Beiträge von Benjabien

    Hallo Miteinander,


    bei mir scheint sich die Milbenbelastung in Grenzen zu halten. Die Windel bleibt aber 10 Tage drunter, um möglichst einen Brutsatz (Milben) auslesen zu können, denn aktuell wird nicht geschlüpft. Das heißt die Brutflächen sind überwiegend verdeckelt. - Bei 0,5 Varroen pro Tag soll behandelt werden. Voraussichtlich behandele ich auf jeden Fall, träufele die OX 30ml<40ml<50ml (je nach Stärke der Völker).

    Aber das warme Wetter macht mir Sorgen, denn da wird es wohl mit Brutfreiheit vor der WSS nichts werden, wenn die Temperaturen im + Bereich bleiben.


    Viele Grüße von Benjabien

    Hallo Miteinander,


    das Gefühl der Ratlosigkeit und der Überforderung kenne ich noch ziemlich gut aus meiner eigenen Anfängerzeit. Die Bienen machen einiges mit, auch imkerliche Fehler (bis zu einem gewissen Grad natürlich), und da ist die Chance, mit Gefühl sich an die Dinge heranzutasten.


    Will sagen: Es macht meiner Meinung nach wenig Sinn, sich als Anfänger an Betriebsweisen und Kunststücke heranzuwagen, die man erst als Fortgeschrittener zu beherrschen imstande ist. Das geht doch besser von Saison zu Saison, mal etwas anderes und Neues auszuprobieren.


    Wenn man noch nicht 10 Fliegen mit einer Klappe fangen kann, fängt man sie eben nacheinander. Also Ernten - Anfüttern - Einengen - Entmilben - Auffüttern usw.


    Wenn man die alte Zarge nicht im Sommer entfernt bekommt, dann halt im Frühjahr. Beide Zeitpunkte haben ihre Tücken. Und wenn man als Anfänger eh noch keine uralt Waben in den Völkern hat, kann man sie auch drin lassen. Ist aktuell sowieso der Trend. Zweijahrealte Waben zu entfernen ist eine Ansicht von gestern. Ich mache das trotzdem, weiss aber daß die Bienen alte Waben lieben, und schaue, daß ich sie auf ihren Lieblingswaben überwintern lasse.


    Von daher bevorzuge ich die Altwabenentnahme im Frühjahr.


    Viele Grüße von Benjabien

    Moin Zusammen,

    habe aus gegebenem Anlass diesen alten Post herausgekramt, denn hier klappt das mit dem Trockenleckenlassen grundsätzlich nicht; jedenfalls nicht im August. Es honigt immer noch in der Botanik, und der Honigtau wird gleich dort eingelagert, wo doch eigentlich repariert werden sollte, unter völliger Ignoranz der gegebenen Abstandshaltung. (um nicht zu sagen: Regelung ;-) )


    Gut, das mit dem Untersetzen habe ich noch nicht ausprobiert. Aber nun die Frage in die Runde: Gibt es noch weitere Tricks, um die Bienen zu veranlassen, ausgeschleuderte Waben artig zu trocknen und gleichzeitig zu reparieren ?


    Viele Grüsse aus Hamburg von


    Benjabien

    Du läßt sich als hypersensibilisierter Allergiker trotzdem stechen ??? 80% Reduktion wäre mir nicht genug, obwohl bei mir noch nicht mal die 112 mit Abtransport angesagt war.

    Ja, ich hatte nach Beginn der Behandlung ziemlich Angst, an die Bienen zu gehen und erst recht vor einem Stich. Und ein Jahr lang konnte ich es auch vermeiden, gestochen zu werden. Aber dann ist es eben doch mehrmals geschehen, und es hat sich gezeigt, dass die Hypo angeschlagen hatte, und ich nun einen relativen Schutz genieße. - So bin ich wieder mutiger geworden, und weiss aber, dass die Allergologen u. U: einen Stich als Behandlungseinheit zählen. Einmal bin ich sogar aus diesem Grunde wieder nach Hause geschickt worden, d.h. die Spritzen wurden mir verweigert. Auch ein Grund, warum ich mehrere Ärzte empfehle in der Hinterhand zu haben, denn der nächste Arzt sieht die Sache schon ganz anders, und verabreicht die festgelegte Dosis, wenn das Stichereignis schon genügend lange her ist.


    Jeder reagiert halt anders, und man sollte ein sehr sehr gutes Gefühl für sich selbst haben, um die Angelegenheit annähernd realistisch einschätzen zu können; also wie nachlässig das Thema Stichschutz behandelt werden kann, bzw. ob man es dem Arzt auf die Nase bindet, dass vor 14 Tagen ein halber Stich durch den Handschuh in den Finger ging. - Grundsätzlich sollte man dies natürlich tunlichst machen...

    Imkerklamotten sind häufig eine Enttäuschung. Ich habe schon so viele verschiedene Fabrikate ausprobiert. Und doch begegnen mir schlechte Verarbeitung und Taschen voller Unverstand. (Grundsätzlich sind sie zu klein; bückt man sich, fällt alles raus; oder man kommt mit der Hand kaum rein, es sei denn man ist Schlangenmensch und so weiter.) Keine Ahnung, wie das kommt.


    Als Bienengiftallergiker trage ich meistens eine meiner Jacken. Ist die Lufttemperatur aber unter 15°C oder habe ich eine Operation vor mir, die die Bienen über Gebühr aufregt, sodass ich mit einem Bienenbart auf dem Rücken rechnen muss, greife ich zum Overall. Gucke ich dagegen nur nach dem Rechten, also beispielsweise, ob das Futter abgenommen worden ist, ist es schon mal nur die Haube locker auf dem Polohemd, was natürlich riskant ist und mit der Behandlung koordiniert werden muss. D.h. zwei Wochen vor der nächsten Spritze ein NoGo. - Unverzichtbar sind allerdings die Gamaschen; damit habe ich die Bienenstiche um geschätzte 80 % reduziert.

    Ich sehe zu, dass im August gut gebrütet wird. Da hier auch jetzt immer noch Tracht ist, geschieht das praktisch automatisch. Da konzentriere ich mich eher auf das Varroathema; zunächst mit einer Milbenerhebung von 10 Tagen im Juli und einer Milbenerhebung von 10 Tagen im August, um zu sehen, wo gleich behandelt werden muss.


    Es gibt so eine Regel: Mitte August sollen sie über mind. 5 Waben in den Boden durchhängen, um gut auszuwintern. Ich denke, das ist aber nur ein ganz grober Anhaltspunkt. Die Frage ist ja immer, wie es im September mit Reinfektion aussieht.

    Ja, ich denke, eine Bienengiftallergie ist nicht statisch, wie vermutet, sondern eine dynamische Angelegenheit; der Allergietyp kann sich mit der Zeit verändern (beispielsweise eine Kategorie höher wandern), und sollte auf jeden Fall behandelt werden, wenn man das Risiko eines Schocks nicht eingehen möchte.


    Im Umgang mit Ärzten empfehle ich, immer einen Schritt voraus zu sein, sofern das möglich ist. Ärzte sind nur Menschen, und Menschen neigen dazu, es sich leicht und einfach zu machen. Wenn man sich dazu entschlossen hat weiterzuimkern, nachdem man in der Notaufnahme lag, nach einem Stichereignis, halte ich es für angemessen, sich bestmöglich über die Sachlage zu informieren. Dazu gehört meiner Meinung nach auch, sich über die anstehende Hypobehandlung zu vergewissern, bzw. über Alternativszenarien. Damit man mit dem Arzt auf Augenhöhe kommunizieren kann, und nicht blind eine medikamentöse Behandlung startet, obwohl es ein anderes Medikament gegeben hätte, das einem vielleicht stärker zusagt. Was aber der behandelnde Arzt leider nicht kennt, weil er halt das spritzt, was er schon seit 20 Jahren spritzt, und keine Veranlassung sieht, sich auf etwas anderes einzulassen.


    Hierzu kannst Du gerne meine Recherchen auf dem Gebiet nachlesen; oder auch den umfangreichen Krankenhausreport.


    Sorry, wenn ich im obigen Post meinen Beitrag nicht genug ausgeführt habe, sodaß es zu Widersprüchlichkeiten gekommen ist, die vielleicht, wie Blödsinn wirken. Ich denke nicht, dass ich Blödsinn geschrieben habe, sondern vielleicht nur etwas ungenau.


    Natürlich muss jeder Betroffene es letztendlich selbst wissen, wem er vertraut, und wie er mit dem Fakt, allergisch zu reagieren, umgeht, bzw. vorgeht. - Ich kenne auch Imker, die ihre Bienen in der Folge aufgegeben haben; und vielleicht war die allergische Reaktion nur der letzte Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte, und somit ein im Grunde willkommener Anlass, die Bienen - Klotz am Bein - loszuwerden.


    Eben kehre ich vom Arzt zurück, habe meine beiden Shots Imkerdosis in den Armen, und mache mich gleich auf, Milben zu zählen. Aktuell fallen circa 3 Milben am Tag, und wenn die große Hitze vorbei ist, wird behandelt.

    So eine Bienengiftallergie ist unbehandelt bekanntermassen lebensgefährlich. Wenn man sie behandelt, "nur" nervig. Das Management der Behandlung nervt, weil die Ärzte i.d.R. wenig hilfreich sind, und sich damit auseinander zu setzen und durchzusetzen, nervt.


    Aber wenn man das irgendwie hinbekommen hat, ist wieder angstfreies Imkern möglich. Und ein Bienenstich ist plötzlich wieder wie ein Mückenstich.


    Wichtig ist eben, dass man die Hypo durchzieht, und immer schön sein Notfallset dabei hat, mit nicht abgelaufenen Medikamenten. (Tabletten sind zwar nett anzusehen, brauchen aber viel zu lange, bis sie wirken; besser Flüssigmedizin, und die Nummer 112 eingespeichert oder aufnotiert, denn im Zustand der Anaphylaxie bekommst Du sie vielleicht nicht mehr aus dem Gedächtnis zusammen.


    Gruss von Benjabien

    Hallo Miteinander,

    in meiner Umfrage zum Wesen der Bienenhalter haben über 60% der Imker angegeben, sie würden mit Mittelwand und Naturwaben imkern. (Wobei natürlch der Drohnenrahmen genau genommen als eine Naturwabe zählt).


    Nur ca. 11% visieren ausschliesslich mit Mittelwänden Ertrag an. Und ca. 7% der Umfrageteilnehmer haben mit Naturwaben begonnen und bleiben auch dabei.


    9% der Bienenhalter wechseln von Naturnah (also Naturwaben) zu Ertrag (Mittelwänden), und 10,5% der teilnehmenden Imker wechseln von Mittelwand zur Naturwabe.


    Interessant ist die Altersverteilung. Die bin ich zur Zeit am auswerten.


    Zur Frage, wie sich wesensgemäß, artgerecht, natürlich und konventionell voneinander unterscheiden, hat sich der Erfinder der Bienenkiste im Imkerview geäußert. Denn diese Frage lag mir auf dem Herzen und so habe ich sie ihm gestellt.


    Zusammengefaßt kann man sagen: Wesensgemäße Bienenhaltung betrachtet die Waben als einen Teil, also Organ, des Tieres, mit dem wir es zutun haben. Von daher verbieten sich sämtliche Eingriffe und Manipulationen an den Waben automatisch. Ist also eine Perspektive, ein Ideal, und kein Katalog an Punkten zum Abhaken.


    Viele Grüsse von Benjabien

    Hm....ich habe mir letztes Jahr einen Ableger mit einer einzigen Oxalsäuresprühbehandlung ohne Zucker im September um seine Bienenmasse gebracht. - Ich kann daher eine mehrmalige Anwendung überhaupt nicht empfehlen, sondern ein ziemlich engmaschiges Milbenmonitoring, wie hoch die Infektion mit Varroa überhaupt ist. Womöglich muss sofort behandelt werden, vielleicht aber auch erst in einer Woche ?

    Moin Zusammen,


    wenn die Lagerbedingungen stimmen, kannst Du es Dir leisten beim Verkauf nicht aufs Gas drücken zu müssen. Dann lagerst Du eben für schlechte Jahre ein, besonders, wenn Du Sortenhonig erntest.


    Je nachdem, wie groß Dein Familien- und Freundes- und Kollegenkreis ist, also die Menge Menschen, denen Du Honig schenken magst/musst, verschwindet Deine Ernte ohne Verkauf.


    Ich würde ebenfalls sagen, es ist letzlich eine Frage der Erfahrung und des Herumexperimentierens.


    Viele Grüsse von Benjabien

    Das sieht sehr interessant aus. Die ganze Arbeit werde ich nicht lesen können, aber vielleicht schaffe ich es, mich reinzulesen; das wäre schon viel. Mal sehen.


    Witzigerweise habe ich gestern eine kleine Umfrage zusammengebastelt, die sich - wenn auch wesentlich bescheidener - mit vergleichbaren Fragen befasst. Mindestens im Titel.


    Es ist sicherlich fragwürdig, jetzt hier darauf hinzuweisen, denn schliesslich bin ich kein Wissenschaftler und nicht mal Akademiker. Doch was, soll´s; wer sich für Umfragen interessiert, clickt halt drauf, und wer nicht, nicht.


    Aber, um auf Gerstung und Zander zurückzukommen: Im berühmten Buch Der Bien und seine Zucht, läßt sich der Gerstung immer wieder und wieder über die anderen zeitgenössischen Rähmchenmasse in herabsetzender Weise aus, durchaus siegessicher und vielleicht sogar hochmütig.


    Umso tiefer und rätselhafter dann der Fall, denn Gerstung ist von der Bildfläche nahezu komplett verschwunden.


    Schönen Sonntag allerseits, und viele Grüsse von

    Benjabien

    Hallo Miteinander,


    gibt es in dem Buch Hinweise darauf, warum sich das Gerstungmass nicht durchgesetzt hat, sondern das schon damals stark in der Kritik befindliche Deutsch Normal und Zander ?


    Viele Grüsse von Benjabien