Flügelschnitt und Folgen

  • Moin Imkers,


    wahrscheinlich schneide ich die Flügel stärker oder anders als Ihr. Meine Königinnen heben beim Schwarmstart garnicht vom Flugloch ab und gehen daher auch nicht verloren. Sie rennen um die gedeckelten Zellen rum oder stiften schon wieder auf dem BauR. Ich kann also den Königinnenableger bei der Durchsicht auf Schwarmzellen machen, auch wenn schon viele Zellen verdeckelt sind.


    Ich schneide immer vom kleinen Flügel rechts die Hälfte weg. Dann können sich die Flügel nicht verhaken und sie kann nicht mehr fliegen. ... auch nicht ins Gras und beißt deshalb nicht in selbiges. :wink:

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Hallo Henry.


    Und was ist jetzt die Folge vom (stärkeren) Flügelschneiden? Ich meine, was passierte vorher, was passiert danach - und wozu soll das gut sein?


    Was ich aus den anderen Forumseinträgen zum Thema Flügelschneiden entnommen habe, ist, daß die Problematik des Schwärmens damit ja nicht aufgehoben ist.


    Zum Beispiel zuviele Bienen. Zum Beispiel zuwenig Raum. Zum Beispiel Parasitendruck. Zum Beispiel Hunger. Oder Raps.


    Alle die bekannten, möglichen Gründe für das Schwärmen haben mit Mißständen zu tun. Der Vermehrungsschwarm findet im frühesten Frühjahr statt. Empfohlene Lektüre zum Thema Schwärmen: Mr. Walt Wright - nectar management.


    Wenn ein Schwarm schwärmen will, dann soll er schwärmen. Denn es gibt einen Mißstand.


    Wenn alle (!) Beuten schwärmen wollen - dann würde ich mir Gedanken machen: was mache ich falsch...


    Bernhard Heuvel

  • Moin Henry,


    Ein drittel des großen Flügels reicht voll und ganz aus, soll ja auch vernünftig aussehen und nicht so zerzaust.
    Du machst Königinnenableger, dafür kann man mich nicht begeistern.


    Diese Art der Schwarmverhinterung ist nicht gerade optimal, man vermehrt so seine Schwarmvölker, die Schwarmkönigin nimmt man ins neue Jahr mit und der Zirkus geht wieder von vorn los.


    Das Altvolk ohne Königin zieht sich eine neue Königin, so bekommt man auch nur Schwarmteufel.


    Hat man wirklich Pech kann es doch passieren dass ein Singerschwarm von dem Altvolk abgeht und die Aktion war für die Katz.


    Ich will das Volk in der Leistung erhalten, das geht nur mit Zwischenboden, nach der ersten Schleuderung werden Brutableger gebildet.


    Diese Ableger werden gleich mit vernünftigen Königinnen bestückt, so bekommt man eine Auslese hin und vermehrt keine Schwarmbienen.

  • Moin Bernhard,


    wenn der Flügel nur an- oder eingeschnitten ist, flieg die Alte paar Meter und verstirbt dann im Grase. Ist der Flügel so beschnitten, daß sie nicht abheben kann, geht sie nicht verloren.


    Moin Michael2,


    ich brauche Bienenmasse dieses Jahr, aber diesmal nicht für Rapshonig, sondern für Kunstschwärme und Ableger. Die Doppelvölker brauchen auch je zwei legende Königinnen und da sind mir die Altköniginen gerade recht. Auch kann ich so die Begattungseinheiten besiedeln ohne an Serientermine gebunden zu sein.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder