Beiträge von Bienenhummel

    Hallo Axel,

    ja, genau das tun sie. Aber nur die Flugbienen. Jungbienen und Pflegebienen bleiben dann bei der alten Königin. Darum muß man auch genügend Bienen zuschütteln, weil mindestens die Hälfte wieder zurück fliegt.


    Alternative: du bringst den Ableger an einen anderen Standort.

    Nachteil: man braucht einen anderen Standort ;)

    Weiterer Nachteil: ist der Schwarmdusel schon weit fortgeschritten, könnte es passieren daß die Flugbienen samt Königin auch am anderen Standort mit einem Mini-Schwarm noch abschwärmt. Ist mir schon passiert...


    Am gleichen Standort passiert das nicht, weil die Flugbienen verloren gehen - und einen Schwarm ohne Flugbienen gibts nicht.


    Servus,

    Alex

    Hallo Cuximker,

    Ich halte diese Art der Völkervermehrung für mich und an meinem Bienenstand für umsetzbar und relativ leicht praktizierbar, weil so die Ableger am Stand bleiben können.


    Diese Methode gilt eher als verpönt. Man glaubt, damit nur "Schwarmteufel" hervor zu bringen, weil man ja natürliche Schwarmzellen verwendet. Daher wird nicht darüber geredet, aber von erfahrenen alten Hasen erfährt man sowas :)


    Zitat

    In wieweit wird sich bei diesem Verfahren die Minderleistung an Honigertrag, geschätzt wohl bei dem Volk, welches sich eine neue Königin ziehen muß, auswirken?

    Kann ich nicht sagen. Die Volksstärke läßt natürlich einige Wochen später nach, aber bis dahin ist die Frühtracht eh schon vorbei. Für Spättrachtimker ist es dann wohl eher nicht so günstig.


    Die Sammelleistung müsste anfangs jedoch steigen, weil die Bienen immer weniger Brut pflegen müssen. Die Brutpause wirkt sich dann auch hemmend auf die Varroavermehrung aus.


    Zitat

    Ist es ratsam, diese Methode im zeitigem Frühjahr oder erst später zu realisieren?

    Du hast das Verfahren noch nicht so ganz verstanden.

    Nicht du gibst den Zeitpunkt an sondern die Bienen. Diese Methode wird erst angewendet, wenn ein Volk Schwarmzellen zieht. Ist es nicht in Schwarmstimmung, dann kannst du diese Methode nicht anwenden.


    Ok., man könnte die Alte auch rausnehmen bevor sie in Schwarmstimmung sind. Die Bienen schaffen dann nach. Das verstehe ich aber nicht unter "mit den Bienen imkern" sondern eher "gegen die Bienen imkern", weil du sie zwingst etwas zu tun.


    Die Bienen wissen besser als der Imker, wann ein günstiger Zeitpunkt für die Vermehrung ist. Wenn das Volk "reif" ist, dann klappt das auch.
    Macht man zur unzeit Brutableger, kann es auch schief gehen.


    Viele Imker habe ich schon jammern gehört, daß ihre Brutableger nichts geworden sind usw. usf. Dieses Problem hatte ich noch nie. Der Altkö-Ableger wird IMMER was, man muß halt füttern. Das Wirtschaftsvolk wird meistens was, es könnte aber passieren daß die Junge den Hochzeitsflug nicht schafft. Bemerkt man dies beim Wirtschaftsvolk erst spät, dann bricht die Volksstärke natürlich noch mehr ein.




    Servus,


    Alex


    Dazu habe ich zwei Fragen:

    1. Wie viele Rähmchen entnimmst du dann mit der alten Königin für den Altköniginenableger?

    2. Wie lange nimmst du die Alte mit? Weil im nächsten Jahr, ist diese ja schon 2-3 Jahre alt. Irgendwann hast Du ja ein Altvolk mit einer sehr alten Königin. Oder tauschst Du diese Königinnen dann zum Herbst eh aus?


    Hallo PaBa.


    zu 1.: Ich entnehme die Brutwabe auf der die Königin gerade ist plus eine Futterwabe plus Leerwabe. Wenn ich es sehr gut mit ihr meine kriegt sie 2 Brutwaben.

    Plus Bienen von 2 oder mehr Waben zugeschüttelt, da ich den Ableger am selben Stand lasse. Fleissig füttern.


    zu 2.: Bei mir dürfen sie alt werden. So lange bis die Bienen sie selbst entsorgen. Ich mag auch Völker mit alten Königinnen...
    Ich mag das Abdrücken der Alten nicht. Und was ich nicht mag .... siehe oben ;)


    Ciao,


    Alex

    Hallo Hodor,


    in der Imkerei gibt es so viele Wege wie Imker :)


    Kunstschwarm, Ableger, Sammelbrutableger, TBE, Saugling, Flugling, Schwarmvorwegnahme.... über alles hab ich schon gelesen nur leider fehlt mir noch die Erfahrung vorherzusehen was ich wann und wie mache.

    Mache nur das, was dir gefällt! Was dir nicht taugt, das mache nicht. Und arbeite MIT den Bienen, nicht GEGEN sie.


    Das ist mein Grundsatz und damit fahre ich recht gut. Daher breche ich auch keine SZ aus sondern nutze einfach den natürlichen Schwarmtrieb zur Vermehrung.


    Ich konnte nie verstehen, wieso man mit sehr viel Mühe und aufwand wöchentlich Zellen zerstört und damit die Bienen zwingt, sich nicht zu vermehren, wenn sie es wollen.

    Nur um dann gleich darauf mit Brutableger etc. die Bienen zu zwingen, sich zu vermehren - auch wenn sie es gar nicht wollen.
    Ein Irrsinn der Imkerei, wie ich finde.


    Darum mache ich meine wöchentlichen Kontrollen und - sobald ich Zellen finde - unterstütze ich den Schwarmtrieb durch Entnahme der alten Königin. Das ist dann mein Altköniginnen-Ableger. Bis zum Jahresende ist das wieder ein Wirtschaftsvolk und bringt in guten Jahren vielleicht sogar noch ein bischen Honig.


    Im "alten" Wirtschaftsvolk ergreift eine junge Königin die Macht. Man muß nur verhindern daß es Nachschwärme gibt (Stichwort Singer-Vorschwarm). Das ist ein bischen kniffelig.

    Sobald die Junge in diesem Volk legt hat man keine Arbeitmehr mit Schwarmkontrollen.

    Kann sein daß ich damit ein paar Kilo Honig weniger ernte. Das ist mir egal. Man könnte auch argumentieren daß es mehr Honig bringt, weil weniger Brut zu pflegen ist usw.

    Wie gesagt: mir völlig Jacke wie Hose.


    Da früher oder später jedes Volk mal Zellen zieht erreiche ich damit jedes Jahr fast eine Völkerverdoppelung. Und die Bienen haben ihren Willen bekommen.

    Eine stärkere Völkervermehrung ist mir nicht möglich (Platzprobleme!) und ich habe das Problem, jedes Jahr zu viele Völker zu haben.


    In der Materialplanung rechne ich für jedes Wirtschaftsvolk also mit einem Altkö-Ableger - und evtl. noch mit dem einen oder anderen Schwarm, falls ich doch mal eine Zelle übersehe.


    Kunstschwarm, Sammelbrutableger usw. usf. - es gibt für mich keine Notwendigkeit dafür. Sie sind - meiner unbedeutenden Meinung nach - nur Maßnahmen die gegen den natürlichen Zyklus der Bienen arbeiten.


    Servus,


    Alex



    Heute Nacht hatte es -4 Grad und der erste Schnee liegt auf den Beuten. Wenn auch nur 1-2 cm, aber immerhin. Fühlt sich echt wie Winter an :)


    Würde es nun 3 Wochen kalt bleiben, müsste in 3 Wochen (10.12.) kaum noch verdeckelte Brut drin sein. Frühestens.


    Da es aber ab kommenden Wochenende schon wieder wärmer werden soll (kein Frost in der Nacht, tagsüber +7 Grad), werden sie wohl wieder mehr stifteln. D.h. theoretisch wäre das Mininum an verdeckelter Brut etwa 9 Tage später, also so um den 03.12. herum?


    Womit wir nahe an Franz Xavers "Nikolaus" herum wären :)


    Fazit: je nach Wetterlage so um den 03.12 bis 10.12 herum wäre vielleicht ein guter Zeitpunkt.

    Ja so um den Nikolaus wird bei mir auch das Zeitfenster für die Beträufelung sein.


    Servus Franz-Xaver,

    Nikolaus halte ich für zu früh. Bei dem kleinen bischen Nachtfrost werden sie nicht sofort aufhören mit dem Stifteln..


    Bei uns in Obb., nördl. Chiemgau, heute Nacht -0,5 Grad.

    Die Windeln sind zum Teil noch voll mit Brutgemüll, allesamt ziemlich naß vom Schwitzwasser. Stifte liegen vereinzelt auf der Windel.
    Nur vereinzelte Völker haben seit 1-2 Wochen kaum noch Gemüll und die Windeln sind trocken.


    Alex

    Zum Teil liest sich dieser Thread wie ein Bienen-Gruselkabinett...

    Was ihr jetzt noch mit Euren Bienen macht, da graust mir beim Lesen.


    Ich habe schon ein schlechtes Gewissen wenn ich die Windel rausziehe und es mal etwas klemmt und ruckelt...


    Aber naja, jeder wie er mag.


    Der Imker ist seiner Bienen Glückes Schmied...

    Zumindest für die Nerven des Imkers dürfte das Verstellen günstig zu sein...


    Ich hatte im November bei Frost Bauarbeiten an der Straße - 3 Meter von den Stöcken entfernt. Mit Rüttler, Bagger usw. usf. (Verlegung von Rohren in der Straße).

    Zwar habe ich die Völker auf dämpfende Platten gestellt (wie man es von der Waschmaschine kennt), aber die Erschütterungen waren sehr stark zu spüren.


    Sie haben es recht gut überstanden, aber ich war danach mit den Nerven fix und fertig...

    Ich suche was, finde einen Faden, die ersten 3 Antworten gehen auf das Thema ein. Antwort 4 bis 12 sind dann " oh Mann, schon wieder diese Frage", Antwort 13 kommt dann wieder zum Thema, 14 - 65 geht's um anderes usw.

    Ihr versteht was ich meine??? Es ist wirklich sehr schwer aus ein paar Berichten richtige Infos heraus zu bekommen.

    Genau. Und deswegen schreibst du das in den Thread "Verdampft und gespritzt"...

    Ähm....


    Aber sonst bin ich ganz bei dir :)

    Ausserdem sehe ich auf den Windeln mitunter Wachsschuppen (sieht aus wie kleine Glassplitter).

    So richtig Wabenbau wird derzeit ja kaum stattfinden, höchstens ggf. Verdeckelung, nehme ich mal an.

    Anders gefragt: Sind diese Wachsschuppen ein Hinweis auf Brutaktivität?

    Ich interpretiere diese Wachsschuppen als Bauaktivität zur Brutzellenverdeckelung.

    Obs stimmt?

    Aber was täten sie sonst mit frischem Wachs?

    Ich würde nicht einfach kampflos aufgeben und auf Brutfreiheit warten...

    Das mag aber auch daran liegen, daß meine Bienen nie wirklich brutfrei sind. Ich schaue aber auch jetzt nicht mehr in die Völker, obwohl das scheinbar grad modern wird?


    Jetzt auf Brutfreiheit warten, das dauert noch an die 4 Wochen. Mindestens, wenn's überhaupt so weit kommt.

    In dieser Zeit verdoppelt sich die Milbenmenge. Was hat das Warten also für einen tieferen Sinn?


    Jetzt werden keine Winterbienen mehr erbrütet?

    Was denn sonst? Natürlich wird jetzt gebrütet und Völker mit vielen Milben brüten um so mehr, weil sie den Schaden ausgleichen wollen.


    Als Bedampfer würde ich jetzt ganz einfach handeln. Und bei 6 pro Tag wäre ich dennoch zuversichtlich, daß es das Volk überlebt, wenn ich mit der Dampferei nicht zu faul bin und dran bleibe...


    Ist aber nur meine Meinung ;)


    Alex

    Danke für die Anregung!

    Ich überlege auch schon lange über sowas nach, aber bei dem geringen Passantenaufkommen in unserer Straße lohnt sich das wohl eher nicht...


    Einige Fragen:

    - wie ist dein Stand gegen Regen geschützt?

    - was machst du bei Frost?


    20% Diebstahl kämen für mich nicht in Frage. So viel Arbeit wie in jedem Gramm Honig steckt (von den Bienen und von mir), das würde mich unendlich ärgern...

    Warum betreibt man den Aufwand mit Verdampfer, Glocke aufsetzen usw. wenn man quasi nur den Deckel anheben muss, ein paar Tropfen drauf tröpfelt und gut ist …


    Ich betreibe diesen Aufwand, weil er die Bienen in keiner erkennbaren Form schädigt und weil Dauerbedampfer in der Regel keine Winterverluste haben. (zumindest alle mir persönlich bekannten).


    Was man vom träufeln nicht behaupten kann.


    Mal so ganz vereinfacht ausgedrückt ;)

    rall0r

    Was schädigt die Bienen nun mehr?

    Eine (Probe-)Bedampfung im Oktober oder wenn die Milben noch bis Weihnachten hemmungslos ihr Werk verrichten dürfen?

    (Wobei sich die Frage stellt, ob eine Bedampfung die Bienen überhaupt schädigt...)


    Im Moment ist fast noch Sommer, die Bienen sind nicht wirklich im Winter-Modus. Eine Bedampfung stört jetzt keine Wintertraube.

    Zumindest meine Völker haben zum Teil noch Zunahmen von +300g am Tag.

    Ich würde mal einen juristischen Ausflug nach Österreich machen....


    Auf Brutfreiheit warten, tja, das ist so eine Sache. Ich habe das noch nie geschafft, glaube ich. Laut Windel sind meine Bienen in den letzten 6 Jahren ständig am brüten. Ein zu erwartender milder Winter wird dafür sorgen, daß es mindestens bis Weihnachten so bleibt.


    Die letzten Jahre hatte ich das Gefühl, daß man am ehesten noch jetzt im Oktober/Ende Oktober sowas ähnliches wie Brutfreiheit erreicht. Ich GLAUBE, daß jetzt ein guter Zeitpunkt für eine Bedampfung sein könnte.


    Auf meinen Windeln finde ich seit einigen Tagen immer wieder vereinzelt Stifte. Darum denke ich, daß die Königin jetzt schon wieder mehr stiftet - schließlich ist ja fast noch Sommer.


    Ja, das sind alles nur Vermutungen, denn ich schaue jetzt sicherlich nicht mehr in die Völker, nur noch auf die Windel. Aber vielleicht sind diese Gedanken Anregungen für dich um zu entscheiden...


    Alex