Beiträge von Salsero

    Hallo zusammen,


    Ich weiß nicht, wie viele von euch in hohen Lagen imkern und mit welcher Bienenherkunft ihr imkert etc., aber bei mir wäre eine Restentmilbung vor Mitte Dezember sehr riskant, denn bis Ende der 3. Novemberwoche herrschte bei mir fleißiger Polleneintrag über mehrere Tage und davor fast ne Woche lang Temperaturen um die 18°, obwohl ich auf 550 Höhe imkere.


    Die jetzigen wärmeren Temperaturen bis zu 10° tagsüber machen mir keine großen Sorgen, denn weder wird Pollen eingetragen noch bleiben die Nächte dauerhaft warm. Gerade bin ich bei -4° geradelt, da hat eventuelle offene Brut kaum Chancen, nicht ausgeräumt zu werden.


    Mal wieder sieht man, wie sehr sich die Imker auf die 0° Grenze orientieren. Ich denke im Inneren der Traube bekommen die Bienen (oder die Kö) nicht genau mit, ob draußen bei stillem Wind -5° oder +2 mit starkem Wind und großen Fluglöchern oder offenen Böden etc. herrschen.
    Außerdem, wenn es den Bienen nur um Temperaturen gehen würde, dann würden die meisten Völker im Februar brutfrei sein bzw. am wenigsten Brut haben, denn Februar ist der kälteste Monat bei uns! Dass das nicht der Fall ist, zeigt deutlich, dass die Bienen sich nicht nur an Außentemperaturenmit der 0°-Grenze orientieren, sondern sicherlich u.a. auch an die ab- und zunehmende Tageslichtlänge. So überlegt euch mal, was man mit dem ständigen hin und her Schieben der Bodenschieber zu dieser Zeit bewirken könnte! Nicht nur mehr Kälte, sondern auch mehr Licht kommt rein. Das könnte für die mini-inneren Uhrchen der schlauen Bienchen nach kommender Frühjahr klingen:daumen:


    Das Einstellen des Brutgeschäfts ist auch keine reine Kö-Entscheidung. Die Kö kann weiter stiften wie sie will und das macht sie oft fast zu jeder Zeit. Die Pflegebereitschaft des Volks entscheidet eher, ob diese Stifte oder offene Brut weiter gepflegt wird oder lieber ausgefressen wird. Im frühen Frühjahr geht man davon aus, dass bis 50% der Stifte ausgefressen werden, da wird im Winter wahrscheinlich auch nicht jedes Ei verdeckelt, was die Kö aus warmen Po mitten in der Traube verliert.


    LG Salsero, der wie jedes Jahr nicht vor Mitte Dezember restentmilbt

    luffi, das hast du fein beschrieben. Ich hebe über den Winter pro WV auch etwa 15 ausgebauten Honigwaben auf, wobei viele mir am Anfang gesagt haben, das wäre zu viel. Ich würde sogar 20 aufheben, wenn es zu meiner Betriebsweise und Lagerplatz besser passen würde. Ausbauen können die Mädels später, wenn genug Jungbienen vorhanden sind.


    Eine Frage habe ich noch:
    Können die Aussagen mit den nur 5% bis 20% Schwarmstimmung unter den Wirtschfatsvölkern auch die F1 Völkern betreffen? Wie sieht es aus, wenn der Verein Zuchtstoff von 2 guten B-Kö ala Luffi's Bienen an seinen Mitgliedern verteilt und nach Luff imkern würde? Gibt's Erfahrungen oder Prognosen?


    LG Salsero

    Da du in #1 ja auch geträufelt erwähnst: Bienenwohl wird doch auch von vielen Anwendern bei vorhandener Brut als Blockbehandlung alle sechs Tage erfolgreich eingesetzt, glaubt man den Berichten.


    haha, genau das ist der Punkt. Genau Bienenwohl geträufelt alle 4 Tage bei vorhandener Brut habe ich persönlich zu lange getestet und musste dann die Völker vorm Winter noch mit AS retten... Ich habe den Berichten geglaubt und es bereut. Ich möchte meine Erfahrungsberichte mit sachlichen Daten begründen. Es gibt Temperaturmessungen darüber, ich schwöre ich habe es hier mal gesehen, aber ich finde die nicht mehr :evil::evil:


    @ Ralf: Meine Meinung steht fest und ich habe sowohl eigene Erfahrungen als auch Bespiele von anderen Kollegen. Ich behauptete ja immer die nicht ausreichende Wirkung, da die Praxis mir anderes gezeigt hat. Aber für neugierige, hartnäckige Imker möchte ich sachliche Daten liefern. Praktische Erfahrungen, Hypothesen etc. haben viele, auch diejenige mit 2 Völkern und nur wenigen Versuchen, aber das überzeugt nicht so sehr, meine ich

    Das dürfte schwierig werden, zumal doch auch sehr viele Anwender von positiven Erfahrungen berichten...


    hhm ich meine positive Erfahrungen gibt's in anderen Anwendungsmethoden (trotz gleicher Behandlungsmitteln), z.B. in Kombination mit TBE oder als Restentmilbung etc. Bei der von mir oben erwähnten Methode als Block-Behandlung alle 3 Tage bei vorhandener Brut habe ich nicht so viele positive Erfahrungen gehört oder gelesen, ich lasse mich aber gerne korrigieren. Wie gesagt, meine praktischen Erfahrungen sprechen dagegen und ich kenne ähnliche Fälle, die die gleichen negativen Erfahrungen, oder genauer formuliert: unreichender Wirkung, bei dieser Anwendung zeigten. Der Sinn meiner Suche hier war ja diese negativen Erfahrungen sachlich begründen zu können.

    danke euch beiden für die Infos.


    Ich habe mir die Links angeschaut und ich selber finde das alles als mögliche logische Erklärungen. Doch was ich suche, sind Bewiese, Messungen etc, mit denen ich meine Meinung zur nicht ausreichender Wirkung von OX-Block-Behandlungen bei vorhandener Brut untermauern können.


    Mich würden Temperaturmessungen nach jeder Behandlungen (oder Störung durch einfaches Öffnen der Beute) interessieren, so wie die Daten von Michael im Beitrag #4, aber halt nicht nur für AS, sondern auch für OX.


    LG Salsero

    Eine Behandlung mit OS ( egal zu welcher Jahreszeit ) macht also nur Sinn wenn :
    a, Brutfrei
    b, nacktes Volk , ( zB. Schwarm in Schwarmkiste )
    d, das Volk sollte so eng wie möglich sitzen, ( Schwarmkiste, Wintertraube )


    gruß Finvara


    Ps.: Mehr gibt es dazu nicht zu sagen.


    Das stimmt nicht und ist wieder OT, da will ich nicht nochmal drauf eingehen. :liebe002:
    Lies bitte meinen Beitrag #6 und frage dich warum ich 5x Blockbehandlung und nicht nur Behandlung geschrieben habe! Ein enger Sitz ist bei OX-Verdampfung sogar kontraproduktiv, aber das weißt du bestimmt :wink:

    Danke Michael für deine Antwort :)


    Finvara und Drobi:
    Zwar OT ;-), aber ich frage nicht für mich, auf meinen Verdampfer liegt mittlerweile eine dicke Schicht Staub, da ich mit TBE und Träufeln im Winter klar komme. Ich frage damit ich (als Bienensachverständiger im Verein und in anderen Foren) neben meiner früheren negativen Erfahrungen mit OX-Blockbehandlungen bei vorhandener Brut mit sachlichen Argumenten Antworten kann, warum ich eine OX-Blockbehandlung als Hauptbehandlung bei vorhandener Brut nicht empfehle.


    Bei mir hat es damals nicht ausreichend gewirkt und ich musste noch spät im Jahr eine AS-Behandlung nachschieben, die Gott sei dank noch gerade so ausreichend gewirkt hat, sonst hätte es blöd ausgegangen.


    Meine Meinung dazu: Zwar erzielt man mit Blockbehandlungen bei vorhandener Brut (egal ob OX-Dampf oder Ox-Träufeln oder MS-Sprühen) eine sichtbare Wirkung, da ja nach jeder Behandlung deutlich mehr Milben fallen, aber langfristig gesehen wirken die ganzen Blockbehandlungen mit den oben genannten Mitteln nicht ausreichend.
    Meine einzige logische Erklärung dafür wäre, dass die Milben, die überleben bzw. gerade in der Brut sind, sich wegen der Behandlungen günstiger vermehren können, weil die Bruttemperatur nicht mehr optimal gehalten wird und jede Muttermilbe durch die längere Verdecklungszeit mehr begatte Töchtermilben erzeugen kann und von über 90% Wirkungsgrad kann mMn doch nicht die Rede sein!


    Ob die niedrigere Bruttemperaturen nun einfach wegen der öfteren Störung (alle 3 bis 5 Tage) bei den Blockbehandlungen resultieren oder ob die Säure die Temperaturfühler der Bienen verätzen und die Bienen die Bruttemperatur nicht mehr richtig einschätzen können oder warum auch immer... Ich suche halt was sachliches, was meiner Meinung befestigt.


    Ich bin mir sicher, da war mal eine Grafik, die die Bruttemperaturen bei Verdampfung und bei normalen Öffnung der Beuten ohne Behandlung verglichen hat. Ich vermute, das der Drohn sie verlinkt hat, bin mir aber nicht mehr sicher. Sowas suche ich unter anderen :)


    Es gibt Imker, die "Erfolgreich" OX-Verdampfen als Hauptbehandlung bei vorhandener Brut durchführen und davon überzeugt sind, allerdings wird bei den extremen Völkern 11 bis 24x Verdampft. Für mich wäre es schon ab der 5. Verdampfung zu viel, aber abgesehen davon, wie schaffen es viele Milben trotz 24 Verdampfungen im Abstand von 3 Tagen zu überleben! Das finde ich faszinierend!

    Hallo zusammen,


    nach langer Such habe ich nun dieses Thread eröffnet:
    Irgendwo im Forum wurde mal eine Graphik dargestellt, die die Bruttemperatur nach einer OX-Behandlung (Träufeln oder Verdampfen) über mehrere Tage beeinflusst hat. Ich kann das Thread leider nicht mehr finden. Ich denke aber es wäre nicht schlecht, diese Daten mal in einem separaten Thread hier zu haben.


    Danke im Voraus


    Lg Salsero

    wie schon geschrieben: mir wurde hier im Forum geraten, im September noch zu schleudern. Und aus diesem Grund habe ich das auch gemacht. Ob ich das als richtig oder falsch empfinde, kann ich doch noch gar nicht wirklich beurteilen. Dazu fehlt mir einfach die Erfahrung. Und aus diesem Grund habe ich hier um Hilfe gefragt bereits Ende August. Mich an das, was mir geraten wurde, gehalten und bin davon ausgegangen, dass dann alles stimmt


    Hallo Christina


    das war kein Vorwurf. Wir alle haben so angefangen, vieles geglaubt was irgendeiner behauptet hat, falsch verstanden etc. Es ist super, dass du nachfragt, sonst hätte beetic keine Chance gehabt, dieses Missverständnis nochmal anzusprechen. Ich finde sowohl deine Fragen als auch beetic's "Meckern" gut :D

    Nochmal zum Gestänkere:...
    Was hat nun das stänkern gebracht außer viel heisse Luft?


    Also ich denke, Christina hat genug hilfreiche kurze Antworten bekommen und das " Meckern" von beetic fand ich in Ordnung und sogar gut. Obwohl sie es selber als "Meckern" bezeichnet hat, war ihre Antwort weder aggressiv noch beleidigend noch irgendwas, sondern eher informativ mit etwa Humor! Ich denke nicht dass Christina oder irgendjemand sich hier beleidigt gefühlt hat. Du, andere und ich haben halt kurz geantwortet, aber da Christina irgendwie den Eindruck gemacht hat, dass sie das Abschleudern in Sep. nicht als (zu) spät findet, war beetic's Antwort mMn genau richtig.


    Nur so wie ich das interpretiert habe...

    ich habe dummerweise bei einer Beute jetzt im November fast keinen Futtervorrat und habe deshalb den Futtertrog aufgesetzt. Trotz warmem Wetter wird wenig Nektar aufgenommen. Jetzt habe ich eine Heizplatte mit 20 Watt über dem Sirup montiert. Ob das wohl was bringt?


    Ich hoffe du meinst mit Nektar fertigen Sirup! Mische den Sirup mit ein Bisschen (halbes Glas reicht aus) eigenen Waldhonig, dann riecht es stärker und wird schneller aufgenommen. Auf Räuberei sehr genau achten!


    Wenn es zu warm in der Beute wird, fliegen viele Bienen bei Kälte nach außen und erfrieren schnell im nassen Gras. Bei schönem Wetter ist es halb so schlimm, bei kaltem, nassem Wetter ergibt das Verluste an Flugbienen... bleibt aber besser als Verhungern!