Beiträge von Bienenhummel

    Da schlüpfen nicht viele gesunde Bienen. BI Kirchhain sagt: Jede Biene, die im Larvenstadium von einer Varroa befallen wurde, ist stark geschädigt (unabhängig von den dabei oft übertragenen Viren) und hat eine restliche Lebenswerwartung von max. 12 Tagen. Man sieht es auch auf Deinem Foto 1: Z.B. die Biene links oben ist deutlich verkrüppelt (stark verkürzter Hinterleib, abgespreizte/verkrüppelte Beine).
    Ursache ist eine viel zu hohe Varroalast.

    Das könnte auch der Grund für das scheinbar starke Volk zu sein: sie merken daß was nicht stimmt und brüten wie der Teufel um die Varroa-Schäden aus zu gleichen. Das Volk scheint stark zu sein. Viel Brut, viel Milb.
    Der Varroa-Tod eines Volkes geht zum Schluß dann scheinbar recht plötzlich...


    Übermässig brütende Völker im Spätherbst bereiten MIR Sorgen.



    Ich würde hier in 4 - 5 Wochen die Winterbehandlung mit OXS machen. Einmal träufeln oder abhängig vom Milbenfall zweimal bedampfen.

    In 4-5 Wochen hat sich die Zahl der Milben aber nochmal verdoppelt. Warum also warten wenn ich JETZT schon was tun kann?


    Gib der Varroa den kleinen Finger und sie nimmt sich das ganze Volk... :)

    Erfolg ist nicht, wenn viele Milben fallen, Erfolg ist, wenn nach der Behandlung wenig Milben drin sind. Um das zu ermitteln gibt es nichts einfacheres als regelmässig (alle 1-2 Tage) die Windel aus zu werten.


    Jetzt auf die Windel zu verzichten ist, als würdest du dir die Augen ausstechen...
    Du machst einen riskanten Blindflug.


    Du hast die Varroa völlig unterschätzt und hast jetzt noch eine hohe Milbenlast im Volk. Leider sagst du uns nicht, wie viele Milben in welchem Zeitraum gefallen sind?!


    Zwischen Mitte November und Anfang Dezember ist eine Behandlung dringend erforderlich, wenn der natürliche Milbenfall eine am Tag überschreitet. (Liebig)



    Es beruhigt mich aber dass Spätherbst noch recht viel Varroa ausfällt, ich nehme mal an dass die sich auch ordentlich reduzieren

    Die Milben werden sich jetzt nicht mehr reduzieren wenn du nichts machst. Die reduzieren nur die Bienen.
    Wie kann einem ein hoher Milbenfall beruhigen? Ich könnte nicht mehr schlafen...


    Milchsäure wird in vielen Foren hochgelobt, vorallem soll es den Bienen nicht so nahe gehen wie Oxalsäure.. wollte den Bienen etwas gutes tun.

    Wenn dir so wichtig ist, den Bienen was Gutes zu tun - dann nimm Oxalsäure und sublimiere sie (verdampfen). Mehr kannst du jetzt eh fast nicht mehr machen. Und wenn du nichts machst ist ungewiss, ob deine Bienen Weihnachten überhaupt noch erleben...


    Unterschätze nie die Varroa....


    Warte bis zur Schwarmzeit, bei der Sichtung erster Zellen mache einen Altköniginnen - Ableger.
    Nach 5 Tagen: alle Zellen BIS AUF EINE (!) ausbrechen.
    Nach nochmal 5-8 Tagen: nochmal auf NSZ prüfen und ggfs. entfernen. Auch die beim erstenmal übersehenen Zellen ;) Eine stehen lassen!

    Dann das Volk 2 Wochen in Ruhe lassen (lieber 3 oder mehr).


    Zu >80% wird die Junge begattet und stiftelt. Und du hast dann 2 Völker.
    Wenn nicht, dann hast du noch den Altkö-Ableger und könntest wieder vereinigen.


    Der Aufwand ist recht gering: nur 3mal ins Volk schauen.
    (Abgesehen von den Schwarmkontrollen bis zur ersten SZ).


    1. Kö raus

    2. SZ raus

    3. NSZ raus

    3. auf Stifte prüfen

    Und dann für den Rest des Jahres in Ruhe lassen.


    Einfach MIT dem Schwarmtrieb imkern, nicht dagegen.
    Und nein, Königinnen aus Schwarmzellen sind NICHT unbedingt Schwarmteufel. Es sind hochwertige Königinnen!


    Servus,


    Alex

    Du mußt bedenken, daß bei der ersten Bedampfung immer erst einmal weniger Milben fallen. Die Säure scheint sich bei Blockbehandlungen erst mal "anreichern" zu müssen.


    Persönlich bedampfe ich, bis am Tag nach der Bedampfung weniger als 10 Milben auf der Windel liegen. Dann gibts längere Pausen und gelegentliche Nachbedampfungen.


    Jetzt mit dem Bedampfen auf die Winterbehandlung zu warten, darin sehe ich keinen Sinn. Jeder Tag des zuwartens gibt den Milben wieder neue Chancen sich zu vermehren. Und wer jetzt bedampft behandelt weniger Winterbienen als es z.B. in 4 Wochen der Fall ist.


    Mal ganz abgesehen davon, daß ich zu Weihnachten kaum brutfreie Völker habe sondern eher jetzt im September bzw. schon im vergangenen Monat.

    Bei einem 2 Zarger rechne ich ein Leergewicht von 20 kg (Boden, Zargen mit Innendeckel ohne Blechdeckel)


    Wiegt dein Problemvolk nun 29 kg wären nur 9 kg Futter drin. Das ist wenig. Man müsste halt das Leergewicht kennen...

    Hmm, ich hatte wie geschrieben seit Mitte Juli 6Kg Apifonda in drei Schüben im Abstand von zwei Wochen gefüttert. Und dann wollte ich noch 14Kg Apiinvert geben. Hatte ich die letzen Jahre immer so bei allen Völkern gemacht und bin gut durch den Winter gekommen.


    Wie die anderen schon schrieben: die eingefütterte Menge ist völlig irrelevant.

    Ich habe ein Volk, das nach dem Abschleudern noch nicht ein Gramm Sirup bekommen hat, trotzdem hat es derzeit laut Waage 15 kg Futter intus.

    Würde ich hier pauschal einfach mal 14 kg Sirup drauf knallen wäre das Volk verloren.


    Ein anderes Volk am selben Stand: bislang 15 kg eingefüttert. Es sind aber nur 13 kg Futter drin laut Waage. Würde ich hier aufhören zu füttern, nur weil ich ja schon soundso viel eingefüttert habe, würde das Volk im März verhungern.


    Es kommt einzig und allein darauf an, wieviel im Volk drin ist. Alles andere ist Augen auswischerei...


    Ich muß dazu sagen: meine Völker überwintern einräumig, Zander. Da ist die Futtermenge immer kritischer als beim Zweizarger, wo man etwas hemmungsloser füttern kann. Aber im Prinzip ändert die Anzahl der Zargen wenig.


    Servus,


    Alex

    Ich habe auch mal mit Halbzargen überwintert, das mache ich aber nicht mehr. Jedes Frühjahr hast du dann das Problem, daß bestimmt schon Brut in den Halbrähmchen ist. Das ist meist sehr ärgerlich, vor allem weil man im Frühling nur wenig am offenen Volk arbeiten will.


    Daher würde ich dazu raten diese überflüssige Zarge ganz weg zu nehmen und lieber im Frühling zeitig die Kofferwaage zur Hand zu nehmen um den Futterstand zu prüfen. Bei Bedarf nachfüttern geht doch immer, auch im Februar, wenns denn sein muß.


    Du könntest jetzt auch noch kräftig einfüttern, so daß dein HR voll verdeckelt wird, dann kannst du diese Zarge komplett weg nehmen und hast im Frühling Futterwaben zur Verfügung.


    Da mußt du nur darauf achten, daß im eigentlichen BR genug Futter ist.

    Hier in Oberbayern füttere ich in Zander-Einzargig so ein, daß Ende September ca. 17 kg Futter drin sind. Festgestellt wird das mit der Kofferwaage.


    Servus,


    Alex

    Uih, das sieht ja schlimm aus!

    Na, wer den Schaden hat, gell? ;)


    Imkerst du auch mit Handschuhen?

    Als ich die konsequent NICHT mehr an zog wurde alles viel ruhiger! Ich spürte ohne Handschuhe mehr - auch die Stiche- und wurde dadurch vorsichtiger und einfühlsamer.

    Natürlich gab es jede Menge Stiche in die Finger! Nach ca. 40 tat es nur noch weh, ohne Schwellung.


    Seit Jahren imkere ich nun ohne jeden Schutz im T-Shirt und ohne Rauch. Nur wenn sie etwas wetterfühlig sind brauche ich den Schleier.


    Stiche im Kopfbereich werden bei mir auch dick, aber meist nur noch 1 Tag.


    Also mein Tipp: öfter stechen lassen an weniger empfindlichen Stellen, also hauptsächlich an den Fingern. Ca. 40 mal Zähne zusammenbeißen, dann wirds besser!!


    Alex