausstellt zum Ausschlecken lassen, ich könnte <X.


    Grüsse, Robert