Beiträge von Bienenhummel

    Ich würde vor so einem großen Sprung abraten.

    Nimm 3 Völker, aber nicht alle 6.


    Leider habe ich den Fehler gemacht, nicht auf den Rat meines Vorstandes zu hören. Als ich 15 Völker hatte, riet er mir wegen der großen Nachfrage alle bis auf 5 zu verkaufen. Ich lehnte entsetzt ab! Meine Babies!!!!


    Da hatte ich noch die Chance, in der richtigen Größenordnung zu bleiben. Letztendlich war ich dann mal bei 49 und kämpfe seither jedes Jahr auf's neue darum, weniger Völker zu haben. Verkaufen ist ja auch nicht grad schön...


    Für mich wären 15 Völker die persönliche Grenze. Ab da ist es oft nicht mehr schön sondern nur noch Streß. Vor allem in der Schwarmzeit!


    Alle wollen gleichzeitig schwärmen, das Wetter ist nie gut (vor allem in der Schwarmzeit) und du machst und tust - nur damit am Ende doch ein Schwarm abhaut usw. usf.

    Dann hast du viel Arbeit mit schleudern, der Honig ist eh nie trocken genug und musst schauen ihn los zu werden bevor er gärt. Und nimmt man die Varroabehandlung genau, dann artet auch dies in viel Arbeit aus.

    (Alles mal ein wenig überspitzt formuliert.)


    Imkerei ist ein sehr einversüchtiger Gott - äh, Hobby. Es duldet keine anderen Hobbies neben sich (ab einer bestimmten Völkerzahl).



    Also: nicht zu schnell wachsen, rechtzeitig die Bremse reinhauen!

    Es ist schon wirklich sehr verwunderlich daß das Gscheidhaferl hier behauptet durch diese Methode seit 10 Jahren keinen Schwarm mehr zu haben - aber in diesem Video aus dem Jahr 2017 erklärt, wie man Schwarmverhinderung mit Zwischenbodenableger macht.


    Wieso braucht er einen ZWA, wenn er seit 10 Jahren eh keine Schwärme hat?

    Bei 2:21 sieht man, daß dieses Volk auch nach dieser Wildbaumethode geführt wird. Und bei 3:48 sieht man dann das Ergebnis dieser genialen und unvergleichlichen Schwarmverhinderungsmaßnahme "Wildbau"...


    Aber das unglaublichste passierte mir neulich, als ich mit einer Kollegin telefonierte. Sie berichtete mir von einem Imker der Schwarmverhinderung in diesem Jahr genau nach dieser bescheuerten Methode macht, weil er das im Internet so gesehen hat! Ich fasse es nicht.


    Ohne Aufzeichnungen wäre ich aufgeschmissen. Oft weiß ich ja beim zweiten Volk schon nicht mehr was beim ersten gewesen ist...


    Meine Methode dazu:

    Ich verwende ein altes Kalenderbuch oder irgendein Notizbüchlein das schön in die Gesäßtasche paßt. Nach jeder Durchsicht/Aktion am Volk wird mit Bleistift reingeschmiert, was mir wichtig erscheint.

    Natürlich ist das Büchlein ständig verschmiert von Propolis, Honig Sirup etc. Daher wird am Abend alles säuberlich in den PC übertragen und die handschriftlichen Notizen rausgerissen und weggeworfen.


    Am PC verwalte ich die Völker mit Excel. Alle Völker haben bei mir eine Nummer.
    Pro Volk gibt es nur 2 Spalten: Datum und Beobachtung. Hier wird im Freitext erfaßt was mir wichtig ist. Darüber gibt es noch "Stammdaten" zum Volk, also z.B. Abstammung, Alter der Königin etc.


    In einem zweiten Arbeitsblatt habe ich eine Tabelle mit den Völkern als Spalten und Datum als Zeile. Hier wird mit Kürzeln eingetragen, was ich getan habe. Also z.B. SK für Schwarmkontrolle. S für Sirup gegeben (Ableger) etc. pp.


    Das was getan wurde, wird in grün geschrieben.

    Für die Zukunft plane ich dann entsprechende Aktionen voraus, also z.B. Schwarmkontrolle alle x Tage. Diese Planung wird in schwarzer Schrift eingetragen. Wenn ich es wegen Wetter verschieben muß, kann ich so zwischen Geplantem (schwarz) und Getanem (grün) unterscheiden.

    Ohne diese Tabelle wäre ich absolut aufgeschmissen. Imkern ist Terminarbeit.

    Geplant wird am PC, wann was zu tun ist. Die ToDo-Liste für den nächsten Tag wird hier erstellt.


    Woran es auch bei mir mangelt: vor dem Eingriff nochmal nachlesen was letztesmal war. Dazu habe ich diese Exceldatei im DropBox-Ordner und kann damit auch vom Handy aus zugreifen und nachlesen.


    Das ist sehr aufwändig und auch zeitraubend, das gebe ich zu. Aber nur so kann man ab einer gewissen Anzahl Völker arbeiten, finde ich. Oder: zumindest ICH kann es nur so :)


    Alex


    Hat jemand die Erfahrung und kann mit guter Sicherheit sagen, ob ich aus dem leisen, seltenen, sozusagen "halbherzigen" Tüten schon von außen hätte erkennen können, dass wahrscheinlich keine weiteren Zellen drin sind und die Königin "nur zur Vorsicht" ab und zu nochmal "kontrolliert"?
    Könnte man diesen Schluss auch ziehen, wenn das Tüten rasch "abebbt", also deutlich immer seltener erfolgt, z.B. früh noch deutlich, 2 Stunden später nur noch sehr selten?


    Gruß
    hornet

    Servus Hornet,


    mit guter Sicherheit kann ich leider gar nix sagen :)

    Aber ich beobachte das Tuten und Quaken auch immer sehr genau und interpretiere das wie folgt - ist also nix wissenschaftliches sondern nur eine der zahlreichen Imkermeinungen, nämlich meine:


    Die geschlüpfte tutet so lange herum, bis sie sich sicher ist, daß keine SCHLUPFREIFE Zelle mehr da ist. Dann verstummt sie entweder oder tutet nur noch so selten, daß der gelegentlich horchende Imker nichts mehr hört. Das kann manchmal recht schnell gehen und hängt vermutlich auch davon ab, wie viel verdeckelte Brut insgesamt noch im Volk ist. (?)


    Dann herrscht erst mal schweigen. Aber: das tuten kann wieder los gehen, sobald noch Zellen vorhanden sind! Dann hört man abends wieder häufiger ein tuten - und am nächsten Tag ein tuten und Quaken! Dann muß sich der Imker beeilen...


    Es kann auch sein, daß eine Königin nach dem Schlupf tagelang tutet. Den Fall hatte ich jetzt erst. Tuten ab dem Tag des geschätzen Schlupfs, am zweiten Tag immer noch und am dritten Tag antwortete dann ein Quaken. Zefix...


    Je länger eine junge (!) Königin tutet, desto unsicherer ist sie sich. Und der Imker sollte nochmal schauen ob er was übersehen hat. Es scheint aber auch eine "persönliche" Sache der Königin zu sein, wie sicher sie sich fühlen will. Ob sie "ganz sicher" sein will, dann tutet sie schon mal länger - und es ist doch nix mehr drin.


    Steigt das Sicherheitsgefühl der Königin, hört sie langsam (!) auf zu tuten. Da hört sich das tuten manchmal recht gequält an, als ob sie eigentlich schon gar keine Lust mehr hätte aber sie sich noch nicht traut auf zu hören. Und das tuten wird immer seltener und auch kürzer.


    So zumindest nach meiner Beobachtung bzw. Abhorchung. Reine Interpretation...


    Zum Horchen verwende ich ein Stethoskop, bei dem ich den Kopf abgezogen habe. Den Schlauch stecke ich dann von hinten bei der Windel rein - so hört man relativ gut. Nur Zellen die auf den Oberträgern sitzen hört man nicht so laut quaken, aber ich habe nur einen Brutraum, da geht das schon.


    Leider weiß ich nie so recht, wann man sich halbwegs sicher sein kann, daß nix mehr nachkommt. Siehe dazu auch meinen anderen Thread.


    Servus,


    Alex

    Danke Schillbee!


    Ja das Tuten und Quaken ist auch ein Grund meiner Frage. Denn in der Zeit horche ich oft am Abend ob ich was höre. Am Sonntag hörte ich nichts - aber das hätte sich ja noch ändern können seither.


    Wenns tuten und quakt dann kommt die Tutende in ein Apidea - und die bei der Kontrolle schlüpfenden auch. Letzte Woche war das bei 2 Völkern der Fall. Seither bin ich unruhig und ich weiß nie, wann ich mit dem horchen aufhören kann... ;)

    (Darum auch meine Frage)

    Hi zusammen!


    Wird die alte Königin aus einem Volk entfernt, sollte theoretisch nach 16/17 Tagen die allerletzte, vom Imker übersehene Schwarmzelle schlüpfen.
    Hat der Imker also eine Zelle stehen lassen und eine Zelle übersehen die am Tag 17 schlüpft, dann dürfte ein starkes Volk spätestens am 16/17 Tag schwärmen.


    Meine Überlegung ist nun: wie lange kann sich das noch z.B. durch ungeeignetes Schwarmwetter nach hinten ziehen? Wie lange wartet die junge Königin in ihrer Zelle, bis sie trotz vorhandener, rumtutender Schwester schlüpft?


    Kann sich so ein Nachschwarm dann noch einzelne Tage oder gar 1 Woche nach dem Tag 17 noch auf den Weg machen? Oder verliert dann dochmal jemand die Geduld und killt die Schwester? Weiß dazu jemand was?


    Grund meiner Überlegungen: ich habe die Alte rausgenommen, nach 5 Tagen die Zellen bis auf eine entfernt. Zumindest theoretisch. Normalerweise sollte man dann nochmal auf Zellen prüfen, es könnte ja noch nachgeschafft werden. Aber das war wegen bescheidenen Wetters nicht möglich. Jetzt ist Tag 17 schon einige Tage vorüber, theoretisch also alles geschlüpft und - es regnet. Morgen wirds schön. Was erwartet mich dann??

    Schwärme oder nicht Schwärme, das ist hier die Frage...


    Alles ein bischen theoretisch, ich weiß. Aber was wäre die Imkerei ohne theoretisieren...


    Merci,


    Alex


    P.S.: sollte nach so lange Zeit noch ein Nachschwarm abhauen, dann sind das die stärksten Singer-Vorschwärme! Denn die meiste Brut ist schon geschlüpft und geht gleich mit. Was dann noch übrig bleibt vom Volk ist sicher nicht mehr trachtstark...

    Das war seine Aussage: Die Weiselzellen sind etwa zwei Wochen alt und sollten bald schlüpfen. Mehr kann ich dazu leider nicht sagen.


    Wir haben den Kunstschwarm am 17. gemacht und dann die Zellen dazugehängt. Heute und morgen gießt es leider wie aus Eimern.. da kann ich nicht in die Beute schauen.

    Es ist ein Unterschied ob eine Zelle 2 Wochen alt ist oder 2 Wochen verdeckelt ist....

    Dein Pate sollte nochmal in Rechnen nachsitzen.

    3+5+8 ...


    Gestern im ersten Post hast du geschrieben:

    Zitat

    ich habe seit zwei Tagen einen Kunstschwarm bei mir stehen. Die Weiselzelle sollte in etwa einer Woche schlüpfen.

    D.h. der Kunstschwarm wurde beim Paten gebildet. Der hat dann eine frisch verdeckelte Zelle reingehängt. (Schlupf in ca. 1 Woche = 7 Tage).

    +3+5+8 - 7 = frisch verdeckelt.


    Danach wurde der Kunstschwarm zu dir verfrachtet und die Zelle dabei wahrscheinlich erschüttert. Wann sind SZ erschütterungs-un-empfindlich?? Kurz vor Schlupf!


    Dann schreibst du vorhin:

    Nicht ganz. Der Kunstschwarm besteht aus verschiedenen Völkern, das stimmt. Die Weiselzelle ist aber schon knapp zwei Wochen verdeckelt gewesen und sollte demnach kurz vor dem Schlupf sein?


    Also was jetzt? Seit 2 Wochen bereits verdeckelt und der KS steht seit 2-3 Tagen bei dir?

    Nochmal nachrechnen, 3+5+8.

    Wie lange ist eine SZ verdeckelt?


    Nix für ungit, aber dein Pate ist ein Murxer.

    Oder du kannst nicht richtig beschreiben was los ist.


    Grüße auch aus Bayern,


    Alex