Beiträge von Mopsdrohne

    Moin zusammen,
    @Franky:Der Fall auf Sizilien traf einen Wanderimker aus Sizilien, der von Juni ? bis August ganz offiziell und mit allen Wanderbescheinigungen etc in Gioia Tauro ( dem 1sten Fundort des KBK) angewandert war und vor dem Fund und der Ausrufung des Sperrgebietes zurückkehrte.
    Bienenknecht : Der 2te Fall auf Sizilien betraf den gleichen Stand des Wanderimkers, der anscheinend nicht komplett gekeult wurde, sondern mit Diagnosestreifen etc überwacht wurde und 11 Tage entdeckt wurde(ich glaube mich zu erinnern, das dieser Fall zuerst auch als Nuclei Sentinell markiert war ? ). Der Josef Bodner schrieb was dazu bei BieneAktuell.
    Das der Fund von Eiern nicht in der Auflistung steht, kann ich mir auch nicht erklären.Ich nehme an, danach wird gar nicht mehr geguckt, wenn der Käfer oder Larven entdeckt werden, da die Eier eher versteckt gelegt werden.


    Gruß Michael

    Moin zusammen,
    Guido Eich erzählte gestern auf`m BSV-Kurs in Segeberg, das in den USA schon, dank massenhafte Anwendung, Coumaphos-resistente (Checkmite+) KBK herangezüchtet wurden.
    Und das in Kalabrien ein BSV beim Versuch Völker zu kontrollieren erschossen wurde ( 'Ndrangheta (kalebresische Mafia) Gebiet ).
    Könnte auch erklären warum in den letzten Wochen keine/ wenig neue Fälle entdeckt wurden; es traut sich wohl keiner mehr zu kontrollieren.
    Es wurden bis jetzt über 2100 Völker verbrannt ( lt Bienenjournal12/2012).


    Gruß Michael

    Moin zusammenn,
    Maxikaner : Wenn ich das richtig verstanden habe, stecken die Aromen, die nach Bohne bzw Wiese riechen und schmecken überwiegend im Öl der Samen und werden mittels überkritischen CO2 herausgelöst ( ein in der Lebensmittelindustrie gängiges Verfahren, das keine Rückstände hinterläßt, da das CO2 komplett verdampft).
    Das schöne an der Lupinie ist, das sie auf recht kargen Böden wächst, die nur noch für Roggenanbau geeignet sind und ihn durch die Stickstoffbindung ihrer Wurzelbakterien verbessert bzw. bei normalen Böden die Stickstoffdüngermengen für Nachfolgeanbau reduziert.


    Gruß Michael

    Moin zusammen,
    Das problem mit der chemischen KBK-Bekämpfung sehe ich nicht soo dramatisch, da das Mittel innerhalb einer Doppelstegplatte bzw einer Falle mit entsprechenden Öffnungen von 4mm liegt und nicht in Kontakt mit den Bienen und Wachs kommt( ohne wär mir auch lieber)
    Derzeit ist die Anwendung von Checkmite, erst nach einem Umwidmungsverfahren nach § 56 des Arzneimittelgesetzes, die einzige offiziell mögliche und von amtveterinärer Seite anordbare Bekämpfungsmöglichkeit (siehe Bienenseuchenverordnung im Zusammenhang mit den Leitlinien zur KBK-Bekämpfung des Friedrich-Löffler-Institutes).
    Wer keine Chemie anwenden will, sollte versuchen die verantwortlichen Stellen von der Wirksamkeit der esvielen Ölfallentypen zu überzeugen.
    Auch möchte ich an dieser Stelle die Interesierten und Engagierten Imker bitten mal mit ihren Amtsveterinären zu sprechen, ob diese sich mit der KBK-Problematik auseinandergesetzt haben und wie die Notfallpläne aussehen( Sperrbezirke, Schulung der BSV, Vorsorgliches Umwidmung von Checkmite etc)
    Wichtig wäre zu erfahren ab welchen Zeitpunkt aus Sicht der Veterinäre nicht mehr geschwefelt und gebrannt wird sondern bekämpft wird ( siehe BSV § 19 Abs. 2 Satz 2 a und b).


    Gruß Michael

    Moin Bienenknecht,
    [QUOTE=Bienenknecht;444985
    Welche Wache ist damit gemeint ?
    [/QUOTE]
    Die Wache die den Beutenkäfer überwacht.
    Es dürfte sich hierbei um die irgendwo oben schon mal erwähnte Sentinel( Überwachungs)-Bienenstöcke handeln, mit denen schon der 1te Fall entdeckt wurde bzw. jetzt alle Stände überwacht werden.
    Ich schätze der 31te Fall in Sovereto und 54te Fall in Rosarno waren schon überprüfte Völker, da sie sich ganz nah bei den ersten Fällen befinden, und dort als erstes im Umkreis der befallener Völker andere überprüft wurden.
    Nach den Kontrollen wurde an allen Stände Diagnosestreifen / Fallen installiert um den KBK weiter im Blick zuhaben.


    Gruß Michael

    Moin Baudus,
    Das "anstrengend" bezog sich auf die englische Sprache, derer nicht jeder so mächtig ist, das es für Fachartikel/Fachbücher reicht.Ich persöhnlich möchte auch nicht die ganze Zeit mit einem Wörterbuch in der einen und dem zulesenden Buch in der anderen Hand lesen.
    Hast du vielleicht ein Beispiel wieso die Übersetzung so miserabel ist ?


    Gruß Michael

    Moin zusammen



    Da diese Gifte von den Pflanzen als Fraßschutz gegen Insekten bestimmt sind, gehe ich persönlich davon aus, dass sie auch für die Bienen nicht besonders gesund sind - darauf geht Herr Ohe aber nicht ein...........
    Es handelt sich um Pyrrolizidin-Alkaloide und die Pflanzenfamilien Natternkopf, Borretsch, Wasserdost und Senecio-Arten (z.B. das berüchtigte Jacobskreuzkraut).


    Also vom Jakobskreuzkraut weiß ich das die Raupen von einer Schmetterlingsart nur auf dem Kraut leben und durch die Aufnahme des Pyrrolizidin-Alkaloids sich vor ihren Fraßfeinden schützen.
    Das selbige wirkt als Lebertoxin und da Bienen und andere Insekten meines Wissens keine Leber haben, können sie sich auch nicht vergiften.


    Es gibt laut Friedrich Pohl in seinen Buch "Bienenkrankheiten" im Kapitel Vergiftungen :Zitat "1.Natürliche, giftige Bestandteile in Nektar oder Pollen einiger Trachtpflanzen ( z.B. Goldhahnenfuß, Ranunculus auricomus vgl. Ritter 1994"


    Gruß Michael

    Moin zusammnen,
    Wem die englischsprachigen Fachartikel



    zu anstrengend sind, dem kann nur "Bienendemokratie-Wie Bienen kollektiv entscheiden und was wir davon lernen können" auch von Tom D. Seely allerwärmstens empfehlen.
    Habe es vorgestern zum Geburstag geschenkt bekommen und werde es wohl heute zuende lesen(316 Seiten)


    GrußMichael

    Moin zusammenn,
    Aktueller Stand sind 51 positive Nachweise in der mittlerweise 3mal erweiterten Sperrbezirkszone( Auf einer Fläche von ca 30x45 km).
    Der letzte Fall anscheinend weiter östlich in Richtung Gebirge.
    Es wurden in den letzten 16 Tagen nur 5 neue Fälle endeckt und insgesamt wohl nicht so viele Stände kontrolliert, da das Wetter nicht so dolle war, wie Herr Bodner ( er hat selbst Völker außerhalb der 100 km Überwachungszone in Kalabrien stehen) bei "Biene aktuell" ( Imkerforum in Österreich) geschrieben hat.
    Habe letzte Woche mit Dr Marc Schäfer vom FLI telefoniert und er sagte mir wörtlich
    Zitat" Ich hege nur ein Fünkchen Hoffnung, das der Ausbruch eingedämmt werden kann"
    sarner80 : könntest du, den Inhalt des Links kurz zusammenfassen( mein Schullatein reicht leider nicht aus)
    Gruß Michael

    Moin zusammen,


    Ist jemanden aufgefallen, das seit ein paar Tagen bei den veröffentlichten Funden in den Tabellen eine zusätzliche Spalte eingefügt wurde? Ich nehme mal an das "note" übersetzt sowas wie Bemerkung heißt.
    Der am 13.10 gemeldete 30te Nachweis des Käfer, wurde um die Bemerkung "sciame naturale " (Schwarmvolk/wildesVolk?) ergänzt.


    GrußMichael

    Moin,
    Vogtländer : Es ist derselbe Text.Danke fürs verlinken
    Ich habe mich gestern mit meiner Amtsveterinärin getroffen und mich mit ihr über die entsprechenden Paragraphen (16-21) der BSV unterhalten.
    Die schon als schwammig beschriebenden Absätze dort bekommen etwas Struktur wenn man die "Leitlinien zur Bekämpfung des kleinen Beutenkäfers und der Tropilaelapsmilbe" vom FLI zu Hand nimmt.
    Da wird z.B auf die in §19 Abs.2 Nr.2 b erwähnte Behandlung von betroffenen Völker eingegangen:
    Als amtlich verordnete Bekämpfungsmaßnahme wäre z.Z. nur der Einsatz von Checkmite+ möglich(das in einigen EU-Ländern nur eine Zulassung als Varroamittel hat), wenn es in einem Umwidmungsverfahren nach § 56a des Arzneimittelgesetzes eine Notfallzulassung zur Anwendung gegen den Käfer bekommt.Dieses Verfahren ist bei uns in Schleswig-Holstein Ländersache, in anderen Bundesländer könnte es auf Kreisebene ablaufen.
    Oder §21 Abs.2 Nr.5 zum Thema Bodenbehandlung, wo die Abtragung des Boden und dessen Tiefkühlung empfohlen wird bzw das Ausbringen von Löschkalk.
    Die in den USA, Australien und derzeit in Italien praktizierte Methode der Bodenbehandlung mit Permethrin oder anderer Chemie wird ausdrücklich nicht empfohlen.
    Gruß Michael

    Moin,
    Man kann die Streifen schnell rausziehen und entsorgen bzw die Käfer ausklopfen und töten.
    Die Diagnosestreifen waren auch nie Bekämpfung gedacht, aber wenn von den übriggebliebenden 70% wieder 30% in neu ausgelegte Streifen gehen usw. läßt sich der Befall ohne Chemie durchaus niedrig halten bzb reduzieren(s.a. die Anwendung in Südafrika mit zuverbrennenden Pappkarton)
    Ich denke, das sich immer eine Art Verteilungsgleichgewicht der Käfer einstellt (es ist ja auch den ganzen Filme zu sehen, wie schnell das Viech sich bewegt), denn die im Beuteinneren angewandten Ölfallen nutzen ja auch das thigmotaktische Verhalten (das Verkriechen in Ritzen und Spalten).


    Gruß Michael

    Moin zusammen,
    In der Broschüre/PDF vom Friedrich Löffler Institut (FLI) "Schäfer-Diagnose-Streifen" wird die Wirksamkeit von im Handel in den USA erhältlichen schwarzen Hohlkammerstreifen(10x47,8 cm) und solchen aus transparentem Kunststoff(7,5x50 cm) (jeweils 4mm Höhe, die Transparenten hatten eine Breite von ca 6mm,die Schwarzen 4mm im Querschnitt) untersucht und festgestellt, das mit beiden Streifen zu 96% der Befall mit Beutenkäfer nachgewiesen werden kann.
    In einer weiteren Untersuchung wurde festgestellt, das sich,unabhängig von der Art des verwendeten Hohlkammerstreifens, jeweils ca 30% der jeweiligen Käferpopulation der untersuchten Beuten in den Hohlkammerstreifen aufhalten.
    Bei der Verwendung von transparenten Streifen kann schnell ohne Ausklopfen der Befall erkannt werden.
    Diesen Effekt machen sich die Imker im südlichen Afrika zunutze, um mit Pappkartonstreifen mit ensprechenden Querschnitt, die Käfer den schnellen Feuertod zu übergeben, wie mir von unseren Vereinsvorsitzenden berichtet wurde.
    Die schon vor einiger Zeit erwähnten Plastikwahlplakate mit ihrem 4x4mm Querschnitt eignen sich hervorragend, wie mir Dr. Marc Schäfer vom FLI am Telefon bestätigte.

    Gruß Michael

    Moin zusammen,
    Ich möchte hier die Antwort von Prof. Dr. Peter Neumann( Leiter des Institutes für Bienengesundheit der Uni Bern), der zum Beutenkäfer in den USA geforscht hat, auf meine Anfrage für einen Artikel,wie er die derzeitige Situation einschätzt, zitieren:


    "Ich sehe die Ereignisse auch mit Sorge.


    Er wird in Deutschland vermutlich keine massiven Verluste verursachen, da die Temperaturen im Winter einfach zu kalt sind für die Verpuppung. Die erwachsenen Käfer überleben aber sehr gut in der Wintertraube und die Weibchen werden mehr als 7 Monate alt. Wir werden also mit Sicherheit eine kleine aber stetige Population bekommen (wie in den gemässigten Breiten der USA).


    Das wird mittelfristig zu einigen praktischen Änderungen führen müssen (z.B. käfersichere Wabenschränke, eilige(re) Honigernte, Bekämpfung des Käfers in Völkern mit Fallen, etc.).


    Warten wir aber erstmal ab, was aus Italien berichtet wird.


    Die Massnahmen zur Kontrolle können leider nicht 100% sein (ausgebüchste Schwärme haben ebenfalls Käfer (s. Australien und Afrika), die Käfer können auch sich auch in Obst vermehren (s. Australien), usw. Hoffentlich funktioniert es aber trotzdem, den Vormarsch zu stoppen.


    Wenn der Käfer wirklich gen Deutschland migrieren sollte, wäre es sicher notwendig, die Imkerschaft möglichst zeitnah noch besser aufzuklären."


    Gruß Michael