Beiträge von Megachiropter

    Ich habe keine Lust, den Aufsatz jetzt auseinanderzunehmen und mich mit Dir über Details zu streiten.


    Der Punkt ist der:

    Du kannst nur die Landschaft ändern und mit ihr die Biene.


    Und genau dagegen wurde in den letzten Hundert Jahren massiv verstoßen!
    - von den Imkern, von den Züchern!
    - von den Bauern!
    - von den Förstern!


    Und jeder hat seinen Teil dazu beigetragen, dass die Kluft zwischen Landschaft und Biene größer wurde.


    Die paar Langstrecken-Bienentransporte früherer Zeiten - weiter als bis zum übernächsten Dorf - konnten die lokalen Vorkommen nicht nachhaltig negativ beeinflussen oder verdrängen. Das kam erst mit dem Eisenbahn- und Postversand und der künstlichen Königinnenzucht.

    Dann wirst Du die Antwort auf Deine Fragen selbst finden.


    zur Hilfestellung:
    Welchen Anteil hatten damals die Hausbienen an der Gesamtpopulation?
    Seit wann wurden nicht eigenständig überlebensfähige Völker mit Zucker künstlich am Leben gehalten?
    Seit wann wurde die Schwarmbienenhaltung und damit die natürliche Selektion auf Überlebens- und Vermehrungsfähigkeit verteufelt?
    Wann wurde der umfassende Versuch einer organisierten Endlösung für alle Nicht-Carnica-Völker unternommen?
    usw.

    Was ist der richtige Zeitpunkt?


    Schrieb ich doch schon mehrfach: Der richtige Zeitpunkt für die Anfänger ist vor Erbrüten der ersten Winterbienen - d.h. bei uns im Idealfall vor Ende Juli.


    Und was passiert, wenn der Zeitpunkt vorbei ist? Also in der weiteren zeitlichen Entwicklung?


    Dann werden - bei der üblichen Zuchtauswahl - schrumpfende Brutflächen dauerhaft in zu hohem Maße parasitiert...

    Niemand hat gesagt, es hätte vorher nie eine leichte Vermischung stattgefunden.
    Besonders südlich des Limes.


    Die Ausrottung angepasster lokaler Bienen ist jedoch ein Werk der letzten 100 Jahre.
    Und da gibt es nichts dran zu rütteln.

    Du musst zwischen den Zeilen lesen... :daumen:



    Dies ist der Master-Plan:


    Für Anfänger:
    Schaffe zum richtigen Zeitpunkt selbst die Voraussetzungen, bei denen sich eigentlich jedes Bienenvolk selbst gegen die Milbe wehrt! (Teilwirkung der üblichen Sommerbehandlungen) :u_idea_bulb02:


    Für Fortgeschrittene:
    Finde die verschiedenen(!) genetisch manifestierten Typen, die diese Voraussetzungen selbst schaffen. :wink:


    Für Bienenflüsterer:
    Finde unter diesen Bienen den einen Ökotyp, der in Deinem Klima die besten Erträge einbringen kann. :cool:



    Sorry - there ain't no such thing as a free lunch. :lol:

    Zitat

    ...bloß die Finger davon...


    Zitat

    Noch ein Wort zu Bruder Adams Erkenntnissen...: diese ... können heute aufgrund des intensiven Bienenhandels und Züchtung heute gar nicht mehr gelten.


    Sorry für die Sinnentstellung - aber ich konnte einfach nicht widerstehen... :lol:

    Gut und schön.


    Doch Dein Vergleich hinkt:


    Um 1900 gab es 2,6 Millionen (!) Bienenvölker in Deutschland... Heute sind es gerade Mal 0,5 Millionen ... trotzdem hungern die Völker, wenn man sie nicht bewegt.


    Die Biene ist nicht mehr die gleiche. Nicht einmal annähernd!
    Auch deshalb hungern die Brutmonster!


    (Zur Vergleichbarkeit der Zahlen: Deutschland hatte damals auch andere Abmessungen.)

    Und woran machst Du das "schlechter" fest?


    Was sagt denn die absolute Zahl von Milben in einem Volk über die tatsächliche Schädigung? Eigentlich nichts!
    Was sagt darüber die Anzahl von freien Milben auf Hundert Bienen? Eigentlich nichts!
    Was sagt der undifferenzierte numerische Milbenabfall aus? Nichts - nur dass die Milben gefallen sind! Und nicht, warum.


    Selbst ein Blick in die verdeckelten Zellen sagt genau genommen nur etwas über die Parasitierung dieses einen Brutsatzes!

    Anlegen können sie doch nahezu alle.
    Nur Haushalten tun die wenigsten.


    Lokale Anpassung würde helfen.
    Und dann stellte sich auch die Frage nach besonders gelben Bienen nicht mehr.
    (Merksatz für angehende Jungimker: Bienen sind keine Zierfische. :wink:)

    Und nicht die Drohnen vergessen, die bei Jungvölkern zu Besuch kommen.


    Da müssten schon etliche Hundert beladene Drohnentaxis kommen, um den Milbenbestand in einem normal großen Volk signifikant nach oben zu treiben...


    Meine Aussagen beruhen nicht auf Hirngespinsten, sondern auf konkrete Beobachtungen.


    Dann solltest Du um die Tatsache wissen, dass die konkrete Beobachtung der milbenverseuchten Begattungskästchen NACH dem Aufsetzen auf Völker ((und vor dem Schlupf des ersten Brutsatzes in den Kästchen)) gemacht wurde.


    Außerdem würde ich mir bei Deinen konkret eigenen Beobachtungen mal Gedanken darüber machen, welche Auswirkungen Zeitpunkt und Art Deiner Jungvolkbildung auf Wärmehaushalt und Verdeckelungsdauer, Futterversorgung der Larven sowie die Brutnestgröße im Verhältnis zur Bienenmenge haben...