Beiträge von Benjabien

    Hallo Miteinander,

    wie bekomme ich ohne große Verwerfungen die Begleitbienen in den gelben Zusetzkäfig hinein ?


    Und wie dann noch die Königin dazu ?


    Und das Ganze, ohne der Lady eine Gliedmasse abzuknipsen, wenn ich den Deckel wieder zuschiebe ?


    Gibt es da einen Trick ? - Mir will diese Aufgabe schier unlösbar erscheinen, und ich freue mich auf sachdienliche Hinweise in dieser Sache.


    Viele Grüsse von Benjabien

    Ja, die Beuten sind ja auch Ausdruck einer Tradition, und dementsprechend mit der Landschaft, in der sie entstanden sind, verbunden. Das hängt dann eben auch mit der verwendeten Bienenrasse zusammen. Aber auch mit Faktoren, die wir gar nicht so kennen.


    Beispielsweise war das Gerstung-Mass sicherlich seiner Zeit voraus, weil es Rücksicht auf die kugelige Form des Brutnestes nahm, und dabei den Futterkranz so ins Gebet mit einbezog, dass immer noch gut Überschuss für den Honigraum entstehen konnte. Doch es hat sich nicht durchgesetzt, sondern ist so gut wie verschwunden.

    Es kommt übrigens dem nahe, was heute die Mellifera Einraumbeute als Mass beherbergt.

    Hallo Miteinander,


    ich habe neulich mit einer zertifizierten Bestäubungsimkerin gesprochen. Die Regelung mit dem Abwandern aus dem Alten Land auf Zuruf kommt mir bekannt vor. Nach allem, was mir ausserdem vom Gespräch in Erinnerung blieb, ist das Bestäubungsimkern eine ziemlich anspruchsvolle Sache; besonders, wenn es im Gewächshaus oder im Folientunnel stattfinden soll. Bisweilen ist gar nicht mit Honig zu rechnen, sondern vielmehr mit Zufüttern. Kommt aber auf die jeweilige Kultur an. Aber wahrscheinlich erzähle ich Euch gar nicht viel Neues. -


    Schönen Sonntag und viele Grüsse von

    Benjabien

    Hallo Miteinander,


    weiss jemand von Euch, was es ausser der Mammutaktion Erdreich ausheben und Völker abschwefeln, noch für Massnahmen zur Schadensbegrenzung gibt ? - Eich sprach ja von x-Massnahmen, also scheinen noch weitere sinnvolle zu existieren. - Mir war auch nur die oben genannte bekannt.


    Schönen Sonntag allerseits und Gruss aus Hamburg,


    Benjabien

    Hallo Miteinander,


    vor einigen Jahren war der Kleine Beutenkäfer in aller Munde :huh: und es gab auch schon blinden Alarm. Jetzt hat man aber länger nichts mehr von dieser Bedrohung gehört. Und ich frage mich, ob es das jetzt gewesen ist, oder ob er im Juni dann doch plötzlich da ist ? - Ich habe mit dem Guido Eich darüber gesprochen, und der wunderte sich auch darüber, dass das Tier in den vergangenen sechs Jahren Italien scheinbar nicht verlassen habe. Allerdings könne der kleine Käfer es jederzeit über die Alpen schaffen. - Es bleibt also spannend. - Allerdings meinte Eich, wenn er dann mal da wäre, bekäme man ihn nicht mehr weg, sondern wäre einzig auf Eindämmungsmassnahmen angewiesen, von denen aber wohl einige zur Verfügung stünden. - Er wirkte ziemlich gelassen, aber ich finde diese Aussichten nicht so dolle.


    Viele Grüsse von Benjabien

    Hallo Miteinander,


    nur frisch produziertes Wachs für Mittelwände zu haben/verwenden, ist Luxus. Bei mir jedenfalls klappt das mengenmässig ganz und gar nicht.


    Deswegen mache ich es so, dass ich Biomittelwände dazukaufe und diese sozusagen als Triplemix in den Wachskreislauf eingebe. Also meine umgearbeiteten Mittelwände bestehen somit aus konventionellem Altwachs, ursprünglichen Biomittelwänden und Entdeckelungswachs.


    Ich gehe davon aus, dass dies eine brauchbare Methode ist, um einer wahrscheinlichen Konzentration von Schadstoffen im Wachskreislauf mit den Jahren zu begegnen.


    Viele Grüsse von Benjabien

    Hallo Miteinander,


    eben lese ich diesen alten Faden, und nun habe ich etwas zum updaten:


    Nach endlosen Mühen konnte ich tatsächlich eine alufreie Hyposensibilisierung durchziehen; es ist wirklich bemerkenswert, dass es derart schwierig war, das durchsetzen zu können. Wer hätte das gedacht ?


    Also jenseits von Vernunft, ob alufrei überhaupt notwendig ist. Diese Therapie steht amtlich zugelassen zur Verfügung, selbst dem Kassenpatienten, aber einen Arzt zu finden, der sie auch anwendet, war beinahe nicht möglich. Die Begründungen dazu waren medizinisch wenig überzeugend; wie es sich mir im Nachhinein darstellt. In erster Linie dürfte pure Gewohnheit der Grund dafür sein, aluminiumhaltig zu behandeln.


    Mittlerweile bin ich im zweiten Jahr der Erhaltungstherapie, das Intervall beträgt nun 5-6 Wochen, und wenn mich mal eine Biene sticht, dann ist das fast so harmlos, wie ein Mückenstich. Also, ich denke, die Mühe hat sich gelohnt.


    Natürlich beobachte ich das weiter, ob die Symptomlosigkeit stabil bleibt.


    Und nein; ich mußte nicht umsteigen, sondern habe sowohl in der Aufdosierungs- als auch in der Erhaltungsphase ein- und dasselbe Präparat erhalten.


    Wer sich dafür im Detail interessiert, kann das hier gerne nachlesen.


    Viele Grüsse einstweilen von Benjabien

    Moin,


    seinerzeit, als ich mit den Bienen angefangen habe, war ein einziges Volk sinnvoll und richtig. Als ich es erfolgreich durch den Winter gebracht hatte, machte es im Jahr drauf Sinn ein zweites Volk in Gestalt eines Ablegers daneben zu stellen.


    Der Sinn ist also mit den Anforderungen und den imkerlichen Fähigkeiten und dem Verständnis der Materie irgendwie mitgewachsen.


    Meine persönliche Wohlfühlgrenze ist nun mit an die sechs Völker überschritten, und ich finde, es macht Sinn wieder auf drei Völker zu reduzieren.


    Und so geht es mit der Zeit auf und ab mit dem Jojo-Effekt.


    Schöne Grüsse von Benjabien :|

    Hallo pepeto,


    zwei dunkle Waben klingt ja nicht so, wie wenn da nun dringend Handlungsbedarf bestünde. Die Frage ist, wie alt diese Waben sind ?


    Früher gab es den Handtest, um dafür einen Anhaltspunkt zu erhalten: Kannst Du im Gegenlicht den Schatten Deiner Hand erkennen, die Du hinter die zweifelhafte Wabe hältst, ist sie noch brauchbar.


    Es ist auch zu bedenken, dass aus Bienensicht dunkle Waben hygienischer sind, weil gut propolisiert. Im Winter und im zeitigen Frühjahr werden sie sowieso bevorzugt, wahrscheinlich weil es sich auf ihnen komfortabler sitzt. Sollten diese Waben allerdings mehrmals repariert worden sein, dünne oder fehlende Krabbelstege aufweisen, jede Menge Varroakot und stehen gebliebene Zellen etc., sieht die Sache natürlich anders aus.


    Wahrscheinlich würde ich - um Deine Frage zu beantworten - zur Honigraumzeit die Brut über dem Absperrgitter auslaufen lassen, wie es Bienen Ede schon vorgeschlagen hat. Möglicherweise würde ich aber auch anders vorgehen. Beispielsweise Ende April einen zweiten Brutraum aufsetzen und die fraglichen Waben entnehmen, sobald die Königin mit dem Brutnest nach oben gezogen ist.


    Wenn Du im Warmbau imkern solltest, geht das alles wiederum ganz anders. Dann könnten die fraglichen Waben langsam an den Rand wandern, also fluglochfern.


    Ich persönlich imkere im Kaltbau und entnehme jedes Jahr eine ganze Zarge mit zweijährigen Waben; meistens Ende August, oder Ende März. Das sorgt immer für ziemlichen Wirbel auf dem Bienenstand; besonders im Spätsommer, wenn Räubereizeit ist. Hier habe ich das mal beschrieben.


    Besser ist es den Zargentausch im Frühjahr zu erledigen, im Zuge mit dem Bodenwechsel. Dann sehe ich auch, wie stark der Wintertotenfall bei den einzelnen Völker ausgefallen ist.


    Viele Grüsse von Benjabien

    Hallo Miteinander,


    in der Rückschau auf das Jahr 2019 hat auf meiner Bienenseite ein Beitrag die meisten Aufrufe erzielt, und zwar ein Interview mit einem Imkerkollegen, der seit über 20 Jahren imkert und dabei erst mit seinem Renteneintritt begonnen hat. Er hat mit den Jahren imkerlich einiges ausprobiert, und was mir so gut gefällt ist eigentlich seine unaufgeregte Haltung zu dem ganzen Feld. Ich denke mit dem fortschreitenden Alter hat man einfach nicht mehr so viele Kapazitäten frei für Eitelkeit, Anfeindungen, Rechthaberei und Modemaschen.


    Sein frappierendes Fazit ist: Man kann mit den Bienen ordentlich umgehen, auch wenn man Honig erntet. - Hier könnte man fast philosophisch werden und an den kategorischen Imperativ von Immanuel Kant erinnern: „Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde.“ - In der Praxis klappt das - wie wir wissen - natürlich nicht, und besonders nicht reibungslos, aber ich finde ein Jahreswechsel ist nicht nur die Zeit der sportlichen Vorsätze für die nächsten zwei Monate, sondern auch eine gute Gelegenheit an diese alte Utopie zu erinnern, und ein bischen davon zu knabbern.


    Warum aber nun das Interview mit dem Imkerkollegen so häufig aufgerufen wird, steht für mich nicht eindeutig fest. Möglicherweise liegt es an seiner unbeabsichtigt provokativen Einsicht, dass naturnahes Imkern für uns Bienenhalter überhaupt nicht möglich ist. - Wobei allerdings aussen vor bleibt, worin sich naturnahes Imkern von wesensgemässer Bienenhaltung unterscheidet. Wer das ziemlich lange Gespräch nachlesen möchte, klickt hier.


    Ich möchte mir jedenfalls von der unaufgeregten Haltung des Interviewpartners eine dicke Scheibe abschneiden, fair mit den Bienen umgehen, Honig ernten, weiterhin ausprobieren und die Sache verfeinern.


    Einen guten Rutsch ins neue Jahr schon mal vorab,

    viele Grüsse von


    Benjabien

    Wie oben schon erwähnt, habe ich mit dem Besprühen von Oxalsäure eine schlechte Erfahrung gemacht: Ein ganzer Haufen Bienen ging dabei kaputt, und nur zwei drei Milben sind gefallen, trotz Brutfreiheit des betreffenden Volks. Ob nun der Rest der Milben auf den getöteten Bienen sass, kann an dieser Stelle nur vermutet werden.


    Auf jeden Fall hat dieses Volk nun sein Milbenfallniveau von Juli wieder, nämlich 0,4/Tag - Ich denke, Oxalsäure versprühen ist genauso bienenschädlich, wie beträufeln. Man kann hier also zwischen Pest und Cholera auswählen. Die Milchsäure scheint eine Art zugelassener Alternative zu sein, wenn die nur nicht so unzuverlässig wäre. Und ich mag die Völker jetzt nicht auseinander nehmen; also werde ich beträufeln, aber im Grunde um 10ml unterdosiert. Meistens wird ja zuviel hineingegeben; nach dem Motto "Viel hilft viel".

    Jetzt, Ende November rückt die Zeit für die Winterbehandlung der Bienen näher. Die Witterung in Hamburg ist dazu denkbar ungünstig. Viel zu warm. Das Thermometer strebt die 10°C Marke an, fehlt nicht mehr viel, und die Bienen fliegen wieder durch die Gegend.

    Der natürliche Milbentotenfall eiert bei mir um die Juli-Werte herum. (nur ist jetzt der Faktor 500 und nicht mehr 200-300) Fast scheint es, wie wenn die Sommerbehandung nicht viel gebracht habe. Jedenfalls ging eine Oxalsäurebesprühung im September ziemlich schief. Hat einem Volk die Winterbienen erledigt, aber kaum eine Milbe erwischt; trotz erwiesener Brutfreiheit. Kann ich also nur abraten. - Ich denke, wir sind jetzt soweit, im Juli besser eine totale Brutentnahme zu machen, um die Milben aus den Völkern zu bekommen.


    Aber jetzt, steht erstmal die Träufelbehandlung mit OX an. Dazu sollen die Bienen bekanntlich eng sitzen, was bei den aktuellen Temperaturen aber nicht mal abends gewährleistet ist. - Schöne Schei.. .


    Wie sieht es bei Euch aus ?


    Gruss von Benjabien

    Hallo Miteinander,


    habt Ihr schon die Mäusegitter dran ? Hier in Hamburg gibt es immer noch - sehr vereinzelt - Wespen, die in die Völker eindringen und Bienen zerknabbern. Deswegen sind die Fluglöcher bei mir immer noch sehr klein.


    Viele Grüsse von Benjabien