Beiträge von Bienenhummel

    Ansteckung ist nicht???

    Liest sich im Internet aber anders. Es gilt als sehr ansteckend und man soll sogar seine Kleidung waschen, nachdem man an einem Kalkbrutvolk gearbeitet hat. Die Sporen sollen auch aßerhalb des Volkes auf Waben und Futter 15 Jahre lang überleben.


    Leider habe ich selber einen Fall. Es liegen täglich einige wenige Mumien am Flugloch, auf den Brutwaben habe ich nichts sehen können - das mag daran liegen daß ich noch keinen Blick dafür habe.


    Und wie rallor stellen sich mir nun auch viele Fragen:


    - nur umweiseln?

    - Brut noch auslaufen lassen oder gleich vernichten? (10 Rähmchen Zander mit Brut, wäre schade drum)

    - wenn brutfrei, alle Waben vernichten und auf MW setzen mit neuer Königin?

    - oder die alten Waben doch noch verwenden?


    Wahrscheinlich hängt es vom Grad des Befalls ab. Wie kann man den einschätzen, wann ist der Befall groß, wann mittel, wann klein?


    Und wie behandelt man das Wabenwerk?

    Gleich mitsamt Rähmchen verbrennen? Oder nur einschmelzen? Reicht der Sonnenwachsschmelzer oder ist der Dampfschmelzer besser?

    Und was macht man mit dem Honig? Kann man den noch essen?

    Infiziert man dann über die Schleuder sämtliche anderen Völker?

    Kalkbrut ist eigentlich eine Frühlingskrankheit - warum zum Henker tritt sie bei mir im Hochsommer bei über 30 Grad auf!?





    Also - nix von wegen durchatmen und relaxen!

    :)


    Hier ein paar Links:


    https://www.lwg.bayern.de/mam/…enen/dateien/kalkbrut.pdf

    https://www.ages.at/themen/krankheitserreger/kalkbrut/

    https://www.ages.at/download/0…t_6_Kalkbrut_Nov_2014.pdf



    Frage an rall0r

    Wie lief es mit dem Volk weiter? Was hast du gemacht und wie geht es ihm jetzt?

    Bereits mit einer Geschwindigkeit von 20 km/h kann ein Frontalcrash für einen Menschen tödlich enden - ohne Gurt und Airbag.


    Da kann mir keiner erzählen daß Bienen eine Kollision mit der Windschutzscheibe überleben. :/

    Egal ob im Kreisverkehr oder sonst wo.

    Dafür brauchts kein Blei. Inseken haben Magnetit im Körper und orientieren sich damit am Magnetfeld der Erde. Und Funkwellen sind Elektro-magnetisch...


    Aber das Schlimme ist, daß im Internet erst mal jede BEHAUPTUNG als wahr gilt und erst durch wissenschaftliche Untersuchungen widerlegt werden müssen.

    Aber wer liest schon lange wissenschaftliche Untersuchungen....

    Vor ein paar tausend Jährchen gab es keine Menschen, zumindest keine Imker.

    Somit hat niemand den Frühlingshonig geraubt und das Volk konnte auf einer guten Mischung von Frühlings- und Waldhonig überwintern. Und froße Rapsfelder gabs damals ja auch nicht.


    Wer heutzutage seinen Völkern den Honig im Frühling nimmt und dann glaubt auf (Wald)honig zu überwintern wäre natürlich, der liegt falsch.


    Erst wird Blütenhonig eingelagert, darunter Waldhonig. Im Herbst zehrt das Volk vom Waldhonig und bis es richtig kalt wird erreicht es den Blütenhonig. Damit überwintert es bzw. wintert im Frühling aus.


    Der Mensch bringt das durch Massentrachten und Honigernten durcheinander.

    An der Imkerei ist nur noch wenig "natürlich".

    Also , das gleiche ist mir auch passiert, trotz 3 Tage Kellerhaft. Habe extra Zuchtstoff aus der Belegstelle Tiergarten geholt.

    Mein Belegstellenleiter meinte, wenn die Völker, aus denen du die Bienenmasse für Begattungskästchen füllst in Schwarmstimmung sind und es vorallem ältere Bienen sind, erlischt dieser Schwarmtrieb nicht und die Bienen ziehen mitsamt der neuen Köngin aus dem Kästchen aus. Auserdem sollte man am besten für die Begattungskästchen Bienen von offenen Brutwaben abkehren.

    Mmm....


    Ich vermehre immer mit dem Schwarmtrieb. Wenn Zellen im Volk sind werden diese verwertet, dürfen im selben Volk schlüpfen und werden mit Bienen aus demselben Volk in Apideas verfrachtet. 3 Tage Dunkelkammer.

    Seit Jahren ist mir keines mehr ausgezogen seither.


    Nur wenn mit der Königin was nicht stimmt oder diese vom Hochzeitsflug nicht zurück kommt, dann kann es schon sein daß das Apidea leer ist. Aber erst Tage nach Freigabe.

    Wenn kein reiner Rapshonig drin ist, wird das auch nicht so schnell fest. Letztes Jahr habe ich mehrere Rapsfelder gehabt und trotzdem erst im Juli geschleudert (nur 1x beim abräumen) und da war nur recht wenig fest. Sie haben neben Raps halt auch noch was anderes dazu gemischt.


    Wenn's dir nicht so wichtig ist: warte und schleudere beim abräumen.


    Ich selbst stehe vor einer ähnlichen Frage. Bisher noch nicht geschleudert, also Blütenhonig ist noch drin. Dieses Jahr kaum Raps. Aber die Waben sind kaum verdeckelt.

    Da würde ich ja sagen: warten. AAAber: wir haben Melizitose-Eintrag! Der ist in den Waben schon ziemlich schletzig.

    Und ich weiß hier auch nicht ob ich am Wochenende schleudern soll oder nicht.

    Letztes Jahr hatte ich von einem Volk vermehrt, das schwarmträge war. Keine Zellen gezogen bzw. erst sehr sehr spät.

    Die wollten heuer als erstes Zellen ziehen.


    Ein anderes Volk wollte ich los haben, weil diese Linie als erstes auf dem Baum rennt. Ich musste es mir jedoch behalten. Das Volk hat bis heute keine Zellen gezogen und seine Schwester auch nicht.


    Nö, ich glaube nicht mehr an die Genetik ;)

    Und ich vermehre seit 8 Jahren mit natürlichen Schwarmzellen. Mein Gefühl: der Schwarmdrang nimmt ab, nicht zu.


    Demeter Imker dürfen übrigens nur mit natürlichen SZ vermehren. Dann müssten die ja nur schwarmtriebige Völker haben. Ist das so?