Beiträge von Benjabien

    Hallo Miteinander,


    auf meinem Bienenstand gibt es auch ein Volk mit 30 Milben täglicher Totenfall. Allerdings steht dieses Volk immer noch unter dem Einfluss der letzten Schwammtuchbehandlung. 14 Tage später könnte ich den natürlichen Milbentotenfall beurteilen.


    Sollte sich aber vorher noch ein schöner warmer Tag einstellen, möchte ich mir das Brutnest angucken. Wie es aussieht, und ob ich geschädigte Bienen erkennen kann. Wenn ich da echt Desaströses sehen sollte, würde ich mit der Entdeckelungsgabel die Brutzellen aufreissen, um Brutfreiheit zu erzwingen; die Bienen würden über Nacht die Zellen leeren, und am nächsten Tag würde ich behandeln. Entweder mit Oxalsäure oder mit Milchsäure.


    Brutentnahme wäre keine wirkliche Option, so spät im Jahr.


    Das ist der Plan, trocken am Tisch, aber ob ich es dann auch so verwirkliche.....wer kann das wissen ?


    Viele Grüße von Benjabien

    Hallo Miteinander,

    habe aus gegebenem Anlaß diesen schon älteren Faden wieder aufgespürt und möchte etwas zum 2. Flugloch wissen.


    Wirft das nicht komplett den Wärmehaushalt innerhalb der Beute im Winter durcheinander, wenn permanent Durchzug besteht ?


    Ich kann mir kaum vorstellen, daß da Segen draufliegt auf einem zweiten Flugloch fürs aufgesetzte Volk.


    Oder gibt es da einen Trick, den die Könner parat haben ?


    Über das Verhalten zweier Königinnen in einem Volk gibt es verschiedene Meinungen. Nach allem, was ich bisher darüber gelesen habe, klappt das mit dem Absperrgitter im Winter erstmal nicht. Doch verschiedentlich begegnet einem die Erfahrung, daß es nach einer - wie auch immer gearteten - Eingewöhnungsphase, wohl durchaus doch gelingen kann, daß zwei Völker übereinander, nur durch ein Absperrgitter voneinander getrennt, überwintern können.


    Ausprobiert habe ich das allerdings noch nicht. Ich finde es aber sehr interessant anhand einer solchen Konstruktion etwas über die Bienen zu erfahren, was sich im "Normalbetrieb" nicht offenbart.


    Freue mich über sachdienliche Hinweise.

    Viele Grüße von Benjabien

    Moin zusammen,

    eine letztes Jahr mit Wasser verdünnte Oxalsäurelösung zum Sprühen (ohne Zucker) hat ein langes Verfallsdatum aufgedruckt, mehrere Jahre. Ich meine auch, daß in der Gebrauchsanweisung davon die Rede ist, die angemische Lösung sei über so einen Zeitraum haltbar; wenigstens wird das aber so suggeriert.


    De Fakto ist jedoch nach der Anwendung in diesem Jahr nur eine einzige Milbe gefallen. - Ich kann es mir jetzt aussuchen, ob die Lösung tatsächlich nicht mehr wirkt, oder ob der brutfreie Ableger nahezu milbenfrei war.


    Im Juli veranstalte ich stets ein ausgiebiges Milbenmonitoring über 14 Tage, da werde ich es besser erkennen können, wie es steht.


    Viele Grüße von Benjabien

    Dazu gibt's doch schon unzählige Beiträge hier...

    Ja, ich habe natürlich die Suchfunktion bemüht, aber nichts gefunden, was mir die Sache erklärt, sondern nur gelegentliche Erwähnungen des Wortes "Warmbau" oder "Kaltbau" in weiteren Zusammenhängen, die mich gerade nicht interessieren. Daher habe ich es mir gestattet, eine Frage zu stellen.


    Interessant finde ich das mit dem Leerraum, dem Drohnenrahmen und dem Schied vorne. - Es scheint also im Ermessen des Imkers zu liegen, ob man den Bienen so einen Leerraum gönnt, oder ob man gleich nach einer Pollenwabe mit dem Brutnest beginnt.

    Hallo Miteinander,


    eine Frage an die erfahrenen Bienenhalter und Imker. Wir wissen ja, daß sich ein Brutnest kugelförmig ausdehnt, mit Pollengürtel und Futterkranz. Welche Beobachtungen gibt es nun hinsichtlich Kalt- bzw. Warmbau ? Gibt es da Unterschiede im Brutnestdetail ? Also beispielsweise Richtung Flugloch, was ist auf den ersten Warmbauwaben, gleich hinter dem Flugloch; Futterkranz, Pollen, oder schon Brut ? - Wo ist im Warmbau der Drohnenrahmen richtig untergebracht ? Wo im Kaltbau ?


    Kann eine Umstellung, einfach dadurch gerecht werden, daß man - wie Warré es empfiehlt - die Zargen einfach um 90° dreht, und fertig ist der Lack ? oder muß die innere Brutnestordnung dem angepaßt werden ?


    Was meint Ihr ? Was sind Eure Erfahrungen ? und Beobachtungen ?


    Ich würde mich über sachdienliche Hinweise sehr freuen, und wünsche allseits einen guten Start in die Saison.


    Benjabien

    warum auskochen? hast du so oft AFB??

    ich muss meinen "PlastikSCH... nie auskochen ausser im Og Fall.

    Also wenn man Holz nun auch noch regelmässig desinfizieren muss... dann lieber Styro

    Also AFB hatte ich bisher noch nie am Stand; Gott sei Dank. - Doch das Chronische Bienenparalysevirus hatten meine Bienen letztes Jahr nachgewiesenermassen. Und damit sich das nicht weiterverbreitet, habe ich alle betroffenen Beutenteile ausgeflammt, den Bienenbesen verbrannt und auch die Stockmeißel und alles, was Hitze aushält, mit dem Fön desinfiziert.

    Ganz klares Votum: Holz und nix anderes ! - Denn nur Holz kannst Du mit dem Heißluftfön desinfizieren. Den ganzen Plastiksche.. muß man unter einem Riesenaufwand mit Ätznatron auskochen. - Außerdem ist Holz eine nachwachsende Ressource, und in der Bienenhaltung wird schon genug Plastik verballert. Man hat tatsächlich auch eine Verantwortung für die nachkommenden Generationen zu übernehmen, wenn die schon unsere Schulden tragen müssen. - Und letztlich ist Holz auch schöner anzusehen als Styropor & Co.

    Hallo Miteinander,

    im vergangenen Jahr hatte ich auch diese schwarzen Zitterbienen auf dem Stand. Eine Bienenprobe davon hatte ich nach Celle geschickt, und dort hat man dann den Verdacht bestätigt: CBPV - doch eine Empfehlung dagegen vorzugehen gab es nicht. - Also mußte ich alleine gucken, wie ich damit klarkomme.

    Ich habe dann eine Grube gegraben, alle Bienen dorthinein abgefegt (außer die Königin). Wer halbwegs gesund war, flog zurück nach Hause, wer sich dazu außerstande sah (die Kranken und die Jungen) blieb in der Grube...


    Das Volk erholte sich recht langsam, schwarze Zitterbienen waren nur noch vereinzelt zu sehen. Und im Sommer nahm das Volk an der Honigernte teil.


    Viele Grüße von Benjabien

    Zum bereits Genannten, würde ich sehr früh den Drohnenrahmen ans Brutnest geben, und dann Drohnenschneiden, sobald er komplett verdeckelt ist. Geht bei den ersten beiden Rahmen vielleicht auch bischen Arbeiterinnenbrut mit drauf. - Das Problem ist, daß man den Varroadruck kaum präzise ermitteln kann, egal mit welcher Methode. Deswegen monitore ich mit der Varroaunterlage über längere Zeiträume, so 10-14 Tage, um ein einigermassen erkennbares Bild zu bekommen. (Allerdings nicht in Januar/Februar) - Zu den sonderbaren Zahlensprüngen möchte ich zum bereits Gesagten ergänzen, daß es ja auch noch den Wintertotenfall gibt, auf dem gefallene Milben hängen bleiben, bzw. die Bausperre, sofern vorhanden.

    Ich drücke die Daumen,


    Viele Grüße von Benjabien

    Hallo Miteinander,


    bei mir scheint sich die Milbenbelastung in Grenzen zu halten. Die Windel bleibt aber 10 Tage drunter, um möglichst einen Brutsatz (Milben) auslesen zu können, denn aktuell wird nicht geschlüpft. Das heißt die Brutflächen sind überwiegend verdeckelt. - Bei 0,5 Varroen pro Tag soll behandelt werden. Voraussichtlich behandele ich auf jeden Fall, träufele die OX 30ml<40ml<50ml (je nach Stärke der Völker).

    Aber das warme Wetter macht mir Sorgen, denn da wird es wohl mit Brutfreiheit vor der WSS nichts werden, wenn die Temperaturen im + Bereich bleiben.


    Viele Grüße von Benjabien

    Hallo Miteinander,


    das Gefühl der Ratlosigkeit und der Überforderung kenne ich noch ziemlich gut aus meiner eigenen Anfängerzeit. Die Bienen machen einiges mit, auch imkerliche Fehler (bis zu einem gewissen Grad natürlich), und da ist die Chance, mit Gefühl sich an die Dinge heranzutasten.


    Will sagen: Es macht meiner Meinung nach wenig Sinn, sich als Anfänger an Betriebsweisen und Kunststücke heranzuwagen, die man erst als Fortgeschrittener zu beherrschen imstande ist. Das geht doch besser von Saison zu Saison, mal etwas anderes und Neues auszuprobieren.


    Wenn man noch nicht 10 Fliegen mit einer Klappe fangen kann, fängt man sie eben nacheinander. Also Ernten - Anfüttern - Einengen - Entmilben - Auffüttern usw.


    Wenn man die alte Zarge nicht im Sommer entfernt bekommt, dann halt im Frühjahr. Beide Zeitpunkte haben ihre Tücken. Und wenn man als Anfänger eh noch keine uralt Waben in den Völkern hat, kann man sie auch drin lassen. Ist aktuell sowieso der Trend. Zweijahrealte Waben zu entfernen ist eine Ansicht von gestern. Ich mache das trotzdem, weiss aber daß die Bienen alte Waben lieben, und schaue, daß ich sie auf ihren Lieblingswaben überwintern lasse.


    Von daher bevorzuge ich die Altwabenentnahme im Frühjahr.


    Viele Grüße von Benjabien

    Moin Zusammen,

    habe aus gegebenem Anlass diesen alten Post herausgekramt, denn hier klappt das mit dem Trockenleckenlassen grundsätzlich nicht; jedenfalls nicht im August. Es honigt immer noch in der Botanik, und der Honigtau wird gleich dort eingelagert, wo doch eigentlich repariert werden sollte, unter völliger Ignoranz der gegebenen Abstandshaltung. (um nicht zu sagen: Regelung ;-) )


    Gut, das mit dem Untersetzen habe ich noch nicht ausprobiert. Aber nun die Frage in die Runde: Gibt es noch weitere Tricks, um die Bienen zu veranlassen, ausgeschleuderte Waben artig zu trocknen und gleichzeitig zu reparieren ?


    Viele Grüsse aus Hamburg von


    Benjabien