Was kommt noch so an Trachten???

  • Hallo zusammen!
    Habe mal wieder eine vermutlich typische Anfängerfrage:
    Welche Trachten sind im weiteren Jahresverlauf noch zu erwarten?
    Mir ist klar, dass die regional und überregional erst recht unterschiedlich sind, mich würde aber interessieren, welche in grösserem Umfang honigenden Pflanzen bei euch im weiteren Jahresverlauf jeweils noch Blühen und hoffentlich auch honigen werden. Wann blühen z.B. die Linden und ab welchen Mengen und Größen der Bäume gibt es merkliche Nektarmengen?
    Bin gespannt auf eure Antworten.
    Gruß Patrick

    Et kütt wie et kütt und et hätt noch immer jut jejange!

  • Jetzt grade hab ich zu Raps und Weißdorn auch noch Traubenkirsche und noch Roßkastanie, als nächstes geht jetzt die Robinie/Akazie los, dann Him- und Brömmelbeeren, Linde (#sabber), dann nur noch Läpperkram für 6 Wochen, dann Spargelblüte, und danach nur noch Phacelia und Heide. Irgendwann dazwischen ist auch noch Weißklee.
    Sonnenblume, Edelkastanie, und sowas gibt's hier oben nicht.
    Meine SchwieMu hat die ganze Hütte mit Wildem Wein bewachsen, der honigt auch im September noch, da ist ein gefliege, als wären Schwärme unterwegs...
    Ich muß so ab 20.7. alle Fluglöcher auf ganz eng stellen, sonst rauben sie sich wieder gegenseitig aus. Buckis sind da findiger als Carnis, ganz definitiv.
    Und ich hab grad Phacelia und Borretsch ausgesät, sollte dann ins Trachtloch passen ;-)

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Hi Sabi(e)ne!
    Das is ja dann doch noch ne ganze Menge! :D 
    Daraus resultierend noch ne weitere Frage: Was ist eigentlich eine bzw. die Robinie? Nehme mal an, ein Baum?! Und wie sieht die aus, die Robinie :oops: 
    Ist das mit der Findigkeit der Buckis bei wenig/keiner Tracht echt so krass mit der Räuberei?! :o
    Danke schonmal und viele Grüße
    Patrick

    Et kütt wie et kütt und et hätt noch immer jut jejange!

  • Achja, noch ne dumme Frage:
    Ist die Edelkastanie identisch mit der sog. "Esskastanie" und wie stark honigt die? Habe nämlich direkt (ca. 20 Meter) neben meinen Bienen so einen Baum, der auch schon recht gross ist und bestimmt ordentlich blüht.
    Der wissbegierige Patrick :wink:

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  • :lol: Zu 1:
    http://www.botanikus.de/?load=/Gift/robinie.html
    Steht hier bei entlang der Bundesstraßen und an Wegrändern in rauhen Mengen, also durchaus eine Tracht, wenn auch keine riesigen Wälder damit wie in den Tagebauen Brandenburgs. Akazienhonig wird erst nach zwei Jahren fest, eher sehr mild im Geschmack und wenn sauber, hellgelb.


    2. Ja, die Carnis und die Nigras sind brav zuhause geblieben, aber die Buckis haben überall gesucht, und leider auch gefunden.
    Die Konsequenz daraus für mich heißt, Ableger bleiben bis kurz vor dem ersten Frost draußen, und kommen erst nach Hause, wenn es schon zu kalt zum Räubern ist.
    Starken Völkern können sie nichts, aber alles, was Schwächen hat, ist erledigt.....
    (ich will gar nicht wissen, welche Nachbarn sie auch besucht haben... :oops: )


    3. Edelkastanie ist Eßkastanie oder Maroni, und in nennenswerten Mengen tritt sie nur in Weinbaugebieten auf. Der Honig ist ziemlich dunkel und geschmacklich gewöhnungsbedürftig, sage ich als Hellhonigimkerin. Michael und Guido dürften da anderer Meinung sein... :lol: 
    Hope this helps

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    Bruce Springsteen

  • Robinie = Robinia pseudo-acacia" = Falsche Akazie
    http://www.baumkunde.de/baumdetails.php?baumID=0053


    Esskastanie und Roßkastanie sind zwei völlig verschiedene Arten und gehören nicht mal zur selben Gattung:
    Roßkastanie = Aesculus hippocastanum
    http://www.wald.de/wald/baeume/kastanie.htm
    Esskastanie = Castanea vesca
    http://www.natur-lexikon.com/T…/km00011-esskastanie.html

    "Moral ohne Sachverstand ist naiv und manchmal sogar gefährlich"

  • Hallo G. Wustmann!
    Auch dir vielen Dank für die klasse Links, da werde ich noch `ne Menge durch lernen, hoffe ich :wink: .
    Es ist tatsächlich eine Edelkastanie bei meinem Bienenstand, ma schaun, ob die demnächst beflogen wird. Robinien und Akazien habe wir hier stellenweise auch recht häufig, leider meistens nur an Bahndämmen und Ähnlichem und in der Nähe meiner Bienen glaub ich gar nicht, werde am Wochenende aber mal genau hinschauen.
    Patrick

    Et kütt wie et kütt und et hätt noch immer jut jejange!

  • Hallo Baumkundler,


    bringt die Roßkastanie auch was für die Bienen?


    Und noch `ne Frage: Im Herbst bekomme ich Samen von einer Linde.
    Die möchte ich hier mangels Lindenvorkommen ansiedeln.
    Muß ich den Samen stratifizieren oder reicht es, ihn im Frühjahr auszusäen?

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.

  • Noch `n Nachtrag:


    Läßt sich Weißdorn per Samen (stratifizieren?) oder auch durch Steckklinge vermehren?

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.

  • Hallo Radix,


    Für die Vermehrung der Linde wird die Bildung von Absenkern verwendet.
    Dazu wird ein langer, biegsamer Trieb auf den Boden abgelegt, an der tiefsten Stelle von Laub und Zweigen befreit und mit einem Drahtbügel oder ähnlichem in einer Erdmulde fixiert. Die Triebspitze wird hochgebogen, an einem Stützstab befestigt und die Mulde mit Erde gefüllt. Die Bewurzelung kann gefördert werden, indem man an der tiefsten Stelle des Absenkers – am besten in der Nähe eines Knotens – mit einem scharfen und sauberen Messer einen schrägen Schnitt bis leicht ins Holz hineinmacht. Der Spalt wird mit einem kleinen Hölzchen offengehalten. Der Absenker kann auch in einen Blumentopf geleitet werden, nur muss dieser dann auch ständig feucht gehalten werden. Absenker können vom Frühjahr bis Spätsommer gebildet werden. Im Frühjahr darauf sind die Absenker meist bewurzelt und können von der Mutterpflanze getrennt werden. Manche Gehölze benötigen allerdings zwei bis drei Jahre zur Bewurzelung. Fehlen die notwendigen langen und biegsamen Triebe, ist das Absenken allerdings nur nach einem starken Rückschnitt möglich. Die dann neu gebildeten kräftigen Triebe können im Folgejahr zur Vermehrung genutzt werden.


    Der Weißdorn vermehrt man durch Stecklinge wie bei Weiden auch.