Beiträge von Rainfarn

    *zehn Imker im Gerichtssaal stehen gleichzeitig auf und sagen zufünfzehnt "ja aber..."

    Stenograf rase erleidet einen Herzanfall

    :) Der Stenograf ist im Sabbatjahr(zehnt), keine Gefährdung für die Gesundheit.

    Sollten tatsächlich zwei Imker einer Meinung sein, hat Einer keine Ahnung. ;-)

    Es hätte fachlich viel schlimmer kommen können, in dem Filmchen.

    ...Bei mir ist's genau umgekehrt: Ich will die TBE auf Ende Juli verschieben, weil Ende Juni zu viel Zeit für ein wiedererstarken der Milbenpopulation lässt.

    Diesen Wirkungszeitraum der FangW kann der Imker im Juni starten (hier: ohne Ertragseinbußen 2 Wochen vor Ende der Winterlindenblüte) und durch entsprechende FangW-Nachschaltung problemlos mit uneingeschränkter Fängigkeit mit nur 2 FangW-Schritten (Tag 7: Entnahme der FangW mit Brut, die am Tag 0 noch unverdeckelt war, Tag 17: Entnahme der FangW, die am Tag 0 als einzige LeerW eingehängt wurde, Rest mit LeerRä. aufgefüllt) bis in den Juli hinein verlängern.

    Die TAM-Anwendung am Tag 0 dagegen läßt in ihrer Wirkung sofort nach, wenn der TAM-Schirm nicht aufgespannt bleibt (etwa durch Blockbehandlung oder Langzeitverdunstung o.ä.).

    Danke, so ungefähr habe ich es vor. TBE u. nachgeordnete Fangwabe.

    Im übrigen war in meinen Völkern die rasante Milbenentwicklung nicht so zu verzeichnen, wie bei manchen Imkerkollegen. Ich führe es auf die Angewohnheit einer recht frühen ersten AS zurück, die meist auch die Einzige bleibt.

    Lokale Komponenten kann wirklich nur der jeweilige Imker ins Konzept mit einfliessen lassen. Manchmal wäre es auch schon hilfreich, die gängigen und vielleicht überalterten Konzepte würden einfach mal angewandt.

    Keine Ahnung, ob es über die Straße hilft, aber ich mache mir tatsächlich Gedanken drum, mein bewährtes Konzept umzustellen. Also zumindest die Winterbehandlung irgendwie anders zu gestalten. Von den Instituten hört man da eher weniger, aber auch bei uns stehn Vorträge an, da kann man ja mal fragen.

    Die Völker sind nur kurzfristig in eine richtige Brutpause gegangen. Ich beobachte, wahrscheinlich aufgrund der Situation im Herbst, einen recht frühe Reduzierung der Bruttätigkeit, das zweite Jahr hintereinander. Konsequenz, TBE nicht später als Ende Juni. Der Rest ist noch Gedankenwaber.

    Durch die gestrigen Temperaturrekord habe ich bei einigen Völkern mal den Deckel angehoben und draufgeguckt. Völker in einer Stärke, als ob morgen die Obstblüte losginge. Futterverbrauch dementsprechend. Nicht gut, wenn uns die Kältephase im Februar/März erwischt.

    Zum x-ten Mal: Erst mit 3 oder 4 Völkern kann man sinnvoll etwas über die Bienen lernen, weil man sonst keinen Vergleich hat, was ein starkes oder schwaches Volk ist, welches Phänomen gerade normal und welches besorgniserregend ist. Die Lernkurve dürfte mindestens doppelt so steil sein.


    Gruß von Kikibee


    Aber bitte nicht im ersten Jahr. 3-4 Völker sind da eher eine, nicht zu bewältigende Herausforderung für Neuimker und zusätzliche Belastung für einen Imkerpaten, sofern vorhanden.

    Bienenjahr ist Bienenjahr und lässt sich nicht beschleunigen. Wenn die Grundlagen mal ein oder zwei, gerne auch drei Jahre lang geübt wurden, kann man sich mit den imkerlichen Feinheiten beschäftigen. Ansonsten führt es doch meist nur zu unüberlegtem Aktionismus.

    Danke an Ludger Merkens für den Harris Vortrag. Ebenso danke für die weiteren Links.

    Zusammengenommen enthalten sie eine solche Fülle an relevanten Informationen, dass der Rest des öden bienenfreien "Winters" damit zugebracht werden kann.

    Eigentlich können wir uns im Vergleich zu den USA ja noch glücklich schätzen, dass es eine doch recht hohe Anzahl von langjährigen VSH Züchtern gibt.

    Sehr interessant auch Harris Aussage, bei allen Bemühungen um Varroatoleranz, nicht die anderen "Boogeyman" (kl. Beutenkäfer u. ä.) aus den Augen zu verlieren und sich für auftretende neue Parasiten einen entsprechenden Genpool offenzuhalten.



    Wäre es nicht auch ein sinnvoller Schritt, doch das gute alte Drohnenbrutschneiden zu betreiben, jedoch weniger mit dem Ziel, die Varroa zu dezimieren, sondern vielmehr um Drohnen von zur Nachzucht ungeeigneten Völkern von der Vermehrung auszuschließen?

    Dabei könnte eine bestimmte Varroalast (wie hoch?) zu einer bestimmten Zeit früher im Jahr als erst im Juli (wann? Anfang Mai?) als Auslöser für das Drohnenbrutschneidens dienen. Das ist dann auch etwas für uns Klein- und Hobbyimker, denn so stören wir den langsamen Shift des Genpools, wie ihn Randy Oliver beschreibt wenigstens nicht.


    Gruß, Jörg

    Die Baustelle liegt auch hier in der Praxis.

    a) wie viele schneiden Drohnenbrut und gucken auch nach dem Befallsgrad? Bei uns im Umkreis kaum Jemand.

    b) Varroalast checken, während des Aufbaus der Völker oder in der ersten Trachtphase. Da haben die Meisten genug zu tun, die Völkerführung in den Griff zu kriegen und ggf. Schwärme auszuschliessen.

    c) Abstimmung auf eine einheitliche Vorgehensweise, zumindest im Flugkreis.

    d) Wer führt seine Völker solange mit der gleichen Genbasis, dass er in der Lage ist, vermehrungsunwürdige Völker definitiv zu erkennen. Hier wird zu gerne auf das Resetknöpfchen gedrückt(umgeweiselt).
    Ich hab gute Erfahrungen mit dem geringstmöglichen Einsatz von TAM und einer Bienenpopulation aus entspechenden Zuchtlinien. Diese ist allerdings immer nur bedingt stabilisierbar, wenn die Standbegattung ins Spiel kommt.

    Bin aber echt ambivalent unterwegs, was das Thema Nichtbehandeln angeht. Seit Jahren sehe ich Jungimkern dabei zu, wie diese aufgrund von Unerfahrenheit und von Mayen propagiertem"Behandeln im Bedarfsfall" extrem hohe Winterverluste bis hin zum Totalausfall produzieren. Die sehen sich alle schon als die ultimativen kleinen Randys, denen der Coup gelingt "die" resistente Biene zu halten. Das kann es irgendwie auch nicht sein.

    Solche Dinge verselbstständigen sich schnell und bald ist sie (zumindest im IF) nicht nur als 1-Waben-Pia sondern als auch als 100€-Aumeier verschrieen. Letzteres aber zu unrecht.

    Artikel wie dieser werden wohl immer im subjektiven Kontext aufgenommen und evtl. auch wiedergegeben. Unter Imkern vielleicht stärker als in anderen Fachrichtungen, aber letztendlich ist es so. Aber ich halte die Leserschaft hier für schlau genug, die jeweiligen Posts einzuordnen. Vielleicht führt es auch dazu, das Original zu lesen und sich selber eine Meinung zu bilden.

    Nach den Erfahrungen, die ich machen durfte, gehe ich sämtlichen Veröffentlichungen von ihr aus dem Weg. Eben weil es keinerlei objektive Einschätzung mehr möglich ist und ich sie eher unter den Bienenbewirtschaftern, denn unter den Imkern einordne. Im Übrigen erweist sie den Imkerinnen einen Bärendienst mit ihrer Art.

    Hier wird nicht und nirgens zur Bananenkiste geraten. Ganz im Gegenteil, PA schreibt zwar, dass es zwar möglich wäre für unter 100 € in die Imkerei zu starten. Sie empfiehlt aber ausdrücklich, mit mindestens zwei Völkern in die Imkerei zu starten und dafür mehr Geld in die Hand zu nehmen um Notlösungen zu vermeiden. Sie rechnet für das erste Jahr rund 600 € vor, wenn man sich auf das wirklich Nötige beschränkt. Und erwähnt auch, dass im zweiten Jahr Folgekosten kommen werden. Sie empfiehlt hier übrigens auch, sich einem IV anzuschließen.

    Wenn sie für um die 100 € anfangen wollte, hätte sie zur Bienenkiste raten sollen. ;-)

    Ist mir schnuppe wo und was sie schreibt, seit wir sie mal 3 Stunden live und in Farbe erleben durften.

    Der Rundumschlag gegen jegliche andere Form der Imkerei und abweichende Meinungen, hat, nach meiner Erinnerung, ca. die erste Stunde in Anspruch genommen.

    Sie hat sicherlich Ahnung, aber was bei ihrer Imkerei "Herz und Hirn" angeht, wage ich Ersteres sehr stark anzuzweifeln. Ihre Art zu imkern ist individuell sicherlich praktikabel, ab 150 Völkern, die sie damals angeführt hat. Allein, der zumindest verbal vollzogene, komplette Königinnentausch im Herbst, durch in 1 Waben Ablegern gezogene Jungköniginnen.:rolleyes:

    Auch ihr Auftritt im WDR zum Thema Honig(Vorkoster) war tendenziell zum Fremdschämen und sicherlich kein Highlight, um die Imkerschaft nach Aussen zu vertreten.

    Tenor des Artikels ist doch 'Geht zwar für 100€, ist aber kacke. Gib 600€ aus und du kannst vernünftig imkern, hast aber trotzdem keine Riesensumme ausgeben'.


    Ich gehe bei dem Artikel voll mit. Da sehe ich auch kein Tierleid. Wieder so ein Maximalvorwurf, der hier nicht nötig ist. Man kann alles schlecht reden - muss man aber nicht.

    Warum ärgert dich eine andere Meinung, wie die von Marcus Göbel zu PA so? Sie redet selber alles andere schlecht, wie man in den Wald reinruft, so schalt es raus. Und da sind Imker keine Ausnahme, gut so.

    Die Diskussion hatten wir bereits:

    Luxemburg faulbrutfrei?

    Allerdings muß man das aktualisieren:

    https://www.welt.de/regionales…n-Luxemburg-entdeckt.html


    Was jetzt die angebliche Faulbrutfreiheit in LUX mit dem Ligustica Bezug, evtl. aus südländischen Gefilden zu tun hat, die Kurve krieg ich nicht.

    Für mich besteht ein deutlicher Unterschied zwischen einem langjährigen renommierten Züchter, der auch noch in ähnlichen klimatischen Bedingungen imkert und dem Bezug von Königinnen aus Quellen, die eben dieses Renommee nicht haben. Sonst würde ja wohl auch nicht nach "Erfahrungswerten" diesbezüglich gefragt.

    Auch wenn das "ob" nicht gefragt ist, meine 2 Cent halte ich hier nicht zurück.

    Denkfehler; wenn man glaubt, mit südländischen Rassen, über Bestellung, den optimalen an den Standort angepassten Jackpot, einkaufen zu können.

    Was hier sehr gut geklappt hat, den Bestand mit KK und PJ aufgefrischt und nachgezogen.

    Geht bestimmt auch mit weiteren guten Kö vom Züchter aus Deutschland.

    Für die Krümelsucher, ja PJ ist nicht DE. ;-)

    Ich nochmal :-)


    Wenn ich gewust hätte was hier jetzt z.T. leider abgeht, hätte ich es nicht geschrieben.

    Es sind Gedankengänge und Erfahrungswerte vom mir und meinem Sohn.

    Das wäre bedauerlich, da dann wieder ein wertoller Beitrag und Autor verloren ging.

    Diie Gedankengänge sind sinnvoll und nachvollziehbar, zumal es in einem anderen Thread auch schon mal darum ging, dass sich gerade Neulinge gerne an den irgendwann mal kommunizierten Daten orientieren, statt an der Völkersituation.


    Das es immer wieder Beiträge gibt, die dann in Richtung Rassediskussion oder "Ich habe die Weisheit gefressen" abdriften, ist halt so. Kann man drüberlesen.


    Letztes Jahr gab es hier ein Zeitfenster der Brutfreiheit nach den ersten Nachtfrösten, die etwas früher lag als in den Vorjahren. Bis auf Zwei, waren alle tatsächlich aus der Brut.
    Die Wochen nach dem ersten Dezemberwochenende fielen hier für eine Behandlung durchweg aus.