Beiträge von Benjabien

    Moin Zusammen,


    wenn die Lagerbedingungen stimmen, kannst Du es Dir leisten beim Verkauf nicht aufs Gas drücken zu müssen. Dann lagerst Du eben für schlechte Jahre ein, besonders, wenn Du Sortenhonig erntest.


    Je nachdem, wie groß Dein Familien- und Freundes- und Kollegenkreis ist, also die Menge Menschen, denen Du Honig schenken magst/musst, verschwindet Deine Ernte ohne Verkauf.


    Ich würde ebenfalls sagen, es ist letzlich eine Frage der Erfahrung und des Herumexperimentierens.


    Viele Grüsse von Benjabien

    Das sieht sehr interessant aus. Die ganze Arbeit werde ich nicht lesen können, aber vielleicht schaffe ich es, mich reinzulesen; das wäre schon viel. Mal sehen.


    Witzigerweise habe ich gestern eine kleine Umfrage zusammengebastelt, die sich - wenn auch wesentlich bescheidener - mit vergleichbaren Fragen befasst. Mindestens im Titel.


    Es ist sicherlich fragwürdig, jetzt hier darauf hinzuweisen, denn schliesslich bin ich kein Wissenschaftler und nicht mal Akademiker. Doch was, soll´s; wer sich für Umfragen interessiert, clickt halt drauf, und wer nicht, nicht.


    Aber, um auf Gerstung und Zander zurückzukommen: Im berühmten Buch Der Bien und seine Zucht, läßt sich der Gerstung immer wieder und wieder über die anderen zeitgenössischen Rähmchenmasse in herabsetzender Weise aus, durchaus siegessicher und vielleicht sogar hochmütig.


    Umso tiefer und rätselhafter dann der Fall, denn Gerstung ist von der Bildfläche nahezu komplett verschwunden.


    Schönen Sonntag allerseits, und viele Grüsse von

    Benjabien

    Hallo Miteinander,


    gibt es in dem Buch Hinweise darauf, warum sich das Gerstungmass nicht durchgesetzt hat, sondern das schon damals stark in der Kritik befindliche Deutsch Normal und Zander ?


    Viele Grüsse von Benjabien

    Hallo Miteinander,


    als Bienengiftallergiker in Hypo-Biene-Behandlung befindlich, nehme ich seit Jahren schon eine ganz bestimmte Sorte von Haushaltshandschuhen zum Imkern. Nämlich die Grünen mit Futter. Wichtig ist, dass es sich um gewirktes Futter handelt, und nicht um eine Beflockung.


    Der Grund ist der, dass die Haushaltshandschuhe knackeng sitzen und für das nötige Fingerspitzengefühl sorgen. Das gewirkte Futter hingegen krümelt nicht beim Schwitzen, und wenn einmal ein Stich hineingeht, so bekomme ich nicht die volle Dröhnung ab, sondern nur ganz wenig bis gar nichts.


    Nachteil ist eben die Schwitzerei, und dass man die Dinger anschliessend auf links drehen muss, damit sie trocknen können. Um sie dann wieder richtigherum zu bekommen, puste ich einmal kräftig hinein.


    Viele Grüsse von Benjabien

    Hallo Miteinander,


    vor einigen Jahren hatte ich das auch bei einem Volk: Schwarze aufgedunsene Bienen, die nicht mehr wußten, wo sie waren, und auch nicht mehr adäquat reagieren konnten. Beispielsweise auf Rauch.


    Es war ungefähr Mai/Juni und es wurde leider immer schlimmer. Die Königin versuchte gegen die Krankheit anzustiften, aber vergebens. Jede Woche mußte ich eine Schaufel tote Bienen vor der Beute entfernen und bestatten.


    Die Gesundheitsobleute im Verein wußten keinen Rat, die einschlägigen Bücher halfen nicht weiter, und auch Leute vom Fach persönlich zu kontakten hätte ich mir ersparen können.


    Schließlich war es Ende Juni und ich fürchtete, dass die Krankheit auf Nachbarvölker übergreift. Es mußte etwas geschehen.


    Ich machte eine totale Bauerneuerung, sprich komplette Brutentnahme. Dabei spekulierte ich darauf, dass nur die Jungbienen erkrankt waren; schliesslich flog das Volk nach wie vor.


    Die alte Königin kam in die Brutscheune, und den Flugling habe ich neu beweiselt. Es war Anfang Juli (der optimale Zeitpunkt für diese Massnahme, was Honigertrag betrifft und Jungbienenknick.)


    Und siehe da. Der neu beweiselte Flugling hatte keine kranken Bienen mehr. Und die Brutscheune mit der Altkönigin wunderbarerweise auch nicht.


    Ich weiss nicht, ob das Zufall war und in jedem Fall so klappt, doch ist das vielleicht ein Hinweis auf ein sinnvolles Vorgehen.


    Zeitlich frühere Brutentnahme wirkt sich auf den Honigertrag ungünstig aus, und der Knick in der Jungbinenkurve fällt wohl drastischer aus. Acht Wochen soll es dauern, bis ein Wirtschaftsvolk sein Brutnest wieder auf die alte Grösse vor dem Eingriff bringen kann.


    Viele Grüsse von Benjabien

    Hallo Miteinander,

    wie bekomme ich ohne große Verwerfungen die Begleitbienen in den gelben Zusetzkäfig hinein ?


    Und wie dann noch die Königin dazu ?


    Und das Ganze, ohne der Lady eine Gliedmasse abzuknipsen, wenn ich den Deckel wieder zuschiebe ?


    Gibt es da einen Trick ? - Mir will diese Aufgabe schier unlösbar erscheinen, und ich freue mich auf sachdienliche Hinweise in dieser Sache.


    Viele Grüsse von Benjabien

    Ja, die Beuten sind ja auch Ausdruck einer Tradition, und dementsprechend mit der Landschaft, in der sie entstanden sind, verbunden. Das hängt dann eben auch mit der verwendeten Bienenrasse zusammen. Aber auch mit Faktoren, die wir gar nicht so kennen.


    Beispielsweise war das Gerstung-Mass sicherlich seiner Zeit voraus, weil es Rücksicht auf die kugelige Form des Brutnestes nahm, und dabei den Futterkranz so ins Gebet mit einbezog, dass immer noch gut Überschuss für den Honigraum entstehen konnte. Doch es hat sich nicht durchgesetzt, sondern ist so gut wie verschwunden.

    Es kommt übrigens dem nahe, was heute die Mellifera Einraumbeute als Mass beherbergt.

    Hallo Miteinander,


    ich habe neulich mit einer zertifizierten Bestäubungsimkerin gesprochen. Die Regelung mit dem Abwandern aus dem Alten Land auf Zuruf kommt mir bekannt vor. Nach allem, was mir ausserdem vom Gespräch in Erinnerung blieb, ist das Bestäubungsimkern eine ziemlich anspruchsvolle Sache; besonders, wenn es im Gewächshaus oder im Folientunnel stattfinden soll. Bisweilen ist gar nicht mit Honig zu rechnen, sondern vielmehr mit Zufüttern. Kommt aber auf die jeweilige Kultur an. Aber wahrscheinlich erzähle ich Euch gar nicht viel Neues. -


    Schönen Sonntag und viele Grüsse von

    Benjabien

    Hallo Miteinander,


    weiss jemand von Euch, was es ausser der Mammutaktion Erdreich ausheben und Völker abschwefeln, noch für Massnahmen zur Schadensbegrenzung gibt ? - Eich sprach ja von x-Massnahmen, also scheinen noch weitere sinnvolle zu existieren. - Mir war auch nur die oben genannte bekannt.


    Schönen Sonntag allerseits und Gruss aus Hamburg,


    Benjabien

    Hallo Miteinander,


    vor einigen Jahren war der Kleine Beutenkäfer in aller Munde :huh: und es gab auch schon blinden Alarm. Jetzt hat man aber länger nichts mehr von dieser Bedrohung gehört. Und ich frage mich, ob es das jetzt gewesen ist, oder ob er im Juni dann doch plötzlich da ist ? - Ich habe mit dem Guido Eich darüber gesprochen, und der wunderte sich auch darüber, dass das Tier in den vergangenen sechs Jahren Italien scheinbar nicht verlassen habe. Allerdings könne der kleine Käfer es jederzeit über die Alpen schaffen. - Es bleibt also spannend. - Allerdings meinte Eich, wenn er dann mal da wäre, bekäme man ihn nicht mehr weg, sondern wäre einzig auf Eindämmungsmassnahmen angewiesen, von denen aber wohl einige zur Verfügung stünden. - Er wirkte ziemlich gelassen, aber ich finde diese Aussichten nicht so dolle.


    Viele Grüsse von Benjabien

    Hallo Miteinander,


    nur frisch produziertes Wachs für Mittelwände zu haben/verwenden, ist Luxus. Bei mir jedenfalls klappt das mengenmässig ganz und gar nicht.


    Deswegen mache ich es so, dass ich Biomittelwände dazukaufe und diese sozusagen als Triplemix in den Wachskreislauf eingebe. Also meine umgearbeiteten Mittelwände bestehen somit aus konventionellem Altwachs, ursprünglichen Biomittelwänden und Entdeckelungswachs.


    Ich gehe davon aus, dass dies eine brauchbare Methode ist, um einer wahrscheinlichen Konzentration von Schadstoffen im Wachskreislauf mit den Jahren zu begegnen.


    Viele Grüsse von Benjabien

    Hallo Miteinander,


    eben lese ich diesen alten Faden, und nun habe ich etwas zum updaten:


    Nach endlosen Mühen konnte ich tatsächlich eine alufreie Hyposensibilisierung durchziehen; es ist wirklich bemerkenswert, dass es derart schwierig war, das durchsetzen zu können. Wer hätte das gedacht ?


    Also jenseits von Vernunft, ob alufrei überhaupt notwendig ist. Diese Therapie steht amtlich zugelassen zur Verfügung, selbst dem Kassenpatienten, aber einen Arzt zu finden, der sie auch anwendet, war beinahe nicht möglich. Die Begründungen dazu waren medizinisch wenig überzeugend; wie es sich mir im Nachhinein darstellt. In erster Linie dürfte pure Gewohnheit der Grund dafür sein, aluminiumhaltig zu behandeln.


    Mittlerweile bin ich im zweiten Jahr der Erhaltungstherapie, das Intervall beträgt nun 5-6 Wochen, und wenn mich mal eine Biene sticht, dann ist das fast so harmlos, wie ein Mückenstich. Also, ich denke, die Mühe hat sich gelohnt.


    Natürlich beobachte ich das weiter, ob die Symptomlosigkeit stabil bleibt.


    Und nein; ich mußte nicht umsteigen, sondern habe sowohl in der Aufdosierungs- als auch in der Erhaltungsphase ein- und dasselbe Präparat erhalten.


    Wer sich dafür im Detail interessiert, kann das hier gerne nachlesen.


    Viele Grüsse einstweilen von Benjabien

    Moin,


    seinerzeit, als ich mit den Bienen angefangen habe, war ein einziges Volk sinnvoll und richtig. Als ich es erfolgreich durch den Winter gebracht hatte, machte es im Jahr drauf Sinn ein zweites Volk in Gestalt eines Ablegers daneben zu stellen.


    Der Sinn ist also mit den Anforderungen und den imkerlichen Fähigkeiten und dem Verständnis der Materie irgendwie mitgewachsen.


    Meine persönliche Wohlfühlgrenze ist nun mit an die sechs Völker überschritten, und ich finde, es macht Sinn wieder auf drei Völker zu reduzieren.


    Und so geht es mit der Zeit auf und ab mit dem Jojo-Effekt.


    Schöne Grüsse von Benjabien :|