Beiträge von Formica

    Nur kurz noch zur Herbstzeitlose. Ihre Blätter und den Fruchtstand hat sie im Frühjahr/Sommer. Daher kann sie, im Gegensatz zum Krokus, nicht in Rasenflächen gepflanzt werden, wenn diese vor Juli gemäht werden. Dann ist er weg. Ich habe zahlreiche auf meiner Wiese stehen und kann daher erst ab Juli mähen.

    Safran habe ich auch probiert, ging aber nicht gut aus. Denke, das klappt nur an optimalen Standorten in den wärmsten Gegenden Deutschlands.

    Ja, ein Landwirt meinte zu mir, er dürfe ja kein gebeiztes Saatgut mehr nehmen, aber dafür dürfe er die Neonicotinoide nun direkt mehrmals im Jahr auf die Pflanzen spritzen. Ob das nun besser sei.

    Ich weiß leider nicht, ob das stimmt und wenn ja, welche er nimmt.

    Mir erscheint die Thematik, wie es nun tatsächlich in der Praxis gehabthabt wird, schwierig.

    Danke für die Reaktionen!

    Im Übrigen scheint Thiacloprid nach Menzels Studien mindestens so gefährlich zu sein wie die Verbotenen. Wenn es den Landwirten ermöglicht wird, darauf umzusteigen ist ja eigentlich nicht viel gewonnen für die Insekten. Oder ist ein Umstieg nicht möglich/nicht sinnvoll?

    Hallo, ich habe mal eine Frage, zu der ich im Internet nichts eindeutiges finde.

    Das europäische Parlament hat ja nun die drei Neonicotinoide (Clothianidin, Imidacloprid und Thiamethoxam) außerhalb von Gewächshäusern verboten.

    Siehe z.B. http://www.spiegel.de/wissensc…m-freiland-a-1205077.html


    Meine Frage ist nun zum Einen: Welche Neonicotinoide sind jetzt noch erlaubt in Deutschland? Sind die eventuell noch erlaubten in ihrer Wirkung und Toxizität vergleichbar mit den Verbotenen?


    Zum anderen: Wenn bislang ca 120 Tonnen Neonicotinoide pro Jahr auf unseren Äckern ausgebracht wurden, welchen Anteil daran hatten die drei nun Verbotenen?


    Ich hoffe, dass mir jemand hier weiter helfen kann. Ich brauche dazu dringend Angaben, weil ich sie auch für einen Vortrag benötige.


    Viele Grüße und Danke im Voraus!

    Hallo liebe Imker,
    Ich habe eine E-Zigarette als Propolisverdampfer umfunktioniert. Normalerweise benutzt man einen Mix aus Glycerin, Wasser, Propylenglycol, Nicotin und Aromastoffen als Verdampfungsflüssigkeit. Ich habe nun gereinigtes, zähflüssiges Propolis (ein klitzekleines bisschen Alkohol ist nich drin) warm mit Glycerin (ca 4% Propolis in der fertigen Mischung) gemischt und in den Verdampfer getan. Wie bei den teuren Geräten wird die Mischung extrem kurz beim Ziehen erhitzt und wohliger Propolisdampf wird eingesogen. Durch das Propolis ist die Lösung milchig, aber ich bin erstmal recht begeistert wie gut es funktioniert.
    Grüße, Jogi

    Hallo Hornet,
    Das Problem (1.) habe ich wie die anderen auch öfters. Ich arbeite daher mit einem zweiten Stockmeißel. Mit dem Ersten hebel ich den Honigraum ca 2cm an und mit dem Zweiten löse ich dann die hängen gebliebenen Rähmchen, die dann nur ein bis zwei cm wieder zurückrutschen. Durch den Hebeleffekt des ersten Stockmeißels ist es auch bei schwerem Honigraum nicht allzu kraftaufwändig.
    Grüße, Jogi


    Es wird hier zwar immer wieder behauptet, dass junge Königinnen mehrere Stifte in eine Zelle legen würden, aber ich habe da gewisse Zweifel.
    Robert


    Hallo Robert,
    Ich habe es ganz sicher schon mehrmals beobachtet. Grade weil ich auch dachte, "ups, da stimmt was nicht!". Nach wenigen Tagen hat sich das gelegt und die Königin stiftete dann normal. Das kann Sven ja in ein paar Tagen sehen. Wenn dann immernoch mehrere Stifte in den Zellen liegen, stimmt wohl wirklich etwas nicht. Wenn es sich normalisiert, war es genau dieses Phänomen.
    Grüße,
    Jogi

    Hallo Sven,
    eine Frage zu den Drohnenbrütigen Völkern, die durch Königinnenverlust im Winter entstehen. Ich hatte dieses Jahr leider einige solche Kandidaten, und hatte bei diesen Völkern bereits Ende Februar Drohnenflug. Anderen ging es vielleicht ähnlich? Hatte das die letzten Jahre eigentlich nicht, höchstens mal ein Volk. Sind diese Minidrohnen, die ja in normalen Arbeiterinnenzellen heranwachsen fertil? Falls ja, könnten doch frühe Königinnen durch diese begattet werden? Letzte Woche warens über 20 Grad fast im ganzen Land, vielleicht ist deine Junge ja da begattet worden.
    Falls nein, schauts natürlich eher mau aus...

    Hallo Sven!
    Ja! Zu Beginn der Eilage legt die junge Königin oft mehrere Stifte in eine Zelle.
    Allerdings macht sie dennoch dabei normal ein schönes Brutnest, lässt also nur wenige Zellen des bestifteten Areals aus.
    Afterweiseln lassen da schon mehr aus.
    Hoffentlich ist die junge Königin begattet. Wenn du Glück hast, waren schon ausreichend Drohnen unterwegs.
    Grüße, Jogi

    Hallo,


    Es war keine normale Bienenbrut mehr drin aber dafür mehrere ausgeprägte Weiselzellen


    Wenn die Weiselzellen noch verdeckelt waren und du trotzdem keinerlei verdeckelte Arbeiterinnenbrut gesehen hast, dann stimmte mit der Königin schon vor dem Sturm etwas nicht. Schließlich brauchen die für ihre Entwicklung länger.
    Aber das ändert natürlich nichts an deinem grundsätzlichen Problem mit diesem Volk.
    Grüße und viel Glück, Jogi

    Ist schon eine Wildbiene. Ich vermute, dass es sich um eine Sandbiene der Gattung Andrena handelt. Beinsammler, recht pelzig, Größe passt auch ungefähr. Die Art kann man aber, glaube ich, nur vom Foto nicht bestimmen. Nur viele ausschließen kann man :lol:
    Grüße,
    Jogi

    Ja, das ist schon richtig. Der Aufwand ist eindeutig hoch und bei 50 Völkern unverhältnismäßig, solange man das Varroaproblem im Griff hat. Ich imkere mit ca 25 Wirtschaftsvölkern und erstelle ebensoviele Ableger. Ich möchte die Bienensauna an den Wirtschaftsvölkern ausprobieren und mir die AS Behandlung einsparen. So ist das Minimalziel.
    Ich oute mich als jemand, der zwei Saunen der ersten Tranche bestellt hat. Einfach, weil ich zu neugierig bin, ob es funktioniert. Das wird nächstes Jahr natürlich ein recht hoher Aufwand werden. Nehme ich insgesamt bei zwei Behandlungen mit 2 Saunen 2,5h pro Volk an, so sind das 62,5h. Aber viel Zeit davon werde ich für andere Tätigkeiten nutzen können, so dass es nicht soooo schlimm ist. Funktioniert es wirklich gut, so werde ich mehr Saunen kaufen um die Behandlungen schneller durchführen zu können. Ich weiß, dass es möglicherweise nur ein Wunschtraum ist, aber den Versuch ist es mir Wert. Ich hatte dieses Jahr zum ersten Mal erhebliche Probleme mit Varroa, nachdem 2012 und 2013 völlig unproblematisch waren und ich schon dachte, "Junge, dass hast du aber gut im Griff". Haha. Heuer kam die Breitseite und das erste Volk ging bereits im Juli über die Wupper. Von Panik getriebene zusätzliche AS Behandlungen konnten das Schlimmste verhindern. Zum (großen) Teil fielen über 3000 Varroen bei einer einzigen Behandlung! Ich dachte, da ist nichts mehr zu retten, blieb aber konsequent und so verlor ich "nur" 5 Wirtschaftsvölker und 5 Ableger. Das ist viel, aber weniger als im August befürchtet. Der lange warme Herbst gab den Völkern noch Gelegenheit sich zu regenerieren und hoffentlich ausreichend gesunde Winterbienen zu erzeugen. In den vergangenen beiden Jahren habe ich kein Volk verloren.
    Diese Zeit fand ich echt schlimm und daher will ich die Sauna unbedingt ausprobieren. Wenn klappt ist super, wenn nicht, muss ich weiter "konventionell" mit AS/OS behandeln.
    Mal eine (wahrscheinlich) dumme Frage zur Sauna: Kann man damit eventuell auch auskristallisierten Honig besser schleuderfähig machen? 40 Grad sollten doch zur Verflüssigung reichen, oder? Oder brechen da die weicher werdenden Waben unter der eigenen Honiglast?
    Grüße, Jogi

    Kann man zur Sicherheit die Königin nicht für 2h außerhalb der Beute "parken"?
    Oder ist dann zu befürchten, dass die aufkommende Weiselunruhe während der Hyperthermiebehandlung zur Panik führt?
    Oder sogar, dass die Annahme der Königin beim Wiedereinsetzen gefährdet ist? Im letzteren Fall könnte man sie ja mit ein paar ansitzenden Bienen auf einer brutfreien Wabe 2h in einem Ablegerkasten parken. Das würde den Behandlungserfolg natürlich ein klein wenig reduzieren.
    Bei Ersterem wärs natürlich schwierig.
    Grüße, Jogi