Beiträge von Formica

    Das würde sich ja nicht zwingend widersprechen, oder? Wenn OX im Winter 3 Wochen lang als Kontaktgift wirkt, würden die Brutmilben erst erwischt werden, wenn sie geschlüpft sind und in die phoretische Phase gehen. Das würde aber auch Bedeuten, dass das Volk bei der Winterbehandlung nicht unbedingt brutfrei sein muss? Gibt es dazu Untersuchungen? Oder hat man nur aus der Tatsache, dass OX nicht in die Brut wirkt, geschlossen, dass es im brutfreien Zustand behandelt werden muss?

    Was als Behandlungsmittel zugelassen wird oder nicht hat doch allzuoft politische oder finanzielle Ursachen. Ich gehe daher nach denRegeln des gesunden Menschenverstandes vor. Wenn ich durch unsere österreichischen Freunde glaubwürdig mitbekomme, dass BW besser funktioniert als reine Oxalsäure mit Zucker, dann würde ich es den Bienen wohl geben :lol:
    Einen Naturstoff zu verwenden, der nicht nur ohnehin natürlicher Bestandteil des Honigs ist, sondern darüberhinaus ein essentielles, zentrales Molekül unseres Stoffwechsels darstellt, sehe ich als unproblematisch. Und Eukalyptusbonbons gelten auch nicht als bedenklich. Die Kombination beider ebenfalls nicht. Perizin ist dagegen ein echtes Gift. Aber das ist wiederum zugelassen und "erlaubt".
    Da sieht man doch schon, dass die Entscheidungen weder zugunsten der Bienen, noch der Honigqualität gefällt werden.
    Ich bin daher an Erfahrungen mit Bienenwohl sehr interessiert.
    Jogi

    Hallo Stefan,
    Gibt es Nachteile der Milchsäure gegenüber Oxalsäure außer des höheren Aufwandes? Hat man schon mal versucht, Milchsäure mit Hilfe eines Ultraschallverneblers ins Volk einzubringen, ohne die Waben zu ziehen?
    Mittwitz? Imkerst du wohl auch im schönen Oberfranken?
    Grüße, Jogi

    Hallo Reinhard!
    habe auch schon überlegt, früher zu träufeln. Dein Argument hat schon was für sich. Ich hatte nur die Befürchtung, dass die Milben, die zwei oder drei Wochen nach der OS Träufelung noch fallen vielleicht erst nach dieser Zeit der Vergiftung erliegen, die sie in den ersten Tagen bekommen haben, also die Varroen, die nach einer Woche schlüpfen doch am Leben bleiben.
    Aber letztlich besser so, als vorher das Volk zu verlieren. Dann nehm ichs im Frühjahr zur Blidung eines Pflegevolkes her, dann kann ich regelmäßig behandeln.
    Behandelst du regelmäßig so früh? Und geht es immer gut? Hatte mal gelesen, dass die OS Träufelung die Lebenserwartung der Winterbienen sinkt und daher so spät wie möglich erfolgen sollte (in meinem Fall des Varroa belastesten Volkes gilt das natürlich nicht). Ist da was dran? Oder ist das nur eine Vermutung?
    Grüße,
    Jogi

    Vielen Dank für die Antworten! Find ich klasse, dass einem hier so bereitwillig geholfen wird. Irgendwie ist mir dieser Ableger nämlich besonders ans Herz gewachsen. Er zeigte soviel Lebenswillen, um es mal menschlich auszudrücken. Nicht nur, dass er so spät gebildet wurde, er wurde auch noch kurz nach seiner Bildung geräubert, von mir danach verstellt und hat es dennoch geschafft, noch so groß zu werden.
    Die Carnica Königin hat sich offensichtlich vorwiegend mit Buckfast Drohnen gepaart, zumindest sehen ihre Töchter fast wie Buckfast Arbeiterinnen aus.
    Haben diese Hybride eigentlich irgendwelche besonderen Eigenschaften? Die meisten versuchen ja reinrassig zu imkern, oder? Gibt es dafür Gründe, die die Zucht auf Ertrag, Sanftmut, Wabenstetigkeit oder Schwarmfreudigkeit betreffen?

    Hallo!
    Zu folgendem Sachverhalt erbitte ich Tipps oder Ratschläge.
    Da ich Anfang August noch zwei Königinnen übrig hatte, habe ich versucht, aus diesen noch zwei Ableger zu bilden, obwohl es eigentlich schon zu spät dafür war. Durch den guten Herbst haben sich beide noch zu dicht besetzten 5 Waben Ablegern entwickelt, was mich sehr gefreut hat. Ich habe sie in Miniplusbeuten aus Styropor ohne Varroaboden. Alle anderen 10 Völker sitzen in Hohenheimer Einfachbeuten und sind gut behandelt und eingefüttert.
    Aus Sorge um das Überwintern der 5 Waben Ableger und des fehlenden Varroabodens habe ich es heute bei Sonnenschein und 11 Grad gewagt, sie doch noch nochmal rasch durchzuschauen (ich weiß, sollte man ihnen jetzt nicht mehr antun, aber die Neugier und die Sorge hat gesiegt)
    Folgendes konnte ich beobachten. Sie haben in den 5 Waben ca 8 kg Futter eingelagert. Auf vier Bienen eines der Ableger konnte ich Je eine Varroamilbe sehen. Die Volksstärke schätze ich in Moment auf ca 7000.
    Zu meiner Überraschung hatten zwei Waben noch verdeckelte Brut (einige 100) und zusätzlich ein paar Hundert frisch bestiftete Zellen. Ca 10% der Zellen sind mit 2 oder gar 3 Eiern bestiftet! Drohnenbrut habe ich aber nicht gesehen und ich sah auch in beiden Ablegern die vital wirkende Königin.
    Einer der Ableger hat einen leicht erhöhten Totenfall. Ca 10-20 Tote Bienen werden pro Tag raus geschafft (der mit den 4 beobachteten Milben).
    Nun meine Fragen:
    Wenn ich einige Hundert Bienen anschaue und 4 Milben entdecke, bin ich dann wahrscheinlich schon oberhalb der Schädigungsgrenze?
    Reicht das Futter zur Überwinterung, zumal das Volk offensichtlich noch rege brütet?
    Hat die Königin ein Problem, da sie einige Zellen doppelt und dreifach bestiftet?
    War das überhaupt die Königin?
    wie kann ich das Volk (die zwei Ableger) jetzt überhaupt sinnvoll behandeln? Sie werden ja noch lange Brut haben. Kann ich jetzt noch sinnvoll mit Milchsäure sprühen?
    Kurzum: Wie ist eure Einschätzung der Situation?
    ich freue mich über Antworten!
    Danke,
    Jogi