Beiträge von fan

    Hallo Sven!


    Du bist nicht unhöflich, man muss sich aber trotzdem über gewisse Sachen mit einer bestimmten Sachlichkeit unterhalten können. Es führt kein Weg daran vorbei, Einzelanalysen machen zu lassen, auch wenn sie teuer sind. Nur so lassen sich Beweise erbringen. Alles andere sind Indizien, so leid mir das tut. Es gibt eine Vielzahl von Möglichkeiten, warum Völker sterben. Auch Kombinationen von negativen Einflüssen, von denen PSM nur einer ist. Für die Völker, die bei Dir noch vor der Tracht im März eingegangen sind fehlt es doch auch an tatsächlich plausiblen Erklärungen.


    Sachlichkeit setzt aber auch eine gewisse Sachkenntnis voraus! Wenn dich Bienenvergiftungen interessieren, empfehle ich dir das Studium dieses Dokuments: http://ricehoppers.net/wp-cont…f-Neonicotinoids-Bees.pdf
    Auf Seite 11-12 werden auch einige Vergiftungswege erklärt. Dieses Dokument half mir recht viel. Dieses Dokument wurde unter anderem auch von der EFSA benutzt um die Aussetzung der Zulassung von Imidacloprid, Clothianidin und Thiametoxam zu begründen.



    Stell Dir einfach mal vor, Du stündest in dieser Angelegenheit wegen einer Schadenersatzklage gegen den möglichen Verursacher vor Richter bzw. Staatsanwalt und eben auch dem Anwalt der Gegenseite. Die zerpflücken Dich, noch bevor Du einen Ton gesagt hast, wenn keine Beweise vorliegen.


    Ich bräuchte auch keinen Ton sagen und wäre sehr, sehr entspannt. Wie Clas schon erwähnt war in Österreich bis vor ein paar Tagen auch noch die Maisbeize mit Clothiandin erlaubt, aber nur unter der (EU)Auflage, das es ein nationales Monitoringprogramm gibt, dass zB eventuell Bienenschäden überwacht und dokumentiert.
    Ja, ich habe daran teilgenommen und eine schriftliche Bestätigung über die (vorgeschriebene) Vorgangsweise mit allen Ergebnissen bekommen. Ja, diese Ergebnisse widersprechen den Aussagen eines gewissen Pensionärs aus Deutschland mit dem Namen Liebig.
    Da die Untersuchung sehr teuer ist und vom Landwirtschaftsminister bezahlt wurde, hat auch er das alleinige Veröffentlichungsrecht dieser Dokumente. Bei einer Gerichtsverhandlung wäre das, aber vermutlich kaum ein Problem.


    Bezüglich Schadenersatz sehe ich aber kaum Chancen. Bei Bienen wird ein möglicher "Vergiftungsradius" von fünf Kilometer angenommen. Also selbst wenn ich in der Nähe meines Bienenstandes ein Cloathinidin kontaminiertes Feld nachweise, heißt das ja noch lange nicht, dass meine Bienen genau von dort vergiftet wurden. Also habe ich zwar eine "offiziell" anerkannte Bienenvergiftung mit Cloathinidin, aber keine Chance meine toten Völker, meinen wertgeminderten Honig oder meine entgangene Honigernte einzuklagen...


    Grüße
    Fan

    Hallo Fan,


    wieviele von wieviel Völkern an diesem Standort sind denn 2012 zugrunde gegangen? Waren da alle Beuten leer oder nur die von einigen wenigen Völkern? Solche Pauschalierungen, dass Völker an Neonics zugrunde gegangen sind helfen nicht wirklich weiter. Man könnte sich ja auch mal die Mühe machen, das etwas genauer darzulegen. Wieviele Völker waren das, wo standen die in etwa, also die Entfernung zum Neonicsraps und am besten auch noch ein Analyseergebnis des untersuchten Honigs. Und hier auch keine Mischprobe aus der Endschleuderung vieler Völker, sondern aus solchen Völkern, die unmittelbar und offensichtlich daran zugrunde gegangen sind.


    Hallo Sven!


    Ich will ja nicht unhöflich sein, aber in diesem Thread geht es im wesentlichen um einen Herrn Liebig und seine Aussage, wonach Bienen der Pestizideinsatz in der Landwirtschaft nicht nur schadet, sondern sie sogar davon profitieren.
    Meine Erfahrungen, Rückschlüsse, recherchierte Hintergründe detailiert dargebracht könnten schon ein Buch füllen (gar nicht zu reden von den Photos und Videos die auch mehrere Gigabytes ausmachen) und den Rahmen eines Forenbeitrages bei weitem sprengen.
    Falls dich meine Story interessiert, eine Kurzfassung gibt es unter:
    http://www.imkerforum.de/showthread.php?t=27463&p=343846#post343846
    Noch ein Kommentar zu deinen gewünschten Daten: Diese Untersuchungen sind extrem teuer, auch im Vergleich zum Wert einer ganzen Imkerei, also die Einzeluntersuchung eines Bienenstock nur auf alle zugelassenen und eventuell nichtzugelassenen Agrarchemikalien scheint mir absolut unverhältnismässig - und vor allem was soll die bringen? Die Agrarchemikalien werden eventuell auch recht unterschiedlich stark von verschiedenen Völkern aufgenommen, aber trotzdem ist normalerweise der ganze Stand betroffen.


    Grüße
    Fan

    Witzbold. Leider müssen einige hier das viel zu häufig beobachten. Wir können Dir gerne Lehrstunden geben.


    Wie viel Honig erntest Du denn noch von solchen Völkern?


    Hallo Berhard!
    Ich glaube, da war offensichtlich einiges mißverständlich - tut mir Leid!
    1. Das war direkt an Sven "Maybee" gerichtet - Er hat mich ja direkt mit "Hallo Fan," angesprochen (Post#52).
    2. Ich habe auch "zB:" geschrieben, als ein Beispiel für ein von mir so erlebtes Vergiftungsszenario im Jahr 2012, wo sich Völker sehr gut entwickelten (zwei Honigräume aus Anfangsstreifen zuerst ausgebaut, dann mit Honig gefüllt) und bis Ende Mai beide Honigräume de facto Bienenleer waren.
    Ich habe auch Bienenvergiftungen im Frühling und im Herbst beobachtet, aber dieses Beispiel ausgewählt, weil ja immer wieder Pestizidvergiftungen als Varroaschäden oder ähnliches heruntergeredet wird.
    3. Lehrstunden in Pestizidvergiftungen fände ich sehr gut, ich denke ich könnte auch einiges dazu beitragen. Meiner Meinung nach wären sie auch bezüglich des Themas "Bienensterben" sehr viel wichtiger als die hundertste Varroaschulung...
    4. Die Honigernte bei vergifteten Völkern kann ein sehr spannendes Thema sein. Ich hatte auch das Problem was ich mit den Honigräumen voll offenen Honig machen sollte - Ich brachte sie zu einem anderen Stand und habe sie unvergifteten Völkern (zum Umtragen) untergesetzt - die haben dann auch zum Sterben angefangen..
    5. Die mühsame Ernte 2012 war fast eine Tonne Honig, ich habe sichergestellt, dass sie nicht als Honig verkauft wird, obwohl Cloathinidin- und Thiaclopridgehalt es nach europäischen Lebensmittelrecht noch erlaubt hätten. Der Verkaufserlös hat nicht einmal die Kosten fürs Winterfutter abgedeckt...


    Grüße
    Fan


    Bei 20.000 Tonnen ausgebrachter Neonics muss ich mich aber unweigerlich fragen, warum auch nur eine einzige Biene bisher überleben konnte?


    Naja, zuerst einmal werden die 20.000t Neonics ja nicht direkt in die Bienenstöcke reingekippt.
    Dann muß man ja auch daran denken, dass Bienen sich ja größtenteils von Blüten und Ausscheidungen von Blattinsekten ernähren. Die meisten wirklich nahrungsreichen Blüten, sowie der Großteil der "Blatthonige" ist gottseidank relativ weit von intensiven Agrarflächen entfernt. Dann kommt noch dazu, das die Sucherbienen, falls sie auf Neonics stoßen ja quallvoll verenden und andere Sucherbienen mit unbelasteter Ladung wieder zum Stock zurückkehren und so auch für unvergiftete Nahrung sorgen.
    Du hast offensichtlich noch nie bewußt ein vergiftetes Volk bei ihrem Überlebenskampf beobachtet - ist wirklich sehr eindrucksvoll - zB: Bienen verlassen die Honigräume mit offenen Honigzellen und im Brutraum wird beinahe jede Zelle mit Brut bestückt. Wenn 2500 Jungbienen jeden Tag schlüpfen gibt es sehr viel Nachschub und auch entprechenden Abtransport von Giftstoffen. Sie kämpfen mit allen ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln um ihr Überleben...


    Grüße
    Fan


    zu dem Video kann ich aktuell nichts konkretes sagen, mein Rechner weigert sich, das Ding zu zeigen...


    Mich erinnert der Schlussteil des Videos (der Teil wo es um die Schäden von Pestiziden geht) sehr stark an das Ende meiner Studienzeit!
    "Wenn wir die 11 Millionen Forschungsförderung kriegen, dann hast du deinen Doktortitel - keine Sorge, die Entscheidung wird nur durch Beamte getroffen!"
    Nein, ich habe weder in Hohenheim studiert noch ging es um Pestizidschäden, aber das System weckt trotzdem Erinnerungen!
    Bei mir ging es um EU Förderungen, die noch schnell abgeholt werden müssen um nicht zu verfallen. Es waren praktisch nur "formale" Vorraussetzungen zu erfüllen. Wesentlich war das es "Firmenbeteiligungen" zu mindestens 50% gab (um die Praxisrelevanz sicherzustellen) und ich sollte mich darum kümmern.
    Das sollte man eventuell auch im Hinterkopf haben, wenn man von den Unis immer wieder verlangt, weg von der Grundlagenforschung hin zur anwendungsnahen (wirtschaftsnahen) Forschung zu gehen.
    Schade das man das Gesicht von Liebig nicht sehen kann, wenn er seine Predigt über die Unschädlichkeit des landwirtschaftlichen Pestizideinsatzes hält. Aber schon die Art seiner Stimmführung und wie er von "Volksverdummung" und ähnlichem spricht, deute ich als Hinweis, dass es hier in Wirklichkeit um "wirtschaftsnahe Förderungen" geht, die er für "sein" Institut auch in Zukunft sicherstellen will.
    Ich kann mir nicht vorstellen, dass er mit diesen Aussagen durch einen Lügendetektortest kommen würde. Außerdem klingt auch seine Wortwahl sehr nach Pressestelle der Pestizidindustrie mit bewusst einfacher, ungeschickter Wortwahl.
    Zu guter Letzt kann man bei ihm ja nicht mehr so strenge Maßstäbe ansetzen, kann er sich doch schon auf Altersstarr und -schwachsinn ausreden.


    Wenn ich jetzt von Österreich ausgehe. Hier wurden alleine im Jahr 2013 ca 20.000t Neonikotinoide von der Landwirtschaft ausgebracht. Ca. 100 Gramm Cloathinidin davon könnten reichen um alle österreichischen Bienen innerhalb von 48 h zu vergiften...
    Wenn dann jemand sagt, dass das Bienensterben nichts mit den Pestiziden der Landwirtschaft zu tun hat, ist das alles Mögliche, aber definitiv nicht wissenschaftlich!



    Grüße
    Fan

    Die Sommertrockenheit ist auch ein Thema. Vor allem in Kombination mit der lokalen Landwirtschaft. Vom zeitigen Frühling bis Anfang Dezember werden mittels riesiger, utopisch ausschauenden Maschinen (EU gefördert) Unmengen von gülleähnlichem Material auf die Felder aufgebracht. Das Material kommt aus einer großen Sammelkläranlage (Klärschlamm), aus diversen Ställen und auch aus Faulgasanlagen (Ökoregion - autarke Energieversorgung). Felder werden auch bis zu dreimal besäät zB.: Roggen (Ernte: Anfang Juni), Futtermischungen (Ernte: Ende August), Hirse, Gelbsenf (Ernte: Ende Oktober), etc.
    Ich Frage mich, ob nicht auch durch dieses Gülleähnliche Material Bienengiftiges Material in Umlauf kommt. Speziell in großen Rinder-, Hühner-, und Schweineställen werden doch auch Stechfliegen, Milben udgl. bekämpft.
    lG
    Fan

    luxnigra: Die Untersuchungsergebnisse stammen aus dem österreichischen Monitoring - Bienenschutz 2012. Diese Untersuchungen wurden durch ein externes Labor durchgeführt.
    Was immer das auch heißen mag ;-)
    Drohn: Wenn ich jetzt in der Umfrage eingebe, dass ich einen Winterverlust von 15% habe, wobei meine Völker im März gestorben sind, wo man dann annehmen müsste, dass sie verhungert wären, würde die Statistik messerscharf schließen - hier ist die Umwelt in Ordnung, nur der Imker ein bisschen sparsam beim einfüttern...
    Was im Übrigen der Realität widerspricht: Ausnahmslos alle Völker die im März die "Schwindsucht" bekamen waren überdurchschnittlich mit Futter versorgt!
    @Clas: Ich vermute auch dass es so eine Art Häutungshemmer gewesen sein könnte. Es wird auch definitiv gegen die Miniermotte zumindest bei Roßkastanien gespritzt, aber diese Spritzungen sind meines Wissens nach im Frühling und die weißen Nymphenhäutchenfetzen gab es Mitte August?
    In diesem Zusammenhang vielleicht auch erwähnenswert: Der Stand, bei welchem diese Nymphenhäutchenanhaftungen besonders stark auftrat, hatte bis Ende September einen um den Faktor 10 bis 100 niedrigeren Varroabefall als ein symptomloser Vergleichsstand. Ende August gab es hier die Schwarmsaison. Erst Anfang Oktober gingen hier der Varroabefall wieder ordentlich in die Höhe. Ende Oktober fand ich in einem Volk noch sechs Brutwaben!
    lG


    Fan

    Tatsächliche Ursachen sind immer schwer zu wissen.
    Mögliche Ursache:
    Bienenproben: noch zuckende Bienen wurden Ende Mai direkt aus den Gitterböden genommen und eingefroren.
    Bienenbrotproben: wurden Ende Mai aus stark betroffenen Stöcken entnommen und ebenfalls gleich eingefroren.
    Bienenproben und Bienenbrotproben wurden auf in Österreich zugelassene Beizmittel untersucht und nichts gefunden.
    Von den symptomlosen Bienenstöcken der betroffenen Stände habe ich den Honig im Juli geschleudert und Sammelproben davon gezogen. Es wurden Cloathinidin (1000 - 2000 Nanogramm pro kg Honig) und Thiacloprid (7000-16000 Nanogramm pro kg Honig) gefunden. Beachtenswert ist auch dass sehr viel Akazien-, Kastanien-, Wald- und Lindenhoniganteil in diesen Sammelproben war.
    LG
    Fan

    Hier der Bericht eines Imkers aus dem Südburgenland über das vergangene Jahr:
    Ich habe im Herbst 2011 115 Völker eingewintert. Mitte Feber waren davon noch 113 am Leben (Ein Volk war drohnenbrütig, hat die Brut ausgebissen und ein Specht hat sich durch den Alugitterboden gearbeitet und das Volk war Tod, beim zweiten Volk keine Ursache erkennbar). Im März habe ich zwei Mal je 14 Tage die Varroaschublade eingelegt und einen Abfall von 0-3 Varroen pro Volk pro 14 Tage festgestellt. So weit so gut...


    Mitte März fangen manche Völker plötzlich an schwächer zu werden und zu sterben - ein Reinzuchtbienenvolk habe ich zwei Mal neue Bienen zugehängt, um die Königin zu retten. Ich habe die schwächelnden Völker über ASG starken Völkern aufgesetzt - oft habe ich später nur eine tote Königin am ASG liegen gesehen. Also Märzverluste: 13 Völker. Stark geschwächt: 16 Völker (habe ich auf eigenen Stand separiert). Dann hat die Tracht begonnen. Ich habe in zwei Runden Honigräume Ganzzargen mit Anfangsstreifen eingehängt.
    Mitte Mai hatte ich dann überall so viele tote Bienen. Es gab folgendes Bild: Zwei bienenleere Honigräume größtenteils ausgebaut und mit Honig gefüllt, wobei nur im unteren Honigraum ca ein Drittel gefüllt war. Der Brutraum war voll mit Bienen und hatte zwischen neuen und zehn Brutwaben. Darunter über den Gitterboden lagen mehrere Zentimeter tote und zuckende Bienen. Je nach Stand gab es immer eine unterschiedliche Anzahl von stärker und weniger stark "betroffenen" Bienenstöcken. Ich habe dann Mitte Juni die 12 am stärksten betroffenen Stöcke wieder separiert (weil es durch die vielen Toten Bienen schon zu stinken angefangen hat). Ich habe dann auch verschiedene Versuche mit Pollenwaben gemacht, die überhaupt nichts gebracht haben. Diese Stöcke sind dann extra mitten im Wald gestanden - und die haben tote Bienen erzeugt - nach einer Woche habe ich einen zehn Liter Kübel mit toten Bienen nur aus den Gitterböden zusammenbekommen. Im Umkreis von ca 10 Metern vor den Fluglöchern war das ganze Laub mit Krabblern übersäht. Ein paar Wochen später war das Laub verschwunden - Vögel und anderes Getier haben es bei ihrer Nahrungssuche weggeräumt. Das große Sterben hat aufgehört, nachdem ich die Honigräume abgenommen habe und zum einfüttern begonnen habe. Ich habe dann Mitte August diese Honigräume bei einem Stand, der kaum von der Sterbewelle betroffen war untergesetzt, weil sie gerade in der Goldrutentracht waren und das unverdeckelte Zeug zu feucht zum schleudern war. Was für ein Zufall, diese Völker haben dann teilweise auch zum sterben angefangen...
    Mitte bis Ende August gab es dann auch eine Zeit, wo sich die Völker auch wieder ein bisschen erholten. Königinnen wurden bei den Ablegern wieder nachgezogen, und bei manchen Völkern gingen auch große Schwärme ab. Im September fing das Sterben aber wieder an - diesmal aber teilweise auch mit kotbespritzten Beuten. Ein Volk hatte ich, wo alle Bienen nur vor sich hinzitterten - sie reagierten nicht mehr auf Rauch und sobald ich sie wegschieben wollte, haben sie gestochen (Volk starb vor drei Wochen - Königin alleine auf den Waben Bienen tot am Gitterboden, kein Kotspritzer, etc.). Bienenköniginnen wurden nicht mehr nachgezogen - ich habe dann eine Königin direkt beim Schlüpfprozess erwischt, das Nymphenhäutchen klebte so fest an ihr, dass sie nicht schlüpfen konnte. Ich habe sie dann mit einer Nagelschere freigeschnitten - zwei Tage später ist sie gestorben. Die Jungbienen hatten auch alle Fetzen von Nymphenhäutchen auf ihren Rücken.
    lG
    Fan

    Die Situation im Burgenland ist wesentlich schlimmer!


    Die Rechtslage bei der Aussaat von Mais war bis 2010 so, dass sämtliches Maisaatgut, das angebaut wurde, (zur Vorbeugung gegen den Maiswurzelbohrer???) gebeizt sein musste. War die Angst vorm Maiswurzelbohrer wirklich so groß??? Was für ein Zufall das gewisse Maisbeizen zuvor in einem deutschsprachigen Nachbarland verboten wurden. Wo wohl das bereits gebeizte Saatgut aus Deutschland "kostengünstig entsorgt" wurde???
    Seit 2011 ist es so, dass nur eine Beizpflicht für Maisfolgekulturen besteht - soll heißen, nur wenn die Fruchtfolge nicht eingehalten wird, was wiederum beim Großteil der Maisanbauflächen der Fall ist.


    Die spezielle Situation im Südburgenland ist nun, dass es Biogasanlagen, einen sehr, sehr mageren Boden und einen Menschenschlag, der nach Jahrhundertelangem hartem und gefährlichem Leben an der Grenze zu Ungarn ausgesprochen obrigkeitsgläubig ist und mit Überalterung zu kämpfen hat, gibt. Der österreichische Umwelt- und Landwirtschaftsminister kommt übrigens aus der burgenländischen Politik. Der burgenländische Imkerpräsident hat den burgenländischen Imkern explizit empfohlen nicht an einer Kundgebung gegen die Bienengefährdung durch Neonicotinoide teilzunehmen.


    Österreichs Bienenwissenschafter der für die Untersuchung von Bienensterben zuständig ist, zeichnet sich für folgenden Artikel verantwortlich:


    http://www.ages.at/ages/landwi…-von-insektenbestaeubung/


    Wes Brot ich ess, des Lied ich sing!!!


    Somit steht der Verursacher für das Bienensterben im Südburgenland fest.
    Es sind die dummen Imker !
    Viel zu blöd ihre Bienen vor einem Parasiten, den sie selbst aus Asien eingeschleppt haben zu beschützen!
    Und jetzt wollen sie die armen Pestizidhersteller für ihre Unfähigkeit verantwortlich machen...?
    Was sie ja im vorauseilenden Gehorsam ja auch schon zugegeben haben!
    was für einen Kursleiter von Imkerkursen (Hofmann) sicherlich nicht leicht war (vermutlich um der Todesstrafe wegen mangelndem Vertrauen in die Politik und der "unabhängigen" Wissenschaft, die in der Bienenzucht ohnehin nur einen Parasiten des Ackerbaus sieht, zu entgehen).


    liebe Grüsse aus dem südlichen Burgenland
    Dort wo die Welt für die Pestizidhersteller, "wirtschaftsfreundliche" Politiker und "unabhängige" Wissenschaftler noch in Ordnung ist!


    Fan