Beiträge von Mr.Tom

    Ich habe vor einigen Wochen allergisch auf einen Stich reagiert und das kann schon ein prägendes Erlebnis sein.
    Ich war im T-Shirt bei meinen Bienen als ich eine Wabe in der Hand hatte um Stifte zu suchen ist mir eine in den Ärmel vom T-Shirt geflogen, hat sich dort eingeklemmt und in den Oberarm gestochen. Es schmerzte gleich übermäßig stark, viel mehr als vorherige Stiche in der Hand oder in den Finger. Ich dachte mir nichts dabei, habe den Stachel entfernt und weitergemacht. Dann wurde es mir irgendwie komisch, meine Lippen kribbelten und die Augen brannten und irgendwie juckte es mich plötzlich überall. Ich habe mir dann gleich gedacht dass es eine allergische Reaktion ist, habe den Kasten zugemacht. Beim Abziehen des Schleiers war meine Stirn und die Finger etwas geschwollen und ich bekam knallrote Augen und Kreislaufprobleme. In der Situation in Panik zu geraten ist mehr als kontraproduktiv, andererseits kann aber niemand nach so kurzer Zeit abschätzen wie weit die allergische Reaktion sich noch ausdehnt.
    Ich war nicht alleine und ich bekam außer leichten Kreislaufproblemen keinen ausgeprägten Schock. Sonst hätte ich einen Krankenwagen gerufen. So hat mir eine kühle Badewanne mit klarem Wasser und ein Waschlappen zum Kratzen geholfen :-?


    Der Verlauf eines anaphylaktischen Schocks wird in Stadien eingeteilt. Es gibt Schemata mit vier, fünf und sechs Stadien. Das ist hier nicht weiter wichtig, ich habe mal ein einfaches Schema kopiert:


    Stadium I:
    · Schwindel
    · Kopfschmerzen
    · Angst
    · Flush (Hitzewallungen)
    · Juckreiz
    · Urticaria (Quaddelbildung/ Rötung der Haut)
    Stadium II: zusätzlich
    · Blutdruckabfall
    · Tachycardie (schneller Puls)
    · gastrointestinale Symptome (Übelkeit, Erbrechen, Durchfall)
    Stadium III: zusätzlich
    · Brochospasmus (Asthma bronchiale)
    · ausgeprägter Schock (Blässe, Schweiß, Hypotonie (starker Blutdruckabfall), Tachycardie)
    · Kehlkopfödem
    Stadium IV:
    · Kreislaufstillstand


    (Quelle: http://www.paracelsus.de/ausbildung/flg/pdf/kapitel42.pdf)


    Erste Hilfe:
    Bereits bei Stadium I hat der Betroffene ein enorm beängstigendes Erlebnis, das sich sehr schnell mit aufkommender Panik verstärken (Tachykardie, Blutdruckabfall, Kreislaufkollaps bedingt durch die Angstzustände) und zu Stadium II ausdehnen kann.


    Deshalb:
    Beruhigen
    Kreislaufschock vermeiden
    Schocklagerung (Kopf seitlich, flach liegender Oberkörper, Beine hoch)
    Wichtig: Extremitäten kühlen weil es die Blutgefäße (wieder) eng stellt -> Wadenwickel mit einem nassem Handtuch, auch an den Armen
    Auf keinen Fall unkontrolliert irgendwelche Tabletten einwerfen -> oral verabreicht wirken die schon beim "gesunden Menschen" frühestens nach 30 Minuten, was für eine Notfallbehandlung viel zu lange wäre. Bei einem Schockzustand verlängert sich die Wirkstoffaufnahme wesentlich. Juckreiz kann natürlich mit Fenistil Salbe gelindert werden.
    Bei Stadium II und im Zweifel -> Notruf
    Und Leute, macht einen Erste-Hilfe-Kurs. Reanimation kann Leben retten.


    Was passiert bei einer allergischen Reaktion auf einen Insektenstich?
    Das Immunsystem wurde bei einem vorherigen Kontakt mit dem Allergen sensibilisert, Antikörper und eine "Allergiebereitschaft" werden aufgebaut. Bei dem Stich, der dann eine systemweite allergische Reaktion hervorruft (der Zweite - oder Xte), wird in einer Überreaktion sehr viel Histamin und andere Botenstoffe in den Blutkreislauf ausgeschüttet.
    Nicht ein Anschwellen der Schleimhäute (Bronchien, Kehlkopf) mit (asthmaähnlicher) Atemnot sind die Hauptkomplikation - obwohl das von den Betroffenen verständlicherweise als am Schlimmsten empfunden wird. Die größte Gefahr ist ein Schockzustand (Blutvolumenmangel), hervorgerufen durch die vom Histamin weit gestellten Blutgefäße -> Blut "versackt" in Armen und Beinen und fehlt in der Körpermitte in Herz, Lunge und Hirn. Der Körper schüttet zwar bei einem Schock erst mal Adrenalin aus, welches die Blutgefäße auch erst mal eng stellt und gleichzeitig die Herzfrequenz steigert. Das führt auch zu einer kurzfristigen Kreislaufzentralisation (Körpermitte / wichtige Organe besser durchblutet).
    Allerdings: das lässt schnell nach und bedingt durch die ausgeschütteten Botenstoffe tritt Flüssigkeit aus den Gefäßen in das Gewebe aus (Schwellungen) und es kann erneut zu einem lebensbedrohlichen Volumenmangel kommen. Die Organversorgung bricht zusammen, gefolgt von Herz- und Kreislaufstillstand.


    Wirksame Notfallmedikamente hat nur der Notarzt in Form von Adrenalin (Suprarenin, ...) und natürlich Kochsalzlösung intravenös um das Volumen wieder aufzufüllen. Und Allergiker im Auto-Injektor (EpiPen). Adrenalin-Inhalatoren gibt es bei uns keine, die sind nicht zugelassen. Kortison und Antihistaminika lindern hauptsächlich nur die unangenehmen Begleitsymptome.

    Ist eine Hacke (habe gegoogelt).
    Ich habe es dann sein lassen weil das echt nicht gut funktioniert. Ich muss morgen mal schauen ob ich mir irgendwo eine richtige Fräse ausleihen kann, ansonsten bleibt wohl nur noch der Spaten übrig.

    Ok, danke ihr zwei.
    Wird nicht mit einberechnet, in etwa 6 Wochen bin ich eventuell schon am Behandeln/Einfüttern und in 8 Wochen eventuell schon fertig damit. Aber wenn dann könnten sie da immer noch Pollen holen und andere Insekten haben auch was davon.


    Habe mittlerweile schon angefangen und ... ohje ist das anstrengend :eek:.
    Meiner Frau ihren Gemüsegarten fräse ich jedes Jahr und das geht bedeutend besser (keine Grasnabe).
    Naja, nützt ja nix, muss so oder so gemacht werden.

    Ich habe vor heute 100m² unebene Rasenfläche in meinem Garten mit einer Agria umzufräsen um das eben zu bekommen und werde wahrscheinlich erst mal Phacelia einsäen. Wenn ich das richtig verstanden habe dann ebne ich die gefräste Fläche mit einem Rechen, werfe die Samen gleichmäßig aus, arbeite sie mit einem Rechen etwas ein und gieße. Dann sollten in vier Wochen die ersten Blüten zu sehen sein?


    Hier im Garten steht ein Bienenvolk. Sollte ich den Nektarertrag dann in die Winterfütterung mit einberechnen (abziehen) oder ist die Fläche zu klein/ nicht relevant?


    Gruß Tom

    Ich würde auch erst draufhauen und schauen ob es geht.
    Wenn nicht mit einem Holzkitt/Spachtelmasse aufspachteln und die Seite neu abrichten (Hobelbank/Oberfräse oder Schleifpapier). Holzspachtel kann man zwar mit Leim und Sägemehl leicht selbst herstellen, er eignet sich aber nur für den Innenbereich weil sich der Feuchtigkeitsgehalt im Holz draußen ständig ändert und der Leimspachtel dafür nicht flexibel genug ist. Deshalb auch beim Kauf von Holzspachtel darauf achten, dass der für den Außenbereich geeignet ist.