Beiträge von vic_kassel


    gehört die Formulierung "echter deutscher Honig" nicht dem DIB?
    warum auch immer, aber darf man das?


    "Echter deutscher Honig" ist nach meinem Verständnis und nach Rücksprache mit dem Patentamt in München keine Wortmarke, die jemand für sich exklusiv schützen kann. Allgemeinsprachliche Begrifflichkeiten müssen jedem zur Verfügung stehen. So war es auch nicht möglich "Kasseler Stadthonig" zu schützen. Braucht es auch nicht. Der Deutsche Imker Bund kann schlichtweg nicht behaupten als einziger echten deutschen Honig vermarkten zu dürfen. Da würde ich es auf eine Abmahnung ankommen lassen. Und sollte mal so eine Abmahnung auf dem Tisch liegen: Es gibt in meinem Dunstkreis auch Imkerkollegen, die nebenher Volljuristen sind ;-)

    Salut Jürgen!!!


    Vielen Dank für Dein so ausgesprochen freundliches und motivierendes Feedback!!!


    Weil ich mit so offenem Lob nur ungeschickt umgehen kann und es mich etwas verlegen macht, bleibt mir nur sagen übrig: Irgendwas kann jeder ;-)


    Aber nun zu Deinem Etikett:


    Ich finde, Du hast Dich für eine sehr schön klare Linie entschieden. Sehr gut finde ich, dass das Etikett angenehme leicht erscheint. Du hast Mut für "weißen Raum" bewiesen. Bravo. Es kommt absolut nicht hobby oder amateurhaft rüber. Ich beglückwünsche Dich auch zu Deinem klaren Bezug zu Regionalität.


    Natürlich gibt es immer auch Überarbeitungsmöglichkeiten, wie auch bei mir. Meine Etiketten werden auch jedes Jahr wenn auch für viele unmerklich nachgeschliffen.


    Ich würde an Deinem Glas den Titel umkehren. Also was nun groß gesetzt ist "Echter Deutscher Honig vom heimischen Imker" würde ich als Unterzeile einsetzen. Die Herkunft würde ich stattdessen groß setzen.


    Meine Animosität zu diesen Deckeln habe ich schon erklärt. Aber das ist Geschmackssache.


    Wenn Du mir abschließend ein Urteil erlaubst:


    Alles in allem ein gelungenes Etikett, ein klares Erscheinungsbild ohne Imkerkitsch!!! Bravo!!!


    Viele Grüße aus Kassel,


    vic

    Hallo Zonia!!!


    Ich hab gestern mit einem Imkerkollegen, Deinen und noch fünf andere Honige verkostet. Der Kollege imkert schon seit 40 Jahren. Wir kamen beide zu dem Schluss: Deiner ist mit abstand der Beste!!
    Sehr fein cremig, keine groben, sandigen Kristalle und sehr aromatisch. Richtig Lecker!!! Ich gratuliere zu diesem tollen Honig.


    Weiter so!!!

    ... Mittlerweile muss man ja jeden selbsterzeugten Furz auf Facebook veröffentlichen...


    Ich war lange ein totaler Facebook-Skeptiker, Wolfgang. Fand das total überflüssig und schräg. Aber als Marketing-Instrument ist Facebook (gerade im Lokalen) unschlagbar. Mit Inhalten schafft man Kundenbindung. Also mit Fotos und kurzen Beschreibungen seine imkerliche Arbeit dokumentieren, erklären und die Kunden danken es einem! Sie greifen dann nämlich nicht mehr zum Billig-Honig, weil sie wissen, was für Arbeit hinter dem Regio-Honig des Kleinimkers steckt. – Aber es kommt natürlich auch auf das rechte Maß an. Wer seine Facebook-Followers zu spamt, der kann auch zu sehen, wie die Leute die Gemeinschaft wieder verlassen. Deshalb ab und an eine Info nach dem Motto: Heute wird geschleudert... heute haben wir für Euch Honig abgefüllt... Heute fahre ich zu einem Fachvortrag über Bienengesundheit... Ja es gibt auch im Winter etwas über seine Imkerei zu berichten. Und das zieht die Kundschaft in einen Bann.


    Viele Grüße aus Kassel,


    vic

    Hallo Wolfgang,


    für mich geht es nicht um entweder oder sondern um einen breiten Fächer an Kommunikationswerkzeugen: Etikett, Flyer, Internetseite, Facebookseite, Presse- u. Öffentlichkeitsarbeit etc.
    Will man ein Produkt verkaufen, muss man schon die ganz Klaviatur spielen, nicht nur eine Taste immer und immer wieder hämmern.


    Viele Grüße,


    vic

    Hallo Elias,


    keine Sorge: Es ist nicht zu viel Text! Der Verbraucher (also zumindest meine Kundschaft) lechzt nach Hintergrundinformation, insbesondere wenn es nicht um Discount-Produkt zu "gut&günstig"-Preisen geht. Das sehe ich daran, dass die Flyer, die ich zu meinem Honig ins Regal lege, immer rasent schnell weg sind. Also fein geschliffener Text, natürlich auch ein ausgewogenes Verhältnis zur Länge, und schon hebt sich das Produkt mit Informationsgehalt von den meisten anderen Produkten im Regal ab. Faustformel: Haltung hält Kundschaft!
    Dank der Globalisierung gibt es egal in welche Sparte Du blickst, so unglaublich viel Auswahl. "Honig" drauf zu schreiben unterscheidet einfach nicht mehr. Auch Honig aus einer gewissen Region nicht... Aber wer seine persönliche Haltung zur Arbeit, seine Philosophie mitteilt, der kann Kunden "fischen".


    Das Blau. Nun, Farben sind immer eine Geschmackssache. Die Kombination aus zartem Blau, Gelb des Honigs und Gelb/Schwarz der Biene ist schon etwas hart. Ein stilsicherer Grafiker würde es vermutlich anders machen. Und diese Deckel würde ich persönlich auch nicht verwenden. Aber was soll's. Dir muss es gefallen. Denn nur wenn Du es mit einem Lächeln und voller Überzeugung von der Qualität für Dein Produkt aus der Hand gibst, wird es auch von der Kundschaft gerne angenommen. So lange Du Deinen Honig also los wirst: Weiter so!


    Wenn Du aber Bedarf siehst, das Etikett zu überarbeiten, dann würde ich über die harten Komplementärfarbenkontraste mal nachdenken. Ein Komplementärkontrast kann die Farbrezeptoren des Auges und die nachgeschalteten Nervenzentren überreizen, was unter Umständen als unangenehm empfunden wird. Dies geschieht, wenn die Farbflächen hart aufeinanderstoßen. Du verkaufst schließlich kein Waschmittel, sondern ein natürliches, fein ausgewogenes Produkt (meine pers. Assoziation: Natur, Biologie, Handarbeit, Lebensmittel...).


    Auch von meiner Seite: vielen Dank fürs Hose runter lassen. Das ist mutig und beweist Größe!!!


    Viele Grüße aus Kassel,


    vic

    Vielen Dank, Joew, für Deine freundliche Warnung.


    In Sachen "reich an gesunden Enzymen": Wissenschaftlich unbestritten ist, dass Enzyme wesentlich an einer Heilwirkung beteiligt sind. Unbestritten ist auch, dass thermisch unbehandelter Honig besonders reich an Enzymen ist, reicher als thermisch behandelter...


    Das diese Angabe gegen Wettbewerbsbestimmungen verstößt oder gar Verbrauchertäuschung bedeutet ist ein Fall für unsere abmahnfreundliche Rechtsgesellschaft.


    Mit Blick auf die großen Mitbewerber im Honigregal wähne ich mich jedoch nicht auf all zu tönernen Beinen.


    Zu Deiner Frage zu Prämierung:


    Wer so fix und flink die "Verordnung zur Festlegung einer Liste zulässiger anderer gesundheitsbezogener Angaben über Lebensmittel als
    Angaben über die Reduzierung eines Krankheitsrisikos sowie die Entwicklung und die Gesundheit von Kindern" googelt, der wird sicher auch die Prüfungskriterien für die erwähnte Prämierung finden.
    Wer selbst einmal die Goldmedaille seines Verbands verliehen bekommen hat, und seine Urkunde neben das Etikett legt, wird der hundertprozentigen Entsprechung zustimmen. Denn allem Anschein nach wurde mir/meiner Imkerei "in Würdigung vorbildlicher Leistungen ein 1. Preis zuerkannt". – Aber natürlich kann man sich auch darüber streiten und juristisch auseinander setzen. Fragst Du deshalb?


    Stellst Du uns auch Dein Etikett vor?


    Vielen Dank im voraus und viele Grüße,


    vic

    Ich habe Ernst Wagner als ganz besonderen Imkertechnik-Händler kennen gelernt. Er ist Mitglied in der Buckfastgesellschaft (was auch die Richtung vorgibt: Dadant nach Bruder Adam und Buckfastbiene) fast seit der ersten Stunde. Seine Erfahrung als Erwerbsimker (300 Völker) sind pragmatisch und mehrfach erprobt. Er widerspricht dann auch gerne mal einem Hans Beer: "Das kannste mit Deinen paar Völkern schon so machen, aber nicht mit 300!"
    Und diese Erfahrung fließt auch in die Entwicklung und die Konstruktion von Beuten & Co ein. Gerade wer's gern mit Holz hat, ist bei ihm gut aufgehoben. Und seine deutsche Prägung sorgt dafür, dass auch die Fertigung in Rumänien absolut sauber und akkurat ist.
    Und seine Familie rundet das "Einkaufserlebnis" in Mudau noch ab. Da läuft viel über Vorschussvertrauen und Freundlichkeit. Das Ganze gepaart mit einem hohen Grad an Professionalisierung. Für mich gibt es seit ich Wagner kennen gerlernt habe nun noch einen zweiten Imkereitechnik-Dealer des Vertrauens: Franz in Marsberg und Wagner in Mudau!


    Grüße aus Kassel,


    vic


    P.S.: Gibt es eigentlich auch Berufsimker, die nicht mit Dadant arbeiten? Störmann hat meines Wissens nach ein anderes Beutenmaß von seinem Vater geerbt und bleibt wohl bis heute daran kleben. Der fährt immerhin 1000 Völker.