Beiträge von Sauerländer

    Moin, moin,


    hier dringt der Mais bis in's absolute Grünland vor und kann dann dort nicht mehr geerntet werden. In Sachen Unkrautbekämpfung ist der Mais durchaus ein Beispiel für unangebrachten Totalitarismus im Pflanzenbau...

    Und die Verluste an Landschaftsstruktur sind verheerend.


    Gruß Clas

    Guten Morgen,


    zur Wahrheit gehört, daß die "Vermaisung" eine direkte Folge der über die EEG Umlage von allen (nicht gewerblichen) Verbrauchern zu zahlenden indirekten Subventionen ist.


    Und zur Wahrheit gehört auch, wie Beeklopter schon schrieb: der PSM Einsatz im Mais ist vergleichbar gering . Der Einsatz von Insektiziden und Fungiziden in die stehende Kultur ist (noch zumindest) nahe Null.



    ...

    Ach nee! Und der Handel?

    Es ist eben nicht die Molkerei, es ist der Handelskonzern, der seine Preisvorstellungen nach unten weiterreicht!


    Und es ist auch nicht die LPD 2.0 = Agrargenossenschaft, die alles versaut. Ich kenne Bauern, die Weizen verheizen. Warum? Nun ratet mal.

    Der Handel übt in der Tat erheblichen Druck aus, da die Preise für Milch und Milchprodukte zu den Eckpreisen gehören - und da hat es der deutsche Verbraucher gerne ganz billig.


    Das Geschäftsmodell der Molkereien ist trotzdem bemerkenswert: Sie können ihre Spannen in erheblichem Rahmen unabhängig von Verkaufspreisen halten/ausbauen da sie ihre Einkaufspreise sehr leicht "anpassen" können.


    Weizen wird verheizt wenn Qualitäten für die Fütterung und für menschliche Ernährung sowieso ungeeignet sind. Meistens sind die Partien pilzbelastet und damit toxisch ( Mutterkorn, Fusarium ...) . Welche Verwertung würdest Du vorschlagen?

    ...

    Natürlich gibt es Maissaatgut ungebeizt.

    Wollen muss mann es!

    ...

    Was, vermutest Du, ist der Grund dafür, dass Saatgut gebeizt wird?

    Jux und Dollerei? Boshaftigkeit? Wahrscheinlich verstehst Du einfach mehr davon als die "dummen " Bauern....

    ---

    Ein saudämlicher Beitrag, bar notwendigen Sachverstandes!

    Wenn wir schon dabei sind, das hier ist auch nicht schlauer:

    .....

    außerdem längst überfällig :

    verpflichtender Anteil von XX Prozent zu alternativen Anbaumethoden ( ökologischer Landbau )

    in der Ausbildung ALLER Landwirte. So manch einer würde umstellen / den Hof übernehmen, wenn

    ihm der Weg von Anfang an aufgezeigt werden würde.

    Möchtest Du Handel und Verbraucher dann bitte auch verpflichten, das Erzeugte auch zu kaufen?

    Wenn man deutschen Verbrauchern vor laufender Kamera ein Mikrofon vor die Nase hält, sind sie immer bereit mehr Geld für Lebensmittel auszugeben - sie tun es aber nicht. Deutschland hat die geringsten Lebensmittelpreise in der EU und bei jeder Sau die bzgl. "Lebensmittelskandalen" durchs Dorf getrieben wird, sind alle wieder empört , dass es für Ramschpreise keine Top-Qualität gibt.

    Scheinheilig ist das.

    Der Bio Markt wächst und der wachsende Markt wird auch bedient.


    Zitat: "....wenn ihm der Weg von Anfang an aufgezeigt werden würde" - bei dieser Art Diskussion fällt mir immer wieder auf: Von Landwirtschaft haben scheinbar alle Ahnung, nur die Bauern offensichtlich nicht - komisch


    Gruß aus dem Sauerland

    ... macht Sinn.

    ....

    ...kommt drauf an:

    Da du eine ganze Zarge Futterwaben ( vermutl. keine Futterzarge) unterstellen wolltest, habe ich unterstellt , daß Dein Sammelbrutableger bei der Erstellung bereits aus einer ganzen Zarge Brutwaben besteht.

    Wird der Ableger am neunten Tag nach WZ brechen bereits aufgelöst kannst Du verfahren wie robirot schrieb.

    Bekommt der Ableger aber am neunten Tag den Zuchtrahmen und wird erst nach weiteren dreizehn Tagen aufgelöst, bekommt der mehr als akute Platznot. Die dann geschlüpfte Bienenmasse passt nicht in eine Kiste resp. nicht in die Wabengassen - eine Erweiterung am neunten Tag ist dann also erforderlich

    Mich würde auch mal interessieren, ab wann genau die Ausbringung dann nicht mehr erlaubt ist? .

    ....

    Meistens haben die Bauern ja noch Vorräte und wollen die auch noch verbrauchen und meistens gibt es deshalb doch noch Übergangsfristen?

    Huhu,


    die genaueste Info zum Termin ist lt. Top-Agrar "Ende 2018"

    Wenn eine Zulassung ausläuft gibt es eine Aufbrauchfrist von aktuell 18 Monaten nach Zulassungsende.

    Bei einem Verbot- so wie es hier der Fall ist- ist die Anwendung und der Vertrieb unmittelbar verboten.

    Gruß aus dem Sauerland

    ....

    So hätte ich direkt eine vernünftige Arbeitshöhe und eine gewisse Futterreserve.

    Huhu,


    der Sammelbrutableger muss zunächst zu einer" Volkseinheit verschmelzen " und verfügt zunächst nicht über eine funktionierende Fluglochwache. Futter im Keller ist da u.U. problematisch.

    Bildest Du den Ableger mit Brutwaben auf denen sich Futterkränze befinden oder ggf mit einer einzelnen guten Futterwabe wird er in den ersten neun Tagen keinen Hunger leiden.


    An dem Sammelbrutableger gibt es bis zum Zellenbrechen und Zuchtrahmen einhängen- was zeitgleich mit dem Untersetzten erfolgen kann- nix zu Arbeiten- daher ist die Arbeitshöhe auch egal


    ... Wachsmotte.

    Wachsmotten würde ich jetzt erstmal nicht fürchten ;-)


    Grüße aus dem Sauerland

    ...bei 10,7% gibt es dagegen keine Umsatzgrenzen. Mein Steuerberaterbekannter betreut z. B. einen großen Landwirt, der mehrere Millionen Umsatz macht - ganz ohne die Abfuhr von Umsatzsteuer.


    Dagegen muss jede Pommesbude sofort ihre 7% abführen.

    Der Landwirt bekommt die seinerseits gezahlte Umsatzsteuer ja auch nicht erstattet, der Pommesbudenbesitzer schon..

    Huhu,

    .... unter des Steuerfreibetrags von 17500€ jährlich. Für eure Hilfe bin ich euch sehr dankbar

    die Umsatzsteuergrenze von 17500 € spielt in der Urproduktion keine Rolle- im Grunde ist sie nicht Umsatzsteuerbefreit.

    die MwSt, wie oben bereits angeführt wurde, schenkt der Staat/Finanzamt dem Imker als kleines Bonbon.

    Die Finanzverwaltung schenkt so ganz einfach niemandem etwas. Der theoretische Hintergrund für die Zahl 10,7% ist folgender: Würde die Pflicht zur Umsatzsteuervoranmeldung bestehen, würde der Imker 7% Umsatzsteuer für seine Produkte erhalten. Sein Einkauf wird in der Regel mit 19% beaufschlagt (Maschinen, Geräte, Beuten, Fahrzeuge etc. ) Diese 19% würde er erstattet bekommen und müsste dafür die erhaltenen 7% abführen. Die Finzverwaltung sieht den daraus " ermittelten Saldo " bei 10,7%. Das Finanzamt verschenkt also kein Geld, erspart sich und den Steuerpflichtigen aber Einiges an Verwaltungsaufwand. Auf Antrag kann man die Umsatzsteuer auch mit dem FA abrechnen, ist dann aber fünf Jahre hieran gebunden. Das machen wachsende Betriebe mit großen Investitionen. Sie erhalten u.U. mehr Umsatzsteuer erstattet als sie ihrerseits abführen müssen

    Wer Zukauft, muss meiner Meinung nach Grenzen beachten. Ansonsten muss ein Gewerbe angemeldet werden und

    Richtig, die Grenze des Zukaufs ist meines Wissens bei 25% des Umsatzes. Aber Achtung, hier werden alle Zukäufe zum Zwecke des Verkaufes berücksichtigt. Beim Imker werden das z.B. regelmäßig die Gläser und Verpackungen sein.


    Grüße aus dem Sauerland

    Huhu,


    Du hast eine Ausbilderin, hast Du die Dame vor der Behandlung gefragt? Was hat man Dir in der Ausbildung für Tips und Ratschläge bzgl. der Behandlung gegeben?

    Was bedeutet fünf Rähmchen fast Alle besetzt? Drei oder Vier sind besetzt? Sollte es sich da um Freudensteinrähmchen handeln, wäre das etwas Anderes als würde es sich da um Dadantrahmen handeln - erst recht zu dieser Jahreszeit. Aus der Frage und mangels ausgefülltem Profil ist das nicht erkennbar.

    Die Zahl "Elf" lässt DN vermuten.

    Der schwächere Ableger stammt offenbar von einer erfahrenen Imkerin . Vermutlich wurde der bei der Erstellung behandelt. Dann wäre eine Behandlung zum jetzigen Zeitpunkt idR nicht nur unnötig sondern schädlich.

    Der andere Ableger sitzt offenbar auf zwei Zargen. Bei allen gebräuchlichen Rähmchenmaßen werden hierfür zwei Verdunster empfohlen.

    Hast Du vor der Behandlung den Milbenfall kontrolliert? Wieviele sind gefallen?


    Mein dringender Rat: Verdunster raus und nochmal die Ausbilderin fragen.


    Grüße aus dem Sauerland

    Die Halbzargen werden erst mit dem Abschleudern abgeräumt und dann gnadenlos eingeschmolzen.

    Huhu,


    ich hätte eher Bedenken den Völkern einen erheblichen Teil ihrer Pollenvorräte zu nehmen, zudem in dieser Jahreszeit.

    Natürlich ist das Pollenangebot regional stark unterschiedlich. Hier gäbe es genug , wenn es hinreichend Flugwetter gäbe ( :( ) . Was auch wieder zeigt, dass Pollenvorräte nicht ohne Weiteres vom Brutnest entfernt werden sollten.


    Grüße aus dem Sauerland

    Ist das Problem normal bei der Segeberger? Passiert das nur anfangs, wenn die Folien noch nicht so recht festkleben?

    Huhu,


    die Abdeckfixe sind ziemlich steif, wenn man die nur minimal schief drauflegt weil es schnell ging, man nicht aufgepasst hat etc. schließt der Deckel nicht richtig. Mit Stein drauf geht´s, mit dem Drahtbügel nicht.


    Ein Imker der dem Klischee des imkerlichen Geizkragens nur zu sehr entspricht, hat mir mal - zu meiner Überraschung - einige Abdeckhauben geschenkt. Löst man die angekitteten oder mit Überbau angeklebten Hauben, gehen die recht schnell kaputt - sehen aber erstmal echt schick aus.

    Nur mal eine Ecke Umschlagen für einen Rauchstoss oder um mit aufgesetzter Schüssel zu füttern geht auch nicht.

    Ich nehme wieder flexible Folien.

    Würde nur eine Königin überleben?

    Zumindest im Frühjahr funktionert es ja auch tadellos ein schwaches Volk über ASG einem Stärkeren aufzusetzen. Da teilen sich die Bienen sogar das Flugloch. Eine Garantie möchte ich lieber nicht übernehmen, glaube aber dass das gut geht.



    Nur zum Verständnis: der Stellplatzmangel ist Dein Hauptproblem? Reservevölker würden ja auch einzargig ohne gegenseitiges Wärmen tadellos überwintern. Oder wie stark/schwach habe ich mir die Völker vorzustellen?


    Grüße aus dem Sauerland

    Huhu,


    um auch was vielleicht Konstruktives beizutragen:


    Sollte Jemand bereit sein, für seinen Idealismus tatsächlich eigenes Geld zu opfern, ( Von andermanns Leder ist ja bekanntlich immer gut Riemenschneiden)

    dann könnte ein Grundeigentümer ja auch für akzeptables Geld an den nächsten Biobauern oder wenigstens an den, der auf Grünland wirtschaften möchte verpachten. Da wäre evtl. auch für die Imkerei schon was gewonnen.


    Allein mir fehlt der Glaube...

    ...

    Rhabarber...

    Huhu,


    mit Rhabarber verbinde ich ein kulinarisches Kindheitstrauma...


    Ich gehe davon aus, dass Du keine Anbauempfehlung für Rhabarber aussprechen wolltest - der Beitrag von Beekloppter ist keinesfalls "Rhabarber" .

    Er stellt die richtigen Fragen. Diese Fragen wird sich der Flächeneigentümer in Niederbayern nämlich ganz sich ohne Bier und Lagerfeuer völlig nüchtern am Schreibtisch zeitnah ebenfalls stellen.

    Da wird er sich fragen ob er - je nach Gegend in Niederbayern- so auf 400 bis über 1000€ /ha Pacht im Jahr verzichten möchte um in Blühflächen zu "investieren"...

    Gerne werden wir den Fortgang des "Projektes" hier verfolgen...


    Grüße aus dem Sauerland