Beiträge von Rainfarn

    Es müssen sich nur genug Menschen Zeit nehmen zum Beobachten. Daran wird es scheiter

    Aber nur, weil niemand davon weiß. Hätte ich nicht zufällig hier nach Tipps für einen bienenfreundlichen Garten gesucht, wüßte ich nix darüber.

    Die Vogelbeobachtung ist ein Megaerfolg - auch weil sie die richtige Unterstützung hat - fast alle Umweltverbände rufen zum Mitmachen auf und mit Nabu ist da ein Schwergewicht an der Spitze. Für die Bienen müsste man es wohl ähnlich machen.

    Kann man, in meinen Augen, nicht mit der Vogelbeobachtung gleichsetzen. Die läuft bequem im eigenen Garten oder auf dem Balkon. Für das BienenMonitoring müsste man raus und die Augen offenhalten. In der Lage sein, zwischen Wespen, Bienen und Hornissen zu unterscheiden und beim Anflug einer Hornisse in ihren Nistbaum nicht sofort in Panik verfallen (schon erlebt.)

    Der Fokus Honigbiene ist schon ausgeprägt genug. Wildbienen wären deutlich interessanter. Die ziehen quasi als unbeachtete Verwandschaft meist mit an einen Bienenstand, sofern das Trachangebot stimmt. Jedes Jahr finde ich zusätzliche Arten.

    Rücksprache mit mehreren Vereinsmitgliedern (Altimker/Vorstand) ergab das diese bisher von CBPV noch nie was gehört hatten... Lediglich unser Seuchen und Krankheitswart wusste davon. Die reaktion auf unsere Schilderung des Krankheitsbildes lässt jedoch darauf schließen das es gerne mit der Flügelkrankheit verwechselt wird =O

    Welche "Flügelkrankheit" meinst du? DWV wohl kaum, dass ist deutlich von CBPV abzugrenzen.

    K-Flügler sind Eines der Anzeichen( nachzulesen in der Biene&Natur)

    Mag sein, dass viele Imker von CBPV nichts gehört haben oder aber gehört haben wollen, aber die Meisten haben die ein oder andere Fachzeitschrift im Abo und pilgern zu den Bienenberatern und diversen Anderen für Vorträge.

    Alles, ohne das mal irgendwas hängenbleibt?

    Meine Erfahrung ist, tritt es im Frühjahr auf, wird lieber weggeguckt, weil man ja den Honig ernten will.

    Ich bin Jungimker, und habe mich, so dachte ich, gut vorbereitet, aber das habe ich nicht erwartet, ich habe damit gerechnet das ich 2-3h die Woche für dieses wundervolle Hobby aufbringen müsste, doch allein die Recherchearbeit frisst ganze Wochen, und einen Königsweg zu finden ist, so glaube ich mittlerweile, nicht möglich.

    Und es ist nur eine Problemstellung, mit der man konfrontiert werden kann, aber dafür auch Eines der fetten Kategorie. Alles Andere ist vergleichsweise einfach. ;)

    Wenn es ums Thema Einfütterung geht, hört man sehr viel verschiedene Meinungen und liest beispielsweise von Futtermengen 15 kg bis 28 kg. Die einen füttern im September komplett ein, die anderen warten bis Ende Oktober. Usw.

    Den Ausführungen von ribes sind schon recht ausführlich. Bis spätestens Mitte/Ende September sollte alles Futter in den Völkern sein, die Winterbienen sollen mit ausreichend "Speck" grossgezogen werden. Je nach Region, sind die Trachtlücken im Juli/August schon signifikant. Oktober wäre mir viel zu spät, da kann es hier bereits knackig kalt werden. Da will ich keine Bienen mehr mit Futterverarbeitung stressen.

    U. a. im Thread "Richtig wiegen" finden sich diverse Richtwerte und Betriebsweisen.

    Wenn du eine begattete Königin unbedingt verlieren willst, häng sie so in ein drohnenbrütiges Volk. Alkohol ist nichts, was zum Einweiseln sinnvoll taugt. Lösungsvorschläge wurden doch schon reichlich unterbreitet. Vom langen Hältern im verschlossenen Zusetzkäfig, ist man mittlerweile auch ab.

    Ist CPV für ein Volk sofort tödlich? Nein. Somit wird zwar nicht 100 % der Völker betroffen sein, Aber es ist eine höhere Prozental anzunehmen. Bei Varroa gegen wir im Übrigen von 100% befallener Völker aus, und leider stört das auch niemanden, auch mit Varroa kann ein Volk leben.

    In einem älteren Versuch (ca. 20 Jahre) aus Frankreich, erhielt man als Resultat einen Befallsgrad von 55% bei Völkern mit Anzeichen von CBPV. Dort hatte man die Forschung wieder aufgenommen, nach erhöhtem Auftreten. Zwei unterschiedliche Verfahren und verschiedene Proben( tote Bienen, kranke Bienen, augenscheinlich gesunde Bienen) Ziemlich hinten im Dokument, ist eine deutsche Zusammenfassung.Detection of CHPV infection

    Die jetzt schon ersichtlichen Eigenschaften überwiegen, in meinen Augen, einen evtl auftretenden Schwarmtrieb in 2021. Der könnte dir auch mit zugekauften Kö passieren. Hängt auch sehr viel von der Schwarmverhinderung des Imkers ab. Da gibt es bestimmt im Warré auch Möglichkeiten.

    Die Schwarmneigung insgesamt geht an meinen Ständen seit Jahren zurück, die F2 Generationen sind schwarmfaul, sogar die Einzargig geführten, wenig Spielnäpfchen, keine SZ. Gilt auch für eine F1Abkunft, die letztes Jahr noch im Baum hing.

    Nachdem ich einige Tage tote Bienen sammelte und Mitte Juni nach Freiburg zu Dr. Tritschler schickte, kam heute die Bestätigung: hoher Befall an CBPV. Umweiseln in der Bienenkiste ist wohl kaum möglich

    Die Königin zu tauschen ist nicht möglich, bzw nur unter hohem Aufwand(Abtrommeln, Sieben, etc)

    Du könntest versuchen, mit unmittelbarer Langzeitverdunstung AS, über Nassenheider im hinteren leergeräumten HR ,die befallenen Bienen zu eliminieren.

    Aber wenn es schon 4 Wochen so läuft, wird auch nicht mehr die Welt an gesunden Bienen vorhanden sein, ggf. Kippkontrolle und schauen, wie viele Bienen überhaupt noch in den Wabengassen sind.

    Ansonsten, um Ansteckung zu vermeiden, abschwefeln.

    Schwarmherkunft der besiedelten Kiste wäre interessant. Naturschwarm, Kunstschwarm?

    Eine weitere Möglichkeit.

    Nicht alle Imker haben CPV, ABPV auf dem Schirm bzw. ist die Zuordnung der Symptome nicht so ganz einfach. Bei mir war es auch erst der Varroavortrag von Guido Eich, der mich im Nachhinein drauf gebracht hat, was ich damals am Stand hatte. Außerdem wirds schwierig bei Waldtracht, da guck ich mir das Umfeld jeder haarlos heimkehrenden Biene am Flugloch mit Argusaugen an.

    Vielfach werden zitternde Bienen mit PSM erklärt. Völkerverluste hängt keiner gerne an die grosse Glocke. Nach den Einträgen hier zu urteilen, ist es ein verbreitet auftretendes Virus, über das ungern oder gar nicht geredet wird.


    ingrid . Deiner Handlungsweise gebührt echt Respekt. Denke mal, die anderen Völker bekommst du so in den Griff, weil du ja weisst, um was es sich handelt.

    Ach, es wäre wirklich besser gewesen sich vorher zu informieren?


    Und ja, in diesem Fall kann man relativ schnell fündig werden (wobei die ersten drei Beiträge auch wieder Verlinkungen sind), aber bei 90% meiner (Anfänger-)fragen reichte es eben nicht aus mal eben ins Einsteigerforum zu gehen und drei Beiträge weiter hatte ich alles auf dem Silbertablett. Deswegen habe ich kurz darauf geantwortet.


    Kommt nicht wieder vor. ;)

    Ja, was für eine Zumutung, auch noch Verlinkungen in solchen Beiträgen zu finden und die evtl auch zu lesen. ;)

    Und wenn das schnelle Auffinden, respektive Silbertablett mittlerweile das Mass aller Dinge ist, ok.

    Irgendwo ist die Fragestellung aufgetaucht, wie viel Prozent der unbegatteten oder begatteten Königinnen von Vermehrern oder Züchtern, durch falsches Zusetzen über die Wupper gehen...

    Ich erhöhe meinen hausinternen Tipp auf mind. 40%.

    Du kannst natürlich risky business machen und versuchen die Damen nach diesen 9 Tagen auf Rähmchen hinzuzusetzen, ganz gleich ob sie schon in Eilage sind. Nach der Theorie nehmen hoffnungslos weisellose Völker jede Königin, aber im Sommer ist es wohl schwer.


    Das jetzige Vorgehen ist sehr wahrscheinlich zum scheitern verurteilt.

    Das ist nicht nur wahrscheinlich zum Scheitern verurteilt, sondern hier mal ausnahmsweise in der Imkerei, mit 100% Sicherheit.

    Und so ganz steige ich nicht durch deinen Beitrag. Da handelt es sich ja wohl um eine eingeweiselte begattete Königin und eine mind. 9 Tage weisellose Einheit, komplett andere Baustelle.


    Vitali-FDS :Was wurde aus den begatteten Königinnen, die entnommen worden sind?

    Sry, aber hier muss man leider ein wenig aufräumen, da einiges falsch ist.


    Ersteinmal ist eins sicher, die Milbe kann kein Vektor für die CBPV sein, die CBPV ist eine genetische Präposition, d.h. eine genetische Veranlagung die eine Anfälligkeit gegenüber dem Paralysevirus verursacht.


    Mit dem wissen weiß man jetzt aber auch zu sicher wie man die Krankheit (disposition) heilt: Umweiseln mit einer genetisch heilen Mutter, also keinem Nachkömmling der selben Mutter.

    Die genetische Ursache bei CBPV wurde im Video von Dr. Kärcher als Hyphothese geäussert. Da du so sicher bist, hast du bestimmt auch die wissenschaftlichen Quellen dazu parat. Wäre schön, wenn du die hier verlinkst.