Beiträge von Salsero


    Antwort vom Praktiker:...
    So als Tipp: Als Zuchtlatte eignen sich die Unterträger von DNM-Flachzargenrähmchen und drüber 'ne MW gegen allerschlimmstes Verbauen und netten Sitz auch obenrum oder schlicht und einfach ein alter Oberträger ohne Abstandshalter. (Enge Gasse -> weniger Verbau!) Eine zweite Latte kann in einer weiteren Gasse eingelegt werden. ... Einzelne Latten lassen sich problemlos ohne Runterzuquetschen in eine offen gelassene Gasse geben, in der sich pflegegeile Kinderschwestern schon aufketten ...


    Hallo lieber Praktiker,
    der Neuzuchtimker hat ein paar Fragen zum Nicot System:
    1) Die Idee mit dem Anbringen der dunkelbraunen Sockel an einem Unterträger einer Halbwabe, hatte ich auch gehabt, aber weil Dadant im Honigraum Halbzargen hat, fand ich besser, die Sockel an einem Oberträger eines Honigrähmchens zu nageln und drüber ein anderes Rähmchen mit ner MW einzuhängen. So kann ich die Zuchtlatte zu Bearbeitung einfacher entnehmen, ohne dabei das ganze Rähmchen mit der MW mit zu schleppen
    2) Wie eng soll/darf die Gasse mit der Zuchtlatte sein? Ich habe mein 28,5 mm breiten Oberträger, an dem ich 16 Sockel festgenagelt habe, auf ca 22 mm abgehobelt (also auf die Breite der Sockel bzw der Nicot-Käfige abgehobelt). Meine Abstandshalter sind die 7,5 mm Pilzköpfe. Wenn ich nun auch von den beiden ausgebauten Nachbarwaben, die Abstandshalter wenn lasse, bleibt für die Zuchtlatte genau eine 22 mm breite Gasse frei. Reicht das für die dicken Weiselzellen? Die Zuchtlatte wird also dicht an die Nachbarwaben kleben und deren Zellenöffnung auf der gleichen Höhe zuschließen-->daraus kann also keine Brut mehr schlüpfen, aber die Zuchtlatte ist ja nur 10 bis 15 mm dick. Ist das ein Problem? Soll ich das so wie geplant lassen oder lieber mehr Platz um die Zuchtlatte frei lassen, damit die Bienen um die WZ und von den gegenüber liegende Zellen in den beiden Nachbarwaben noch durch laufen können?
    3) Ich mache keinen Sammelbrutableger, sondern werde ich ein Volk 9 Tage vor dem Umlarven mit 6 Dadant Brutwaben verstärken und es als Pflegevolk missbrauchen.


    Ich hoffe, ich habe mich verständlich ausgedrückt!


    LG aus dem gerade sehr kalten Magdeburg
    Salsero

    Hallo zusammen,
    Clemens : Leider kenne ich mich in Bürlin nicht aus, aber es gibt bestimmt jede Menge gute Kurse, selbst im Magdeburg gibt es mehrere :)
    hartmut : Danke fürs nette Angebot. Clemens Tipp ist ja auch gut und kostet nicht die Welt :)
    Lg Salsero

    Salsero (btw NY oder Cuba Style ;-): In deinem Video sehe ich recht viel Polsterwolle, meinst du das hier ist zu wenig?
    http://www.landlive.de/collections/8576/ -> Bild 7 [Nistkasten mit Polsterwolle]


    Cubano, claro! :) Ich denke ja, ich gebe mehr Polsterwolle, wenn ich welche habe. Letztes Mal habe ich keine gefunden, da alle Polsterein am Sa. zu hatten, so habe ich alles vom Einstreu bis Wolle selber hergestellt, nun brauche ich nur noch ein neues Schlafhemd, den mein altes habe ich Faden für Faden auseinander gezogen und in kleinen Stücken geschnitten, damit die Hummeln sich drin nicht verheddern. Es war aber ne Sauarbeit, ich werde demnächst wieder Polsterwolle kaufen.
    PS. kann man hier Bilder vom PC hochladen oder nur Bilder verlinken?

    Auch bei Hummellore haben die Motten es geschafft rein zu kommen, frag mich nicht wie, ich habe neben der Mottenklappe alle Lüftungsritzen mit Fliegengitter versehen und trotzdem waren sie drin, zum Glück waren sie spät dran, dass Hummellore es trotzdem geschafft hat ein paar Königinnen für dieses Jahr zu spenden. Ohne Motten hätten sie viel mehr werden können. Die Motten haben eine sehr gute Nase und riechen die Nester von überall. Wenn sie nicht rein kommen können, legen sie sogar ihre Eier am Eingang vor der Klappe und hoffen, dass sie an den Hummeln kleben bleiben und mit rein geschleppt werden.


    Daher wurde ich über jede Öffnung im Kasten Fliegengitter anbringen, sogar in zwei Schichten oder den ganzen Kasten mit einem Fliegengitter umwickeln (bis auf das Flugloch natürlich). Die Fliegennetze für Fenster kosten ja nicht die Welt, ca 1,5 €


    Wenn die Hummel einfängt Pollen einzutragen (ab dem 2.Tage vielleicht), dann hat sie Brut und lässt sich nicht mehr so einfach vertreiben, Aber wie gesagt bei der Königin würde ich die Klappe Stück für Stück zu machen, damit sie es einfacher lernt, wie es funktioniert. Denn die Brut kühlt ab, falls die Kö nicht schnell genug raus findet, wie sie die Klappe aufmacht. Später bei den Arbeiterinnen ist es dann kein Problem, denn wenn eine sich doof stellt, kommt die andere und macht es vor, so lernen sie schnell von einander. Nur die Kö steht im ersten Monat halt ganz alleine da und keiner kann ihr helfen außer UNS :)


    Lg Salsero


    PS Hier ist eine Anleitung für die Mottenklappe http://hummelzucht.at/viewtopic.php?f=8&t=199&sid=4e81fee90150570d41595840f3b003bf

    Kleines Update:


    Der Kasten wurde heute eindeutig angenommen. Eine mittelgroße Erdhummel fliegt öfter rein und raus. Ich weiß nicht warum sie so oft für ganz kurze Zeiten raus fliegt, vielleicht räumt sie was aus, oder sie hält das windige Wetter draußen nicht so lange.


    fröhliche Grüße,
    Salsero

    Hallo Roland,


    die Brutableger kannst du vom Stechervolk machen, nur die Weiselzellen sollen von sanften Bienen kommen. Meistens hängt die Stechlust von der Volksstärke ab, also beobachte genau, ob dein Stechervolk, nur weil es stärker ist, dir aggressiver vorkommt, oder ob es wirklich ein Stecher ist. Ich dulde keine Stecher bei mir, auch wenn sie die stärksten Völker sein sollten, denn ich imkere in einem Wohngebiet und die Sanftmut ist mir sehr wichtig.
    Es kann auch sein, dass die Kö vom anderen Volk nicht genug fruchtbar ist, so wäre auch Unsinn, nur wegen Sanftmut daraus zu ziehen. Schau dir doch ein paar sanfte und starke Völker bei deinen Imkernachbarn an, und bring dir eine WZ davon. So habe ich es gemacht, als nur zwei Völker hatte und genau dein Problem hatte, eins Stecher und stark und eins schwach und sanft.
    LG und viel Erfolg Salsero

    Hallo zusammen,
    Remstalimker : Ich habe wie gesagt Jahrelang Hummelkö mit der Hand eingefangen, nur eine hat mich gestochen, vielleicht habe ich sie ein Bisschen eingedrückt, ich kann ich leider nicht genau sagen, seitdem finde ich es unnötig die mit der Hand einzufangen, denn man bekommt die Hand nie richtig 100% zu und wenn die Kö dann versucht durch die kleinste Spalte durch zu kommen, drückt man automatisch die Hand an dieser Stelle zusammen, wobei man die Kö eindrücken kann.
    Es gibt unterschiedliche Verteidigungsstärke bei den unterschiedlichsten Hummelarten, die Baumhummeln sollten angriffslustiger sein. Ich habe gelesen, dass (viele) Hummeln aus eigener Kraft es nicht schaffen den Stachel in die Haut einzustechen, da fehlen ihnen dafür die starke Muskel im Hinterleib wie bei den Bienen oder Wespen. ABER sie holen sich die Kraft zum Stechen beim Angriffsflug oder eben wenn sie eingedrückt werden.


    Clemens : Freut mich, dass es dir gefallen hat. Diese Hummellore war so goldig und zahm. Ich habe mir bei der ersten Nestkontrolle wegen Wachsmotten einen Schleier angezogen, aber dann gleich ausgezogen, denn sie waren so zahm, dass ich die kö und alle andere auf der Brut streicheln konnte und sie haben sich nicht stören lassen, vielleicht waren sie mit Menschen vertraut, weil sie aufm kleinen Balkon waren und wir ständig vorm Flugloch gefrühstückt haben. Man soll langsam arbeiten, wie bei den Bienen, und immer zwischen durch, wenn sie laut Brummen eine kleine Pause machen, dann gewöhnen sie sich schnell an der neuen Situation. Hier noch ein Video davon :) http://www.youtube.com/watch?v=o16ENSL9iyE&feature=g-upl&context=G2e77958AUAAAAAAABAA


    Viel einfacher als bei den Bienen kann man ihre (Angriffs)Laune besser einschätzen, 4 Stufen davon sind sehr eindeutig, probiert es mal mit einer rastenden Hummel aus!
    1) Sie Brummt, wenn es ihr was nicht gefällt
    2) bei der nächsten sehr lustigen Androhstufe hebt sie genau das mittlere Fuß hoch, wie hier z.B. http://www.fotocommunity.de/pc/pc/display/21510239
    3) Wenn sie noch mehr Angst kriegt schmeißt sie sich auf den Rücken und zeigt mit ihrem Stachel Richtung Angreifer
    4) Wenn alles nichts helft, fliegt sie dann weg oder greift/fliegt sie den Angreifer an, falls sie ihr Nest verteidigen will


    LG Salsero


    schaut die Hummelkönigin Richtung Eingang und fliegt erst kleine, dann immer größer werdende Schleifen. So prägt sie sich den Eingang ein und wird aller Wahrscheinlichkeit nach wiederkommen.


    Hallo Markus,
    ja das weiß ich, hier ist ein Video vom Orientierungsflug meiner Hummellore von letzten Jahr http://www.youtube.com/watch?v=w3v4d9CqUOA&feature=g-upl&context=G2c08067AUAAAAAAAFAA
    Meine Wiesenhummel hat auch eindeutig einen Orientierungsflug absolviert und sie war in 5 min. wieder da. Hummellore war auch in ca 30 min wieder da, aber die erste Erdhummelkö hat es nicht eindeutig gemacht und war wie gesagt für zwei Tage nicht mehr da, deswegen habe ich die Hoffnung verloren und die Wiesenhummel eingefangen. In der Zukunft werde ich länger warten, wenn eine einen Orientierungsflug macht. Manche haben mehrere Nestmöglichkeiten gefunden und suchen aber weiter nach einer besseren Lage.
    LG Salsero

    Hallo Hummelfreunde,


    heute habe ich gesehen, wie eine Hummel in meinen Kasten rein geht und kurz drauf fliegt sie wie verrückt raus, ich dachte mir "oh mein Schlafhemd drin riecht wohl nicht hummelfreundlich, aber gleich danach kam ne andere Hummel auch wie verrückt raus! Haben die beiden jetzt sich gegenseitig erschreckt und kommen nicht wieder, weil jede sich denkt "der Kasten ist besetzt" oder kommt eine von denen wieder zurück?


    Meine Ungeduld war schuld dran. Denn ich habe versucht zwei Kö einzusiedeln. Die erste (Erdhummelkö) vor zwei Tagen, sie hat einen kurzen Orientierungsflug gemacht, und danach war sie zwei Tage weg (das weiß ich weil ich vorm Eingang ein wenig Moos lege, und der wurde nicht bewegt). So habe ich heute eine andere suchende Wiesenhummel eingefangen und ca 5 min. eingesperrt, die Wiesenhummel hat danach einen sehr guten Orientierungsflug gemacht und ist gleicht danach zurückgekommen, da war aber die Erdhummel wieder drin :( Ich hoffe nur dass eine davon zurück kommt.


    Lg Salsero

    Hallo,
    Heute habe ich bei meinem stärksten Volk die erste frisch verdeckelte Dronenbrut besichtigt. Diese Drohnen würden ab dem 28. April bereit für eine Begattung. Die anderen Völker haben noch keine verdeckelte Drohnenbrut.
    LG Salsero

    Auch mich hat letztes Jahr eine Erdhummelkö gestochen, seitdem fange ich die Kö nicht mehr mit der Hand, wenn ich sie für eine aktive ansiedelung einfange. Gestern und heute habe ich sie mit einem Fliegennetz eingefangen, ich warte immer bis sie landen und werfe das Netz drauf, dann hebe ich das Netz hoch und lasse die Kö hoch fliegen/krabbeln, so kann ich das Netz unter ihr mit der anderen Hand zusammen ziehen und die Hummel besser transportieren. Ich finde die Methode mit der Spritze gefährlich, da man mit harten Gegenständen die Hummel verletzten könnte.