Beiträge von badhugo

    Ihr sprecht mir aus der Seele!


    Fast jeder, der in diesen Mengen unterwegs ist, der betreibt dieses nicht als Hobby, sondern als professionelles Hobby.
    Der Idealismus ist hier langsam vorbei. Jeder, der schon einmal 20 Völker geschleudert hat versteht was ich meine, wenn man abends im Sonnenuntergang die Honigräume wieder zu seinen Völkern fährt :)


    Bei diesen Mengen ist auch eine gewisse Infrastruktur (Schleuderraum, Schleuder..) vorhanden, sonsts wirds noch anstrengender. Und mit dem Verkauf gibt's auch etwas Geld, welches ermöglicht die eine oder andere Anschaffung zu tätigen.


    Entdeckeln, Schleudern und Filtern ist mit einfachen Mitteln (und Geld :) ) recht einfach zu lösen und zu beherrschen.
    Entdeckelt wird bei mir mit Entdeckelungsgabel, geschleudert mit einer 6W-SWS (mit Automatik!), der Honig fließt in eine große Abfüllkanne mit Siebeinsatz. Durch den oberen Ablauf dann in 25kg Eimer. Das funktioniert super, Entdeckeln und Schleuderzeit kommt soweit hin, sodass ich das alleine gut schaffen kann.


    So, dann wird es spannend.
    Die Ernte seht dann in ~10 25kg Eimern, bis es losgeht zu kristalieren, dann rühren bis fest. Und dann nach und nach auftauen im Wasserbad, noch einmal aufrühren und abfüllen.
    Und das ist zeitaufwändig, klebrig und macht wenig Spaß!


    Zitat

    Und es braucht Heizungen, weil festgewordener Honig in Großgebinden dürfte einer mittleren Katastrophe nahe kommen.


    Vor so etwas habe ich auch respekt....


    Ich bin gespannt, wie eure Abläufe aussehen...Es kann nur besser werden :)

    Hmm aber wenn ich schleudere habe ich innerhalb von ein paar Tagen/Wochen die gesamte Menge da
    *zack*
    Dann muss ich diese komplett rühren...oder ich fülle diese in Eimer ab und lass sie stehen. Dann habe ich eine gewisse Menge gerührt (Abhängig von der Menge die in den Rühreimer passt), der Rest wird hart.
    Diesen muss ich dann wieder auftauen, mit Rapido o.ä. cremig rühren und abfüllen...
    Das ist auch wieder alles umständlich und die Chargen unterschiedlich.


    Es ist schwierig, weil ich mich von der Menge (ca. 200-300kg/Jahr) so zwischen den Extremen bewege. Da ist die Eimerlösung schon nervig und dödelig, die richtig große Lösung mit Pumpen usw aber au übers Ziel hinaus.

    Ich lese fleißig mit, da ich vor ähnlichen Herausforderungen stehe.


    Eine Frage zum Eurem Gesamtablauf:
    Ihr sagt, dass ihr nach dem Schleudern abschäumt, dann in den großen Eimer, rührt und dann abfüllt?
    Füllt ihr wirklich die z.B. 300kg direkt in der Saison ab?
    Ich fülle derzeit mein gesiebten Honig in 25kg Eimer ab und rühre in diesen. Das geht auch, ist aber etwas nervig 10 Eimer nacheinander zu rühren (Deckel auf, rühren, Rührer zum nächsten incl. Tropfen und Sauerrei).
    Und das ganze braucht natürlich Platz, da die Eimer alle schön nebeneinander auf dem Boden stehen.


    Wenn ich mir aber vorstelle mich müsste die Menge gleich abfüllen, wenn sie Fertig ist komme ich um einen Fill-up und einen Tag Urlaub nicht herum. Mit Abfülleimer und Quetschhahn brauche ich da nicht anfangen.
    Ok, es hätte den Vorteil, dass der Honig im Glas wäre und nicht erst, wenn die Kunden nerven weil Honig wieder ausverkauft ist :)
    Auch Putzen usw wäre nur 1x nötig... Etikettieren (derzeit bei mir die zeitraubenste Tätigkeit kann) man später immernoch...

    Wir haben bei uns in der Firma ständig mit Beschichtungen zu tun.
    Solange die Walzen aus Metall sind kann man sie mit fast allem Beschichten. Es gibt Beschichtungen mit Tefloneinlagerung, chemisch Nickel mit Phosphor und PTFE usw... Das ganze ist nur wenige µm dick und bei den Belastungen um die es hier geht mache ich mir um die Haltbarkeit keine Sorgen.
    Also technisch ist dieses Problem absolut lösbar ;)

    Ich habe das vorher angesprochene Heftchen wieder gefunden und ein Bild der Symbole gemacht:


    https://dl.dropboxusercontent.….17%2C%2021%2044%2009.jpg


    Die wichtigsten Symbole mache ich mit Kreide hinten auf die Beute, dann weiß ich bei der nächsten Durchsicht was Sache ist.
    Manchmal kennzeichne ich die Beute die z.B. weisellos ist mit einem langen Grashalm oder Ast, den ich zwischen die Zargen klemme. Das ist dann ein Zeichen, dass ich hier evtl genauer schauen muss.

    Ich habe immer eine Kreise in der Jacke und mach mir nach der Durchsicht entsprechende Symbole an die Magazine, z.B. * für "Königin legt", (') für bestiftete Schwanzellen usw...
    Ich meine es gibt da auch eine Terminologie für, in einem Imkerkalender habe ich das schon gesehen.
    Bei der nächsten Durchsicht einfach mit einem feuchten Lappen abwischen und neu kennzeichnen.

    Wäre nicht z.B. ein Fill-up eine Alternative? Ich habe ähnliche Sorgen, will aber die Menge an teurem Equipment auf das wesentliche Beschränken.
    Klar, der Fill up hat nicht den Durchsatz wie eine Impeller Pumpe, aber zum Umpumpen oder Füllen wäre das doch möglich?
    Wie sieht das mit Dauerbetrieb aus? Packt der Fill-up das?


    Gruß
    Tilman

    Mach doch nochmal ein scharfes Bild aus etwas Entfernung, damit man auch etwas erkennen kann...


    Ich hatte mal die Reste nicht sauber abgekratzt, dann hatte sich unten Schimmel gebildet. Den ganzen Kram habe ich dann noch einmal sauber eingeschmolzen, langsam abkühlen lassen und sauber unten alles abgekratzt. Dann kam auch kein Schimmel mehr wieder!
    Ansonsten was Holmi schreibt: Zuckerreste...