Beiträge von Bienenhummel

    Läuft bei deinem Oxamat der Lüfter einwandfrei?


    Meine ersten Bedampfungen im letzten Jahr brachten nach 24 Std. zum Teil auch nur 20 Milben. Dies steigerte sich erst im September deutlich - ohne daß ich eine Bedampfungspause gemacht hätte!


    Aus meiner Sicht war das letzte Milbenjahr sehr mild, es waren in Summe sehr wenig Milben.

    Dafür waren sie jedoch auffallend zäh aus den Völkern zu bringen - und ich habe öfters als du bedampft. Hätte ich nur deine Blockbedampfungen gemacht wären viele Milben drin geblieben.


    Servus


    Alex

    Ich sage jetzt nichts weiter mehr zu der "motivierenden Art und Weise" wie hier ein angehender Anfänger überfahren wird...

    Bei meinen Eltern im Garten steht ein Kirschbaum - seit Jahren habe ich keine Bienen mehr daran gesehen, dementsprechend schlecht wurde der Ertrag.

    ROLi, genau das war auch der Grund bei mir, mit Bienen an zu fangen. Nur war es ein Zwetschgenbaum :)


    Aber - jetzt fliegen ca. eine halbe Million Bienen im Garten herum und trotzdem sehe ich kaum Bienen an den Zwetschgenblüten! Die fliegen lieber zum Raps!


    Ich wünsche Dir viel Freude beim anfangen! Imkern lernen ist eine grandiose Entdeckungsreise...

    Das schließt auch das interessante psychologische Profil so manch anderer Imker mit ein ;)

    Rückblickend - echt schade wie hier manche über andere Konzepte denken bzw. darauf reagieren. Kurzzeitig habe ich die letzten beiden Tage tatsächlich überlegt, das mit dem Imkern komplett sein zu lassen...

    Wenn man den Anfang des Threads anschaut und insbesondere den Titel, versteht man ganz gut, weshalb eine gewisse Kritik eben gerechtfertigt ist.

    Gerade in Bezug auf Ferien ist dieses "Hobby" eben eine echte Bürde. Sei schon jetzt vorgewarnt, dass deine Ferienplanung von nun an nicht mehr so einfach ist zwischen April und August.

    Da ist keinerlei Kritik gerechtfertigt.

    Er frägt und soll eine Antwort bekommen. Sachlich.

    Oder soll er alles wissen bevor er überhaupt Anfänger ist?


    Im Gegenteil, seine Frage ist des Lobes wert, weil er sich überhaupt Gedanken darüber gemacht hat.

    Und wie wird es ihm gedankt?


    Ohmei, mehr sog i need...

    Ihr macht das aber kompliziert...:rolleyes:


    Gehen bei uns in Oberbayern die Dinge einfacher? Ich wüsste nicht, wo ich hier einen teueren Kurs buchen könnte...


    Roli, laß dich nicht verunsichern, hier wird gerne und viel geschrieben ;)


    Mein Anfang sah so aus:

    Erst mal den ersten Teil Grundkurs in Wiesmühl. Da kamen ca. 80 Leute und er bestand nur aus Theorie, 4-5 Stunden lang. Der zweite Kurs war dann ähnlich, aber mit kurzem Ausflug zu den Bienen. 70 Leute stehen um einen offenen Bienenkasten.


    Das reicht aber aus um zu sehen, ob einem sowas liegt oder nicht. Und kostet nichts außer Zeit.


    Dann gibt es jede Menge weiterer Kurse, alle kostenlos. Verschiedene Referenten, verschiedene Themen. Meist mit anschließendem Gang zum Lehrbienenstand, um das Gelernte nochmal in der Praxis zu sehen. Da sind es dann oft schon deutlich weniger Teilnehmer, Alt- und Jungimker gemischt. Bienen kriegst du nicht in die Hand, höchstens es fliegt dir eine - Stachel voraus - ins Gesicht.


    Für die Anfänger gibt es dann noch jeden Dienstag um 18 Uhr die "Übungsstunde", bei der man zwar auch nur selten die Finger in den Kasten stecken darf, aber da stehen halt dann von den ursprünglich 90 Teilnehmern nur noch um die 10 um den Kasten. Man kann Fragen stellen und kriegt oft blöde Antworten. Aber auch aus diesen kann man lernen :)

    Nirgendwo ist eine Anmeldung nötig, wer kommt ist da. Manchmal steht man auch mit dem Verbandsvorsitzenden (der das alles vormacht) auch allein an seinen Bienen.


    Irgendwann merkst du dann, daß man imkern ohne Bienen nicht lernen kann und dann steht im Garten dein erstes Volk. Du stehst daneben und denkst, daß es bei den Vorträgen alles viel leichter ausgeschaut hat. Ab da schaust du an den Dienstagen plötzlich auf andere Dinge und fängst an, die Praxis zu lernen.


    Und irgendwann kannst du es.

    Und hast keinen Pfennig für irgendeinen teueren Kurs ausgegeben!


    Pate, wäre schön, in der Theorie. Praktisch, naja. Der hat auch keine Zeit, steht nur telefonisch zur Verfügung oder gibt Ratschläge zum Verzweifeln und du merkst nicht, daß er selbst nichts drauf hat.


    Nein, ich finde, der beste Weg zum Imker ist es, gleich von Anfang an selbst auf eigenen Füßen zu stehen. Einzig ein gutes Gespür für die Bienen ist notwendig - und das hat so mancher Nichtimker mehr als ich es bei Imkern gefunden habe...


    Servus,


    Alex


    PS: und wiel ich grad so in fahrt bin hier noch die zwei wichtigsten Weisheiten, die ich von meinem "Paten" als allererstes gelernt habe:


    - trau keinem Imker, alle lügen. Wenn sie nicht lügen, haben sie keine Ahnung.

    - zum Imkern brauchst du "nur" 3 Dinge: Zeit, Geld und Wissen. Und von allem viel.


    In diesem Sinne: glaube auch mir nicht :)

    Oder um es biblisch zu sagen: Prüfe alles und nur das Gute behalte.

    Servus Roli,


    wir sind örtlich wohl nicht weit auseinander (LK AÖ). Seit 2015 verkaufe ich jedes Jahr Völker. Bisher konnte ich aber noch nie vor Ende März/Anfang April Völker in die Kästen der Käufer umhängen. In unserer Region geht es wettermässig einfach nicht früher als im April.


    Ich finde es nicht ok. wenn dir ein Imker gleich 2 Wirtschaftsvölker, noch dazu Reinzucht, verkauft. Als Fahranfänger würdest du dir auch nicht gleich einen Ferrari aufschwatzen lassen, oder? Damit würdest du früher oder später am Baum landen. Genau so ist es mit den Wirtschaftsvölkern. Das sind für einen Anfänger ganz einfach viel zu viele Bienen in einem Kasten!



    Lerne das Fahren mit einem alten VW-Polo, das Imkern mit einem Ableger.

    Rechne nicht damit, daß du heuer schon Honig erntest.

    Rechne sicherheitshalber damit, daß du das erste Volk verlierst (und damit auch den Kaufpreis). Muß ja nicht sein daß es ein teueres Reinzuchtvolk ist.


    Kaufe dir genug Material, sprich pro Volk 3 Zargen inkl. Rähmchen und nochmal 3 Zargen für den daraus gebildeten Ableger oder Schwarm. Sicherheitshalber noch 2 Zargen für den zweiten Schwarm oder als Reserve. Als Imker hat man NIE genug Material und es ist nichts blöder als ein Schwarm im Baum und du hast keine Zargen mehr...
    Spare also nicht beim Material!!


    Ich würde dir also raten: mache erst den Kurs.
    Wo machst du den? In Wiesmühl? Dann empfehle ich dir dringend die Dienstage regelmässig zu besuchen. (18 Uhr).


    Erst wenn du dann die ersten 2 Kurse gemacht hast, öfters schon mit dabei warst wenn Bienenvölker geöffnet wurden, dann kannst du dir um ein Volk schauen.
    Da bieten sich dann Schwärme oder 2018er Ableger an. Zu beobachten wie aus kleinen Völkern Große werden ist das beeindruckenste in der Imkerei :)


    Servus,


    Alex


    P.S.: genieße deinen Osterurlaub - es könnte dein letzter sein! Mit Bienen hat man bald gar keine Zeit mehr für nix.

    Ich fing 2012 mit 1 Volk an und hatte dann 2016 fast 50 (ohne Zukäufe).

    Nur mal so zur Warnung, als Anfänger weiß man nämlich gar nicht, worauf man sich da einläßt *lach*.

    Ich bin mir nicht sicher, ob ich mit meinem heutigen Wissen nochmal anfangen würde...

    Die Argumentation ist vernünftig:

    Zitat

    "Was die Bienen nicht umwirft, macht sie stärker: Ein Plädoyer für mehr Milben in den Völkern - und gegen den pauschalen Einsatz von Varroamedikamenten im Winter."

    Wir sollten von der Natur lernen und nicht überängstlich sein!

    Interessante Ansicht...

    Wäre dies richtig, dann müsste ich in meinem Garten also den Kopfsalat nicht vor Schnecken schützen. Damit der Salat stärker werden kann um letztendlich gegen Schnecken „tolerant“ zu werden...

    :P

    Wichtig ist, dass sie jetzt bei den kalten Temperaturen in der Traube sitzen. Ein Bekannter rief mich an und berichtete gegenteiliges. Bei der OS-Behandlung seines Kumpels saßen die Bienen in der Traube, an seinem Stand ( selber Tag) waren die Bienen aggressiv und schossen aus der Beute.

    Hallo Anni,


    in meinem ersten Winter - meine Güte war der aufregend - fing mitten im Januar ein Volk an zu "spinnen". Bei -5 Grad Aussentemperatur wuselten sie in der Beute herum wie verrückt, man hörte sie schon aus 3 Meter Entfernung surren, schaben, summen. Tagelang immer wieder!

    Ausgewintert haben sie hervorragend, keine Ahnung was sie hatten...

    Mausspuren etc. fanden sich nicht, aber der Jungimker hat sich total aufgeregt! ;)


    Regelmässig verlassen die Bienen die Traube im Winter auch um Futter um zu tragen. Sie heizen den Stock auf, holen sich Futter von den Randwaben und geben dann wieder Ruhe. Wenn man genau da träufeln will, hat man ein Problem.


    Nicht immer ist es also "schlimm", wenn sie gerade mal nicht in der Traube sind. ;)


    Servus,


    Alex