Beiträge von simon

    ...im Spätherbst entdeckt, dass die Schieber deutlich erwärmt waren, also dort Wärme definitiv verloren geht.

    Der Bien atmet. Seine Stoffwechselabfälle werden - sofern gasförmig - durch die Atemluft ausgeschieden. Die ist naturgemäß körperwarm und gibt diese Wärme beim Entweichen aus dem Stock an die umgebenden Materialien ab. Die "verbrauchte" Luft muß trotzdem irgendwie raus.

    Die Kompromißlinie zwischen Unterstützung von Wärmehaushalt und Belüftung ist nicht statisch, sondern hängt bspw. vom Brutgeschehen und der Jahreszeit/dem Wetter ab.

    Bienen halten eine hohe CO2-Konzentration gut aus. Meine Schieber bleiben ganzjährig drin. Flugloch hat im Moment die Größe eines Astloches.

    Ich kann mir nicht vorstellen, dass meine Völker deswegen zuwenig Frischluft hätten... Die Kästen sind ohnehin nie wirklich dicht, geschweige denn die Schieber. Und sobald es wieder etwas wärmer ist, ventilieren die Bienen bei Bedarf.

    Wie bestimmst Du dann deine Milbenbelastung während des Winters?

    Gar nicht, ich versuche nur eine Behandlung bei Brutfreiheit zu machen. Es werden alle Waben gezogen und dieses Jahr erstmals OS gesprüht.

    Was da nachher noch drin ist, interessiert mich ehrlich gesagt nicht. Die Völker werden definitiv vor Juli nächsten Jahres kein Problem haben.

    Hast mal geschaut wieviel Bienentotenfall da am Boden liegt? Fallen die Milben durch den "Bienen-Teppich" durch oder bleiben die da drauf liegen? Bleiben die Milben eventuell auch in sehr dichten Wintertrauben hängen und fallen erst später ab?


    Das Milbenzählen nach der OS-Behandlung im Winter - da kannst auch würfeln. Dein Volk wird das Frühjahr erleben, wenn es jetzt auf 6 Gassen sitzt und nicht mehr verhungert. Mit 50 ml hast du trotzdem ordentlich überdosiert, hätte höchstens 35 gegeben.


    Kein Volk das jetzt noch so dasteht, geht vor Juli/August an der Milbe ein.

    Das heißt Met verkaufe ich mit 19 % aber führe trotzdem nichts ab? Genauso wie im Zweifelsfall bei Kerzen?

    Wenn ich unter 4000 Brutto bei Propolistinktur bleibe, kann ich auch Durchschnittsatzbesteuern? Dann mit 19%?

    Und über 4000 € Propolistinktur kann ich über den Weg der Kleinunternehmerregelung gehen oder Gewerbe mit Vorsteuerabzugsberechtigung und 19 % ausweisen?

    Muss ich dann ein Gewerbe anmelden, denn eigentlich habe ich mit der landwirtschaftlichen Steuernummer ja schon ein Gewerbe.


    Zur Einkommenssteuer: Wenn ich also nicht mehr als 1/3 meines Gewinnes mit zugekauftem Honig, Propolistinktur, Honiglöffel etc mache, kann ich pauschal immer noch 1000 € Gewinn angeben?


    Entschuldige die vielen neuen Fragen aber ich blicke bei diesem Thema einfach nicht ganz durch...

    Vielen Dank Wolfgang, das ist große Klasse!


    Was ist aber wenn ich mit unter 70 Völker einen kleinen Online-Shop betreibe und da auch Produkte wie Propolistropfen, Met und Bienenwachskerzen verkaufen will?

    Kann ich da auf die Urproduktion 10,7 ausweisen und auf das andere 0 wegen Kleinunternehmerregelung? Muss ich dann noch ein Gewerbe anmelden oder kann ich das alles unter der landwirtschaftlichen Steuernummer laufen lassen?

    Ich kippe die abgetropften Honig-Wachs-Reste vom Speedking-Entdeckeln oben rein und lasse am nächsten Tag den Honig unten ab und entnehme die Wachsscholle.

    Ich bin mittlerweile sogar am Überlegen ob es nicht besser wäre, bewusst viel Honig mit in den Schmelzer zu geben? Viel Honig benötigt auch länger um (zu) heiß zu werden.

    Bin auch zufrieden damit, aber kleine Bedenken wegen der Hitze, wie auch beim Melitherm, bleiben. Untersuchungen hin oder her...

    Wie beim Melitherm, lieber heiß und kurz.


    Vielleicht mache ich auch etwas falsch, aber komplett kristallisierter Waldhonig, vor allem wenn noch Melezitose dabei ist, wird bei mir durch den Melitherm schon sehr warm. Eher heiß. Gefällt mir noch nicht. Bin am Überlegen den Abfüllkübel irgendwie zu kühlen...

    Ich nehme 3 - 4 Lärchenbretter nebeneinander, genagelt auf 2 Leisten. Diese werden einfach schräg an die Beute gelegt. Nichts einhängen, nichts anstecken.

    Im zeitigen Frühjahr kommen diese dran, bei uns hats dann oft nochmal über Nacht 10 - 20 cm nassen Schnee. Gut wenn die dann nicht fest mit der Beute verbunden sind.


    Schlimmste was passieren kann, dass man mal zum Stand kommt und eines liegt am Boden.


    Nicht sehr elegant, aber einfach, praktisch und gut ;)

    Es scheint was dran zu sein, dass Wachs vorm Gießen tatsächlich abgelagert sein sollte. Graze empfiehlt das auch für seine Mittelwandpresse.


    Auch überhitztes Wachs muss laut Graze erst wieder erstarren und ablagern. Sonst neigt das Wachs zu Rissen.


    Scheinbar passiert im erstarrten Wachsblock doch noch etwas mit dem Wachs.

    Jetzt muss ich mich auch mal kurz melden. Geht bei euch allen der Zünder einwandfrei? Bei mir muss ich mindestens 50 mal drücken, bis der einmal zündet... und anzünden ist durch das Lochblech gar nicht so einfach ;-)