Beiträge von Rainfarn

    :/ ... die Reine Dunkle von heute ist das Nutztier von damals. - ca. 250 Jahre nach dem Aussterben als Wildtier.


    Wie viel Fantasie braucht man um 250 Jahre Basiszucht auszublenden, und daraus ein Wildtier zu machen? - Und mobil waren die Menschen schon damals.

    Dass die Argumentation nicht aufgeht, wenn man ein bisschen in den alten Schriften stöbert, liegt auf der Hand.

    Ich habe mal den Artikel in der Biene März 93 rausgeholt. "Zurück zur dunklen Biene?" von Engfer. Noch sehr im Konjunktiv abgefasst damals. Er konstatiert aber schon, das aufgrund der damals vorhandenen Populationen (Norwegen, Schweden, Polen, baltische Staaten) , Zitat:" ein Untergang der einheimischen Biene ist somit wohl nicht mehr zu befürchten."

    "Wie schon eingangs angedeutet, bemühen sich heute wieder viele Imker und Organisationen im nordeuropäischen Ausland, die einheimische Dunkle Biene auf breiter Basis zu erhalten und zu verbessern (Sanftmut, Schwarmträgheit, Honigertrag). (die Biene, 3/1993, S. 128-131)

    Die Bienen wurden also auch auf die bekannten Leistungsmerkmale ausgelesen.


    Zum weiteren Nachlesen, was die Entwicklung der Dunklen und die Einflussfaktoren auf den Rückgang der Haltung angeht, ist der Stripf (Honig fürs Volk) empfehlenswert.

    Hi,Rainfarn

    Ich muss mich nicht hinter einem Nick verstecken ich stehe zu dem was ich sage und schreibe.

    Nehme dir bitte mal die Zeit und Google nach Gerhard Glock der züchtete schon in den 90er für ihn sehr erfolgreich die dunkle Biene.

    Mein Post bezog sich auf #203 und #210.

    Allen die hier Fragen stellen oder aus ihren Erfahrungen heraus kritisch antworten, wird unterstellt, sie hätten die Sendung nicht gesehen. Die alten Forumbeiträge kenne ich, den "Frage zur dunklen Biene" hast du ja bereits verlinkt.

    Da möchte ich anschließen und meine Verwunderung kundtun, wie hier so viele Leute einfach reinschreiben, obwohl sie nicht einmal sich die Mühe machten, und sich das Video anschauten.

    Da geht es munter weiter mit den Unterstellungen. Sofern er da mit seinem hiesigen Nick/Klarnamen unterwegs ist, findet ihr besagten Rudi Beck im Chat der Sendung.


    Da es nicht der erste Hype ist, der um die Dunkle losgetreten werden soll, sehe ich die Sache vielleicht entspannter als so mancher. Aber mir fallen weiterhin die Widersprüchlichkeiten in der Argumentation der Befürworter auf, sowie eine sehr eigene Auslegung der historischen Entwicklung ohne Quellenangaben.

    Vielen Dank für die Einladung ! In diesen Formaten ist gewöhnlich die

    Kommentarfunktion nach der Sendung geschlossen. Aus guten Gründen.

    Wie wird es wohl für die Montagsimker künftig sein, Vortragende

    zu finden, deren Inhalte und Anliegen teilweise derart unsäglich zer-

    pflückt werden ?

    Es gibt bereits einige Fäden zum Thema "Dunkle Biene" hier im Forum. Die kann man sich per Suchfunktion aufrufen. Dieser Faden hat nichts "unsäglich zerpflückt", das ist eine Übertreibung.

    Die Vortragenden hätten wissen müssen, dass nicht jeder uneingeschränkt in Jubelrufe ausbricht, sobald von der Dunklen die Rede ist. Da man parallel im Internet lesen kann, wie Stimmung gemacht wurde, ist ein Fingerzeig allein auf dieses Forum mehr als unangebracht.

    Anfänger Frage: Woher wisst Ihr das? Windel? Oder schaut Ihr jetzt noch in die Völker rein?

    Die ersten Frosttage notieren (plus 3 Wochen)und Gemülldiagnose auf eingeschobenen Windeln.

    Am Anfang kann man als Referenz auch mal ein Volk bei geeigneter Witterung öffnen.

    Außer der Winterbehandlung ist es schon sinnvoll, das Brutverhalten grob einschätzen zu können.

    Da täuschst Du Dich aber, Michael,
    die Gründe für deren Verschwinden, haben wir im Vortrag deutlich gemacht und es ist eindeutig zu erkennen, dass es nieder Beweggründe waren, die zur Ausrottung einer einheimischen Tierart(unterart) geführt haben. Sicher spielte damals Artenschutz keine Rolle und deshalb konnte es in Deutschland (und Tschechien) so weit kommen. Das macht diese Entscheidung aus heutiger Sicht aber nicht richtiger.

    "Niedrige Beweggründe"? Wenn man alles zurückdrehen wollte, was aus vermeintlich niederen Beweggründen erfolgt ist, hätte man viel zu tun. :)

    Die Erhaltung des Genpools ist wichtig, unbestritten. Wird ja auch schon gemacht.

    Es ist nun mal eine Tatsache, dass die Dunkle Biene die einzige einheimische Honigbiene in Deutschland ist. Sie ist extrem anpassungsfähig und wird sich auch den sich ständig verändernden Bedingungen hier stellen. Warum glaubst Du, dass sich eine hier nicht heimische Biene besser hier anpassen könnte, als die einheimische?

    Hier kommen wir zum Paradoxon in der Argumentation. Die Dunkle ist die einzige einheimische Honigbiene, aber ausgestorben. Alles, was da derzeit den Namen verdient, ist das Ergebnis mühevoller Zucht und Erhaltungsarbeit. Warum diese Bienen dann anpassungsfähiger als andere züchterisch bearbeitete Unterarten sein sollen, entzieht sich mir.

    Ich sehe, was manche Linien, die man früher hier (Höhenlage, windreich, nass und kalt) vermeintlich nicht hätte halten können, im Zuge der ständig fortschreitenden Erwärmung u. zunehmenden Dürre leisten.

    Aus diesem Blickwinkel heraus erscheinen die vermeintlichen Vorteile der Dunklen (Winterhärte etc) nicht mehr so gewichtig. Und wie bereits geschrieben wurde, ohne Belegstelle od. Besamung hat man sehr schnell das, was Eich mal als Deutsch Wild West bezeichnet hat. Das ist nichts, was in so einem heterogen imkerlichen Umfeld erstrebenswert ist.

    Hier, im IF? Nein, echt nicht. Bei manchen Themen fühle ich mich an Monty Phyton erinnert. "Er hat Jehova (Liebig) gesagt, steinigt ihn". Drei Kollegen geben die Richtung vor, danach wird eingeschwenkt. Fällt mir hier bei vielen Themen auch. Auch bei solchen wo ich die Mehrheitsmeinung teile.

    Was man diesem Forum bestimmt nicht nachsagen kann, dass es weichgespült nach Mehrheitsmeinung (gibts die bei Imkers? ) agiert. Vielleicht ein bisschen weniger direkt als noch vor Jahren. Bei dem ewigen Wiedergänger "Dunkle Biene" geht es vergleichsweise harmlos zu derzeit.

    Dieser Thread hätte nicht dazu geführt, die ein oder andere unternehmerische Entscheidung sinnvoll zu unterstützen, egal wie viele Zahlen hier stehen würden und wie viele Saisonschwankungen auch immer hier verewigt worden wären. Und zwar u. a. aus einem ganz simplen Grund, der mir zunehmend auffällt. Es wird vielfach nicht gelesen und danach bewertet. Es wird bewertet aus der eigenen Erwartungshaltung heraus.

    Deinen Beitrag Rainfarn habe ich übrigens nur exemplarisch zitiert, genauso hätten es 20 vorherige sein können.

    Dass die 20 vorherigen Beiträge in die ähnliche Richtung gingen, bringt dich nicht auf die Idee, an den dort getätigten Aussagen könnte was dran sein?

    Und ganz entfernte Diagnose: Lasst ihn das doch selbst entscheiden und denkt euch euren Teil, wenns euch stört. Immerhin zerschießt ihr dann nicht den nächsten Thread. Es nervt massiv.

    Zerschossen hat diesen Thread in meinen Augen niemand, geht halt nicht immer nur nach dem Motto: "Schreibt nur, was ich auch lesen will."

    Dieser Faden kann mit Zahlen gefüllt werden bis ultimo, zwecks Unterhaltung oder weil Winter ist. Für den Neuimker ergibt sich unter Umständen nur der falsche Schluss, sich mit seinen Absatzzahlen an hier genannten Zahlen orientieren zu können/müssen. Holzweg!

    Das sich keine absoluten Antworten aus diesem Thread ergeben werden ist klar, aber alles in allem ist das ein klassischer IF-Thread.

    Gott sei Dank, in meinem Alter gewöhnt man sich so schwer um. ;)

    Leider kann ich hier auch keine beitragen, da meine Aufzeichnungen diesbezüglich nicht ausreichend sind.


    Das hätte ich bei der von dir angegeben Völkerzahl (+-70, wenn ich recht erinnere), der damit einhergehenden Honigerntemenge und der Anmeldezeit hier ( mind. 4 Jahre Imkerei) nicht erwartet.

    Langnese kann sicher darauf antworten, in welchen Monaten gekauft und in welchen Monaten verzehrt wird. Aber hier scheinen das die wenigsten zu können, obwohl es wichtig wäre.

    Dann frag doch mal bei Langnese, ob die ihre Bilanzen, Vertriebswege und Marketingstrategien einfach so raushauen. ;)

    Mit Insistieren und Unterstellungen dürftest du auch nicht viel weiter kommen, das ist so ähnlich wie im Supermarkt vorm Süßigkeitenregal mit dem Fuß aufstampfen und "Ich will aber" zu brüllen.

    Während Leberkas wohl die Kaufzurückhaltung bedingt durch Inflation spürt, ist das bei mir nicht der Fall. Was bringen demnach solche Einschätzungen?

    Was mir aber am wichtigsten ist, ist dass ich meine Kunden sicher bis zur nächsten Ernte versorgen kann. Es wird sicher einer unter uns sein, der ein Jahr mitgeschrieben hat.

    Meine ENDkunden werde ich mit den Mengen die ich habe, ganz sicher bedienen können. Ich frage mich nur, wie viel Honig ich in Eimern abverkaufen kann, damit ich eine Punktlandung hinlegen kann.

    Eigentlich beantwortest du dir deine ursprüngliche Frage schon selber.

    Ansonsten siehe #10. Die königliche Aussage bringt es auf den Punkt. Wichtig ist deine eigene Marktsituation mit deinem Produkt und deine unternehmerische Risikobereitschaft.

    Zahlen von anderen Betrieben nutzen da doch recht wenig.

    Abstand größten Verband zumindest auf Ortsebene bei uns nicht mal Erwähnung gefunden hat auf der JHV letzte Woche.

    Schlimm gell, da gibts doch die große Möglichkeit Resistenz zu bekommen, und es wird einfach ignoriert.

    Oder es wird mal schnell der Standardoutput umgelabelt zu VSH.

    Und wehe man hat die "falsche" Biene. Ist leider immer noch so, wie Paul Jungels geschrieben hat.