Beiträge von Rainfarn

    - Der Honig ist nicht nach drei Wochen wieder fest, da ich nur dunklen Honig durch den Meli lasse und flüssig verkaufe. Der Honig ist jetzt noch im Eimer relativ flüssig. Also bleibt er nach dem Meli Durchgang wieder mindestens 3 Monate verkauffähig als flüssiger Honig, mit Rapshonig geht das natürlich nicht.



    Bis bald

    Marcus

    Ich fang mir jetzt wieder einen ein, aber der ganze Aufwand, um dem Kunden einen Honig mit Eigenschaften zu verkaufen, den er in der Realität, einfach zum dem Verkaufszeitpunkt ohne imkerliche Eingriffe nicht mehr hat? Und komm mir bitte jetzt niemand mit "guter imkerlicher Praxis", die kann noch nicht so alt sein.

    Ganz niedlich dann auch noch, wenn der DIB Imker mit Honig in der Plastikdrückflasche versucht Langnese nachzueifern. Am WE gesehen und mich gewundert.;)

    Hallo zusammen,


    Ich hab in den letzten Jahren einige Male Honig abfüllen dürfen, aber diesmal bin ich wirklich verunsichert um was für ein Phänomen es sich handelt.

    Ich habe vor etwas zwei Wochen flüssigen Sommerhonig in Gläser abgefüllt. Beim Abfüllen war der Honig lupenrein und sehr flüssig.

    Die Zeitangabe bringt mich zu der Frage, ob es sich um die diesjährige Ernte handelt und ob der noch flüssig war. Oder wurde verflüssigt?

    Welche Tracht vorwiegend?

    Ok, der Blutdruckspruch war unangemessen, bitte entschuldige :)

    Das hab ich nicht als persönlich aufgefasst, von daher keine Entschuldigung nötig.
    Wollte nur mitteilen, dass mein Blutdruck durch sowas nicht mehr in die Höhe schnellt.

    Den Einsatz des Werkzeuges gilt es besser zu reglementieren, ich denke auf diese Minimalforderung können wir uns vielleicht einigen. Es ist ja auch nicht so, als würde Glyphosat ständig falsch eingesetzt. Das genannte Beispiel ist ein worst case, auf allen Ebenen. Eines, das es defintiv zu vermeiden gilt.

    Ja darauf können wir uns einigen, was den Agrarsektor angeht, zumal wir ja voraussichtlich noch länger als bis 2023 mit dem Zeug leben müssen.

    Auch hier wiederhole ich. Lesen hilft, wiederum auch für den Blutdruck. Glyphosat ist ein Werkzeug. Hier wurde es ganz eindeutig falsch angewendet und ich schrieb oben bereits meine Forderung, den Einsatz in blühenden Beständen zu unterbinden. Eben das Werkzueg sinnvoll anzuwenden. Verbieten wir etwa Messer, wenn wieder ein Islamist damit Attentate verübt hat? Richtig eingesetzt ist und bleibt Glyphosat ein sinnvolles Werkzeug, das bei ebstimmten Nutzungen tatsächlich auch Biodiversität fördern kann, wie oben gezeigt.


    Allerdings ist Glyphosat längst derart stark emotionalisiert, dass faktenbasierte Dikussionen kaum mehr möglich sind.

    Mein Blutdruck ist vollkomen in Ordnung und nicht zu hoch. ;)

    Da es aber scheinbar immer am zu dummen Anwender liegt, wenn in dem Bereich was schief geht, sollte man trotzdem überlegen, diese Art Hammer oder Messer oder was auch immer aus dem Verkehr zu ziehen, wenn sie nach Jahrzehnten immer noch nicht gepeilt haben, wie es richtig anzuwenden ist. Wenn ich den Boden auf die von dir genannten Lebewesen reduziere, passt die Ausssage vielleicht. Nagerbauten auf glyphosatbehandelten Flächen in grosser Anzahl, sorry hab ich meine Zweifel. Der Feldhamster ist am Verschwinden.

    Die Superweeds sind bereits in den USA ein Problem und da kann von vielen verbotenen PSM wohl eher nicht die Rede sein. Kombi aus Glyphosat und gentechnisch verändertem Saatgut, ne geschickte Marketing Strategie, die sich jetzt rächt.

    Aber wie auch immer, da kriegen wir Beide keinen Haken mehr dran. Von Ochsenpflug habe ich auch nicht geschrieben, lesen hilft.;)

    Das ist grundsätzlich natürlich richtig, allerdings bringt die mechanische Bodenbearbeitung andere Nachteile mit sich. Die erhöhten Kosten für Arbeits und Energieeinsatz sind natürlich diskutabel da über höhere Preise wohl kompensierbar - aber auch das ist ein ganz eigenes Thema, das hier schon vielfach diskutiert wurde.


    Ich ziele vielmehr auf den Einfluss auf die Bodenfauna ab, den diese teils stark invasiven, mechanischen Eingriffe haben. Wir führen unsere Effekt-Studien bzgl. der Bodenfauna gerne auf Flächen von Landwirten durch, welche mit Glyphosat statt mechanisch arbeiten. Die Unterschiede hinsichtlich Artenvielfalt- und Abundanz im Vergleich zu menchanisch bearbeiteten Flächen sind beachtlich. Es sind weitaus mehr Arten und Tiere vorhanden, da nicht regelmäßig viele Individuen den mechanischen Störungen zum Opfer fallen. Glyphosat ist zumindest für diese Gruppen das deutlich kleinere Übel.

    Die Studie würde ich gerne sehen. Eine Bodenbearbeitung, wie sie in den letzten Jahrhunderten eingesetzt wurde, mit mechanischen Mitteln, vielleicht etwas optimiert, soll invasiver auf den Boden wirken, als das richtig angewendete Glyphosat? Müsste im platten Umkehrschluss ja bedeuten, dass sich Boden und Artenvielfalt seit dem Einsatz dieses PSMs verbessert hätten.

    Das ist lt. den Bauern, nicht der Fall, die gerade damit versuchen die strengere Düngeverordnung zu konterkarieren, in dem sie über die schwindende Humusschicht bei intensive genutzten Böden klagen. Und die Resistenzen der sog. Superweeds auch nur eine Folge unsachgemässen Gebrauchs?

    Finanzierung Glyphosat Studie


    Das kleinere Übel, nur existenzbedrohend.

    Glyphosatrückstände im Honig


    Man kann für Alles ein Für und Wider finden. Derzeit geht der Trend ja eher dazu, möglichst alles mit Studien zu widerlegen, damit man bloss keine Veränderung hinnehmen muss. Verständlich, wenn man damit seinen Lebensunterhalt bestreitet. Machen wir halt alle weiter, bis gar nichts mehr geht.

    Gut so, das kannst du nur (musst aber nicht) machen wenn der Milbendruck "wirklich niedrig" ist.

    (du belügst dich selber am leichtesten! also zuverläßig testen!) Dann, aber nur dann, ist es besser den Dauerbienen nicht den Darm frühzeitig zu belasten, was sich geringfügig??, auf die Lebenserwartung und den wichtigen Fettkörper auswirkt.:u_idea_bulb02:

    Im Zweifel um Weihnachten Behandeln

    Bin durch mit meiner Behandlung. OS am Samstag. Ganz normal.

    Das eine Mal, als ich Varromed im Frühjahr anwandte, kam es in den behandelten Völkern zu einer hohen Königinverlustrate. Die könnte zwar auch auf unzureichende Begattung im Vorjahr zurückzuführen sein(2017er Quote), aber trotzdem lasse ich die Finger davon.

    In #65 schreibst du detailiert, dass du dich f. Varromed als Restentmilbung nach früher TBE, bzw OX Sublimation(Ableger) entschieden hast, nachdem beide Verfahren bei dir nicht so ganz den gewünschten Behandlungserfolg ergaben. Also letztendlich auch gekoppelt an eine vorgehende Behandlung, die aber Völker mit erhöhtem Befallsdruck ergaben, sofern ich dein Post richtig lese.


    Varromed ist, in meinen Augen, eine Möglichkeit der Senkung des Befallsdruckes, wenn andere Anwendungen, wegen fehlender Rahmenbedingungen, nicht kurzfristig in Frage kommen.

    Dafür ist es ok, hat die gewünschten Effekte und ich sehe das jetzt im dritten Herbst. Nur im frühen Frühjahr, würde ich es nach meinen subjektiven Erfahrungen nicht anwenden.

    Ansonsten bin ich bei wasi, die Monatsbetrachtungen von Bernhard haben vielleicht Einige so nicht erwartet, aber es zeigt eigentlich eine konstante Entwicklung und Anpassung an die Umstände, anstatt sich an imkerlichen Dogmen, aus welcher Ecke auch immer, festzuklammern.

    Zur Wirkung von Varroamed: Schon mal überlegt, was diese saure Brühe mit all den Strukturen im Bienenvolk macht ? Bestandteile u.a. (neben Zitronenöl, Anisöl): Ameisen-, Oxal-, Zitronensäure, nicht im Dampf- oder staubförmigen Zustand, sondern gelöst in Wasser. Der pH-Wert dürfte weit unter pH 4 liegen, sprich ziemlich sauer.

    Da du ja über den Background verfügst, wie sieht es denn da mit den anderen verwendeten Mitteln aus? Milchsäure, Oxalsäure, AS und auch das, jetzt als Oxybee verkaufte, Bienenwohl dürften vom ph- Wert auch nicht viel besser da stehen.

    Letzteres beinhaltet, wenn ich es richtig erinnere, ausser Oxalsäure ebenfalls Zitronensäure und ätherische Öle.

    Kann mich noch sehr gut an den Hype um die Milchsäure erinnern und gehe eher davon aus, dass Jeder letztendlich sein eigenes Behandlungskonzept finden muss. Was beim Einen klappt, kann beim Anderen durchaus versagen.

    Mit Familie können wir uns es nicht leisten, noch höhere Preise zu verkraften.

    Also kauft man beispielsweise nicht mehr beim Metzger sondern nur noch Massenware.

    So stellt man sich die Frage, was war zu erst da. Das Huhn oder das Ei.

    Die Frage stellt sich, was man sich alles leisten können muss. Wenn ich mir die Ausgaben für Lebensmittel anschaue, sind die seit Mitte der 90er auf konstant niedrigem Niveau in Deutschland.

    statistik


    Auch mein Landwirt würde liebend gerne weniger arbeiten und die Wiese weniger mähen, wenn er davon leben könnte.

    Stattdessen hat er das einträglichste Geschäft mit der niederländischen Gülle, die er auf seine Felder ausbringt und der staatlich geförderten Photovoltaic Anlage bzw den Windkrafträdern.


    Spätestens hier sind jede Zweifel weg, ob da noch die richtige Politik betrieben wird.

    Die "Politik" haben die Bauern einen grossen Teil selber in der Hand gehabt, siehe Bauernverband. Die Entwicklung ist nicht alleine den Verbrauchern oder der Politik zuzuordnen, hängen alle dick mit drin und ich kann die Krokodilstränen mancher Landwirt echt nicht mehr ab.

    Und ja, es wird auch die Imker treffen, da wir uns immer noch in Klein-Klein Diskussionen um Haltungsformen und Bienenrassen vertüdeln, anstatt, wie Werner Haefeker in seinem Vortrag so richtig gefordert hat, mal alle Zusammen für unsere Belange einzutreten.

    Den, von Kruppi verlinkten, Selbstbau nutze ich schon ein paar Jahre. Klappt sehr gut und ist wirklich die kostengünstige Lösung. Platz nimmt die Box nicht mehr weg, als vergleichbarer Trichter und Ausschmelzzarge

    mmmh!

    Ein etwa 100km breiter Streifen ,von Trier etwa, queer durch bis Sachsen, hatte alleinig gute Bedingungen, die haben Grinsen ins Gesicht geschnitzt, der Rest hatt(e) Diaspora!

    Was den Honigertrag angeht geb ich dir recht. Einschränken möchte ich insofern, dass es ähnliche Entwicklungen im Spätsommer/Herbst gibt und da vergeht das Grinsen recht schnell.

    Konkret, früher Ausstieg aus der Brut, kleine Brutnester, trotzdem vermehrte Flugaktivität, hoher Futterverbrauch. Drohnen in starken Völkern bis zum Spätherbst vereinzelt. Derzeit eher mittelprächtige Wintertrauben, aber auch noch eher lose auf den Waben sitzende Völker. Teilweise von jetzt auf gleich hoher Milbendruck, trotz Behandlung, aber kaum äusserliche Anzeichen einer resultierenden Viruserkrankung. Völkerzusammenbruch im Herbst bei Leuten, die das schon Jahre nicht mehr hatten. Das ist bei vielen Imkern, mit denen ich gesprochen habe so, ein komischer Mischmasch.

    Die Wildbienenpopulationen sind wie die meisten wild lebenden Insektenpopulationen qua Zivilisation / Agroindustrialisierung einem Rückgang ihrer Habitate ausgesetzt. Das ist der rosa Elefant im Raum, der eher nicht medial thematisiert wird. Die Imkerei gehört zum Bereich der Landwirtschaft, mit all den Konsequenzen die sich ergeben wenn sie hoch skaliert wird.

    Die Spezialisierung mancher Wildbienen auf wenige oder nur eine Pflanze(Oligolektie) macht es zudem schwierig. Die Habitate habe sich massiv verändert, durch direkten Einfluss und durch die Veränderung des Klimas.

    Die Honigbienen haben, zumindest an meinen Ständen, immer auch die wilde Verwandschaft im Schlepptau.

    Da jetzt die Honigbiene als schlimmen Konkurrenzfresser zu stilisieren, ist schon deshalb Unsinn, weil derzeit immer noch nicht die Gesamtvölkerzahl des Jahres 1992 (DIB Statistik) erreicht ist. Die bereits erwähnten Rahmenbedingungen haben sich verschlechtert.