Beiträge von Robiwahn

    Ja, wollte auch nicht nochmal dem einen oder anderen Un/Falschwissen unterstellen. Nur 2 kleine Bildchen zur Veranschaulichung, von wegen Bilder sagen mehr als Worte usw ;-).

    Wollte eigentlich noch ein Bild mit ausgebauten zusammengesteckten M+ Rähmchen aus dem BR zeigen, leider spielt das Wetter nicht mehr so mit.

    warum ergeben bei mir den 2 M+ immernoch 1 Dadant Blatt Honigraum, wie es ja normal ist


    Dadant Höhe (LS*1,22) x Blatt Breite (435 statt 448 bei LS). und 159 im HR.

    Zur Veranschaulichung:


    2xMini+ auf DD-Blatt-Honigrähmchen


    Oder so:



    einziger Unterschied, den man erkennt, ist der dickere Oberträger beim HR-Rähmchen.


    schöne Grüsse, Robert

    Mir ist schon klar, das die Preisdiskussionen hier im Forum weit von echten Absprachen entfernt sind und auch die relevanten Grössenordnungen minimal sind. Ich hab einfach ein schlechtes Gefühl bei solchen Diskussionen. Und ich weiss nicht, inwieweit übereifrige Mitarbeiter vom Kartellamt da vielleicht hellhörig werden.


    Grüsse, Robert

    ...

    Kontraproduktiv, wenn man sich vorab innerhalb Verein oder Region darauf verständigt hat, den Honig nicht mehr zu verschleudern.

    Ich bekomme bei solchen Aussagen (die hier nicht zum ersten Mail auftauchen) immer ein bisschen Bauchschmerzen wg. dem Verbot von Preisabsprachen. Wir leben in der freien Marktwirtschaft: JEDER kann den Preis verlangen, den er für richtig hält und sich damit entweder in die Miese manövrieren oder dumm und dämlich verdienen (falls er genug Kunden findet).

    N'Abend


    Mein Nachbar hat mir als Dankeschön für die Gartenbeaufsichtigung 2 Honige aus Nordgriechenland mitgebracht. Ein Thymian- und ein Orangenblütenhonig. Gekauft am Strassenrand vom alten Imkerlein oder seiner Frau, typischerweise aus dem Einmachglas, nix beschriftet. Der ist verdammt lecker und verdient es gekauft und genussvoll gegessen zu werden. Und auch ich habe mir schon überlegt, ob man solche Spezialitätenhonige mal zur Abrundung des eigenen Sortiments anbietet, natürlich entsprechend deklariert etc..

    Noch besser natürlich, wenn man den Imker persönlich kennen gelernt hat, vielleicht mal nen Nachmittag zum Erfahrungsaustausch zusammen an den Bienen oder bei der Ernte etc. verbracht hat. Habe ich so vor 2 Jahren auf Lanzarote gemacht, vorher bei Google/Facebook etc. ne Imkerei gesucht und angeschrieben, ob sie auch mal nen Kollegenbesuch empfangen würden, hat geklappt, war interessant und ich habe auch sehr leckeren Honig von dort mitbekommen, hatte natürlich auch eigenen zum Tausch. Da kann man 1.) den Kunden authentisch von der Qualität der Imkerarbeit/Honige berichten und 2.) evtl. dauerhaft freundschaftliche Handelsbeziehungen aufbauen, selbst wenn es später dann nur ein paar kg jährlich sind. Solche Honige würde ich dann auch nicht als 0815-Sommerblütenmischhonig aus EU- und Nicht-EU-Ländern anbieten, sondern als wertvolle, regionale Spezialität für den Geniesser, natürlich mit entsprechendem Preis. Der Kundenkreis ist zwar wahrscheinlich auch nicht sehr gross, aber solche gibts auch immer wieder.


    schöne Grüsse, Robert, dem grad das Wasser im Mund zusammenläuft und der jetzt gleich nochmal schnell in der Küche schlecken gehen muss :P

    N'Abend


    Setzt doch die HR (je nach Besatz mit Bienen 3-4 Stk.) VOR dem Schleudern über ne Bienenflucht auf ne neue Beute, in die du MW und ne Kö reinhängst. Einfacherer KS geht gar nicht. Nix Abkehren oder so.

    Die "Ausschlecker" sind bei mir zuwenig, um jetzt noch ein neues Volk zu bilden.


    Grüsse, Robert

    N'Abend


    Bei Buche im Möbelbau wird halt oft dieses kleinteilig zusammengestückelte Leimholz genommen. Sieht halt im Vergleich zu Möbeln, die aus grösseren Brettern zusammengesetzt sind, etwas unruhig aus und ist ehrlich gesagt auch nicht mein Geschmack. Eine breite, lange Dielung (Extrembsp. gesehen in einem alten slowak. Schloss: 40-50cm breite, ca. 15-20m lange Dielen aus einem Stück Fichte oder Tanne) aus Buche wirst du auch nicht finden, das geben die Stammqualitäten und Holz(verarbeitungs)eigenschaften einfach nicht her.

    Andererseits haben wir hier Buchenparkett in Fischgrätmuster, was recht gut aussieht (allerdings auch diverse schwindungsbedingte Fehler bei den Spaltmassen, stört mich aber nicht gross). Dafür wird halt möglichst viel vom kleinteiligen Holz langjährig genutzt und nicht nur in den Ofen geworfen.

    Für viele Hölzer gibt es halt traditionell bestimmte Verwendungsgebiete, basierend auf ihren Eigenschaften. Es wird versucht, gerade für Laubbäume diese Verwendungen zu erweitern, aber das ist eben ein weiter Weg. Und ein weiteres Steinchen im Hindernispuzzle, das einen ökologischen Waldumbau in Dtl. verlangsamt. Das sind alles lösbare Probleme, aber das dauert halt.


    Grüsse, Robert

    Wurden denn nicht jahrtausende lang Laubhölzer beim Bau verwendet?

    Die Festigkeiten für die Statik tragender Holzbalken kommt vor allem von den biegsamen und reissfesten Cellulosefasern. Hölzer aus langen, miteinander verklebten, "verwobenen" Fasern sind druckstabiler als Hölzer mit kurzen Fasern. Grob gesagt wie beim Stahlbetonoder faserverstärkter Kunststoff, da hält auch der Stahl den Druck von oben, ohne den Stahl würde so ein Träger glatt durchbrechen. Fichte vs. Buche wären dafür die Paradebeispiele.


    Und heutzutage werden eben nicht mehr Erfahrungswerte bei der Genehmigung eines Bauwerkes akzeptiert, sondern durchgerechnete Zahlen zur Statik der Decken und Wände. Und die verwendeten Festigkeitswerte stehen in irgendeiner DIN o.ä und kommen aus langjährigen Testreihen (dem natürlichen Baustoff Holz entsprechend mit von-bis-Werten). Und wahrscheinlich gibts auch in den Herkunftsländern der von Ribes empfohlenen bienenfreundlicheren Bäumen entsprechende Erfahrungswerte oder sogar testbasierte Werte, die man für solche Berechnungen heranziehen könnte. Aber da macht sich halt niemand die Mühe, das zusammen zu sammeln und zu übersetzen und nachzuprüfen und für dt. Genehmigungsverfahren gerichtsfest nutzbar zu machen (da gehts um Sicherheit und Haftung !!!). Ist wie mit irgendeinem Auto von nem unbekannten Hersteller aus China, versuch das mal per Einzelabnahme durch den TÜV zu bringen.

    Diese Variante ist aber in einem forstwirtschaftlich genutzten Wald undenkbar.


    Deine Variante ist vor allem sehr optimistisch und auch nicht überall anwendbar. Vor allem die braune Pest (auch genannt Bambi) verunmöglicht aktuell in weiten Gebieten das Aufkommen einer vielfältigen Naturverjüngung. Sieht man sehr schön, wenn man mal ein paar Quadratmeter einzäunt. Draussen nix, innen drin wunderschöne, diverse Nat.verjüngung (bei uns innen Eiche, Buche, Tanne, Ahorn, Linde, Eibe, Kirsche, Weissdorn - draussen nur Kiefer, Walnuss und verbissene Robinie) . Deine Reisighaufen zerfallen halt rel. schnell im feuchten Waldklima und halten die Rehe nicht wirklich davon ab, an den Spitzen der seltenen Delikatessen (Fichte, Kiefer etc. steht quasi unbesehen daneben) zu knabbern. Dann hat man auch nicht immer die (Alt)Bäume in der Umgebung, die man gern in der Verjüngung hätte. Also muss man doch wieder säen oder pflanzen und v.a. aufwendig schützen (einzeln oder Zaun).


    Grüsse, Robert

    Grüsse, Robert

    Tachchen


    Das ein möglicher Geldgeber bei der Nutzung der Subventionen Auflagen macht und mitreden will, ist ja ok, wird ja auch gerade im Hinblick auf Diversifizierung und Klimawandel schon getan. Und gerade bei diesen Themen sind viele Förster (zumindest viele derer, die in den letzten 30 Jahren ausgebildet wurden) schon sehr viel weiter als Waldbesitzer, siehe in diesem Artikel das Kapitel über waldbauliche Handlungsprinzipien. Aber bei solchen langfristigen Geschichten wie eine (Wieder-)Aufforstung (wir reden da ja über Zeithorizonte von 80-200Jahren) wird ja nicht nur nach den verfügbaren Fördermitteln entschieden. Das eine Diversifizierung der Baumarten angestrebt wird, ist ja allgemeiner Konsens. Mittlerweile wird vor allem nach dem Standort und entsprechend angepassten Baumarten entschieden. Dann wird mittlerweile schon geschaut, was auch klimawandeltauglich ist. Und da wird auch über den mitteleuropäischen Tellerrand geschaut, was woanders unter wärmeren Bedingungen gut wächst und bei uns wachsen könnte.

    Und letztendlich wird auch geschaut, was nach der Zeit X mit dem Holz passieren soll. Holz ist nunmal zur Zeit das einzige, was wir als Einnahmequelle haben. Es gibt zwar seit Jahren Diskussionen über zusätzliche Einnahmen aus der Waldbewirtschaftung, z.B. Geldzahlungen für den allg. Waldzugang oder andere Leistungen des Waldes, aber sowas ist aktuell unrealistisch. Bleibt also das Holz. Und wie schon geschrieben, gibt es aktuell keinen real existierenden (Massen-)Absatzmarkt für die ganzen Exoten, weil es kaum technische Erfahrungen mit dem Sägen, Trocknen und Verarbeiten inkl. Verbauen der ganzen Hölzer gibt. Frag mal nen Zimmermann/Bau-Ing oder so, ob er dir nen Dachstuhl aus Eschen- oder Buchenholz baut, die tippen sich an die Stirn. Und letztendlich ist unser Hauptabnehmer für die hochpreisigen Sortimente nunmal die Bauwirtschaft. Und wenn es keinen absehbaren vernünftigen Absatzmarkt für das ganze Holz gibt, werden sich viele Waldbesitzer gegen die ganzen Exoten entscheiden und auf was Bekanntes, solides setzen. Evtl. noch was "nah Verwandtes" wie Douglasie, Küstentanne oder Flaumeiche und Zerreiche, aber du wirst kaum in naher Zukunft ganze Bestände vom Bienenbaum im Wald finden (die mir bekannten Exemplare bilden ja in 2-3m Höhe eine tolle Krone mit vielen Blüten, aber kaum einen vernünftigen, 10-30m langem verwertbaren Stamm) .


    Deine Forderungen sind einfach viel zu spezifisch auf Bienen ausgerichtet. Im Wald leben aber noch mehr Tiere und Pflanzen, deren Lebensräume auch alle gefürdert werden wollen. S. die Beiträge von Llecter und Hormet. Ökologischer Waldumbau, Diversifizierung und Nischenbildung JA, unbedingt, aber eben nicht nur für Bienen.


    Grüsse, Robert

    Tachchen


    Aus Förster- und Waldbesitzersicht halte ich deine Forderungen (also die von Ribes) für ziemlich anmassend. Wald und Waldbesitz ist bereits jetzt ziemlich vielen Ansprüchen ausgesetzt, die sich oft miteinander konkurrenzieren. Da wollen sich Menschen erholen (und ja keine zerfahrenen Wege im Wald oder gar hässliche Harvester sehen), im Gebirge sollen Ortschaften vor Lawinen etc. geschützt werden und im Allgemeinen die Natur und jetzt noch die Bienen im Besonderen geschützt werden, demnächst dann die Kröten oder Vögel, oder, oder, oder. Alle wollen was vom Wald

    Aber eigentlich gehört der Wald irgendjemandem und dieser Jemand (Private, Städte&Kommunen, Kirchen, Bund&Länder) hat auch ein paar Wünsche an seinen Wald. Bei dem einen ist es die Holzproduktion fürs Bau- und Feuerholz, beim anderen ist es die langfristige Geldanlage, beim nächsten ist es das reine Interesse oder gar ein Ökoanspruch zum Umbau des vorhandenen Waldes. Aus Waldbesitzersicht kommen die eigenen Ansprüche zuerst und die anderen können sich je nach Vorliebe einreihen, manchmal ergeben sich die versch. Funktionen allerdings auch von selbst nebenbei. Manchmal müssen aber auch die eigenen Wünsche zurückgestellt werden, weil z.B. ein Nat.schutzgebiet oder Einteilung als Schutzwald oberhalb einer Ortschaft oder Bahnlinie entsprechende Vorgaben macht.


    Und ja, in der Vergangenheit wurden sicherlich durch die Förster und Waldbesitzer einige Fehler gemacht (Stichwort nicht-standortgemässer Anbau von z.B. Fichten im Flachland), aber dieser Fehler ist seid mittlerweile einigen Jahrzehnten erkannt und es wird versucht, das in der Zukunft durch die Anpflanzung von Mischwäldern zu vermeiden bzw. auszubessern. Diese Verbesserung der Diversität in dt. Wäldern dauert aber halt einfach mal ca. 1-2 Baumgenerationen (also ca. 100-300 Jahre). Und mit dieser steigenden Diversität werden viele positive Nebeneffekte erwartet, gerade auch im Hinblick auf Nahrungs- und Nistangebot für alles Mögliche, was kreucht und fleucht.

    Dieser Umbau ist aber auch nicht so einfach, wenn z.B. Privatwaldbesitzer X sagt, ich will wieder Fichten pflanzen, weil die Förster sind ja alles nur blöde, unpraktische Studierte und der Grossvater hat doch schon Fichten gepflanzt und die wachsen doch so schön schnell und bringen gutes Geld im Sägewerk, dann kann der Förster versuchen zu argumentieren, aber manchmal fruchtet das halt nicht. Dann pflanzt X halt wieder Fichten und pfeift auf irgendwelche Fördergelder, so wie irgendjemand anderes sich Thuja oder Kirschlorbeer in den Garten pflanzt oder sich jemand einen riesen Spritschlucker kauft statt das sparsame Öko-Auto.

    Auch die Holzverarbeitungsindustrie (von der Säge bist zum Baugewerbe) in Dtl. ist ziemlich einseitig auf Nadelhölzer ausgelegt. Tlw. haben bis vor einigen Jahren nicht mal Baunormen existiert, um Laubholzeinsatz in Gebäuden berechnen und verbauen zu können (Thema Festigkeit und Statik). Da wird zwar dran geforscht und gemacht und getan, aber letztendlich muss die Privatwirtschaft diese Umstellung vollziehen. Und die kalkulieren knallhart mit ihrem Geld, ein paar Bienchen tauchen da nicht unbedingt auf. Und wenn es da um Fördermittel geht, dann eher noch unter dem Aspekt der Arbeitsplätze.

    Der Anspruch, das nicht in der Blüte gemäht werden soll, kann ich verstehen und nachvollziehen, denke aber, das das kaum noch oder nur örtlich begrenzt passiert. Waldarbeiter sind teuer, solche Pflegemassnahmen in Jungbeständen noch teurer und auf die lange Sicht eines Bestandeslebens (Stichwort Verzinsung des eingesetzten Kapitals vs. Holzertrag in 100-200J.) kaum noch bezahlbar. Da wird tlw. nur rings um die Setzlinge ausgekesselt, da werden Wuchsschutzhüllen verwendet, da wird mit Schatten vom Oberbestand gearbeitet etc., etc, alles nur, um die Arbeit zu minimieren. D.h. im Umkehrschluss wiederum, das genügend Begleitflora für unsere Bienchen übrig bleibt. Zumal die wilden Brachflächen in Dtl vergleichsweise seeehr umfangreich sind (eigene Beobachtung vor 2 Wochen vom Zug aus)


    GRüsse, Robert