Die neue Krankheit: Raps

  • Hallo Imkers,


    ich fuhr am Freitag von Bad Kissingen quer durch Deutschland in meine heimatlichen Gefilde am linken Niederrhein. Was mir dabei ins Auge sprang war, daß überall, aber auch überall Raps angebaut ist.


    Ich habe eine Ahnung: das zunehmende Bienensterben, der zunehmende Anbau von Raps - ob das im Zusammenhang steht? Ob mit dem Auftreten von 0- und 00-Raps das Bienensterben begann? Man sollte mal die Kurven vergleichen (Hallo Bieneninstitute...).


    Also begebe ich mich auf die Seite des für mich zuständigen Bieneninstitutes: Mayen. Da ist aber auch rein garnichts zu finden, weder zu diesem noch zu einem anderen Thema. Bauen die gerade Ihre Seite um, oder war da noch nie was zu holen? Komisch.


    http://www.bayercropscience.de/de/pf/news/2005/06/01655.asp


    Bei den Wiederkäuern sind Magenverstimmungen gerüchteweise bekannt:


    Wikipedia schrieb:

    Der 00-Raps ist nicht unumstritten. Ein Gerücht besagt, Wildtiere wie Hasen und Rehe könnten ihn nicht verdauen, so dass sie trotz Sättigung verhungern müssten. Wissenschaftlich ist dies zwar widerlegt, hält sich aber als Gerücht. Allerdings kann Raps bei Wiederkäuern Blutarmut verursachen. Durch die reduzierten Anteile an Senfölen im 00-Raps kann es vorkommen, dass sich Tiere in Zeiten der Nahrungsknappheit an den für sie lebensbedrohlichen Raps wagen. Demgegenüber steht der Vorteil des 00-Raps, dass er besser verträglich ist, da Glucosinolate zu den antinutritiven Stoffen gehören. Beispielsweise führen Glucosinolate insbesondere bei braunlegenden Hühnern zu Fischgeschmack des Eis.


    Wenn Eigeschmack verändert wird, ist das für mich als alter Hühnerhalter immer ein Warnzeichen. Doch was sagen unsere Bienenwissenschaftler dazu:


    Zitat

    Der Transfer von Herbizid- (Glufosinat-) Resistenz-Genen aus Pollen von gv-Raps auf Darmbakterien konnte unter Freilandbedingungen nicht nachgewiesen werden und ist damit als ein sehr unwahrscheinliches Ereignis anzusehen.


    http://www.biosicherheit.de/de/raps/bienen/339.doku.html


    Konnte nicht nachgewiesen werden, daher unwahrscheinlich. Ich möchte nicht wissen, wie die Untersuchungen dazu wieder ausgesehen haben :evil: Wenn ein Wissenschaftler schon vorsichtigerweise "wahrscheinlich" sagt...stellen sich bei mir die Nackenhaare auf.


    Es gibt natürlich mehrere Möglichkeiten, wie Raps auf die Bienen wirken kann: direkt über unverträglichen Pollen und Nektar, indirekt über die Fungizide, Insectizide, Pestizide, Herbizide.


    Fakt ist, daß die Biene ein Indikator für die Umweltgesundheit ist.


    Falsche Betriebsweise, falsche Zucht oder anderes kann auch eine von vielen Kombinationsmöglichkeiten sein, die zum Bienensterben beitragen können.


    Wer hat noch mehr Quellen zum Thema, und wer kennt Wissenschaftler, die nicht gekauft wurden?


    http://www.dsv-saaten.de/data/…rapsanbau-entwicklung.pdf


    Bernhard Heuvel

  • sorry: Bitte nicht in einen Topf werfen, es sind zwei völlig verschiedene Dinge:


    00-Raps ist kein genveränderter Raps im Sinne der GVO-Problematik.
    00-Raps ist eine klassische Züchtung und so neu nun auch wieder nicht. Und wen nes keinbe klassische Züchtung gegeben hätte, gäbe es auch gar keinen Raps. Raps ist eine "Erfindung" (Züchtung) des Menschen.


    Während Herbizid- (Glufosinat-) resistenter Raps mit den Mitteln der Gentechnik generiert wurde und damit eine völlig neue Qualität darstellt.
    Beim 00-Raps fehlt ein natürlicher Inhaltsstoff, beim herbizidresistenten Raps wurden Fremdgene in den Raps gebracht und damit der Pflanze völlig neue Eigenschaften gegeben.



    Ich allerdings stelle dieses Jahr zum wiederholten Male fest, dass der Raps um meinen Stand nicht honigt. Die Bienen meiden ihn (und soweit ich beobachten konnte, auch alle anderen bestäubenden Insekten). Im Jahre 2002 konnte ich letztmalig Rapshonig ernten. Mich würde interessieren, wer ähnliches beobachtet. [/quote]

    "Moral ohne Sachverstand ist naiv und manchmal sogar gefährlich"

  • Hallo Bernhard,
    ich wandere seit etwa 15 Jahren mit einem Teil meiner Völker in den Raps.
    Um Sortenhonig zu bekommen suche ich großflächige Monokulturen.
    Die Wanderung erfolgt nach Absprache mit dem Bauern erst einige Tage nach dem Aufblühen, da der Raps am Anfang der Blüte meistens noch gespritzt wird.
    An den meisten anderen meiner Stände ist inzwischen auch Raps im Flugbereich und ich habe dort keinen Einfluss auf möglicherweise Bienenschädliche Spritzungen.


    Wenn ich mir eine Umgebung aussuchen könnte, wo die Bienen nur von Wildpflanzen einen ausreichend gedeckten Tisch hätten, würde ich das bevorzugen. aber unter unseren Verhältnissen bin ich froh, dass der Raps den Bienen eine sichere Tracht bietet.
    Da das Bienensterben anscheinend einen großen Bogen um meine Bienen macht und sich meine Völker in einem sehr guten Zustand befinden, kann ich wirklich nichts Negatives über den Rapsanbau sagen.
    Über die erstklassigen Honigernten kann ich mich auch nur freuen.
    Zumindest bei einigen Imkern, die fast jedes Jahr vom Bienensterben betroffen sind, bin ich mir sicher, dass der Raps keine Rolle spielt, aber mehr sage ich dazu nicht.
    Viele Grüße Hermann

  • Hallo Hermann!


    Hehe, also bei "einigen" Imkern wundert mich das auch nicht. :wink: :o :evil:


    Mich würde noch interessieren, wie Du deine Völker für den Raps fit machst. Insbesondere würde mich interessieren, wie der Raps sich auf das Brutverhalten auswirkt, ob Du das Winterfutter der Bienen rapsfrei bekommst, wie oft und mit welchen Königinnen Du umweiselst.


    Außerdem würde mich interessieren, in welcher Art von Raps Du wanderst: 0-Raps, 00-Raps oder Otto-Normal-Raps :wink: Oder gar Gen-Raps...


    @G. Wustmann: was habe ich denn wo verwechselt? Ich kann gerade die Passage nicht finden, wo ich behauptet habe, daß 00-Raps gentechnisch verändert ist.... :wink:


    Mich interessieren die Veränderungen um mich herum und Raps gehört eindeutig dazu. Ich frage mich, welche Auswirkungen das hat. Hermann wandert ja nach Absprache in den Raps, bei vielen ist es aber so wie Du schreibst Hermann: daß den Ständen nahe gelegene Felder völlig ohne Absprache gespritzt werden.


    Ich vertraue nicht so sehr auf die Arbeit der Bieneninstitute. Diese sind häufig den landwirtschaftlichen Abteilungen untergeordnet (so in Mayen) und die werden den Landwirten nach BSE, Schweinepest, Vogelgrippe, Zuckerrüben etc nicht auch noch den Raps wegnehmen ;o)


    Wann genau hat das Bienensterben eigentlich begonnen?


    Bernhard Heuvel

  • Bernhard,


    wie sollten nach Deiner Vorstellung Völker ausschauen, denen der Raps nicht bekommt?
    Wann würden denn Deine Völker im oder nach dem Raps eingehen?
    Wie sollte sich nach Deiner Meinung das Brutverhalten im Vergleich zu anderen Massentrachten verändern?
    Musstest du schonmal Völker für den Raps fitt machen?
    Wie entfernst Du den Raps aus dem Winterfutter?


    Wie begegnest Du der gelben Bedrohung?
    Wäre da eine bundesweite und flächendeckende Aktion zur Feldbefreiung hilfreich?


    Gruß
    Simon

  • Hallo Simon,


    anscheinend verstehst Du meinen Ansatz von Nachforschung nicht. Ich möchte alle Seiten und alle Möglichkeiten durchleuchten, bevor ich anfange irgendwelche Schlüsse zu ziehen. Das Bienensterben ist aktuell und mein Vertrauen zu den Bieneninstituten sinkt.


    Die Fragen, die immer gestellt werden, haben bisher zu keinem Ergebnis geführt. Also müssen ungewöhnliche Fragen gestellt werden, so dämlich sie dir auch erscheinen mögen. Von hundert Fragen ist vielleicht eine dabei, die auf den richtigen Weg führt.


    Bumblebee schrieb:

    ...wie sollten nach Deiner Vorstellung Völker ausschauen, denen der Raps nicht bekommt?


    Tot.


    Bumblebee schrieb:

    Wann würden denn Deine Völker im oder nach dem Raps eingehen?


    Im Winter. Spritzmittel müssen nicht unmittelbar tödlich wirken, es gibt (tatsächlich) auch Mittel, die Langzeitwirkung haben. Außerdem kann Rapshonig im Winterfutter eine Grenze darstellen. Zuerst wird der Spättrachthonig aufgebraucht und plötzlich kommt ne unüberbrückbare Stelle. Vielleicht wirkt Rapshonig auch im Winter anders als im Sommer auf den Bienenkörper. Vielleicht liegts auch an der kurzen Lebenserwartung der Sommerbienen, daß man die Schäden verkennt.


    Bumblebee schrieb:

    Wie sollte sich nach Deiner Meinung das Brutverhalten im Vergleich zu anderen Massentrachten verändern?


    Übermäßige Brut durch übermäßiges Futterangebot. Die Königin legt wie der Teufel, was sie eventuell überanstrengt. Außerdem bedeutet mehr Brut auch mehr Varroa.


    Bumblebee schrieb:

    Musstest du schonmal Völker für den Raps fitt machen?


    Nein. Ich würde nicht in den Raps wandern, weil ich denke, daß eine Mischtracht gesünder ist und das Wildpflanzen wesentlich mehr "Heilstoffe" im Futter haben. Ich habe meinen Mischhonig nie ein einziges Mal rühren müssen.


    Bumblebee schrieb:

    Wie entfernst Du den Raps aus dem Winterfutter?


    Garnicht. Mein Versuch, die Bienen möglichst entfernt vom Raps aufzustellen, funktioniert ganz gut. Außerdem bemerke ich, daß die Bienen den Weißdorn, die Obstblüte bevorzugen. Bei uns im Imkerverein kursiert der Trick für Bienenstände (nicht Wanderstände) den Bienen etwas Rapshonig zu füttern, damit diese darauf anspringen.


    Bumblebee schrieb:

    Wie begegnest Du der gelben Bedrohung?


    Mit Skepsis.



    Bumblebee schrieb:

    Wäre da eine bundesweite und flächendeckende Aktion zur Feldbefreiung hilfreich?


    Nicht wenn diese Aktion von Dir geführt werden würde. Dein Ernst bei der Sache schleift einfach zu sehr.


    Leute wie ralf_2 (siehe Beitrag: http://www.imkerforum.de/viewtopic.php?t=4253&start=45) finden das weniger ironisch. Ich sehe das Bienensterben als real an.


    Die Augen der meisten Imker sind auf die Institute gerichtet: alles wird nachgebetet, die eigenen Augen verschlossen. Ich gehöre nicht zu den wissenschaftsgläubigen Menschen und ich bin der Meinung, daß die Augen des gemeinen Imkers genauso gut sehen können. Ich möchte nicht wissen, wieviel Geld in die Varroa-Erforschung gesteckt wurde. Was sind die Ergebnisse?


    Und das Problem Varroa ist fast schon alt. Die ganzen Veränderungen in der Betriebsweise und die Veränderungen in der Landschaft (nicht nur Landwirtschaft!) sind dramatisch. Die Auswirkungen sind kaum abzuschätzen. Aber der Umweltindikator Biene sagt uns: Vorsicht! Hier geschieht etwas schädliches!


    Entschuldige also meine Fragen, aber ich meine: besser fragen als schweigen und nicken. Damit das Summen niemals aufhört.



    Meint,


    Bernhard Heuvel

  • Zitat

    Im Winter. Spritzmittel müssen nicht unmittelbar tödlich wirken, es gibt (tatsächlich) auch Mittel, die Langzeitwirkung haben. Außerdem kann Rapshonig im Winterfutter eine Grenze darstellen. Zuerst wird der Spättrachthonig aufgebraucht und plötzlich kommt ne unüberbrückbare Stelle. Vielleicht wirkt Rapshonig auch im Winter anders als im Sommer auf den Bienenkörper. Vielleicht liegts auch an der kurzen Lebenserwartung der Sommerbienen, daß man die Schäden verkennt.


    Diese Vermutung ist nicht von der Hand zu weisen. Blos dazu bedürfte es der Untersuchung des Raps-Pollens! Und des Raps-Honigs auf Metabolite diverser Pflanzenschutzmittel, die im Raps angewendet werden.
    Kennt jemand solche Studien?



    Zitat

    Übermäßige Brut durch übermäßiges Futterangebot. Die Königin legt wie der Teufel, was sie eventuell überanstrengt. Außerdem bedeutet mehr Brut auch mehr Varroa.


    Übermäßige Brut im Mai? Was soll das sein? Wenn es für die Bienen „übermäßig“ wird, so schwärmen sie, d.h. sie befriedigen ihren natürlichen Trieb. Der kann nur durch Platzmangel ausgelöst werden (Hunger-, Varroaschwärme etc. sind natürlich anders geartet...)


    Zitat

    Nein. Ich würde nicht in den Raps wandern, weil ich denke, daß eine Mischtracht gesünder ist und das Wildpflanzen wesentlich mehr "Heilstoffe" im Futter haben. Ich habe meinen Mischhonig nie ein einziges Mal rühren müssen.


    Schon mal Raps-Honig untersuchen lassen? Meist findet man nur ca 60% Rapspollen, der Rest ist Pollen aus anderen Pflanzen, von Monokultur kann also keine Rede sein. Wenn die Heide honigt (Jahreszeit) gibt’s auch Monokultur-Honig, in der Linde und Robienie (Akazie) ist’s ähnlich......


    Zitat

    Garnicht. Mein Versuch, die Bienen möglichst entfernt vom Raps aufzustellen, funktioniert ganz gut. Außerdem bemerke ich, daß die Bienen den Weißdorn, die Obstblüte bevorzugen. Bei uns im Imkerverein kursiert der Trick für Bienenstände (nicht Wanderstände) den Bienen etwas Rapshonig zu füttern, damit diese darauf anspringen.


    Die Bienen bevorzughen die Pflanzen die am meisten Nektar spenden! Und dabei sit’s so, dass sie am Tage mehrere Pflanzenarten anfliegen, weil die Pflanzen im Tagesverlauf unterschiedlich viel Nektar abgeben.


    Zitat

    Ich sehe das Bienensterben als real an.


    Das ist es auch! Regional sehr verschieden. Und die „Regionen“ „hohe Verluste“ und „wenig Verluste“ liegen sehr eng beieinander.
    Hatte eine Diskussion mit einem Imkernachbarn ,der im Monitorprogramm involviert ist. Ihm wurde im September gesagt, dass er durchschnittlich etwa 4000 Milben in den Völkern hat. Das hat ihn so erschreckt, dass er nochmals massiv gegen die Milbe behandelt hat. (Ohne die Information aus dem Monitorprogramm hätte er geglaubt, dass der Milbenbefall seiner Völker sehr niedrig liegt).
    Irgendwo http://imkerforum.de/viewtopic.php?p=29831&highlight=#29831 habe ich schon geschrieben, dass ich nach der Heimholung meiner Ableger letztes Jahr (es war Ende September) ebenfalls sehr viele Milben auf dem Bodenbrett gefunden hatte. Und das nach der Varroabehandlung!
    Meine Meinung: Die Ameisensäure hat letztes Jahr nicht so gewirkt, wie sie sollte.


    Das allein erklärt allerdings nicht die Völkerverluste! Zur Milben kommen noch andere Faktoren. Ob es der „chemiebehandelte“ Raps ist, weiß ich nicht. Dazu bedarf es analytischer Untersuchungen des Rapspollens und Honigs und der sich entwickenden Bienen.

    "Moral ohne Sachverstand ist naiv und manchmal sogar gefährlich"

  • Hallo Bernhard,
    nachdem ich die "Rapsdreck" muss weg Kampagne nicht mehr so toll finde, vor allem weil ich übermorgen dort hinwandere, muss es doch irgendwo noch eine Quelle des Übels geben.


    Zitat

    Ich möchte alle Seiten und alle Möglichkeiten durchleuchten, bevor ich anfange irgendwelche Schlüsse zu ziehen.


    Hast du schonmal daran gedacht, dass das Bienensterben mit der Verfügbarkeit eines Internetanschlusses der Imkerschaft zusammenhängen könnte? Dazu müsste man auch mal "Kurven" der Abhängigkeit herausfinden.


    Gruß
    Simon

  • Moin Bernhard,


    BernhardHeuvel schrieb:

    ... Außerdem bedeutet mehr Brut auch mehr Varroa. ...


    Das ist nur vordergründig ein Zusammenhang. Und ich muß das immer wieder hören. Leider. Wenig Brut bedeutet genausowenig wenig Varroa wie viel Brut viel Varroa bedeutet. Ein Volk ohne Brut kann keine Varroa vermehren, sich selbst aber halt auch nicht. Ein Volk mit wenig Brut vermehrt in dieser dennoch viele Milben, wenn sie denn da sind und geht daran letztendlich und recht zügig zugrunde und ein Volk, krachend voller Brut, kann auch nur den Milben die Möglichkeit zur Vermehrung geben, die da sind. Viel Brut = viele Milben ist also ein Trugschluß und wenig Brut = weniger Milben ist kompletter Unsinn.


    Es ist also ganz gegen Deine Auffassung so, daß Völker mit wenig Brut ganz besonders stark von der Varroa geschädigt werden, wohingegen Völker mit viel Brut wesentlich mehr kerngesunde Bienen zur Welt bringen. Die Volksentwicklung mit gesunden langlebigen Bienen soll der Milbenentwicklung deutlich vorauseilen. Deshalb bremsen wir die Milbe spät aus und wenn sie gegen Ende des Jahres aufholt (obwohl da ja die Völker weniger Brut haben :roll: ) kriegt sie die zweite Dusche.


    Versteh doch erst mal die Milbe ehe Du nach andern Problemen suchst, die es sicherlich gibt.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Hallo lieber Henry!


    Henry schrieb:

    Viel Brut = viele Milben ist also ein Trugschluß und wenig Brut = weniger Milben ist kompletter Unsinn.


    Manchmal frage ich mich, auf welcher Warte Du stehst, daß Du die Aussagen anderer als Unsinn aburteilen kannst.



    Henry schrieb:

    Versteh doch erst mal die Milbe ehe Du nach andern Problemen suchst, die es sicherlich gibt.


    Das mit dem Verstehen ist ein langer Prozeß. Freundlicherweise stehst Du mir bei meinem Weg zur Weisheit zur Seite :wink:


    Doch lese Dich selbst einfach mal schlau:


    http://www.bee-info.com/bienenkrankheiten.php#2


    Hier ein Auszug daraus:


    bee-info.com schrieb:

    ...Zum Beispiel erzeugen Milbenweibchen nach einem Zwischenaufenthalt auf Winterbienen mit niedrigem Hormonspiegel weniger Nachkommen als Milben, die auf älteren Sommerbienen mit bedeutend höherer Hormonkonzentration schmarotzen konnten.


    Das bedeutet, daß es möglich sein könnte, daß starkbrütige Völker mehr von diesem Hormon produzieren, sprich auch die Milbenmama zu mehr Produktion anregen.


    Diese Abhängigkeit von diesem Bienenhormon könnte ein Schutz der Milbe vor Selbstzerstörung sein, der aber bei unseren Bienen nicht wirkt, da diese generell mehr von diesem Hormon produzieren. Deswegen wird bei uns auch die Arbeiterinnenbrut befallen, die in Südostasien nicht befallen wird.


    Andere Quellen untersuchen auch das Verhältnis Bienenbrut zu Milbenbrut und kommen zu ähnlichen Vermutungen. Ich muß dazu einschränkenderweise sagen, daß diese Quellen das Wörtchen "vielleicht" zu oft gebrauchen. :wink:


    Ich würde den Aspekt der Brutentwicklung nicht aus dem Katalog der Gründe nehmen, weshalb es das Bienensterben gibt.


    Viele Grüße vom sonnigen Niederrhein,



    Bernhard Heuvel