Beiträge von wegistziel

    Hallo Waldi,


    Anmerkung zur Berechnung des Umlarvtermins:


    Wenn du am 15.5. die Ableger bilden willst und nach 9 Tagen (24.5.) Zellen brechen und Krabbelzellen stecken möchtest, solltest du frühestens am 13.5. umlarven.

    Wenn du am 10.5. umlarvst können die Königinnen schon am 22.5. schlüpfen, bei Verwendung älterer Larven noch eher.


    Wann Umlarven?

    16 Tage Kö-Entwicklung –>


    16

    - 1 Tag vor Schlupf (Krabbelzelle)

    - 1 Tag, idealerweise 1-tägige Larve

    - 3 Tage Ei

    = 5 Tage die du von den 16 Tagen abziehen musst (11 Tage), um an einem bestimmten Termin eine Krabbelzelle zu haben


    oder


    vom Umlarven (3 Tage Ei + 1-tägige Larve) bis zur Krabbelzelle dauert es 11 Tage.


    24.5. -11 Tage = 13.5.


    LG

    Marieke

    Deichkind, du hast vollkommen recht mit der Feststellung, dass Naturbau als Möglichkeit in den gängigen Beuten für Anfänger viel zu wenig vorgestellt wird und wenn

    man sich dann nach einer passenden Betriebsweise umsieht, landet man schnell bei Bienenkiste und Co

    Bei Naturbau ist über das Jahr doch etwas mehr in der Völkerführung zu bedenken als mit Mittelwänden und ein Anfänger oder eine Anfängerin hat dafür meist noch nicht den richtigen Blick. Den kann man meiner Meinung nach leichter (und sicherer für die Bienen) am Anfang mit einer MW-Betriebsweise bekommen.

    rases "Stimmungen im Bienenvolk" sind da eine tolle Beschreibung!

    Bei Naturbau siehst du das ganze dann nochmal wie durch ein Brennglas, kannst als Anfänger aber auch den Durchblick verlieren.

    (Du bist ja schon ins kalte Wasser gesprungen, war wohl tief genug und hast dich frei geschwommen :thumbup:)


    Btw: in Reiner Schwarz' (Immenreiner) "Imkern mit Dadant und Mini-Plus" kommt Naturbau in Dadant auch schon vor und auch hier sind doch eine Menge in konventionellen Beuten mit Naturbau unterwegs.


    LG Marieke


    (Naturbau, heiß geliebt, in 1,5 DNM)

    Hallo Rolfpaul,


    sieht das tatsächlich nach (Zucker-) Kristallen aus oder sind das frisch geschwitzte Wachsplättchen? Das Foto ist nicht scharf genug, um das zu erkennen.

    Sieh dir die Waben über dem Gemüll an – Baurahmen, Wildbau, Zellenhalt?

    Oder können sie etwas abschroten, z.B. Theroschied?


    LG

    Marieke

    Der klassische Drohnenrahmen wird normalerweise mit einem größeren Abstand zu den Nachbarwaben (+ 3 mm) eingehängt. Das wird bei der Naturbauweise nicht so gehandhabt, weil die Bienen keinen Grund haben, genau diesen Rahmen als Drohnenrahmen zu verstehen. Wenn sie ihre Drohnenbereiche bauen, macht die Nachbarwabe an der Stelle eine Ausweichwelle oder hat dort eine "Lücke".

    Wenn die neuen Waben zur Sommersonnenwende oder danach dicker ausgezogen werden (Speicherzellen) kann man den Abstand der neuen Rähmchen vergrößern um einigermaßen gerade Waben zu erhalten.


    LG

    Marieke

    Du erweiterst ja je nach Bedarf und Volksstärke mit Anfangsstreifen, auch im Sommer und zur Auffütterung - wenn du nur Naturbau möchtest.

    Im Grund sind das doch alles klassische "Drohnenrahmen", egal ob mit oder ohne Anfangsstreifen. Welche(s) Rähmchen oder Bereiche sie für Drohnenbau, Arbeiterinnenbau oder Speicherzellen nutzen liegt im Ermessen der Bienen. Schwärme machen das meist schön, als Imker oder Imkerin muss man sich nur an ein etwas anderes Wabenbild als mit Mittelwänden gewöhnen.


    LG

    Marieke

    1. Gut, dass wir drüber gesprochen haben ;)


    2. Ob es Drohnenzellen waren siehst du doch daran, ob (kleine) Drohnen draus geschlüpft sind. In 5,3 oder 5,4 mm-Zellen werden eigentlich Arbeiterinnen aufgezogen. Wenn die Zellen gar nicht bebrütet und leer waren, kann man auch nichts darüber aussagen.


    LG

    Marieke

    (jetzt völlig Milben-OT)

    Danke Harald!

    Berggeist: man misst die Strecke von 10 nebeneinanderliegenden Zellen (von Zellwandmitte bis Zellwandmitte der äußeren Zellen) und teilt durch10 :)


    LG

    Marieke

    (langsam OT)

    die Größe wird aber nicht vorgegeben, sondern mit dem Wabenabstand beeinflusst.

    Ich würde aus dieser Aussage schließen, dass keinimker Rähmchen mit geringerem Abstand und Anfangsstreifen / Schiffsrumpfprofil benutzt und erwartet oder beobachtet, dass die Bienen Zellen mit kleinerem Durchmesser bauen.

    Mich würde interessieren, ob der Einfluss in diesem Fall Richtung kleine Zellen war, Harald.


    LG

    Marieke

    Hallo Wes,


    Man kann davon wohl prima Stecklinge machen.

    in einer städtischen Grünanlage habe ich vor ein paar Jahren den Grünschnitt von so einer kniehoch gehaltenen Hecke "mitgehen lassen" und im Garten eingesteckt (2/3 der Länge in die Erde).

    Mir waren die vielen Bienen auch aufgefallen.

    Bildet schnell Wurzeln, auch an Absenkern von langen Trieben, aber es dauert drei/vier Jahre, bis die Pflänzchen dann richtig viele Blüten bilden.

    Lohnt sich aber, seh' ich wie Patrick.


    Grüße

    Marieke