Beiträge von Herr Rübengrün

    Hallo Zusammen,


    ich komme gerade von der Futterkontrolle der Ableger. Zwei Ableger haben einen mir unbekannten Honig? eingetragen. Farbe fast schwarz, Konsistenz wie Schmieröl, Geschmack wenig süß, leicht fruchtig, viel Säure, aber vor allem BITTER <X. Jetzt eine halbe Stunde später spüre ich noch den bitteren, gatzigen Geschmack auf der Zunge.


    Standort ist Feld mit Baumgruppen hier und da. Es blüht Taumelkälberkropf und Ackerdistel.


    Kann irgendwer damit was anfangen und mir erzählen was ich da in den Waben habe und ob ich die Bienen darauf überwintern kann?


    Beste Grüße Dirk

    Das was du jetzt siehst, ist ja kein natürlicher Milbenfall.

    Genau, durch die OS-Bedampfung sollten mehr Milben fallen als auf natürliche Art und Weise.


    Wenn Du die Schadschwellen von 5 (Ableger) bzw. 10 Milben/Tag trotz der OS-Bedampfung nicht reißt, würde ich jetzt auf keinen Fall schon mit AS kommen.


    Befall nochmal mit anderer Methode (Puderzucker?) kontrollieren?

    Erst dann wenn sich nach der Bedampfung der nat. Milbenfall wieder eingestellt hat. Wie lange das dauert, muß ich Dir aber leider schuldig bleiben. Weiß jemand wo das steht?

    Anders als Wirtschaftsvölker, die ihren Brutumfang schon zurückgefahren haben, wollen Ableger weiter zu überwinterungsfähigen Völkern wachsen.

    Die Behandlung mit Ameisensäure schädigt Brut, Du behinderst damit das Wachstum, evtl. kommt es zum Brutknick.


    Beobachte weiter den nat. Milbenfall und behandel wenn die Schadschwelle überschritten ist, nicht vorher.

    Da ich meine Ableger bei Bildung mit OS behandel, passiert das frühestens Anfang September, manchmal auch gar nicht.
    Dann gibt es auch keine AS.


    Quintessenz: Beende ganz schnell die Behandlung.

    Ich habe letztes Wochenende geschleudert und kann mit den oben genannten Erträgen in keinster Weise mithalten.

    Aus der Linde kamen gerade 10 kg pro Volk:(. In "normalen" Jahren ist da mind. das Doppelte zu erwarten.

    Meines Wissens wird die Königin nur zur Sicherheit mit Futterteigverschluß gekäfigt. Anscheinend ist schon mal eine Königin bei dieser Aktion abgestochen worden.


    Ich mache TUB aus zwei Gründen:

    1. Ich kann wahrscheinlich auf die AS-Behandlung verzichten.

    2. Ich vereinige im Oktober die Volksteile zurück. So kann ich starke Völker ein- und auch wieder auswintern.

    Ich wollte eigentlich Sonntag schleudern, werde es aber um zwei Wochen verschieben, da immer noch was rein kommt. Sommerlinden sind durch, Winterlinden blühen noch vereinzelt.


    ELK : Was machst Du denn jetzt an Ablegern winterfertig? Meine wachsen noch und ich werde dieses Wachstum weder durch Auffüttern oder noch sogar Varroabehandlung behindern.

    Ich bin gerade Marcos Rat gefolgt und habe nach Celler Boden gesucht. Der Marco hat Recht und ich liege falsch.

    Wozu die Halbrähmchen gut sind, weiß ich aber jetzt auch nicht, ich würde sie statt an diese Stelle, in den Honigraum hängen.

    Bei wird alles Wachs, ob aus Sonnenwachsschmelzer, Dampfwachsschmelzer oder auch die Wachsreste, nach der von Ribes beschriebenen Prozedur behandelt.

    durch einen Damenstrumpf abgießen

    Der Damenstrumpf soll nicht wärmen oder andere Sinne anregen, sondern er fungiert hier als Sieb.


    Wichtig ist dann das flüssige Wachs ohne weitere Erschütterungen langsam erkalren zu lassen. Dann setzt sich das, was an Verunreinigungen durch den Damenstrumpf ist, unten am Wachskuchen ab und kann nach Erklaten abgekratzt werden.

    Der Boden ist nicht von der Brutraumzarge getrennt, sondern bildet zusammen mit ihr eine Einheit. Sowas habe ich in Griechenland schon mal gesehen, allerding dann im Langstroht Maß. Warum das hier mit halben Rähmchen gemacht wurde? Keine Ahnung.